Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Anspruchs
1.
[0002] Aus der DE-PS 39 43 005 ist bereits ein elektromagnetisch betätigbares Brennstoffeinspritzventil
bekannt, bei dem im Sitzbereich mehrere scheibenförmige Elemente angeordnet sind.
Bei Erregung des Magnetkreises wird eine als Flachanker fungierende flache Ventilplatte
von einer mit ihr zusammenwirkenden gegenüberliegenden Ventilsitzplatte abgehoben,
die gemeinsam ein Plattenventilteil bilden. Stromaufwärts der Ventilsitzplatte ist
ein Drallelement angeordnet, das den zum Ventilsitz strömenden Brennstoff in eine
kreisförmige Drehbewegung versetzt. Eine Anschlagplatte begrenzt den axialen Weg der
Ventilplatte auf der der Ventilsitzplatte gegenüberliegenden Seite. Die Ventilplatte
wird mit großem Spiel von dem Drallelement umgeben; eine gewisse Führung der Ventilplatte
übernimmt damit das Drallelement. Im Drallelement sind an dessen unterer Stirnseite
mehrere tangential verlaufende Nuten eingebracht, die vom äußeren Umfang ausgehend
bis in eine mittlere Drallkammer reichen. Durch das Aufliegen des Drallelements mit
seiner unteren Stirnseite auf der Ventilsitzplatte liegen die Nuten als Drallkanäle
vor.
[0003] Aus der WO 96/11335 ist bereits ein Brennstoffeinspritzventil bekannt, an dessen
stromabwärtigen Ende ein mehrscheibiger Zerstäubungsvorsacz mit einer Drallaufbereitung
angeordnet ist. Dieser Zerstäubungsvorsatz ist stromabwärts eines in einem Ventilsitzträger
eingebauten scheibenförmigen Führungselements und eines Ventilsitzes ebenfalls am
Ventilsitzträger vorgesehen, wobei ein zusätzliches Stützelement den Zerstäubungsvorsatz
in einer definierten Position hält. Der Zerstäubungsvorsatz ist zweischeibig bzw.
vierscheibig ausgeführt, wobei die einzelnen Scheiben aus rostfreiem Stahl oder Silizium
hergestellt sind. Entsprechend kommen bei der Herstellung der Öffnungsgeometrien in
den Scheiben konventionelle Bearbeitungsverfahren zum Einsatz, wie Erodieren, Stanzen
oder Ätzen. Jede einzelne Scheibe des Zerstäubungsvorsatzes wird separat gefertigt,
wonach entsprechend der gewünschten Scheibenanzahl alle gleich großen Scheiben zur
Bildung des vollständigen Zerstäubungsvorsatzes aufeinander gestapelt werden.
[0004] In der DE-OS 196 07 288 wurde bereits die sogenannte Multilayergalvanik zur Herstellung
von Lochscheiben, die insbesondere für den Einsatz an Brennstoffeinspritzventilen
geeignet sind, ausführlich beschrieben. Dieses Herstellungsprinzip einer Scheibenherstellung
durch mehrfaches galvanisches Metallabscheiden verschiedener Strukturen aufeinander,
so daß eine einteilige Scheibe vorliegt, soll ausdrücklich zum Offenbarungsgehalt
vorliegender Erfindung zählen. Die mikrogalvanische Metallabscheidung in mehreren
Ebenen, Lagen bzw. Schichten kommt auch zur Herstellung der hier verwendeten und erfindungsgemäß
eingebauten Zerstäuberscheiben zum Einsatz.
Vorteile der Erfindung
[0005] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß mit ihm eine sehr hohe Zerstäubungsgüte eines
abzuspritzenden Brennstoffs sowie eine an die jeweiligen Erfordernisse (z.B. Einbaubedingungen,
Motorkonfigurationen, Zylinderausformungen, Zündkerzenposition) angepaßte, sehr variabel
gestaltbare Strahl- bzw. Sprayformung erzielt wird. Als Konsequenz können durch die
Verwendung von sehr einfach im Brennstoffeinspritzventil einsetzbaren Zerstäuberscheiben
u.a. die Abgasemission einer mit entsprechenden Brennstoffeinspritzventilen ausgerüsteten
Brennkraftmaschine reduziert und ebenso eine Verringerung des Brennstoffverbrauchs
erzielt werden.
[0006] In besonders vorteilhafter Weise ist die Zerstäuberscheibe mittels Multilayergalvanik
hergestellt. Aufgrund ihrer metallischen Ausbildung sind die Zerstäuberscheiben sehr
bruchsicher und gut montierbar und erlauben durch die spezifische Ausbildung ihrer
obersten Schicht einen optimalen Einbau am Brennstoffeinspritzventil. Das Anbringen
der Zerstäuberscheibe am Brennstoffeinspritzventil in einer genau definierten Position
ist ganz besonders vereinfacht. Die Anwendung der Multilayergalvanik erlaubt eine
extrem große Gestaltungsfreiheit, da die Konturen der Öffnungsbereiche (Einlaßbereiche,
Zuströmbereiche, Drallkanäle, Drallkammer) in der Zerstäuberscheibe frei wählbar sind.
Besonders im Vergleich zu Siliziumscheiben, bei denen aufgrund der Kristallachsen
erreichbare Konturen streng vorgegeben sind (Pyramidenstümpfe), ist diese flexible
Formgebung sehr vorteilhaft.
[0007] Das metallische Abscheiden hat besonders im Vergleich zur Herstellung von Siliziumscheiben
den Vorteil einer sehr großen Materialvielfalt. Die verschiedensten Metalle mit ihren
unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften und Härten können bei der zur Herstellung
der Zerstäuberscheiben verwendeten Mikrogalvanik zum Einsatz kommen.
[0008] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0009] Von Vorteil ist es, die Zerstäuberscheibe in Form einer Drallscheibe auszuführen.
Besonders vorteilhaft ist es, die Drallscheibe bestehend aus drei Schichten aufzubauen,
indem drei Galvanikschritte zur Metallabscheidung vorgenommen werden. Dabei stellt
die stromaufwärtige Schicht eine Abstandsschicht dar, auf die in stromabwärtiger Richtung
eine Zuströmschicht folgt, die die Drallkammer einer unteren Drallerzeugungsschicht
vollständig abdeckt. Die Drallerzeugungsschicht wird von einem oder mehreren Materialbereichen
gebildet, die aufgrund ihrer Konturgebung und ihrer geometrischen Lage zueinander
die Konturen der Drallkammer und der Drallkanäle vorgeben. Durch den Galvanikprozess
werden die einzelnen Schichten ohne Trennoder Fügestellen so aufeinander aufgebaut,
daß sie durchgehend homogenes Material darstellen. Insofern sind "Schichten" als gedankliches
Hilfsmittel zu verstehen.
[0010] In vorteilhafter Weise sind in der Drallscheibe zwei, drei, vier oder sechs Drallkanäle
vorgesehen. Die Materialbereiche können entsprechend der gewünschten Konturgebung
der Drallkanäle sehr unterschiedliche Formen besitzen, z.B. stegartig oder spiralförmig
sein. In vorteilhafter Weise sind auch die Konturen der Abstandsschicht und der Drallkammer
flexibel gestaltbar.
[0011] von besonderem Vorteil ist es, die Zerstäuberscheibe zur einfachen Befestigung zwischen
dem Ventilsitzkörper des Ventils und einem Aufnahmeelement einzuklemmen. In zweckmäßiger
Weise ist das Aufnahmeelement becherförmig ausgeführt und besitzt dabei einen umlaufenden
Mantelabschnitt und einen Bodenabschnitt. Während der Bodenabschnitt der Auflage der
Zerstäuberscheibe und dem Anpressen der Zerstäuberscheibe an den Ventilsitzkörper
dient, wird mit dem Mantelabschnitt eine Fixierung des Aufnahmeelements am Ventilsitzkörper
z.B. mittels einer Schweißnaht erzielt.
[0012] Weitere Vorteile sind in der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele
noch näher benannt.
Zeichnung
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein teilweise
dargestelltes Brennstoffeinspritzventil im Schnitt mit einer Zerstäuberscheibe am
stromabwärtigen Ventilende, Figur 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Figur
1, Figur 3 ein zweites Ausführungsbeispiel eines stromabwärtigen Ventilendes, Figur
4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Figur 3, Figur 5 ein drittes Ausführungsbeispiel
eines stromabwärtigen Ventilendes, Figur 6 ein viertes Ausführungsbeispiel eines stromabwärtigen
Ventilendes, Figur 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII in Figur 6 und Figur
8 ein fünftes Ausführungsbeispiel eines stromabwärtigen Ventilendes.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0014] Das in der Figur 1 beispielhaft und vereinfacht dargestellte elektromagnetisch betätigbare
Ventil in der Form eines Einspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden,
fremdgezündeten Brennkraftmaschinen hat einen von einer Magnetspule 1 zumindest teilweise
umgebenen, als Innenpol eines Magnetkreises dienenden, rohrförmigen, weitgehend hohlzylindrischen
Kern 2. Das Brennstoffeinspritzventil eignet sich besonders als Hochdruckeinspritzventil
zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine.
[0015] Das Ventil erstreckt sich entlang einer Ventillängsachse 8. Ein Ventilgehäuse wird
zumindest teilweise von einem langgestreckten, mehrfach gestuften Ventilsitzkörper
9 gebildet, in dem ein axial bewegliches Ventilteil vorgesehen ist. Dieses Ventilteil
besteht wenigstens aus einem Anker 11 und einer stangenförmigen Ventilnadel 12, die
von dem Ventilsitzkörper 9 umschlossen ist. Eine innere Durchgangsöffnung 14 des Ventilsitzkörpers
9, die konzentrisch zu der Ventillängsachse 8 verläuft, ist beispielsweise derart
ausgeführt, daß sie teilweise der Führung der Ventilnadel 12 dient. Die Ventilnadel
12 hat bei diesem Beispiel vier über ihren Umfang verteilte, eingefräste Schlitze
13, welche den Durchtritt der Strömung durch den Nadelführungsbereich am Ventilsitzkörper
9 entlang ermöglichen. Das Ventilteil kann auch als flache Scheibe mit integriertem
Anker ausgebildet sein.
[0016] An ihrem unteren Ende ist die Durchgangsöffnung 14 stromabwärts kegelstumpfförmig
verjüngend ausgebildet, da der Ventilsitzkörper 9 in diesem Bereich eine konische
Ventilsitzfläche 15 bildet. Die Ventilnadel 12 weist an ihrem stromabwärtigen Ende
einen Ventilschließabschnitt 16 auf. Dieser beispielsweise halbkugelförmig abgerundete
Ventilschließabschnitt 16 wirkt in bekannter Weise mit der Ventilsitzfläche 15 zusammen.
[0017] Stromabwärts der Ventilsitzfläche 15 folgt eine in einem becherförmigen Aufnahmeelement
18 aufgenommene und festgehaltene, erfindungsgemäß eingebaute Zerstäuberscheibe 30,
die in den Ausführungsbeispielen aufgrund ihrer Geometrie und ihrer speziellen Funktionsweise
als Drallscheibe 30 bezeichnet ist. Die Drallscheibe 30 ist z.B. mittels Multilayergalvanik
hergestellt und umfaßt drei aufeinander abgeschiedene metallische Schichten.
[0018] Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt beispielsweise in bekannter Weise elektromagnetisch.
Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 12 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft
einer nicht dargestellten Rückstellfeder bzw. Schließen des Einspritzventils dient
der angedeutete elektromagnetische Kreis mit der Magnetspule 1, dem Kern 2 und dem
Anker 11. Der Anker 11 ist mit dem dem Ventilschließabschnitt 16 abgewandten Ende
der Ventilnadel 12 z. B. durch eine Schweißnaht verbunden und auf den Kern 2 ausgerichtet.
[0019] Anstelle des elektromagnetischen Kreises kann auch ein anderer erregbarer Aktuator,
wie z.B. ein Piezostack, in einem vergleichbaren Brennstoffeinspritzventil verwendet
werden bzw. das Betätigen des axial beweglichen Ventilteils durch einen hydraulischen
Druck oder Servodruck erfolgen.
[0020] Der Hub der Ventilnadel 12 wird u.a. durch die Ventilsitzfläche 15 vorgegeben. Eine
Endstellung der Ventilnadel 12 ist bei nicht erregter Magnetspule 1 durch die Anlage
des Ventilschließabschnitts 16 an der Ventilsitzfläche 15 festgelegt, während sich
die andere Endstellung der Ventilnadel 12 bei erregter Magnetspule 1 durch die Anlage
des Ankers 11 an der stromabwärtigen Stirnseite des Kerns 2 ergibt. Die Oberflächen
der Bauteile im letztgenannten Anschlagbereich sind beispielsweise verchromt.
[0021] Das Aufnahmeelement 18 begrenzt das stromabwärtige Ende des Einspritzventils in Form
einer Kappe, so daß der Ventilsitzbereich gut geschützt vorliegt. Außerdem übernimmt
das Aufnahmeelement 18 die Funktion der Aufnahme der Drallscheibe 30, die durch das
Aufnahmeelement 18 gegen die untere Stirnfläche 32 des Ventilsitzkörpers 9 gedrückt
wird. Das Aufnahmeelement 18 ist z.B. ein Blechkörper mit einem in Umfangsrichtung
umlaufenden Mantelabschnitt 33 und einem das eigentliche Ventilende bildenden Bodenabschnitt
34. Der Mantelabschnitt 33 ist z.B. durch eine mittels Laser erzeugte, umlaufende
Schweißnaht 35 fest mit dem Ventilsitzkörper 9 verbunden. Die Drallscheibe 30 liegt
auf der inneren Begrenzungsseite des Bodenabschnitts 34 auf. In dem Bodenabschnitt
34 ist eine zentrale Auslaßöffnung 36 ausgebildet, die z.B. mittels Stanzen eingebracht
ist und durch die der nun drallbehaftete Brennstoff das Brennstoffeinspritzventil
verläßt.
[0022] Figur 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II-II in Figur 1 durch eine oberste
Schicht 60 der Drallscheibe 30. Bei einer solchen Drallscheibe 30 handelt es sich
um ein einteiliges Bauteil, da die einzelnen Schichten unmittelbar aufeinander galvanisch
abgeschieden und nicht erst nachträglich gefügt werden. Die Folgeschicht verbindet
sich aufgrund galvanischer Haftung fest mit der jeweils darunterliegenden Schicht.
[0023] Gebildet wird die Drallscheibe 30 hier aus drei galvanisch aufeinander abgeschiedenen
Ebenen, Lagen bzw. Schichten, die somit im eingebauten Zustand in Strömungsrichtung
direkt aufeinander folgen. Bezeichnet werden die drei Schichten der Drallscheibe 30
im folgenden entsprechend ihrer Funktion mit Abstandsschicht 60, Zuströmschicht 61
und Drallerzeugungsschicht 62. Die Abstandsschicht 60 besteht aus mehreren Materialbereichen
60', die z.B. kreissegmentartig und voneinander jeweils beabstandet ausgeführt sind.
Die Materialbereiche 60' dienen der Einstellung des Abstandes zwischen den eigentlich
wesentlichen Zerstäuberschichten der Drallscheibe 30 und der Stirnfläche 32 des Ventilsitzkörpers
9. Die Materialbereiche 60' sind in gewisser Weise "Abstandsnoppen". Von einem inneren
Öffnungsbereich 65 ausgehend verlaufen zum äußeren Rand der Abstandsschicht 60 mehrere
Gräben 66, die sich aus den Abständen der Materialbereiche 60' zueinander ergeben.
Auf diese Weise ist gewährleistet, daß der Brennstoff in der Abstandsschicht 60 nach
außen strömen kann.
[0024] Die mittlere Zuströmschicht 61 weist beispielsweise einen etwas größeren Außendurchmesser
auf als die obere Schicht 60, wobei die Zuströmschicht 61 vom Durchmesser her so groß
ausgeführt sein kann, daß sie im Mantelabschnitt 33 maßgenau eingepaßt werden kann
und ein Verrutschen der Drallscheibe 30 ausgeschlossen ist. Aus den Gräben 66 kommend
tritt der Brennstoff in äußere Strömungsöffnungen 67 (Figur 1) der ansonsten vollständig
metallisch und öffnungsfrei ausgebildeten Zuströmschicht 61 ein.
[0025] Von dort gelangt der Brennstoff ungehindert in äußere Einlaßbereiche 68 der Drallerzeugungsschicht
62, an die sich mehrere nicht gezeigte Drallkanäle anschließen, die wiederum tangential
in eine mittlere, von der Zuströmschicht 61 nach oben abgedeckte Drallkammer 69 einmünden.
In der Drallerzeugungsschicht 62 ist eine komplexe Öffnungskontur vorgesehen, die
über die gesamte axiale Dicke dieser Schicht 62 verläuft. Durch die tangentiale Einmündung
der Drallkanäle in die Drallkammer 69 bekommt der Brennstoff einen Drehimpuls aufgeprägt,
der so auch in der Auslaßöffnung 36 des Bodenabschnitts 34 erhalten bleibt. Die Konturen
der Drallkammer 69 und der Drallkanäle werden von entsprechend abgeschiedenen Materialbereichen
62' der Drallerzeugungsschicht 62 vorgegeben. Die Materialbereiche 62' können z.B.
stegartig, spiralförmig, schaufelradförmig oder in ähnlicher Weise ausgebildet sein.
[0026] Die Drallscheibe 30 wird in mehreren metallischen Schichten durch galvanische Abscheidung
aufgebaut (Multilayergalvanik). Aufgrund der tiefenlithographischen, galvanotechnischen
Herstellung gibt es besondere Merkmale in der Konturgebung, von denen hiermit einige
in Kurzform zusammenfassend aufgeführt sind:
- Schichten mit über die Scheibenfläche konstanter Dicke,
- durch die tiefenlithographische Strukturierung weitgehend senkrechte Einschnitte in
den Schichten, welche die jeweils durchströmten Hohlräume bilden (fertigungstechnisch
bedingte Abweichungen von ca. 3° gegenüber optimal senkrechten Wandungen können auftreten),
- gewünschte Hinterschneidungen und Überdeckungen der Einschnitte durch mehrlagigen
Aufbau einzeln strukturierter Metallschichten,
- Einschnitte mit beliebigen, weitgehend achsparallele Wandungen aufweisenden Querschnittsformen,
- einteilige Ausführung der Drallscheibe, da die einzelnen Metallabscheidungen unmittelbar
aufeinander erfolgen.
[0027] In den folgenden Abschnitten wird nur in Kurzform das Verfahren zur Herstellung der
Drallscheiben 30 erläutert. Ausführlich wurden sämtliche Verfahrensschritte der galvanischen
Metallabscheidung zur Herstellung einer Lochscheibe bereits in der DE-OS 196 07 288
beschrieben. Charakteristisch für das Verfahren der sukzessiven Anwendung von photolithographischen
Schritten (UV-Tiefenlithographie) und anschließender Mikrogalvanik ist, daß es auch
in großflächigem Maßstab eine hohe Präzision der Strukturen gewährleistet, so daß
es ideal für eine Massenfertigung mit sehr großen Stückzahlen (hohe Batchfähigkeit)
einsetzbar ist. Auf einem Nutzen oder Wafer kann eine Vielzahl von Drallscheiben 30
gleichzeitig gefertigt werden.
[0028] Ausgangspunkt für das Verfahren ist eine ebene und stabile Trägerplatte, die z. B.
aus Metall (Titan, Stahl), Silizium, Glas oder Keramik bestehen kann. Auf die Trägerplatte
wird optional zunächst wenigstens eine Hilfsschicht aufgebracht. Dabei handelt es
sich beispielsweise um eine Galvanikstartschicht (z. B. TiCuTi, CrCuCr, Ni), die zur
elektrischen Leitung für die spätere Mikrogalvanik benötigt wird. Das Aufbringen der
Hilfsschicht geschieht z. B. durch Sputtern oder durch stromlose Metallabscheidung.
Nach dieser Vorbehandlung der Trägerplatte wird auf die Hilfsschicht ein Photoresist
(Photolack) ganzflächig aufgebracht, z.B. aufgewalzt oder aufgeschleudert.
[0029] Die Dicke des Photoresists sollte dabei der Dicke der Metallschicht entsprechen,
die in dem später folgenden Galvanikprozeß realisiert werden soll, also der Dicke
der unteren Drallerzeugungsschicht 62 der Drallscheibe 30. Die Resistschicht kann
aus einer oder mehreren Lagen einer fotostrukturierbaren Folie oder einem Flüssigresist
(Polyimid, Photolack) bestehen. Falls optional eine Opferschicht in die später erzeugten
Lackstrukturen galvanisiert werden soll, ist die Dicke des Photoresists um die Dicke
der Opferschicht zu vergrößern. Die zu realisierende Metallstruktur soll mit Hilfe
einer photolithographischen Maske invers in dem Photoresist übertragen werden. Eine
Möglichkeit besteht darin, den Photoresist direkt über die Maske mittels UV-Belichtung
(Leiterplattenbelichter oder Halbleiterbelichter) zu belichten (UV-Tiefenlithographie>
und nachfolgend zu entwickeln.
[0030] Die letztlich im Photoresist entstehende Negativstruktur zur späteren Schicht 62
der Drallscheibe 30 wird galvanisch mit Metall (z. B. Ni, NiCo, NiFe, NiW, Cu) aufgefüllt
(Metallabscheidung). Das Metall legt sich durch das Galvanisieren eng an die Kontur
der Negativstruktur an, so daß die vorgegebenen Konturen formtreu in ihm reproduziert
werden. Um die Struktur der Drallscheibe 30 zu realisieren, müssen die Schritte ab
dem optionalen Aufbringen der Hilfsschicht entsprechend der Anzahl der gewünschten
Schichten wiederholt werden, so daß bei einer dreischichtigen Drallscheibe 30 drei
Galvanikschritte vorgenommen werden. Für die Schichten einer Drallscheibe 30 können
auch unterschiedliche Metalle verwendet werden, die jedoch nur in einem jeweils neuen
Galvanikschritt einsetzbar sind.
[0031] Nach dem Abscheiden der oberen Abstandsschicht 60 wird der verbliebene Photoresist
aus den Metallstrukturen durch naßchemisches Strippen herausgelöst. Bei glatten, passivierten
Trägerplatten (Substraten) lassen sich die Drallscheiben 30 vom Substrat lösen und
vereinzeln. Bei Trägerplatten mit guter Haftung der Drallscheiben 30 wird die Opferschicht
selektiv zu Substrat und Drallscheibe 30 weggeätzt, wodurch die Drallscheiben 30 von
der Trägerplatte abheben und vereinzelt werden können.
[0032] In den Figuren 3 bis 8 sind weitere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäß ausgestalteten
Ventilenden mit Drallscheiben 30 dargestellt, die vom grundlegenden Aufbau her dem
stromabwärtigen Ventilende in Figur 1 entsprechen. In den Ausführungsbeispielen der
nachfolgenden Figuren sind die gegenüber dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
gleichbleibenden bzw. gleichwirkenden Teile durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
und nicht mehr näher erläutert. Es wird im folgenden nur noch auf Unterschiede und
Besonderheiten aufmerksam gemacht.
[0033] Bei dem in Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Drallscheibe 30 zumindest
teilweise in einem Zentrierring 75 eingesetzt. Wie die obere Abstandsschicht 60 der
Drallscheibe 30 liegt auch der Zentrierring 75 an der unteren Stirnfläche 32 des Ventilsitzkörpers
9 an. In dem Zentrierring 75 ist eine innere kreisförmige Öffnung 76 vorgesehen, in
die die Drallscheibe 30 mit ihrer mittleren Schicht 61 maßgenau eingepaßt ist. Die
Schicht 61 ist mit dem gleichen Außendurchmesser wie der Innendurchmesser der Öffnung
76 ausgebildet und stellt dabei eine durchgehende Metallschicht ohne Öffnungsbereiche
dar. Statt dessen sind in dem Zentrierring 75 von der Öffnung 76 ausgehend über den
Umfang mehrere Ausbuchtungen 78 eingeformt, die eine Zuströmung des Brennstoffs zur
Drallerzeugungsschicht 62 hin garantieren. Der Schnitt in Figur 3 ist so gewählt,
daß die Drallkanäle 70 der Drallerzeugungsschicht 62 erkennbar sind.
[0034] Der in Figur 4 dargestellte Schnitt entlang der Linie IV-IV in Figur 3 soll eine
weitere Ausführungsform der Ventilnadel 12 verdeutlichen. Während beispielsweise eine
erste Führung des axial beweglichen Ventilteils mit dem Anker 11 erfolgt, ist eine
zweite untere Führung an der Ventilnadel 12 in Form eines Führungsabschnitts 80 vorgesehen.
Der Führungsabschnitt 80 ist beispielsweise in der Form eines Dreikants ausgebildet,
wobei die drei Kantenbereiche eine gewisse flächige Ausdehnung besitzen und damit
drei leicht gewölbte Führungsflächen 81 zur Führung der Ventilnadel 12 darstellen.
[0035] Für die Benzindirekteinspritzung sind beispielsweise aufgrund von bestimmten Einbaubedingungen
unmittelbar am Brennraum Einspritzventile von Vorteil, die ein zur Ventillängsachse
8 schräg geneigtes Spray abspritzen. Dabei soll z.B. ein drallbehaftetes, möglichst
rotationssymmetrisches Hohlkegelspray mit einer Gleichverteilung über den Hohlkegelumfang
erzeugt werden.
[0036] Eine mögliche Gestaltungsvariante ist in Figur 5 dargestellt, bei der im Bodenabschnitt
34 des Aufnahmeelements 18 eine schräg zur Ventillängsachse 8 verlaufende Auslaßöffnung
36 eingebracht ist. Die Auslaßöffnung 36 beginnt z.B. an der inneren Begrenzungsseite
und Auflagefläche der Drallscheibe 30 mittig und endet an der unteren Stirnseite des
Aufnahmeelements außermittig, wobei die Neigung der Auslaßöffnung 36 den Strahlwinkel
des Gesamtsprays zur Ventillängsachse 8 bestimmt. Die Strahlausrichtung ist mit einem
Pfeil und y gekennzeichnet, wobei y auf den Winkel des Sprays zur Ventillängsachse
8 hindeutet.
[0037] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist an der inneren Begrenzungsseite des Bodenabschnitts
34 eine geringfügige Vertiefung 83 vorgesehen, die z.B. durch Prägen herstellbar ist.
Die Vertiefung 83 ist mit einem solchen Durchmesser ausgeführt, daß die Drallscheibe
30 mit ihrer unteren Drallerzeugungsschicht 62 und speziell den Materialbereichen
62' maßgenau eingesetzt werden kann. Die Vertiefung 83 garantiert eine Zentrierung
der Drallscheibe 30, so daß auf Zentrierringe (Figur 3) oder eine zentrierende Zuströmschicht
61 mit Strömungsöffnungen 67 (Figur 1) verzichtet werden kann.
[0038] In gewisser Weise liegt bei dem in Figur 6 gezeigten Beispiel eine Umkehrung des
Einbauprinzips der Figur 5 vor, da nun anstelle der Vertiefung 83 am Aufnahmeelement
18 eine Vertiefung 84 am Ventilsitzkörper 9 vorgesehen ist. Die Vertiefung 84 ist
dabei an der unteren Stirnfläche 32 des Ventilsitzkörpers 9 ausgebildet und zwar mit
einer solchen Tiefe zur Ventilsitzfläche 15 hin, daß die Drallscheibe 30 im eingebauten
Zustand vollständig in ihr verschwindet, so daß die Tiefe der Vertiefung 84 also mindestens
der axialen Höhe oder Dicke der Drallscheibe 30 entspricht. Der Bodenabschnitt 34
des Aufnahmeelements 18 schmiegt sich beispielsweise unmittelbar an die Stirnfläche
32 an. Die Drallscheibe 30 liegt z.B. letztlich sowohl an dem Bodenabschnitt 34 als
auch an einem Vertiefungsgrund 85 der Vertiefung 84 an.
[0039] In Figur 7, einem Schnitt entlang der Linie VII-VII in Figur 6, wird deutlich, daß
die oberen beiden Schichten 60 und 61 der Drallscheibe 30 einen kleineren Außendurchmesser
besitzen als die untere Drallerzeugungsschicht 62. Der durch die Gräben 66 der oberen
Abstandsschicht 60 radial nach außen strömende Brennstoff gelangt nachfolgend in die
äußeren Einlaßbereiche 68 der unteren Drallerzeugungsschicht 62, von wo aus die Strömung
durch die Drallkanäle 70 geleitet wird. Die einen äußeren Fügedurchmesser der Drallscheibe
30 vorgebenden Materialbereiche 62' der unteren Schicht 62 besitzen die Form von tropfenförmigen
Leitschaufeln, durch die die Kontur der Drallkanäle 70 festgelegt ist.
[0040] Bei dem in Figur 8 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Drallscheibe 30 unmittelbar
in dem Aufnahmeelement 18 integriert. Das becherförmige, z.B. mittels Tiefziehen ausformbare
Aufnahmeelement 18 aus Blech besitzt in seinem Bodenabschnitt 34 anstelle der Auslaßöffnung
36 eine größere Bohrung 87 zur Aufnahme der Drallscheibe 30. Die Drallscheibe 30 ist
wiederum dreischichtig ausgeführt, jedoch nun unter Verzicht auf eine obere Abstandsschicht
mit einer oberen Deckelschicht 61a, mit einer mittleren Drallerzeugungsschicht 62
und mit einer unteren Bodenschicht 63. Die Bodenschicht 63 ist in den Bodenabschnitt
34 des Aufnahmeelements 18 eingelassen und an diesem beispielsweise mit einer ringförmig
umlaufenden Schweißnaht 88 befestigt. Die Schweißnaht 88 ist keinen hohen Belastungen
ausgesetzt, da sich die Drallscheibe 30 bei Beaufschlagung des Ventilinnendrucks aufgrund
ihrer größer ausgebildeten oberen Schichten 61a und 62 auf der inneren Begrenzungsseite
des Bodenabschnitts 34 abstützt. Ein zwischen der unteren Stirnfläche 32 des Ventilsitzkörpers
9 und dem Bodenabschnitt 34 eingebauter Abstandskörper 89, der z.B. ringförmig ausgebildet
ist, sorgt für einen gewünschten Abstand der Drallscheibe 30 zum Ventilsitzkörper
9, so daß die Drallscheibe 30 auf jeden Fall mit Brennstoff versorgbar ist. Die Auslaßöffnung
36 des Ventils wird durch die Auslaßöffnung der Bodenschicht 63 der Drallscheibe 30
unmittelbar gebildet.
[0041] Neben den sehr ausführlich beschriebenen und besonders bevorzugten Drallscheiben
30 sind auch andere Ausführungsarten von Zerstäuberscheiben, wie z.B. einen Versatz
von Einlaß und Auslaß aufweisende und somit einen sogenannten S-Schlag erzeugende
Scheiben, die metallisch als Multilayergalvanik-Scheiben gefertigt sein können, einsetzbar.
1. Brennstoffeinspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen,
insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine,
mit einer Ventillängsachse (8), mit einem Aktuator (1, 2, 11) zur Betätigung eines
beweglichen Ventilteils (12), das zum Öffnen und Schließen des Ventils mit einem festen
Ventilsitz (15) zusammenwirkt, der an einem Ventilsitzkörper (9) ausgebildet ist,
und mit einer stromabwärts des Ventilsitzes (15) angeordneten mehrschichtigen Zerstäuberscheibe
(30),
dadurch gekennzeichnet, daß
- eine obere, dem Ventilsitzkörper (9) zugewandte Schicht (60) der Zerstäuberscheibe
(30) mehrere Materialbereiche (60') aufweist, die an einer unteren Stirnfläche (32)
des Ventilsitzkörpers (9) anliegen,
- die Materialbereiche (60') durch Öffnungsstrukturen (65, 66) voneinander getrennt
sind, die in der oberen Schicht (60) wenigstens teilweise radial verlaufen, und
- alle Schichten (60, 61, 62) der Zerstäuberscheibe (30) mittels galvanischer Metallabscheidung
unmittelbar haftfest aufeinander aufgebaut sind.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäuberscheibe als Drallscheibe (30) mit einer Drallkammer (69) und wenigstens
zwei in sie mündenden Drallkanälen (70) ausgebildet ist.
3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäuberscheibe (30) mit ihrer unteren, dem Ventilsitzkörper (9) abgewandten
Schicht (62) an einem Aufnahmeelement (18) anliegt.
4. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeelement (18) becherförmig mit einem umlaufenden Mantelabschnitt (33)
und einem Bodenabschnitt (34) ausgebildet ist und die untere Schicht (62) an der inneren
Begrenzungsseite des Bodenabschnitts (34) aufliegt.
5. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäuberscheibe (30) zwischen dem Ventilsitzkörper (9) und dem Bodenabschnitt
(34) des Aufnahmeelements (18) eingeklemmt ist.
6. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine (61) der Schichten derart ausgeführt ist, daß sie der Zentrierung der Zerstäuberscheibe
(30) im Mantelabschnitt (33) des Aufnahmeelements (18) dient.
7. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantelabschnitt (33) durch eine Schweißnaht (35) fest mit dem Ventilsitzkörper
(9) verbunden ist.
8. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäuberscheibe (30) an der unteren Stirnfläche (32) in einer Vertiefung (84)
des Ventilsiczkörpers (9) angeordnet ist.
9. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäuberscheibe (30) an der inneren Begrenzungsseite des Bodenabschnitts (34)
in einer Vertiefung (83) des Aufnahmeelements (18) angeordnet ist.
10. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Bodenabschnitt (34) eine Auslaßöffnung (36) vorgesehen ist, die achsparallel oder
schräg geneigt unter einem Winkel γ zur Ventillängsachse (8) verläuft.
1. Fuel injection valve for fuel injection systems of internal combustion engines, in
particular for the direct injection of fuel into a combustion chamber of an internal
combustion engine, having a valve longitudinal axis (8), having an actuator (1, 2,
11) for actuating a movable valve part (12) which, in order to open and close the
valve, interacts with a fixed valve seat (15) which is formed on a valve seat body
(9), and having a multilayer atomizer disc (30) arranged downstream of the valve seat
(15),
characterized in that
- an upper layer (60) of the atomizer disc (30), which faces the valve seat body (9),
has a plurality of material regions (60') which bear against a lower end face (32)
of the valve seat body (9),
- the material regions (60') are separated from one another by opening structures
(65, 66) which at least in part run in the radial direction in the upper layer (60),
and
- all the layers (60, 61, 62) of the atomizer disc (30) are built up by means of metal
electrodeposition in such a manner that they are bonded directly onto one another.
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the atomizer disc is designed as a swirl disc (30) with a swirl chamber (69) and
at least two swirl passages (60) opening out into it.
3. Fuel injection valve according to Claim 1 or 2, characterized in that the lower layer (62), which is remote from the valve seat body (9), of the atomizer
disc (30) bears against a receiving element (18).
4. Fuel injection valve according to Claim 3, characterized in that the receiving element (18) is designed in the shape of a cup with an encircling lateral
section (33) and a base section (34), and the lower layer (62) bears against the inner
delimiting side of the base section (34).
5. Fuel injection valve according to Claim 4, characterized in that the atomizer disc (30) is clamped between the valve seat body (9) and the base section
(34) of the receiving element (18).
6. Fuel injection valve according to Claim 4 or 5, characterized in that one (61) of the layers is designed in such a manner that it is used to centre the
atomizer disc (30) in the lateral section (33) of the receiving element (18).
7. Fuel injection valve according to one of Claims 4 to 6, characterized in that the lateral section (33) is fixedly joined to the valve seat body (9) by a weld seam
(35).
8. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the atomizer disc (30) is arranged at the lower end face (32) in a recess (84) in
the valve seat body (9).
9. Fuel injection valve according to Claim 4 or 5, characterized in that the atomizer disc (30) is arranged at the inner delimiting side of the base section
(34), in a recess (83) in the receiving element (18).
10. Fuel injection valve according to Claim 4 or 5, characterized in that in the base section (34) there is an outlet opening (36) which runs axially parallel
or inclined obliquely at an angle γ with respect to the valve longitudinal axis (8).
1. Soupape d'injection de carburant pour une installation d'injection de carburant d'un
moteur à combustion interne, notamment pour l'injection directe de carburant dans
la chambre de combustion d'un moteur à combustion interne comprenant
un axe longitudinal (8),
un actionneur (1, 2, 11) pour actionner une partie mobile (12) de la soupape pour
ouvrir et fermer la soupape en coopérant avec un siège de soupape fixe (15) réalisé
sur un corps de siège de soupape (9) et ayant une plaquette de pulverisation (30)
à plusieurs couches placée en aval du siège de soupape (15),
caractérisée en ce qu'
- une couche (60) supérieure de la plaquette de pulvérisation (30) tournée vers le
corps formant siège de soupape (9) comporte plusieurs zones de matière (60') qui viennent
contre une surface frontale inférieure (32) du corps formant siège de soupape (9),
- les zones de matière (60') sont séparées par des structures d'ouverture (65, 66)
qui passent au moins en partie radialement dans la couche supérieure (60) et
- toutes les couches (60, 61, 62) de la plaquette de pulvérisation (30) sont réalisées
par dépôt galvanique de métal, accrochées directement les unes aux autres.
2. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la plaquette de pulvérisation est une plaquette de rotation (30) comportant une chambre
de rotation (69) et aumoins deux canaux de rotation (70) débouchant dans la chambre.
3. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la plaquette de pulvérisation (30) s'applique par sa couche (62) inférieure, à l'opposé
du corps formant siège de soupape (9) contre un élément de réception (18).
4. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
l'élément de réception (18) est en forme de gobelet avec un segment enveloppe (33)
périphérique et un segment de fond (34) et la couche inférieure (62) s'appuie contre
le côte ide limitation intérieur du segment de fond (34).
5. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
la plaquette de pulvérisation (30) est serrée entre le corps formant siège de soupape
(9) et le segment de fond (34) de l'élément de réception (18).
6. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 4 ou 5,
caractérisée en ce que
l'une (61) des couches, est réalisée pour servir au centrage de la plaquette de pulvérisation
(30) dans le segment enveloppe (33) de l'élément de réception (18).
7. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications 4 à 6,
caractérisée en ce que
le segment enveloppe (33) est relié solidairement au corps formant siège de soupape
(9) par un cordon de soudure (35).
8. Soupape d'injection de carburant selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
la plaquette de pulvérisation (30) est prévue dans une cavité (84) de la surface frontale
inférieure (32) du corps formant siège de soupape (9).
9. Soupape d'injection de carburant selon les revendications 4 ou 5,
caractérisée en ce que
le disque de pulvérisation (30) est prévu au niveau du côté limite intérieur du segment
de fond (34) dans une cavité (83) de l'élément de réception (18).
10. Soupape d'injection de carburant selon.les revendications 4 ou 5,
caractérisée par
un orifice de sortie (36) prévu dans le segment de fond (34), cet orifice étant d'axe
parallèle au incliné d'un angle γ par rapport à l'axe longitudinal (8) de la soupape.