[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Papier, insbesondere von ganzen
Büchern. Dieses Trocknungsverfahren kann jedoch auch auf andere saugfähige und insbesondere
organische Materialien, welche insbesondere in geschichteter Form vorliegen, angewandt
werden.
[0002] Papier, und insbesondere Papier in Form von Büchern, muß bisweilen relativ schnell
und herunter bis zu sehr geringen Feuchtigkeitsgehalten von teilweise unter 1 % Gewichts-%
Wasser getrocknet werden.
[0003] Dies ist dann notwendig, wenn zu feucht gelagerte oder durch einen Wasserschaden
naß gewordene Bücher gerettet werden sollen, wobei die Trocknung bis in den Bereich
etwas unter 10% Feuchtigkeit mittels konventioneller Methoden, also Umströmen mit
Warmluft, Lagern in gut beheizten und gut belüfteten Trockenkammern etc. durchgeführt
wird.
[0004] Eine weitere Trocknung bis auf ca. 1 % Restfeuchte und darunter ist jedoch vor allem
bei der sogenannten Massenentsäuerung von Papier als erste Behandlungsstufe und/oder
als abschließende Trocknung (Nachtrocknung) notwendig, bei welcher die Bücher im Ganzen,
also ohne vorheriges aufwendiges Zerlegen in einzelne Blätter oder Bögen, chemisch
entsäuert werden, um die die Bücher letztendlich zerstörenden, meist in der Papierverleimung,
aber auch in den Tinten und Druckfarben enthaltenen, Säuren zu eliminieren.
[0005] Bei diesem vergleichsweise günstigen Verfahren zur Erhaltung vor allem historischer
Buchbestände mit geringem finanziellen Aufwand, stellt die vor der chemischen Behandlung
notwendige Trocknung der Bücher auf unter 1 % Restfeuchte zeit- und kapazitätsmäßig
den Engpaß des Verfahrens dar, da eine solche Trocknung nur mittels Erwärmung und
Unterdruckbeaufschlagung erzielbar ist, und damit in sogenannten Autoklaven, also
hermetisch dicht abschließbaren und mit Unterdruck beaufschlagbaren, Behältern durchgeführt
werden kann (vergl. US-A-50 38 494).
[0006] Um dabei einen möglichst großen Mengendurchsatz an Papier, also an Büchern, zu erzielen,
wurden die Bücher, von denen eine übliche Größe eines Autoklaven, z. B. 100 kg faßt,
anfänglich mittels Mikrowelle im Autoktavengetrocknet, und die freigesetzte Feuchtigkeit
durch das anschließende Anlegen von Vakuum entfernt.
[0007] Dieser nur einmal durchlaufene Zyklus beanspruchte relativ wenig Zeit, da die Trocknung
mittels Mikrowellen nur etwa 2-3 Std. in Anspruch nimmt.
[0008] Der Nachteil des Verfahrens besteht jedoch darin, daß selbst geringste metallische
Bestandteile in dem Buch zu einem Verbrennen des Buches in der Umgebung dieser metallischen
Bestandteile führte. Da als metallische Bestandteile in diesem Sinne sich im Laufe
der Zeit sogar die relativ geringen Schwermetallanteile in historischen Tinten oder
in der Buchdruckerfarbe als ausreichend erwiesen, wird die Mikrowellentrocknung praktisch
nicht mehr angewandt.
[0009] Auch andere Trocknungsmethoden, wie etwa Trocknung mittels Infrarotstrahlen, warf
andere Probleme auf, etwa die Veränderung der Farbe zumindest in den oberflächennahen
Bereichen der Bücher, oder aber auch eine mangelnde Tiefenwirkung, mit der Folge,
daß die in der Mitte eines Buches liegenden Bereiche nicht ausreichend getrocknet
werden konnten.
[0010] Deshalb wird die Trocknung mittels Warmluft bevorzugt, da dies das einzige Verfahren
zu sein scheint, was keine erkennbaren Nachteile unabhängig vom Alter des Buches und
damit der Art des Papieres, der Zusammensetzung der Druckerfarbe bzw. Tinten etc.,
zu besitzen scheint.
[0011] Dabei wird bisher das Beaufschlagen mittels warmer Luft so durchgeführt, daß die
Bücher in einem Autoklaven untergebracht werden, dessen Wände beheizbar sind. Indem
die Wände des Autoklaven beheizt werden, heizt sich die im Inneren des Autoklaven
befindliche Luft und über die Luft auch das darin gelagerte Papier auf. Teilweise
erfolgte die Erwärmung des Papiers auch direkt über Strahlungswärme, die von den Heizelementen
der Autoklavenwand direkt auf die Bücher einwirkte.
[0012] Während der Beheizung wird das Innere des Autoklaven, also die Bücher, permanent
mit Unterdruck beaufschlagt, und ansonsten ist der Autoklav geschlossen. Es wurde
also insbesondere keine neue Luft während der Beheizung und Absaugung in den Autoklaven
eingebracht.
[0013] Auf diese Art und Weise wird vermieden, daß neu hinzutretende Luft einen höheren
Feuchtegehalt besitzt als der angestrebte Restfeuchtegehalt des Papiers.
[0014] Der Nachteil besteht jedoch darin, daß 1-2 Tage benötigt werden, um eine Charge von
80 bis 100 kg Büchern von anfangs 6 bis 8 Gew.% Wasser auf unter 1 Gew.% Wasser zu
trocknen.
[0015] Es ist daher die Aufgabe gemäß der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Trocknen
von Papier, auch in kompakter Form wie etwa ganzen Büchern, zu schaffen, bei dem in
möglichst kurzer Zeit und ohne anderweitige nachteilige Wirkungen auf das Papier bzw.
die Bücher Restfeuchtegehalte von 1 % und darunter erreichbar sind.
[0016] Diese Aufgabe wird dadurch erreicht, daß das Beaufschlagen mit Unterdruck nicht permanent,
sondern periodisch durchgeführt wird. Zusätzlich wird dem Papier zumindest zwischen
den Phasen der Unterdruckbeaufschlagung neue, beheizte, trockene Luft zugeführt, deren
Feuchtegehalt unter 1 Gew.% Wasser liegt.
[0017] Dabei erfolgt das Beheizen mittels Beaufschlagen durch Warmluft und das Trocknen
mittels Beaufschlagen mit Vakuum in mehreren Zyklen hintereinander, vorzugsweise in
vier bis sechs Zyklen.
[0018] Die Effizienz dieses Verfahrens ist dadurch sehr gut, daß der Zeitpunkt, ab dem das
weitere Beheizen bzw. das weitere Trocknen ineffizient wird, sehr eindeutig festgelegt
werden können.
[0019] Zunächst muß für die Heizphasen eine Maximaltemperatur festgelegt werden, die möglichst
hoch liegen sollte, um möglichst viel Feuchtigkeit aus dem Papier heraus diffundieren
zu lassen. In der Regel werden dabei 40 bis 50°C vorgegeben, da bei dieser Temperatur
noch keinerlei bleibende negative Auswirkungen auf das Papier oder die Bedruckung
des Papiers zu befürchten sind, wie etwa Verfärbungen, zu große Sprödigkeit und dabei
Bruch bei der späteren Behandlung des Papiers etc., egal aus welcher Epoche das zu
behandelnde Papier stammt.
[0020] Die Dauer der Heizphasen ergibt sich daraus, daß im Inneren der im Autoklaven eingelagerten
Papiermenge, also etwa im Inneren der in der Mitte gelagerten Bücher, die gewünschte
Endtemperatur von z. B. 45° erreicht werden muß. Dabei sollte die getrocknete Warmluft,
mit welcher das Papier beaufschlagt wird, nicht wesentlich wärmer sein, sondern nur
etwa maximal 10°, insbesondere nur maximal 5°, wärmer, um bis zum Erreichen der Endtemperatur
im Inneren der Papieranhäufung die Außenbereiche nicht zu stark zu erwärmen.
[0021] Nachdem das Erreichen der Endtemperatur auch in der Mitte der Papieranhäufung erreicht
ist, wird die Warmluftzufuhr unterbrochen und der Autoklav geschlossen bis auf den
Unterdruckanschluß, über welchen das Papier mit Unterdruck beaufschlagt wird.
[0022] Je nach Leistung der angeschlossenen Vakuumpumpe dauert es bei z. B. 100 kg Papier
nur wenige Minuten, um den angestrebten Unterdruck von weniger als 10 mbar, vorzugsweise
weniger als 1 mbar zu erreichen.
[0023] Ausschlaggebend für die Trocknung des Papiers ist jedoch die Haltezeit dieses Unterdruckes:
[0024] Mit dem Anlegen des Unterdrucks am Autoklaven beginnt die im Inneren des Autoklaven
zunächst vorhandene Temperatur von beispielsweise 45°C schnell in Richtung Umgebungstemperatur
außerhalb des Autoklaven zu sinken, da ja eine weitere Wärmezufuhr in Form von vorerwärmter
Luft nicht mehr stattfindet.
[0025] Sehr plötzlich jedoch, also nach einer Haltezeit von mindestens einer halben Stunde
innerhalb von zwei bis drei Minuten, vorzugsweise sogar innerhalb von weniger als
einer Minute, verlangsamt sich dieser Temperaturabfall drastisch bzw. kommt zum Stillstand
oder kehrt sich sogar in einen Temperaturanstieg um
[0026] Die Ursache für die Stagnation des Temperaturabfalls ist, daß unterhalb einer bestimmten
Temperatur (in Abhängigkeit des bereits erreichten Trocknungsgrades) keine nennenswerte
Verdampfung mehr auftritt und somit die Verdampfungsenthalpie gleich 0 wird.
[0027] Nach Abriß der Saugströmung egalisiert sich die Temperatur innerhalb des zuvor auf
etwa 45° erwärmten Papieransammlung, und stellt sich auf ein Temperaturniveau ein,
welches selbstverständlich höher liegt, als die Temperatur im die Papieransammlung
umgebenden annähernden Vakuum, welches innerhalb des Autoklaven herrscht. Da diese
Temperatur des Vakuums zuvor an dem in der Papieransammiung eingelegten Temperatursensor
gemessen wurde, wird dort eine Temperaturerhöhung angezeigt.
[0028] Sobald dieser Effekt der Verlangsamung der Temperaturabnahme bzw. Temperaturstagnation
oder sogar der Temperaturanstieg auftritt, wird erfindungsgemäß das Anlegen des Vakuums
abgebrochen, und das Papier erneut durch Beaufschlagen mit vorgetrockneter warmer
Luft erwärmt. Dabei kann der Autoklav geschlossen sein, und es wird permanent in den
geschlossenen Raum Warmluft hineingedrückt, was jedoch nur geringen Luftaustausch
zur Folge hat. Vorzugsweise ist der Autoklav an einer anderen Stelle zumindest geringfügig
geöffnet, um ein Durchströmen des Inneren des Autoklaven mit der vorgetrockneten,
warmen Luft zu bewirken, wobei Strömungsgeschwindigkeiten von 0,1 m/s bis zu 2,0 m/s,
insbesondere 0,5 m/s bis 1,0 m/s, herrschen sollten.
[0029] Auf diese Art und Weise wird das unnötig lange Beaufschlagen mit Vakuum und/oder
das unnötig lange Beaufschlagen mit Warmluft vermieden, und ein hoher Mengendurchsatz
bei der Trocknung, verbunden mit einem optimal niedrigen Energieverbrauch, ermöglicht.
[0030] Damit ist - bei 6 bis 8% Ausgangsfeuchtigkeit - eine Restfeuchte von unter 1 % in
maximal anderthalb Tagen, in der Regel in 12 bis 24 Stunden, erreichbar, wofür ca.
fünf, teilweise sogar nur vier Zyklen, bestehend aus Erwärmung und Trocknung, durchlaufen
werden müssen.
[0031] Dabei dauert - bei einer Papieranhäufung von z. B. 100 kg - die erste Heizphase ca.
2-3 Stunden, und die Dauer dieser Heizphasen verringert sich geringfügig auf bis zu
1-2 Stunden bei der letzten Heizphase.
[0032] Die Evakuierungsphasen werden dagegen von Zyklus zu Zyklus länger, insbesondere verdoppeln
sie sich von Zyklus von Zyklus.
[0033] Bei der genannten Papiermenge von 100 kg dauert die erste Evakuierungsphase 0,7 bis
0,8 Std., und die Evakuierungsphase nach der vierten Heizphase ca. 6 Stunden. Nach
der fünften Heizphase wird in der Regel dann über fünf bis zehn Stunden evakuiert,
wodurch etwa die letzten 0,5 bis 0,7 Gew.% Wasser, bezogen auf die Papiermasse - vor
Erreichen des Endzustandes von weniger als 1,0 Gew.% Wasser - erreicht wird.
[0034] Eine erneute Aufheizung innerhalb dieser langen letzten Evakuierungsphase ist dabei
nicht mehr sinnvoll aufgrund der folgenden Tendenz:
[0035] Die während der Beaufschlagung mit Vakuum zu beobachtende Trendumkehr, also Verlangsamung
des Temperaturabfalls oder gar Stagnation und Umkehr ins Gegenteil, findet zwar zeitlich
nach einem immer längeren Beaufschlagen mit Vakuum statt, jedoch hinsichtlich der
Temperatur bei immer höheren Temperaturen, obwohl während der Heizphasen immer die
gleiche Endtemperatur im Inneren der Papieransammlung erreicht wird, z. B. 45° C.
[0036] Wenn nach der z. B. vierten Heizphase beim anschließenden Evakuieren die Verlangsamung
des Temperaturabfalles nach ca. einer Stunde Evakuierungszeit auftritt, herrscht dabei
im allgemeinen im Inneren der Papieransammlung noch eine Temperatur von ca. 40°C:
[0037] Sobald jedoch die Temperatur, bei welcher die Trendumkehr des Temperaturabfalles
stattfindet, nur 5° oder weniger unterhalb der Endtemperatur der vorangegangenen Heizphase
liegt, ist ein erneutes Aufheizen nicht mehr sinnvoll, und es wird dann anschließend
nur noch mit Vakuum beaufschlagt , bis der Endzustand von weniger als 1,0 Gew.% erreicht
wird.
[0038] Eine Ausführungsform gemäß der Erfindung wird anhand der Fig. 1 beispielhaft näher
beschrieben. Die Fig. 1 zeigt den Temperaturverlauf im Inneren einer relativ kompakten
Papieransammlung, also etwa zwischen den Seiten eines Buches, welches im Inneren eines
Stapels oder einer Ansammlung von Büchern angeordnet ist.
[0039] Diese Temperatur ist aufgetragen über der Zeit, woraus sich Zeitdauer und qualitativer
Verlauf der Heizphasen und der Evakuierungsphasen ergeben.
[0040] Diese mit einer Papieransammlung von 80 bis 100 kg Gewicht durchgeführte Versucht
zeigt, daß - ausgehend von 20°C Umgebungstemperatur und bei geringem Überdruck - ca.
4 Std. benötigt wurden, um durch Einblasen bzw. Hindurchblasen mittels Luft, deren
Temperatur bei ca. ...°C lag, und welche weniger als 1,0 Gew.% Wasser enthielt, am
Sensor im Inneren der Papieransammlung die gewünschte Endtemperatur von 45°C erreicht
wurde. Das anschließend angelegte Vakuum läßt die Temperatur innerhalb von 0,6 Std.
auf 25°C Absinken, wobei dann fast schlagartig eine Stagnation der Temperatur eintritt.
[0041] Sobald dies der Fall ist, wird die Unterdruckquelle abgeschaltet bzw. vom Autoklaven
getrennt, und das Papier in dessen Inneren erneut mittels der vorbeschriebenen Warmluft
aufgeheizt, bis wiederum im Inneren der Papieransammlung am Temperatursensor 45° C
Endtemperatur erreicht werden, wofür wiederum knapp vier Stunden benötigt werden.
[0042] Nachdem dies erreicht ist und erneut am Autoklaven die Unterdruckquelle angeschlossen
wird, wird zunächst einmal innerhalb des Autoklaven sehr viel schneller der gewünschte
Unterdruck von bis zu 1 mbar aufgebaut, wie die sehr viel spitzere Ausbildung des
Peaks bei diesem zweiten Zyklus zeigt.
[0043] Der Temperaturabfall ist anfangs genauso schnell, beginnt jedoch unterhalb von etwa
35°C langsamer zu werden und kehrt sich bei ca. 32°C bereits in einen Temperaturanstieg
um, wofür jedoch ab dem Anlegen des Vakuums 1,4 Std. benötigt werden.
[0044] Das anschließende Aufheizen von ca. 32°C auf wiederum 45°C geschieht deutlich langsamer.
Für diese nur noch ca. 10° Temperaturdifferenz werden bei gleichem Beaufschlagen mit
Warmluft 3.8 Std. benötigt.
[0045] Beim anschließenden Beaufschlagen mittels Vakuum ist fast der gleiche Verlauf wie
nach der zweiten Heizphase zu beobachten, und auch die anschließende Aufheizung, mit
der etwa die gleiche Temperaturdifferenz wie einen Zyklus zuvor bewältigt werden muß,
benötigt auch in etwa dieselbe Zeit.
[0046] Nach dieser vierten Heizphase kehrt sich der zunächst starke Temperaturabfall wiederum
nach etwa einer Stunde in einen Temperaturanstieg um, jedoch bereits bei einer Temperatur
von immer noch 40°C.
[0047] Anschließend wird in einer länger dauernden Evakuierungsphase durchgängig, mindestens
jedoch mehr als zwei Stunden, z. T. bis zu 16 Std., Unterdruck angelegt, bis die gewünschte
Restfeuchte erreicht ist.
1. Verfahren zum Trocknen von Papier, insbesondere in Form von ganzen Büchern, insbesondere
als erste Behandlungsstufe bei der Massenentsäuerung von Papier, wobei das Papier
durch Beaufschlagen mit warmer Luft erwärmt und durch Beaufschlagen mit Unterdruck
getrocknet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- das Beaufschlagen des Papiers mit warmer Luft periodisch und im Wechsel mit dem
Beaufschlagen mittels Unterdruck geschieht,
- wobei die warme Luft einen Feuchtegehalt von unter 1 Gew.% Wasser aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Beaufschlagen mit warmer Luft durch Herantransportieren und überstreichen des
Papiers mit bereits vorher erwärmter Luft geschieht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
beim Beaufschlagen des Papiers mit warmer Luft die Strömungsgeschwindigkeit der Luft
in der Nähe des Papiers zwischen 0,1 m/s und 2,0 m/s beträgt, insbesondere zwischen
0,5 m/s und 1,0 m/s.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Beaufschlagen mit warmer Luft und anschließende Beaufschlagen mit Unterdruck in
vier bis sechs nacheinander folgenden Zyklen geschieht, um von sechs bis acht Gewichts-%
Feuchtigkeit auf maximal 1 % Feuchtigkeit zu trocknen.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
beim Beaufschlagen mittels Unterdruck der Unterdrück geringer ist als 10 mbar, insbesondere
geringer als 1 mbar.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Behandeln des Papiers chargenweise, vorzugsweise in einem Autoklaven, geschieht.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
beim Beaufschlagen des Papiers mit warmer Luft eine Endtemperatur des Papiers im Inneren
der Bücher von 40°C bis 50°C, insbesondere von ca. 45°C, angestrebt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
beim Behandeln einer Menge von 100 kg Papier die erste Heizphase ca. 2-3 Std. dauert,
und die Dauer der Heizphasen geringfügig abnimmt bis auf ca. 1-2 Std. bei der letzten
Phase.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Einwirken von Unterdruck auf das Papier nach den jeweiligen Erwärmungsphasen solange
geschieht, bis die während der Beaufschlagung mit Vakuum stark abfallende Temperatur
des Papiers sich stark verlangsamt oder gar in einen Temperaturanstieg umkehrt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei der Behandlung von 100 kg Papier die erste Evakuierungsphase 0,7 bis 0,8 Std.
dauert.
11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Dauer der einzelnen Evakuierungsphasen sich von Zyklus zu Zyklus etwa verdoppelt,
und insbesondere nach der vierten und letzten Heizperiode ca. 6 Std. beträgt.
1. A process for drying paper, in particular in the form of whole books, in particular
as a first treatment step in the mass deacidification of paper, wherein the paper
is heated by being acted upon with warm air and is dried by being acted upon with
reduced pressure,
characterised in that
- the treatment for acting upon the paper with warm air occurs periodically and alternately
with the treatment by means of reduced pressure,
- wherein the warm air has a moisture content of below 1% by weight of water.
2. A process according to claim 1
characterised in that the treatment with warm air is effected by transporting air that has already been
previously heated to the paper and passing it over the paper.
3. A process according to claim 1 or claim 2
characterised in that when the paper is acted upon with warm air the flow rate of the air in the proximity
of the paper is between 0.1 m/s and 2.0 m/s, in particular between 0.5 m/s and 1.0
m/s.
4. A process according to one of the preceding claims
characterised in that the treatment with warm air and the subsequent treatment with reduced pressure is
effected in between four and six successive cycles in order to dry between six and
eight % by weight of moisture to a maximum of 1% of moisture.
5. A process according to one of the preceding claims
characterised in that in the treatment by means of reduced pressure the reduced pressure is less than 10
mbar, in particular less than 1 mbar.
6. A process according to one of the preceding claims
characterised in that treatment of the paper is effected batch-wise, preferably in an autoclave.
7. A process according to one of the preceding claims
characterised in that when the paper is acted upon with warm air a final temperature for the paper in the
interior of the books of between 40°C and 50°C and in particular about 45°C is the
target.
8. A process according to one of the preceding claims
characterised in that when treating an amount of 100 kg of paper the first heating phase lasts between
about 2 and 3 hours and the duration of the heating phases slightly decreases to between
about 1 and 2 hours in the last phase.
9. A process according to one of the preceding claims
characterised in that the action of reduced pressure on the paper after the respective heating phases is
effected until the temperature of the paper which falls sharply during the treatment
with vacuum very greatly slows down or even reverses to become a rise in temperature.
10. A process according to one of the preceding claims
characterised in that in the treatment of 100 kg of paper the first evacuation phase lasts between 0.7
and 0.8 hour.
11. A process according to one of the preceding claims
characterised in that the duration of the individual evacuation phases approximately doubles from one cycle
to another and in particular is about 6 hours after the fourth and last heating period.
1. Procédé pour le séchage du papier en particulier sous forme de livres entiers, en
particulier en tant que première étape de traitement lors de la neutralisation de
la pâte à papier, le papier étant échauffé par un courant d'air chaud et séché par
envoi de dépression,
caractérisé en ce que
- l'envoi d'air chaud sur le papier s'effectue périodiquement et en alternance avec
l'envoi de dépression,
l'air chaud présentant une teneur en humidité d'un pour cent en poids d'eau.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'impact d'air chaud s'effectue par amenée et balayage du papier avec l'air chauffé
auparavant.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que lors de l'admission d'air chaud sur le papier, la vitesse d'écoulement de l'air à
proximité du papier est comprise entre 0,1 m/s et 2,0 m/s, en particulier entre 0,5
m/s et 1,0 ms.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'admission d'air chaud et l'admission de dépression suivante s'effectuent dans quatre
à six cycles consécutifs pour assécher six à huit pour cent d'humidité en poids à
1 % maximum d'humidité.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de l'impact au moyen de la dépression, la dépression est inférieure à 10 mbars
en particulier inférieure à 1 mbar.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le traitement du papier s'effectue par charge de préférence dans un autoclave.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que par impact d'air chaud sur le papier, une température finale de 40°C à 50°C en particulier
d'environ 45°C est recherchée,.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors du traitement d'une quantité d'environ 100 kg de papier, la première phase de
chauffage dure environ 2 à 3 heures et la durée des phases de chauffage diminue légèrement
jusqu'à 1 à 2 heures lors de la dernière phase.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'action de la dépression sur le papier s'effectue après les phases respectives de
réchauffement jusqu'à ce que la température du papier fortement décroissante pendant
l'application du vide se ralentie très fortement voir même s'inverse en une augmentation
de la température.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors du traitement de 100 kg de papier, la première phase d'obtention du vide dure
0,7 à 0,8 heures.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la durée des phases d'obtention du vide double approximativement de cycle en cycle
et en particulier après la quatrième et dernière période de chauffage s'élève à 4
heures.