[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sichern eines fließfähigen Guts in einem
Lager- und/oder Transporttank gemäß Patentanspruch 1 und ein Sicherungssystem für
fließfähige Güter in Lager- und/oder Transporttanks nach dem Obe-begritf des Patentanspruchs
4.
[0002] Beim Transport von gießbaren oder fließfähigen Gütern werden üblicherweise mobile
Behälter verwendet, welche auf Fahrzeugen montiert sind. Bekannt sind z.B. Tankwagen
und deren Anhänger. Aber auch Schienenfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge werden mit
derartigen Transporttanks oder -behältern ausgestattet.
[0003] Bei der Lieferung bzw. für den Transport derartiger Güter, insbesondere von einem
Hersteller zu einem Kunden, erwartet man, daß die zu liefernde Ware z.B. von einem
Lagerbehälter an einem Ort zu einem Behälter beim Kunden an einem anderen Ort überführt
wird, ohne daß die Ladung in bezug auf ihre Zusammensetzung oder ihren Zustand geändert
wird. Schließlich soll der Kunde genau die von ihm bestellte Ware in Qualität und
Quantität erhalten.
[0004] Es hat sich aber herausgestellt, daß mit herkömmlichen Transportbehältern und insbesondere
mit Transportbehältern mit herkömmlichen Verschlüssen nicht in ausreichendem Maße
gewährleistet werden kann, daß während des Transports und auch während des Befüllens
oder Entladens Manipulationen am zu überführenden Gut stattfinden.
Dies betrifft praktisch sämtliche zu transportierenden Flüssigkeiten und Gase, aber
auch schüttbare Medien wie Granulate, Stärke, Pulver (Mehl, Zucker, usw.) und Futtermittel
und dergleichen.
[0005] So muß sichergestellt werden, daß z.B. bei einem Weintransporter mit einem Tank mit
mehreren Tanksegmenten zunächst einmal die vom Kunden bestellte Ware bei einer Befüllstation
an einem Ort so in Qualität und Quantität eingefüllt wird, wie es der Bestellung des
Kunden entspricht. Das heißt, daß es z.B. nicht zu Kontaminationen aufgrund von verbliebenen
Restmengen oder Verunreinigungen im Transporttank kommen darf. Ferner muß sichergestellt
werden, daß jeweils die richtige Menge der richtigen Weine abgefüllt und eben nichts
abgezweigt wird.
[0006] Während des Transports muß der Eingriff auf den Tankinhalt ausgeschlossen werden,
damit Menge und Qualität des Tankinhalts auch so erhalten bleiben, wie sie vom Kunden
geordert wurden.
[0007] Beim Entladen der Tankinhalte in die Behälter des Kunden muß sichergestellt werden,
daß es hier abermals nicht zu Verwechselungen und damit zu Kontaminationen kommt.
[0008] Das Verhindern der Manipulation von Transportgut in einen Tank während des Transports,
also insbesondere nach dem Befüllen und vor dem Entladen, macht also nur dann Sinn,
wenn auch sichergestellt werden kann, daß das Transportgut auch beim richtigen Adressaten,
d.h. also bei einem vorgesehenen Bestimmungstank abgeliefert wird. Ferner ist es aber
umgekehrt auch wesentlich, daß der Adressat auch das von ihm georderte Gut gefliefert
bekommt, was voraussetzt, daß auch die Befüllung in entsprechender Quantität und Qualität
an einer Befüllanlage durchgeführt wurde.
[0009] All diese Probleme lassen sich bei herkömmlichen Transportbehältern oder bei Transportbehältern
mit herkömmlichen Verschlüssen - wenn überhaupt - nur durch einen erheblichen Aufwand
an zusätzlichem Personal und an zusätzlichen Meßeinrichtungen eindämmen, was zu deutlichen
Sicherungskosten und damit zu Preissteigerungen bei der Ware führt.
[0010] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein Sicherungssystem zu schaffen, mit welchen fließfähige
Güter in einem Behälter manipulationssicher bereitgestellt und/oder transportiert
werden und bezüglich Qualität und Quantität in einer Lager- und/oder Transportkette
überwacht werden können.
[0011] Die Aufgabe wird verfahrensmäßig durch das erfindungsgemäße Verfahren gemäß Patentanspruch
1 und vorrichtungsmäßig mit einem Sicherungssystem gemäß dem kennzeichnenden Teil
des Patentanspruchs 4 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
und des erfindungsgemäßen Sicherungssystems sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Bei dem erfindungsgemäßen Sicherungssystem für fließfähige Güter in Lager- und/oder
Transporttanks ist an jedem Verschlußelement ein TAG angebracht, welcher der jeweiligen
Öffnung zugeordnet ist. In der Steuereinrichtung des erfindungsgemäßen Sicherungssystems
ist die Zuordnung zwischen den TAGs und den Verschlusseinrichtungen kontrollierbar
und speicherbar. Die Steuereinrichtung des erfindungsgemäßen Sicherungssystems ist
dazu ausgebildet, beim Vorliegen einer bestimmten Zuordnung aller TAGS zu den jeweiligen
Verschlusseinrichtungen einen manipulationsfreien Zustand anzuzeigen.
[0013] Eine Kernidee der vorliegenden Erfindung ist also, daß jeder Öffnung des Lager- oder
Transportbehälters genau ein bestimmtes Verschlußelement zugeordnet ist und daß dieses
Verschlußelement jeweils eine Identifikationseinrichtung z.B. in Form einer Codemarke
oder eines TAGs aufweist, welche die Zuordnung zur jeweiligen Öffnung in Form von
Daten in sich trägt.
[0014] Darüber hinaus ist eine weitere Kernidee der vorliegenden Erfindung, daß diese Daten
von einer Schreib-Leseeinrichtung der zugeordneten Öffnung gelesen werden. Sollte
das gelesene Datum der Zuordnung entsprechen, d.h. also der richtige Verschluß auf
der Öffnung sitzen, so wird dies durch die Steuereinrichtung festgestellt und in Folge
ein Signal erzeugt und/oder dargestellt, welches dem Benutzer mitteilt, daß die entsprechende
Öffnung des Behälters versiegelt und damit frei von Manipulation ist. Dabei ist auch
wesentlich, daß die Zuordnung zwischen den TAGs/Verschlußelementen und den Öffnungen
in der Steuereinrichtung kontrolliert und gespeichert wird, um den Ist- mit dem Sollzustand
zu vergleichen.
[0015] Mit der Erfindung ist es möglich, gießbares oder fließfähiges Gut von einem Behälter
(A) an einem bestimmten Ort (AA) zu einem anderen Behälter (B) an einem anderen Ort
(BB) zu überführen, ohne daß die Ladung im Behälter oder Tank verändert wird. Damit
sind z.B. unberechtigte Entnahmen, Kontaminationen des Inhalts oder auch Zustandsänderungen
(z.B. Temperatur o. dgl.) sofort bemerkbar, weil eine Manipulation der Tank- oder
Behälteröffnungen angezeigt wird.
[0016] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherungssystems
ist die Steuereinrichtung dazu ausgelegt, ein Signal "VERSIEGELT" zu generieren, zu
speichern und/oder anzuzeigen, sofern innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls nach
einer durch Befüllungsdaten angezeigten ordnungsgemäßen Befüllung sämtliche von den
Schreib-Leseeinrichtungen gelesenen Daten mit der bestimmungsgemäßen Zuordnung der
TAGs mit den jeweiligen Öffnungen übereinstimmen. Andererseits ist die Steuereinrichtung
dazu ausgelegt, ein Signal "ENTSIEGELT" zu generieren, zu speichern und/oder anzuzeigen,
sofern Daten durch die Schreib-Leseeinrichtungen nicht lesbar sind oder gelesene Daten
nicht mit der bestimmungsgemäßen Zuordnung der TAGs zu den jeweiligen Öffnungen übereinstimmen.
[0017] Durch diese Vorkehrungen wird erreicht, daß ein versiegelter Zustand durch das System
nur dann generiert und angezeigt wird, wenn sowohl die Befüllung mit vorgegebenen
Befülldaten übereinstimmt als auch nach einer ordnungsgemäßen Befüllung sämtliche
Öffnungen mit den ihnen zugeordneten Verschlußelementen ordnungsgemäß verschlossen
werden, und zwar innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nach der ordnungsgemäßen Befüllung.
Liegt also eine Signal "VERSIEGELT" vor, so kann davon ausgegangen werden, daß der
Tank ordnungsgemäß befüllt wurde und seit der Befüllung auch keinerlei Manipulationen
am Tankinhalt stattgefunden haben.
[0018] Wird dagegen ein Signal "ENTSIEGELT" generiert und angezeigt, so bedeutet dies, daß
zu irgendeinem Zeitpunkt seit dem ordnungsgemäßen Befüllen des Tanks eine Manipulation
an den Öffnungen des Tanks stattgefunden hat und/oder daß der Tank nach dem ordnungsgemäßen
Befüllen nicht bestimmungsgemäß verschlossen wurde.
[0019] Durch dieses erfindungsgemäße Sicherungssystem an einem Transporttank wird sichergestellt,
daß insbesondere in dem kritischen Zeitraum vom Verlassen einer Belade- oder Befüllstation
bis zur Ankunft an einer Zielstation keine Manipulation am Transportgut, d.h. keine
Entnahme oder Veränderung, des Inhalts stattfinden kann.
[0020] Dabei ist es ein weiterer Vorteil, daß z.B. ein Transportfahrzeug ohne teure, voluminöse
und eine ein zusätzliches, die Nutzlast verminderndes Gewicht bringende Meßanlage
auskommt. Dadurch werden Volumen und Gewicht und letztlich auch Geld eingespart, weil
die Kosten für die Meßanlage entfallen und die tatsächliche Nutzlast beim Transportfahrzeug
gesteigert werden kann. Ferner muß auf die sensible Meßanlage beim Be- und Entladen
nicht Rücksicht genommen werden, was die entsprechenden Verfahrensschritte vereinfacht.
[0021] Es kann so beispielsweise ohne Meßaufwand angezeigt werden, daß ein Kraftstoff an
eine Tankstelle liefernder Tankwagen seit einer ordnungsgemäßen Befüllung und "elektronischen"
Versiegelung in einer Raffinerie geöffnet worden sein muß, und der Tankstellenpächter
oder -besitzer kann durch das Statussignal "ENTSIEGELT" gewarnt werden und folglich
die Annahme der Ware mit dem Hinweis auf dieses Entsiegelungssignal verweigern. So
wird jeglicher Streit über die ordnungsgemäße Befüllung und insbesondere über die
Menge oder Art des gelieferten Guts vermieden.
[0022] Vorteilhafterweise werden bei dem erfindungsgemäßen System sämtliche Öffnungen, welche
potentiell manipuliert werden können oder durch welche prinzipiell auf den Behälterinhalt
zugegriffen werden kann, auf ihren ordnungsgemäßen Verschluß hin überprüft. Dazu sind
an all diesen Öffnungen, Schreib-Leseeinrichtungen oder TAG-Reader und entsprechende
Verschlußelemente mit zugeordneten TAGs vorgesehen.
[0023] Es ist vorteilhaft, daß die Schreib-Leseeinrichtungen als im wesentlichen identische
Schreib-Lesestifte oder sogenannte TAG-Reader ausgebildet sind. Im folgenden werden
die Begriffe Schreib-Leseeinrichtung, Kommunikationseinrichtung, Schreib-Lesestift
und TAG-Reader synonym verwendet. Entsprechend kann ein TAG auch als Identifikations-
oder Codemarke oder allgemein als Identifikationseinrichtung aufgefaßt und bezeichnet
werden.
[0024] Zur Realisierung der Überwachungsfunktion des erfindungsgemäßen Sicherungssystems
ist die Steuereinrichtung zum Empfang von Daten der TAGs insbesondere über die TAG-Reader
ausgelegt. Ferner dient die Steuereinrichtung auch der Aufnahme, zeitlichen Protokollierung,
Auswertung und/oder der Anzeige der empfangenen Daten.
[0025] Demzufolge ist es mit dem erfindungsgemäßen Sicherungssystem möglich, den zeitlichen
Verlauf des Zustands und des Status des Lager- und Transportbehälters genau zu protokollieren
und im Nachhinein, z.B. bei einer Fehlfunktion oder bei einem widerrechtlichen Eingriff,
zu analysieren.
[0026] Dazu ist es weiter vorteilhaft, daß die Steuereinrichtung zum Empfang von Daten gegebenenfalls
angeschlossener Schläuche oder Rohre ausgebildet ist. Diese Rohre oder Schläuche,
die an die Behälteröffnungen angeschlossen werden können, dienen insbesondere dem
Befüllen, Entleeren und/ oder der Gaspendelung und müssen dazu entsprechende Datenübertragungseinrichtungen,
z.B. Leitungen zu einem Host-Rechner oder selbst Identifikationseinrichtungen oder
TAGs aufweisen.
[0027] Neben den Identifikationsdaten können über die TAG-Reader dabei auch weitere Daten
mit der Steuereinrichtung austauschbar und von dieser aufnehm-, speicher- und auswertbar
sein. Diese weiteren Daten können die Befüllung und/oder die Entleerung beschreiben
und/oder weitere be- und entladerelevante Daten des Lager- oder Transportbehälters
und/oder der Befüll- oder Entladestation enthalten. Die Daten können z.B. den Füllstand,
die Menge und die Art der Befüllung, die Temperatur, die Tanknummer, den Absender/
Produzent oder dergleichen aufweisen.
[0028] Ferner ist die Steuereinrichtung dazu ausgelegt, Daten von unter Umständen vorgesehenen
Meßsensoren zu empfangen und dahingehend zu prüfen, ob sie innerhalb vorgegebener
Soll-daten liegen. Dadurch können z.B. Gefahrensituationen von der Steuereinrichtung
erkannt werden. Dies betrifft z.B. die Überwachung der Temperatur bei entflammbaren
Gütern.
[0029] Sämtliche Daten, sowohl die der angeschlossenen Schläuche oder Rohre als auch die
der vorgesehene Meßsensoren, werden von der Steuereinrichtung vorteilhafterweise aufgenommen,
zeitlich protokolliert, ausgewertet und/oder zur Anzeige gebracht, so daß sich im
nachhinein eine Fehlbedienung, eine Fehlfunktion oder ein widerrechtlicher Eingriff
auf den Behälter nachweisen läßt.
[0030] Dies geschieht bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherungssystems
über die TAG-Reader, und zwar vor, während und/oder nach Be- und Entladevorgängen.
[0031] Dadurch kann gewährleistet werden, daß eine lückenlose Protokollierung und Überwachung
des Status des Behälters und seines Inhalts in Form einer geschlossenen Überwachungskette
realisiert wird.
[0032] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist das erfindungsgemäße Sicherungssystem
zum Datenaustausch von beund/oder entladerelevanten Daten, wie z.B. Produktqualität,
Quantität, Temperatur und dergleichen, mit einer Be- oder Entladestation oder dergleichen
ausgebildet.
[0033] Durch diese Ausgestaltung wird z.B. in einer Art Handshaking-Verfahren mit einer
Be- oder Entladestation gewährleistet, daß mit dem Sicherungssystem inhärent auch
eine sogenannte Qualitätssicherung einhergeht. So kann über die Kommunikation mit
der Be- und Entladestation gewährleistet werden, daß immer die richtigen Anschlüsse
miteinander verbunden sind. Somit werden Fehlbeladungen, unerwünschte Vermischungen,
Abgabe fehlerhafter Mengen und dergleichen verhindert.
[0034] Dabei ist es vorteilhaft und vorgesehen, daß in der Steuereinrichtung des erfindungsgemäßen
Sicherungssystems beund/oder entladerelevante Daten in Form von Soll-Daten vorgebbar
sind.
[0035] Ferner wird durch die Steuereinrichtung ein Freigabesignal zum Be- und Entladen nur
dann generiert, wenn die vorgegebenen (Soll-) Daten mit den ausgetauschten Daten einer
Beund/oder Entladestation vereinbar sind. Gerade dies gewährleistet das oben bereits
erwähnte Prinzip der Qualitätssicherung beim Be- und Entladen.
[0036] Weiterhin wird eine Steigerung des Sicherheitsaspekts dadurch erreicht, daß eine
Autorisierungseinrichtung vorgesehen ist, durch welche zumindest Berechtigungsdaten
in die Steuereinrichtung einlesbar sind. Dabei ist es vorgesehen, daß durch die Steuereinrichtung
eine Änderung von in der Steuereinrichtung enthaltenen Daten auf der Grundlage der
Berechtigungsdaten freigebbar oder sperrbar ist.
[0037] Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß nur eine autorisierte Person - z.B. auch
der Kunde oder der Tankstellenbesitzer - den Zustand der Steuereinrichtung, z.B. im
Hinblick auf die Soll-Daten zur Befüllung und zum Entladen, ändern kann.
[0038] Die erwähnte Autorisierungseinrichtung kann z.B. in Form eines TAG-Readers ausgebildet
sein, welcher mit der Steuereinrichtung verbunden ist und an welchen die autorisierte
Person einen speziellen TAG ankoppelt und auslesen läßt. Die Steuereinrichtung entscheidet
dann, ob die eingelesenen Berechtigungsdaten ausreichend sind für eine Änderung der
in der Steuereinrichtung gespeicherten Daten.
[0039] Eine Erhöhung der Sicherheit kann weiterhin dadurch erreicht werden, daß mit der
Autorisierung über die TAG/TAG-Reader Kombination hinaus noch ein Passwort oder ein
PIN aktuell abgefragt wird. Dies betrifft insbesondere die Absicherung durch PIN/Passwort
auf der Fuhrparkleiterebene. Die Autorisierungseinrichtung kann auch zum Quittieren
und/oder zum Freigeben der Ladung oder des Befüllens genutzt werden.
[0040] Vorzugsweise ist die Steuereinrichtung zum ständigen und sich wiederholenden Auslesen
sämtlicher TAG-Reader und/oder der zugeordneten TAGs ausgebildet. Dadurch wird gewährleistet,
daß z.B. der Zeitpunkt einer etwaig auftretenden Manipulation an zumindest einem der
Verschlüsse protokolliert werden kann.
[0041] Es kann z.B. sein, daß zu einem Auslesezeitpunkt ein bestimmter Verschluß entsiegelt
wird und daß beim nächsten Auslesezeitpunkt Bedingungen für die Erzeugung eines Entsiegelungssignals
nicht mehr vorliegen, weil in der Zwischenzeit der Verschluß wieder ordnungsgemäß
angebracht wurde. Dies wird aber durch das erfindungsgemäße Sicherungssystem registriert.
[0042] In einem Ausführungsbeispiel kann das ständige Auslesen durch die Steuereinrichtung
sequentiell oder als paralleles Auslesen der TAG-Reader realisiert sein. Dabei ist
das randomisierte sequentielle Auslesen der TAG-Reader im Hinblick auf den Sicherheitsaspekt
besonders effektiv, weil eine Mehrzahl von Öffnungen in bezug auf ihren Status in
einer vorher nicht festgelegten Reihenfolge überprüft wird. Dies erschwert den selbst
nur kurzfristigen Zugriff auf die Öffnungen des Behälters durch nicht autorisierte
Dritte in erheblichem Maß.
[0043] Zur Realisierung des sich wiederholenden ständigen Auslesens der TAG-Reader ist in
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine Taktgebereinrichtung vorgesehen, die einen
Auslesetakt erzeugt und abgibt und somit die zeitliche Abfolge der Statusüberprüfung
des Behälters definiert.
[0044] Die Daten werden zwischen der Schreib-Leseeinrichtung/dem TAG-Reader der Öffnung
und dem jeweiligen Verschluß insbesondere drahtlos übermittelt. Es ist dazu vorgesehen,
daß die Daten zwischen dem TAG-Reader und einem TAG über elektromagnetische Wellen,
insbesondere durch elektromagnetische Induktion ausgetauscht werden. Darüber hinaus
sind auch der optische Austausch sowohl im sichtbaren als auch im infraroten Strahlungsbereich
von Vorteil. Ferner kann auch an eine akustische, insbesondere über Ultraschall realisierte
Übertragung gedacht werden.
[0045] Generell ist jeglicher Übertragungsmechanismus anwendbar, durch welchen die zu übertragenden
Informationen in kodierter Form übermittelt werden können.
[0046] Es ist möglich, daß die TAGs und/oder die TAG-Reader von einer externen, insbesondere
zentralen Energiequelle gespeist werden. Von besonderem Vorteil ist es aber, daß zum
Betrieb der TAGs und/oder der TAG-Reader jeweils dezentrale Energiequellen vorgesehen
sind. Dies können z.B. entsprechende Batterien, Akkumulatoren oder auch Solarzellen
sein, die im Bereich der jeweiligen Öffnungen des Behälters angebracht sind oder auch
direkt im TAG-Reader und/oder im TAG ausgebildet sind. Insbesondere die Verwendung
mehrerer dezentraler Energiequellen erhöht insgesamt die Betriebssicherheit der gesamten
Anordnung und stellt auch ein Funktionieren, z.B. beim Fehlen der Zugmaschine eines
LKW, sicher.
[0047] Besonders einfach gestaltet sich die erfindungsgemäße Anordnung, wenn die TAGs als
Transponder ausgelegt sind. Dann nämlich wird das Auslesen der TAGs jeweils durch
die zugeordnete Schreib-Leseeinrichtung/den TAG-Reader initiiert.
[0048] Dies geschieht z.B. dadurch, daß der TAG-Reader eine elektromagnetische Welle aussendet,
welche vom zugeordneten Transponder, also vom zugeordneten TAG des Verschlusses, empfangen
und mit dem Aussenden z.B. eines entsprechendes Identifikationscodes beantwortet (respond)
wird.
[0049] Es kann dabei insbesondere vorgesehen sein, daß die elektromagnetische Welle durch
Induktion vom TAG-Reader zum TAG übertragen wird, wobei die übertrangene elektromagnetische
Welle auch der Übertragung der Betriebsenergie für den Transponder dient. In diesem
Fall wird also vom Transponder die elektromagnetische Welle, z.B. durch Induktion,
empfangen, und es wird die empfangene Energie verwendet um ein entsprechendes Identifikationssignal
zurückzusenden.
[0050] Es ist auch vorteilhaft, wenn als Identifikationseinrichtung ein sogenannter TAG-
oder Transponder-Emulator oder TAG oder Transponder-Simulator vorgesehen ist.
[0051] Ein derartiger Emulator oder Simulator verhält sich so, wie ein TAG oder Transponder,
d.h. der Emulator oder Simulator antwortet und reagiert nur auf ein anfragendes Signal
eines entsprechenden Readers.
[0052] Ansonsten aber kann der innere Aufbau des Transponder-Emulators oder -Simulators
sehr komplex sein und z.B. verschiedene Speicherbausteine und Mikroprozessoren enthalten.
Dies hat den Vorteil, daß gegenüber einem herkömmlichen Transponder eine größere Datenmenge
gespeichert und/oder übertragen werden kann. Ferner ist es mit einem Emulator oder
Simulator auch möglich, die enthaltenen Identifikationsdaten zu verändern, was durch
äußere Veranlassung oder auch über eine im Emulator oder Simulator enthaltende Kontrolleinrichtung
geschehen kann. Schließlich ist mit einem Emulator oder Simulator auch eine Mehrweg-Datenkommunikation
möglich.
[0053] Darüber hinaus sind TAG-Simulatoren eigentlich Schreib-Lesestifte oder TAG-Reader,
welche normale TAGs lesen und beschreiben können, sich aber so verhalten, als ob sie
auch die Inhalte anderer, zusätzlicher TAGs lesen würden.
[0054] Dazu können von einem anderen Rechner, der sich z.B. in der Be- und/oder Entladestation
befindet, variable Daten dieser jeweiligen Station oder auch irgendwelche andere Daten
in die TAG-Simulatoren eingespeist oder eingespielt werden, so daß diese zusätzlichen
Daten z.B. über die TAG-Reader der Tanköffnungen an den Bordrechner eines Tankwagens
übertragbar sind.
[0055] Ferner ist es bei den TAG-Emulatoren so, daß sie sich wie ein TAG verhalten, in Wirklichkeit
aber z.B. eine Online-Verbindung zu einem Host-Rechner aufweisen. Es ist somit ebenfalls
eine kontinuierliche Datenkommunikation zwischen dem Fahrzeug (Transporttank) und
einer Be- und/oder Entladestation möglich. Ferner ist es auch möglich, daß sowohl
am Fahrzeug bzw. am Transporttank als auch an der jeweiligen Be- und/oder Entladestation
TAG-Emulatoren installiert sind, so daß ein Austausch größerer Datenmengen zwischen
den jeweiligen Rechnern durchgeführt werden kann.
[0056] Eine Möglichkeit der Datenkommunikation zwischen der Steuereinrichtung und den TAG-Readern
ist der drahtgebundene Datenaustausch. Es ist jedoch von Vorteil, in bestimmten Fällen
eine drahtlose Übermittlung der Daten zwischen dem TAG-Reader und der Steuereinrichtung
vorzusehen.
[0057] Die drahtlose Datenübermittlung ist insbesondere im rauhen Raffinerie- oder Tankstellenbetrieb
vorteilhaft, weil hier oft eine hohe Sorgfalt notwendig wäre, um die entsprechenden
Datenleitungen am Tankwagen nicht zu beschädigen. Gerade für den Fall, daß ein vorhandener
Tankwagen mit einer entsprechenden Anordnung zur Überprüfung des Status des Tankbehälters
nachgerüstet wird, bietet sich die drahtlose Kommunikation zwischen den TAG-Readern
und der Steuereinrichtung an, weil beim Nachrüsten oftmals nur Leitungen im Außenbereich
des Tankwagens möglich sind und die Leitungen dementsprechend nicht verdeckt und geschützt
werden können.
[0058] Eine vorteilhafte Ausgestaltungsform der drahtgebundenen Kommunikation zwischen den
TAG-Readern und der Steuereinrichtung erfolgt über eine serielle oder parallele Datenleitung.
Hier können übliche Bustechniken insbesondere nach dem RS 485-Standard verwendet werden.
Prinzipiell sind aber jedes Übertragungsprotokoll und jedes Bussystem möglich, welche
eine serielle oder parallele Kommunikation zwischen der Steuereinrichtung und den
entsprechenden Schreib-Leseeinrichtungen ermöglicht.
[0059] Für das möglichst rasche Auslesen der Vielzahl von TAG-Readern durch die Steuereinrichtung,
die als zentrale Mikrocomputereinheit ausgelegt sein kann, ist auch das Vorhandensein
und Betreiben eines Interface- oder eines Multiplexer-Systems vorteilhaft, welches
zwischen den einzelnen Datenempfangs- und Sendeleitungen in rascher zeitlicher Abfolge
hin und her schaltet.
[0060] Die TAGs der jeweiligen Behälteröffnungen, insbesondere also die Transponder oder
Identifikationsmarken (TAG) weisen vorteilhafterweise digitale Speichereinrichtungen
auf, in denen die zu generierenden und abzugebenden Identifikationsdaten enthalten
sind. Die Speichereinrichtungen können lesbar oder les- und beschreibbar sein.
[0061] Insbesondere bietet es sich an, die Speichereinrichtungen jeweils als EEPROM oder
dergleichen auszubilden. Es kann aber prinzipiell jegliche Form von Lese- oder Schreib-Lesespeicher
Anwendung finden. Auf diese Weise wird eine besonders flexible Möglichkeit der Codierung
und Neucodierung der TAGs realisiert.
[0062] Die Verwendung derartiger Speicherbausteine und/oder der oben erwähnten Bustechniken
für die Datenkommunikationsleitungen zwischen den TAG-Readern und der Steuereinrichtung
eröffnet die Möglichkeit eines gefahrlosen Betriebes des Sicherungssystems insbesondere
in sehr sensiblen, gefahrenträchtigen oder explosionsgefährdeten Bereichen.
[0063] Herkömmliche elektrische Einrichtungen, insbesondere bei Tankwagen für entzündbare
Stoffe ünd Kraftstoffe, machen besondere Vorsichtsmaßnahmen, z.B. zur Vermeidung von
hohen elektrischen Strömen oder von Funken notwendig. Die erfindungsgemäße Anordnung
dagegen arbeitet in einem Strom-Spannungsbereich, der Funkenbildung und -übertragung
ausschließt. Demzufolge ist auch der Einsatz im Bereich entflammbarer Güter oder im
explosionsgefährdeten Bereich möglich.
[0064] Die TAGs werden vorteilhafterweise zumindest durch einen TAG-Reader aktiviert, welcher
mit der jeweilig zugeordneten Öffnung des Lager- oder Transportbehälters in bezug
steht.
[0065] Die Aktivierung geschieht insbesondere zur Bereitstellung eines für den jeweiligen
Verschluß charakteristischen Identifikationssignals. Wie oben beschrieben wurde, kann
dieses Identifikationssignal insbesondere durch eine entsprechende zumindest lesbare
Speichereinrichtung verwirklicht werden.
[0066] Prinzipiell ist die Aktivierung der Identifikationseinrichtung auch durch weitere
Lese-Schreibeinrichtungen oder TAG-Reader möglich, z.B. um nach Autorisierung des
Bedieners den jeweiligen Identifikationscode modifizieren zu können. Ferner können
die Speicherinhalte der TAGs der Verschlüsse der Behälteröffnungen auch Daten umfassen,
die über die reine Identifikation zwischen Öffnung und Verschluß hinausgehen. Diese
weiteren Daten können ebenfalls von extern nach Autorisierung und Aktivierung in die
entsprechenden Speicherbausteine eingelesen bzw. geschrieben werden.
[0067] Als Meßsensoren sind Füllstandssensoren denkbar und vorgesehen. Derartige Füllstandssensoren
können z.B. den Schweredruck am Boden des Behälters oder der Behälterkompartimente
messen. Darüber hinaus sind bei Flüssigkeiten sogenannte Peilstäbe vorgesehen.
[0068] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung ist
mindestens ein Ab- und/oder Zulaufventil vorgesehen, welches durch die Steuereinrichtung
gesteuert werden kann.
[0069] Auf der Grundlage der Befüllungsdaten des Lager- und Transportbehälters sowie auf
der Grundlage der Statusdaten in bezug auf die Behälteröffnungen und deren Verschlüsse,
kann die Steuereinrichtung z.B. das Öffnen eines Zulaufventils unterbinden, wenn z.B.
noch eine der Tanköffnungen unverschlossen ist. Ferner kann die Steuereinrichtung
das Zulaufventil beim Befüllen sperren, wenn ein bestimmter Füllstand erreicht ist
und ein Überlaufen droht.
[0070] Ferner können an die Öffnungen angeschlossene Schläuche oder Rohre durch deren TAGs
über die entsprechenden TAG-Reader der Behälteröffnungen der Steuereinrichtung des
Behälters mitteilen, welche Befüllung oder welche Art der Entleerung erfolgen soll.
Stimmen diese Befülldaten oder Entleerungsdaten z.B. nicht mit den in der Steuereinrichtung
vorgegebenen Solldaten überein, so kann dies entweder in der Rückrichtung, d.h. also
von der Steuereinrichtung des Behälters über die TAG-Reader der Öffnungen und die
angeschlossenen Rohre oder Schläuche in die abgebende oder aufnehmende Einheit hinein,
gemeldet werden und/oder die Steuereinrichtung sperrt die entsprechenden Ab- und/oder
Zulaufventile am Behälter selbst.
[0071] Auf diese Weise wird mit dem erfindungsgemäßen Sicherungssystem implizit und automatisch
ein Qualitätssicherungssystem realisiert, wie es im Bereich der Fahrzeugkraftstoffe,
aber auch in anderen Bereichen über die Konzepte der Abfüllschlauchsicherung und des
sogenannten Vermischungsschutzes gefordert und notwendig ist.
[0072] Ein besonders effizientes Qualitätssicherungssystem läßt sich mit der erfindungsgemäßen
Anordnung dadurch realisieren, daß die Steuereinrichtung zum Datenaustausch mit einer
externen Steuereinrichtung ausgestattet ist.
[0073] Diese externe Steuereinrichtung kann z.B. in einer Befüllstation ausgebildet sein
oder aber auch in einer zu beliefernden Entladestation. Dabei wird der Datenaustausch
über an den Behälteröffnungen angeschlossene Schläuche und/ oder Rohre und/oder über
eine zusätzlich vorgesehene drahtgebundene oder drahtlose Datenstrecke, z.B. per Funk,
Infrarot oder Ultraschall, verwirklicht.
[0074] Es kann daran gedacht werden, die Schläuche selbst leitfähig auszubilden und z.B.
über das Prinzip der magnetischen Induktivkoppler oder über eine zusätzliche Leitung
die Daten zu übermitteln, wobei an den jeweiligen Enden der Schläuche und Rohre bzw.
an deren Flansche entsprechende Kommunikationseinrichtungen in Form von reinen Leseeinrichtungen,
Lese-Schreibeinrichtungen oder TAG-Readern vorgesehen sind.
[0075] Die Datenübertragung über den Schlauch oder über das Rohr kann vorteilhafter Weise
entfallen, falls die Zuordnung der entsprechenden Anschlüsse z.B. über identische
oder paarweise zugeordnet codierte Transponder oder TAGs an den jeweiligen Schlauch-
oder Rohrenden gewährleistet ist.
[0076] Erfindungsgemäß wird das Sicherungssystem bei ortsfesten und mobilen Lager- oder
Transportbehältern verwendet. Dies können z.B. Erdbunker oder Erdtanks sein. Darüber
hinaus kann auch an Behälter gedacht werden, die in einer entsprechenden Produktions-
oder Weiterverarbeitungsanlage eingebaut sind. Die Lager- oder Transportbehälter können
für ein Gas, eine Flüssigkeit, ein Gel, ein Pulver oder dergleichen ausgelegt sein.
Darüber hinaus kann auch an entsprechende Gemische gedacht werden. Insbesondere ist
an eine Verwendung bei Tankwagen für Kraftstoffe, Wasser, Milch, Wein, Bier, Fruchtsäfte
oder dergleichen, aber auch an Mehl, Zucker, Futtermittel oder dergleichen gedacht.
[0077] Generell kann das erfindungsgemäße System bei sämtlichen Behältern auch im Nachrüstverfahren
Verwendung finden, bei denen ein im wesentlichen gießbares oder fließfähiges Gut aufgenommen
und/oder transportiert werden soll.
[0078] Beim erfindungsgemäßen Verfahren zum Sichern eines fließfähigen Guts in einem Lager-
und/oder Transporttank werden Daten in bezug auf Quantität und Qualität des fließfähigen
Guts und/oder be- und/oder entladerelevante Daten gespeichert. Ferner werden Verschlußelemente
zu zugehörigen Öffnungen des Lager- oder Transporttanks zugeordnet, und die Zuordnung
wird codiert. Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird überprüft, ob die Öffnungen des
Lager- oder Transporttanks ordnungsgemäß und mit dem der jeweiligen Öffnung zugeordneten
Verschlußelement verschlossen sind.
[0079] Des weiteren wird ein Signal "ENTSIEGELT", generiert, gespeichert und/oder angezeigt,
falls mindestens eine Öffnung nicht mit dem zugeordneten Verschlußelement oder nicht
ordnungsgemäß verschlossen ist. Andererseits wird ein Signal "VERSIEGELT" generiert,
gespeichert und/oder angezeigt, falls beim Vorlegen eines vorbestimmten Befüllzustandes
des Lager- oder Transporttanks sämtliche Öffnungen innerhalb eines vorbestimmten Zeitintervalls
ordnungsgemäß mit dem jeweils zugeordneten Verschlußelement verschlossen werden.
[0080] Bevorzugt wird der tatsächliche Befüllzustand des Lager- und Transporttanks bezüglich
Quantität und Qualität des fließfähigen Guts im Tank ermittelt. Es wird der tatsächliche
Befüllzustand des Lager- und Transporttanks mit dem vorbestimmten Befüllzustand verglichen
und ein Signal "VERSIEGELT" höchstens dann generiert, wenn der tatsächliche Befüllzustand
mit dem vorbestimmten Befüllzustand übereinstimmt. Dabei wird erreicht, daß, selbst
wenn sämtliche Öffnungen des Lager- und Transporttanks ordnungsgemäß verschlossen
sein sollten, ein elektronisches Siegel nur dann generiert werden kann, wenn die tatsächliche
Befüllung des Tanks der gewünschten und vorgegebenen Befüllung des Tanks entspricht.
[0081] Es ist ferner vorgesehen, daß die Öffnungen des Lager- oder Transporttanks wiederholt,
nacheinander und/oder gleichzeitig in bestimmter Reihenfolge oder randomisiert überprüft
werden.
Dadurch läßt sich erreichen, daß eine Überprüfung des Status der Öffnungen des Behälters
und dessen Inhalts in seiner zeitlichen Entwicklung überprüft und beobachtet werden
kann.
[0082] Es ist insbesondere vorgesehen, daß die Öffnungen vor, während und nach einem Transport,
Be- und/oder oder Entladevorgans überprüft werden.
[0083] Dabei ist es auch möglich, daß vor, während und nach einem Be- und/oder Entladevorgang
be- und/oder entladerelevante Daten mit der Be- und/oder Entladestation ausgetauscht
werden.
[0084] Dies ermöglicht ein Höchstmaß an Sicherheit, weil dadurch erreicht werden kann, daß
die von einem Kunden gewünschte Menge eines bestimmten Guts den Adressaten auch tatsächlich
erreicht. Verwechslungen und Vermischungen, sowie Kontaminationen sind somit ausgeschlosisen.
[0085] Als be- und/oder entladerelevante Daten werden solche bezüglich Füllart, Füllmenge,
Hersteller, Abfüller, Adressat, Temperatur, Tanknummer, Leerzustand, Restvolumen,
Fahrroute, Fahrer und/oder dergleichen verwendet.
[0086] Zur Erreichung eines Höchstmaßes an Sicherheit ist es möglich, daß ein Be- und/oder
Entladen des Lager- und Transporttanks beim erfindungsgemäßen Verfahren nur dann zugelassen
wird, falls vorgegebene be- und/oder entladerelevante Daten mit den Daten der bestimmungsgemäßen
Be- und/oder Entladestation vereinbar sind und übereinstimmen.
[0087] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird gewährleistet, daß vom Abfüllen, über den
Transport bis zum Entladen der Zustand der Tanköffnungen und des Tankinhalts lückenlos
und in Form einer geschlossenen Kette protokolliert, überwacht und gegen Manipulationen
gesichert werden.
[0088] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer schematischen Zeichnung auf der Grundlage
bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In dieser zeigt
- Fig. 1
- eine schematische, teilweise geschnittene Seitenansicht des erfindungsgemäßen Sicherungssystems,
- Fig. 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherungssystems in schematischer,
teilweise geschnittener Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Sicherungssystems im Bereich einer Tanköffnung,
- Fig. 4
- eine schematische, teilweise geschnittene Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Sicherungssystems beim Befüllen eines Lager- und Transporttanks
und
- Fig. 5
- eine schematische, teilweise geschnittene Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Sicherungssystems beim Entladen eines Lager- und Transporttanks.
[0089] Fig. 1 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Sicherungssystems.
[0090] Der Behälter 1 ist mit einer Öffnung 2 versehen, welche mit einem Verschluß 4, hier
in Form einer Klappe, verschlossen ist. Die Öffnung 2 selbst weist einen TAG-Reader
5 auf, über welchen ein TAG 6 oder ein Datenträger 6 des Verschlußelements 4 der Öffnung
2 des Behälters 1, über eine Steuereinrichtung 7 aktiviert, ausgelesen und abgefragt
werden kann.
[0091] Ferner sind Meßsensoren 8 und 8a vorgesehen, wobei der Meßsensor 8 in Form eines
Peilstabes den Füllstand des Guts 3 im Behälter 1 mißt und wobei der Sensor 8a ein
Restmengen- oder Leermeldesensor oder auch ein Temperatursensor sein kann. Die Sensoren
8, 8a und der TAG-Reader 5 des Systems sind über Kommunikations- und/oder Versorgungsleitungen
13 mit der Steuereinrichtung 7 verbunden.
[0092] Fig. 2 zeigt ebenfalls in schematischer und teilweise geschnittener Seitenansicht
eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherungssystems.
[0093] Der Behälter 1 weist eine Befüll- und/oder Entladeöffnung 2a mit einem zugeordneten
Verschluß 4a auf, welcher eine Identifikationseinrichtung 6a in Form einer Identifikationsmarke,
eines Transponders oder TAGs trägt, der seinerseits mittels einem TAG-Reader 5a der
Öffnung 2a ausgelesen werden kann und dessen Daten über eine Datenleitung 13 an die
Steuereinrichtung 7 weitergeleitet werden können.
[0094] Die Öffnung 2b zur Gaspendelung sowie die Öffnung 2c für den Domdeckel des Behälters
1, der hier insbesondere in Form eines auf einem Tankwagen montierten Tanks 1 dargestellt
ist, weisen entsprechende Verschlüsse 4b, 4c mit über TAG-Reader 5b, 5c der Öffnungen
2b, 2c lesbaren TAGs 6b, 6c auf. Ebenfalls über Datenleitungen 13 sind Meßsensoren
8, 8a und 8b zur Messung des Füllstands, des Leerzustands oder der Restmenge bzw.
der Temperatur mit der Steuereinrichtung 7 verbunden. Darüber hinaus ist auch ein
Zulauf- und/oder Ablaßventil 9 über eine Daten- und/oder Versorgungsleitung 13 mit
der Steuereinrichtung 7 verbunden.
[0095] Die Steuereinrichtung 7 weist als Komponenten eine Strom-/ Spannungsversorgung 7d,
eine Interfaceeinrichtung 7c, gegebenenfalls mit Multiplexer, ein Ventilinterface
7b und die eigentliche zentrale Steuer- und Auswerteeinheit 7a, den Controler, auf.
Die Steuereinrichtung 7 kann im Prinzip als Mikrocomputer mit entsprechenden Datenein-
und ausgabemöglichkeiten realisiert sein.
[0096] Die Fig. 3 zeigt in schematischer Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Sicherungssystems bei einem Lager- oder Transportbehälter 1, bei welchem an einer
Behälteröffnung 2 ein Rohr 10 einer Befüll- oder Entladestation 14 oder 18 zum Befüllen
oder Entladen des Tanks 1 angeschlossen ist.
[0097] Der Öffnung 2 des Tanks 1 ist ein Verschlußelement 4 in Form eines Deckels 4 zugeordnet.
Das Verschlußelement oder der Deckel 4 weist ein TAG 6 auf, welcher im ordnungsgemäß
verschlossenen Zustand der Öffnung 2 durch den TAG-Reader 5 der Öffnung 2 aktiviert
und ausgelesen werden kann, wobei die Daten des TAGs 6 über die Auswerte- und Versorgungsleitung
13 an die hier nicht dargestellte Steuereinrichtung 7 weitergeleitet und von dieser
ausgewertet werden. Das Anschlußelement 10, hier in Form eines Rohres oder Schlauchs
10 der Befüll- oder Entladestation 14, 18 weist ebenfalls einen TAG 11 auf, welcher
mittels einer im Bereich des Rohres 10 angeordneten Schreib-Leseeinrichtung 5' beschrieben
oder gelesen werden kann.
[0098] Der TAG 11 des Rohres 10 kann in diesem Ausführungsbeispiel in beiden Richtungen
gelesen und beschrieben werden. Das heißt, daß behälterseitig Daten über die Leitung
13 und den TAG-Reader 5 den TAG 11 des Rohres 10 aufgeprägt werden können. Diese Daten
können dann im nachhinein mittels des TAG-Readers 5' des Rohres 10 z.B. an einen Host-Rechner
der Befüll- oder Entladestation 14, 18 über eine entsprechende Versorgungs- oder Auswerteleitung
13' weitergeleitet werden.
[0099] Im Gegenzug ist auch der umgekehrt gerichtete Datentransport von der Befüll- oder
Entladestation 14, 18 zum Lageroder Transporttank 1 bzw. zu einem entsprechenden Bordrechner
7 möglich. Dazu werden über die Leitung 13' des Rohres 10 Daten mittels des TAG-Readers
5' des Rohres 10 in den TAG 11 aufgeprägt und dann vom TAG-Reader 5 der Öffnung 2
des Behälters 1 ausgelesen und mittels der Datenleitung 13 an die Steuereinrichtung
7 bzw. an den Bordrechner 7 zur Auswertung weitergeleitet.
[0100] Die Fig. 4 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Seitenansicht den Befüllungsvorgang
bei einem Tank 1 unter Verwendung des erfindungsgemäßen Sicherungssystems.
[0101] Es wird an die Öffnung 2a des Behälters 1 ein Füllrohr 10a mit einem entsprechend
passenden Stutzen angeflanscht, nachdem der Verschluß 4a der Öffnung 2a entfernt wurde
und somit über die Kommunikationseinrichtung 5a über eine Datenleitung 13 der zentralen
Abfrage- und Steuereinrichtung 7 das Fehlen des Verschlusses gemeldet wurde. Demzufolge
besitzt der Behälter 1 durch die Analyse mittels der Abfrage- und Steuereinrichtung
7 beim Befüllen den Zustand "ENTSIEGELT".
[0102] Ferner wird auf die Öffnung 2b zur Gaspendelung mit dem Gaspendelrohr 10b der Füllstation
14 verbunden, um das vom einströmenden Füllgut 3 aus dem Kompartiment 1 verdrängte
Restgas gemäß den vorgeschriebenen Umweltschutzbedingungen aufzunehmen und zurückzuführen.
Die Befüllstation 14 wird über eine zentrale Steuereinrichtung 12 gesteuert. Dabei
sind über Datenleitungen 15 eine Pumpe P sowie eine Ventileinrichtung 16 steuerbar
angeordnet.
[0103] Die Domdeckelöffnungen 2c, 2d der Kompartimente 1, 1a sind beim Füllvorgang in der
Regel verschlossen.
[0104] Es erfolgt nach Einfahrt des Tankwagens zur Füllbühne die Bediener-Autorisierung
über ein Bediener-TAG 17. Danach wird über ein an der Steuereinrichtung 12 der Befüllanlage
14 auszuwählendes Befüllmenü die Befüllung programmiert.
[0105] Nach dem Öffnen der Verschlußdeckel werden die Füllschläuche bzw. Füllrohre 10a bzw.
die Gaspendelrohre 10b an die Öffnung 2a bzw. 2b der Kompartimente 1, 1a angeschlossen.
[0106] Am Depotrechner 12 werden nach Mengenvorwahl und Befüllstartkommando die Befüllungen
der einzelnen Kompartimente 1, 1a usw. gestartet. Nach dem Abfüllen der Kompartimente
1, 1a werden die Füllschläuche 10a sowie die Gaspendelschläuche 10b von den Öffnungen
2a bzw. 2b gelöst. Es werden die Verschlüsse 4a und 4b ordnungsgemäß auf den Öffnungen
2a und 2b fixiert. Geschieht dies innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nach Ende
des Füllvorgangs, so findet eine automatische Versiegelung der Kompartimente 1, 1a
usw. statt. Nach dem Abschluß des ordnungsgemäßen Füllvorgangs fährt der Tankwagen
von der Füllbühne herunter.
[0107] Die Flansche der Befüllrohre 10a bzw. der Gaspendelrohre 10b weisen zusätzlich eigene
Identifikationseinrichtungen, bzw. Codeträger oder TAGs 11a bzw. 11b auf. Diese sind
über Datenleitungen 15 mit dem Depotrechner 12 der Abfüllstation 14 verbunden.
[0108] Nach entprechender Autorisierung mittels des TAGs 17 am Bordcomputer 7 des Tankwagens
findet eine Befüllung nur dann statt, wenn die im Bordcomputer 7 vorgegebenen Befülldaten,
welche an die Kommunikationseinrichtungen 5a, 5b der Öffnungen 2a und 2b weitergegeben
werden, mit den im Depotrechner 12 der Befüllstation 14 enthaltenen Fülldaten übereinstimmen.
Die Kommunikation, d.h. der Austausch der Daten, findet dabei über die entsprechenden
Verbindungen der Kommunikationseinrichtungen 5a tankwagenseitig und 11a füllstationseitig
statt.
[0109] Nach dem Anschluß der Füllschläuche 10a findet also ein Datenaustausch zwischen dem
Depot 14 und dem Tankwagen statt.
[0110] Abgeglichen werden die Produktidentifikation und das jeweilig zugeordnete Kompartiment
1 oder la. Dabei werden auch die zulässige Befüllmenge für das Kompartiment 1, 1a
sowie unter Umständen über einen Sensor 8 oder 8a eine etwaig vorhandene Restmenge
im Kompartiment 1, 1a festgestellt. Sind die ausgetauschten Daten miteinander kompatibel,
so öffnet der Bordcomputer 7 des Tanklastwagens über eine Datenleitung 13 das Zulaufventil
9. Über die Datenkommunikation zwischen Bordcomputer 7 und Depotrechner 12 wird dann
der Beginn der Befüllung eingeleitet. Dazu startet der Depotrechner 12 über eine Datenleitung
15 die Pumpe P, nachdem über eine andere Datenleitung 15 das Abgabeventil 16 geöffnet
wurde.
[0111] Durch diese Maßnahmen wird gewährleistet, daß das richtige Produkt in das vorgesehene
Kompartiment in der vorgegebenen Menge abgefüllt wird. Die Problematik der Vermischung
wird dabei weitestgehend ausgeschlossen, da durch den Restmengensensor 8, 8a gewährleistet:
ist, daß beim Vorhandensein einer Restmenge nur dasselbe Produkt eingeleitet werden
kann und daß ein anderes Produkt nur dann eingeleitet werden kann, wenn der Tank 1,
1a vollständig entleert war.
[0112] In der Fig. 5 ist in schematischer, teilweise geschnittener Seitenansicht die Entladung
der in Fig. 4 dargestellten Anordnung erläutert.
[0113] Es findet hier eine weitestgehende Kommunikation zwischen dem Bordrechner 7 des Tanklastwagens
und dem Depotrechner 12 der Tankstelle 18 statt. Über eine Datenstrecke 19, 19', 20
werden die entsprechenden Daten in bezug auf Produktart, Produktmenge, zur Verfügung
stehendes Volumen im Tank 23 und weitere Daten ausgetauscht. Die Datenstrecke 19,
19', 20 kann rein drahtgebunden sein, wobei es sich dann um entsprechende Datenbusse
19, 19' mit einem Interface 20 handelt. Hier ist aber auch daran gedacht, eine Funkverbindung
oder eine Verbindung über Ultraschall oder Infrarotstrahlung herzustellen, wobei dann
die Datenübergabe an der Stelle 20 mittels entsprechender Sender und Empfänger realisiert
wird.
[0114] Nach Einfahrt zur Tankstelle findet die Bedienerautorisierung am Bordrechner 7 des
Tanklastwagens mittels eines Autorisierungs-TAGs 17 statt. Nach dem Öffnen der Verschlußdeckel
- falls eine versiegelte Ladung gegeben ist - werden die entsprechenden Anschlüsse
der Schläuche 10a, 10b zur Gutübernahme bzw. zur Gaspendelung an die Öffnungen 2a,
2b hergestellt.
[0115] Der Datenaustausch zwischen Tankstelle und Tanklastwagen in bezug auf Tankidentifikation
Produktidentifikation, Peilstandsabfrage usw. wird gestartet. Nur falls sämtliche
Daten kompatibel sind, wird das Ablaßventil 9 durch den Bordcomputer 7 des Tanklastwagens
geöffnet und ein unter Umständen vorhandenes Zulaufventil bei der Tankstelle 18.
[0116] Nach dem Befüllen der Tanks, wobei eine unter Umständen vollständige Kompartimententleerung
überwacht wird, werden die Schläuche bzw. Rohre 10a, 10b von den Öffnungen 2a, 2b
des Tanklastwagens entfernt und die Verschlußdeckel 4a, 4b ordnungsgemäß angebracht,
wodurch der Tanklastwagen in bezug auf die entsprechenden Kompartimente wieder automatisch
"elektronisch" versiegelt wird.
[0117] Zur Erhöhung der Sicherheit kann insgesamt eine sogenannte Batteriepufferung vorgesehen
sein, damit bei entsprechenden Tanks, z.B. bei Tankwagen, welche über Nacht auf Parkplätzen
oder in einem Lager abgestellt werden, bei abgekoppelten Sattelaufliegern oder bei
nicht angeschlossener Batterie die erfindungsgemäße Anordnung zur Überprüfung des
Status des Behälters aktiv bleibt und somit eine Manipulation am Behälter registriert
werden kann.
[0118] Eine derartige Aufrechterhaltung des Systems, z.B. durch eine Batteriepufferung kann
natürlich nur für eine vorgegebene, begrenzte Zeit realisiert werden, z.B. typischerweise
drei Tage. Kann die Spannungsversorgung nicht mehr aufrechterhalten werden, so geht
das System automatisch in einen Störungszustand über und speichert als letzten Zustand
"ENTSIEGELT".
Nach Ankopplung einer intakten Spannungsversorgung kann dann nur durch den autorisierten
Fuhrparkleiter das System neu gestartet und nach Überprüfung der Tankinhalte gegebenenfalls
in einen Zustand "VERSIEGELT" versetzt werden.
[0119] In dem Ausführungsbeispiel der Figur 5 läßt sich die Kommunikation zwischen der tankseitigen
Steuereinrichtung 7 und der Steuereinrichtung 12 der Entladestation 18, gerade im
Hinblick auf den robusten Be- und Entladebetrieb, dadurch vereinfachen, daß anstelle
eines zusätzlichen und explizit vorhandenen, drahtgebundenen Übertragungssystems 19,
19' und 20 über die angeschlossenen Rohre und Schläuche 10a und 10b sogenannte Induktivkoppler
zum Datenaustausch zwischen den Steuereinrichtungen 7 und 12 bzw. zwischen der Steuereinrichtung
7 und stationsseitig vorgesehenen TAGs 32a und 32b ausgebildet sind.
[0120] In diesem Fall kann sich z.B. am Einfüllstutzen oder Gaspendelstutzen des Tanks 23
der Entladestation 18 jeweils lediglich ein TAG 32a bzw. 32b befinden, der über Induktivkoppler
31a bzw. 31b eventuell mit Leitungen 30a und 30b ausgelesen oder auch beschrieben
werden kann. Statt eines TAGs können natürlich auch TAG-Simulatoren oder TAG-Emulatoren
eingesetzt werden.
[0121] Durch das erfindungsgemäße Sicherungssystem und das erfindungsgemäße Verfahren ist
auch das Be- und Entladen entsprechender Güter bei Abwesenheit von Bedienpersonal
an der Be- und/oder Entladestation, d.h. also im Nacht- oder Geisterbetrieb, besonders
einfach und sicher realisierbar und überprüfbar.
[0122] Selbstverständlich bezieht sich das erfindungsgemäße Sicherungssystem bzw. das erfindungsgemäße
Verfahren in bezug auf das Anzeigen eines Zustands "VERSIEGELT" oder "ENTSIEGELT"
nicht nur auf einen Tank- oder Transportbehälter als Ganzes. Vielmehr ist daran gedacht,
daß bei einem Tank, der mehrere Kompartimente aufweist, ein Versiegelungs- und/oder
Entsiegelungszustand für jedes Kompartiment einzeln erzeugbar und/oder anzeigbar sein
soll. Demgemäß ist ein Kompartiment eines Tanks oder Behälters eben gerade als Lager-
oder Transporttank oder -behälter aufzufassen.
[0123] Des weiteren sei darauf hingewiesen, daß das erfindungsgemäße Sicherungssystem und
das erfindungsgemäße Verfahren auch auf sogenannte Container oder Frachträume angewandt
werden kann. Dort geht es dann darum, die entsprechenden Ladeluken oder Containertüren
gegen einen unerwünschten Zugriff abzusichern und zu überprüfen. Derartige Frachträume
oder Container können dann natürlich auch neben Massengütern Stückgüter oder auch
Kartons oder andere Behälter als Ladung enthalten.
1. Verfahren zum Sichern eines fließfähigen Guts in einem Lager- und/oder Transporttank
(1), bei dem eine Steuereinrichtung (7) und eine Schreib-Leseeinrichtung (5) zum Datenaustausch
mit an der jeweiligen Öffnung (2) anschließbaren Anschlußelementen, welche eine Codemarke
oder TAG aufweisen, verwendet wird, mit den Schritten:
- Speichern von Daten in bezug auf Quantität und Qualität des fließfähigen Gutes und/oder
entladerelevanter Daten,
- Zuordnen von Verschlußelementen (4) und TAGs zu zugehörigen Öffnungen (2) des Lager-
oder Transporttanks (1) und Codieren der Zuordnung,
- Überprüfen, ob die Öffnungen (2) des Lager- oder Transporttanks (1) ordnungsgemäß
und mit dem der jeweiligen Öffnung (2) zugeordneten Verschlußelement (4) verschlossen
sind, wobei die mit der Schreib-Leseeinrichtung (5) ausgelesenen Daten der TAGs verwendet
werden,
- Generieren, Speichern und/oder Anzeigen eines Signals "ENTSIEGELT", falls mindestens
eine Öffnung (2) nicht mit dem zugeordneten Verschlußelement (4) oder nicht ordnungsgemäß
verschlossen ist, und
- Generieren, Speichern und/oder Anzeigen eines Signals "VERSIEGELT", falls beim Vorliegen
eines vorbestimmten Befüllzustandes des Lager- oder Transporttanks (1) sämtliche Öffnungen
(2) innerhalb eines vorbestimmten Zeitintervalls ordnungsgemäß mit dem jeweils zugeordneten
Verschlußelement (4) verschlossen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der tatsächliche Befüllzustand des Lager- und Transporttanks (1) bezüglich Quantität
und Qualität des fließfähigen Guts (3) ermittelt wird,
- daß der tatsächliche Befüllzustand mit dem vorbestimmten Befüllzustand verglichen
und
- daß ein Signal "VERSIEGELT" höchstens dann generiert wird, wenn der tatsächliche
Befüllungszustand mit dem vorbestimmten Befüllzustand übereinstimmt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungen (2) des Lager- oder Transporttanks (1) wiederholt, nacheinander
und/oder gleichzeitig, in bestimmter Reihenfolge oder randomisiert überprüft werden,
daß die Öffnungen (2) vor, während und nach eines Transport-, Be- und/oder Entladevorgangs
überprüft werden und
daß als be- und /oder entladerelevante Daten solche bezüglich Füllart, Füllmenge,
Hersteller, Abfüller, Adressat, Temperatur, Tanknummer, Leerzustand, Restvolumen,
Fahrroute, Fahrer und/oder dergleichen verwendet werden.
4. Sicherungssystem für fließfähige Güter in Lager- und/oder Transporttanks (1), welche
öffnungen (2) zumindest zum Befüllen, zum Entnehmen und/oder zum Kontrollieren aufweisen,
insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit
mindestens einer Steuereinrichtung (7), wobei jeder Öffnung (2) ein TAG (6) und jeder
öffnung (2) ein Verschlusselement (4) zugeordnet ist und wobei eine Schreib-Lese-Einrichtung
(5) zum Datenaustausch mit den den Öffnungen (2) zugeordneten TAGs (6) vorgesehen
ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der einer Öffnung (2) zugeordnete TAG (6) an dem der Öffnung (2) zugeordneten
Verschlusselement (4) angeordnet ist,
- dass die Zuordnung von TAG (6) und Verschlusselement (4) in der Steuereinrichtung
(7) kontrollierbar und speicherbar ist und
- dass durch die Steuereinrichtung (7) bei Vorliegen einer bestimmten Zuordnung aller
TAGs (6) zu den jeweiligen Verschlusselementen (4) ein manipulationsfreier Zustand
anzeigbar ist.
5. Sicherungssystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (7) ausgelegt ist um
- einerseits ein Signal "VERSIEGELT" zu generieren, zu speichern und/oder anzuzeigen,
sofern innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls nach einer durch Befüllungsdaten
angezeigten ordnungsgemäßen Befüllung sämtliche von den Schreib-Leseeinrichtungen
(5) gelesenen Daten mit der bestimmungsgemäßen Zuordnung der TAGs (6) zu den jeweiligen
Öffnungen (2) übereinstimmen, und
- andererseits ein Signal "ENTSIEGELT" zu generieren, zu speichern und/oder anzuzeigen,
sofern Daten durch die Schreib-Leseeinrichtungen (5) nicht lesbar sind oder gelesene
Daten nicht mit der bestimmungsgemäßen Zuordnung der TAGS (6) zu den jeweiligen Öffnungen
(2) übereinstimmen.
6. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß an allen Öffnungen des Lager- oder Transporttanks (1), an denen zumindest potentiell
eine Manipulation stattfinden könnte, Schreib-Leseeinrichtungen (5) und entsprechende
Verschlußelemente (4) mit zugeordneten TAGs (6) vorgesehen sind und
daß die Schreib-Leseeinrichtungen (5) als im wesentlichen identische Schreib-Lesestifte
oder TAG-Reader ausgebildet sind.
7. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (7) zum Empfang von Daten der TAGs (6) über die TAG-Reader
(5) und zum Empfang von Daten gegegebenenfalls angeschlossener Schläuche oder Rohre
(10) und/oder von vorgesehenen Meßsensoren (8) zur Aufnahme, zeitlichen Protokollierung,
Auswertung und/ oder Anzeige ausgebildet ist.
8. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (7) über die TAG-Reader (5) zum Datenaustausch von be- und/oder
entladerelevanten Daten, wie z.B. Produktqualität, -quantität, -temperatur und dergleichen,
vor, während und nach Be- und Entladevorgängen mit einer Be- oder Entladestation oder
dergleichen ausgebildet ist.
9. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
- daß in der Steuereinrichtung (7) be- und/oder entladerelevante Daten vorgebbar sind,
- daß durch die Steuereinrichtung (7) ein Freigabesignal zum Be- und/oder Entladen
nur dann generierbar ist, wenn die vorgegebenen Daten mit den ausgetauschten Daten
mit einer Be- und/oder Entladestation vereinbar sind,
- wobei eine Autorisierungseinrichtung vorgesehen ist, durch welche zumindest Berechtigungsdaten
in die Steuereinrichtung (7) einlesbar sind, und
- wobei durch die Steuereinrichtung (7) eine Änderung von in der Steuereinrichtung
(7) gespeicherten Daten, insbesondere einer Abgabe- oder Befüllungs-Freigabe, auf
der Grundlage der Berechtigungsdaten freigebbar oder sperrbar ist.
10. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Steuereinrichtung (7) zum ständigen, sich wiederholenden und sequentiellen,
insbesondere randomisierten, und/oder zum parallelen Auslesen sämtlicher TAG-Reader
(5) ausgebildet ist, und
- daß das Auslesen mittels eines von der Taktgebereinrichtung erzeugten und abgegebenen
Auslesetakts erfolgt.
11. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Daten zwischen der Schreib-Leseeinrichtung (5) und eines TAGS (6) über elektromagnetische
Wellen, durch magnetische Induktion, optisch, über Infrarotstrahlung, akustisch, über
Ultraschall übertragbar sind.
12. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der TAG (6) als Transponder, als Transponder-Simulator oder als Transponder-Emulator
ausgebildet ist.
13. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Daten zwischen den TAG-Readern (5) und der Steuereinrichtung (7) drahtlos
oder drahtgebunden austauschbar sind, insbesondere über eine serielle oder parallele
Bus-Datenleitung.
14. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Meßsensor (8) vorgesehen ist, durch welchen Befüllungsdaten, be-
oder entladerelevante Daten des Lager- und Transportbehälters (1), wie Daten über
den Füllstand, die Art der Füllung, die Temperatur oder dergleichen, aufnehmbar und
an die Steuereinrichtung (7) übertragbar sind.
15. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der TAG (6) zumindest durch einen TAG-Reader (5), insbesondere zur Bereitstellung
eines für den jeweiligen Verschluß (4) charakteristischen Identifikationssignals,
aktivierbar ist.
16. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß am Lager- oder Transporttank (1) mindestens ein von der Steuereinrichtung (7)
steuerbares Ab- und/oder Zulaufventil (9) vorgesehen ist.
17. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Steuereinrichtung (7) zum Datenaustausch mit einer externen Steuereinrichtung
(12) einer Befüll- oder Entladestation (14, 18) ausgebildet ist, und
- daß der Datenaustausch über an den Öffnungen (2) angeschlossene Schläuche oder Rohre
(10), insbesondere mittels einer Induktivkoppleranordnung, oder über eine drahtgebundene
oder drahtlose Datenübertragungsstrecke erfolgt.
1. Method for securing a flowable product in a storage and/or transportation tank (1)
where a control device (7) and a write-read device (5) for date exchange with connecting
elements connectable to the particular opening (2) and which have a code mark or TAG
is used with the following steps:
- storing of data with respect to quantity and quality of the flowable product and/or
loading and/or unloading-relevant data,
- associating of closure elements (4) and TAGs with associated openings (2) of the
storage or transportation tank (1) and coding of the association,
- checking whether the openings (2) of the storage or transportation tank (1) are
closed correctly and with the closure element (4) associated with the particular opening
(2) using the data of the TAGs read out by the read-write device (5),
- generating, storing and/or displaying an "UNSEALED" signal if at least one opening
(2) is not closed with the associated closure element (4) or not correctly closed
and
- generating, storing and/or displaying a "SEALED" signal if, in the presence of a
predetermined filling state of the storage or transportation tank (1), all the openings
(2) are correctly closed within a predetermined time interval with the in each case
associated closure element (4).
2. Method according to claim 1,
characterized in
- that the actual filling state of the storage and transportation tank (1) is determined
with respect to quantity and quality of the flowable product (3),
- that the actual filling state is compared with the predetermined filling state and
- that a "SEALED" signal is generated at the most if the actual filling state coincides
with the predetermined filling state.
3. Method according to one of the preceding claims,
characterized in
- that the openings (2) of the storage and transportation tank (1) are repeatedly
checked in a successive and/or simultanious manner, in a specific order or in random
manner,
- that the openings (2) are checked before, during and after a transportation, loading
and/or unloading process and
- that as loading and/or unloading-relevant data are used such concerning the filling
type, filling quantity, manufacturer, filler, consignee, temperature, tank number,
empty state, residual volume, driving route, driver and/or the like.
4. Security system for flowable products in storage and/or transportation tanks (1),
which have openings (2) at least for filling, for removing and/or for checking purposes,
particularly for performing the method according to one of the claims 1 to 3,
having at least one control device (7), a TAG (6) and a closure element (4) being
associated with each of the openings (2) and a write-read device (5) for data exchange
with the TAGs (6) associated with the openings (2),
characterized in
- that the TAG (6) being associated with an opening (2) is arranged at the closure
element (4) being associated with the opening (2),
- that the association of TAG (6) and closure element (4) is controllable and storable
in the control device (7) and
- that in the presence of a specific association of all TAGs (6) with the particular
closure elements (4) the control device (7) can display a manipulation-free state.
5. Security system according to claim 4,
characterized in
that the control device (7) is designed
- on the one hand to generate, store and/or display a "SEALED" signal if within a
given time interval after a correct filling indicated by the filling data all the
data read by the write-read devices (5) coincide with the correct association of TAGs
(6) with the respective openings (2) and
- on the other hand for generating, storing and/or displaying an "UNSEALED" signal
if data cannot be read by the write-read devices (5) or read data do not coincide
with the correct association of the TAGs (6) with the respective openings (2).
6. Security system according to one of the claims 4 or 5,
characterized in
that on all openings of the storage or transportation tank (1), on which at least
potentially a manipulation could take place, are provided write-read devices (5) and
corresponding closure elements (4) with associated TAGs (6) and
that the write-read devices (5) are constructed as substantially identical write-read
pins or TAG readers.
7. Security system according to one of the claims 4 to 6,
characterized in
that the control device (7) is constructed for receiving data of the TAGs (6) via
the TAG readers (5) and
for receiving data of optionally connected hoses or tubes (10) and/or from provided
measuring sensors (8) for recording, time logging, evaluating and/or display.
8. Security system according to one of the claims 4 to 7, characterized in
that the control device (7) is constructed by means of the TAG readers (5) for the data
exchange of loading and/or unloading-relevant data such as e.g. product quality, product
quantity, product temperature and the like, before, during and after loading and unloading
processes with a loading or unloading station or the like.
9. Security system according to one of the claims 4 to 8,
characterized in
- that loading and/or unloading-relevant data are preset the control device (7),
- an enable signal for loading and/or unloading can only be generated by the control
device (7) if the preset data are compatible with the exchanged data with a loading
and/or unloading station,
- an authorization device being provided making it possible to read at least authorization
data into the control device (7) and
- that by means of the control device (7) a modification of data stored in the control
device (7), particularly a discharge or filling release, on the basis of the authorization
data can be enabled or inhibited.
10. Security system according to one of the claims 4 to 9, characterized in
that the control device (7) is constructed for the continuous, repeated and sequential,
particularly randomized, and/or parallel reading out of all the TAG readers (5) and
that reading out takes place by means of a readout cycle generated and emitted by
the timer device.
11. Security system according to one of the claims 4 to 10,
characterized in
that the data can be transmitted between the write-read device (5) and a TAG (6) by means
of electromagnetic waves, magnetic induction, optically, infrared radiation, acoustically
or ultrasonically.
12. Security system according to one of the claims 4 to 11,
characterized in
that the TAG (6) is constructed as a transponder, transponder simulator or transponder
emulator.
13. Security system according to one of the claims 4 to 12,
characterized in
that the data are exchangeable in wireless or on-wire manner between the TAG readers (5)
and the control device (7), particularly by means of a serial or parallel bus data
line.
14. Security system according to one of the claims 4 to 13,
characterized in
that at least one measuring sensor (8) is provided through which filling data, loading
or unloading-relevant data of the storage and transportation tank (1), such as data
concerning the fill level, nature of the filling, temperature or the like can be recorded
and transmitted to the control device (7).
15. Security system according to one of the claims 4 to 14,
characterized in
that the TAG (6) is activatable at least by one TAG reader (5), particularly for providing
an identification signal characteristic of the respective closure (4).
16. Security system according to one of the claims 4 to 15,
characterized in
that at least one discharge and/or feed valve (9) controllable by the control device (7)
is provided on the storage or transportation tank (1):
17. Security system according to one of the claims 4 to 16,
characterized in
- that for data exchange the control device (7) is constructed with an external control
device (12) of a filling or unloading station (14, 18) and
- that the data exchange takes place by means of hoses or tubes (10) connected to
the openings (2), particularly by an inductive coupler means, or by means of an on-wire
or a wireless data transmission section.
1. Procédé de sécurisation de produits coulants contenus dans un réservoir (1) de transport
et/ou de stockage, utilisant un dispositif de commande (7) et un dispositif d'écriture
et de lecture (5) pour échanger des données avec des éléments de raccordement pouvant
être montés sur l'ouverture (2) du réservoir et portant un marquage codé ou une étiquette-clé
TAG, procédé qui comporte les étapes suivantes :
- mémoriser des données concernant la quantité et la qualité du produit coulant et/ou
des données concernant leur déchargement,
- associer des éléments de fermeture (4) et des TAG à des ouvertures correspondantes
(2) du réservoir (1) de transport ou de stockage et coder l'association,
- contrôler si les ouvertures (2) du réservoir (1) de transport ou de stockage sont
normalement fermées et ceci par les éléments de fermeture (4) qui leur sont respectivement
associés, en utilisant les données des TAG lues au moyen du dispositif d'écriture-lecture
(5),
- générer, mémoriser et/ou archer un signal « DESCELLE » dans le cas où au moins une
ouverture (2) n'est pas fermée par l'élément de fermeture (4) associé, ou n'est pas
normalement fermée,
- générer, mémoriser et/ou archer un signal « SCELLE » quand, en présence d'un état
prédéfini de remplissage du réservoir (1), de transport ou de stockage, toutes les
ouvertures (2), dans un intervalle de temps prédéfini, sont normalement fermées, chacune
par l'élément de fermeture (4) qui leur est associé.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- l'état effectif de remplissage du réservoir (1) de transport et de stockage est
établi en ce qui concerne la quantité et la qualité du produit coulant (3),
- cet état effectif est comparé avec l'état de remplissage prédéfini,
- un signal « SCELLE » est généré au plus tard quand l'état effectif et l'état prédéfini
coïncident.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- les ouvertures (2) du réservoir (1), de stockage ou de transport sont contrôlées
respectivement, successivement et/ou simultanément, successivement dans un certain
ordre, ou sous forme aléatoire,
- les ouvertures (2) sont contrôlées avant, pendant et après une opération de transport,
de chargement et/ou de déchargement,
- comme données concernant le chargement et/ou le déchargement, on utilise celles
relatives au mode de remplissage, à la quantité introduite, au fabricant, au bénéficiaire
du soutirage, au destinataire, à la température, au numéro de réservoir, à l'état
à vide, au volume résiduel, à l'itinéraire routier, au conducteur et/ou similaires.
4. Système de sécurisation de produits coulants contenus dans des réservoirs (1) de stockage
et/ou de transport, équipés d'ouvertures (2) servant au moins au remplissage, au soutirage
et/ou au contrôle, en particulier pour la mise en oeuvre du procédé selon les revendications
I à 3, comportant au moins un dispositif de commande (7), un TAG (6) et un élément
de fermeture (4) étant associés à chaque ouverture (2), avec un dispositif d'écriture
et de lecture (5) pour échanger des données avec les TAG (6) associés aux ouvertures
(2),
caractérisé en ce que
- le TAG (6) associé à une ouverture (2) est monté sur l'élément de fermeture (4)
associé à cette ouverture (2),
- l'association du TAG (6) et de l'élément de fermeture (4) peut être contrôlée et
mémorisée dans le dispositif de commande (7),
- le dispositif de commande (7), en présence d'une association définie de tous les
TAG (6) et de leurs éléments de fermeture correspondants (4), peut signaler un état
qui n'a pas subi de manipulation.
5. Système de sécurisation selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le système de commande (7) est conçu pour,
- d'une part générer, mémoriser et/ou afficher un signal « SCELLE », dans la mesure
où à l'intérieur d'un intervalle de temps défini faisant suite à un remplissage normal
affiché par ses données de remplissage, l'ensemble des données lues par les dispositifs
d'écriture-lecture (5) concorde avec l'association, conforme aux spécifications entre
les TAG (6) et les ouvertures (2) correspondantes,
- d'autre part générer, mémoriser et/ou afficher un signal « DESCELLE » dans la mesure
où des données ne peuvent être lues par le dispositif d'écriture-lecture (5) ou que
les données lues ne concordent pas avec l'association conforme aux spécifications,
entre les TAG (6) et les ouvertures (2) correspondantes.
6. Système de sécurisation selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
- toutes les ouvertures du réservoir, de stockage ou de transport (1), sur lesquelles
au moins potentiellement, pourrait avoir lieu une manipulation, comportent des dispositifs
d'écriture-lecture (5) et des éléments de raccordement (4) correspondants, avec leurs
TAG associés (6), et
- les dispositifs d'écriture-lecture (5) sont constitués par des pointes d'écriture-lecture
essentiellement identiques ou des lecteurs de TAG.
7. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande (7) est constitué pour recevoir les données des TAG (6)
à travers les lecteurs de TAG (5), et pour recevoir des données de tuyaux ou de tubes
(10) éventuellement raccordés et/ou de détecteurs de mesure (8), en vue de la réception,
de la mise en protocole temporel, l'exploitation et/ou l'affichage.
8. Système de sécurisation selon rune quelconque des revendications 4 à 7,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande (7), par l'intermédiaire des lecteurs de TAG (5) est constitué
pour échanger avec une station de chargement ou de déchargement ou similaire, des
données concernant le chargement et/ou le déchargement, telles que par exemple la
qualité, la quantité, la température du produit ou similaires, avant, pendant et après
les opérations de chargement et ou de déchargement.
9. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 8,
caractérisé en ce que
- dans le dispositif de commande (7), des données concernant le chargement et/ou le
déchargernent peuvent être fixées à l'avance,
- le dispositif de commande (7) peut générer un signal autorisant le chargement ou
le dechargement seulement quand les données préimposées concordent avec les données
échangées avec une station de remplissage et/ou de soutirage, avec
- un dispositif d'autorisation permettant de mémoriser au moins des données d'autorisation
dans le dispositif de commande (7), et
- le dispositif de commande (7) peut autoriser ou bloquer une modification des données
mémorisées dans le dispositif de commande (7), en particulier concernant une autorisation
de soutirage ou de remplissage, en se basant sur les données d'autorisation.
10. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 9,
caractérisé en ce que
- le dispositif de commande (7) est constitué pour lire l'ensemble des lecteurs de
TAG (5), en continu, de manière répétitive ou séquentielle, en particulier aléatoire
et/ou parallèle, et
- la lecture s'effectue selon une cadence de lecture produite et délivrée par un dispositif
cadenceur.
11. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 10,
caractérisé en ce que
les données peuvent être transmises entre le dispositif d'écriture-lecture (5) et
un TAG (6) par des ondes électromagnétiques, par induction magnétique, optiquement,
par infrarouge, acoustiquement, par ultrasons.
12. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 11,
caractérisé en ce que
le TAG (6) est constitué par un transpondeur, un transpondeur-simulateur ou un transpondeur-émulateur.
13. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 12,
caractérisé en ce que
les données peuvent être échangées entre les lecteurs de TAG (5) et le dispositif
de commande (7) sans fils ou par fils, en particulier à travers un conducteur de bus
de données, en série ou en parallèle.
14. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 13,
caractérisé en ce qu'
il est prévu au moins un détecteur de mesure (8) par lequel des données de remplissage,
des données concernant le chargement et le déchargement du réservoir (1) de stockage
et de transport, telles que des données sur l'état de remplissage, le mode de remplissage,
la température ou similaires, peuvent être recueillies et transmises au dispositif
de commande (7).
15. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 14,
caractérisé en ce que
le TAG (6) peut être activé au moins par un lecteur de TAG (5) en particulier pour
tenir prêt un signal d'identification caractéristique, pour chaque fermeture (4).
16. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 15,
caractérisé en ce qu'
il est prévu sur le réservoir (1) de stockage ou de transport, au moins une soupape
d'entrée et/ou de sortie (9) actionnable par le dispositif de commande (7).
17. Système de sécurisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 16,
caractérisé en ce que
- le dispositif de commande (7) est conçu pour échanger des données avec un dispositif
externe de commande (12) appartenant à une station de remplissage ou de soutirage
(14, 18), et
- l'échange de données s'effectue par l'intermédiaire de tuyaux ou de tubes (10) raccordés
aux ouvertures (2), en particulier par un système de couplage inductif, ou par une
ligne de transmission de données avec ou sans fils.