| (19) |
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(11) |
EP 1 017 923 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2001 Patentblatt 2001/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.08.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E06B 3/663 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9802/470 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9915/753 (01.04.1999 Gazette 1999/13) |
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| (54) |
ABSTANDHALTERPROFIL FÜR ISOLIERSCHEIBENEINHEIT
PROFILED SPACER FOR INSULATION GLAZING ASSEMBLY
PROFILE D'ECARTEMENT POUR ENSEMBLE VITRAGE ISOLANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
25.09.1997 DE 19742531 10.02.1998 DE 19805265
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.07.2000 Patentblatt 2000/28 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- Technoform Caprano + Brunnhofer oHG
34277 Fuldabrück (DE) Benannte Vertragsstaaten: CH DE DK ES FR GB IT LI AT
- Pilkington Deutschland AG
45884 Gelsenkirchen (DE) Benannte Vertragsstaaten: BE FI NL SE
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Erfinder: |
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- BRUNNHOFER, Erwin
D-34277 Fuldabrück (DE)
- GOER, Bernhard
D-45659 Recklinghausen (DE)
- REGELMANN, Jürgen
D-58453 Witten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Masch, Karl Gerhard, Dr. et al |
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Patentanwälte,
Andrejewski, Honke & Sozien,
Postfach 10 02 54 45002 Essen 45002 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 601 488 GB-A- 2 162 228
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DE-U- 7 831 818
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abstandhalterprofil für einen Abstandhalterrahmen,
der im Randbereich einer Isolierscheibeneinheit unter Bildung eines Scheibenzwischenraumes
anzubringen isc, bestehend aus einem Profilkorpus mit einer Kammer zum Aufnehmen hygroskopischer
Materialien und mit zumindest einem Anlagesteg zur Anlage an eine Scheibeninnenseite
an wenigstens einer Seite der Kammer, der über einen Brückenabschnitt mit der Kammer
verbunden ist, wobei der Profilkorpus zumindest einen zu seiner Außenseite offenen
U-förmigen Querschnittsbereich aufweist, dessen Schenkel von dem Anlagesteg und der
benachbarten Seitenwand der Kammer gebildet werden und dessen Basis von dem diese
verbindenen Brückenabschnitt gebildet wird.
[0002] Die Scheiben der Isolierscheibeneinheit sind im Rahmen der Erfindung normalerweise
Glasscheiben aus anorganischem oder organischem Glas, ohne daß die Erfindung allerdings
hierauf beschränkt wäre. Die Scheiben können beschichtet oder auf andere Weise veredelt
sein, um der Isolierscheibeneinheit besondere Funktionen, wie erhöhte Wärmedämmung
oder Schalldämmung, zu verleihen.
[0003] Abstandhalterrahmen haben als wichtigste Aufgaben, die Scheiben einer Isolierscheibeneinheit
auf Abstand zu halten, die mechanische Festigkeit der Einheit zu gewährleisten und
den Scheibenzwischenraum vor äußeren Einflüssen zu schützen. Vor allem bei Isolierscheibeneinheiten
mit hoher Wärmedämmung ist festzustellen, daß die Wärmeübertragungscharakteristik
des Randverbundes und damit des Abstandhalterrahmens bzw. des Abstandhalterprofils,
aus dem er hergestellt ist, besonderer Beachtung bedarf. Eine Verschlechterung der
Wärmedämmung einer Isolierscheibeneinheit im Randbereich insbesondere durch übliche
metallische Abstandhalter ist mehrfach nachgewiesen worden. Deutlich sichtbar zeigt
sich die verschlechterte Wärmedämmung im Bereich des Randverbundes durch Tauwasserbildung
am Rand der Innenscheibe bei niedrigen Außentemperaturen. Es wird allgemein angestrebt,
zur Vermeidung solcher Tauwasserbildung auch bei geringen Außentemperaturen die Temperatur
im Randverbundbereich an der Innenscheibe möglichst hoch zu halten. Entwicklungen
in dieser Richtung sind unter dem Begriff "warm edge"-Techniken bekannt geworden.
[0004] Es werden seit längerer Zeit neben metallischen Abstandhalterprofilen auch Abstandhalterprofile
aus Kunststoff verwendet, um die geringe Wärmeleitung dieser Materialien auszunutzen.
Kunststoffprofile haben jedoch den Nachteil, daß sie sich nur unter hohem Aufwand
oder gar nicht zur Herstellung einstückiger Abstandhalterrahmen biegen lassen. Im
allgemeinen werden daher Kunststoffprofile zu geraden Stangen in den Abmessungen der
jeweiligen Isolierscheibeneinheit entsprechenden Maßen geschnitten und durch mehrere
Eckverbinder miteinander zu einem Abstandhalterrahmen verbunden. Auch weisen derartige
Kunststoffe in der Regel eine im Vergleich zu Metall geringe Diffusionsdichtigkeit
auf. Bei Abstandhalterprofilen aus Kunststoff muß daher durch besondere Maßnahmen
sichergestellt werden, daß in der Umgebung vorhandene Luftfeuchtigkeit nicht in den
Scheibenzwischenraum in einem Maße eindringt, daß die Aufnahmekapazität des in den
Abstandhalterprofilen üblicherweise untergebrachten Trockenmittels bald erschöpft
ist und die Isolierscheibeneinheit in ihrer Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird.
[0005] Weiterhin muß ein Abstandhalterprofil auch verhindern, daß Füllgase aus dem Scheibenzwischenraum,
wie beispielsweise Argon, Krypton, Xenon, Schwefelhexafluorid, aus diesem entweichen.
Umgekehrt soll in der Außenumgebungsluft enthaltener Stickstoff, Sauerstoff, usw.
nicht in den Scheibenzwischenraum eintreten. Soweit im folgenden von Diffusionsdichtigkeit
die Rede ist, meint dies sowohl Dampfdiffusionsdichtigkeit als auch Gasdiffusionsdichtigkeit
für die genannten Gase.
[0006] Zur Verbesserung der Dampfdiffusionsdichtigkeit schlägt die DE 33 02 659 A1 vor,
ein Abstandhalterprofil aus Kunststoff mit einer Dampfsperre zu versehen, indem auf
das Kunststoffprofil auf derjenigen Oberfläche, die im eingebauten Zustand vom Scheibenzwischenraum
abgewandt ist, eine dünne Metallfolie oder eine metallisierte Kunststoff-Folie aufgebracht
wird. Diese Metallfolie muß den Scheibenzwischenraum möglichst vollständig überspannen,
damit der gewünschte Dampfsperreffekt eintritt. Nachteilig ist hierbei allerdings,
daß die Metallfolie einen Weg hoher Wärmeleitfähigkeit von einer Scheibe der Isolierscheibeneinheit
zur anderen bildet. Der durch die Verwendung eines Kunststoffs als Profilmaterial
erreichte Effekt der Minderung der Wärmeleitfähigkeit des Randverbunds wird dadurch
erheblich herabgesetzt.
[0007] Andere Abstandhalterprofile, beispielsweise solche, die den obengenannten "warm edge"-Bedingungen
genügen, benutzen spezielle Edelstähle mit im Vergleich zu anderen Metallen verringerter
Wärmeleitung als Profilmaterialien. Beispiele sind in "Glaswelt" 6/1995, Seite 152
- 155, genannt. Die daraus hergestellten Abstandhalterrahmen bestehen aus einem Stück
und sind an allen Ecken geschlossen.
[0008] Ein Abstandhalterprofil der eingangs genannten Gattung ist aus der DE 78 31 818 U1
bekannt. Die über ein dichtendes Klebemittel mit den Scheiben der Isolierscheibeneinheit
zu verbindenden Anlagestege, dort Flanken genannt, bilden den Kraftangriffspunkt für
ein besonders gestaltetes, die Anlagestege beim Biegen fixierendes Biegewerkzeug.
Das Abstandhalterprofil besteht aus einem einheitlichen Material, das offenbar nur
mittels der angegebenen Vorgehensweise rechtwinklig gebogen werden kann, vermutlich
aus einem Metall. Aussagen zur Wärmedämmung oder gar Maßnahmen zur Verbesserung der
Wärmedämmung sind der Veröffentlichung nicht zu entnehmen.
[0009] Bekannt (EP-A-601 488) ist auch ein geschlossenes Abstandhalterprofil aus thermoplastischem
Kuststoff mit einer metallischen Verstärkungseinlage.
[0010] Ein Abstandhalterprofil, das die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 enthält,
ist schon aus DE-U-7 831 818 bekannt.
[0011] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein im großen Maßstab konstengünstig
produzierbares Abstandhalterprofil zur Verfügung zu stellen, das hoch wärmeisolierend
ist, woei aus einem solchen Abstandhalterprofil einfach ein einstücker Abstandhalterrahmen
herzustellen sein soll, wozu das Profil kaltbiegbar, also insbesondere mit allenfalls
geringer Erwärmung so biegbar sein soll, daß störende Verformungen nicht auftreten.
Dabei soll das Abstandhalterprofil vorzugsweise auch in der Lage sein, Relativbewegungen
der Glasscheiben, beispielsweise durch Innendruckänderungen oder bestimmte Scherbeanspruchungen,
in begrenztem Umfang zuzulassen.
[0012] Diese Aufgabe wird durch ein Abstandhalterprofil mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
[0013] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Profilkorpus des Abstandhalterprofils aus
einem elastisch-plastsch verformbaren, schlecht wärmeleitenden Material gebildet ist,
und daß zumindest der Anlagesteg mit einer plastisch verformbaren Verstärkungsschicht
stoffschlüssig verbunden ist.
[0014] Profilkorpus umfaßt volumenmäßig den Hauptanteil des Abstandhalterprofils und verleiht
diesem sein Querschnittprofil. Er umfaßt insbesondere die Wände der Kammer, die Brückenabschnitte
sowie die Anlagestege.
[0015] Elastisch-plastisch verformbare Materialien meint solche Materialien, bei denen nach
dem Biegeprozeß elastische Rückstellkräfte wirksam sind, wie es typischerweise für
Kunststoffe der Fall ist, wobei ein Teil der Biegung über eine plastische, nicht reversible
Verformung erfolgt.
[0016] Plastisch verformbare Materialien umfaßt solche Materialien, bei denen nach der Verformung
praktisch keine elastischen Rückstellkräfte wirken, wie es typischerweise beim Biegen
von Metallen über die Streckgrenze hinaus der Fall ist.
[0017] Mit stoffschlüssig verbunden ist gemeint, daß Profilkorpus und die plastisch verformbare
Schicht dauerhaft miteinander verbunden werden, beispielsweise durch Koextrudieren
des Profilkorpus mit der plastisch verformbaren Schicht, oder durch ein separates
Auflaminieren der plastisch verformbaren Schicht, gegebenenfalls über einen Haftvermittler,
oder dergleichen Techniken.
[0018] Überraschenderweise hat sich ergeben, daß bereits durch Verstärkung lediglich des
Anlagesteges des Abstandhalterprofils aus elastisch-plastisch verformbaren Material
mit einer plastisch verformbaren Verstärkungsschicht eine gute Kaltbiegbarkeit des
Profils erzielt werden kann. Der so gebildete Sandwich-Verbund erzeugt mit den Eigenschaften
der plastischen Werkstoffe und der Profilkontur ein hohes Biegewiderstandsmoment.
Dies hat zwar höhere Biegekräfte zur Folge, sorgt aber im gebogenen Zustand für ein
geringes Rückfedern und eine hohe Eckensteifigkeit und ergibt steife, gut handhabbare
Abstandhalterrahmen. Die elastische Rückstellkraft des Profilkorpusmaterials kann
dadurch allenfalls nur geringfügig wirksam werden.
[0019] Die Schichtdicke der Verstärkuncsschicht ist abhängig von den Eigenschaften der konkret
eingesetzten Materialien des Profilkorpus und der Verstärkungsschicht so einzustellen,
daß nach einem Biegeprozeß die erzielte Biegung im wesentlichen beibehalten wird,
das heißt, daß die Rückfederung nach einer Biegung um 90° allenfalls nur einige Grad,
maximal etwa 10°, beträgt. Die Verstärkungsschicht muß keine geschlossene Schicht
sein, sondern kann beispielsweise netzartig durchbrochen sein.
[0020] Bevorzugt weist der Profilkorpus zumindest einen zu seiner Außenseite offenen U-förmigen
Querschnittsbereich auf, dessen Schenkel von einem Anlagesteg und der benachbarten
Seitenwand der Kammer gebildet werden und dessen Basis von dem diese verbindenden
Brükkenabschnitt gebildet wird. Außenseite bezeichnet dabei die im Einbauzustand vom
Scheibenzwischenraum abgewandte Seite des Profilkorpus.
[0021] Weiter bevorzugt weisen die Schenkel des U-förmigen Querschnittsbereiches eine Höhe
auf, die mindestens das 3-fache und weiter bevorzugt mindestens das 5-fache der Breite
der Basis beträgt.
[0022] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Verstärkungsschicht
auf der Anlagefläche des Anlagestegs angeordnet. Die Anlagefläche ist die im Einbauzustand
der Scheibeninnenseite zugewandte Fläche des Anlagesteges.
[0023] Bei einer weiteren Ausführungsform ist die Verstärkungsschicht auf der der Anlagefläche
gegenüberliegenden kammerseitigen Fläche des Anlagesteges angeordnet.
[0024] Dabei versteht sich, daß bei jeder Ausführungsform die Verstärkungsschicht sich im
Normalfall zumindest über den größten Teil der Höhe des Anlagesteges sowie über seine
ganze Länge erstreckt.
[0025] Bevorzugt ist der Profilkorpus mit einer sich im wesentlichen über seine gesamte
Breite und Länge erstreckenden Verstärkungsschicht stoffschlüssig verbunden.
[0026] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß in diesem Fall die Verstärkungsschicht
zwar zur Wärmeleitung von einer Scheibe zur anderen beiträgt. Durch die erfindungsgemäße
Konturvorgabe des schlecht wärmeleitenden Materials des Profilkorpus wird aber der
Weg hoher Wärmeleitfähigkeit, der durch die Verstärkungsschicht gebildet wird, gegenüber
herkömmlichen Profilen stark verlängert, so daß die Wärmedämmung einer mit dem Abstandhalterprofil
ausgestatteten Isolierscheibeneinheit im Bereich des Randverbundes durch die Erfindung
deutlich verbessert wird.
[0027] Vorzugsweise, insbesondere wenn das Profilkorpusmaterial selbst keine ausreichende
Diffusionsdichtigkeit aufweist, ist die Verstärkungsschicht zumindest im Bereich der
Wände der Kammer und der Brückenabschnitte, im Normalfall aber über ihre gesamte Fläche,
diffusionsdicht ausgebildet.
[0028] Vorteilhaft ist die Verstärkungsschicht auf der Außenseite des Profilkorpus angeordnet
oder nahe dieser zumindest teilweise in den Profilkorpus eingebettet. Durch die vom
Profilkorpus vorgegebene geometrische Gestaltung der Verstärkungsschicht entsteht
ein großes bogenerhaltendes Biegewiderstandsmoment, was zur Kaltbiegbarkeit ohne störende
Verformungen beiträgt.
[0029] Das Biegewiderstandsmoment kann insbesondere dadurch vergrößert werden, daß die Verstärkungsschicht
auf der kammerseitigen Fläche des Anlagesteges auf der Außenseite des mit dem Anlagesteg
verbundenen Brückenabschnitts sowie auf der Außenseite der dem Anlagesteg benachbarten
Seitenwand der Kammer angeordnet ist, wobei die Verstärkungsschicht zumindest im Bereich
des Brückenabschnittes und der Seitenwand der Kammer diffusionsdicht ausgebildet sein
muß, wenn auf zusätzliche Maßnahmen zur Diffusionshemmung verzichtet werden soll.
[0030] Besonders bevorzugt ist, wenn sich die Verstärkungsschicht von der Anlagefläche des
Anlagesteges über dessen kammerseitige Fläche, die Außenseite des mit dem Anlagesteg
verbundenen Brückenabschnitts, die Außenseite der benachbarten Seitenwand der Kammer
sowie die Außenseite der Außenwand der Kammer durchgehend erstreckt, wobei in diesem
Fall die Verstärkungsschicht zumindest im Bereich des Brückenabschnittes und der Seitenwand
der Kammer diffusionsdicht ausgebildet sein muß. Durch den hierdurch erzeugten mäanderförmigen
Verlauf der Verstärkungsschicht bei dieser besonders bevorzugten Ausführungsform entsteht
ein großes bogenerhaltendes Biegewiderstandmoment. Dies hat zwar größere Biegekräfte
zur Folge, sorgt aber im gebogenen Zustand für ein besonders geringes Rückfedern und
eine große Eckensteifigkeit. Die elastische Rückstellkraft des elastisch-plastisch
verformbaren Materials des Abstandhalterprofils kann dadurch praktisch nicht wirksam
werden.
[0031] Das Abstandhalterprofil ist beispielsweise durch einen Extrusionsprozeß einfach herzustellen.
Nach dem Aufbringen der Verstärkungsschicht kann das Profil kaltgebogen werden. Hierzu
sind herkömmliche Biegeanlagen ohne nennenswerte Modifikationen geeignet. Eine Fixierung
der Anlagestege beim Biegen, wie beim Stand der Technik, ist im Rahmen der Erfindung
nicht erforderlich. Nach dem Biegeprozeß weisen die Anlagestege keine störenden Verformungen
auf.
[0032] Vorteilhaft ist bei dem Abstandhalterprofil die Kammer zentral angeordnet, wobei
auf beiden Seiten der Kammer zumindest ein Anlagesteg vorgesehen ist. Diese symmetrische
Ausgestaltung trägt positiv zum Ausgleich von Relativbewegungen der Scheiben bei.
[0033] Die Kammer kann im Querschnitt im wesentlichen polygonal, insbesondere rechteckig
oder trapezförmig sein. Eckenfreie, beispielsweise ovale, Ausgestaltungen des Kammerquerschnitts
können ebenfalls vorgesehen sein. Es versteht sich, daß der Begriff "Kammer" neben
allseitig geschlossenen Hohlräumen auch wannenartige Profilformen umfaßt.
[0034] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist bei dem Abstandhalterprofil der Brückenabschnitt
zum Anschluß des mindestens einen Anlagesteges in einem Eckbereich der Kammer festgelegt.
Dabei ist es für das Biegeverhalten und die Wärmedämmung besonders vorteilhaft, wenn
der Brückenabschnitt an einer nahe zum Scheibenzwischenraum gelegenen Ecke festgelegt
ist. Es ist aber auch denkbar, den Brückenabschnitt zum Anschluß des mindestens einen
Anlagesteges im Mittenbereich einer der im eingebauten Zustand den Scheiben der Einheit
zugewandten Seitenwände der Kammer anzuordnen.
[0035] Abhängig von der individuellen Ausgestaltung kann es gleichermaßen vorteilhaft sein,
die Höhe der Anlagestege größer, kleiner oder im wesentlichen gleich der Höhe der
benachbarten Seite der Kammer zu wählen. Um eine große Anlagefläche an die Scheiben
zu schaffen, kann es vorteilhaft sein, die Anlagestege möglichst weit über die Kammer
hinausragen zu lassen. Dabei wird es außerdem vorteilhaft sein, die Anlagestege parallel
zu einer Seitenwand der Kammer anzuordnen. Kürzere Anlagestege verbessern den Kontakt
zwischen dem außen aufzubringenden mechanisch stabilisierenden Dichtmittel zu den
Scheiben.
[0036] Es ist aber auch möglich, die Anlagestege unter einem positiven oder negativen Winkel
zu einer Seitenwand der Kammer anzuordnen, der beispielsweise im Bereich von - 45°
bis + 45°, bezogen auf die Längs-Mittelachse des Kammerquerschnitts, liegen kann.
Hierdurch kann bedarfsweise die Federwirkung des Abstandhalterprofils verbessert werden.
[0037] Auch können die Anlagestege mindestens eine Kontaktrippe aufweisen. eine solche Kontaktrippe
wird im Normalfall im wesentlichen orthogonal zum Anlagesteg verlaufen, so daß im
eingebauten Zustand ein definierter Abstand zwischen dem Anlagesteg und der Scheibeninnenseite
eingestellt wird.
[0038] Als Materialien für die Verstärkungsschicht, die einen Wärmeleitwert λ < 50 W/(m·K)
hat, haben sich schlecht wärmeleitende Metalle wie vor allem Weißblech oder Edelstahl
als vorteilhaft herausgestellt, wobei diese Materialien beispielsweise in Form von
Folien auf den Profilkorpus des Abstandhalterprofils stoffschlüssig über einen Haftvermittler
aufgebracht oder auflaminiert werden können. Weißblech ist dabei ein Eisenblech mit
Oberflächenbeschichtung aus Zinn, geeignete Edelstahlsorten sind z.B. 4301 oder 4310
nach dem Deutschen Stahlschlüssel.
[0039] Als vorteilhaft hat sich herausgestellt, wenn zwischen Verstärkungsschicht und Profilkorpus
hinsichtlich der Festigkeit des Verbundes ein Schälwert (Kraft/Verklebungsbreite)
von ≥4 N/mm bei einem 180°-Schälversuch am fertigen Produkt vorliegt.
[0040] Das zur Diffusionsdichtigkeit der Verstärkungsschicht benötigte Dampf- und Gassperrvermögen
in Kombination mit dem erfindungsgemäß angestrebten mechanischen Verhalten kann erreicht
werden, wenn die Verstärkungsschicht bei Verwendung von Weißblech eine Dicke von weniger
als 0,2 mm, bevorzugt höchstens 0,13 mm, aufweist. Wird Edelstahl verwendet, sind
noch geringere Schichtdicken möglich, nämlich weniger als 0,1 mm, bevorzugt höchstens
0,05 mm. Dabei wird die Mindest-Schichtdicke so zu wählen sein, daß die geforderte
Steifigkeit des Abstandhalterprofils erreicht wird und die Diffusionsdichtigkeit auch
nach dem Biegen insbesondere in den Biegebereichen erhalten bleibt. Für die angegebenen
Materialien ist eine Mindest-Schichtdicke von 0,02 mm erforderlich.
[0041] Je nach der Art und Weise, wie das Abstandhalterprofil schließlich in die Isolierscheibeneinheit
integriert wird, kann es vorteilhaft sein, die gegen mechanische und chemische Einflüsse
empfindliche Verstärkungsschicht an ihrer freiliegenden Seite zumindest teilweise
mit einer Schutzschicht zu versehen. Diese kann beispielsweise aus einem Lack oder
Kunststoff bestehen. Es ist jedoch auch möglich, die Verstärkungsschicht mit einer
dünnen Lage aus dem wärmeisolierenden bzw. schlecht wärmeleitenden Material des Abstandhalterprofils
zu versehen und die Schicht somit zumindest bereichsweise in dieses Material einzubetten.
[0042] Bevorzugt ist es, wenn der durch die Verstärkungsschicht gebildete Weg hoher Wärmeleitfähigkeit
von einer Scheibe zur anderen mindestens das 1,2-fache, bevorzugt mehr als das 1,5-fache,
bevorzugt mehr als das 2-fache, und weiter bevorzugt bis zum 4-fachen der Breite des
Scheibenzwischenraumes beträgt.
[0043] Hinsichtlich der Federwirkung bei gleichzeitiger Materialersparnis kann das Abstandhalterprofil
optimiert werden, wenn die lichte Weite zwischen einem Anlagesteg und der benachbarten
Seitenwand der Kammer mehr als 0,5 mm beträgt. Ein solcher Mindestabstand verbessert
auch das Biegeverhalten des Abstandhalterprofils und erleichtert das Einbringen von
mechanisch stabilisierendem Dichtmittel.
[0044] Im allgemeinen werden Kammer, Brückenabschnitte und Anlegestege mit im wesentlichen
gleicher Wanddicke ausgebildet sein. Wenn angestrebt wird, das Kammervolumen zur Aufnahme
des hygroskopischen Materials möglichst groß auszubilden, können alle, aber auch einzelne
Wände der Kammer mit verringarter Wanddicke ausgestaltet sein.
[0045] Als geeignete wärmeisolierende Materialien für das Abstandhalterprofil haben sich
Polypropylen, Polyethylenterephthalat, Polyamid oder Polycarbonat erwiesen. Der Kunststoff
kann übliche Füllstoffe, Additive, Farbstoffe, Mittel zum UV-Schutz usw. enthalten.
[0046] Aus einem Abstandhalterprofil nach der Erfindung können in einfacher Weise einstückige
Abstandhalterrahmen für Isolierscheibenein heiten hergestellt werden, die durch nur
einen Verbinder zu schließen sind. Es ist nämlich möglich, unter Verwendung marktüblicher
Biegewerkzeuge das Abstandhalterprofil zu Ecken zu biegen, die sich sogar in diesen
Eckenbereichen durch plane Oberflächen der Anlagestege auf der im eingebauten Zustand
der Scheibeninnenseite zugewandten Seite auszeichnen. Die beim Biegen auftretenden
Verformungen der Kammer werden von dem Raum zwischen Kammerseitenwand und benachbartem
Anlagesteg aufgenommen. Die gute Biegbarkeit der Anlagestege sowie des Abstandhalterprofils
insgesamt nach der Erfindung läßt sich wahrscheinlich darauf zurückführen, daß der
stoffschlüssige Verbund aus elastisch-plastisch verformbarem, wärmeisolierendem Material,
insbesondere aus Kunststoff, und plastisch verformbarer Verstärkungsschicht, insbesondere
aus Metall, selbst beim Kaltbiegen für einen guten Kräfteausgleich im Material sorgt.
Trotzdem kann es vorteilhaft sein, die Biegestelle kurzzeitig zu erwärmen, damit Relaxationsvorgänge
schneller ablaufen. Der Verbinder ist entweder als Eckverbinder ausgestaltet oder
schließt als Geradverbinder das kaltgebogene Abstandhalterprofil in einem außerhalb
der Ecke angeordneten Anschlußbereich, beispielsweise in einer Scheibenkantenmitte.
[0047] Die Erfindung umfaßt weiterhin eine Isolierscheibeneinheit mit mindestens zwei gegenüberstehenden
Scheiben und mit einem Abstandhalterrahmen aus einem Abstandhalterprofil, wie oben
beschrieben, wobei der Abstandhalterrahmen mit den Scheiben einen Scheibenzwischenraum
definiert, bei der die Anlagestege im wesentlichen über ihre gesamte Länge und Höhe
mit der ihnen zugewandten Scheibeninnenseite verklebt sind und bei der der lichte
Raum zwischen Anlagestegen und Kammer sowie zumindest der Anschlußbereich zur benachbarten
Scheibeninnenseite mit einem mechanisch stabilisierenden Dichtmaterial gefüllt sind.
[0048] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung füllt bei der Isolierscheibeneinheit das mechanisch
stabilisierende Dichtmaterial den freien Raum zum Außenumfangsrand der Scheibeneinheit
im wesentlichen vollständig aus. Handelsübliche Isolierglaskleber auf Basis von Polysulfid,
Polyurethan oder Silikon haben sich beispielsweise als geeignet für das Dichtmaterial
erwiesen. Als diffusionsdichtes Klebematerial für die Verklebung der Anlagestege mit
den Scheibeninnenseiten ist z.B. ein Butyldichtstoff auf Polyisobutylenbasis geeignet.
[0049] Im folgenden soll die Erfindung anhand der Zeichnungen weiter erläutert werden. Dabei
zeigt:
- Figur 1
- eine erste Ausführungsform eines Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsform des Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 3
- eine dritte Ausführungsform des Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 4
- eine vierte Ausführungsform des Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 5
- eine fünfte Ausführungsform des Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 6
- eine sechste Ausführungsform des Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 7
- eine Detailansicht eines Abstandhalterprofils in Anlage an eine Scheibe einer Isolierscheibeneinheit;
- Figur 8
- eine weitere Detailansicht eines Abstandhalterprofils in Anlage an eine Scheibe einer
Isolierscheibeneinheit;
- Figur 9
- eine siebte Ausführungsform eines Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 10
- eine achte Ausführungsform eines Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 11
- eine neunte Ausführungsform eines Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 12
- eine zehnte Ausführungsform eines Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 13
- eine elfte Ausführungsform eines Abstandhalterprofils im Querschnitt;
- Figur 14
- ein Abstandhalterprofil im eingebauten Zustand in einer Isolierscheibeneinheit;
- Figur 15
- eine Einbauvariante für ein Abstandhalterprofil in einer Isolierscheibeneinheit;
- Figur 16
- ein Abstandhalterprofil nach dem Stand der Technik im Querschnitt; und
- Figur 17
- den Randverbund einer Isolierscheibeneinheit mit dem Abstandhalterprofil der Figur
16.
[0050] Die Figuren 1 bis 6 und 9 bis 13 zeigen Querschnittsansichten von Abstandhalterprofilen.
Dieser Querschnitt ändert sich normalerweise über die gesamte Länge eines Abstandhalterprofils,
abgesehen von herstellungstechnisch bedingten Toleranzen, nicht.
[0051] In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform eines Abstandhalterprofils gemäß der vorliegenden
Erfindung in einer Querschnittsansicht dargestellt. Eine Kammer 10 mit im wesentlichen
rechteckiger Querschnittsfläche ist mit einem zeichnerisch nicht dargestellten hygroskopischen
Material, beispielsweise Silikagel oder Molekularsieb, gefüllt, welches durch Schlitze
oder Perforationen 50, die in einer Wand 12 der Kammer 10 ausgebildet sind, Feuchtigkeit
aus dem Scheibenzwischenraum aufnehmen kann. An den Eckbereichen der Wand 12 schließen
sich Brückenabschnitte 32 und 34 an, die in Anlagestege 30 und 36 übergehen. Diese
Anlagestege 30 bzw. 36 haben eine Höhe, die geringer ist als die Höhe der benachbarten
Seitenwände 14 bzw. 16 der Kammer, und sie erstrecken sich parallel zu diesen. Bei
dieser Ausführungsform des Abstandhalterprofils sind alle Wände, Brückenabschnitte
und Anlagestege in etwa gleicher Dicke ausgebildet. Die Anlagestege 30, 36 sind als
stoffschlüssiger Sandwich-Verbund aus dem elastisch-plastisch verformbaren Profilkorpusmaterial
und einer darin eingebetteten plastisch verformbaren Verstärkungsschicht 40 ausgebildet.
Das Biegeverhalten im Bereich der Anlagestege 30, 36 wird durch die Anordnung der
Verstärkungsschicht 40 bereits erheblich verbessert, insbesondere wird eine Verformung
der Anlagestege 30, 36 beim Biegen vermieden. Das Material des Profilkorpus ist bei
dieser Variante diffusionsdicht zu gestalten. Alternativ muß eine nicht dargestellte
diffusionsdichte Schicht vorgesehen werden, die sich im wesentlichen über die gesamte
Breite und Länge des Profils erstreckt.
[0052] Die in Figur 2 dargestellte Variante weist einen Profilkorpus entsprechend Figur
1 auf. Die plastisch verformbare Verstärkungsschicht 40 ist diffusionsdicht ausgeführt
und an der im Einbauzustand zum Rand der Isolierscheibeneinheit weisenden Außenseite
des Abstandhalterprofils vorgesehen. Sie erstreckt sich im wesentlichen von der Anlagefläche
des ersten Anlagesteges 30 um diesen herum über dessen kammerseitige Fläche zum Brückenabschnitt
32, dann um die Kammer 10 bis zum Brückenabschnitt 34 und um den Anlagesteg 36 herum.
Die übliche Einbauweise für ein solches Abstandhalterprofil würde so sein, daß die
Wand 12 dem Scheibenzwischenraum zugewandt ist, so daß dieser durch das hygroskopische
Material im Inneren der Kammer 10 entfeuchtet würde. Dadurch, daß die Verstärkungsschicht
40 die Anlagefläche der Anlagestege 30, 36 bedeckt, wird ein besseres Haftvermögen
zum verwendeten Klebemittel, mit dem später das Abstandhalterprofil mit den Isolierscheiben
verklebt wird, erreicht. Außerdem wird das Biegeverhalten im Bereich der Anlagestege
durch den im wesentlichen allseitigen stoffschlüssigen Sandwich-Verbund verbessert.
Der für die Wärmeleitung wirksame Weg ist der von scheibennächstem Punkt auf der Seite
der ersten Scheibe zu scheibennächstem Punkt auf der Seite der zweiten Scheibe bei
eingebautem Abstandhalterprofil, d.h. die Abschnitte der Verstärkungsschicht 40 auf
den Anlageflächen der Anlagestege 30, 36 tragen nicht nennenswert zum Wärmeleitungsweg
bei.
[0053] Eine andere Variante für die Ausbildung der Verstärkungsschicht 40 ist in Figur 3
gezeigt. Bei dieser Variante endet die Verstärkungsschicht 40 jeweils vor den Anlageflächen
der Anlagestege 30, 36. Ferner ist die Wand 12 der Kammer 10 aus Figur 1 praktisch
vollständig durch eine poröse Schicht 52 ersetzt, durch die Feuchtigkeit aus dem Scheibenzwischenraum
in die Kammer 10 eintreten kann und vom hygroskopischen Material aufgenommen werden
kann.
[0054] Bei der Ausgestaltung nach Figur 4 sind die Anlagestege 30 und 36 verlängert, so
daß sie über die Außenseite der Kammer 10, die einen trapezförmigen Querschnitt hat,
hinausragen. Hierdurch ergibt sich ein weiter verlängerter effektiver Wärmeleitungsweg
durch die Verstärkungsschicht 40. Die trapezförmige Gestaltung des Querschnittes der
Kammer 10 vergrößert den lichten Raum zwischen der Kammer 10 und den Anlagestegen
30 bzw. 36, in den später beim Zusammenbau der Isolierscheibeneinheit mechanisch stabilisierendes
Dichtmaterial eingebracht werden kann. Auf die im Einbauzustand zum Scheibenzwischenraum
weisende Fläche der Wand 12 der Kammer 10 ist eine Dekorschicht 54 aufgebracht, die
sich über die Brückenabschnitte 32 und 34 hinweg erstreckt. Anstelle der Dekorschicht
54 kann auch eine Wärmestrahlenreflexionsschicht vorgesehen sein. Nicht dargestellt
sind Perforationen als Zugang zum Inneren der Kammer 10.
[0055] Bei der Ausgestaltung nach Figur 5 ist die Höhe der Anlagestege 30, 36 so gewählt,
daß sie im wesentlichen gleich der Höhe der jeweils benachbarten Seitenwand 14, 16
der Kammer 10 ist. Mit der Dimensionierung der lichten Weite y zwischen den Anlagestegen
30, 36 zur jeweils benachbarten Seitenwand 14, 16 der Kammer 10 kann das Federverhalten
des Abstandhalterprofils, also das elastische Verhalten gegenüber Biegeverformungen
oder Lageveränderungen der Scheiben der Isolierscheibeneinheit im Einbauzustand, eingestellt
werden. Die Anlagestege 30, 36 können dabei beispielsweise so weit deformiert werden,
bis sie an der benachbarten Kammerwand 14, 16 anliegen. Die Verstärkungsschicht 40
läuft um die freiliegenden Seiten der Anlagestege 30 bzw. 36 herum, bedeckt also deren
Anlageflächen und kammerseitige Flächen, ist dann aber, nach der Übergangsstelle an
den Brückenabschnitten 32 bzw. 34 in das Material der Wände 14, 18, 16 der Kammer
10 eingebettet. Hier wird ein optimaler Schutz der Verstärkungsschicht 40 zumindest
im Bereich der Kammer 10 erreicht.
[0056] Das Elastizitätsverhalten der Anlagestege 30, 36 läßt sich auch einstellen, wenn
diese, wie im Ausführungsbeispiel der Figur 6, nicht parallel zu den benachbarten
Kammerwänden 14, 16 verlaufen, sondern unter einem bestimmten, von Null verschiedenen
Winkel α, zur benachbarten Wand 14, 16 der Kammer 10. Die Anlagestege 30, 36 können
dabei auch in sich abgewinkelt sein, um für einen guten Anlagekontakt an die Scheibeninnenseite
zu sorgen. Auch hier bietet sich durch diese Ausgestaltung die Möglichkeit, die Verstärkungsschicht
40 zu verlängern. Der Winkel α, bezogen auf die Längs-Mittelachse L des Querschnitts
der Kammer 10, beträgt hier etwa - 30° bzw. + 30°.
[0057] Die Anlagestege können auch, bei entsprechend verlängertem Brückenabschnitt, zur
Kammer hin gewinkelt angeordnet sein, wie es in der Detailansicht der Figur 7 zu erkennen
ist. Im eingebauten Zustand besteht dabei ein Linienkontakt vom Anlagesteg 30 zur
Innenseite einer Scheibe 102. Im übrigen bildet der Anlagesteg 30 einen von Null verschiedenen
Winkel β mit der Scheibe 102. Bei dieser Ausgestaltung wird unter Umständen der für
die Wärmeleitung wirksame Weg der dampfdiffusionsdichten Schicht 40 verkürzt, wenn
diese nicht über die gesamte der Scheibe 102 zugewandte Anlagefläche des Anlagesteges
30 gezogen werden kann.
[0058] Diesen Nachteil vermeidet die Ausgestaltung nach Figur 8, indem am proximalen Ende
des Anlagesteges 30 zum Brückenabschnitt eine Kontaktrippe 38 vorgesehen ist. Die
Kontaktrippe 38 liegt an der Innenseite der Scheibe 102 an, die Verstärkungsschicht
40 endet unter der Kontaktrippe 38. Mit der Kontaktrippe 38 kann ein definierter Abstand
zwischen Anlagesteg 30 und Scheibe 102 und damit eine definierte (minimale) Dicke
der (nicht dargestellten) Klebemittelschicht zwischen Anlagesteg 30 und Scheibe 102
eingestellt und das Herauspressen des Klebemittels zum Scheibenzwischenraum hin vermieden
werden.
[0059] In Figur 9 ist eine siebte Ausführungsform des Abstandhalterprofils dargestellt,
bei dem die Brückenabschnitte 32, 34 im wesentlichen auf einer Quer-Mittelachse des
Kammerquerschnittes angeordnet sind und die entsprechenden Anlagestege 30, 36 sich
über die Seitenwände 14, 16 der Kammer 10 hinaus erstrecken.
[0060] Eine "Doppel-T-Variante" des Ausführungsbeispieles der Figur 9 ist in Figur 10 dargestellt.
Hier sind die Brückenabschnitte 32, 34 wieder mittig an einer Seitenwand 14 bzw. 16
der Kammer 10 angeordnet, die Anlagestege 30 bzw. 36 erstrecken sich symmetrisch dazu.
[0061] Das Ausführungsbeispiel der Figur 11 entspricht dem der Figur 2, wobei die Kammerwand
12 der Figur 2 vollständig weggelassen ist, die Kammer 10 somit als Wanne ausgebildet
ist. Das hygroskopische Material ist in eine Polymermatrix 60 eingebettet, die in
der Kammer 10 z.B. adhäsiv gehalten ist. Bei der in Figur 12 dargestellten, aus Figur
11 abgewandelten Ausführungsform ist die Verstärkungsschicht 40 von den Anlageflächen
der Anlagestege 30, 36 über die Brückenabschnitte 32, 34 in das Innere der Kammer
10 geführt und umschließt somit das hygroskopische Material in der Polymermatrix 60,
das weiterhin im eingebauten Zustand zum Scheibenzwischenraum hin offenliegt.
[0062] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 13 sind die Wände 14, 16 und 18 der Kammer
10 mit geringerer Wandstärke ausgebildet, als die Brückenabschnitte 32, 34 bzw. die
Anlagestege 30, 36 und die Wand 12. Hierdurch kann mehr hygroskopisches Material in
der Kammer 10 untergebracht werden. Bei der Wahl der Wanddicken muß berücksichtigt
werden, daß äußere Kräfte auf die Scheiben der Isolierscheibeneinheit vom Abstandhalterprofil
aufgefangen werden müssen und daß dieses somit eine ausreichende Beulfestigkeit (Steifigkeit)
gegen diese Belastung über den Scheibenzwischenraum hinweg aufweisen muß.
[0063] Das erfindungsgemäße Abstandhalterprofil kann zu einem Rahmen gebogen und mit passend
zugeschnittenen Scheiben zu einer Isolierscheibeneinheit zusammengefügt werden. Die
Figuren 14 und 15 zeigen Einbauvarianten.
[0064] Bei der Variante nach Figur 14 schließt das Abstandhalterprofil 100 mit einer Seite
der Kammer im wesentlichen mit den Außenkanten der Scheiben 102, 104 ab. Um die empfindliche
Verstärkungsschicht 40 zu schützen, ist diese auf der Außenseite mit einer Schutzschicht
110 versehen, die sich mindestens so weit erstreckt, daß der von Klebern 106 bzw.
Dichtmitteln 108 nicht bedeckte Bereich geschützt ist. Das Abstandhalterprofil 100
wird mittels eines Butylklebers 106 zunächst an den Innenseiten der Scheiben 102,
104 fixiert. Der verbleibende Raum wird danach mit mechanisch stabilisierendem Dichtmittel
108 gefüllt.
[0065] Die Variante nach Figur 15 bietet die Möglichkeit größerer mechanischer Stabilität
und auch eines verbesserten Schutzes der Verstärkungsschicht 40 gegen äußere Einflüsse,
indem das Abstandhalterprofil 100 mehr zum Scheibeninneren hin versetzt ist; Das mechanisch
stabilisierende Dichtmittel ist dabei mindestens bis zur benachbarten Scheibeninnenseite
an deren Außenkante gezogen (einfach schraffierte Bereiche 108 der Figur 15). Weiter
bevorzugt ist es, den freibleibenden Raum zwischen den Scheibeninnenseiten und der
Außenseite des Abstandhalterprofils vollständig mit mechanisch stabilisierendem Dichtmittel
auszufüllen (doppelt schraffierter Bereich 108 in Figur 15).
Beispiel 1
[0066] Als plastisch-elastisch verformbares, wärmeisolierendes Material für den Profilkorpus
des Abstandhalterprofils gemäß der Ausführungsform nach Figur 2 wurde Polypropylen
Novolen 1040K mit einer Wandstärke von 1 mm verwendet, wobei als Verstärkungsschicht
eine Weißblechfolie (technische Bezeichnung: Andralyt E2, 8/2, 8T57) mit einer Dicke
von 0,125 mm verwendet wurde. Die Folie wurde auf den Profilkorpus auflaminiert.
[0067] Die chemische Zusammensetzung dieses Weißblechs ist: Kohlenstoff 0,070 %, Mangan
0,400 %, Silizium 0,018 %, Aluminium 0,045 %, Phosphor 0,020 %, Stickstoff 0,007 %,
Rest Eisen. Auf das Blech ist eine Zinnschicht mit einem Flächengewicht von 2,8 g/m
2 aufgebracht, was einer Dicke von 0,38
µm entspricht.
[0068] Das fertige Abstandhalterprofil hatte einschließlich der Anlagestege eine Breite
von 15,5 mm und eine Höhe von 6,5 mm. Die lichte Weite zwischen Kammer und Anlagesteg
betrug jeweils 1 mm. Die Höhe der Anlagestege, jeweils einschließlich der Weißblechfolie,
betrug 4,6 mm. Die Weißblechfolie war einseitig zum Kunststoff hin mit einer 50
µm dicken Haftvermittlerschicht auf Polypropylenbasis versehen. Die Kammer war mit
einem herkömmlichen Trockenmittel (Molekularsieb Phonosorb 555 der Firma Grace) gefüllt.
Zum Scheibenzwischenraum hin war eine zweireihige Perforation in der Kammerwand vorgesehen.
[0069] Das Abstandhalterprofil wurde auf 6 m lange Profilstangen geschnitten und dann auf
herkömmlichen Biegeanlagen weiterverarbeitet. Mit Hilfe eines Biegeautomaten der Firma
F.X. BAYER vom Typ VE wurden nach Zuschnitt auf Maß Abstandhalterrahmen gefertigt,
wobei vier Ecken gebogen wurden und die Verbindung der Endstücke mit einem Geradverbinder
erfolgte.
[0070] Der Abstandhalterrahmen wurde mit zwei entsprechend großen Floatglasscheiben in üblicher
Weise zu einer Isolierscheibeneinheit verbunden. Eine der Scheiben war mit einer Wärmeschutzschicht
mit einer Emissivität von 0,1 versehen. Die Isolierscheibeneinheiten wurden in einer
Gasfüllpresse mit Argon mit einem Gehalt von mehr als 90 Vol.-% gefüllt.
[0071] Die Randabdichtung wurde gemäß Figur 15 vorgenommen, wobei auch die Außenseite des
Abstandhalters (insbesondere die Außenwand 18 der Kammer 10, Figur 2) überdeckt wurde.
Als Klebemittel 106 wurde ein Butyldichtstoff auf Basis von Polyisobutylen (Breite
zwischen Glas 102 und benachbartem Anlagesteg: 0,25 mm, Höhe: 4 mm) verwendet. Die
verbleibenden freien Räume wurden mit einem Polysulfidkleber 108 ausgefüllt, wobei
die Außenwandüberdeckung des Abstandhalters 3 mm betrug.
Beispiel 2
[0072] Ein Abstandhalterprofil wurde entsprechend Beispiel 1 hergestellt, wobei als Verstärkungsschicht
jedoch eine Edelstahlfolie (Typ Krupp Verdol Aluchrom I SE) der Dicke 0,05 mm eingesetzt
wurde.
[0073] Die chemische Zusammensetzung dieses Edelstahls ist: Chrom 19 - 21 %, Kohlenstoff
maximal 0,03 %, Mangan maximal 0,50 %, Silizium maximal 0,60 %, Aluminium 4,7 - 5,5
%, Rest Eisen.
[0074] Die Kennwerte der in den Beispielen 1 und 2 verwendeten Werkstoffe sind in der nachfolgenden
Tabelle 1 zusammengefaßt:

Beispiel 3
[0075] Eine Isolierglasscheibeneinheit wurde mit einem herkömmlichen Metallabstandhalter
gemäß Figur 16 und einer Randabdichtung gemäß Figur 17 hergestellt.
[0076] Das kastenförmige Hohlprofil bestand aus Aluminium mit einer Wandstärke von 0,38
mm (Hersteller: z.B. Firma Erbslöh). Das Profil hatte eine Breite von 15,5 mm und
eine Höhe von 6,5 mm. Das Abstandhalterprofil wurde mit einem Isobutylendichtstoff
in Höhe der Anlageflächen mit den Scheiben 102, 104 verbunden, wobei die Maße für
das Klebemittel nach Beispiel 1 verwendet wurden. Die verbleibende Fuge wurde mit
einem Polysulfidkleber 108 gefüllt, die Außenwandüberdeckung des Abstandhalters betrug
dabei 3 mm.
[0077] Der Wärmetransport im Bereich des Randverbundes wurde für die in den Beispielen 1
bis 3 beschriebenen Isolierglaseinheiten mit Hilfe von Wärmestromsimulationsrechnungen
ermittelt. Mit dem kommerziell erhältlichen Softwareprogramm "WINISO 1.3" der Firma
Sommer Informatik GmbH wurden zweidimensionale Temperaturfelder errechnet. Aus der
Darstellung der so berechneten Isothermen wurden die unten aufgeführten Glasoberflächentemperaturen
im Bereich des Randverbundes ermittelt. Sie sind ein Maß für die Güte der Wärmeisolierung.
Höhere Temperaturen im Randbereich verbessern den k-Wert und damit die Wärmedämmung
des Fensters und verringern das Auftreten von Kondensatbildung.
[0078] Für die Rechnungen wurden neben Werten, für die Herstellerangaben vorlagen, die Wärmeleitfähigkeitsangaben
nach DIN 4108 Teil 4 bzw. nach prEN 30 077 übernommen. Die Daten sind in der nachfolgenden
Tabelle 2 zusammengestellt.
Tabelle 2
| Materialbezeichnung |
Wärmeleitfähigkeit (W/m·K) |
| Glas |
1,0 |
| Aluminium |
220 |
| Edelstahl |
15 |
| Weißblech |
35* |
| Polypropylen |
0,22 |
| Polysulfid |
0,19 |
| Butyl |
0,24 |
| Molekularsieb |
0,13 |
| Argon |
0,016 |
[0079] Die Berechnungen wurden mit den Maßangaben und Geometrien nach den einzelnen Beispielen
durchgeführt, wobei als Außentemperatur 0°C und als Innentemperatur 20°C angenommen
wurde.
[0080] Die Oberflächentemperaturen warmseitig im Bereich des Randverbunds, jeweils 0 mm,
6 mm und 12 mm ab Glaskante sind in Tabelle 3 zusammengefaßt.
Tabelle 3
| Abstandhalter |
Polypropylen + Edelstahl |
Polypropylen + Weißblech |
Aluminium |
| Oberfl.-Temperatur (°C) warmseitig, |
|
|
|
| 0 mm ab Glaskante |
12,3 |
10,9 |
8,2 |
| 6 mm ab Glaskante |
12,7 |
11,1 |
8,3 |
| 12 mm ab Glaskante |
13,5 |
12,5 |
9,8 |
[0081] Die Ergebnisse verdeutlichen die verbesserte Wärmeisolierung der Abstandhalterprofile
gemäß der vorliegenden Erfindung gegenüber dem herkömmlichen Aluminium-Abstandhalterprofil.
Die Variante Polypropylen mit Edelstahlfolie eignet sich dabei besonders gut, wenn
Wert auf eine hohe Wärmedämmung gelegt wird, während die Variante Polypropylen mit
Weißblechfolie Vorteile hinsichtlich der Biegefähigkeit bietet.
[0082] Isolierscheibeneinheiten gemäß Beispiel 1 wurden den Prüfungen nach Isolierglasnorm
prEN 1279 Teil 2 und Teil 3 unterworfen. Die Anforderungen an Langzeitverhalten, Wasserdampf-
und Gasdichtheit wurden erfüllt.
[0083] Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0084]
- 10
- Kammer
- 12
- zum Scheibenzwischenraum weisende Wand
- 14
- Seitenwand der Kammer
- 16
- Seitenwand der Kammer
- 18
- Außenwand der Kammer
- 30
- Anlagesteg
- 32
- Brückenabschnitt
- 34
- Brückenabschnitt
- 36
- Anlagesteg
- 38
- Kontaktrippe
- 40
- Verstärkungsschicht
- 50
- Perforationen
- 52
- poröser Bereich
- 54
- Dekorschicht
- 60
- Polymermatrix
- 100
- Abstandhalterprofil
- 102
- Scheibe
- 104
- Scheibe
- 106
- Kleber
- 108
- Dichtmittel
1. Abstandhalterprofil für einen Abstandhalterrahmen, der im Randbereich einer Isolierscheibeneinheit
unter Bildung eines Scheibenzwischenraumes anzubringen ist, bestehend aus einem Profilkorpus
mit einer Kammer (10) zum Aufnehmen hygroskopischer Materialien und mit zumindest
einem Anlagesteg (30, 36) zur Anlage an eine Scheibeninnenseite an wenigstens einer
Seite der Kammer (10), der über einen Brückensteg (32, 34) mit der Kammer (10) verbunden
ist, wobei der Profilkorpus zumindest einen zu seiner Außenseite offenen U-förmigen
Querschnittsbereich aufweist, dessen Schenkel von dem Anlagesteg (30, 36) und der
benachbarten Seitenwand (14, 16) der Kammer (10) gebildet werden und dessen Basis
von dem diese verbindenden Brückenabschnitt (32, 34) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilkorpus des Abstandhalterprofils aus einem elastisch-plastisch verformbaren,
thermoplastischen Kunststoff mit einem Wärmeleitwert von λ < 0,3 W/(mK) gebildet ist,
daß die Schenkel des U-förmigen Querschnittsbereiches eine Höhe aufweisen, die mindestens
das 2-fache der Breite der Basis beträgt, und daß zumindest der Anlagesteg (30, 36)
mit einer plastisch verformbaren Verstärkungsschicht (40) aus einem Metall mit einem
Wärmeleitwert λ < 50 W/(Mk) stoffschlüssig verbunden ist.
2. Abstandhalterprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel des U-förmigen Querschnittsbereiches eine Höhe aufweisen, die mindestens
das 3-fache und weiter bevorzugt mindestens das 5-fache der Breite der Basis beträgt.
3. Abstandhalterprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) auf der Anlagefläche des Anlagestegs (30, 36) angeordnet
ist.
4. Abstandhalterprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) auf der kammerseitigen Fläche des Anlegestegs (30,
36) angeordnet ist.
5. Abstandhalterprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilkorpus mit einer sich im wesentlichen über seine gesamte Breite und
Länge erstreckenden Verstärkungsschicht (40) stoffschlüssig verbunden ist.
6. Abstandhalterprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) zumindest im Bereich der Wände (14, 16, 18) der
Kammer (10) und der Brückenabschnitte (32, 34) diffusionsdicht ausgebildet ist.
7. Abstandhalterprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) auf der Außenseite des Profilkorpus angeordnet
oder nahe dieser zumindest teilweise in den Profilkorpus eingebettet ist.
8. Abstandhalterprofil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) auf der kammerseitigen Fläche des Anlagesteges
(30, 36), auf der Außenseite des mit dem Anlagesteg (30, 36) verbundenen Brückenabschnitts
(32, 34) sowie auf der Außenseite der dem Anlagesteg (30, 36) benachbarten Seitenwand
(14, 16) der Kammer (10) angeordnet ist, und daß die Verstärkungsschicht (40) zumindest
im Bereich des Brückenabschnittes (32, 34) und der Seitenwand (14, 16) der Kammer
(10) diffusionsdicht ausgebildet ist.
9. Abstandhalterprofil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) sich von der Anlagefläche des Anlagesteges (30,
36) über dessen kammerseitige Fläche, die Außenseite des mit dem Anlagesteg (30, 36)
verbundenen Brückenabschnitts (32, 34), die Außenseite der benachbarten Seitenwand
(14, 16) der Kammer (10) sowie die Außenseite der Außenwand (18) der Kammer (10) durchgehend
erstreckt, und daß die Verstärkungsschicht (40) zumindest im Bereich des Brückenabschnittes
(32, 34) und der Seitenwand (14, 16) der Kammer (10) diffusionsdicht ausgebildet ist.
10. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (10) zentral angeordnet ist und auf beiden Seiten der Kammer (10)
zumindest ein Anlagesteg (30, 36) vorgesehen ist.
11. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (10) im Querschnitt im wesentlichen polygonal, insbesondere rechteckig
oder trapezförmig ist.
12. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Brückenabschnitt (32, 34) zum Anschluß des mindestens einen Anlagestegs
(30, 36) in einem Eckbereich, vorzugsweise einem nahe dem Scheibenzwischenraum angeordneten
Eckbereich, der Kammer (10) festgelegt ist.
13. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Anlagesteges (30, 36) kleiner oder im wesentlichen gleich der Höhe
der benachbarten Seitenwand der Kammer (10). ist.
14. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlagesteg (30, 36) über die zum Scheibenzwischenraum der Isolierscheibeneinheit
weisende Wand (12) oder die dieser gegenüberliegende Außenwand (18) der Kammer (1C)
hinausragt.
15. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlagesteg (30, 36) parallel zu einer Seitenwand der Kammer (10) angeordnet
ist.
16. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) aus Weißblech oder Edelstahl besteht.
17. Abstandhalterprofil nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) eine Dicke von mindestens 0,02 mm aufweist.
18. Abstandhalterprofil nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) aus Weißblech eine Dicke von weniger als 0,2 mm,
bevorzugt höchstens 0,13 mm, aufweist.
19. Abstandhalterprofil nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) aus Edelstahl eine Dicke von weniger als 0,1 mm,
bevorzugt höchstens 0,05 mm, aufweist.
20. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (40) auf ihrer Außenseite zumindest teilweise mit einer
Schutzschicht (110) versehen ist.
21. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Verstärkungsschicht (40) gebildete Weg hoher Wärmeleitfähigkeit
von einer Scheibe zur anderen mindestens das 1,2-fache, bevorzugt mehr als das 1,5-fache,
bevorzugt mehr als das 2-fache und weiter bevorzugt bis zum 4-fachen der Breite des
Scheibenzwischenraumes beträgt.
22. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Weite zwischen einem Anlagesteg (30, 36) und der benachbarten Wand
der Kammer (10) mindestens 0,5 mm beträgt.
23. Abstandhalterprcfil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Kammer (10), Brückenabschnitt (32, 34) und Anlagesteg (30, 36) mit im wesentlichen
gleicher Wanddicke ausgebildet sind.
24. Abstandhalterprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Wände (12, 14, 15, 18) der Kammer (10) mit gegenüber dem
Brückenabschnitt (32, 34) und Anlagesteg (30, 36) verringerter Wanddicke ausgebildet
ist.
25. Abstandhalterprofil nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilkorpus aus Polypropylen, Polyethylenterephthalat, Polyamid oder Polycarbonat
besteht.
26. Isolierscheibeneinheit mit mindestens zwei einander mit Abstand gegenüberstehenden
Scheiben und mit einem Abstandhalterrahmen aus einem Abstandhalterprofil nach einem
der Ansprüche 1 bis 25, welcher mit den Scheiben einen Scheibenzwischenraum definiert,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagestege (30, 36) im wesentlichen über ihre gesamte Länge und Höhe mit
der ihnen zugewandten Scheibeninnenseite mit einem diffusionsdichten Klebematerial
(106) verklebt sind und daß der lichte Raum zwischen den Anlagestegen (30, 36) und
der Kammer (10) sowie zumindest der Anschlußbereich zur benachbarten Scheibeninnenseite
mit einem mechanisch stabilisierenden Dichtmaterial (108) gefüllt sind.
27. Isolierscheibeneinheit nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß das mechanisch stabilisierende Dichtmaterial (108) den freien Raum zum Außenumfangsrand
der Isolierscheibeneinheit im wesentlichen vollständig ausfüllt.
28. Isolierscheibeneinheit nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, daß das mechanisch stabilisierende Dichtmaterial (108) ein Dichtmittel aus Polysulfid-,
Polyurethan- oder Silikonbasis ist.
29. Isolierscheibeneinheit nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet daß die Anlagestege (30, 36) mit mit einem Butyldichtstoff auf Basis von Polyisobutylen
mit den Scheibeninnenseiten verklebt sind.
1. A spacer section for a spacer frame which is fitted to the edge region of an insulating
glass unit to form a gap between panes, consisting of a section body comprising a
chamber (10) for receiving hygroscopic materials, and comprising at least one contact
bar (30, 36) for contact with the inner face of a pane on at least one side of the
chamber (10), which contact bar is joined to the chamber (10) via a bridging web (32,
34), wherein the section body comprises at least one U-shaped cross-sectional region
open towards the outside thereof, the limbs of which are formed by the contact bar
(30, 36) and by the adjacent sidewall (14, 16) of the chamber (10), and the base of
which is formed by the bridging section (32, 34) which joins them, characterised in that the section body of the spacer section is formed from an elastically-plastically
deformable, thermoplastic plastics material with a thermal conductivity λ < 0.3 W/(mK),
that the limbs of the U-shaped cross-sectional region have a height which is at least
twice the width of the base, and that at least the contact bar (30, 36) is joined
by a material bond to a plastically deformable reinforcing layer (40) made of a metal
having a thermal conductivity λ < 50 W/ (mK).
2. A spacer section according to claim 1, characterised in that the limbs of the U-shaped cross-sectional region have a height which is at least
3 times, most preferably at least 5 times, the width of the base.
3. A spacer section according to either one of the preceding claims, characterised in that the reinforcing layer (40) is disposed on the contact face of the contact bar (30,
36).
4. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the reinforcing layer (40) is disposed on the face of the contact bar (30, 36) on
the chamber side.
5. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the section body is joined by a material bond to a reinforcing layer (40) which extends
substantially over its entire width and length.
6. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the reinforcing layer (40) is of diffusion-proof construction at least in the region
of the walls (14, 16, 18) of the chamber (10) and in the region of the bridging sections
(32, 34).
7. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the reinforcing layer (40) is disposed on the outer face of the section body or is
at least partially embedded in the section body near the outer face thereof.
8. A spacer section according to either one of claims 1 or 2, characterised in that the reinforcing layer (40) is disposed on the face of the contact bar (30, 36) on
the chamber side, on the outer face of the bridging section (32, 34) which is joined
to the contact bar (30, 36), and on the outer face of the sidewall (14, 15) of the
chamber (10) which is adjacent to the contact bar (30, 36), and that the reinforcing
layer (40) is of diffusion-proof construction at least in the region of the bridging
section (32, 34) and of the sidewall (14, 16) of the chamber (10).
9. A spacer section according to either one of claims 1 or 2, characterised in that the reinforcing layer (40) extends continuously from the contact face of the contact
bar (30, 36) over the face thereof on the chamber side, over the outer face of the
bridging section (32, 34) which is joined to the contact bar (30, 36), over the outer
face of the adjacent sidewall (14, 16) of the chamber (10), and also over the outer
face of the outer wall (18) of the chamber (10), and that the reinforcing layer (40)
is of diffusion-proof construction at least in the region of the bridging section
(32, 34) and of the sidewall (14, 16) of the chamber (10).
10. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the chamber (10) is disposed centrally and at least one contact bar (30, 36) is provided
on both sides of the chamber (10).
11. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the chamber (10) is substantially polygonal, and in particular is rectangular or
trapezoidal, in cross-section.
12. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the bridging section (32, 34) is fixed in a comer region of the chamber (10), preferably
in a corner region of the chamber disposed near the gap between the panes, for the
attachment of the at least one contact bar (30, 36).
13. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the height of the contact bar (30, 36) is less than or substantially equal to the
height of the adjacent sidewall of the chamber (10).
14. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact bar (30, 36) protrudes beyond the wall (12) which faces the gap between
the panes of the insulating glass unit, or protrudes beyond the outer wall (16) of
the chamber (10) which is opposite said wall.
15. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact bar (30, 36) is disposed parallel to a sidewall of the chamber (10).
16. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the reinforcing layer (40) consists of tinplate or stainless steel.
17. A spacer section according to claim 16, characterised in that the reinforcing layer (40) has a thickness of at least 0.02 mm.
18. A spacer section according to claims 16 or 17, characterised in that the reinforcing layer (40) made of tinplate has a thickness of less than 0.2 mm,
preferably 0.13 mm at most.
19. A spacer section according to claims 16 or 17, characterised in that the reinforcing layer (40) made of stainless steel has a thickness of less than 0.1
mm, preferably 0.05 mm at most.
20. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the reinforcing layer (40) is provided with a protective layer (110) on at least
part of its outer face.
21. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the path of high thermal conductivity from one pane to the other which is formed
by the reinforcing layer (40) is at least 1.2 times, preferably more than 1.5 times,
more preferably more than twice, and most preferably up to 4 times the width of the
gap between the panes.
22. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the clear width between a contact bar (30, 36) and the adjacent wall of the chamber
(10) is at least 0.5 mm.
23. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the chamber (10), the bridging section (32, 34) and the contact bar (30, 36) are
formed with substantially the same wall thickness.
24. A spacer section according to any one of claims 1 to 22, characterised in that at least one of the walls (12, 14, 16, 18) of the chamber (10) is formed with a wall
thickness which is less than that of the bridging section (32, 34) and of the contact
bar (30, 36).
25. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the section body consists of polypropylene, polyethylene terephthalate, polyamide
or polycarbonate.
26. An insulating glass unit comprising at least two opposite panes with a gap therebetween,
and comprising a spacer frame which is made from a spacer section according to any
one of claims 1 to 25 and which with the panes defines a gap between the panes, characterised in that the contact bars (30, 36) are adhesively bonded substantially over their entire length
and height to the inner face of the panes facing them by a diffusion-proof adhesive
material (106), and that the clear space between the contact bars (30, 36) and the
chamber (10), as well as at least the attachment region to the adjacent inner face
of the pane, are filled with a mechanically stabilising sealing material (108).
27. An insulating glass unit according to claim 26, characterised in that the mechanically stabilising sealing material (108) substantially completely fills
the free space to the outer peripheral edge of the insulating glass unit.
28. An insulating glass unit according to claims 26 or 27, characterised in that the mechanically stabilising sealing material (108) is a polysulphide-, polyurethane-
or silicone-based sealing agent.
29. An insulating glass unit according to claims 27 or 28, characterised in that the contact bars (30, 36) are adhesively bonded to the inner faces of the panes by
a butyl sealing material based on polyisobutylene.
1. Profilé d'écartement pour un cadre d'écartement, qui doit être placé dans la zone
de bordure d'un vitrage isolant, en formant un interstice de vitrage, constitué d'un
corps profilé avec une chambre (10) pour recevoir des matières hygroscopiques et avec
au moins une branche d'appui (30, 36) destinée à s'appliquer contre un côté intérieur
de la vitre, sur au moins un côté de la chambre (10) et qui est reliée à la chambre
(10) par un pontet (32, 34), le corps profilé présentant au moins une zone de section
transversale en U, ouverte sur son côté extérieur, dont les branches sont formées
par la branche d'appui (30, 36) et la paroi latérale (14, 16) voisine de la chambre
(10), et dont la base est formée par le pontet (32, 34) qui relie celles-ci, caractérisé en ce que le corps profilé du profilé d'écartement est constitué d'une matière thermoplastique,
déformable élastiquement et plastiquement, présentant une conductibilité thermique
λ < 0,3 W/(mK), en ce que les branches de la zone de section transversale en U présentent
une hauteur qui est au moins égale à 2 fois la largeur de la base, et en ce que la
branche d'appui (30, 36) au moins est reliée par adhérence de matière à une couche
de renfort (40) plastiquement déformable en métal, avec une conductibilité thermique
λ < 50 W(Mk).
2. Profilé d'écartement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les branches de la zone de section transversale en U présentent une hauteur qui est
au moins égale à 3 fois et, de manière encore préférée, à au moins 5 fois la largeur
de la base.
3. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) est disposée sur la zone d'application de la branche d'appui
(30, 36).
4. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) est disposée sur la surface côté chambre de la branche
d'appui (30, 36).
5. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps profilé est relié par adhérence de matière à une couche de renfort (40)
qui s'étend sensiblement sur toute sa largeur et sa longueur.
6. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) est étanche à la diffusion au moins dans la zone des parois
(14, 16, 18) de la chambre (10) et des pontets (32, 34).
7. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) est disposé sur le côté extérieur du corps profilé ou est
noyée, à proximité de ce côté, au moins en partie dans le corps profilé.
8. Profilé d'écartement selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) est disposée sur la surface côté chambre de la branche
d'appui (30, 36), sur le côté extérieur du pontet (32, 34) relié à la branche d'appui
(30, 36) ainsi que sur le côté extérieur de la paroi latérale (14, 16), voisine de
la branche d'appui (30, 36), de la chambre (10), et en ce que la couche de renfort
(40) est étanche à la diffusion, au moins dans la zone du pontet (32, 34) et de la
paroi latérale (14, 16) de la chambre (10).
9. Profilé d'écartement selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche de renfort (4) s'étend d'un bout à l'autre depuis la surface d'application
de la branche d'appui (30, 36), sur sa surface côté chambre, le côté extérieur du
pontet (32, 34) relié à la branche d'appui (30, 36), le côté extérieur de la paroi
latérale (14, 16) voisine de la chambre (10), ainsi que le côté extérieur de la paroi
extérieure (16) de la chambre (10), et en ce que la couche de renfort (40) est étanche
à la diffusion au moins dans la zone du pontet (32, 34) près de la paroi latérale
(14, 16) de la chambre (10).
10. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre (10) est disposée au centre, et sur les deux côtés de la chambre (10)
il est prévu au moins une branche d'appui (30, 36).
11. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre (10) est de section transversale sensiblement polygonale, en particulier
rectangulaire ou trapézoïdale.
12. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour le raccordement de la ou des branches d'appui (30, 36), le pontet (32, 34) est
fixé dans une zone d'angle, de préférence une zone d'angle de la chambre (10), disposée
à proximité de l'interstice entre les vitres.
13. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la hauteur de la branche d'appui (30, 36) est inférieure ou sensiblement égale à
la hauteur de la paroi latérale voisine de la chambre (10).
14. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la branche d'appui (30, 36) s'étend au-delà de la paroi (12), dirigée vers l'interstice
du vitrage isolant, ou de la paroi extérieure (16) opposée à la première, de la chambre
(10).
15. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la branche d'appui (30, 36) est disposée parallèlement à la paroi latérale de la
chambre (10).
16. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) est en fer blanc ou en acier spécial.
17. Profilé d'écartement selon la revendication 16, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) présente une épaisseur d'au moins 0,02 mm.
18. Profilé d'écartement selon la revendication 16 ou 17, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) en fer blanc présente une épaisseur inférieure à 0,2 mm,
de préférence de 0,13 mm au maximum.
19. Profilé d'écartement selon la revendication 16 ou 17, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) en acier spécial présente une épaisseur inférieure à 0,1
mm, de préférence de 0,05 mm au maximum.
20. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de renfort (40) est pourvue d'une couche de protection (110) sur son côté
extérieur, au moins en partie.
21. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance de grande conductibilité thermique, formée par la couche de renfort (40)
d'une vitre à l'autre, est d'au moins 1,2 fois, de préférence plus de 1,5 fois, de
préférence plus de 2 fois et de manière encore préférée, jusqu'à 4 fois la largeur
de l'interstice entre les vitres.
22. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture entre une branche d'appui (30, 36) et la paroi voisine de la chambre
(10) est de 0,5 mm au moins.
23. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre (10), le pontet (32, 34) et la branche d'appui (30, 36) présentent sensiblement
la même épaisseur de paroi.
24. Profilé d'écartement selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce qu'au moins l'une des parois (12, 14, 16, 18) de la chambre (10) présente une épaisseur
de paroi réduite par rapport au pontet (32, 34) et à la branche d'appui (30, 36).
25. Profilé d'écartement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps profilé est constitué de polypropylène, de polyéthylènetéréphtalate, de
polyamide ou de polycarbonate.
26. Vitrage isolant avec au moins deux vitres se faisant face à distance et avec un cadre
d'écartement réalisé à partir d'un profilé d'écartement selon l'une des revendications
1 à 25, qui définit avec les vitres un interstice entre les vitres, caractérisé en ce que les branches d'appui (30, 36) sont collées sensiblement sur toute leur longueur et
leur hauteur avec le côté intérieur tourné vers elles, au moyen d'une matière adhésive
(106) étanche à la diffusion, et en ce que l'espace libre entre les branches d'appui
(30, 36) et la chambre (10) ainsi qu'au moins la zone de raccordement avec le côté
intérieur voisin de la vitre, sont remplis d'une matière étanche (108) qui assure
une stabilisation mécanique.
27. Vitrage isolant selon la revendication 26, caractérisé en ce que la matière étanche (108) assurant une stabilisation mécanique remplit sensiblement
totalement l'espace libre vers le bord périphérique extérieur du vitrage.
28. Vitrage isolant selon la revendication 26 ou 27, caractérisé en ce que la matière étanche (108), assurant la stabilisation mécanique, est un produit d'étanchéité
à base de polysulfure, de polyuréthanne ou de silicone.
29. Vitrage isolant selon la revendication 27 ou 28, caractérisé en ce que les branches d'appui (30, 36) sont collées avec les côtés intérieurs des vitres,
au moyen d'une matière d'étanchéité butylique, à base de polyisobutyles.