| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 013 467 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
01.09.2004 Patentblatt 2004/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.1999 |
|
|
| (54) |
Druckplatte für eine Rotations-Offsetdruckmaschine
Printing plate for a rotating offset printer
Plaque d'impression pour imprimante offset rotative
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
23.12.1998 US 221192
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.06.2000 Patentblatt 2000/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
|
69115 Heidelberg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Murray, Robert Richard
Madbury, NH 03820 (US)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 409 456 GB-A- 1 476 707 US-A- 5 205 039
|
DE-A- 2 529 461 US-A- 4 643 094
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Druckplatte für eine Rotationsdruckmaschine,
insbesondere eine Offset-Druckplatte für eine Rollenrotationsdruckmaschine für den
Zeitungsdruck, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] In einer Rollenrotations-Offsetdruckmaschine wird in der Regel eine Papierbahn durch
eine Vielzahl von Druckwerken geführt, in denen sie mit einem ein- oder mehrfarbigen
Bild bedruckt wird. Im Zeitschriften- oder Zeitungsdruck besteht häufig die Notwendigkeit,
eine oder mehrere der auf den Plattenzylindern der Druckmaschine angeordneten Druckplatten
zu wechseln, z. B. um auf die erste Seite einer laufenden Ausgabe einer Zeitung die
neuesten Nachrichten zu drucken oder um den Zeitungskopf während eines Produktionslaufs
zu ändern, wenn die Zeitung in verschiedenen Gebieten mit unterschiedlichen Namen
erscheint.
[0003] Vor einem neuen Produktionslauf muß jedoch die Druckmaschine eingerichtet werden
und es müssen auf die Plattenzylinder der Druckmaschine Druckplatten aufgebracht werden.
Bei herkömmlichen Zeitungsdruckmaschinen, in denen in der Regel zwei, drei, vier oder
sogar mehr Bahnen in einer entsprechenden Vielzahl von Druckwerken gleichzeitig bedruckt
werden und die Druckwerke jeweils mindestens zwei, meist jedoch vier oder mehr Plattenzylinder
umfassen, wird mit einer großen Anzahl von Druckplatten, u. U. bis zu hundert, gearbeitet,
die in der richtigen Reihenfolge, Position und Ausrichtung (bezüglich der Ober- und
Unterkante) auf dem jeweils richtigen Plattenzylinder montiert werden müssen.
[0004] Auch im Bereich der Druckvorstufe, die in der Regel die Vorbereitung des Layouts
der Zeitungsseiten, die Übertragung der auf den einzelnen Zeitungsseiten enthaltenen
Bilder auf einen Film und die Übertragung der Bilder vom Film auf die Druckplatte
umfaßt, werden die Druckplatten einzeln gehandhabt, was bedeutet, daß für große Zeitungsdruckmaschinen,
in denen z. B. hundert Seiten und mehr gedruckt werden, enorme Druckvorstufen-kapazitäten
und-Einrichtungen vorhanden sein müssen und die Vorbereitung der Druckplatten einen
hohen Zeitaufwand erfordert.
[0005] Eine Verkürzung der dadurch entstehenden Zeitspanne zwischen der Fertigstellung des
Zeitungslayouts und dem Druckbeginn kann nur durch eine Erhöhung der Druckvorstufen-Kapazitäten
und der Anzahl der Maschinenbediener, welche die Druckplatten montieren, erreicht
werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, automatische Plattenwechselsysteme
einzusetzen, die jedoch teuer sind und für die in kompakten Druckmaschinen häufig
nicht genügend Platz vorhanden ist.
[0006] Die US 5,205,039 offenbart ein Herstellungsverfahren für Druckplatten, wobei mehrere
Druckplatten gemeinsam aus einem Grundkörper hergestellt werden. In den Grundkörper
werden zunächst Registerlöcher und -kerben gestanzt, danach wird der Grundkörper mit
mehreren Druckseiten bebildert und ein nachlaufendes Ende des Grundkörpers wird abgeschnitten.
Die so entstandene Platte wird mit V-förmigen Kerben in der vorlaufenden und nachlaufenden
Kante versehen, welche für einen späteren Schneidprozess dienen. Vor dem Schneiden
wird die Platte abgekantet, d. h. die vorlaufende und die nachlaufende Kante werden
umgebogen. Mit einem Schneidwerkzeug wird die Platte schließlich zwischen den Druckseiten
durchtrennt, wobei die V-förmigen Kerben das Durchtrennen im Bereich der Abkantungen
erleichtern.
[0007] Die DE 24 09 456 offenbart einen Tiefdruckformzylinder auf welchem Stränge von separaten
Einzelplatten z. B. magnetisch befestigt sind. Die vor- und nachlaufenden Kanten der
Einzelplatten sind z. B. gewellt, um ein Eindringen eines Rakelmessers in den Spalt
zwischen den Kanten zu verhindern. Um weiterhin auch das Eindringen von Chemikalien
oder Farbe in den Spalt und somit unter die Platten zu verhindern, offenbart die DE
24 09 456, den Spalt mit einem Kunststoff zu verfüllen.
[0008] Die DE 25 29 461 offenbart einen Tiefdruckzylinder mit einem Grundgerüst, an welchen
als Druckformunterlage starre Platten in Form von Zylindersegmenten angebracht werden
können. Den Segmenten können Druckplatten mit Einzelseiten einer Zeitschrift zugeordnet
werden und die Segmente können entsprechend dem Wechsel der Druckbilder teilweise
oder vollständig ausgetauscht werden. Ausgehend von den Nachteilen des Stands der
Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Offset-Druckplatte für
eine Rotationsdruckmaschine, insbesondere eine Zeitungsdruckmaschine, zu schaffen,
welche eine Reduzierung der benötigten Druckvorstufen-Kapazitäten und der zum Aufbringen
der Druckplatten auf die Plattenzylinder einer Zeitungsdruckmaschine benötigten Zeit
ermöglicht.
[0009] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung einer
derartigen Offset-Druckplatte für eine Zeitungsdruckmaschine zu schaffen.
[0010] Diese Aufgaben werden durch die Merkmale von Anspruch 1, 9 und 11 gelöst.
[0011] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Die erfindungsgemäße Druckplatte für eine Rotationsdruckmaschine umfaßt einen Platten-Grundkörper
oder eine Plattenbasis und eine Vielzahl von darin angeordneten Sollbruchstellen,
welche die Kanten oder Ränder von Teilplatten definieren, die die jeweiligen, einer
Zeitungsseite zugeordneten Druckbilder tragen.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Offset-Druckplatte umfaßt die
folgenden Schritte: Bereitstellung einer Plattenbasis und Erzeugung von Sollbruchstellen
in der Plattenbasis, welche die Kanten oder Ränder von Teilplatten definieren, die
ein zu druckendes Bild tragen.
[0014] Alternativ kann das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Offset-Druckplatte
die folgenden Verfahrensschritte umfassen: Bereitstellung von mindestens zwei Teilplatten
und Verbinden der Teilplatten miteinander, so daß sie eine einzige Druckplatte mit
Sollbruchstellen bilden, welche in einem Stück auf den Plattenzylinder einer Offsetdruckmaschine
aufgebracht werden kann.
[0015] Die Merkmale der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den beigefügten, nachstehend aufgeführten
Zeichnungen näher erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Turmanordnung von Gummi-Gummi-Druckwerken zum
Bedrucken einer vertikal geführten Bahn;
- Fig. 2
- einen schematischen Querschnitt eines der Druckwerke der Turmanordnung von Fig. 1
mit zwei Plattenzylindern, welche so ausgebildet sind, daß sie vier Teilplatten tragen
können, wobei zu dem gezeigten Zeitpunkt eine der vier Teilplatten abgenommen wurde,
um sie zu wechseln;
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Offset-Druckplatte mit durch gestrichelte
Linien angedeuteten Sollbruchstellen, welche die Kanten der Teilplatten definieren;
- Fig. 4
- eine erfindungsgemäße Druckplatte, bei der die Sollbruchstellen als eine Reihe von
längs verlaufenden Löchern mit Verbindungsabschnitten ausgebildet sind;
- Fig. 5
- eine erfindungsgemäße Druckplatte, bei der die Sollbruchstellen als eine Kerbe ausgebildet
sind;
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Druckplatte, bei der die Sollbruchstellen
als eine Reihe von Schweißpunkten ausgebildet sind; und
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Druckplatte, bei der die Sollbruchstellen
aus einer Klebeverbindung bestehen, mit der aneinandergrenzende Kanten von Teilplatten
verbunden werden.
[0017] Die in Fig. 1 gezeigte Rotations-Offsetdruckmaschine, insbesondere für den Zeitungsdruck,
umfaßt eine Vielzahl von Druckwerken 4a, 4b, 4c, 4d und 4e mit jeweils mindestens
einem Plattenzylinder 6 und mindestens einem Gummituchzylinder 8 zum Bedrucken einer
Bahn 2 mit einem ein- oder mehrfarbigen Bild. In Fig. 1 ist nur eine Bahn 2 gezeigt.
Die Rotations-Offsetdruckmaschine kann jedoch in Fig. 1 nicht gezeigte weitere Druckwerke
zum Bedrucken einer Vielzahl von Bahnen 2, z. B. zwei, fünf oder acht Bahnen 2, umfassen.
[0018] Wie in Fig. 2 und 3 gezeigt ist, ist jeder der Plattenzylinder 6 so ausgebildet,
daß er eine erfindungsgemäße, aus einer Vielzahl von Teilplatten 10A, 10B, 10C, 10D
bestehende Offset-Druckplatte 10 aufnehmen kann.
[0019] Eine erfindungsgemäße Offset-Druckplatte 10 umfaßt, wie in Fig. 3 gezeigt ist, einen
Platten-Grundköper 12, der als eine herkömmliche, z. B. zwischen 0,2 mm und 0,5 mm
dicke, mit einer photosensitiven Schicht überzogene Aluminiumplatte nach dem Stand
der Technik ausgebildet sein kann. Die photosensitive Schicht kann mit einem einer
jeweiligen Zeitungsseite entsprechenden Druckbild A, B, C und D bebildert werden.
[0020] Wie in Fig. 3 durch die gestrichelten Linien angedeutet ist, umfassen die erfindungsgemäßen
Druckplatten 10 mindestens eine im Grundkörper 10 geformte Sollbruchstelle 14a, 14b,
14c, welche die Kanten oder Ränder der Teilplatten 10A, 10B, 10C, 10D definieren.
Die Teilplatten 10A, 10B, 10C, 10D sind jeweils mit dem in der Offset-Zeitungsdruckmaschine
1 zu druckenden Druckbild A, B, C, D einer Zeitungsseite bebildert.
[0021] Die Sollbruchstellen 14a, 14b 14c verlaufen z. B. von der Vorderkante 16a zur Hinterkante
16b der Druckplatte 10.
[0022] Wie in Fig. 3 weiterhin durch die punktierten Linien angedeutet ist, können die Vorderkante
16a und die Hinterkante 16b zum Befestigen der Druckplatte auf einem Plattenzylinder
abgekantete Abschnitte 18a, 18b umfassen, wie sie bei herkömmlichen Druckplatten bekannt
sind. Die abgekanteten Abschnitte 18a, 18b werden vorzugsweise nach dem Bebildern
der Druckplatte 10 erzeugt, z. B. mittels eines bekannten Plattenabkanters oder einer
Platten-Biegemaschine.
[0023] Wie in Fig. 4, 5 und 6 weiterhin gezeigt ist, können die Sollbruchstellen 14a, 14b,
14c als eine Reihe von Löchern 20 mit Verbindungsabschnitten 22 (Fig. 4), als eine
Kerbe 24 (Fig. 5), als eine Reihe von Schweißpunkten 26 (Fig. 6) oder als eine beliebige
Kombination aus Kerben 24, Schweißpunkten 26 und Löchern 20 mit Verbindungsabschnitten
22 ausgebildet sein. Die Löcher oder Öffnungen 20 können nach dem Bebildern der Platte
10 z. B. mittels eines modifizierten Plattenabkanters oder einer Plattenstanze vor
oder nach dem Bebildern in die Platte 10 eingebracht werden, während die Endabschnitte
18a, 18b der Druckplatte 10 abgekantet werden oder die Registerlochung in die Platte
10 eingestanzt wird.
[0024] Die Öffnungen 20 oder Kerben bzw. kerbenförmigen Nuten 24 können auch auf eine andere
bekannte Weise, z. B. mittels eines Laserstrahls, einer Säge- oder einer Bohrvorrichtung,
in die Platte 10 eingebracht werden.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Sollbruchstellen 14
auch erzeugt werden, indem vorzugsweise vor dem Abkanten der Endabschnitte 18a, 18b
an der Vorderkante 16a oder der Hinterkante 16b der Platte 10 zwei oder mehrere Teilplatten
10A, 10B, 10C, 10D miteinander verleimt werden, z. B. mittels eines bekannten Leims,
Klebstoffs oder Füllmaterials wie z. B. Epoxidharz oder Acrylat.
[0026] Die Schweißpunkte 26 der Sollbruchstellen 14 der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform
werden alternativ hierzu vorzugsweise vor dem Abkanten der Endabschnitte 18a, 18b
der Teilplatten 14a-d z. B. mittels eines bekannten Punktschweißgeräts in die Teilplatten
10A, 10B, 10C und 10D eingebracht.
[0027] Obwohl die Sollbruchstellen 14 vorzugsweise nach dem Bebildern der Platte 10 in die
Plattenbasis 12 eingebracht werden, wie bereits im Zusammenhang mit einem bekannten
Plattenabkanter oder Plattenstanzer beschrieben wurde, ist es ebenso möglich, die
Sollbruchstellen 14 vor dem Bebildern der Druckplatte oder sogar vor dem Aufbringen
der photosensitiven Schicht auf die Plattenbasis 12 in die Plattenbasis 12 einzubringen.
[0028] Nach dem Bebildern der gesamten Platte mit dem jeweiligen Bild A, B, C und D wird
die gesamte Platte 10 anschließend in einem Stück auf einem Plattenzylinder 6 aufgebracht
und auf diesem befestigt, z. B. mit Hilfe einer bekannten Plattenspannvorrichtung
30a - d, wie sie in Fig. 2 gezeigt ist.
[0029] Nach dem Aufbringen aller weiteren, vorzugsweise ebenfalls erfindungsgemäßen Druckplatten
10 wird der erste Produktionslauf gestartet und die Druckmaschine so lange in Betrieb
gehalten, bis der erste Produktionslauf beendet ist und ein weiterer Produktionslauf
- z. B. mit einer anderen Titelseite für eine andere Lokalausgabe der Zeitung - begonnen
werden kann. Dazu wird die Druckmaschine angehalten, die entsprechende Teilplatte
10A, 10B, 10C oder 10D durch Brechen der Platte 10 an der entsprechenden Sollbruchstelle
14a, 14b, 14c abgenommen und durch eine andere, mit dem neuen Bild für die andere
Ausgabe der Zeitung bebilderte Teilplatte ersetzt.
[0030] Die erfindungsgemäße Druckplatte 10 kann an den Sollbruchstellen 14 gebrochen werden,
indem z. B. die Plattenspannvorrichtung 30a - d für die entsprechende Teilplatte geöffnet
wird, während die Spannvorrichtungen für die auf dem Plattenzylinder verbleibenden
Teilplatten geschlossen bleiben. Anschließend wird die Sollbruchstelle der entsprechenden
Teilplatte manuell gebrochen, z. B. durch Festhalten eines Endabschnitts, z. B. des
hinteren Endabschnitts 16b und gleichzeitiges Drehen des Plattenzylinders 6.
[0031] Alternativ kann auch ein verwendeter Registereinstellmechanismus zum Ausrichten der
Teilplatten 10A, 10B, 10C, 10D dazu verwendet werden, die Platte 10 an den Sollbruchstellen
14 zu brechen, z. B. indem der jeweilige Registereinstellmechanismus so betätigt wird,
daß die auszuwechselnde Teilplatte vor und zurück bewegt wird, bis die Platte 10 aufgrund
der so erzeugten mechanischen Kräfte an der Sollbruchstelle 14 bricht.
[0032] Die Teilplatte kann anschließend abgenommen werden, wie es anhand des unteren Plattenzylinders
in Fig. 2 gezeigt ist.
[0033] Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren wurden hier im
Zusammenhang mit einer Offset-Zeitungsdruckmaschine beschrieben. Die Erfindung ist
jedoch nicht darauf beschränkt, sondern kann z. B. auch in einer Flexodruckmaschine
oder allgemein in einer anderen Druckmaschinenart, z. B. auch in einer Bogenrotations-Druckmschine,
eingesetzt werden.
[0034] Die Sollbruchstellen 14 können ferner in einer Weise angeordnet sein, daß die Druckplatten
10 horizontal in eine Vielzahl von Teilplatten 10A, 10B, 10C, 10D gebrochen werden,
wenn zwei oder mehr Teilplatten um den Umfang eines Plattenzylinders herum gespannt
sind.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Brechvorgang der einzelnen
Druckplatte (als ganzes) in eine Vielzahl von Teilplatten durch ein mechanisches Schneidgerät,
z. B. ein Messer oder eine Klinge, unterstützt werden, welches z. B. auch fest im
Druckwerk der Druckmaschine angeordnet sein, und z. B. mittels einer hydraulischen,
elektrischen oder pneumatischen Betätigungseinrichtung an die Druckplatte angestellt
werden kann.
[0036] In Druckmaschinen mit einem Plattenzylinder, auf den hülsenförmige Druckplatten aufgebracht
werden, kann dasselbe Verfahren angewandt werden, indem eine einzelne hülsenförmige
Platte mit einer Vielzahl von Sollbruchstellen versehen wird, welche die Kanten von
Teilplatten oder Teilhülsen definieren, die jeweils einer Zeitungsseite entsprechen.
Die hülsenförmige Platte wird in einem Stück auf den Plattenzylinder aufgebracht,
z. B. axial auf den fliegend gelagerten Zylinder aufgeschoben. Nach Beendigung des
ersten Produktionslaufs der Druckmaschine wird die hülsenförmige Platte wie bereits
beschrieben gebrochen, um eine Zeitungsseite durch eine andere Zeitungsseite, z. B.
für eine andere Lokalausgabe, zu ersetzen. Die neue Teilplatte kann anschließend z.
B. mittels einer bekannten, herkömmlichen Plattenhaltevorrichtung auf den Plattenzylinder
aufgebracht werden.
[0037] Schließlich kann es vorgesehen sein, daß beim Einsatz von aus dem Stand der Technik
bekannten Direktbebilderungseinrichtungen die erfindungsgemäßen Platten als unbebilderte
Platten in die Maschine eingesetzt und im Anschluß daran in der Maschine bebildert
werden. Nach der Beendigung des Druckauftrags wird dann die jeweilige Platte in der
oben beschriebenen Weise herausgebrochen und z. B. durch eine im herkömmlicher Weise
außerhalb bebilderte Druckplatte ersetzt, wodurch sich die Druck- und Bebilderungspausen
nochmals erheblich verkürzen lassen.
Liste der Bezugszeichen
[0038]
- 1
- Druckmaschine
- 2
- Bahn
- 4a
- Druckwerk
- 4b
- Druckwerk
- 4c
- Druckwerk
- 4d
- Druckwerk
- 4e
- Druckwerk
- 6
- Plattenzylinder
- 8
- Gummituchzylinder
- 10
- Druckplatte
- 10A
- Teilplatte
- 10B
- Teilplatte
- 10C
- Teilplatte
- 10D
- Teilplatte
- 12
- Plattenbasis
- 14a
- Sollbruchstelle
- 14b
- Sollbruchstelle
- 14c
- Sollbruchstelle
- 16a
- Vorderkante
- 16b
- Hinterkante
- 18a
- abgekanteter Abschnitt
- 18b
- abgekanteter Abschnitt
- 20
- Löcher
- 22
- Verbindungsabschnitte
- 24
- Kerbe
- 26
- Schweißpunkte
- 30
- Plattenspannvorrichtung
- A
- Druckbild für eine Zeitungsseite
- B
- Druckbild für eine Zeitungsseite
- C
- Druckbild für eine Zeitungsseite
- D
- Druckbild für eine Zeitungsseite
1. Druckplatte für eine Rotatationsdruckmaschine mit einem Platten-Grundkörper (12) gekennzeichnet durch eine oder mehrere im Grundkörper (12) gebildete Sollbruchstellen (14a, 14b, 14c),
welche die Ränder von Druckbildern tragenden Teilplatten (10A, 10B, 10C, 10D) definieren.
2. Druckplatte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilplatten (10A, 10B, 10C, 10D) jeweils einer durch die Druckplatte (10) zu
druckenden Zeitungsseite (A, B, C, D) zugeordnet sind.
3. Druckplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sollbruchstellen (14a, 14b, 14c) geradlinig von der Vorderkante (16a) zur Hinterkante
(16b) der Druckplatte (10) verlaufen.
4. Druckplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sollbruchstellen (14a, 14b, 14c) jeweils als durchgehende Kerben (24) ausgebildet
sind.
5. Druckplatte nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sollbruchstellen (14a, 14b, 14c) jeweils als eine Reihe von Löchern (20) ausgebildet
sind.
6. Druckplatte nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Löcher (20) Stanzlöcher sind.
7. Druckplatte nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilplatten (10A, 10B, 10C, 10D) durch einen Klebstoff miteinander verbunden
sind und daß die Sollbruchstellen (14a, 14b, 14c) jeweils als Klebenähte ausgebildet
sind.
8. Druckplatte nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilplatten (10A, 10B, 10C, 10D) durch Schweißpunkte (26) miteinander verbunden
sind und daß die Sollbruchstellen (14a, 14b, 14c) jeweils als eine Reihe von Schweißpunkten
(26) gebildet werden.
9. Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte,
gekennzeichnet durch
die folgenden Schritte:
Bereitstellen eines Platten-Grundkörpers (12); und Einbringen von Sollbruchstellen
(14a, 14b 14c, 14d) in den Platten-Grundkörper (12), wobei die Sollbruchstellen (14a,
14b, 14c) die Ränder von Druckbildern tragenden Teilplatten (10A, 10B, 10C, 10D) definieren.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Teilplatte (10A, 10B, 10C, 10D) einer Zeitungsseite entsprechendes Druckbild
(A, B, C, D) trägt.
11. Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte,
gekennzeichnet durch
die folgenden Schritte:
Bereitstellen von mindestens zwei Teilplatten (10A, 10B, 10C, 10D); und Verbinden
der mindestens zwei Teilplatten (10A, 10B, 10C, 10D) miteinander, in der Weise, daß
sie eine einzige, Sollbruchstellen (14a, 14b, 14c) aufweisende Druckplatte (10) bilden,
welche in einem Stück auf einen Plattenzylinder (6) einer Druckmaschine (1) aufgebracht
werden kann.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilplatten (10A, 10B, 10C, 10D) durch Klebstoff miteinander verbunden werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilplatten (10A, 10B, 10C, 10D) durch Schweißpunkte (26) miteinander verbunden
werden.
1. Printing plate for a rotary printing press comprising a plate base body (12)
characterized by one or more of predetermined breaking points (14a, 14b, 14c) formed in the plate
base body (12), the breaking points defining rims of sub-plates (10A, 10B, 10C, 10D)
carrying an image to be printed.
2. Printing plate according to claim 1,
characterized in
that each sub-plate (10A, 10B, 10C, 10D) is associated with a newspaper page (A, B, C,
D) to be printed by the printing plate (10).
3. Printing plate according to one of the preceding claims,
characterized in
that the predetermined breaking points (14a, 14b, 14c) are arranged in straight lines
extending from the leading edge to the trailing edge of the printing plate (10).
4. Printing plate according to one of the preceding claims,
characterized in
that the predetermined breaking points (14a, 14b, 14c) are respectively formed as continuous
grooves.
5. Printing plate according to one of claims 1 to 3,
characterized in
that the predetermined breaking points (14a, 14b, 14c) are respectively formed as a series
of holes (20).
6. Printing plate according to claim 5,
characterized in
that the holes (20) are punch holes.
7. Printing plate according to one of claims 1 to 3,
characterized in
that the sub-plates (10A, 10B, 10C, 10D) are attached to each other by glue and that the
predetermined breaking points (14a, 14b, 14c) are respectively formed as gluing seams.
8. Printing plate according to one of claims 1 to 3,
characterized in
that the sub-plates (10A, 10B, 10C, 10D) are attached to each other by welding spots (26)
and that the predetermined breaking points (14a, 14b, 14c) are respectively formed
as a sequence of welding spots (26).
9. Method of manufacturing a printing plate,
characterized by
the following steps:
providing a plate base body (12); and
applying predetermined breaking points (14a, 14b, 14c) to the plate base body (12),
the predetermined breaking points (14a, 14b, 14c) defining the rims of sub-plates
(10A, 10B, 10C, 10D) carrying printing images.
10. Method according to claim,
characterized in
that each sub-plate (10A, 10B, 10C, 10D) carries a printing image (A, B, C, D) corresponding
to a newspaper page.
11. Method of manufacturing a printing plate
characterized by
the following steps:
providing at least two sub-plates (10A, 10B, 10C, 10D); and
attaching the at least two sub-plates (10A, 10B, 10C, 10D) to each other so as to
form a single printing plate (10) with predetermined breaking points (14a, 14b, 14c)
which can be mounted on a plate cylinder (6) of a printing press (1).
12. Method according to claim 11,
characterized in
that the sub-plates (10A, 10B, 10C, 10D) are attached to each other by glue.
13. Method according to claim 11,
characterized in
that the sub-plates (10A, 10B, 10C, 10D) are attached to each other by welding spots.
1. Plaque d'impression pour une machine à imprimer rotative, comprenant un corps de base
de plaque (12), caractérisée par une ou plusieurs zones prédestinées à la rupture (14a, 14b, 14c) formées dans le
corps de base (12) et définissant les bords de plaques partielles (10A, 10B, 10C,
10D) portant des images d'impression.
2. Plaque d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que les plaques partielles (10A, 10B, 10C, 10D) sont affectées respectivement à une page
de journal (A, B, C, D) devant être imprimée par la plaque d'impression (10).
3. Plaque d'impression selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les zones prédestinées à la rupture (14a, 14b, 14c) s'étendent de manière rectiligne
du bord avant (16a) au bord arrière (16b) de la plaque d'impression (10).
4. Plaque d'impression selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les zones prédestinées à la rupture (14a, 14b, 14c) sont réalisées chacune sous forme
d'entailles continues (24).
5. Plaque d'impression selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les zones prédestinées à la rupture (14a, 14b, 14c) sont réalisées chacune sous la
forme d'une rangée de perforations (20).
6. Plaque d'impression selon la revendication 5, caractérisée en ce que les perforations (20) sont des perforations de découpage par matriçage.
7. Plaque d'impression selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les plaques partielles (10A, 10B, 10C, 10D) sont reliées les unes aux autres par
une colle, et en ce que les zones prédestinées à la rupture (14a, 14b, 14c) sont réalisées chacune sous forme
de joints ou cordons de colle.
8. Plaque d'impression selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les plaques partielles (10A, 10B, 10C, 10D) sont reliées les unes aux autres par
des points de soudage, et en ce que les zones prédeetinées à la rupture (14a, 14b, 14c) sont réalisées chacune sous la
forme d'une rangée de pointe de soudage(26).
9. Procédé de fabrication d'une plaque d'impression,
caractérisé par les étapes suivantes, à savoir :
la préparation d'un corps de base de plaque (12) ; et
la réalisation de zones prédestinées à la rupture (14a, 14b, 14c) dans le corps de
base (12), les zones prédestinées à la rupture (14a, 14b, 14c) définissant les bords
de plaques partielles (10A, 10B, 10C, 10D) portant des images d'impression.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que chaque plaque partielle (10A, 10B, 10C, 10D) porte une image d'impression (A, B,
C, D) correspondant à une page de journal.
11. Procédé de fabrication d'une plaque d'impression,
caractérisé par les étapes suivantes, à savoir :
la préparation d'au moins deux plaques partielles (10A, 10B, 10C, 10D) ; et
l'assemblage ou la liaison desdites au moins deux plaques partielles (10A, 10B, 10C,
10D), de façon à ce qu'elles forment une seule plaque d'impression (10) qui présente
des zones prédestinées à la rupture (14a, 14b, 14c) et qui peut être montée d'un seul
tenant sur un cylindre porte-plaque (6) d'une machine à imprimer (1).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'on relie les plaques partielles (10A, 10B, 10C, 10D) au moyen de colle.
13. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'on relie les plaques partielles (10A, 10B, 10C, 10D) au moyen de points de soudage.