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(11) |
EP 1 012 106 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.2005 Patentblatt 2005/15 |
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Anmeldetag: 03.09.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B67B 3/06 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP1998/005586 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 1999/012841 (18.03.1999 Gazette 1999/11) |
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VORRICHTUNG ZUM VERSCHLIESSEN VON GETRÄNKEBEHÄLTERN MIT VERSCHLUSSKAPPEN
DEVICE FOR CLOSING DRINKS CONTAINERS WITH SEALING CAPS
DISPOSITIF POUR FERMER DES CONTENANTS A BOISSONS AVEC DES ELEMENTS DE FERMETURE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
09.09.1997 DE 19739327
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.06.2000 Patentblatt 2000/26 |
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Patentinhaber: KHS Maschinen- und Anlagenbau
Aktiengesellschaft |
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44143 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHWENKE, Dieter
D-21029 Hamburg (DE)
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Vertreter: Hausfeld, Norbert |
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Schaefer & Emmel
Gehölzweg 20 D-22043 Hamburg D-22043 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 166 557 DE-U- 29 616 138 US-A- 1 300 754
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DE-A- 4 325 843 GB-A- 191 202 773
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten
Art.
[0002] Gattungsgemäße Verschließvorrichtungen dienen zum automatischen Verschließen von
Getränkebehältern in der Kellereiindustrie und müssen für hohe Leistungen von z.B.
20000 Flaschen pro Stunde ausgelegt sein.
[0003] Es sind dabei grundsätzlich zwei Bauarten bekannt. Bei der einen Bauart werden die
Kappen zunächst auf die Behälter gesetzt und dort beispielsweise leicht angedrückt
und sodann zur eigentlichen Verschließeinrichtung gebracht, die mit Verschließköpfen
je nach Bauweise der Kappe drehend oder verformend (z.B. bei Kronkorken) den Schließvorgang
durchführt. Bei der anderen Bauweise (pick and place) ergreifen die Verschließköpfe
die Kappen und transportieren sie auf die Flaschen, um sie dort sofort zu verschließen.
[0004] Die Kappen werden der Verschließvorrichtung nach Sortierung und Lageüberprüfung auf
einem einspurigen Kappentransporteur zugeführt. Eine Übergabeeinrichtung übernimmt
die Kappen vom Kappentransporteur und bringt sie in Zielposition zum Absetzen auf
die Behälter. Bei Pick-and-Place-Maschinen dienen dazu die Verschließköpfe selbst.
[0005] Bei bekannten Vorrichtungen laufen die Behälter einspurig durch die Verschließvorrichtung,
die üblicherweise als Rundläufer ausgebildet ist. Die Übergabeeinrichtung versorgt
also alle Behälter nacheinander. Auch bei bekannten Reihenfüllkonstruktionen, bei
denen taktweise mehrere Flaschen in einem Reihenfüller gleichzeitig befüllt und anschließend
in einem Reihenverschließer mit mehreren Verschließköpfen gleichzeitig verschlossen
werden, ist nach dem Stand der Technik ein einspuriger Flaschentransport vom Reihenfüller
zum Reihenverschließer vorgesehen, wobei auf dieser einspurigen Transportstrecke die
Kappen nacheinander auf die Flaschen abgesetzt werden. Da bei allen bekannten gattungsgemäßen
Vorrichtungen die Behälter nacheinander mit Kappen versehen werden, muß die Übergabeeinrichtung
sehr schnell arbeiten. Außerdem beschränkt sich der Einsatz der bekannten Vorrichtungen
auf einspurigen Behältertransport.
[0006] Aus DE-A-4 325 843 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung bekannt, bei der jeder Spur
des mehrspurigen Behälterförderers eine eigene Übergabeeinrichtung zugeordnet ist,
die eine Reihe von Behältern gleichzeitig mit Kappen versorgt, wobei diese Reihe längs
zur Transportrichtung also in einer Spur angeordnet ist. Es sind mehrere Übergabeeinrichtungen
erforderlich, deren Versorgung aus einem einspurigen Kappentransporteur schwierig
und ungelöst ist.
[0007] Aus der DE-A-2 166 557 ist eine hauptsächlich zum Abschrauben beschriebene Auf- oder
Abschraubeinrichtung für Verschlüsse auf einem mehrspurigen Behälterförderer bekannt,
bei dem in einer quer zur Transportrichtung stehenden Reihe befindliche Behälter gleichzeitig
geschraubt werden. Das Problem der Zuführung von Kappen aus einem einspurigen Kappentransporteur
ist hier ebenfalls ungelöst.
[0008] Die US-A-1,300,754 zeigt eine Vorrichtung zum Verschließen von auf einem mehrspurigen
Behälterförderer stehenden Flaschen mit flachen Platten, die über jeder Behälterspur
in einem eigenen Stapelvorrat bereitgehalten werden und die in jeder Spur aus diesem
Stapelvorrat unten abgenommen und seitlich über die Flaschen verschoben werden. Eine
einspurige Zuführung von Verschlusskappen mit Verteilung auf die einzelnen Spuren
der Behälter ist hier nicht vorgesehen.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, das gleichzeitige Aufsetzen
von einspurig zugeführten Kappen auf Querreihen von in mehreren Spuren parallel geförderten
Behältern auf einfache Weise zu ermöglichen.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Bei
der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden in einem Übergabevorgang der Übergabeeinrichtung
alle Behälter einer Behälterreihe versorgt. Gegenüber der bekannten einspurig arbeitenden
Bauweise ergibt sich dadurch bei gleicher Leistung mehr Zeit für die Arbeit der Übergabeeinrichtung,
so daß diese relativ langsam die Kappen aufnehmen und in die Zielpositionen bringen
kann. Es ergeben sich ferner Möglichkeiten zur Parallelisierung der Abläufe. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ist insbesondere auch geeignet, in Behälterbehandlungsmaschinen mit parallelem
Behältertransport eingesetzt zu werden, ohne daß dazu eine der Anzahl paralleler Behältertransportspuren
entsprechende Anzahl konventioneller Übergabeeinrichtungen erforderlich wäre. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich zum Aufsetzen von Kappen, wie Schraubkappen,
Kronkorken oder sonstigen Verschlußkappen, auf Flaschen aller Art, wie z.B. Kunststoffflaschen,
aber auch zum Aufsetzen von Deckeln auf die üblichen Getränkedosen verwenden. Die
Behälter können für spezielle Anwendungsfälle leer sein. Üblicherweise werden die
Kappen aber auf gefüllte Behälter gesetzt, um diese zu verschließen.
[0011] Die von der Übergabeeinrichtung in Zielposition gebrachten Kappen können nacheinander
oder vorteilhaft gemäß Anspruch 2 gleichzeitig von den Kappenträgern erfaßt und auf
die Behälter abgesetzt werden, wobei sich durch das gleichzeitige Arbeiten eine konstruktive
Vereinfachung ergibt.
[0012] Die Kappen können beim Absetzen beispielsweise mit mitlaufenden Kappenträgem auf
bewegte Behälter abgesetzt werden. Vorteilhaft sind jedoch die Merkmale des Anspruches
3 vorgesehen. Dabei werden die Behälterreihen z.B. taktweise transportiert und bei
Stillstand unter den Zielpositionen versorgt.
[0013] Die Kappen können vom Kappentransporteur auf unterschiedliche Weise zu den Zielpositionen
gebracht werden, beispielsweise alle benötigten Kappen auf einmal auf parallelen Spuren.
Vorteilhaft sind jedoch die Merkmale des Anspruches 4 vorgesehen. Hierbei weist die
Übergabeeinrichtung nur einen einspurigen Kappenförderer auf, wodurch sich die Konstruktion
vereinfacht.
[0014] Dabei sind vorteilhaft die Merkmale des Anspruches 5 vorgesehen. Ein solches Transportband
stellt eine sehr einfache Konstruktion dar.
[0015] Alternativ sind gemäß Anspruch 6 mehrere Mitnehmer vorgesehen, die sich gegenseitig
die Kappen übergeben und diese jeweils von Zielposition zu Zielposition weiterreichen.
Hierdurch ergibt sich eine sehr exakt arbeitende Konstruktion, bei der durch Zwangstransport
große Sicherheit im Erreichen der Zielpositionen gegeben ist.
[0016] Vorteilhaft sind dabei die Merkmale des Anspruches 7 vorgesehen, wodurch mit drehverschwenkten
Mitnehmern sich eine sehr einfache Konstruktion ergibt.
[0017] Vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruches 8 vorgesehen. Die Kappen werden dabei
auf einem Boden transportiert, der nach Erreichen der Zielpositionen wenigstens dort,
also unter den Kappen, oder auch als Ganzes entfernt wird. Vor dem Entfernen des Bodens
können die Kappenträger die Kappen erfassen und nach Entfernen des Bodens nach unten
auf die Behälter absetzen. Der Boden bzw. die Bodenstücke können durch einen Antrieb
zum Entfernen bewegt werden oder beispielsweise auch federnd nachgebend ausgebildet
sein, so daß die Kappenträger mit den Kappen den Boden bei der Abwärtsbewegung der
Kappen wegdrücken. Durch diese Ausbildung ist es möglich, mit den Kappenträgern die
Kappen zu erfassen und in einer einfachen Abwärtsbewegung auf die Behälter abzusetzen.
Eine komplizierte Bewegung der Kappenträger, beispielsweise mit Erfassen der Kappen,
Seitenbewegung und anschließender Absetzbewegung, wird vermieden.
[0018] Vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruches 9 vorgesehen. Saugstößel können die
Kappen von oben saugend erfassen, absetzen und an den Behältern zur Sicherung leicht
andrücken.
[0019] Vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruches 10 vorgesehen. Die Kappenträger können
selbst als Verschließköpfe ausgebildet sein, um im Pick-and-Place-Verfahren die Kappen
zu erfassen, auf die Behälter abzusetzen und dort sofort zu verschließen, je nach
Kappenform durch Aufschrauben oder im Falle beispielsweise von Kronkorken oder Dosendeckeln
durch Verformung.
[0020] In den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen Flaschenförderer zum parallelen Flaschentransport mit einem
Kappentransporteur und einer schematisch dargestellten Übergabeeinrichtung,
- Fig. 2
- in Ansicht in Flaschentransportrichtung eine Übergabeeinrichtung mit einem umlaufenden
Transportband,
- Fig. 3a-3c
- in Draufsicht und
- Fig. 3d
- in Ansicht in Flaschentransportrichtung eine Übergabeeinrichtung mit Weitergabe der
Kappen von Zielposition zu Zielposition,
- Fig. 4
- in Draufsicht eine Übergabeeinrichtung mit parallelem Transport der Kappen vom Kappentransporteur
zu den Zielpositionen und
- Fig. 5
- in Draufsicht eine Übergabeeinrichtung mit einem Übergabebalken, der die auf Abstand
gebrachten Kappen in Zielposition überbringt.
[0021] Fig. 1 zeigt in Draufsicht einen Flaschenförderer 1, der zwischen in Pfeilrichtung
bewegten Ketten 2 Flaschenträger 3 trägt, in denen jeweils fünf Flaschen 4 mit von
Kappen 5 zu verschließenden Mündungen 6 gehalten sind. Gestrichelt sind über dem Flaschenförderer
1 angeordnete Einrichtungen dargestellt, und zwar eine Flaschenfülleinrichtung 7,
eine Übergabeeinrichtung 8 und eine Flaschenverschließeinrichtung 9.
[0022] Mit dein Flaschenförderer 1 gelangen die Flaschen also zunächst unter die Flaschenfülleinrichtung
7, in der jeweils eine Reihe von im Ausführungsbeispiel fünf Flaschen gleichzeitig
gefüllt werden. Diese kommen sodann unter die Übergabeeinrichtung 8, werden dort mit
Kappen 5 versorgt und gelangen sodann zur Flaschenverschließeinrichtung 9, wo die
bereits auf die Flaschen aufgesetzten Kappen 5 mit fünf parallelen Schließköpfen verschlossen
werden, je nach Ausführungsform der Kappen durch drehendes Verschrauben oder durch
Verformung (z.B. bei Kronkorken).
[0023] Die Kappen 5 werden der Übergabeeinrichtung 8 mit einem Kappentransporteur 10 einspurig
zugeführt. Die Übergabeeinrichtung 8 muß also Kappen vom Kappentransporteur 10 aufnehmen,
in Zielpositionen über den Flaschen einer parallelen Reihe von im Ausführungsbeispiel
fünf Flaschen bringen und dort auf die Flaschen absetzen.
[0024] Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform einer Übergabeeinrichtung 28 mit einem um Endrollen
umlaufenden Transportband 20, an dem im Abstand der Flaschen 4 in den hier nicht dargestellten
Flaschenträgern 3 Kappenträger 21 angeordnet sind. Die Kappen 5 kommen im Kappentransporteur
10 der Fig. 1 an, werden bei in Pfeilrichtung laufendem Transportband 20 nacheinander
von den Kappenträgern 21 erfaßt und in die Zielpositionen über den Flaschen 4 gebracht.
Dort werden sie gleichzeitig durch Abwärtsbewegung eines Andrückers 22 nach unten
auf die Flaschen 4 abgesetzt.
[0025] Die Kappenträger 21 können die Kappen beispielsweise magnetisch halten oder mit nicht
dargestellten Klammern. Sie können aber auch in Rohrausführung als Saugstößel ausgebildet
sein, die durch das Transportband 20 mit Vakuum versorgt werden können, welches seinerseits
auf geeignete, nicht dargestellte Weise an Vakuum angeschlossen sein kann.
[0026] In anderer Bauweise können die Kappenträger 21 auch in dem Transportband 20 gleitend
gelagert sein, so daß sie von dem Andrücker 22 gegenüber dem höhenfest bleibenden
Transportband 20 nach unten verstellt werden können.
[0027] Die über den Flaschen 4 in Zielposition stehenden Kappenträger 21 können auch nacheinander
auf die Flaschen 4 abgesenkt werden, wozu der Andrücker 22 z.B. über die Reihe von
Flaschen 4 hinweg verfahrbar ausgebildet sein kann, um die Kappenträger 21 nacheinander
nach unten zu drücken.
[0028] In den Fig. 3a bis 3d ist eine zweite Ausführungsform einer Übergabeeinrichtung 38
dargestellt, die die Kappen 5 wiederum von dem Kappentransporteur 10 übernimmt.
[0029] Die Kappen 5 stehen auf einem langgestreckten bandförmigen Boden 30, der zunächst
gerade unter dem Kappentransporteur 10 und sodann in abwechselnd nach links und rechts
geschwungenen Halbkreisbögen verläuft und schließlich in einem Betätigungsende 30'
endet. In den Mittelpunkten der Halbkreisbögen sind lotrechte Achsen 31 mit nicht
dargestellten Lagern gelagert. An den Achsen sind Mitnehmer 32 und ein erster etwas
anders geformter Mitnehmer 32' befestigt. Die Achsen 31 werden gegenläufig angetrieben,
wie in Fig. 3a mit Pfeilen angedeutet.
[0030] Die Mitnehmer 32 und 32' sind, wie in den Fig. 3a bis 3c ersichtlich, mit Mitnahmetaschen
ausgebildet, um die Kappen 5 zu erfassen und jeweils über die halbkreisförmigen Bahnen
über den Boden 30 bei Drehbewegung der Mitnehmer zu transportieren. Die halbkreisförmigen
Bahnen sind jeweils außen durch halbkreisförmige Geländer 33 gesichert, um eine saubere
Führung für die Kappen am Geländer 33 einerseits und in einer Tasche des jeweiligen
Mitnehmers 32, 32' zu gewährleisten.
[0031] Über Fig. 3a sind die Positionen dargestellt. Der erste Mitnehmer 32' übernimmt bei
jeweils einer 180°-Drehung eine Kappe vom Endpunkt E des Kappentransporteurs 10 und
übergibt sie zur ersten Zielposition Z
1. Dort wird die Kappe, wie Fig. 3a zeigt, von der Tasche des nächsten Mitnehmers 32
erfaßt und von diesem zur Zielposition Z
2 übergeben. Auf diese Weise werden Kappen nacheinander von Zielposition zu Zielposition
weiterbefördert und jeweils von Mitnehmer zu Mitnehmer übergeben, bis alle Zielpositionen
versorgt sind. Die Mitnehmer werden dann in Position gemäß Fig. 3b gesteuert, so daß
die Kappen 5 exakt in Zielposition in einer Reihe über den in Fig. 3d in Seitenansicht
dargestellten Flaschen 4 stehen. Nun wird der Boden 30 unter der bogenförmigen, durch
die Geländer 33 gesicherten Führungsbahn in Richtung des Betätigungsendes 30' bewegt,
aus seiner Position gemäß Fig. 3b in seine Position gemäß Fig. 3c. Die Kappen 5 in
den Zielpositionen Z
1 und Z
5 sind nun nach unten frei.
[0032] Vor der Seitwärtsbewegung des Bodens 30 aus Position gemäß Fig. 3b in Position gemäß
Fig. 3c ergreifen in Fig. 3d dargestellte Kappenträger 36, beispielsweise wiederum
in Ausführung als Saugstößel, die Kappen 5 und halten sie, während der Boden 30 zur
Seite bewegt wird. Nun können durch Abwärtsbewegung eines alle Kappenträger 36 haltenden
Balkens 37 alle Kappen 5 gleichzeitig auf die Flaschen 4 abgesetzt werden.
[0033] Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform einer Übergabeeinrichtung 48, die die Kappen
5 vom Kappentransporteur 10 über die Flaschen 4 in einem der in Fig. 1 dargestellten
Flaschenträger 3 bringt.
[0034] Seitlich vom Kappentransporteur 10 in dessen Endbereich gehen mehrere Transportbahnen
40 ab, die in den Zielpositionen über den Flaschen 4 enden. Die Transportbahnen 40
sind beispielsweise selbstfördernd ausgebildet. Sie können rinnenförmig zur Führung
der Kappen 5 ausgebildet sein mit Luftdüsen zum Transport der Kappen auf der jeweiligen
Transportbahn 40. Der Boden jeder Transportbahn 40 ist in der Zielposition als Klappe
41 ausgebildet.
[0035] Der Kappentransporteur 10 bringt die benötigte Anzahl von im Ausführungsbeispiel
fünf Kappen vor die Aufänge der Transportbahnen 40. Über diese gelangen die Kappen
in Zielposition auf die Klappen 41. Nicht dargestellte Kappenträger, z.B. Saugstößel,
ergreifen die auf den Klappen 41 stehenden Kappen 5 und halten sie. Nun werden die
Klappen 41 weggeklappt oder geben federnd nach unten nach, und die Kappenträger können
die Kappen 5 nach unten auf die Flaschen 4 absetzen.
[0036] Die Transportbahnen 40 können in weitgehend beliebiger Bogenführung, wie dargestellt,
oder fächerartig schräg zwischen ihren jeweiligen Enden verlaufend angeordnet sein.
[0037] Fig. 5 zeigt in weiterer Ausführungsform eine Übergabeeinrichtung 58, die von dem
Kappentransporteur 10 Kappen 5 mit Transportbahnen 50, die ähnlich wie die Transportbahnen
40 der Ausführungsform der Fig. 4 ausgebildet sein können, parallel übernimmt und
an den Enden der Transportbahnen 50 in einer Reihe in Zwischenpositionen bringt, an
denen sie von Kappenträgern 56 erfaßt werden, die an einem Balken 57 sitzen, der entsprechend
dem Balken 37 der Fig. 3d ausgebildet sein kann.
[0038] Nach Ergreifen aller Kappen an den Enden der Transportbahnen 50 wird der Balken 57
in Richtung des Pfeiles 60 in die Bewegungsbahn eines Flaschenträgers 3 (entsprechend
der Fig. 1) gebracht. Der Flaschenträger 3 bewegt sich in Richtung des Pfeiles 59
bis unter den Balken 57. Nun kann der Balken 57 mit den Kappenträgern 56 abgesenkt
werden und die Kappen auf die Mündungen 6 der Flaschen 4 absenken.
[0039] In den dargestellten Ausführungsbeispielen werden die dargestellten Behälter auf
ihrem Boden stehend transportiert. Sie können jedoch insbesondere im Falle von Kunststoffflaschen
mit Halskragen auch mit entsprechen ausgebildeten Flaschenförderern hängend transportiert
werden.
1. Vorrichtung zum Verschließen von auf einem mehrspurigen Behälterförderer (1) stehenden
Getränkebehältern (4) mit Verschlußkappen (5), mit einer Übergabeeinrichtung (8, 28,
38, 48, 58) zur Übergabe der Kappen von einem einspurigen Kappentransporteur (10)
auf die Behälter, wobei die Übergabeeinrichtung (8, 28, 38, 48, 58) derart ausgebildet
ist, daß sie die jeweils zur Versorgung einer Reihe (3) von Behältern benötigte Anzahl
von Kappen (5) am Kappentransporteur (10) aufnimmt, in Zielposition (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) über den Behältern (4) der Reihe (3) bringt und in den Zielpositionen von oben mit
Kappenträgern (21, 36, 56) erfaßt und auf die Behälter (4) absetzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihe (3) von Behältern (4) sich quer zur Transportrichtung des Behälterförderers
(1) über dessen Spuren erstreckt und daß die Übergabeeinrichtung (8, 28, 38, 48, 58)
die Kappen (5) quer zur Förderrichtung des Behälterförderers in die Zielpositionen
(Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) verteilt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle in Zielpositionen stehenden Kappen (5) synchron erfaßt und abgesetzt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während des Absetzens die Behälterreihe (Flaschenträger 3) und die Zielpositionen
(Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) ortsfest stehen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabeeinrichtung (28, 38) einen Kappenförderer aufweist, der in Richtung parallel
zu den Behälterreihen (Flaschenträger 3) die Kappen einspurig vom Kappentransporteur
(10) über die Behälter (4) transportiert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kappenförderer als umlaufendes Transportband (20) mit daran im Abstand der Behälter
(4) in der Behälterreihe (Flaschenträger 3) befestigten Kappenträgem (36) ausgebildet
ist, die zur Aufnahme der Kappen (5) vom Kappentransporteur (10) ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kappenförderer die Kappen auf einer Führungsbahn mit Mitnehmern (32, 32'), zwischen
denen die Kappen (5) übergeben werden, vom Kappentransporteur (10) zur ersten Zielposition
(Z1) und zwischen den Zielpositionen (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) übergibt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahn zwischen den Zielpositionen (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) halbkreisförmig zu abwechselnden Seiten verläuft, wobei die Mitnehmer (32, 32')
um die Halbkreismitten drehend gelagert sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappen (5) im Kappenförderer auf einem Boden (30, 40) laufen, der wenigstens
an den Zielpositionen (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) entfernbar ist, wobei über den Zielpositionen Kappenträger (36) vertikal angetrieben
angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappenträger (21, 36, 56) als Saugstößel ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappenträger (21, 36, 56) als Verschließköpfe ausgebildet sind.
1. Apparatus for sealing beverage containers (4) with sealing caps (5), said beverage
containers standing on a multi-track container conveyor (1), said apparatus including
a transfer unit (8, 28, 38, 48, 58) for transferring the caps from a single-track
cap conveyor (10) to the containers, wherein the transfer unit (8, 28, 38, 48, 58)
is configured in such a manner that it accommodates on the cap conveyor (10) the number
of caps (5) required in each case to supply one row (3) of containers, brings said
caps into target position (Z1,Z2, Z3, Z4, Z5) above the containers (4) of the row (3) and grips them in the target positions from
above with cap carriers (21, 36, 56) and deposits them onto the containers (4), characterised in that the row (3) of containers (4) extends transversely relative to the conveying direction
of the container conveyor (1) over the tracks of said container conveyor, and in that the transfer unit (8, 28, 38, 48, 58) distributes the caps (5) transversely relative
to the conveying direction of the container conveyor into the target positions (Z1,Z2, Z3, Z4, Z5).
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that all the caps (5) standing in target positions are gripped and deposited in a synchronous
manner.
3. Apparatus according to claim 1, characterised in that, the row of containers (bottle carrier 3) and the target positions (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) are stationary during the depositing process.
4. Apparatus according to claim 1, characterised in that the transfer unit (28, 38) includes a cap conveyor, which conveys the caps in one
track from the cap conveyor (10) over the containers (4) in the direction parallel
to the rows of containers (bottle carrier 3).
5. Apparatus according to claim 4, characterised in that the cap conveyor is in the form of a circumferential conveyor belt (20) with cap
carriers (36), which are secured thereon at the spacing of the containers (4) in the
row of containers (bottle carrier 3) and are configured to receive the caps (5) from
the cap conveyor (10).
6. Apparatus according to claim 4, characterised in that the cap conveyor transfers the caps on a guide track with entrainment means (32,
32'), between which the caps (5) are transferred, from the cap conveyor (10) to the
first target position (Z1) and between the target positions (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5).
7. Apparatus according to claim 6, characterised in that the guide track extends between the target positions (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) in a semicircular manner to alternating sides, wherein the entrainment means (32,
32') are mounted so as to rotate about the centres of the semi-circles.
8. Apparatus according to claim 4, characterised in that the caps (5) move in the cap conveyor on a bottom (30, 40), which is removable at
least at the target positions (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5), wherein cap carriers (36) are disposed so as to be vertically driven above the
target positions.
9. Apparatus according to claim 1, characterised in that the cap carriers (21, 36, 56) are in the form of suction push rods.
10. Apparatus according to claim 1, characterised in that the cap carriers (21, 36, 56) are in the form of sealing heads.
1. Dispositif de fermeture de récipients à boissons (4) se tenant sur un transporteur
de récipients (1) à plusieurs voies, avec des capuchons de fermeture (5), comportant
un dispositif de transfert (8, 28, 38, 48, 58) pour transférer, sur les récipients,
les capuchons depuis un transporteur de capuchons (10) à une voie, le dispositif de
transfert (8, 28, 38, 48, 58) étant conçu de manière à recevoir sur le transporteur
de capuchons (10) le nombre de capuchons (5) nécessaires dans chaque cas pour alimenter
une rangée (3) de récipients, à les amener en position de destination (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) au-dessus des récipients (4) de la rangée (3) et à les saisir dans les positions
de destination, depuis le haut au moyen de porte-capuchons (21, 36, 56) et à les déposer
sur les récipients (4), caractérisé en ce que la rangée (3) de récipients (4) s'étend transversalement à la direction de transport
du transporteur de récipients (1), au-dessus de ses voies, et en ce que le dispositif de transfert (8, 28, 38, 48, 58) répartit les capuchons (5) transversalement
à la direction de transport du transporteur de récipients dans les positions de destination
(Z1, Z2, Z3, Z4, Z5).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que tous les capuchons (5) se trouvant dans les positions de destination sont saisis
et déposés de manière synchrone.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que pendant la dépose, la rangée de récipients (porte-bouteilles 3) et les positions
de destination (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5) sont fixes.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de transfert (28, 38) comporte un convoyeur de capuchons qui transporte
les capuchons, dans une direction parallèle aux rangées de récipients (porte-récipients
3), sur une voie, depuis le transporteur de capuchons (10), au-dessus des récipients
(4).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le convoyeur de capuchons est conçu comme bande de transport (20) en circulation
avec des porte-capuchons (36) fixés sur celle-ci à distance des récipients (4) dans
la rangée de récipients (porte-bouteilles 3), lesquels porte-capuchons sont réalisés
pour recevoir les capuchons (5) du transporteur de capuchons (10).
6. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le convoyeur de capuchons transfère les capuchons sur une voie de guidage avec des
entraîneurs (32, 32'), entre lesquels sont transférés les capuchons (5), du transporteur
de capuchons (10) vers la première position de destination (Z1) et entre les positions
de destination (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que la voie de guidage s'étend entre les positions de destination (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5)
en forme de demi-cercle vers des côtés alternés, les entraîneurs (32, 32') étant montés
tournants autour des centres des demi-cercles.
8. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les capuchons (5) circulent dans le convoyeur de capuchons sur un fond (30, 40) qui
peut être enlevé au moins dans les positions de destination (Z1, Z2, Z3, Z4, Z5),
des porte-capuchons (36) étant disposés entraînés verticalement au-dessus des positions
de destination.
9. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les porte-capuchons (21, 36, 56) sont réalisés comme poussoirs à ventouse.
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les porte-capuchons (21, 36, 56) sont réalisés comme têtes de fermeture.