[0001] Die Erfindung betrifft eine Führungsschienenanordnung für ein Tor, insbesondere Garagentor,
wie etwa ein Sektionaltor oder Kipptor, mit mindestens einer mindestens zwei etwa
geradlinig verlaufende Segmente und ein zum Verbinden der geradlinig verlaufenden
Segmente dienendes Verbindungssegment aufweisenden Führungsschiene, wobei die einzelnen
Segmente der Führungsschiene derart montierbar sind, daß das Verbindungssegment an
seinen beiden Enden etwa tangential in jeweils eines der geradlinig verlaufenden Segmente
übergeht und die beiden geradlinig verlaufenden Segmente einen Winkel von weniger
als 180°, vorzugsweise etwa 90° miteinander einschließen, sowie ein eine derartige
Führungsschienenanordnung aufweisendes Tor und ein Verbindungssegment für eine derartige
Führungsschienenanordnung.
[0002] Derartige Führungsschienenanordnungen werden beispielsweise zur Führung der Bewegung
eines Torblattes eines Sektionaltores zwischen einer Schließstellung, in der sich
das Torblatt im wesentlichen in einer Vertikalebene erstreckt und einer Öffnungsstellung,
in der sich das Torblatt über Kopf in einer Horizontalebene erstreckt, eingesetzt.
Dazu weisen die Führungsschienenanordnungen üblicherweise zwei im Bereich einander
entgegengesetzter seitlicher Ränder des Torblattes angeordnete Führungsschienen auf,
von denen jede ein sich im wesentlichen in vertikaler Richtung erstreckendes geradliniges
Segment und ein sich im wesentlichen in horizontaler Richtung erstreckendes geradliniges
Segment aufweist. In der Schließstellung ist das Torblatt im wesentlichen zwischen
den sich in vertikaler Richtung erstreckenden geradlinigen segmenten der Führungsschienen
angeordnet, während es in der Öffnungsstellung im wesentlichen zwischen den sich im
wesentlichen in horizontaler Richtung erstreckenden geradlinigen Segmenten angeordnet
ist. Zwischen den beiden geradlinigen Segmenten jeder Führungsschiene ist üblicherweise
ein kreisbogenförmiges Verbindungssegment angeordnet, daß an seinem einen Ende etwa
tangential in das sich in vertikaler Richtung erstreckende geradlinige Segment übergeht
und an seinem anderen Ende in das sich etwa in horizontaler Richtung über Kopf erstreckende
geradlinige Segment übergeht. Durch diese Anordnung der Führungsschienen wird gewährleistet,
daß an einander entgegengesetzten seitlichen Rändern des Torblattes festgelegte und
üblicherweise in den Führungsschienen aufgenommene Führungselemente, wie etwa Führungsrollen,
und damit auch das Torblatt selbst störungsfrei längs der durch die Führungsschienenanordnung
vorgegebenen Bahn zwischen der Schließstellung und der Öffnungsstellung bewegt werden
können.
[0003] Die sich im wesentlichen in horizontaler Richtung über Kopf erstreckenden geradlinigen
Segmente der Führungsschienen werden üblicherweise mit entsprechenden Befestigungselementen
an der Decke des mit dem Tor zu verschließenden Raums befestigt, während die sich
im wesentlichen in vertikaler Richtung erstreckenden geradlinigen Segmente im allgemeinen
an den seitlichen Zargenholmen des Tores angebracht sind. Dabei wird die Einbauhöhe
der sich über Kopf in horizontaler Richtung erstreckenden geradlinigen Segmente durch
die Befestigungselemente vorgegeben. Daher müssen bei unterschiedlichen Raumhöhen
entsprechend unterschiedliche Höhen zwischen dem Boden des mit dem Tor zu verschließenden
Raums und der sich über Kopf etwa in horizontaler Richtung erstreckenden geradlinigen
Segmente der Führungsschienen durch die sich in vertikaler Richtung erstreckenden
Segmente und das bogenförmige Verbindungssegment überbrückt werden. Dabei ist aus
optischen Gründen und zur Vermeidung von Beschädigungen im allgemeinen auch noch darauf
zu achten, daß das Torblatt in der Öffnungsstellung vollständig von einem die Durchfahrtshöhe
der in der Schließstellung mit dem Torblatt verschlossenen Garageneinfahrt begrenzenden
und in die Decke übergehenden Sturz verdeckt wird. Daher wird im allgemeinen bei vorgegebener
Durchfahrtshöhe in der Öffnungsstellung des Torblattes für jede Einbausituation, d.h.
für jede Raumhöhe und jede Sturzhöhe eine eigene Führungsschienenanordnung benötigt.
[0004] Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Führungsschienenanordnung bereitzustellen, die für unterschiedliche Einbausituationen,
d.h. unterschiedliche Raum- und/oder Sturzhöhen einsetzbar ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Weiterbildung der bekannten Führungsschienenanordnung
gelöst, die im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, daß die Strecke zwischen einem
Ende des Verbindungssegmentes und dem Schnittpunkt zweier tangential an jeweils eines
der Enden des Verbindungssegmentes angelegten Geraden länger ist als die Strecke zwischen
dem anderen Ende des Verbindungssegmentes und dem Schnittpunkt.
[0006] Mit einer derartigen Führungsschienenanordnung kann ein bei einer besonders großen
Raumhöhe auftretender besonders großer vertikaler Abstand zwischen dem oberen Ende
des sich in vertikaler Richtung erstreckenden geradlinigen Segmentes und dem der mit
dem Tor zu verschließenden Öffnung zugewandten Ende des sich im wesentlichen in horizontaler
Richtung erstreckenden geradlinigen Segmentes überbrückt werden, wenn das eine Ende
des Verbindungssegmentes in das sich im wesentlichen in vertikaler Richtung erstreckende
geradlinige Segment übergeht, während das andere Ende des Verbindungssegmentes in
das sich im wesentlichen in horizontaler Richtung erstreckende geradlinig verlaufende
Segment übergeht. Dabei kann eine vorgegebene Durchfahrtshöhe im Hinblick auf die
Verlängerung des Verbindungssegmentes an seinem in das vertikale Führungsschienensegment
übergehende Ende auch dann noch sichergestellt werden, wenn sich ein in der Schließstellung
unterer Rand des Torblattes in der Öffnungsstellung im Bereich des Verbindungssegmentes
unterhalb des sich über Kopf in horizontaler Richtung erstreckenden geradlinigen Führungsschienensegmentes
angeordnet ist und dort von einem Sturz entsprechender Höhe zumindest teilweise abgedeckt
wird. Daher kann für die beschriebene Einbausituation in einem Raum mit einer großen
Höhe ein geradlinig verlaufendes und sich über Kopf in horizontaler Richtung erstreckendes
Führungsschienensegment eingesetzt werden, das kürzer ist als die Durchfahrtshöhe
der mit dem Tor zu verschließenden Wandöffnung.
[0007] Beim Einbau einer erfindungsgemäßen Führungsschienenanordnung in einen Raum mit einer
vergleichsweise geringen Höhe muß mit dem Verbindungssegment nur ein vergleichsweise
geringer Höhenunterschied zwischen dem oberen Ende des vertikalen Führungsschienensegmentes
und dem der Wandöffnung bzw. Durchfahrt zugewandten vorderen Ende des horizontalen
Führungsschienensegmentes überbrückt werden. Dazu kann das Verbindungssegment so angeordnet
werden, daß es an seinem einen Ende in das vordere Ende des horizontalen Führungsschienensegmentes
übergeht, während es an seinem anderen, kürzeren Ende in das vertikale Führungsschienensegment
übergeht, wobei einerseits die geringe Bauhöhe des Verbindungssegmentes bei dieser
Anordnung zur Verringerung der gesamten Bauhöhe der Führungsschienenanordnung unter
Verwendung gleichbleibender vertikaler Führungsschienensegmente und andererseits,
durch die Verlängerung des Verbindungssegmentes an seinem in das vordere Ende des
horizontalen Führungsschienensegmentes übergehenden Ende, eine zur Aufnahme des in
der Schließstellung unteren Randes des Torblattes in der Öffnungsstellung zur Verfügung
stehende Verlängerung des horizontalen Führungsschienensegmentes bereitgestellt wird.
In dieser Verlängerung des Verbindungssegmentes kann ein an dem in der Schließstellung
unteren Rand des Torblattes festgelegtes Führungselement auf etwa gleicher Höhe aufgenommen
werden wie die übrigen in dem horizontalen Führungsschienensegment aufgenommenen Führungselemente.
Daher kann mit der zuletzt beschriebenen Anordnung des Verbindungssegmentes eine vorgegebene
Durchfahrtshöhe auch unter Verwendung eines gleichbleibenden horizontalen Führungsschienensegmentes
sichergestellt werden, wobei der in der Schließstellung untere Rand des Torblattes
in der Öffnungsstellung zumindest teilweise von einem Sturz mit einer vergleichsweise
geringen Höhe abgedeckt wird.
[0008] Das Verbindungssegment der erfindungsgemäßen Führungsschienenanordnung kann konstruktiv
besonders einfach gestaltet werden, wenn es einen bogenförmigen, vorzugsweise etwa
kreisbogenförmig verlaufenden Abschnitt aufweist, der in Richtung auf das eine Ende
des Verbindungssegmentes in einen etwa geradlinig verlaufenden Abschnitt übergeht.
Mit einem derartigen Verbindungssegement kann insbesondere sichergestellt werden,
daß das in der Schließstellung am unteren Rand des Torblattes befestigte Führungselement
bei Einbau der erfindungsgemäßen Führungsschienenanordnung in einen Raum mit einer
geringen Höhe in der Öffnungsstellung im Bereich des in das horizontale Führungsschienensegment
übergehenden, etwa geradlinig verlaufenden Abschnitts des Verbindungssegmentes etwa
auf gleicher Höhe angeordnet ist wie die übrigen an dem Torblatt befestigten und in
der Öffnungsstellung in dem horizontalen Führungsschienensegment aufgenommenen Führungselemente.
[0009] Wie eingangs bereits erläutert, hat es sich im Hinblick auf eine geräusch- und reibungsarme
Bewegung des Torblattes als besonders günstig erwiesen, wenn die Führungsschiene zur
Aufnahme eines an einem Torblatt des Tores befestigten Führungselementes in Form einer
um eine etwa senkrecht zu der durch die Führungsschienenanordnung vorgegebenen Bahn
des Torblattes verlaufende Drehachse drehbar an dem Torblatt befestigten Führungsrolle
gebildet ist. Dabei kann das Verbindungssegment einer Führungsschiene für beide oben
erläuterten Einbaugeometrien, d.h. für einen Einbau in einen Raum mit einer großen
Höhe und für einen Einbau in einen Raum mit einer vergleichsweise geringen Höhe eingesetzt
werden, wenn es etwa spiegelsymmetrisch bezüglich einer sich parallel zu der durch
die an den Enden des Verbindungssegmentes montierten geradlinig verlaufenden Segmente
aufgespannten Ebene ist.
[0010] Wie eingangs bereits angesprochen, hat es sich im Hinblick auf eine störungsfreie
Führung des Torblattes bei seiner Bewegung zwischen der Schließstellung und der Öffnungsstellung
als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die erfindungsgemäße Führungsschienenanordnung
zwei im Bereich einander entgegengesetzter Ränder eines Torblattes des Tores festlegbare
Führungsschienen aufweist, von denen jede mindestens zwei geradlinig verlaufende Segmente
und ein zum Verbinden der geradlinig verlaufenden Segmente dienendes Verbindungssegment
aufweist. Falls derartige Führungsschienen zum Aufnehmen von an dem Torblatt um eine
senkrecht zu der durch die Führungsschienenanordnung vorgegebenen Bahn verlaufende
Drehachse drehbar festgelegten Führungsrollen ausgelegt sind, hat es sich aus Sicherheitsgründen
als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn sie die Führungsrollen an drei Seiten umschließen
und nur in Richtung auf das Torblatt einen sich längs der vorgegebenen Bahn erstreckenden
Schlitz aufweisen. In diesem Fall kann das bei einem Einbau der Führungsschienenanordnung
in einen Raum mit einer großen (kleinen) Höhe im Bereich der einen Seite angeordnete
Verbindungssegment zur Herstellung einer für einen Einbau in einen Raum mit einer
geringen (großen) Höhe geeigneten Führungsschienenanordnung im Bereich des anderen
Randes des Torblattes angeordnet werden, wenn es durch eine Spiegelung an einer sich
parallel zu der durch die an seinen Enden montierten geradlinigen Segmente aufgespannten
Ebene in das andere Verbindungssegment überführbar ist.
[0011] Wie vorstehend bereits erläutert, ist die erfindungsgemäße Führungsschienenanordnung
mit besonderem Vorteil in verbindung mit einem Sektionaltor mit einem längs einer
durch die Führungsschienenanordnung vorgegebenen Bahn zwischen einer Schließstellung
und einer Öffnungsstellung bewegbaren Torblatt einsetzbar, wobei das Torblatt eine
Mehrzahl von in Richtung der vorgegebenen Bahn hintereinander angeordneten und über
senkrecht zu der vorgegebenen Bahn verlaufende Gelenkachsen aufweisende Gelenke verschwenkbar
miteinander verbundene Paneele aufweist. Wenn die Hauptfläche des Torblattes in der
Schließstellung etwa in einer Vertikalebene und in der Öffnungsstellung über Kopf
etwa in einer Horizontalebene verläuft weist jede Führungsschiene der Führungsschienenanordnung
zweckmäßigerweise ein sich in der Schließstellung etwa parallel zum Torblatt in Schwererichtung
erstreckendes geradliniges Segment und ein über das Verbindungssegment damit verbundenes
und sich in der Öffnungsstellung etwa parallel zum Torblatt in horizontaler Richtung
erstreckendes geradliniges Segment auf.
[0012] Wie der vorstehenden Beschreibung der erfindungsgemäßen Führungsschienenanordnung
zu entnehmen ist, zeichnet sich ein zur Herstellung dieser Führungsschienenanordnung
einsetzbares Verbindungssegment im wesentlichen dadurch aus, daß die Strecke zwischen
einem Ende des Verbindungssegmentes und dem Schnittpunkt zweier tangential an jeweils
eines der Enden des Verbindungssegmentes angelegten Geraden länger ist als die Strecke
zwischen dem anderen Ende des Verbindungssegmentes und dem Schittpunkt, wobei das
Verbindungssegment zweckmäßigerweise einen bogenförmig, vorzugsweise etwa kreisbogenförmig
verlaufenden Abschnitt aufweist, der in Richtung auf das eine Ende in einen etwa geradlinig
verlaufenden Abschnitt übergeht.
[0013] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich
aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten
Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer in einem Raum mit einer großen Raumhöhe eingebauten
erfindungsgemäßen Führungsschienenanordnung,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht der in einen Raum mit einer vergleichsweise geringen
Höhe eingebauten Führungsschienenanordnung nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematischen Seitenansicht eines in einen Raum mit einer großen Höhe eingebauten
erfindungsgemäßen Tores und
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht des Tores nach Fig. 1 nach Einbau in einen Raum mit
einer vergleichsweise geringen Höhe.
[0014] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Führungsschienenanordnung umfaßt eine insgesamt
mit 10 bezeichnete Führungsschiene mit einem sich in vertikaler Richtung erstreckenden,
geradlinig verlaufenden Segment 12, einem sich in horizontaler Richtung erstreckenden,
geradlinig verlaufenden Segment 14 und einem die geradlinig verlaufenden Segmente
12 und 14 miteinander verbindenden Verbindungssegment 16. Das Verbindungssegment 16
umfaßt einen sich über einen Winkel von etwa 90° erstreckenden kreisbogenförmigen
Abschnitt 18, der an einem Ende in einen geradlinig verlaufenden Abschnitt 20 mit
einer Länge E übergeht. Die Länge der Strecke zwischen dem dem geradlinig verlaufenden
Abschnitt 20 benachbarten Ende des Verbindungssegmentes 16 und einem Schnittpunkt
der beiden an die Enden des Verbindungssegmentes 16 angelegten Tangenten 16a und 16b
ist mit b bezeichnet, während die Länge der Strecke zwischen dem anderen Ende des
Verbindungssegmentes und dem Schnittpunkt mit a bezeichnet ist, wobei die Differenz
zwischen den Streckenlängen b und a der Länge e des geradlinig verlaufenden Abschnittes
20 entspricht.
[0015] In Fig. 1 ist der Einbau der Führungsschiene 10 in eine Garage mit einer vergleichsweise
großen Höhe H zwischen dem Garagenboden 30 und der Garagendecke 32 dargestellt. Die
Garage weist eine Einfahrt 34 mit einer Durchfahrtshöhe h auf, die an ihrem oberen
Rand von einem andererseits in die Decke 32 übergehenden Sturz 36 mit einer Höhe B
begrenzt ist. Das sich in horizontaler Richtung erstreckende Führungsschienensegment
40 ist mit geeigneten Befestigungselementen (nicht dargestellt) über Kopf an der Garagendecke
32 befestigt, während das vertikale Führungsschienensegment 12 an einem vertikalen
Zargenholm (nicht dargestellt) befestigt ist, der andererseits an einer die Einfahrt
34 aufweisenden Wand festgelegt ist. Das horizontale Führungsschienensegment 14 ist
über das Verbindungssegment 16 mit dem vertikalen Führungsschienensegment 12 verbunden,
wobei das dem geradlinigen Abschnitt 20 benachbarte Ende des Verbindungssegmentes
16 tangential in das vertikale Führungsschienensegment 14 übergeht, während das dem
geradlinig verlaufenden Abschnitt entgegengesetzte Ende des Verbindungssegmentes 16
tangential in das horizontale Führungsschienensegment 14 übergeht. Auf diese Weise
bildet der geradlinig verlaufende Abschnitt 20 des Verbindungssegmentes 16 eine geradlinig
verlaufende Verlängerung des vertikalen Führungsschienensegmentes 12 mit einer Länge
E. Durch diese Verlängerung wird der vertikale Abstand zwischen dem oberen Ende des
vertikalen Führungsschienensegmentes 12 und dem der Einfahrt 34 zugewandten vorderen
Ende des horizontalen Führungsschienensegmentes 14 überbrückt.
[0016] Die Führungsschiene 12 dient zur Führung der Bewegung eines Torblattes (nicht dargestellt)
zwischen einer Schließstellung, in der es sich etwa parallel zum vertikalen Führungsschienensegment
12 in einer Vertikalebene erstreckt und einer Öffnungsstellung, in der es sich etwa
parallel zu dem horizontalen Führungsschienensegment 14 erstreckt. Die Länge D des
horizontalen Führungsschienensegmentes 14 ist etwa geringer als die Durchfahrtshöhe
h der Garageneinfahrt 34. Daher ist eine an dem in der Schließstellung am Boden 30
anliegenden unteren Rand des Torblattes angeordnete, in der Führungsschiene 10 aufgenommene
Führungsrolle in der Öffnungsstellung im Bereich des bogenförmigen Abschnitts 18 des
Verbindungssegmentes 16 etwas unterhalb der übrigen in der Öffnungsstellung im horizontalen
Führungsschienensegment 14 aufgenommmenen Führungsrollen angeordnet. Durch die Verlängerung
des vertikalen Führungsschienensegmentes 12 mit dem geradlinig verlaufenden Abschnitt
20 des Verbindungssegmentes 16 wird jedoch sichergestellt, daß auch bei dieser Anordnung
des in der schließstellung unteren Randes des Torblattes in der Öffnungsstellung eine
hinreichende Durchfahrtshöhe vorhanden ist, wobei der Sturz 36 in der Öffnungsstellung
eine aus optischen Gründen und zur Erhöhung der Betriebssicherheit vorteilhafte Abdeckung
für den in der Schließstellung unteren Rand des Torblattes bildet.
[0017] In Fig. 2 ist der Einbau der anhand der in Fig. 1 erläuterten Führungsschiene 10
in einer Garage mit einer geringeren Höhe von H - E zwischen dem Boden 30 und der
Decke 32 dargestellt. Dabei ist das horizontale Führungsschienensegment 14 wiederum
an der Decke 32 befestigt, wobei dieselben Befestigungselemente benutzt werden können,
wie bei dem anhand der Fig. 1 erläuterten Einbau. Das vertikale Führungsschienensegment
12 ist wiederum an einem vertikalen Zargenholm (nicht dargestellt) im Bereich des
seitlichen Randes der Einfahrt 34 angeordnet. Die in Fig. 2 dargestellte Garage weist
eine Einfahrt 34 mit derselben Durchfahrtshöhe h wie die in Fig. 1 dargestellte Garage
auf. Dazu wird bei der in Fig. 2 dargestellten Garage ein den oberen Rand der Einfahrt
34 bestimmender Sturz 36' mit einer Höhe von B - E verwendet.
[0018] Bei der in in Fig. 2 dargestellten Einbauanordnung muß mit dem Verbindungssegment
16 nur ein vergleichsweise geringer vertikaler Abstand zwischen dem oberen Ende des
vertikalen Führungsschienensegmentes 12 und dem vorderen Ende des horizontalen Führungsschienensegmentes
14 überbrückt werden. Daher ist das Verbindungssegment 16 bei der in Fig. 2 daragestellten
Einbauanordnung so montiert, daß der geradlinig verlaufende Abschnitt 20 in das horizontale
Führungsschienensegment 14 übergeht, während das dem geradlinig verlaufenden Abschnitt
20 entgegengesetzte Ende des Verbindungssegmentes 16 tangential in das vertikale Führungsschienensegment
12 übergeht. Auf diese Weise bildet der geradlinig verlaufende Abschnitt 20 des Verbindungssegmentes
16 eine Verlängerung des horizontalen Führungsschienensegmentes 14. Dadurch wird erreicht,
daß der in der Schließstellung am Boden 30 anliegende untere Rand des Torblattes in
der Öffnungsstellung im Bereich des geradlinig verlaufenden Abschnittes 20 auf etwa
derselben Höhe angeordnet ist, wie der Rest des Torblattes, wenngleich die Länge des
horizontalen Führungsschienensegmentes 14 geringer ist als die Durchfahrtshöhe h.
Auf diese Weise kann unter Verwendung der Führungsschiene 10 auch bei Einbau in eine
Garage mit einer vergleichsweise geringen Höhe dieselbe Durchfahrtshöhe sichergestellt
werden, wie beim Einbau dieser Führungsschiene 10 in eine Garage mit einer vergleichsweise
großen Höhe, wobei der in der Schließstellung am Boden 30 anliegend untere Rand des
Torblattes in der Öffnungsstellung vom Sturz 36' zumindest teilweise abgedeckt wird.
[0019] Das in Fig. 3 dargestellte Tor besteht im wesentlichen aus einem Torblatt 40, einer
Führungsschienenanordnung mit zwei längs der seitlichen Ränder des Torblattes 40 angeordneten
Führungsschienen 10, von denen in der Zeichnung nur eine dargestellt ist und zwei
weiteren Führungsschienen 50, die sich über Kopf im wesentlichen in horizontaler Richtung
erstrecken. Jede der Führungsschienen 10 umfaßt ein vertikales Führungsschienensegment
12, ein horizontales Führungsschienensegment 14 und ein das obere Ende des vertikalen
Führungsschienensegmentes 12 mit dem vorderen Ende des horizontalen Führungsschienensegmentes
14 verbindendes Verbindungssegment 16, wobei das Verbindungssegment 16 aus einem sich
über einen Winkel von 90° erstreckenden kreisbogenförmigen Abschnitt 18 und einem
in das vertikale Führungsschienensegment übergehenden geradlinig verlaufenden Abschnitt
20 besteht. Die weiteren Führungsschienen 50 sind oberhalb des horizontalen Führungsschienensegmentes
14 angeordnet und erstrecken sich ausgehend von dem vorderen Ende dieses horizontalen
Führungsschienensegmentes 14 in Richtung auf den Sturz 36.
[0020] Das Torblatt 40 umfaßt vier in Richtung der Führungsschiene 10 hintereinander angeordnete
Paneele 42, 44, 46 und 48, die über senkrecht zu der Führungsschiene 10 verlaufende
Gelenkachsen aufweisende Gelenke miteinander verbunden sind. Am oberen Ende jedes
der Paneele 42, 44, 46 und 48 ist eine Führungsrolle 43, 45, 47 und 49 um eine senkrecht
zur Führungsschiene 10 verlaufende Drehachse drehbar befestigt. Ferner ist am unteren
Rand des in der in Fig. 3 dargestellten Schließstellung unteren Paneels 42 eine weitere
Führungsrolle 41 befestigt. Die Führungsrollen 41, 43, 45 und 47 sind in der Führungsschiene
10 aufgenommen, während die am oberen Rand des in der Schließstellung oberen Paneels
48 festgelegte Führungsrolle 49 in der Führungsschiene 50 angeordnet ist. Auf diese
Weise wird erreicht, daß die eine Durchfahrtshöhe h aufweisende Einfahrt 34 unter
Gewährleistung einer störungsfreien Öffnungsbewegung des Torblattes 40 auch dann noch
vollständig geschlossen werden kann, wenn der bogenförmige Abschnitt 18 des Verbindungssegmentes
16 sich ausgehend von dem vorderen Ende des horizontalen Führungsschienensegmentes
14 bis auf eine unterhalb des unteren Randes des Sturzes 36 liegende Höhe erstreckt.
Bei einer durch die Befestigungselemente 54 für die horizontalen Führungsschienensegmente
14 und die Führungsschienen 50 vorgegebenen Einbauhöhe der horizontalen Führungsschienensegmente
14 und 50 kann die Einfahrt 34 mit einem Torblatt 40 vollständig verschlossen werden,
dessen Höhe die Durchfahrtshöhe h nur geringfügig überschreitet, selbst wenn die Höhe
H zwischen dem Boden 30 und der Decke 32 der Garage wesentlich größer ist als die
Durchfahrtshöhe h, sofern das horizontale Führungsschienensegment 50 an seinem vorderen
Ende in einen sich in Richtung auf den unteren Rand des Sturzes 36 schräg nach unten
erstreckenden Abschnitt 52 übergeht. Wie anhand der Fig. 1 bereits erläutert dient
der geradlinig verlaufende Abschnitt 20 des Verbindungssegmentes 16 zur Überbrückung
der Höhendiffernz zwischen dem oberen Ende des vertikalen Führungsschienensegmentes
12 und dem vorderen Ende horizontalen Führungsschienensegmentes 14.
[0021] Das in Fig. 4 dargestellte Tor unterscheidet sich im wesentlichen nur dadurch von
dem anhand der Fig. 3 dargestellten Tor, daß der geradlinig verlaufende Abschnitt
20 des Verbindungssegmentes 16 tangential in das horizontale Führungsschienensegment
14 übergeht, während das dem geradlinig verlaufenden Abschnitt 20 entgegengesetzte
Ende des Verbindungssegmentes 16 tangential in das vertikale Führungsschienensegment
12 übergeht und das horizontale Führungsschienensegment 50 an seinem vorderen Ende
in Richtung auf den Sturz 36' in einen ebenfalls horizontal verlaufenden Abschnitt
52' übergeht. Dadurch wird erreicht, daß die anhand der Fig. 3 erläuterte Führungsschienenanordnung
ohne Veränderung des Torblattes 40 auch für den Einbau eines Tores in einer Garage
mit einer geringeren Höhe von H - E zwischen dem Boden 30 und der Decke 32 eingebaut
werden kann, wobei der geradlinig verlaufende Abschnitt 20 eine in der Schließstellung
zur Aufnahme der Führungsrolle 41 dienende Verlängerung des horizontalen Führungsschienensegmentes
14 bildet, so daß der in der Schließstellung untere Rand des Paneels 42 in der Öffnungsstellung
auch von dem Sturz 36' mit einer geringeren Höhe von B - E abgedeckt wird.
[0022] Die Erfindung ist nicht auf die anhand der Zeichnung erläuterten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr ist auch daran gedacht, die einzelnen horizontalen Führungsschienensegmente
aus einer Mehrzahl von Einzelelementen zusammenzusetzen. Ferner kann auch ein Verbindungssegment
eingesetzt werden, das an seinen beiden Enden in einen geradlinig verlaufenden Abschnitt
übergeht, wobei einer dieser geradlinig verlaufenden Abschnitte länger ist als der
andere. Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Tor auch mehr oder weniger als vier
Paneele aufweisen. Dabei können anstelle der Führungsrollen auch Führungselemente
in Form von einfachen in Führungsschienen aufgenommenen Führungsstiften eingesetzt
werden.
1. Führungsschienenanordnung für ein Tor, insbesondere Garagentor, mit mindestens einer
mindestens zwei etwa geradlinig verlaufende Segmente (12, 14) und ein zum Verbinden
der geradlinig verlaufenden Segmente (12, 14) dienendes Verbindungssegment (16) aufweisenden
Führungsschiene (12), wobei die einzelnen Segmente (12, 14, 16) der Führungsschiene
(10) derart montierbar sind, daß das Verbindungssegment (16) an seinen beiden Enden
vorzugsweise etwa tangential in eines der geradlinig verlaufenden Segmente (12, 14)
übergeht und die beiden geradlinig verlaufenden Segmente (12, 14) einen Winkel von
weniger als 180°, vorzugsweise etwa 90° miteinander einschließen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strecke (b) zwischen einen Ende des Verbindungssegmentes (16) und dem Schnittpunkt
zweier tangential an jeweils eines der Enden des Verbindungssegmentes (16) angelegten
Geraden (16a, 16b) länger ist als die Strecke (a) zwischen dem anderen Ende des Verbindungssegmentes
(16) und dem Schnittpunkt.
2. Führungsechienenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungssegment
(16) einen bogenförmig, vorzugsweise etwa kreisbogenförmig verlaufenden Abschnitt
(18) aufweist, der in Richtung auf das eine Ende des Verbindungssegmentes (16) in
einen etwa geradlinig verlaufenden Abschnitt (20) übergeht.
3. Führungsschienenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungsschiene (10) zur Aufnahme eines an einem Torblatt (40) des Tores befestigten
Führungselementes, wie etwa einer Führungsrolle (41, 43, 45, 47) ausgelegt ist.
4. Führungsschienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungssegment (16) etwa spiegelsymmetrisch bezüglich einer sich parallel
zu der durch die an den Enden des Verbindungssegmentes (16) montierten geradlinigen
Segmente (12, 14) aufgespannten Ebene ist.
5. Führungsschienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch zwei im Bereich einander entgegengesetzter Ränder (40) des Tores festlegbare
Führungsschienen (10) von denen jede mindestens zwei geradlinig verlaufende Segmente
(12, 14) und ein zum Verbinden der geradlinig verlaufenden Segmente (12, 14) dienendes
Verbindungssegment (16) aufweist, wobei eines der Verbindungssegmente (16) durch eine
Spiegelung in das andere Verbindungssegment überführbar ist.
6. Tor, insbesondere Sektionaltor, mit einem längs einer durch eine Führungsschienenanordnung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgegebenen Bahn zwischen einer Schließstellung
und einer Öffnungsstellung bewegbaren Torblatt (40).
7. Tor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptfläche des Torblattes (40)
in der Schließstellung etwa in einer Vertikalebene und in der Öffnungsstellung über
Kopf etwa in einer Horizontalebene verläuft und mindestens eine Führungsschiene (10)
der Führungsschienenanordnung ein sich in der Schließstellung etwa parallel zum Torblatt
in Schwererichtung erstreckendes geradliniges Segment (12) und ein über das Verbindungssegment
(16) damit verbundenes, sich in der Öffnungsstellung etwa parallel zum Torblatt (40)
in horizontaler Richtung erstreckendes geradliniges Segment (14) aufweist.
8. Verbindungssegment (16) für eine Führungsschienenanordnung nach einem der Ansprüche
1 bis 5.