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EP 1 020 548 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.12.2003 Patentblatt 2003/51 |
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Anmeldetag: 13.01.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: D01G 15/84 |
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Kratzenbelag für deckel einer Karde
Card clothing for flats of a carding machine
Garniture de carde pour chapeaux d'une machine de cardage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
13.01.1999 DE 19901010
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.07.2000 Patentblatt 2000/29 |
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Patentinhaber: Graf + Cie AG |
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8640 Rapperswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Graf, Ralph A.
8807 Freienbach (CH)
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Vertreter: Patentanwälte
Leinweber & Zimmermann |
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Rosental 7 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 347 704 US-A- 2 488 442 US-A- 4 356 598
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GB-A- 1 474 889 US-A- 4 295 248 US-A- 5 003 793
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kratzenbelag für Deckel einer Karde nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 mit einem Trägerelement und einer Anzahl von jeweils mit mindestens
einem Aufnahmeabschnitt in dem Trägerelement aufgenommenen Kratzendrähten, von denen
jeder mindestens einen außerhalb des Trägerelementes freiliegenden Bearbeitungsabschnitt
aufweist sowie ein zum Herstellen eines derartigen Kratzenbelags einsetzbares Trägerelement.
[0002] Eine Karde wird bei der Herstellung von Garn zum Parallelisieren der einzelnen Fasern
eines aus ungeordneten Fasern bestehenden Rohmaterials eingesetzt. Dazu besteht eine
Karde üblicherweise im wesentlichen aus einem im wesentlichen in Form eines Kreiszylinders
gebildeten Tambour und einer Anzahl von längs einer sich etwa parallel zur Mantelfläche
des Tambours erstreckenden, vorgegebenen Bahn bezüglich dem Tambour bewegbaren Deckeln.
Zum Bearbeiten der Fasern des Rohmaterials weist der Tambour auf seiner Mantelfläche
eine beispielsweise in Form von Sägezahndrähten gebildete Tambourgarnitur auf, während
die Deckel an ihrer längs der vorgegebenen Bahn dem Tambour zugewandten Seite mit
Deckelgarnituren bestückt sind. Auch diese Deckelgarnituren können in Form von sich
parallel zu der vorgegebenen Bahn erstreckenden Sägezahndrahtabschnitten gebildet
sein. Daneben kommen jedoch auch Deckelgarnituren in Form von Kratzenbelägen der vorstehend
beschriebenen Art zum Einsatz. Diese zeichnen sich im Vergleich zu aus Sägezahndrahtabschnitten
gebildeten Ganzstahlgarnituren durch ein wesentlich geringeres Gewicht und durch deutlich
geringere Herstellungskosten aus. Dabei kann das Gewicht eines mit einem Kratzenbelag
der vorstehend beschriebenen Art ausgestatteten Deckels weniger als die Hälfte des
Gewichtes eines Deckels mit einer aus Sägezahndrähten gebildeten Deckelgarnitur betragen.
Das führt nicht nur zu einem deutlich geringeren Energieverbrauch beim Betrieb einer
Karde, sondern auch zu einem geringeren Verschleiß, weil die Bewegung und Führung
der mit einem Kratzenbelag der vorstehend beschriebenen Art ausgestatteten Deckel
längs der vorgegebenen Strecke mit einem besonders geringen Kraftaufwand erfolgen
kann. Aus diesem Grund werden insbesondere bei der Herstellung von preiswerten Garnen
mit geringen Qualitätsanforderungen zunehmend Kratzenbeläge der vorstehend beschriebenen
Art eingesetzt.
[0003] Dabei hat es sich jedoch als problematisch erwiesen, daß die im allgemeinen aus einem
elastischen Kunststoff und/oder einer Mehrzahl von zusammenvulkanisierten Gewebeschichten
bestehenden bandförmigen Trägerelemente im Bereich der Aufnahmeabschnitte der Kratzendrähte
schon nach kurzer Zeit ausreißen, weil während der Verarbeitung des Fasermaterials
im Bereich der Aufnahmeabschnitte der Kratzendrähte erhebliche Kräfte auf das Trägerelement
ausgeübt werden. Zur Beseitigung dieses Mangels wurde in der CH 636 134 bereits vorgeschlagen,
die Trägerelemente von Kratzenbelägen der eingangs beschriebenen Art mit bandförmigen
Verstärkungseinlagen zu versehen. Die Herstellung derartiger Trägerelemente ist jedoch
mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden, wodurch die durch den Einsatz dieser Kratzenbeläge
zu erzielenden Kostenvorteile zumindest teilweise wieder zunichte gemacht werden.
[0004] Weiter hat es sich beim Einsatz von Kratzenbelägen der eingangs beschriebenen Art
als nachteilhaft erwiesen, daß sich eine große Menge von Kurzfasern im Bereich der
Bearbeitungsabschnitte der Kratzendrähte ansammelt, was zur Gewährleistung eines zuverlässigen
Betriebs der Karde eine häufige Reinigung der Kratzenbeläge der Deckel erforderlich
macht.
[0005] Ferner sind Kratzenbeläge nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in der GB-A-1 474
889 beschrieben.
[0006] Angesichts der vorstehend beschriebenen Probleme im Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, einen preiswerten und verschleißarmen Kratzenbelag der eingangs
beschriebenen Art bereitzustellen, mit dem ein zuverlässiger Betrieb einer Karde mit
geringem Aufwand gewährleistet werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebene Weiterbildung der bekannten Kratzenbeläge der eingangs beschriebenen
Art gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben.
[0008] Im Hinblick auf die Verschleißfestigkeit erfindungsgemäßer Kratzenbeläge hat es sich
als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das Verhältnis der Länge des in dem Trägerelement
aufgenommenen Aufnahmeabschnittes der Kratzendrähte zu derjenigen des außerhalb des
Trägerelementes freiliegenden Bearbeitungsabschnittes mindestens 3 : 1, vorzugsweise
mindestens 5 : 1 beträgt.
[0009] Im Hinblick auf die Reduzierung der Menge der sich während des Betriebs einer Karde
im Bereich der Kratzenbeläge der Deckel ansammelnden Kurzfasern hat es sich als besonders
vorteilhaft erwiesen, wenn die Länge der außerhalb des Trägerelementes freiliegenden
Bearbeitungsabschnitte weniger als 3 mm, vorzugsweise weniger als 2 mm, besonders
bevorzugt weniger als 1,5 mm beträgt.
[0010] Produktionstechnisch hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der Aufnahmeabschnitt
der Kratzendrähte das Trägerelement ausgehend von dessen dem Bearbeitungsabschnitt
abgewandten Rückseite bis zu dessen dem Bearbeitungsabschnitt zugewandten Vorderseite
durchdringt, weil die Kratzendrähte dann bei der Herstellung erfindungsgemäße Kratzenbeläge
ohne Beschädigung der während der Bearbeitung des Fasermaterials im allgemeinen dem
Tambour zugewandten Vorderseite des Trägerelementes so weit in dessen Rückseite eingeführt
werden können, bis der Bearbeitungsabschnitt aus der Vorderseite des Trägerelementes
heraustritt.
[0011] Zum Festhalten der Kratzendrähte in dem Trägerelement können die Kratzendrähte an
ihrem dem Bearbeitungsabschnitt abgewandten Ende des Aufnahmeabschnittes mit einem
an der Rückseite des Trägerelementes anliegenden Halteabschnitt ausgestattet sein.
In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn die Kratzendrähte
zwei außerhalb des Trägerelementes freiliegende Bearbeitungsabschnitte sowie zwei
das Trägerelement durchdringende Aufnahmeabschnitte aufweisen, wobei die Aufnahmeabschnitte
über einen an der Rückseite des Trägerelementes anliegenden Verbindungsabschnitt miteinander
verbunden sind. Derartige Kratzendrähte können beispielsweise im wesentlichen U-förmig
gebildet sein, wobei jeder der beiden äußeren Schenkel eines derartigen U-förmigen
Kratzendrahtes einen außerhalb des Trägerelementes freiliegenden Bearbeitungsabschnitt
und einen in dem Trägerelement aufgenommenen Aufnahmeabschnitt aufweist und der die
beiden äußeren Schenkel miteinander verbindende Schenkel des Kratzendrahtes an der
Rückseite des Trägerelementes anliegt.
[0012] Im Hinblick auf eine weitere Verbesserung der Verschleißfestigkeit erfindungsgemäßer
Kratzenbeläge hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Kratzendraht in einer
senkrecht zu seiner Längsachse und etwa senkrecht zu der Richtung der während der
Verarbeitung des Rohmaterials auf ihn' einwirkenden Bearbeitungskräfte verlaufenden
Richtung eine Breite von mindestens 0,2 mm, vorzugsweise mindestens 0,4 mm aufweist,
weil auf diese Weise der während der Verarbeitung des Rohmaterials über die Kratzendrähte
auf das Trägerelement ausgeübte Druck ohne Beeinträchtigung der Funktion der Karde
geringgehalten werden kann, um so dem Ausreissen des Trägerelementes im Bereich der
Aufnahmeabschnitte der Kratzendrähte weiter entgegenzuwirken.
[0013] Im Hinblick auf die Sicherstellung einer möglichst hohen Stabilität des Trägerelementes
muß dafür gesorgt werden, daß während des Einführens der Kratzendrähte in das Trägerelement
keine zu große Materialverdrängung innerhalb des Trägerelementes erfolgt. Daher ist
es im Hinblick auf die Sicherstellung einer hohen Stabilität des Trägerelementes bevorzugt,
wenn die Kratzendrähte eine möglichst geringe Querschnittsfläche in einer senkrecht
zu ihrer Längsrichtung verlaufenden Schnittebene aufweisen. Andererseits muß im Hinblick
auf die während der.Bearbeitung des Fasermaterials auftretenden Bearbeitungskräfte
eine hinreichend hohe Stabilität der Kratzendrähte in Richtung der Bearbeitungskräfte
sichergestellt werden. Beim Einsatz der vorstehend beschriebenen Kratzendrähte mit
einer Breite von mindestens 0,2 mm, vorzugsweise mindestens 0,4 mm hat es sich gezeigt,
daß eine hinreichend hohe Stabilität der Kratzendrähte in Richtung der Bearbeitungskräfte
unter Vermeidung einer übermäßigen Schwächung des Trägerelementes durch die darin
auftretende Materialverdrängung sichergestellt werden kann. Es hat sich als besonders
günstig erwiesen, wenn das Verhältnis der Dicke zur Breite weniger als 3 beträgt.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die Kratzendrähte
in einer senkrecht zu ihrer Längsachse verlaufenden Schnittebene einen im wesentlichen
quadratischen Querschnitt aufweisen.
[0014] Bei den erfindungsgemäßen Kratzenbelägen wird eine Verbesserung des Eingriffs der
Kratzendrähte in das Fasermaterial erreicht, weil der Bearbeitungsabschnitt an seinem
dem Trägerelement abgewandten Ende in einer Bearbeitungsspitze ausläuft, die von zwei
einen spitzen Winkel von weniger als 20°, vorzugsweise etwa 16°, miteinander einschließenden
Spitzenflächensegmenten der Begrenzungsfläche des Kratzendrahtes gebildet ist von
denen mindestens eines schräg zur Längsachse des Kratzendrahtes verläuft und an einem
in Richtung der Längsachse des Kratzendrahtes von der Bearbeitungsspitze beabstandeten
Übergang in ein etwa parallel zur Längsachse des Kratzendrahtes verlaufendes hinteres
Begrenzungsflächensegment der Begrenzungsfläche des Kratzendrahtes übergeht. Derartige
Bearbeitungsspitzen werden herkömmlicherweise dadurch hergestellt, daß Kratzendrähte
mit einer über ihre Länge konstanten Querschnittsfläche in einer senkrecht zu ihrer
Längsachse verlaufenden Schnittebene an einem ihrer Enden zur Bereitstellung des schräg
zur Längsachse verlaufenden Spitzenflächensegmentes geschliffen, geprägt oder gestanzt
werden. Dabei entstehen im Bereich des Übergangs zwischen dem so hergestellten Spitzenflächensegment
und dem parallel zur Längsachse des Kratzendrahtes verlaufenden hinteren Begrenzungsflächensegment
üblicherweise sogenannte Schnittbrauen, an denen die zu parallelisierenden Fasern
festgehalten werden können. Daher müssen herkömmliche Kratzendrähte zur Beseitigung
der Schnittbrauen nach Herstellung der Bearbeitungsspitze einem weiteren Schleifvorgang
unterzogen werden. Dadurch werden die Kosten für die Herstellung herkömmlicher Kratzenbeläge
entsprechend erhöht.
[0015] Diese Kostenerhöhung wird unter gleichzeitiger Vermeidung der Ansammlung von Fasern
im Bereich der Bearbeitungsabschnitte der Kratzendrähte eines erfindungsgemäßen Kratzenbelags
vermieden, weil der Übergang zwischen dem schräg zur Längsachse des Kratzendrahtes
verlaufenden Spitzenflächensegment und dem hinteren Begrenzungsflächensegment des
Kratzendrahtes innerhalb des Trägerelementes angeordnet ist. Dadurch wird erreicht,
daß die während der Herstellung des Spitzenflächensegmentes entstehenden Schnittbrauen
bei der Bearbeitung der Textilfasern nicht mehr außerhalb des Trägerelementes freiliegen
und daher auch keine Fasern festhalten können.
[0016] Im Hinblick auf einen besonders wirkungsvollen Eingriff der Kratzendrähte eines erfindungsgemäßen
Kratzenbelags in das Fasermaterial hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn
eines der Spitzenflächensegmente etwa parallel zur Längsachse des Kratzendrahtes verläuft
und vorzugsweise einen spitzen Winkel von etwa 5 bis 30°, vorzugsweise etwa 5 bis
20°, besonders bevorzugt etwa 12° mit einer die Bearbeitungsspitze berührenden Flächennormalen
auf der Vorderseite des Trägerelementes einschließt.
[0017] Zur Gewährleistung einer gleichmäßigen Bearbeitung bzw. Parallelisierung der einzelnen
Fasern des Rohmaterials weisen herkömmliche Kratzenbeläge einen die Aufnahmeabschnitte
der Kratzendrähte aufnehmenden Aufnahmebereich mit einer im wesentlichen ebenen, den
Bearbeitungsabschnitten zugewandten Vorderseite auf. Derartige Kratzenbelägen werden
üblicherweise mit Hilfe von an der den Bearbeitungsabschnitten zugewandten Vorderseite
des Trägerelementes anliegenden Halteklammern an einem Deckelstab der Karde befestigt.
Dabei kann die Bearbeitung der einzelnen Fasern des Rohmaterials durch das an der
Vorderseite des Trägerelementes anliegenden Halteteil des Halteelementes beeinträchtigt
werden. Zur Beseitigung dieses Mangels hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn
der die Aufnahmeabschnitte der Kratzendrähte aufnehmende Aufnahmebereich an mindestens
einem seiner Ränder in einen Befestigungsbereich übergeht, dessen den Bearbeitungsabschnitten
zugewandte Vorderseite bezüglich der Vorderseite des Aufnahmeabschnitts in Richtung
auf die den Bearbeitungsabschnitten abgewandte Rückseite des Trägerelementes versetzt
ist.
[0018] Bei dieser Anordnung steht der Abstand zwischen der Vorderseite des Aufnahmebereiches
und der Vorderseite des Befestigungsbereiches in einer senkrecht zur Vorderseite des
Aufnahmebereiches verlaufenden Richtung zur Anbringung der Halteklammer zur Verfügung,
ohne daß durch das an der Vorderseite des Befestigungsbereiches anliegende Halteteil
der Halteklammer die Bearbeitung der Textilfasern mit den aus der Vorderseite des
Aufnahmebereiches des Trägerelementes herausragenden Bearbeitungsabschnitten der Kratzendrähte
beeinträchtigt wird.
[0019] Herstellungstechnisch hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn das Trägerelement.
nach Art eines Trägerbandes gebildet ist, dessen den Bearbeitungsabschnitten der Kratzendrähte
abgewandte Rückseite in einer sich etwa parallel zur Vorderseite des Bearbeitungsbereiches
erstreckenden Ebene angeordnet ist, wobei die Vorderseite des Befestigungsbereiches
ebenfalls in einer sich etwa parallel zur Vorderseite des Bearbeitungsbereiches erstreckenden
Ebene angeordnet sein kann.
[0020] Zur Gewährleistung einer zuverlässigen und gleichmäßigen Bearbeitung bzw. Parallelisierung
der einzelnen Fasern des Rohmaterials weisen die erfindungsgemäßen Kratzenbeläge eine
sich über die gesamte Breite des Tambours einer Karde erstreckende Breite auf, während
ihre Länge in einer parallel zu der vorgegebenen Bearbeitungsstrecke verlaufenden
Richtung wesentlich kürzer ist als die Breite des Tambours. Demnach ist die im Verlauf
der Bearbeitungsstrecke dem Tambour zugewandte Vorderseite des Bearbeitungsbereiches
des Trägerelementes üblicherweise im wesentlichen rechteckig. Dabei kann eine zuverlässige
Befestigung des Kratzenbelages an dem Deckelstab sichergestellt werden, wenn die rechteckige
Vorderseite an mindestens einer, vorzugsweise beiden ihrer längeren seitlichen Ränder
in einen etwa parallel dazu verlaufenden Befestigungsbereich übergeht.
[0021] Wie vorstehend bereits angesprochen, können die erfindungsgemäßen Kratzenbläge über
ein mit einem Halteteil an der Vorderseite des Befestigungsbereiches des Trägerelementes
anliegendes und sich ausgehend davon in Richtung auf die Rückseite des Trägerelementes
und ggf. darüber hinaus erstreckendes Halteelement an dem Deckelstab einer Karde befestigt
werden, wobei eine besonders zuverlässige Befestigung sichergestellt wird, wenn das
Halteelement ein den Befestigunsgbereich des Trägerelementes durchdringendes Befestigungsteil
aufweist.
[0022] Wie der vorstehenden Erläuterung erfindungsgemäßer Kratzenbeläge zu entnehmen ist,
zeichnet sich ein zur Herstellung derartiger Kratzenbeläge geeignetes Trägerelement
im wesentlichen dadurch aus, daß es einen zur Aufnahme der Aufnahmeabschnitte der
Kratzendrähte dienenden Aufnahmebereich mit einer im wesentlichen ebenen Vorderseite
aufweist, der an mindestens einem seiner Ränder in einen Befestigungsbereich übergeht,
dessen Vorderseite bezüglich der Vorderseite des Aufnahmebereiches in Richtung auf
die Rückseite des Trägerelementes versetzt ist. Ein derartiges Trägerelement wird
vorzugsweise aus einem elastischen Kunststoff, wie etwa Polyvinylchlorid, Polyurethan
oder Polyamid, ggf. mit entsprechenden Weichmachern, hergestellt.
[0023] Zur Herstellung erfindungsgemäßer Kratzenbeläge werden zweckmäßigerweise Trägerelemente
aus Kunststoff eingesetzt, insbesondere aus PVC. Dabei kann zur Erhöhung der Festigkeit
mindestens eine, vorzugsweise zwei in Dickenrichtung voneinander beabstandete Gewebeeinlagen
in das Trägerelement eingebettet sein.
[0024] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich
aller erfindungswesentlichen in der Beschreibung nicht näher herausgestellten Einzelheiten
ausdrücklich verwiesen wird, erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Kratzenbelags,
- Fig. 2
- eine die Befestigung einer Halteklammer an dem Trägerelement des in Fig. 1 dargestellten
Kratzenbelages veranschaulichende Detaildarstellung,
- Fig. 3
- eine einen Kratzendraht des in Fig. 1 dargestellten Kratzenbelages darstellende Detaildarstellung,
- Fig. 4
- eine in der Schnittebene I-I in Fig. 3 genommene Schnittdarstellung des Kratzendrahtes
und
- Fig. 5
- eine Ansicht des in Fig. 1 dargestellten Kratzenbelages von hinten.
[0025] Der in der Zeichnung dargestellte Kratzenbelag besteht im wesentlichen aus einem
Trägerelement 10 und einer Anzahl von in dieses Trägerelement 10 eingesetzten. Kratzendrähten
30. Aus einer Zusammenschau der Fig. 1 und 5 geht hervor, daß das Trägerelement 10
nach Art eines Trägerbandes mit einer Breite B, die im wesentlichen der Breite des
Tambours der Karde entspricht, und einer wesentlich geringeren Länge K in einer parallel
zur durch den in Fig. 5 mit dem Pfeil F angedeuteten Bewegungsrichtung der Deckel
längs der vorgegebenen Bahn verlaufenden Richtung gebildet ist. Aus Fig. 1 geht hervor,
daß das Trägerelement einen zentralen Aufnahmebereich 12 mit einer vergleichsweise
großen Dicke aufweist, in den die Kratzendrähte 30 eingesteckt sind, der an seinen
beiden einander entgegengesetzten Rändern jeweils in einen Befestigungsbereich 16
geringerer Dicke übergeht. Dazu ist die Rückseite 22 des Trägerelementes im wesentlichen
eben gebildet, während die im wesentlichen ebene und parallel zur Rückseite 22 verlaufende
Vorderseite 14 des die Kratzendrähte 30 aufnehmenden Aufnahmebereichs 12 größerer
Dicke an ihren beiden einander entgegengesetzten Rändern über sich in Richtung auf
die Rückseite 22 erstreckende Stufen 20 in die ebenfalls im wesentlichen ebenen und
sich etwa parallel zur Rückseite 22 des Trägerelementes 10 erstreckenden Vorderseiten
18 der Befestigungsbereich 16 übergeht. Demnach sind die Vorderseiten 18 der Befestigungsbereiche
16 bezüglich der Vorderseite 14 des Aufnahmebereichs 12 in Richtung auf die Rückseite
22 des Trägerelementes 10 parallel versetzt.
[0026] Die Randbereiche 16 geringerer Dicke des Trägerelementes 10 stehen zur Anbringung
von zur Befestigung des Kratzenbelages an einem Deckelstab üblicherweise eingesetzte
Halteklammern zur Verfügung. Dabei wird durch die Höhendifferenz d zwischen der Vorderseite
14 des Aufnahmebereichs 12 und der Vorderseite 18 der Befestigungsbereiche 16 eine
Anbringung der Halteklammern ermöglicht, durch die die Wirksamkeit der über die Vorderseite
14 des Aufnahmebereichs hinausragenden und freiliegenden Bearbeitungsabschnitte 36
der Kratzendrähte 30 unbeeinf lußt läßt.
[0027] Die Anbringung von Halteklammern 50 an den einander entgegengesetzten Befestigungsbereichen
16 des Trägerelementes 10 ist beispielhaft in .Fig. 2 dargestellt. Bei der in dieser
Figur dargestellten Ausführungsform der Erfindung weist die Halteklammer 50 ein an
der Vorderseite 18 der Befestigungsbereich 16 anliegendes Halteteil 12 auf, das an
seinem dem Aufnahmebereich 12 des Trägerelementes 10 abgewandten Ende in ein sich
in Richtung auf die Rückseite 22 und darüber hinaus erstreckendes, an einer Seitenfläche
24 des Trägerelementes anliegendes Klammerteil 56 und an seinem dem Aufnahmebereich
12 zugewandten Ende in ein das Trägerelement 10 durchdringendes Befestigungsteil 54
übergeht. Das dem Halteteil 52 abgewandte Ende des Befestigungsteils 54 liegt an der
Rückseite 22 des Trägerelementes an und stellt so eine zuverlässige Befestigung der
Halteklammer 50 an dem Trägerelement sicher. Andererseits kann das über die Rückseite
22 des Trägerelementes 10 hinausragende Endes des Klammerteils 56 in entsprechender
Weise über eine Rückseite eines Deckelstabes gebogen werden, um so eine zuverlässige
Befestigung des Kratzenbelages an dem Deckelstab zu ermöglichen. Die Dicke d' des
Halteteils 52 in einer sich senkrecht zur Vorderseite 18 des Befestigungsbereichs
16 erstreckenden Richtung ist geringer als die Höhendifferenz d zwischen der Vorderseite
14 des Aufnahmebereichs 12 und der Vorderseite 18 des Befestigungsbereichs 16. Dadurch
wird sichergestellt, daß die Wirksamkeit der außerhalb des Trägerelementes 10 freiliegenden
Bearbeitungssegmente 36 der Kratzendrähte 30 durch die Anbringung der Halteklammer
50 nicht beeinträchtigt wird. Wie der Fig. 5 zu entnehmen ist, erstrecken sich die
an den einander entgegengesetzten Rändern des Halteelementes 10 angeordneten Befestigungsbereiche
16 etwa über die gesamte Breite B des bandförmigen Trägerelementes. Dadurch wird eine
sichere und zuverlässige Festlegung des Kratzenbelages an einem Deckelstab über dessen
gesamte Breite ermöglicht.
[0028] Wie besonders deutlich in Fig. 3 dargestellt, sind die einzelnen in den Aufnahmebereich
12 des Trägerelementes 10 eingesetzten Kratzendrähte 30 im wesentlichen U-förmig gebildet
und weisen zwei äußere Schenkel 32 auf, die über einen an der Rückseite 22 des Trägerelementes
anliegenden verbindungsabschnitt 48 miteinander verbunden sind. Jeder der äußeren
Schenkel 32 weist einen in dem Aufnahmebereich 12 des Trägerelementes 10 aufgenommenen
Aufnahmeabschnitt 34 und einen über die Vorderseite 14 des Aufnahmebereichs 12 hinausragenden,
freiliegenden Bearbeitungsabschnitt 36 auf. Dabei ist die Länge L der Aufnahmeabschnitte
34 in Richtung der Längsachse 31 des Kratzendrahtes 30 wesentlich größer als die Länge
1 der Bearbeitungsabschnitte 36, wobei die Länge 1 etwa 1 mm beträgt und die Länge
L etwa 6 mm beträgt. Dadurch wird zum einen eine erhöhte Verschleißfestigkeit des
in der Zeichnung dargestellten Kratzenbelages und zum anderen eine Verringerung der
Menge der sich im Bereich der Bearbeitungsabschnitte 36 ansammelnden Kurzfasern erreicht.
Die Breite b der einzelnen Kratzendrähte in einer senkrecht zur Bewegungsrichtung
F und parallel zur Vorderseite 14 des Aufnahmebereichs 12 verlaufenden Richtung beträgt
bei dem in der Zeichnung dargestellten Kratzenbelag etwa 0,2 mm, während die.Dicke
D des Kratzendrahtes in einer senkrecht zu der durch die Längsachse 31 und die Breitenrichtung
aufgespannten Ebene verlaufenden Richtung etwa 0,48 mm beträgt (vgl. Fig. 4). Dadurch
wird unter Gewährleistung einer hinreichenden Stabilität des Kratzendrahtes in einer
parallel zur Bewegungsrichtung F verlaufenden Richtung einerseits eine im Hinblick
auf die Verschleißfestigkeit des erfindungsgemäßen Kratzenbelages vorteilhafte Krafteinleitung
der während eines Bearbeitungsvorganges auf die Bearbeitungsabschnitte 36 einwirkenden
Bearbeitungskräfte in das Trägerelement 10 und andererseits eine zur Gewährleistung
einer hinreichenden Stabilität des Trägerelementes 10 genügend geringe Materialverdrängung
beim Einstechen der Kratzendrähte 30 in den Aufnahmebereich 12 des Trägerelementes
10 sichergestellt.
[0029] Wie besonders deutlich in Fig. 4 dargestellt, weisen die einzelnen Bearbeitungsabschnitte
36 des Kratzendrahtes 30 an ihren.der Vorderseite 14 des Aufnahmebereichs 12 abgewandten
Enden eine Bearbeitungsspitze 38 auf. Diese Bearbeitungsspitze 38 wird durch zwei
einen spitzen Winkel α von etwa 16° miteinander einschließenden Spitzenflächensegmenten
40 und 46 gebildet. Das in Richtung der durch den Pfeil F angedeuteten Bewegung der
Deckel längs der vorgegebenen Bearbeitungsstrecke während eines Bearbeitungsvorgangs
vordere Spitzenflächensegment 46 verläuft etwa parallel zur Längsachse 31 des Kratzendrahtes
30 und schließt einen spitzen Winkel β von etwa 12° mit einer die Bearbeitungsspitze
38 berührenden Flächennormalen auf der Vorderseite 14 des Aufnahmebereichesw ein.
Das dem vorderen Spitzenflächensegment 46 entgegengesetzte hintere Spitzenflächensegment
40 schließt mit der Längsachse 31 des Kratzenrades 30 den spitzen Winkel. α ein und
geht an einem in Richtung der Längsachse 31 des Kratzendrahtes 30 von der Bearbeitungsspitzen
38 beabstandeten Übergang 42 in ein hinteres Begrenzungsflächensegment 44 über, das
parallel zur Längsachse 31 des Kratzendrahtes 30 verläuft. Dabei ist der Übergang
42 innerhalb des Aufnahmebereichs 12 des Trägerelementes 10 angeordnet. Dadurch wird
sichergestellt, daß die während der Herstellung des hinteren Spitzenflächensegmentes
40 durch einen Schleif-, Stanzoder Prägevorgang im Bereich des Übergangs 42 entstehenden
Schnittbrauen nicht außerhalb des Trägerelementes freiliegen und daher auch nicht
zum Festhalten einzelner Fasern des mit dem erfindungsgemäßen Kratzenbelag zu bearbeitenden
Rohmaterials zur Verfügung stehen. Daher kann bei der Herstellung des erfindungsgemäßen
Kratzenbelages von einem ansonsten zur Beseitigung der Schnittbrauen im Bereich des
Übergangs 42 notwendigen weiteren Schleifvorgang abgesehen werden.
[0030] Wie in Fig. 5 dargestellt, verlaufen die Verbindungssegmente 48 der Kratzendrähte
30 etwa parallel zur Breitenrichtung des Trägerelementes 10, wobei die in das Trägerelement
10 eingesetzten Kratzendrähte zu einer Vielzahl von schräg zu der durch den Pfeil
F angedeuteten Bewegungsrichtung längs der Bearbeitungsstrecke und parallel zueinander
verlaufenden Bearbeitungsstreifen zusammengefaßt sind. Dadurch wird eine gleichmäßige
Bearbeitung des Rohmaterials über die gesamte Breite B des Kratzenbelages sichergestellt.
[0031] Die Erfindung ist nicht auf das anhand der Zeichnung erläuterte Ausführungsbeispiel
beschränkt. Vielmehr ist auch daran gedacht, den Winkel zwischen dem vorderen Spitzenflächensegment
46 und der die Bearbeitungsspitze 38 berührenden Flächennormalen auf der Vorderseite
14 des Aufnahmebereichs 12 in einem Bereich zwischen 5° und 20° zu variieren. Ferner
können anstelle der in der Zeichnung dargestellten Kratzendrähte mit einer im wesentlichen
rechteckigen Schnittfläche in einer senkrecht zur Längsachse 31 verlaufenden Schnittebene
auch Kratzendrähte mit einem quadratischen, runden oder ovalen Querschnitt eingesetzt
werden. Darüber hinaus ist auch an eine Ausführungsform gedacht, bei der die Vorderseiten
18 der Befestigungsbereiche 16 sich ausgehend von den.Seitenflächen 24 in Richtung
auf die Rückseite 22 des Trägerelementes 10 erstrecken, und so eine noch zuverlässigere
Befestigung der Halteklammern 50 zu ermöglichen.
1. Kratzenbelag für Deckel einer Karde mit einem Trägerelement (10) und einer Anzahl
von jeweils mit mindestens einem Aufnahmeabschnitt (34) in dem Trägerelement (10)
aufgenommenen Kratzendrähten (30), von denen jeder mindestens einen außerhalb des
Trägerelementes (10) freiliegenden Bearbeitungsabschnitt (36) aufweist, wobei der
Bearbeitungsabschnitt (36) an seinem dem Trägerelement (10) abgewandten Ende in einer
Bearbeitungsspitze (38) ausläuft, die von zwei einen spitzen Winkel (α) miteinander
einschließenden Spitzenflächensegmenten (40, 46) der Begrenzungsfläche des Kratzendrahtes
(30) gebildet ist, von denen mindestens eines schräg zur Längsachse (31) des Kratzendrahtes
(30) verläuft und an einem in Richtung der Längsachse (31) des Kratzendrahtes von
der Bearbeitungsspitze (38) beabstandeten Übergang (42) in ein etwa parallel zur Längsachse
(31) des Kratzendrahtes (30) verlaufendes hinteres Begrenzungsflächensegment (44)
übergeht, bei dem der Übergang (42) innerhalb des Trägerelementes (10) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Spitzenflächensegmenten eingeschlossene Winkel (α) weniger als 20°,
vorzugsweise etwa 16° beträgt.
2. Kratzenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Spitzenflächensegmente (46) etwa parallel zur Längsachse des Kratzendrahtes
verläuft und vorzugsweise einen spitzen Winkel (β) von etwa 5 - 30°, vorzugsweise
etwa 5 - 20°, besonders bevorzugt etwa 12° mit einer die Bearbeitungsspitze (38) berührenden
Flächennormalen auf der Vorderseite (14) des Trägerelementes (10) einschließt.
3. Kratzenbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Aufnahmeabschnitte (34) des Kratzendrahtes (30) aufnehmender Aufnahmebereich
(12) des Trägerelementes (10) eine im wesentlichen ebene, den Bearbeitungsabschnitten
(36) zugewandte Vorderseite (14) aufweist, wobei der Aufnahmebereich (12) an mindestens
einem seiner Ränder in einen Befestigungsbereich (16) übergeht, dessen den Bearbeitungsabschnitten
(36) zugewandte Vorderseite (18) bzgl. der Vorderseite (14) des Aufnahmebereichs (12)
in Richtung auf die den Bearbeitungsabschnitten (36) abgewandte Rückseite (22) des
Trägerelementes (10) versetzt ist, wobei die Rückseite (22) des Trägerelementes (10)
vorzugsweise in einer sich etwa parallel zur Vorderseite (14) des Aufnahmebereichs
(12) erstreckenden Ebene angeordnet ist und die Vorderseite (18) des Befestigungsbereichs
(16) in einer sich etwa parallel zur Vorderseite (14) des Bearbeitungsbereichs (12)
erstreckende Ebene angeordnet ist.
4. Kratzenbelag nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein mit einem Halteteil (52) an der Vorderseite (18) des Befestigungsbereiches (16)
anliegendes und sich ausgehend davon in Richtung auf die Rückseite (22) des Trägerelementes
(10) und ggf. darüber hinaus erstreckendes Halteelement (50) zum Halten des Kratzenbelags
an einem Deckstab, wobei das Halteelement (50) vorzugsweise ein den Befestigungsbereich
(16) durchdringendes Befestigungsteil (54) aufweist.
5. Kratzenbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement im wesentlichen aus Kunststoff, insbesondere PVC, besteht.
6. Kratzenbelag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine, vorzugsweise mindestens zwei in Dickenrichtung voneinander beabstandete
Gewebeeinlagen in das Trägerelement eingebettet sind.
7. Kratzenbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei mindestens einem der Kratzendrähte (30) der Aufnahmeabschnitt (34) mindestens
genauso lang ist wie der Bearbeitungsabschnitt (36), wobei vorzugsweise bei mindestens
einem der Kratzendrähte (30) das Verhältnis der Länge (L) des Aufnahmeabschnittes
(34) zu derjenigen (I) des Bearbeitungsabschnittes (36) mindestens 3 : 1, besonders
bevorzugt mindestens 5 : 1 beträgt.
8. Kratzenbelag nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei mindestens einem der Kratzendrähte (30) die Länge (I) des Bearbeitungsabschnittes
(36) weniger als 3 mm, vorzugsweise weniger als 2 mm, besonders bevorzugt weniger
als 1,5 mm beträgt.
9. Kratzenbelag nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (I) des Bearbeitungsabschnittes etwa 1 mm beträgt.
10. Kratzenbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kratzendraht in einer senkrecht zu seiner Längsachse verlaufenden Richtung eine
Breite von mindestens 0,2 mm, vorzugsweise mindestens 0,4 mm aufweist.
11. Kratzenbelag nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Dicke (D) zur Breite (b) des Kratzendrahtes weniger als 3 beträgt.
12. Kratzenbelag nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kratzendraht in einer senkrecht zu seiner Längsachse (31) verlaufenden Schnittebene
einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt aufweist.
1. Card clothing for flats of a carding machine, with a support element (10) and a number
of card wires (30) received with at least one receiving section (34) in the support
element (10), each of which wires exhibits at least one processing section laid bare
outside the support element (10), wherein the processing section (36) terminates at
its end facing away from the support element (10) in a processing tip (38) which is
formed from two tip area segments (40, 46) of the limiting area of the card wire (30)
forming an acute angle (□) to each other, at least one of these segments runs obliquely
to the longitudinal axis (31) of the card wire (30) and passes into a rear limiting
area segment (44) running approximately parallel with the longitudinal axis (31) of
the card wire (30), wherein the transition (42) is arranged inside the support element
(10), characterised in that the angle (□) between the tip area segments is less than 20°, preferably approximately
16°.
2. Card clothing according to Claim 1, characterised in that one of the tip area segments (46) runs approximately parallel with the longitudinal
axis of the card wire, and preferably forms an acute angle (□) of approximately 5-30°,
preferably approximately 5-20°, and in particular preference approximately 12°, with
a surface normal contacting the processing tip (38) on the front side (14) of the
support element (10).
3. Card clothing according to Claim 1 or 2, characterised in that a receiving area (12) of the support element (10) receiving receiving sections (34)
of the card wire (30) exhibits an essentially flat front side (14) facing the processing
sections (36), wherein the receiving area (12) passes on at least one of its edges
into a fastening area (16) whose front side (18), facing the processing sections (36),
is offset in relation to the front side (14) of the receiving area (12) in the direction
of the back (22) of the support element (10) facing away from the processing sections
(36), wherein the back (22) of the support element (10) is preferably arranged in
a plane extending approximately parallel with the front side (14) of the receiving
area (12), and the front side (18) of the fastening area (16) is arrange din a plane
extending approximately parallel with the front side (14) of the processing area (12).
4. Card clothing according to Claim 3, characterised by a retaining element (50) in contact with a retaining part (52) on the front side
(18) of the fastening area (16), and extending from this point in the direction of
the back (22) of the support element (10) and beyond if necessary, for retaining the
card clothing on a cover bar, wherein the retaining element (50) preferably exhibits
a fastening section (54) penetrating the fastening area (16).
5. Card clothing according to one of the preceding claims, characterised in that the support element consists essentially of plastic, especially PVC.
6. Card clothing according to Claim 5, characterised in that at least one, preferably at least two fabric inserts spaced apart in the thickness
direction are embedded in the support element.
7. Card clothing according to one of the preceding claims, characterised in that in the case of at least one of the card wires (30) the receiving section (34) is
at least as long as the processing section (36), wherein preferably in the case of
at least one of the card wires (30) the ratio of the length (L) of the receiving section
(34) to that (I) of the processing section (36) is at least 3:1, in particular preference
at least 5:1.
8. Card clothing according to Claim 7, characterised in that in the case of at least one of the card wires (30) the length (I) of the processing
section (36) is less than 3 mm, preferably less than 2 mm, and in particular preference
less than 1.5 mm.
9. Card clothing according to Claim 8, characterised in that the length (I) of the processing section is approximately 1 mm.
10. Card clothing according to one of the preceding claims, characterised in that the card wire exhibits a width of at least 0.2 mm, preferably at least 0.4 mm, in
a direction running perpendicularly to its longitudinal axis.
11. Card clothing according to Claim 10, characterised in that the ratio of the thickness (D) to the width (b) of the card wire is less than 3.
12. Card clothing according to Claim 11, characterised in that the card wire exhibits an essentially square cross-section in a sectional plane running
perpendicularly to its longitudinal axis (31).
1. Garniture de carde pour chapeaux d'une carde, comportant un élément de support (10)
et un certain nombre de fils métalliques de carde (30), chaque fois logés par au moins
une partie de fixation (34) dans l'élément de support (10), et chacun d'eux présentant
au moins une partie de traitement (36) mise à découvert à l'extérieur de l'élément
de support (10), la partie de traitement (36) se terminant, à son extrémité située
à l'opposé de l'élément de support (10) en une pointe de traitement (38), qui est
constituée par deux segments de surface en pointe (40, 46) de la surface limite du
fil métallique de carde (30) et qui définissent ensemble un angle aigu (α), au moins
l'un de ces segments s'étendant obliquement par rapport à l'axe longitudinal (31)
du fil métallique de carde (30) et se transformant, au niveau d'une transition (42)
distante de la pointe de traitement (38) en direction de l'axe longitudinal (31) du
fil métallique de carde, en un segment arrière de surface limite (44) s'étendant à
peu près parallèlement à l'axe longitudinal (31) du fil métallique de carde (30),
la transition (42) étant disposée à l'intérieur de l'élément de support (10), caractérisée en ce que l'angle (α) défini entre les segments de surface en pointe est inférieur à 20° et
en ce qu'il est, de préférence, d'environ 16°.
2. Garniture de carde selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'un des segments de surface en pointe (46) s'étend à peu près parallèlement à l'axe
longitudinal du fil de carde et en ce qu'il définit, de préférence, un angle aigu (β) compris entre environ 5 et 30° et, de
manière préférée, entre environ 5 et 20°, et en ce qu'il est, de manière nettement préférée d'environ 12°, avec une normale à la surface,
touchant la pointe de traitement (38), sur le côté avant (14) de l'élément de support
(10).
3. Garniture de carde selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'une zone réceptrice (12), de l'élément de support (10), recevant les parties de fixation
(34) du fil métallique de carde (30), présente un côté avant (14) sensiblement plat
et dirigé vers les parties de traitement (36), la zone réceptrice (12) se transformant,
au moins au niveau de l'un de ses bords, en une zone d'attache (16), dont le côté
avant (18), dirigé vers les parties de traitement (36), ou bien le côté avant (14)
de la zone réceptrice (12) est décalé en direction du côté arrière (22) de l'élément
de support (10), dirigé à l'opposé des parties de traitement (36), le côté arrière
(22) de l'élément de support (10) étant disposé, de préférence, dans un plan s'étendant
à peu près parallèlement au côté avant (14) de la zone réceptrice (12), et le côté
avant (18) de la zone d'attache (16) étant disposé dans un plan s'étendant à peu près
parallèlement au côté avant (14) de la zone réceptrice (12).
4. Garniture de carde selon la revendication 3, caractérisée par un élément de retenue (50), qui est appliqué par une partie de retenue (52) contre
le côté avant (18) de la zone d'attache (16) et qui s'étend, à partir de là, en direction
du côté arrière (22) de l'élément de support (10) et, le cas échéant, au-delà de celui-ci,
lequel élément de retenue sert à maintenir la garniture de carde contre une barre
de recouvrement, et l'élément de retenue (50) présentant, de préférence, une partie
d'attache (54) qui traverse la zone d'attache (16).
5. Garniture de carde selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce l'élément de support consiste essentiellement en une matière plastique, notamment
en du PVC.
6. Garniture de carde selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'au moins une couche, et de préférence au moins deux couches intermédiaires de textile,
distantes l'une de l'autre dans le sens de l'épaisseur, sont insérées dans l'élément
de support.
7. Garniture de carde selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, pour au moins l'un des fils métalliques de carde (30), la partie de fixation (34)
est au moins de la même longueur que la partie de traitement (36) tandis que, de préférence,
pour au moins l'un des fils métalliques de carde (30), le rapport de la longueur (L)
de la partie de fixation (34) à la longueur (l) de la partie de traitement (36) est
d'au moins 3 : 1 et, de manière particulièrement préférée, d'au moins 5 : 1.
8. Garniture de carde selon la revendication 7, caractérisée en ce que, pour au moins l'un des fils métalliques de carde (30), la longueur (l) de la partie
de traitement (36) est inférieure à 3 mm, de préférence inférieure à 2 mm et, de manière
particulièrement préférée, inférieure à 1,5 mm.
9. Garniture de carde selon la revendication 8, caractérisée en ce que la longueur (l) de la partie de traitement est d'environ 1 mm.
10. Garniture de carde selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le fil métallique de carde présente, dans une direction s'étendant perpendiculairement
à son axe longitudinal, une largeur d'au moins 0,2 mm et, de préférence, d'au moins
0, 4 mm.
11. Garniture de carde selon la revendication 10, caractérisée en ce que le rapport de l'épaisseur (D) à la largeur (b) du fil métallique de carde est inférieur
à 3.
12. Garniture de carde selon la revendication 11, caractérisée en ce que le fil métallique de carde présente, dans un plan de coupe s'étendant perpendiculairement
à son axe longitudinal (31), une section transversale sensiblement carrée.