[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Montieren eines Anzeigemoduls hinter einer
Scheibe, insbesondere einer Scheibe eines Fahrzeugs, wobei das Anzeigemodul zum Darstellen
einer von der Außenseite der Scheibe her sichtbaren Anzeige ausgebildet ist und eine
Mehrzahl von Anzeigeelementen umfaßt, die jeweils ein Kippsegment und eine dem Kippsegment
zugeordnete Lichtquelle aufweisen. Ferner bezieht sie sich auf ein System von zur
Verwendung in dem Verfahren ausgebildeter aufeinander abgestimmter Komponenten sowie
auf Komponenten des Systems.
[0002] Die Anzeigemodule, auf die sich die Erfindung bezieht, sind hinter Scheiben angeordnet.
Die Scheiben können dabei stationär, z.B. bei Fahrgastinformationen, oder mobil, z.B.
bei Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs, sein. Beispielsweise ist es bei
Bussen gebräuchlich, im Innenraum des Busses hinter der Frontscheibe, der Seitenscheibe
und der Heckscheibe aus Anzeigemodulen bestehende Fahrtzielanzeigen anzubringen. Die
Erfindung wird im Folgenden ohne Beschränkung der Allgemeinheit anhand von Fahrtzielanzeigen
in Bussen beschrieben.
[0003] Nach dem Stand der Technik sind ein oder mehrere Anzeigemodule in einem geschlossenen
Kasten angeordnet, der auf der Sichtseite eine eigene, von dem Fahrzeug unabhängige
Scheibe aufweist und mittels besonderer, mit der Karosserie des Fahrzeugs verbundener
Befestigungseinrichtungen im Fahrzeug befestigt ist. Daraus ergeben sich die bekannten
Nachteile, daß besondere Befestigungseinrichtungen, die von Fahrzeugmodell zu Fahrzeugmodell
differieren können, erforderlich sind, die Befestigungsgehäuse für die Anzeigemodule
ein hohes Gewicht, das bei Frontscheibenanzeigen ca. 60 kg betragen kann, aufweisen
und der Zugang zu den Anzeigemodulen in den geschlossenen Gehäusen schwierig und ein
Service somit aufwendig ist. Ferner ist die Sichtbarkeit aufgrund der Tatsache, daß
die Anzeige sich in einer bestimmten Entfernung von der Fahrzeugscheibe befindet und
eine zusätzliche Scheibe in dem Gehäuse zwischengeschaltet ist, beeinträchtigt. Zur
Vermeidung von Spiegelungen werden daher die Gläser gelegentlich entspiegelt.
[0004] Die Anzeige selbst wird nach dem Stand der Technik mittels eines hintergrundbeleuchteten
Transparentes oder mittels eines oder mehrerer Anzeigemodule mit jeweils einer Matrix
aus Kippsegmente umfassenden Anzeigeelementen realisiert. Jedes Kippsegment umfaßt
dabei eine schwenkbare Scheibe, die auf einer Seite hell, beispielsweise gelb, und
auf der gegenüberliegenden Seite dunkel, beispielsweise schwarz, gefärbt ist. Die
einzelnen Kippsegmente können individuell in die eine oder andere Stellung gebracht
werden, vorzugsweise durch eine magnetische Betätigung mittels einer elektromagnetischen
Ansteuerung, so daß die Gesamtheit der Kippsegmente aus den hellen Seiten zusammengesetzte
Zahlen und Buchstaben anzeigen kann.
[0005] Eine vorteilhafte Besonderheit kann dabei darin bestehen, daß die Kippsegmente bistabil
sind, d.h. daß nur zum Umklappen der Kippsegmente ein Steuerstrom erforderlich ist
und die Orientierung der Kippsegmente in beiden Positionen stabil ist, ohne daß ein
Stromfluß erforderlich ist.
[0006] Zur Verbesserung der Lesbarkeit kann dabei vorgesehen sein, daß die Kippsegmente
mittels einer gemeinsamen Beleuchtungseinrichtung, beispielsweise einer sich längs
des Anzeigemoduls erstreckenden Neonröhre, beleuchtet werden.
[0007] Ferner sind Kippsegmentanzeigen bekannt, die jeweils eine dem Kippsegment zugeordnete
Lichtquelle aufweisen. Die Lichtquelle ist vorzugsweise eine Leuchtdiode, kann aber
auch in anderer Weise realisiert sein, beispielsweise mittels Lichtleiterfasern. Für
die Anordnung der jeweils einem Kippsegment zugeordnete Lichtquelle gibt es verschiedene
Ausbildungen.
[0008] In einer ersten Variante ist die Lichtquelle so angeordnet, daß sie die Anzeigeseite,
d.h. die helle Seite des Kippsegments beleuchtet. Das von der Lichtquelle emittierte
Licht ist dabei nicht oder allenfalls zu einem geringen Anteil bzw. unter bestimmten
Betrachtungswinkeln direkt für den Betrachter zu sehen, der ausschließlich oder im
wesentlichen das von der Anzeigeseite diffus reflektierte Licht sieht. Die Lichtquelle
kann beispielsweise neben dem Kippsegment angeordnet sein und dieses von der Seite
her beleuchten. In besonderen Ausführungsformen kann die Lichtquelle aber auch über
dem Kippsegment angeordnet sein und die Anzeigeseite beleuchten.
[0009] Diese erste Variante hat jedoch verschiedene praktische Nachteile. Wenn die Lichtquelle
das Kippsegment beleuchtet muß sie in dem Zwischenraum zwischen dem Kippsegment und
der Innenseite der Scheibe angeordnet sein. Da hierzu eine mechanische Halterung und
eine elektrische Zuführung erforderlich ist und gegebenenfalls das emittierte Licht
durch eine Blende zum Betrachter hin abgedeckt werden muß, kann es in manchen Ausführungsformen
erforderlich sein, einen größeren Abstand, als er zum Ermöglichen des Schwenkens des
Kippsegments unbedingt erforderlich ist, zur Innenseite der Scheibe einzuhalten. Tendentiell
haben also solche Anzeigen einen größeren Abstand zur Scheibe.
[0010] Daraus resultiert der Nachteil, daß das von den Kippsegmenten diffus reflektierte
Licht eine größere Fläche auf der Scheibeninnenseite beleuchtet und unter einem größeren
Einfallswinkelbereich auf diese Innenseite fällt. Dies führt dazu, daß das von der
Scheibe reflektierte und gestreute Störlicht sich über einen größeren Bereich, auch
bis zum benachbarten Kippsegment, ausbreiten kann und den Kontrast und damit die Erkennbarkeit
der Anzeige beeinträchtigt. Von den beleuchteten Segmenten geht Streulicht in alle
Richtungen aus und verschlechtert die Kontrastbildung hinter der Scheibe durch Reflexionen.
[0011] Außerdem führen die Reflexionen an der Scheibe und in der Scheibe, die bei Bussen
häufig stark gewölbt und aus relativ starkem Material ist und in der sich das Licht
durch Ein- und Mehrfachreflexionen ausbreiten kann, zu Intensitäts- und Kontrastverlusten.
Dies ist besonders kritisch, da die Intensität des von dem Kippsegment reflektierten
Lichts ohnehin gering ist und in der Praxis ein wesentlich höherer Leuchtdiodenstrom
erforderlich ist, um die Intensitätsverluste durch die indirekte Beleuchtung auszugleichen.
Dies hat Nachteile hinsichtlich Lebensdauer und Stromverbrauch. Hinzu kommmt der erläuterte
Streulichteffekt.
[0012] In einer zweiten Variante ist die einem Kippsegment zugeordnete Lichtquelle so angeordnet,
daß sie das Licht zu dem Betrachter gerichtet emittiert. Das Licht der Lichtquelle
ist also unmittelbar (nicht indirekt über das Kippsegment) für den Betrachter sichtbar,
d.h. der Betrachter "schaut in die Lichtquelle". Die Lichtquellen beleuchten nicht
die Kippsegmente, sondern strahlen (zumindest den Hauptteil ihres emittierten Lichtes)
direkt zum Betrachter. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, daß die Lichtemission
über einen gewissen Winkelbereich erfolgt, damit die Anzeige für Betrachter unterschiedlicher
Standorte erkennbar ist.
[0013] Im Ergebnis entsteht dadurch eine doppelte Anzeigematrix, nämlich die der hellen
Seiten der Kippsegmente und die der eingeschalteten Lichtquellen, die unabhängig voneinander
die gewünschte Anzeige darstellen. Die doppelte Anzeigematrix hat den Vorteil, daß
das menschliche Auge automatisch und individuell, abhängig z.B. von der Sehschärfe,
die jeweils bestmöglich erkennbare Anzeige auswählt. Dies erleichtert und verbessert
das Lesen der dargestellten Information, und zwar unabhängig von der jeweils vorherrschenden
Beleuchtung, Tages- und Nachtzeit, Wetterbedingungen und sonstiger Sichtbeeinträchtigung.
[0014] Natürlich können allgemein auch zwei oder mehr Lichtquellen jeweils einem Kippsegment
oder umgekehrt zwei oder mehr Kippsegmente jeweils einer Lichtquelle zugeordnet sein,
sofern es aus praktischen Gründen zweckmäßig und wirtschaftlich vertretbar ist, die
Anzeigeelemente doppelt oder mehrfach auszubilden.
[0015] Die Anordnung der einen Lichtquelle oder der mehreren Lichtquellen, die einem Kippsegment
zugeordnet sind, in Bezug auf das Kippsegment kann bei der zweiten Variante in mehrerer
Weise erfolgen. Beispielsweise kann die Lichtquelle so zu dem Kippsegment angeordnet
sein, z.B. in einem Ausschnitt oder neben einer Kante des Kippsegments, daß sie bei
Anzeige der hellen Seite des Kippsegments für den Betrachter sichtbar und bei Anzeige
der dunklen Seite des Kippsegments von dem Kippsegment verdeckt ist. Bei diesen und
anderen Ausführungsformen kann vorzugsweise vorgesehen sein, daß bei Anzeige der dunklen
Seite des Kippsegmentes die Lichtquelle ausgeschaltet ist. Die Lichtquelle kann aber
auch neben dem Kippsegment angeordnet sein, insbesondere in einem Schnitt- oder Eckpunkt
zu einem benachbarten Trägerelement oder Grundkörper eines Kippsegments, ohne daß
das Kippsegment die Lichtquelle verdeckt, wenn es auf dunkel steht.
[0016] Weiterhin kann die Lichtquelle in einem Loch in dem Kippsegment, insbesondere in
einem Loch, das in einem feststehenden Teil des Kippsegments angeordnet ist, angeordnet
sein. Es sind Ausführungsformen bekannt, bei denen ein Teil des Kippsegments aufgeklappt
wird und mit einem benachbarten, feststehenden Teil zusammen die helle Fläche bildet;
in dem feststehenden Teil ist die Lichtquelle angeordnet. Sie strahlt unmittelbar
zum Betrachter, ohne die helle Fläche des Kippsegments wesentlich zu beleuchten.
[0017] Bei direkt zum Betrachter emittierenden Lichtquellen gemäß der zweiten Variante wird
eine relativ kleinere Fläche der Scheibe von der Lichtquelle durchleuchtet als mit
dem Licht eines insgesamt beleuchteten Kippsegments. Da ferner das Licht im wesentlichen
senkrecht durch die Scheibe trifft, sind Störungen durch Reflexionen und Kontrastbeeinträchtigungen
deutlich geringer als bei der ersten Variante.
[0018] Anzeigeelemente mit Kippsegmenten, die eine dem Kippsegment zugeordnete Lichtquelle
aufweisen, sind beispielsweise in den Dokumenten EP 0401980 B1, EP 0463725 A2, EP
0556954 B1, EP 0731435 A1, US 3,942,274, US 4,243,978, US 4,531,318, US 5,005,305
und US 5,022,171 beschrieben.
[0019] Bisher wurde es von der Fachwelt für erforderlich gehalten, zur Montage von Fahrtzielanzeigen
einschließlich der ersten und der zweiten oben beschriebenen Variante mit Lichtquellen
diese fest mit der Karosserie zu verbinden und hierfür jeweils geeignete Befestigungselemente,
beispielsweise Winkel, Stangen und Querträger vorzusehen, die hinreichend stabil ausgebildet
sind, um das hohe Gewicht des Gehäuses einschließlich der darin angeordneten Anzeigemodule
aufnehmen zu können. Ein solches System ist beispielsweise in dem Dokument GB 2 310
946 A beschrieben.
[0020] Der Erfindung liegt unter Berücksichtigung dieses Standes der Technik die Aufgabe
zugrunde, das eingangs genannte Verfahren zum Montieren von Anzeigemodulen mit Kippsegmentanzeigen
und ein diesbezügliches System und geeignete Komponenten zu schaffen, mittels denen
die Nachteile des Standes der Technik hinsichtlich des Montageaufwandes, des Gewichtes
des Gehäuses, der Servicefreundlichkeit der Anzeigemodule und der Sichtbarkeit der
Anzeige reduziert oder vermieden werden.
[0021] Zur Lösung dieser Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs bezeichneten Art wird
erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß ein Befestigungselement auf die Innenseite der
Scheibe geklebt wird und das Anzeigemodul in einem geringen Abstand der Anzeigeelemente
zur Scheibe an dem Befestigungselement montiert wird.
[0022] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurde überraschenderweise festgestellt, daß
die schwierigen Anforderungen bei der Montage von Anzeigemodulen in Fahrzeugen dadurch
gelöst werden können, daß diese Module mit geeigneten Befestigungselementen an der
Innenseite der Fahrzeugscheibe angeklebt werden, ohne daß besondere Einbauten zur
Befestigung mit der Karosserie erforderlich sind. Mit der Erfindung werden somit Ziele
erreicht, um die sich die Fachwelt schon lange bemüht hat.
[0023] Damit das Befestigungselement auf die Scheibe geklebt werden kann, ist vorzugsweise
an dem Befestigungselement eine flächig ausgebildete Klebefläche vorzusehen. Sofern
die Scheibe eben ist, kann die Klebefläche ebenfalls eben ausgebildet sein. Bei einer
nur leichten Krümmung der Scheibe kann eine ebene Ausbildung der Klebefläche ebenfalls
ausreichend sein, wenn der verwendete Klebstoff in der Lage ist, die Spaltunterschiede
auszugleichen. Bei einer stärkeren Krümmung der Scheibe kann jedoch vorgesehen sein,
daß das Befestigungselement an seiner Klebefläche einer Krümmung der Scheibe folgend
ausgebildet ist. Die Krümmung der Klebefläche kann dabei in horizontaler und/oder
vertikaler Richtung der Krümmung der Scheibe angepaßt sein.
[0024] Hinsichtlich der zu verwendenden Klebstoffe kann der Fachmann unter Berücksichtigung
des Materials der Befestigungselemente unter einer Vielzahl geeigneter, kommerziell
zur Verfügung stehenden Kleber auswählen. Aus optischen Gründen wird es vorteilhaft
sein, wenn der Kleber transparent bzw. farblos ist. Vorzugsweise ist der Kleber wasserfest,
um ein Lösen beim Beschlagen der Scheiben zu verhindern. Ferner ist es vorteilhaft,
wenn der Kleber bei Raumtemperatur härtet, da in diesem Fall keine Wärmebehandlung
beim Fixieren der Befestigungselemente an der Scheibe erforderlich ist.
[0025] Die Scheibe und/oder das Befestigungselement können auf gebräuchliche Art und Weise
zum Herstellen einer Klebeverbindung vorbereitet werden, beispielsweise mittels Reinigen,
Anätzen oder Aufbringen einer Zwischenschicht in Form einer Folie oder in einem Siebdruckverfahren.
Der Klebstoff bzw. die Klebeverbindung ist vorzugsweise so ausgebildet, daß das Befestigungselement
unlösbar, d.h. nicht ohne Zerstörung oder Beschädigung der Scheibe bzw. des Befestigungselements
oder allenfalls unter Anwendung besonderer Ablösetechniken mit der Scheibe verbunden
ist. Auf diese Weise wird ein sicherer und fester Halt erzielt.
[0026] Die Zahl der zum Montieren des Anzeigemoduls an der Scheibe erforderlichen Befestigungselemente
hängt von der konstruktiven Realisierung der Befestigung ab. Wenn die Befestigungselemente
punktförmig ausgebildet sind oder eine nur kleine Klebefläche aufweisen, werden in
der Regel mehrere, verteilt angeordnete Befestigungselemente zum Montieren erforderlich
sein. Dagegen kann die Befestigung bereits mit einem einzigen Befestigungselement
erfolgen, wenn dieses eine entsprechend große, insbesondere langgestreckte Klebefläche
aufweist. So kann das Befestigungselement beispielsweise als Befestigungsrahmen realisiert
werden der geschlossen oder offen, zum Beispiel U-förmig, sein kann. Ein Rahmen hat
den Vorteil einer guten Staubabdichtung.
[0027] Eine besonders vorteilhafte Ausführung besteht darin, daß zwei Befestigungselemente
verwendet werden, die als Profilleisten ausgebildet sind, und die Profilleisten parallel
zueinander an die Scheibe geklebt werden. Die Profilleisten verlaufen in diesem Fall
vorzugsweise im wesentlichen horizontal und können ein Anzeigemodul oder mehrere,
nebeneinander angeordnete Anzeigemodule aufnehmen. Die Höhe der Anzeigemodule entscheidet
dabei über den erforderlichen Abstand der Profilleisten.
[0028] Da die Höhe der Anzeigemodule verschiedener Hersteller im wesentlichen gleich ist,
ergibt sich dadurch die Vorteile bietende Möglichkeit, ein einheitliches Befestigungssystem
zu schaffen. Hierzu wird vorteilhafterweise vorgesehen, an dem Anzeigemodul eine Modulträgerprofilleiste
zu befestigen und das Anzeigemodul mittels der Modulträgerprofilleiste zu montieren.
Die Montage kann dabei in der Weise erfolgen, daß die Modulträgerprofilleiste unmittelbar
an dem Befestigungselement angebracht wird. Bei anderen Ausführungsformen kann es
jedoch auch vorteilhaft sein, wenn zwischen den Befestigungselementen an der Scheibe
und den Modulträgerprofilleisten an den Anzeigemodulen oder den Anzeigemodulen selbst
Adapterelemente vorgesehen sind.
[0029] Ein erfindungsgemäßes System zum Montieren eines Anzeigemoduls hinter einer Scheibe,
insbesondere einer Scheibe eines Fahrzeugs, wobei das Anzeigemodul zum Darstellen
einer von der Außenseite der Scheibe her sichtbaren Anzeige ausgebildet ist und eine
Mehrzahl von Anzeigeelementen umfaßt, die jeweils ein Kippsegment und eine dem Kippsegment
zugeordnete Lichtquelle aufweisen, umfaßt demnach zueinander passend ausgebildete
Befestigungselemente und Anzeigemodule, wobei die Befestigungselemente eine Klebefläche
zum Aufkleben der Befestigungselemente auf die Scheibe aufweisen.
[0030] Dadurch, daß die Anzeigemodule passend zu den Befestigungselementen ausgebildet sind,
d.h. die Anzeigemodule selbst oder daran befestigte Modulträgerprofilleisten oder
Adapterelemente, können die Anzeigemodule hinsichtlich Form und/oder Anordnung paßgenau
an den Befestigungselementen montiert werden. Das erfindungsgemäße System ist somit
eine Kombination von Klebe- und Verbindungstechniken, wobei die Verbindung zwischen
Anzeigemodul und Befestigungselement bevorzugt möglichst montagefreundlich direkt
oder indirekt durch Aufschieben, Verschrauben, Verrasten oder dergleichen realisiert
wird.
[0031] Die Vorteile der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik bestehen darin, daß
- die Montage der Anzeigemodule keine konstruktiven Veränderungen an der Fahrzeugkarosserie
und keine fahrzeugspezifischen Notwendigkeiten, wie z.B. mit der Karaosserie verbundene
Gehäusebefestigungen, erfordert,
- der Einbau daher jederzeit auch nachträglich möglich ist, ohne aufwendige Befestigungen
mit der Karosserie vorzusehen,
- die Einbauzeit einer Fahrtzielanzeige deutlich reduziert werden kann, beispielsweise
von 150 Minuten auf 30 Minuten,
- eine Gewichtseinsparung von bis zu 60 % erzielt wird,
- die Einbautiefe reduziert wird, beispielsweise um 20 %,
- die Kosten reduziert sind,
- die Servicefreundlichkeit erhöht wird, da Reparatur-, Service- und Reinigungsarbeiten
wegen der schnellen Ausbau-, Einbau- und Austauschmöglichkeit der Anzeigemodule auf
der Werkbank durchgeführt werden können und nicht mehr im eingebauten Zustand im Fahrzeug
durchgeführt werden müssen,
- die Sichtbarkeit verbessert ist, da eine vorbekannte Anzeigemodule abdeckende Gerätescheibe
entfallen kann, so daß die davon ausgehenden Reflexionen und die durch sie bedingten
Lichtabschwächungen und Spiegelungen an Mehrfachverglasungen vermieden werden und
der Abstand der Anzeigeelemente von der Innenseite der Scheibe reduziert ist,
- das Beschlagen der Scheiben vermindert ist, da die Eigenwärme der Anzeigemodule in
den Fahrgastraum austreten kann,
- die Erfindung sowohl bei standardisierten, einheitlichen Konfigurationen, beispielsweise
in der Serienfertigung, als auch bei kundenspezifischen Ausführungen unaufwendig realisiert
werden kann und
- Vorteile sowohl hinsichtlich der Praktikabilität und Stabilität der Montage als auch
der Verbesserung von Lesbarkeit, Erkennbarkeit und Kontrast der Anzeige erzielt werden.
[0032] Die Vorteile, insbesondere letztere, werden dann besonders gut erzielt, wenn Kippsegmentanzeigen
verwendet werden, bei denen die Lichtquellen so angeordnet sind, daß sie das Licht
im wesentlichen direkt in Richtung zum Betrachter emittieren. In diesem Fall kann
der Abstand zwischen den Lichtquellen bzw. den Kippsegmentanzeigen und der Fahrzeugscheibe
besonders klein sein. Hierdurch reduzieren sich die Reflexionen, insbesondere bei
von der senkrechten Betrachtung abweichenden Betrachtungswinkeln, und die Beeinträchtigung
durch Fremd- und Störlicht aus der Umgebung des Fahrzeugs und auch aus dem Innenraum
des Fahrzeugs werden verringert.
[0033] Insbesondere bei gewölbten Scheiben ist es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich,
einen geringen Abstand zu der Scheibe einzuhalten, da die Befestigungselemente der
Wölbung der Scheibe angepaßt werden können. Bei bekannten Anzeigemodulen, die in einem
kastenförmigen Gehäuse untergebracht waren, war es bereits aufgrund der Wölbung der
Scheibe erforderlich, einen großen Abstand zwischen Anzeigeelement und Scheibe einzuhalten.
[0034] Ein weiterer Vorteil, der sich durch die Reduktion der Fremd- und Störlichteinflüsse
ergibt, ist der, daß das automatische Dimmen der Lichtquellen in Abhängigkeit von
äußerem, das Fahrzeug umgebendem Umgebungslicht zuverlässiger und genauer funktionieren
kann, da hierzu der in der Anzeige oder in deren unmittelbarer Nähe angeordnete Lichtsensor
weniger durch von der Anzeige ausgehendem, diffus gestreutem Licht gestört wird und
gegenüber dem vom Fahrgastinnenraum ausgehenden Licht besser abgeschirmt werden kann.
[0035] Die genannten Vorteile sind aus den oben erläuterten Gründen bei direkt einsehbaren
Lichtquellen besser ausgeprägt als bei indirekt sichtbaren Lichtquellen, die die Kippsegmente
beleuchten.
[0036] Anhand der Darstellung in den Zeichnungen im folgenden näher beschriebene und erläuterte
Ausführungsbeispiele der Erfindung lassen weitere vorteilhafte Merkmale und Besonderheiten
erkennen.
[0037] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine Scheibe mit zwei Befestigungsprofilleisten,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine Gehäuseabdeckung mit zwei Modulträgerprofilleisten,
- Fig. 3
- die Teile der Fig. 1 und 2 im zusammengebauten Zustand,
- Fig. 4
- dasselbe wie Fig. 3 mit einem montierten Anzeigemodul,
- Fig. 5
- eine Variante zu Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch eine obere Befestigungsprofilleiste,
- Fig. 7
- einen Schnitt durch eine untere Befestigungsprofilleiste,
- Fig. 8
- einen Schnitt durch eine obere Modulträgerprofilleiste,
- Fig. 9
- einen Schnitt durch eine untere Modulträgerprofilleiste mit Schnellverschluß,
- Fig. 10
- eine Abwandlung zu Fig. 4 mit Adapterprofilleiste,
- Fig. 11
- eine Einzelheit zu Fig. 10,
- Fig. 12
- eine Einzelheit zu Fig. 11,
- Fig. 13
- eine Abwandlung zu Fig. 10,
- Fig. 14
- eine Einzelheit zu Fig. 13 und
- Fig. 15
- eine Einzelheit zu Fig. 14.
[0038] Die Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Scheibe 1 eines Fahrzeugs. Auf der Innenseite
2 der Scheibe 1 sind zwei Befestigungselemente 3 angebracht, die als Profilleisten
ausgebildet sind. Im dargestellten Beispielsfall handelt es sich um eine obere Befestigungsprofilleiste
4 und eine untere Befestigungsprofilleiste 5, die mittels der Klebeflächen 6 horizontal
verlaufend parallel zueinander an die Scheibe 1 geklebt sind. Die Befestigungsprofilleisten
4, 5 sind einstückig ausgebildet, könnten aber auch in Teilstücken realisiert sein.
[0039] Zum Aufkleben der Befestigungsprofilleisten 4, 5 auf die Scheibe 1 kann ein gebräuchlicher
Kleber verwendet werden. Das Aufkleben kann vorteilhafterweise mittels einer Schablone
oder eines geeigneten Montagewerkzeugs durchgeführt werden, so daß die Befestigungsprofilleisten
4, 6 in der vorgesehenen Position angebracht sind. Das Aufkleben der Befestigungsprofilleisten
4, 6 kann bereits vom Hersteller der Scheibe 1 oder von einem Dritten vor, während
oder nach dem Einbau der Scheibe 1 in das Fahrzeug durchgeführt werden. Die Befestigungsprofilleisten
können beispielsweise stranggepreßte Aluminiumprofile sein.
[0040] Die Anzeigemodule könnten prinzipiell direkt an den Befestigungselementen 3 montiert
werden, beispielsweise an darin ausgebildeten Haltenocken 8. Bevorzugt ist jedoch
eine Ausführungsform, bei der an den Anzeigemodulen befestigbare, zu den Befestigungselementen
3 korrespondierende Modulträgerprofilleisten 7 vorgesehen sind. Als Profilleisten
ausgebildete Modulträgerprofilleisten, beispielsweise in Form stranggepreßter Aluminiumprofile,
sind in Fig. 2 dargestellt. Sie umfassen eine obere Modulträgerprofilleiste 9 und
eine untere Modulträgerprofilleiste 10. Das Anzeigemodul ist der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestellt.
[0041] Die Modulträgerprofilleisten 9, 10 tragen noch eine eventuell erforderliche Gehäuseabdeckung
11, in der eine elektronische Einheit 12 angeordnet sein kann. Zwei mögliche Steckverbindungen
13, 14 zum elektrischen Anschluß der Anzeigemodule sind ebenfalls angedeutet; sie
können an beliebiger Stelle in der Gehäuseabdeckung 11 vorgesehen sein. Wenn keine
Gehäuseabdeckung 11 vorhanden ist, kann die erforderliche Steckverbindung auch an
dem Anzeigemodul direkt ausgebildet sein.
[0042] In Fig. 3 ist dargestellt, wie die Teile der Fig. 1 und 2 im zusammengebauten Zustand
zueinander angeordnet sind.
[0043] Die obere Befestigungsprofilleiste 4 befindet sich im formschlüssigen Eingriff mit
der oberen Modulträgerprofilleiste 9 und die untere Befestigungsprofilleiste 5 mit
der unteren Modulträgerprofilleiste 10. Die Befestigung erfolgt vorzugsweise mittels
Schnellverschlüssen 15, die in die Haltenocken 8 eingreifen. Die Schnellverschlüsse
können beispielsweise Flügelgriffe für eine manuelle Betätigung aufweisen oder, wenn
allzu leichte Manipulationen verhindert werden sollen, stattdessen eine Aufnahme für
ein Schnellmontagewerkzeug aufweisen.
[0044] Die Fig. 4 zeigt, wie das Anzeigemodul 16 mittels zu den Befestigungselementen 3
korrespondierender Modulträgerprofilleisten 7 befestigt werden und das Anzeigemodul
16 mittels der Modulträgerprofilleisten 7 montiert wird. Ein Anzeigemodul 16 umfaßt
in der Regel neben der eingangs beschriebenen Matrix von Anzeigeelementen mit Kippsegmenten
eine Grundplatine, auf der die Anzeigeelemente befestigt sind, und eine oder mehrere
weitere Platinen mit Steuerelektronik. Das ganze Anzeigemodul 16 kann entweder an
der stabilen Hauptplatine oder an einem Tragrahmen festgeschraubt werden.
[0045] Die Modulträgerprofilleisten 9, 10 weisen Nuten 17 auf, die für die Montage der Anzeigemodule
16 oder zur Befestigung anderer Komponenten geeignet sind. Ebenso sind weitere Nuten
18 vorgesehen, die zum Einschrauben von Schrauben für die Montage der Gehäuseabdeckung
11 geeignet sind. Die Modulträgerprofilleisten 9, 10 sind, ebenso wie die Befestigungsprofilleisten
4, 5, vorzugsweise fertig vorbearbeitet und mit allen notwendigen Bohrungen versehen
und entsprechend abgelängt.
[0046] Die Befestigungsprofilleisten 4, 5 werden auf die Scheibe 1 geklebt und das Anzeigemodul
16 mit den Modulträgerprofilleisten 9, 10 und gegebenenfalls der Gehäuseabdeckung
11 verbunden. Auf diese Weise entsteht ein vormontiertes Bauteil in Form einer funktions-
und montagefertigen Einheit, die paßgenau auf die geklebten Befestigungsprofilleisten
4, 5 aufgesetzt und mittels der Schneilverschlüsse 15 befestigt werden kann.
[0047] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind jeweils die oberen und unteren Befestigungsprofilleisten
4, 5 bzw. Modulträgerprofilleisten 9, 10 gleich ausgeführt. Dies führt zu einer Vereinfachung
der Lagerhaltung, ist jedoch nicht zwingend erforderlich. In anderen Ausführungsformen
könnte das Anzeigemodul 16 in eine Haltenut der unteren Leiste eingesetzt und an der
oberen Leiste mittels einer Verschlußvorrichtung, z.B. durch Schrauben, befestigt
werden. In weiteren Ausführungsformen kann vorgesehen sein, daß das Anzeigemodul 16,
insbesondere als vormontiertes Bauteil, in die obere Leiste eingehängt und an der
unteren Leiste mittels einer Verschlußvorrichtung befestigt wird. Die jeweiligen Profile
können zueinander korrespondierend, z.B. hintergreifend ausgebildet werden.
[0048] Die erfindungsgemäße Montage hat nicht nur den Vorteil, daß sie schnell und kostengünstig
durchführbar ist, sondern auch den, daß sich die Kippsegmente in einem sehr geringen
Abstand von der Innenseite 2 der Scheibe 1 befinden. Eine Untergrenze ist lediglich
durch den erforderlichen Schwenkradius zum Umklappen der Kippsegmente gegeben. Der
Abstand der Schwenkachse der Kippsegmente von der Innenseite 2 der Scheibe 1 kann
kleiner als der fünffache, bevorzugt kleiner als der dreifache maximale Schwenkradius
des Kippsegments, bezogen auf ihre Schwenkachse, sein. Bei einem Durchmesser des Kippsegments
von 15 mm und einem Schwenkradius von 7,5 mm kann der Abstand beispielsweise zwischen
ca. 8 mm und 25 mm betragen. Um den Abstand zu minimieren und um gegebenenfalls Fertigungstoleranzen,
insbesondere solche der Scheibe, auszugleichen können die Befestigungselemente, Befestigungsprofilleisten,
Modulträgerprofilleisten oder das Anzeigemodul selbst geeignete Abstandsverstelleinrichtungen
aufweisen.
[0049] Die Fig. 5 zeigt in einer Variante zu Fig. 4 eine Ausführungsform, die eine größere
Bauhöhe aufweist. Es ist zu erkennen, daß dies bei ansonsten gleicher Montage des
Anzeigemoduls 16 und Verwendung gleicher Befestigungsteile allein dadurch realisert
werden kann, daß die Befestigungsprofilleisten 4, 5 in einem größeren Abstand zueinander
auf die Scheibe 1 aufgeklebt werden. Die Befestigung mittels eines Schnellverschlusses
15 oder auf andere Weise bleibt davon unberührt. Insbesondere sind keine Änderungen
an mit der Karosserie des Fahrzeugs verbundenen Befestigungseinrichtungen erforderlich.
[0050] Die Figuren 6 und 7 zeigen in einer Einzelheit einen Schnitt durch eine obere Befestigungsprofilleiste
4 bzw. untere Befestigungsprofilleiste 5. Der Schnitt verläuft dabei in Fig. 7 durch
einen Haltenocken 8 und in Fig. 6 an einer anderen Stelle. Die Befestigungsprofilleisten
4, 5 sind in einem Abstand zu der Scheibe 1 dargestellt, so daß die Klebeflächen 6
besser zu erkennen sind. Auf den Schenkeln 19 können die Haltenocken 8 oder andere
Bohrungen zur Montage einer Verriegelungseinrichtung angebracht sein. Die innenliegenden,
d.h. zueinander gerichteten Fortsätze 20 können so lang sein, daß sie Bereiche des
Anzeigemoduls 16, die nicht sichtbar sein sollen, wie beispielsweise Lötstellen, abdecken.
Um eine bessere Sicht auf die Anzeigeelemente zu ermöglichen, sind die innenliegenden
Enden 21 angeschrägt.
[0051] Die Fig. 8 zeigt, korrespondierend zu Fig. 6, eine obere Modulträgerprofilleiste
9. In Fig. 9 ist, korrespondierend zu Fig. 7, eine untere Befestigungsprofilleiste
10 dargestellt. Zu erkennen sind die Nuten 17, 18 sowie der Schnellverschluß 15. Der
Schenkel 22 kann auch andere Bohrungen zur Befestigung der Verriegelungseinrichtung
aufweisen. Zur spielfreien Montage sind vorteilhafterweise eine oder mehrere Gleitflächen
23 vorgesehen. In den Figuren 8 und 9 sind dies die schräg zueinander verlaufenden
Anschrägungen 23a und 23b, die auf korrespondierenden Gleitflächen 24a und 24b der
Befestigungsprofilleisten 4, 5 aufliegen. Mittels der Gleitflächen kann eine paßgenaue
Montage realisiert werden.
[0052] Ferner weisen die Modulträgerprofilleisten 9, 10 einen zur Außenseite hin geöffneten
und mit zunehmender Tiefe zumindest abschnittsweise sich verbreiternden Kanal 25 auf,
der zur Aufnahme von im Zusammenhang mit den nachfolgenden Figuren beschriebenen Adapterelementen
26 dient. Der Kanal 25 kann auch zur Befestigung von seitlichen Abdeckungen, die die
Befestigungsprofilleisten 4, 5, die Modulträgerprofilleisten 9, 10 und das Anzeigemodul
16 seitlich abdecken, verwendet werden.
[0053] Die Fig. 10 zeigt eine Ausführungsform, die Adapterelemente 26 umfaßt, die zum Verbinden
der Befestigungselemente 3 mit dem Anzeigemodul 16 ausgebildet sind. Sie dienen dazu,
bei gegebenem Abstand der Befestigungselemente 3 zueinander ein kleineres Anzeigemodul
16 als das der Fig. 4 an den Befestigungselementen 3 zu befestigen. Hierzu sind zwischen
dem Anzeigemodul 16 und den Befestigungselementen 3 als Profilleisten ausgebildete
Adapterprofilleisten 27, 28 vorgesehen. Alternativ könnten die Adapterelemente 26
auch zwischen den Modulträgerelementen 7 und den Befestigungselementen oder zwischen
den Anzeigemodulen 16 und den Befestigungselementen 3 angeordnet sein.
[0054] Die Figuren 11 und 12 zeigen Einzelheiten der Adapterprofilleisten 27, 28. Sie weisen
einen Anschlußsteg 29 auf, der von dem Kanal 25 aufgenommen werden kann. In dem dargestellten
Beispiel hat der dargestellte Steg ein rundes Profil. Andere Ausführungsformen, wie
beispielsweise eine Schwalbenschwanzführung, sind ebenfalls möglich. Andere Gleitflächen
zur spielfreien Montage der Adapterelemente 26 sind möglich. Die Adapterprofilleisten
27, 28 sind, ebenso wie die Modulträgerprofilleisten 9, 10, vorzugsweise als Strangpreßprofile,
insbesondere aus Aluminium, ausgeführt. Sie können eine Aussparung 30 oder eine entsprechende
Aufsetzkante zur Positionierung der Anzeigemodule 16 aufweisen sowie eine Nut 31 zum
Einschrauben von Schrauben, die für die Montage der Anzeigemodule 16 benötigt werden.
Der Fortsatz 32 kann zur Abdeckung von Stellen des Anzeigemoduls 16, die nicht sichtbar
sein sollen, dienen. Die Abschrägungen 33 haben den Zweck, den Blick auf die Anzeigeelemente
auch unter einem größeren Blickwinkel zu ermöglichen.
[0055] Die Fig. 13 zeigt eine Variante, bei der gegenüber der Ausführungsform von Fig. 10
die Adapterprofilleisten 27, 28 einen längeren Fortsatz aufweisen, um einen größeren
Abstand zu den Befestigungsprofilleisten 4, 5 bzw. Modulträgerprofilleisten 9, 10
zu überbrücken. Die zugehörigen Adapterprofilleisten 27a, 28a sind in den Figuren
14 und 15 verdeutlicht.
[0056] Bei konventionellen Fahrtzielanzeigen in Bussen weist jede einzelne Fahrtzielanzeige,
also beispielsweise die Frontanzeige, die Seitenanzeige links, die Seitenanzeige rechts
und die Heckanzeige, jeweils eine eigene, intelligente Steuereinrichtung auf, die
das Anzeigemodul ansteuert und kundenspezifisch programmiert werden muß. Bei der erfindungsgemäßen
Ausführungsform der Anzeigemodule ist dagegen eine zentrale, intelligente Steuereinrichtung
für alle Anzeigemodule möglich, d.h. eine Steuereinheit an zentraler Stelle in dem
Bus, die nach den Wünschen des Kunden programmiert werden kann und alle Anzeigemodule
ansteuert. Dabei kann, im Gegensatz zur bisherigen Praxis, der Fahrzeughersteller
sich auf die Montage der Anzeigemodule und einen, vorzugsweise standardisierten, Montageplatz
der Steuereinrichtung beschränken und die erforderliche Information über die Schnittstellen
der Anzeigemodule dem Kunden zur Verfügung stellen. Die Ausrüstung mit einer Steuereinheit
oder deren Programmierung kann dann nach den jeweiligen Erfordernissen durch den Kunden
oder ein Dienstleistungsunternehmen durchgeführt werden.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Scheibe
- 2
- Innenseite
- 3
- Befestigungselement
- 4
- Obere Befestigungsprofilleiste
- 5
- Untere Befestigungsprofilleiste
- 6
- Klebefläche
- 7
- Modulträgerelement
- 8
- Haltenocken
- 9
- Obere Modulträgerprofilleiste
- 10
- Untere Modulträgerprofilleiste
- 11
- Gehäuseabdeckung
- 12
- Elektronische Einheit
- 13
- Steckverbindung
- 14
- Steckverbindung
- 15
- Schnellverschluß
- 16
- Anzeigemodul
- 17
- Nut
- 18
- Nut
- 19
- Schenkel
- 20
- Fortsatz
- 21
- Ende
- 22
- Schenkel
- 23
- Gleitfläche
- 24
- Gleitfläche
- 25
- Kanal
- 26
- Adapterelement
- 27
- Obere Adapterprofilleiste
- 28
- Untere Adapterprofilleiste
- 29
- Anschlußsteg
- 30
- Aussparung
- 31
- Nut
- 32
- Fortsatz
- 33
- Abschrägung
1. Verfahren zum Montieren eines Anzeigemoduls (16) hinter einer Scheibe (1), insbesondere
einer Scheibe (1) eines Fahrzeugs, wobei das Anzeigemodul (16) zum Darstellen einer
von der Außenseite der Scheibe (1) her sichtbaren Anzeige ausgebildet ist und eine
Mehrzahl von Anzeigeelementen umfaßt, die jeweils ein Kippsegment und eine dem Kippsegment
zugeordnete Lichtquelle aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Befestigungselement (3) auf die Innenseite (2) der Scheibe (1) geklebt
wird und das Anzeigemodul (16) in einem geringen Abstand der Anzeigelemente zur Scheibe
(1) an dem mindestens einen Befestigungselement (3) montiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Befestigungselemente (3) verwendet werden, die als Profilleisten (9, 10) ausgebildet
sind, und die Profilleisten (9, 10) parallel zueinander an die Scheibe (1) geklebt
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Befestigungselement (3) ein Befestigungsrahmen verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Anzeigemodul (16) eine Modulträgerprofilleiste (7) befestigt wird und das
Anzeigemodul (16) mittels der Modulträgerprofilleiste (7) montiert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigemodul (16) mittels eines Schnellverschlusses (15) befestigt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeelemente Lichtquellen umfassen, die so angeordnet sind, daß sie das Licht
im wesentlichen direkt in Richtung zum Betrachter emittieren.
7. System zum Montieren eines Anzeigemoduls (16) hinter einer Scheibe (1), insbesondere
einer Scheibe (1) eines Fahrzeugs, und ein Anzeigemodul (16), wobei das Anzeigemodul
(16) zum Darstellen einer von der Außenseite der Scheibe (1) her sichtbaren Anzeige
ausgebildet ist und eine Mehrzahl von Anzeigeelementen umfaßt, die jeweils ein Kippsegment
und eine dem Kippsegment zugeordnete Lichtquelle aufweisen, zur Verwendung in einem
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend zueinander passend ausgebildete
Befestigungselemente- (3) und Anzeigemodule (16), wobei die Befestigungselemente (3)
eine Klebefläche (6) zum Aufkleben der Befestigungselemente (3) auf die Scheibe (1)
aufweisen.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß es an den Anzeigemodulen (16) befestigbare, zu den Befestigungselementen (3) korrespondierende
Modulträgerprofilleisten (7) zum Montieren der Anzeigemodule (16) umfaßt.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es Adapterelemente (26) umfaßt, die zum Verbinden der Befestigungselemente (3) mit
den Anzeigemodulen (16) oder mit den Modulträgerprofilleisten (7) ausgebildet sind.
10. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeelemente Lichtquellen umfassen, die so angeordnet sind, daß sie das Licht
im wesentlichen direkt in Richtung zum Betrachter emittieren.
11. System nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Befestigungselement (3) umfaßt, das als Profilleiste (9, 10) oder als Befestigungsrahmen
ausgebildet ist.
12. System nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebefläche (6) einer Krümmung der Scheibe (1) folgend ausgebildet ist.
13. System nach einem der Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Modulträgerprofilleiste (7) umfaßt, die als Profilleiste (9, 10) oder als
Rahmen ausgebildet ist.
14. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Adapterelement (26) umfaßt, das als Profilleiste (27, 28) oder als Rahmen
ausgebildet ist.
15. System nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Gleitfläche (23) eines Befestigungselements (3), einer Modulträgerprofilleiste
(7) oder eines Adapterelements (26) zur spielfreien Montage der Elemente untereinander
vorgesehen ist.
1. Method for mounting a display module (16) behind a glass panel (1), in particular
a glass panel (1) of a vehicle, wherein the display module (16) provides a display
visible from outside the glass panel (1) and comprises a plurality of display elements
each comprising a tilting segment and a light source associated therewith,
characterized in that
at least one fastening element (3) is glued to the inside (2) of the panel (1) and
the display module (16) is installed on the at least one fastening element (3) with
a short separation between the display elements and the panel (1).
2. Method according to claim 1, characterized in that two fastening elements (3) shaped as profiled strips (9,10) are used, wherein the
profiled strips (9,10) are glued, parallel to one another, to the panel (1).
3. Method according to claim 1, characterized in that a fastening frame is used as the fastening element (3).
4. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that a module support profiled strip (7) is mounted to the display module (16) and the
display module (16) is mounted via the module support profiled strip (7).
5. Method according to claim 4, characterized in that the display module (16) is mounted via a quick-connector (15).
6. Method according to claim 1, characterized in that the display elements comprise light sources which are arranged to substantially emit
light directly towards the viewer.
7. System for mounting a display module (16) behind a glass panel (1), in particular
a panel (1) of a vehicle, and a display module (16), wherein the display module (16)
generates a display visible from outside the panel (1) and comprises a plurality of
display elements each of which comprises one tilting segment and one light source
associated with the tilting segment, for use in a method according to any one of claims
1 to 6, comprising fastening elements (3) and display modules (16) shaped for mutual
matched cooperation, wherein the fastening elements (3) comprise a bonding surface
(6) for glueing the fastening elements (3) to the panel (1).
8. System according to claim 7, characterized by module support profiled strips (7) which can be fastened to the display modules (16)
and which cooperate with the fastening elements (3) for mounting the display modules
(16).
9. System according to claim 8, characterized by adapting elements (26) for connecting the fastening elements (3) to the display modules
(16) or to the module support profiled strips (7).
10. System according to claim 7, characterized in that the display elements comprise light sources which are disposed to substantially emit
light directly towards the viewer.
11. System according to any one of claims 7 through 10, characterized in that it comprises a fastening element (3) which is designed as a profiled strip (9,10)
or a fastening frame.
12. System according to any one of claims 7 through 11, characterized in that the bonding surface (6) is shaped to follow the curvature of the panel (1).
13. System according to any one of claims 8 to 9, characterized in that it comprises a module support profiled strip (7) which is shaped as a profiled strip
(9,10) or as a frame.
14. System according to claim 9, characterized in that it comprises an adapting element (26) which is shaped as a profiled strip (27,28)
or as a frame.
15. System according to any one of claims 11 through 14, characterized in that at least one sliding surface (23) of a fastening element (3), a module support profiled
strip (7) or an adapting element (26) is provided for play-free installation of the
elements with respect to one another.
1. Procédé de montage d'un module d'affichage (16) derrière une vitre (1), en particulier
une vitre (1) d'un véhicule, le module d'affichage (16) étant conçu pour représenter
une indication visible à partir de la face extérieure de la vitre (1) et comprenant
une multitude d'éléments indicateurs présentant chacun un segment basculant et une
source lumineuse assignée au segment basculant,
caractérisé en ce que
au moins un élément de fixation (3) est collé sur la face intérieure (2) de la vitre
(1) et que le module d'affichage (16) est monté sur au moins un élémerit de fixation
(3), de façon à ce que ne subsiste qu'un faible écart entre les éléments indicateurs
et la vitre (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise deux éléments de fixation (3) qui se présentent sous forme de barres profilées
(9, 10) et que ces barres profilées (9, 10) sont collées à la vitre parallèlement
l'une à l'autre.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise un cadre de fixation en tant qu'élément de fixation (3).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une barre profilée porte-module (7) est fixée au module d'affichage (16) et que le
module d'affichage (16) est monté au moyen de la barre profilée porte-module (7).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le module d'affichage (16) est fixé à l'aide d'un système à fermeture rapide (15).
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments indicateurs comprennent des sources lumineuses disposées de façon à
ce qu'elles émettent la lumière essentiellement directement vers l'observateur.
7. Système pour le montage d'un module d'affichage (16) derrière une vitre (1), notamment
une vitre (1) d'un véhicule, et un module d'affichage (16), ledit module d'affichage
(16) étant conçu pour représenter une indication visible à partir de la face extérieure
de la vitre (1) et comprenant une multitude d'éléments indicateurs présentant chacun
un segment basculant et une source lumineuse assignée au segment basculant, ledit
système étant destiné à être utilisé dans un procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, et comprenant des éléments de fixation (3) adaptés l'un à l'autre et des modules
d'affichage (16), les éléments de fixation (3) présentant une surface de collage (6)
servant à coller les éléments de fixation (3) sur la vitre (1).
8. Système selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'il comprend des barres profilées porte-module (7) pouvant être fixées aux modules
d'affichage (16) et correspondant aux éléments de fixation (3) et servant au montage
des modules d'affichage (16).
9. Système selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il comprend des éléments adaptateurs (26) conçus pour relier les éléments de fixation
(3) aux modules d'affichage (16) ou aux barres profilées porte-module (7).
10. Système selon la revendication 7, caractérisé en ce que les éléments indicateurs comprennent des sources lumineuses disposées de façon à
ce qu'elles émettent la lumière essentiellement directement vers l'observateur.
11. Système selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce qu'il comprend un élément de fixation (3) se présentant sous forme de barre profilée
(9, 10) ou sous forme de cadre de fixation.
12. Système selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que la face de collage (6) est conformée de façon à suivre la courbure de la vitre (1).
13. Système selon l'une quelconque des revendications 8 à 9, caractérisé en ce qu'il comprend une barre profilée porte-module (7) qui se présente sous forme de barre
profilée (9, 10) ou sous forme de cadre.
14. Système selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il comprend un élément adaptateur (26) qui se présente sous forme de barre profilée
(27, 28) ou sous forme de cadre.
15. Système selon l'une quelconque des revendications 11 à 14, caractérisé en ce qu'au moins une surface glissante (23) d'un élément de fixation (3), d'une barre profilée
porte-module (7) ou d'un élément adaptateur (26) est prévue pour le montage sans jeu
des éléments entre eux.