[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft wasserhaltige Reinigungsmittel mit pastöser bis
fester Konsistenz auf Basis von Alkalihydroxyd. Zur Einstellung der gewünschten Konsistenz
enthalten die Reinigungsmittel Alkoholate. Durch eine spezifischsequentielle Zugabe
von weiteren Komponenten läßt sich gegebenenfalls der Härtegrad und die Dauer der
Durchhärtung des Reinigungsmittels kontrollieren.
[0002] Hochalkalische Reinigungsmittel sind heute in den verschiedensten Darbietungsformen
im Handel erhältlich, z. B. als Pulver, als Granulat, als Flüssigkeit, als Schmelzblock
oder als durch Verpressen hergestellte Tablette.
[0003] Jede Darbietungsform hat für einen definierten Verwendungszweck ganz spezifische
Vorteile und Nachteile. Zum Reinigen von textilen Oberflächen oder zum manuellen mechanischen
Reinigen von harten Oberflächen haben sich Pulver, Granulate oder Flüssigkeiten bewährt,
während zum maschinellen Reinigen von harten Oberflächen, z. B. maschinellen Reinigen
von Geschirr, neben Pulvern, Granulaten oder Flüssigkeiten zunehmend auch durch Verpressen
hergestellte Tabletten oder durch Schmelzen und anschließendes Erkaltenlassen erhaltene
blockförmige Reiniger (Schmelzblöcke) verwendet werden. Tabletten und Schmelzblöcke
bieten gegenüber Pulvern den Vorteil einer zielgenauen und einfachen Dosierung, stauben
nicht und sind leicht handhabbar.
[0004] Diese Vorteile lassen sich beispielsweise in Haushaltsgeschirrspülmaschinen nutzen,
vor allem aber in kontinuierlich arbeitenden gewerblichen Geschirrspülmaschinen, in
denen das zu reinigende Spülgut durch verschiedene Waschzonen gefahren wird.
[0005] Es hat sich nun gezeigt, daß sehr harte Tabletten und sehr harte Schmelzblöcke Nachteile
aufweisen. So können z. B. an solchen Tabletten Bruchschäden auftreten: solchermaßen
geschädigte Tabletten bieten naturgemäß nicht mehr den Vorteil einer genauen Dosierung.
Ein weiteres Problem bei Tabletten besteht darin, daß die gewünschte Wasserlöslichkeit
nicht immer gewährleistet werden kann, d. h. Tabletten lösen sich bisweilen entweder
zu schnell oder zu langsam. Bei Schmelzblöcken ist zwar beim Transport eine hohe Bruchfestigkeit
zu erwarten, bei größeren Gebinden tritt aber ein Problem bei der Dosierung dieser
sehr festen Reinigungsmittels auf. Darüber hinaus erfordern sowohl Tabletten als auch
Schmelzblöcke bisher sehr aufwendige Herstellverfahren, die gerade bei der Verarbeitung
von alkalischen Schmelzen besonders hohe Anforderungen an die verwendeten Materialien
und die gewählten Bedingungen stellen:
[0006] Besonders erwünscht ist auch eine hohe Homogenität der erhaltenen Reiniger, die aber
bei festen Reinigern oft nur schwierig zu realisieren ist. Dieses Problem tritt bei
flüssigen Reinigern, die leicht gerührt werden können, weniger auf. Erwünscht wäre
also die Homogenität einer Flüssigkeit, einer viskosen Flüssigkeit oder einer rührbaren
Paste, die dann zu einem Feststoff kontrollierbar variierbarer Festigkeit erstarrt,
um in diesem Stadium deren Vorteile bei Lagerung und Transport und Dosierung zu nutzen.
Dabei wäre es besonders wünschenswert, wenn die Rührbarkeit bei Temperaturen bis herab
zu etwa 40 °C erhalten bliebe, da dann auch weniger temperaturstabile Bestandteile
zugemischt werden könnten. Anwendungstechnisch wäre es von besonderem Vorteil eine
frühzeitige Durchhärtung des Materials während des Produktionsprozesses in den Produktionsapparaturen
zu verhindern. Ganz besonders wünschenswert wäre eine weitgehende Kontrolle der Parameter,
die den Durchhärteprozeß entscheidend beeinflussen.
[0007] WO 96/27653 A1 beschreibt ein pastenförmiges Reinigungsmittel auf Basis von NaOH,
indem man die verdickende Wirkung von bestimmten Glykolen, Glykolderivaten und/oder
Alkanolaminen auf wässrige Alkaliöllauge nutzt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, hochalkalische, auf Alkalihydroxid, bevorzugt
Kalium- oder Natriumhydroxid, besonders bevorzugt Natriumhydroxid basierende Reinigungsmittel
allgemeiner Art für textile Oberflächen, vorzugsweise aber solche zum Reinigen von
harten Oberflächen, z. B. Geschirr, und insbesondere Reinigungsmittel zum gewerblichen
Reinigen von Geschirr bereitzustellen, die die Vorteile von Pulvern und Flüssigkeiten
einerseits und die Vorteile von Tabletten und Schmelzblöcken andererseits in sich
vereinen. Das heißt, es sollen Reinigungsmittel bereitgestellt werden, die eine unter
den verschiedensten Anwendungsbedingungen definierte Löslichkeit besitzen, andererseits
aber transportstabil und lagerstabil sind und darüber hinaus schnell, einfach und
genau zu dosieren sind, die nicht stauben und ohne großen technischen Aufwand herstellbar
und einfach abfüllbar sind. Besonders die Rührbarkeit bei der Herstellung, eine kontrolliert
variierbare Konsistenz und eine verzögerte Durchhärtung bei der Herstellung fester
Reinigungsmittel würden große Vorteile bieten und sollen berücksichtigt werden. Dabei
sollte ein Verfahren entwickelt werden, das es gestattet weniger temperaturstabile
Substanzen nötigenfalls auch unterhalb von 42 °C einzuarbeiten, ohne die anderen Aufgaben
zu gefährden. Wie bei jedem technischen Verfahren gilt es natürlich auch einen gegebenen
Effekt unter möglichst preisgünstigen Bedingungen bezüglich Rohstoffen und Produktionsbedingungen
zu erzielen.
[0009] Selbstverständlich müssen gleichzeitig auch die an Reinigungsmittel zu stellenden
Erfordernisse wie gute Reinigungskraft, Fettlösekraft, etc. erfüllt sein.
[0010] Im Stand der Technik sind bereits sowohl höherviskose bis pastöse Reinigungsmittel
beschrieben worden, als auch feste Reinigungsmittel in Tabletten- oder Blockform.
[0011] So wird z.B. in der deutschen Offenlegungsschrift DE-OS-31 38 425 das rheologische
Verhalten der dort beschriebenen Reiniger so beschrieben, daß sich eine gelartige
Paste durch Einwirkung mechanischer Kräfte, beispielsweise durch Schütteln oder Druckeinwirkung
auf eine verformbare Vorratsflasche bzw. Tube oder mittels einer Dosierpumpe verflüssigt
und leicht aus einer Spritzdüse ausdrücken läßt.
[0012] Die US-Patentschrift US 3,607,764 beschreibt Glasreinigungsmittel in fester Form,
die zu einer versprühbaren Lösung verdünnt werden. Diese Mittel enthalten u.a. Natrium-
oder Kaliumhydroxid, Natrium- oder Kaliumtripolyphosphat, Natrium- oder Kaliumpyrophosphat,
Hydroxycarbonsäure-Builder, ein wasserlösliches nichtionisches Tensid, Alkylenglykolether
und gegebenenfalls Natriumcarbonat. Eine Kontrolle der Viskosität oder der Festigkeit
im Sinne der vorliegenden Erfindung wird nicht beschrieben.
[0013] Die japanische Patentschrift JP 84/182870 beschreibt Lösungen von Alkalihydroxiden
in Glycolen oder Alkoholen, die durch das Neutralisieren mit langkettigen Carbonsäuren
viskos werden und durch Zugabe von Siliconöl eine pastöse Konsistenz erhalten, wodurch
sie als Pasten in der Lederfettung verwendet werden können.
[0014] Die japanische Patentschrift JP 86/296098 beschreibt wasserfreie feste Reinigungsmittel
basierend auf Alkalihydroxiden. Hierbei wird der Alkaliträger in Alkanolamine und
wasserlösliche Glycolether gemischt, wodurch man einen festen Reiniger erhält. Eine
technische Lehre zur variierbaren Verringerung der Festigkeit und zur Kontrolle des
Härteprozesses wird nicht beschrieben.
[0015] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein pastöses bis festes wasserhaltiges
alkalisches Reinigungsmittel enthaltend
a) verdickte wässrige Alkalilauge, bevorzugt Kali- und/oder Natronlauge, bevorzugt
42 - 55%ige, in einer Menge von 21 bis 70 Gew.%, vorzugsweise 35 bis 55 Gew.% bezogen
auf das Reinigungsmittel,
und zum Aufbau einer erhöhten Viskosität
b) ein Alkoholat oder mehrere Alkoholate von Ethanol, Propanol, Isopropanol, Glycerin
und Butylenglykol, vorzugsweise als Kalium- oder Natriumalkoholat,
in einer Gesamtmenge von 0,5 bis 40 Gew.%, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, besonders
bevorzugt 2 bis 8 Gew.%, alle Gew.-% Angaben bezogen auf das gesamte Reinigungsmittel,
und
c) ggf die zum Alkoholat korrespondierenden Alkohole und/oder Schauminhibitoren und/oder
Builderkomponenten und/oder Paraffinöl und/oder Tenside und/oder Alkalihydroxid als.
Feststoff und/oder weitere in Wasch- und Reinigungsmittel übliche Inhaftstoffe, wobei
der Wassergehalt des Reinigungsmittels bei 10 bis 35 Gew.% liegt.
[0016] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel haben im fertigen Zustand eine pastenförmige
oder feste Konsistenz, wobei die Übergänge fließend sind. Sie sind vorzugsweise bei
Raumtemperatur nicht pumpfähig. Die erfindungsgemäße Konsistenz kann sich aber zum
Beispiel auch in Form von Schnittfestigkeit äußern. Viele der erfindungsgemäßen festen
Reinigungsmittel sind während der Verarbeitung noch gießbar und auch nach längerer
Lagerung noch formgebend verpreßbar.
[0017] Die Mittel können während der Lagerung nachhärten. Besonders bei Zusatz von festem
feinteiligem Alkalihydroxyd kann dieser Aushärteprozeß sehr schnell verlaufen. Besonders
günstig ist dabei der Einsatz von bis zu 35 Gew.-% bevorzugt 2 bis 25 Gew.% besonders
bevorzugt 5 bis 15 Gew.% festem Alkalihydroxid bezogen auf das gesamte Mittel. Durch
Zusatz von Tensiden, Paraffinöl und Polyhydroxyverbindungen kann der Aushärteprozeß
wiederum verzögert werden.
[0018] Dabei wird die verzögerbare Aushärtdauer dadurch gemessen, daß der Rührvorgang nach
Zugabe aller Komponenten fortgesetzt wird und bis zu seinem Stillstand infolge der
Aushärtung verfolgt wird. Rein phänomenologisch hat die Zusammensetzung an dem Zeitpunkt,
der als Aushärtung bezeichnet wird und der kontrolliert werden kann, eine Konsistenz,
in der man sie nicht, wie gewünscht, durch ein unten an einem Produktionskessel befindliches
Abflußrohr ausfließen lassen kann, oder aus einem umgedrehten Becherglas ausfließen
lassen kann.
[0019] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung dieser Mittel.
Man erhält sie im einfachsten Fall durch Einrühren der Alkoholate in die Alkalilauge.
Besonders bevorzugte Mittel werden erhalten, wenn danach ggf. Schauminhibitoren und/oder
Builderkömponenten, dann Tenside und/oder Paraffinöl und schließlich 0,1 bis 35 Gew.%
vorzugsweise 2 bis 25 Gew.%, bezogen auf das gesamte Mittel festes Alkalihydroxid,
bevorzugt Kalium- oder Natriumhydroxid, besonders bevorzugt Natriumhydroxid zugegeben
werden.
[0020] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung dieser Mittel zum maschinellen
Reinigen von Geschirr und Oberflächen und zum Waschen von Wäsche.
[0021] Bei erfindungsgemäßer Wahl der Stoffzusammensetzung sind im einfachsten Fall neben
Alkalilauge keine weiteren Zusatzstoffe außer dem Alkoholat als Verdickungsmittel
nötig, um den gewünschten erfindungsgemäßen verfestigenden Effekt in wäßriger Natronlauge
zu erzielen. Dabei kann die Konsistenz durch die bevorzugte weitere Zugabe geeigneter
Mengen von Paraffinöl, Tensiden und festem Alkalihydroxid über einen anwendungstechnisch
günstigen Zeitraum, bei angemessener Temperatur in leicht rührbarem Zustand gehalten
werden, d.h. es kann eine kontrollierte Verzögerung der Materialdurchhärtung erreicht
werden.
[0022] Schließlich ist auch der Wassergehalt ein kritischer Parameter; er liegt zwischen
10 und 35 Gew.-%, vorteilhafterweise zwischen 20 und 30 Gew.-%.
[0023] Aufgrund des hohen NaOH-Gehaltes liegt der pH-Wert der erfindungsgemäßen Reinigungsmittel
über 13.
[0024] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel können über die bereits genannten Inhaltsstoffe
hinaus noch andere in alkalischen Reinigern übliche Inhaltsstoffe enthalten, soweit
dadurch die erfindungsgemäße variierbare Festigkeit nicht verloren geht. In diesem
Sinne wirkt das Reinigungsmittel aus Alkalilauge, bevorzugt Kali- und Natronlauge,
besonders bevorzugt Natronlauge, Substanz I oder dem korrespondierenden Alkohol und
gegebenenfalls festem Alkalihydroxid, bevorzugt Natriumhydroxid, sowie Tensiden und/oder
Paraffinöl als Trägerphase für andere in Reinigern übliche Inhaltstoffe.
[0025] Als Alkoholate werden handelsüblicher Alkohole, mit Ausnahme der Alkoholate von Ethylenglykol
und 1,2-Propylenglykol verwendet. Es sind Alkoholate von Ethanol, Propanol, Isopropanol,
Glycerin und Butylenglykol. Dabei werden bei zunehmendem Alkylkettenanteil durchaus
differenzierte Eigenschaften erreicht. So scheint mit zunehmender Kettenlänge die
verdickende Wirkung der Alkoholate graduell abzunehmen. Auch Verzweigungen in der
Alkylkette scheinen eine Veränderung des Verdickungsprozesses zu bewirken. Dabei können
die Alkoholate nach den üblichen Methoden der organischen Chemie leicht hergestellt
werden. Es gibt ebenfalls die Möglichkeit, die Alkoholate in situ zu erzeugen, indem
man die entsprechenden Alkohole zu der AlkalihydroxidLösung zutropfen läßt. Je nach
Lage des Gleichgewichtes verbleibt eine betimmte Menge des zum Alkoholat korrespondierenden
Alkohols als solcher in der Lösung.
[0026] Die Menge des zugesetzten Alkoholats soll 0,5 bis etwa 40 Gew.-%, vorzugsweise etwa
1 bis etwa 10 Gew.-% bezogen auf das gesamte Reinigungsmittel betragen. Da das Alkoholat
mit dem korrespondierenden Alkohol im Gleichgewicht steht, ist eventuell enthaltener
freier Alkohol rechnerisch in die Alkoholatmenge einzubeziehen, bei mehrwertigen Alkoholen
als Monoalkoholat.
[0027] Als Tenside können sowohl Anionentenside als auch Kationentenside, amphotere Tenside
und nicht-ionische Tenside eingesetzt werden. Die Reinigungsleistung wird von der
Menge der Tenside entscheidend beeinflußt. Insbesondere von ihrer Konzentration hängt
aber auch die Aushärtdauer nach Zugabe aller Komponenten ab. Je nach Anwendungsbereich
können z. B. beim Reinigen von Geschirr und Oberflächen schwach schäumende Tenside,
vor allem nichtionische Tenside, in einer Menge von bis zu 10 Gew.%, bevorzugt 0,1
bis 5 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,5 bis 4 Gew.-% enthalten sein. Üblicherweise
werden für das maschinelle Geschirrspülen extrem schaumarme Verbindungen eingesetzt.
Hierzu zählen vorzugsweise C
12-C
18-Alkylpolyethylenglykolpolypropylenglykolether mit jeweils bis zu 8 Mol Ethylenoxid-
und Propylenoxideinheiten im Molekül. Man kann aber auch andere als schaumarm bekannte
nichtionische Tenside verwenden, wie z. B. C
12-C
18-Alkylpolyethylenglykolpolybutylenglykolether mit jeweils bis zu 8 Mol Ethylenoxid-
und Butylenoxideinheiten im Molekül sowie endgruppenverschlossene Alkylpolyalkylenglykolmischether.
[0028] Sollen die Mischungen gemäß der vorliegenden Erfindung zum maschinellen Waschen von
Wäsche eingesetzt werden, so empfiehlt sich ein höherer Tensidgehalt, der in der Regel
bis 30 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 15 besonders bevorzugt 1 bis 10 Gew.-% und äußerst
bevorzugt 2 bis 4 Gew.-% bezogen auf das gesamte Mittel betragen kann. Man verwendet
dann neben oder anstelle von nichtionischen, kationischen und amphoteren Tensiden
besonders anionische Tenside, vorzugsweise aus der Gruppe der Alkylbenzolsulfonate,
der Fettalkoholsulfate und der Fettalkoholethersulfate.
[0029] Unter Paraffinöl, das erfindungsgemäß bis zu 10 Gew.-% enthalten sein kann, versteht
man langkettige Kohlenwasserstoffe, die verzweigt oder nicht verzweigt sein können.
In einer bevorzugten Ausführungsform werden sie den erfindungsgemäßen Mitteln in Mengen
zwischen 0,1 und 8 Gew.-% besonders bevorzugt zwischen 0,5 und 5 Gew.-% zugesetzt.
[0030] Fakultativ können die Reinigungsmittel zusätzlich Buildersubstanzen in einer Menge
von bis zu 60 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 40 Gew.-%, enthalten.
[0031] Die in den erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln enthaltene Buildersubstanz kann im
Prinzip jeder Stoff sein, der im Stand der Technik als im weitesten Sinne für Wasch-
und Reinigungsmittel geeigneter Builder bekannt ist. Vorzugsweise werden wasserlösliche
Buildersubstanzen eingesetzt, wobei diese in den erfindungsgemäßen Mitteln aber durchaus
ungelöst vorliegen können. Auch die im Stand der Technik bekannten gecoateten Buildersubstanzen
können eingesetzt werden und sind sogar bevorzugt, wenn man mit chlorhaltigen Bleichmitteln
arbeitet.
[0032] Als Buildersubstanzen kommen z. B. Alkaliphosphate in Frage, die in Form ihrer Natrium-
oder Kaliumsalze vorliegen können. Beispiele hierfür sind: Tetranatriumdiphosphat,
Pentanatriumtriphosphat, sogenanntes Natriumhexametaphosphat sowie die entsprechenden
Kaliumsalze bzw. Gemische aus Natriumhexametaphosphat sowie die entsprechenden Kaliumsalze
bzw. Gemische aus Natrium- und Kaliumsalzen.
[0033] Weiterhin sind Komplexbildner zu nennen, wie z. B. Nitrilotriacetat oder Ethylendiamintetraacetat.
Auch Soda und Borax zählen im Rahmen der vorliegenden Erfindung zu den Buildersubstanzen.
[0034] Weitere mögliche wasserlösliche Builderkomponenten sind z. B. organische Polymere
nativen oder synthetischen Ursprungs, vor allem Polycarboxylate. In Betracht kommen
beispielsweise Polyacrylsäuren und Copolymere aus Maleinsäureanhydrid und Acrylsäure
sowie die Natriumsalze dieser Polymersäuren. Handelsübliche Produkte sind z. B. Sokalan®
CP 5 und PA 30 von BASF, Alcosperse® 175 und 177 von Alco, LMW® 45 N und SP02 ND von
Norsohaas. Zu den geeigneten nativen Polymeren gehören beispielsweise oxidierte Stärke
(z. B. DE 42 28 786) und Polyaminosäuren wie Polyglutaminsäure oder Polyasparaginsäure,
z. B. der Firmen Cygnus, Bayer, Rohm & Haas, Rhöne-Poulenc oder SRCHEM.
[0035] Weitere mögliche Builderkomponenten sind natürlich vorkommende Hydroxycarbonsäuren
wie z. B. Mono-, Dihydroxy-bernsteinsäure, α-Hydroxypropionsäure, Citronensäure, Gluconsäure,
sowie deren Salze. Citrate werden vorzugsweise in Form von Trinatriumcitrat-Dihydrat
eingesetzt.
[0036] Als Buildersubstanzen sind weiterhin amorphe Metasilikate oder Schichtsilikate zu
nennen. Auch kristalline Schichtsilikate sind geeignete Builder, soweit sie hinreichend
alkalistabil sind; kristalline Schichtsilikate werden von der Fa. Hoechst AG (Deutschland)
unter dem Handelsnamen Na-SKS vertrieben, z. B. Na-SKS-1 (Na
2Si
22O
45·xH
2O, Kenyait), Na-SKS-2 (Na
2Si
14O
29·xH
2O, Magadiit), Na-SKS-3 (Na
2Si
8O
17·xH
2O), Na-SKS-4 (Na
2Si
4O
9·xH
2O), Makatit), Na-SKS-5 (α-Na
2Si
2O
5), Na-SKS-7 (β-Na
2Si
2O
5, Natrosilit), Na-SKS-11 (τ-Na
2Si
2O
5) und Na-SKS-6 (δ-Na
2Si
2O
5).
[0037] Besonders bevorzugt werden Buildersubstanzen aus der Gruppe Pentanatriumtriphosphat,
Trinatriumcitrat, Nitrilotriacetat, Ethylendiamintetraacetat, Natriumsalze von Poyacrylsäure
und von Maleinsäure - Acrylsäure - Copolymerisaten, Soda, Alkalisilikat und deren
Mischungen.
[0038] Auch in Wasch- und Reinigungsmitteln übliche Bleichmittel können in den erfindungsgemäßen
Mitteln enthalten sein, dann bevorzugt in Mengen zwischen 0.5 und 10 Gew.-% und besonders
bevorzugt zwischen 1,5 und 10 Gew.-%. Diese können aus der Gruppe der Bleichmittel
auf Sauerstoffbasis, wie z.B Natriumperborat, auch in Form seiner Hydrate, oder Natriumpercarbonat,
oder aus der Gruppe der Bleichmittel auf Chlorbasis, wie N-Chlor-p-toluolsulfonsäureamid,
Trichlorisocyanursäure, Alkalidichlorisocyanurat, Alkalihypochlorite, und Alkalihypochlorite
freisetzende Mittel, wobei besonders alkalistabile Bleichmittelzusammensetzungen bevorzugt
sind. Dies können sowohl alkalistabile Substanzen sein, oder durch geeignete Verfahren
wie beispielsweise durch Oberflächenbeschichtung oder -passivierung stabilisierte
Komponenten sein.
[0039] Weitere mögliche Inhaltstoffe in den erfindungsgemäßen Reinigern sind Entschäumer.
Diese können in Konzentrationen zwischen 0,1 und 5 Gew.%, bevorzugt 0,5 und 3 Gew.-%
zum Einsatz kommen, wenn ein gewähltes Tensid unter den gegebenen Umständen zu stark
schäumt, bzw. wirken schaumdämpfend auf schäumende Speisereste in der Geschirrspülmaschine.
Unter Entschäumern versteht man alle im Stand der Technik bekannten schaumdämpfenden
Stoffe, bevorzugt aber solche auf Silikon- und Paraffinbasis, besonders bevorzugt
auf Paraffinbasis, wie sie z. B. in der DE 34 00 008, der DE 36 33 518, der DE 30
00 483, der DE 41 17 032, der DE 4323410, der WO 95/04124 und der DE 196 20 249 beschrieben
sind. Aber auch andere Entschäumer können verwendet weden.
[0040] Weitere fakultativ enthaltene Inhaltsstoffe sind z.B. Farbstoffe oder alkalistabile
Parfumstoffe. Abrasiv wirkende Inhaltsstoffe können zwar prinzipiell enthalten sein,
vorzugsweise sind die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel jedoch frei davon.
[0041] Obwohl zusätzlich Verdickungsmittel wie z. B. quellfähige Schichtsilikate vom Montmorillonit-Typ,
Bentonit, Kaolin, Talk oder Carboxymethylcellulose fakultativ eingesetzt werden können,
um die Festigkeit zu variieren, sind sie zur Erreichung der gewünschten kontrollierbaren
Feststoffeigenschaften und der Konsistenz der erfindungsgemäßen Reinigungsmittel nicht
erforderlich, d. h. auf solche Verdickungsmittel kann verzichtet werden.
[0042] Auch der Einsatz hochschmelzender Paraffine oder hochschmelzender Polyethylenglycole
zur Verfestigung von Mischungen ist hier zur Erzielung des erfindungsgemäßen Erfolges
nicht notwendig. Zusätzlich können solche Mittel jedoch enthalten sein. Auch der Einsatz
von langkettigen Fettsäuren und langkettigen Fettsäuresalzen, wie sie in der Seifenindustrie
eingesetzt werden (Kettenlängen zwischen C12 und C18) ist zur Erzielung der erfindungsgemäßen
Festigkeit nicht erforderlich. In der Regel sind solche Substanzen aber dem erfindungsgemäßen
Erfolg nicht abträglich. Ebenfalls ist die Erzeugung von flüssigkristallinen Strukturen
zur Verdickung nicht notwendig.
[0043] Weitere Erfindungsgegenstände ergeben sich aus der verfestigenden Wirkung der Alkoholate
in Kombination mit festem Alkalihydroxid, bevorzugt Kalium- oder Natriumhydroxid,
besonders bevorzugt Natriumhydroxid gegenüber Alkalilauge, bevorzugt Kali- und Natronlauge,
besonders bevorzugt Natronlauge, mit der nachfolgenden Verzögerung der Aushärtung
durch die Zugabe von Tensiden und/oder Paraffinölen.
[0044] So wird die Verwendung von Alkoholaten als Verfestigungsmittel für wasserhaltige
Reinigungsmittel zum maschinellen Spülen von Geschirr oder zum Waschen von Textilien,
enthaltend Alkalihydroxid, bevorzugt Natriumhydroxid, mit nachfolgender sequentieller
Zugabe verschiedener Komponenten, insbesondere von Paraffinöl und/oder Tensiden in
Kombination mit der nachfolgenden Zugabe von festem NaOH beansprucht.
[0045] Weiterhin wird ein Verfahren zum Verfestigen von wäßriger 42 bis 55 Gew.%iger Alkalilauge,
bevorzugt Kali- und Natronlauge, besonders bevorzugt Natronlauge beansprucht. Das
Verfahren ist dadurch qekennzeichnet, daß man einer solchen Alkalilauge unter Rühren
ein Alkoholat zugibt und so eine pastenförmige Zubereitung erhält, der im Anschluß
eine oder mehrere Komponenten aus den Klassen der Paraffin-Schauminhibitoren und/oder
Buildersubstanzen und/oder Paraffinöl und/oder Tenside zugegeben werden, ehe festes
Alkalihydroxid, bevorzugt Kalium- oder Natriumhydroxid, besonders bevorzugt Natriumhydroxid
oder ein Gemisch dieser Substanzen zugesetzt wird, um eine verzögerte, kontrollierte
und variierbare Aushärtung des Reinigungsmaterials zu erreichen. Im allgemeinen wird
das Verfahren bei 20°C bis 50°C bevorzugt bei 30 bis 48°C besonders bevorzugt bei
38 bis 42°C durchgeführt. Da bei höheren Temperaturen die Löslichkeit von NaOH in
Wasser steigt, kann dann der Gehalt an NaOH in der wäßrigen Lösung auch mehr als 55
Gew.-% betragen. Entsprechend kann bei niedrigeren Temperaturen der NaOH-Gehalt auch
unter 42 Gew.-% liegen. Die Einschränkung auf 42 bis 55 Gew-%ige NaOH-Lösungen beschränkt
sich daher im wesentlichen auf Temperaturen von 20°C bis 25°C.
[0046] Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Rührbarkeit und die damit
verbundenen Vorteile bereits bei Raumtemperatur gegeben sind. In manchen Fällen, z.B.
bei stark erhöhter Viskosität der verdickten Alkalilauge, bevorzugt Kali- und Natronlauge,
besonders bevorzugt Natronlauge, kann es vor Zugabe der festen Inhaltstoffe günstig
sein, zur Verringerung der Viskosität geringfügig mit der Temperatur nach oben zu
gehen. Die erfindungsgemäße Konsistenz kann aber in fast allen Fällen unterhalb 42
°C, bevorzugt zwischen 38 °C und 42 °C realisiert werden, so daß auch weniger temperaturstabile
Bestandteile, wie zum Beispiel chlorhaltige Bleichmittel in die erfindungsgemäßen
Reinigungsmittel eingearbeitet werden können.
[0047] Insbesondere wird einer frühen Aushärtung des Reinigungsmittels infolge der Zugabe
von festem Alkalihydroxid dadurch entgegengewirkt, daß zuvor andere Komponenten, beispielsweise
Schauminhibitoren, Buildersubstanzen, Paraffinöle und/oder Tenside zugesetzt werden.
Je nach der gewünschten Aushärtdauer können alle oder nur gewisse Substanzen dieser
Klassen hinzugefügt werden. Eine maximale Aushärtdauer wird erreicht, wenn alle oben
genannten Substanzen in dieser Reihenfolge hinzugegeben werden, ehe festes Alkalihydroxid
zur Verfestigung beigemischt wird. In einer bevorzugten Ausführungsform wird nach
Beendigung der Zugabe der Alkoholate noch mindestens 3 Minuten bevorzugt 10 bis 20
Minuten lang nachgerührt, bevor man die anderen Komponenten zusetzt, nach deren Zugabe
jeweils auch mindestens 3 Minuten bevorzugt 8 bis 15 Minuten gerührt wird.
[0048] So kann die Herstellung des Reinigungsmittels beispielsweise in einem Rührkessel
bei 20 bis 50°C, bevorzugt bei 30 bis 48°C, besonders bevorzugt bei 38 - 42°C erfolgen.
Das Reinigungsmittel besitzt verfahrenstechnisch durch die sequenzgebundene Zugabe
von Paraffinölen und/oder Tensiden den Vorteil, daß die Aushärtung des Reinigungsmittels
so lange verzögert werden kann, daß es zu keinen festen Ablagerungen in den Produktionsapparaturen
kommen kann. Anschließend kann das Reinigungsmittel bei ca. 40°C in das Vekaufsgebinde
abgefüllt werden und z.B. über einen Kühltunnel auf ca 20 °C zur Erreichung der erfindungsgemäßen
Konsistenz abgekühlt werden. Aber auch andere Methoden der Abfüllung und Rückführung
auf Raumtemperatur sind denkbar.
[0049] Die Anwendung der erfindungsgemäßen festen Reinigungsmittel kann z. B. in der Weise
erfolgen, daß das in einem Gebinde (Fassungsvermögen z. B. 0,5 bis 10 kg) befindliche
Reinigungsmittel kontrollierbarer Festigkeit mit Wasser angesprüht wird und das so
gelöste Reinigungsmittel zur Anwendung kommt, z. B. in eine Geschirrspülmaschine eindosiert
wird. Hier bietet sich beispielsweise ein von der Firma Henkel Hygiene GmbH unter
der Bezeichnung Topmater® P40 vertriebenes Dosiergerät oder ein von der Firma Henkel-Ecolab
vertriebenes Feststoffdosiergerät V/VT-2000 an. Pastenförmige Reinigungsmittel können
mit Hilfe von geigneten, starken Druck ausübenden Geräten direkt in die Anwendungsflotte
dosiert werden oder ebenfalls zunächst mit Wasser in eine flüssige Form gebracht und
in dieser Form dosiert werden.
Beispiele
[0050]
1. Es wurden Reinigungsmittel der in Tabelle 1 angegebenen Zusammensetzungen 1 bis
3 mit Unterschieden in der Reihenfolge bei der Zugabe der Komponenten und der Zusammensetzung
der Reinigungsmittel hergestellt. 50 %ige wäßrige Natronlauge wurden in einem 2l-Becherglas
vorgelegt und auf 38 bis 40° C erwärmt. Unter langsamem Einrühren von Methanol (60
U/min) stieg die Temperatur auf ca. 46° C an. Für 15 min wurde nachgerührt, danach
wurde Paraffin-Entschäumer zugegeben und abermals 10 min nachgerührt. Nachfolgend
wurde die Temperatur auf 38 bis 40° C reduziert und konstant gehalten. Die ggf. zugesetzten
weiteren Komponenten der Zusammensetzungen wurden in der in der Tabelle gezeigten
Reihenfolge zugegeben; nach deren Zugabe wurde jeweils 10 min nachgerührt. Nach Zugabe
der letzten Komponente (Chlorträger) wurde von einem Fachmann die Zeitdauer bis zu
jenem Härtegrad der Zusammensetzung ermittelt, der das Rühren bei 38 bis 40° C nur
noch sehr schwer oder überhaupt nicht mehr zuließ. Rein phänomenologisch hatte die
Zusammensetzung nach diesem Zeitpunkt eine Konsistenz, in der man sie nicht, wie gewünscht,
durch ein unten an einem Produktionskessel befindliches Abflußrohr hätte ausfließen
lassen können.
Tabelle 1:
| Zusammensetzung der Reinigungsmittel 1 und 2 (Gewichts-Prozent) |
| Inhaltsstoff |
1 |
2 |
| Natronlauge (50% aq) |
50 |
40 |
| Methanol |
6 |
8 |
| Paraffin-Entschäumer |
1,5 |
1,5 |
| NaOH (fest) (Microprills) |
15 |
25 |
| Paraffinöl |
2 |
3,5 |
| Tensid |
3,5 |
- |
| Natriumtriphosphat |
15 |
15 |
| Chlorträger (gecoatet) |
7 |
7 |
| Konsistenz |
fest |
Hart |
| Ungefähre max. Rührzeit (in Minuten) |
<60 |
<10 |
2. In analoger Weise zu den Beispielen 1 bis 2 wurden die in Tabelle 2 näher beschriebenen
Reinigungsmittel 3 bis 7 unter Verwendung von Ethanol zur Alkoholatbildung hergestellt.
Hier wurden der Paraffinentschäumer und die feste NaOH als letzte Komponenten eingetragen.
Tabelle 2:
| Zusammensetzung der Reinigungsmittel 3 - 7 (Gewichts-Prozent) |
| Inhaltsstoff |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
| NaOH 50 % |
51,5 |
39 |
39 |
44 |
47 |
| Ethanol |
7 |
6 |
6 |
6 |
6 |
| Natriumtriphosphat |
30 |
26 |
26 |
26 |
26 |
| Glycerin |
|
|
1 |
3 |
3 |
| Soda |
10 |
6,8 |
5,8 |
3,8 |
|
| Paraffin-Entschäumer |
1,5 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
|
| NaOH Microprills |
|
21 |
21 |
16 |
18 |
| Rührzeit in Minuten |
>180 |
< 5 |
25 |
45 |
>180 |
3. In analoger Weise zu den Beispielen 1 bis 7 wurden die in Tabelle 3 näher beschriebenen
Beispiele 8 bis 9 unter Verwendung von Methanol oder Butandiol-1,3 zur Alkoholatbildung
hergestellt.
Tabelle 3:
| Zusammensetzung der Reinigungsmittel 8 - 9 (Gewichts-Prozent) |
| Inhaltsstoff |
8 |
9 |
| NaOH 50 % 85 85 |
51,5 |
51,5 |
| Butandiol 1,3 10 10 |
|
12 |
| Methanol |
12 |
|
| NaOH Microprills 5 |
|
|
| Natriumnitrilotriacetat 5 |
25 |
25 |
| Soda |
10 |
10 |
| Paraffin-Entschäumer |
1,5 |
1,5 |
| Tensid |
|
|
| Konsistenz |
Paste |
Solid |
Beispiele 1, 2 und 8 sind Vergleichsbeispiele.
4. In analoger Weise zu den vorhergehenden Beispielen wurden die in Tabelle 4 näher
beschriebenen Beispiele 10 bis 16 hergestellt. Als letzte Komponenten wurden der Chlorträger
und dann die feste NaOH eingearbeitet.

1. Pastöses bis festes, wasserhaltiges alkalisches Reinigungsmittel enthaltend
a) verdickte, wässrige Alkalilauge, bevorzugt Kali- und/oder Natronlauge, bevorzugt
42 - 55%ige, in einer Menge von 21 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise 35 bis 55 Gew.%, bezogen
auf das Reinigungsmittel und zum Aufbau einer erhöhten Viskosität
b) ein Alkoholat oder mehrere Alkoholate von Ethanol, Propanol, Isopropanol, Glycerin
und Butylenglykol, vorzugsweise als Kalium- oder Natriumalkoholat, in einer Gesamtmenge
von 0,5 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 2 bis 8 Gew.-%,
alle Gew.-%-Angaben bezogen auf das gesamte Reinigungsmittel, und
c) gegebenenfalls die zum Alkoholat aus b) korrespondierenden Alkohole und/oder Schauminhibitoren
und/oder Builderkomponenten und/oder Paraffinöl und/oder Tenside und/oder Alkalihydroxid
als Feststoff und/oder weitere in Wasch- und Reinigungsmittel übliche Inhaltsstoffe,
und wobei der Wassergehalt bei 10 bis 35 Gew.% liegt.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich bis zu 35 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das gesamte
Mittel festes Alkalihydroxid enthält.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es Tenside in Mengen bis 30 Gew.-%, bevorzugt von 0,1 bis 15 Gew.-%, besonders bevorzugt
zwischen 1 und 10 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt zwischen 2 und 4 Gew.-%, bezogen
auf das gesamte Mittel, enthält.
4. Mittel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tenside aus der Gruppe der nichtionischen Tenside, der Alkylbenzolsulfonate,
der Fettalkoholsulfate, der Fettalkoholethersulfate und deren Mischungen ausgewählt
sind.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es Paraffinöl in Mengen bis 10 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,1 und 8 Gew.-%, und insbesondere
zwischen 0,5 und 5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthält.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es Buildersubstanz in einer Menge von bis zu 60 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 40 Gew.-%,
bezogen auf das gesamte Mittel, enthält.
7. Mittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Buildersubstanz ausgewählt ist aus der Gruppe Pentanatriumtriphosphat, Trinatriumcitrat,
Nitrilotriacetat, Ethylendiamintetraacetat, Natriumsalze von Polyacrylsäure und von
Maleinsäure - Macrylsäure - Copolymerisaten, Soda, Alkalisilikat und deren Mischungen.
8. Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass man unter Rühren der wäßrigen Alkalihydroxid-Lösung ein Alkoholat oder mehrere Alkoholate
von Ethanol, Propanol, Isopropanol, Glycerin und Butylenglykol, vorzugsweise als Kalium-
oder Natriumalkoholat und/oder die korrespondierenden Alkohole und danach ggf. Schauminhibitoren
und/oder Builderkomponenten, dann Tenside und/oder Paraffinöl und schließlich 0,1
bis 35 Gew.-% vorzugsweise 2 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, festes
Alkalihydroxid, zugibt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man nach Zugabe eines oder mehrerer Alkoholate von Ethanol, Propanol, Isopropanol,
Glycerin und Butylenglykol, vorzugsweise als Kalium- oder Natriumalkoholat, bzw. des
korrespondierenden Alkohols mindestens 3 Minuten, bevorzugt zwischen 10 und 20 Minuten,
nachrührt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass nach jeder weiteren Stoffzugabe mindestens 3, bevorzugt zwischen 8 und 15 Minuten
nachgerührt wird.
11. Verwendung eines wasserhaltigen festen Mittels nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zum
Reinigen von Oberflächen und Geschirr.
12. Verwendung eines wasserhaltigen festen Mittels nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zum
Waschen von Wäsche.
1. A pasty to solid, hydrous alkaline cleaning agent containing
a) thickened, aqueous alkali solution, preferably potassium and/or sodium hydroxide
solution, preferably having 42-55%, in an amount of from 21 to 70 wt.-%, preferably
from 35 to 55 wt.-%, relative to the cleaning agent, for developing increased viscosity;
b) an alcoholate or a plurality of alcoholates of ethanol, propanol, isopropanol,
glycerol and butylene glycol, preferably in the form of potassium or sodium alcoholate,
in an overall amount of from 0.5 to 40 wt.-%, preferably from 1 to 10 wt.-%, more
preferably from 2 to 8 wt.-%, all weight percentages relative to the overall cleaning
agent; and
c) optionally the alcohols corresponding to the alcoholate of b) and/or foam inhibitors
and/or builder components and/or paraffin oil and/or surfactants and/or alkali hydroxide
in the form of a solid and/or other ingredients customary in detergents and cleaning
agents, the water content ranging from 10 to 35 wt.-%.
2. The agent according to claim 1, characterized in that it additionally contains solid alkali hydroxide with up to 35 wt.-%, preferably 2
to 25 wt.-%, relative to the overall agent.
3. The agent according to claim 1 or 2, characterized in that it contains surfactants in amounts of up to 30 wt.-%, preferably from 0.1 to 15 wt.-%,
more preferably between 1 and 10 wt.-%, and especially preferably between 2 and 4
wt.-%, relative to the overall agent.
4. The agent according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the surfactants are selected from the group of non-ionic surfactants, alkylbenzenesulfonates,
fatty alcohol sulfates, fatty alcohol ether sulfates and mixtures thereof.
5. The agent according to any of claims 1 to 4, characterized in that it contains paraffin oil in amounts of up to 10 wt.-%, preferably between 0.1 and
8 wt.-%, and particularly between 0.5 and 5 wt.%, relative to the overall agent.
6. The agent according to any of claims 1 to 5, characterized in that it contains builder substance in an amount of up to 60 wt.%, preferably from 15 to
40 wt.-%, relative to the overall agent.
7. The agent according to claim 6, characterized in that the builder substance is selected from the group of pentasodium triphosphate, trisodium
citrate, nitrilotriacetate, ethylenediaminetetraacetate, sodium salts of polyacrylic
acid and of maleic acid/acrylic acid copolymers, soda, alkali silicate and mixtures
thereof.
8. A method for the production of cleaning agents according to any of claims 1 to 7,
characterized in that the aqueous alkali hydroxide solution is added with stirring with an alcoholate or
a plurality of alcoholates of ethanol, propanol, isopropanol, glycerol and butylene
glycol, preferably in the form of potassium or sodium alcoholate and/or the corresponding
alcohols, optionally followed by foam inhibitors and/or builder components, thereafter
surfactants and/or paraffin oil, and finally solid alkali hydroxide with 0.1 to 35
wt.-%, preferably 2 to 25 wt.-%, relative to the overall agent.
9. The method according to claim 8, characterized in that the addition of one or more alcoholates of ethanol, propanol, isopropanol, glycerol
and butylene glycol, preferably in the form of potassium or sodium alcoholate or the
corresponding alcohol, is followed by stirring for at least 3 minutes, preferably
between 10 and 20 minutes.
10. The method according to any of claims 8 or 9, characterized in that each further addition of material is followed by stirring for at least 3 minutes,
preferably between 8 and 15 minutes.
11. Use of a hydrous solid agent according to any of claims 1 to 7 for cleaning surfaces
and crockery.
12. Use of a hydrous solid agent according to any of claims 1 to 7 for washing laundry.
1. Détergent alcalin, aqueux, de forme pâteuse à solide comprenant :
a) une lessive alcaline aqueuse, épaissie, de préférence une lessive de potasse ou
de soude, de préférence de 42-55 %, en une quantité de 21 à 70 % en poids, de préférence
de 35 à 55 % en poids, par rapport au détergent et pour l'établissement d'une viscosité
accrue.
b) un alcoolate ou plusieurs alcoolates d'éthanol, de propanol, d'isopropanol, de
glycérol et de butylène glycol, de préférence sous forme d'un alcoolate de potassium
ou de sodium, en une quantité totale de 0,5 à 40 % en poids, de préférence de 1 à
10 % en poids, de manière particulièrement préférée de 2 à 8 % en poids, toutes les
données en pourcent en poids sont calculées sur la totalité du détergent, et
c) le cas échéant des alcools correspondants aux alcoolates de b) et/ou des antimousses
et/ou des adjuvants et/ou de l'huile de paraffine et/ou des agents tensioactifs et/ou
un hydroxyde de métal alcalin en tant que matière solide et/ou d'autres constituants
usuels des produits de lavage et de détergence, et dans laquelle la teneur en eau
est de 10 à 35 % en poids.
2. Détergent selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient en outre un hydroxyde de métal alcalin solide en quantité jusqu'à 35 %
en poids, de préférence de 2 à 25 % en poids, par rapport à la totalité du détergent.
3. Détergent selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce qu'il contient un agent tensioactif jusqu'à 30 % en poids, de préférence de 0,1 % à 15
% en poids, de manière particulièrement préférée entre 1 et 10 % en poids, de manière
préférée entre toutes de 2 et 4 % en poids, par rapport à la totalité du détergent.
4. Détergent selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que l'agent tensioactif est choisi dans le groupe comprenant les agents tensioactifs
non ioniques, les alkylbenzènesulfonates, les sulfates d'alcool gras, les éthersulfates
d'alcool gras, et leurs mélanges.
5. Détergent selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il contient de l'huile de paraffine en quantité jusqu'à 10 % en poids, de préférence
entre 0,1 et 8 % en poids, et en particulier entre 0,5 et 5 % en poids, par rapport
à la totalité du détergent.
6. Détergent selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il contient un adjuvant en quantité jusqu'à 60 % en poids, de préférence de 15 à 40
% en poids, par rapport à la totalité du détergent.
7. Détergent selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'adjuvant est choisi dans le groupe comprenant le triphosphate de pentasodium, le
citrate de trisodium, le nitrilotriacétate, l'éthylène diamine tétraacétate, les sels
de sodium de l'acide polyacrylique et des copolymères de l'acide maléique et de l'acide
acrylique, l'hydroxyde de sodium, le silicate de métal alcalin, et leurs mélanges.
8. Procédé de fabrication d'un détergent selon l'une quelconque des revendications 1
à 7, caractérisé en ce qu'on ajoute sous agitation la solution aqueuse d'hydroxyde alcalin d'un alcoolate ou
plusieurs alcoolates d'éthanol, de propanol, d'isopropanol, de glycérol et de butylène
glycol, de préférence sous forme d'un alcoolate de potassium ou de sodium et/ou les
alcools correspondants et ensuite le cas échéant des antimousses et/ou des adjuvants,
ensuite des agents tensioactifs et/ou d'huile de paraffine et finalement 0,1 à 35
% en poids de préférence 2 à 25 % en poids d'un hydroxyde de métal alcalin solide,
par rapport à la totalité du détergent.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'après l'ajout d'un alcoolate ou plusieurs alcoolates d'éthanol, de propanol, d'isopropanol,
de glycérol et de butylglycol, de préférence sous forme d'un alcoolate de potassium
ou de sodium, et respectivement les alcools correspondants, on agite ultérieurement
au moins 3 minutes, de préférence entre 10 et 20 minutes.
10. Procédé selon l'une des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce qu'après chaque ajout de matière on agite ultérieurement au moins 3 minutes, de préférence
entre 8 et 15 minutes.
11. Utilisation d'un détergent solide aqueux selon l'une quelconque des revendications
1 à 7 pour le nettoyage des sols et de la vaisselle.
12. Utilisation d'un détergent solide aqueux selon l'une quelconque des revendications
1 à 7 pour le nettoyage du linge.