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EP 1 020 553 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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19.07.2000 Patentblatt 2000/29 |
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Anmeldetag: 04.12.1999 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
14.01.1999 DE 29900477 U
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Anmelder: Ilitex AG |
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6330 Cham (CH) |
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Erfinder: |
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- Rathgeber, Lutz
89537 Giengen/Brenz (DE)
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Vertreter: KOHLER SCHMID + PARTNER |
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Patentanwälte
Ruppmannstrasse 27 70565 Stuttgart 70565 Stuttgart (DE) |
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Schussfadenüberwachungsvorrichtung insbesondere für Bandwebmaschinen |
(57) Um bei einer Schußfadenüberwachungsvorrichtung insbesondere für Bandwebmaschinen,
bei welcher der Schußfaden 11 über mindestens einen schwenkbaren Federarm 3 geführt
ist, welcher mit einer Abschaltvorrichtung für fehlerhafte Schußeinträge zusammenwirkt,
unabhängig von der Gurtbreite schon bei wenigen Fehlern eine Abschaltung der Maschine
auf einfache Art zu erreichen, sind im Schwenkbereich 5 des Federarmes 3 auf einer
Seite desselben mehrere Lichtquellen 7 oder ein Lichtband und auf der anderen Seite
mehrere in Schwenkrichtung 5 hintereinanderliegende Fotozellen 9 vorgesehen, wobei
die Fotozellen 9 mit einer den Weg des Federarmes 3 messenden, die Abschaltvorrichtung
betätigenden Meßeinrichtung verbunden sind.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schußfadenüberwachungsvorrichtung insbesondere
für Bandwebmaschinen, bei welcher der Schußfaden über mindestens einen schwenkbaren
Federarm geführt ist, welcher mit einer Abschaltvorrichtung für fehlerhafte Schußeinträge
zusammenwirkt. Die Schußzuführung erfolgt kontinuierlich mittels einer Transportvorrichtung.
Dabei werden bei fehlerfreier Verarbeitung pro Schußeintrag etwa zweimal die Gurtbreite
Faden geliefert und verarbeitet. Die intermittierende Verarbeitung einerseits und
die konstante Lieferung andererseits wird durch eine oder mehrere Federarme ausgeglichen,
welche die überschüssige Fadenmenge durch Ausschwenken übernehmen.
[0002] Die Federn dienen dabei gleichzeitig zur Fehlerüberwachung. Bei jedem Abhäckelfehler
sinkt der Fadenverbrauch. Der Überschuß wird durch die Federn kompensiert, so daß
diese um ein entsprechendes Maß weiter ausschwenken können. Wenn die Überschußmenge
so groß ist, daß die Federn einen Endanschlag berühren, dann wird hierdurch die Maschine
abgestellt. Wenn auf der gleichen Maschine verschieden breite Gurte verarbeitet werden,
dann sind bei schmalen Gurten viele Fehler erforderlich, bis sich ein Fadenüberschuß
ergibt, welcher die Federn bis zum Endanschlag schwenken läßt. Bei breiten Gurten
wird dagegen relativ schnell eine Maschinenabschaltung erreicht.
[0003] Jeder nicht ordentlich abgehäckelte Schußeintrag ist ein Fehler, der in der Warenkontrolle
gefunden und herausgeschnitten wird. Durch Verschleiß an der Webmaschine oder durch
Garnungleichmäßigkeiten kommt es vor, daß eine gut eingerichtete Maschine beginnt,
vereinzelt Abhäckelfehler in größeren Abständen zu produzieren. Das heißt es entsteht
ein Produkt, das in größeren Abständen zum Beispiel zehn Metern solcher Fehler hat.
Da eine verkaufsfähige Rolle mit fünfzig Metern nur eine Schnittstelle haben darf,
ist ein Gurt, welcher in größeren Abständen solche Abhäckelfehler auweist, Abfall.
Solche Fehler in größeren Abständen sind mit der bekanten Überwachungseinrichtung
schwer zu entdecken. Infolgedessen kann eine Maschine unter Umständen einen oder mehrere
Tage in dieser Weise laufen und Fehler erzeugen. Dadurch entstehen in extremen Fällen
mehrere tausend Meter fehlerhafte Ware, welche einen erheblichen finanziellen Wert
darstellen. Die bekannten Einrichtungen haben alle gemeinsam den Nachteil einer nur
sehr groben Fadensverbrauchsmessung.
[0004] Um unabhängig von der Gurtbreite schon bei wenigen Fehlern eine Abschaltung der Maschine
auf einfache Art zu erreichen, sind erfindungsgemäß im Schwenkbereich des Federarmes
auf einer Seite desselben mehrere Lichtquellen oder ein Lichtband und auf der anderen
Seite mehrere in Schwenkrichtung hintereinanderliegende Fotozellen vorgesehen, wobei
die Fotozellen mit einer den Weg des Federarmes messenden, die Abschaltvorrichtung
betätigenden Meßeinrichtung verbunden sind. Bei einer Vorrichtung dieser Art wird
jetzt jeweils der Weg der Feder gemessen und zwar mittels der Zahl der durchschrittenen
Fotozellen. Schon bei geringfügigen Abhäckelfehlern überstreicht der Federarm ein
anderes Segment der Lichtquellen bzw. der Fotozellen. Auf diese Art und Weise ist
es möglich, bereits nach wenigen Abhäckelfehlern Abweichungen, welche eine zulässige
Differenz überschreiten, zur Stillsetzung der Maschine auszunutzen. Dadurch wird eine
exakte Anzeige des Fadenverbrauchs erreicht.
[0005] Vorzugsweise sind als Lichtquellen Leuchtdioden vorgesehen. Der Federarm kann im
Schlitz eines Führungsgehäuses schwenken, wobei die Lichtquellen oder das Lichtband
und die Fotozellen an den einander gegenüberliegenden Schlitzwänden des Gehäuses angeordnet
sind. Das Führungsgehäuse ist dabei zweckmäßig winkel- oder bogenförmig ausgebildet.
[0006] Bei den bekannten Vorrichtungen werden meist zwei sich gegenüberliegende Federarme
verwendet, über welche der Schußfaden geführt ist. In diesem Fall sind die Führungsgehäuse
mit ihren freien Enden in einem Abstand voneinander angeordnet und der Schußfaden
wird zwischen ihnen durchgeführt. Besondere Vorteile ergeben sich, wenn man eine Meßvorrichtung
verwendet, welche einen Speicher für den gemessenen Weg mehrerer Schußeinträge aufweist.
Es kann dann durch die Meßeinrichtung ein Mittelwert gebildet werden, welcher mit
dem jeweils nächst folgenden Schußeintrag verglichen wird. Jede Abweichung vom Mittelwert
ist ein Fehler. Die Größe der Abweichung, welche zu einer Abschaltung führt, und damit
die Empfindlichkeit ist einstellbar. Änderungen der Breite und der Fadenspannung beeinflussen
ebenfalls das Verhalten der Federn. Die Vorrichtung kann daher auch zur Ermittlung
von Grenzwerten aufgrund anderer Fehler Verwendung finden.
[0007] Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es stellen dar:
- Figur 1
- die Vorderansicht einer Schußfadenüberwachungsvorrichtung mit teilweise geschnittenem
Führungsgehäuse
- Figur 2
- den Schnitt II-II nach Figur 1
[0008] Die Schußfadenüberwachungsvorrichtung besteht aus zwei gleichartigen Führungsgehäusen
1 in deren Schlitz 2 je ein Federarm 3 um eine Achse 4 schwenkbar angeordnet ist.
Im Schwenkbereich 5 sind an der einen Schlitzwand 6 Leuchtdioden 7 hintereinander
angeordnet, während auf der gegenüberliegenden Schlitzwand 8 den Leuchtdioden 7 entsprechend
Fotozellen 9 vorgesehen sind. Die Führungsgehäuse 1 sind bogenförmig gestaltet und
zwischen ihren freien Enden 10 wird ein Schußfaden 11 hindurchgeführt, welcher vorher
durch Ösen 12 der Federarme 3 hindurchgeführt ist.
[0009] Die nicht dargestellte Zuführung des Schußfadens 11 erfolgt kontinuierlich, die Verarbeitung
dagegen intermittierend. Die jeweils überschüssige Fadenmenge wird dabei durch Ausschwenken
der Federarme 3 ausgeglichen. Dabei schwenken die Federarme 3 jeweils an den Leuchtdioden
7 und den Fotozellen 9 vorbei, wobei die Fotozellen mit einer nicht dargestellten
Meßeinrichtung verbunden sind. Auf diese Weise kann jeweils der von den Federarmen
3 zurückgelegte Weg gemessen werden. Sofern dieser Weg zu groß ist, werden mehr bzw.
andere Fotozellen angesprochen und dann über die Meßeinrichtung die Maschine abgestellt.
1. Schußfadenüberwachungsvorrichtung insbesondere für Bandwebmaschinen, bei welcher der
Schußfaden über mindestens einen schwenkbaren Federarm geführt ist, welcher mit einer
Abschaltvorrichtung für fehlerhafte Schußeinträge zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet,
daß im Schwenkbereich (5) des Federarmes (3) auf einer Seite desselben mehrere Lichtquellen
(7) oder ein Lichtband und auf der anderen Seite mehrere in Schwenkrichtung (5) hintereinanderliegende
Fotozellen (9) vorgesehen sind, wobei die Fotozellen (9) mit einer den Weg des Federarmes
(3) messenden, die Abschaltvorrichtung betätigenden Meßeinrichtung verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Lichtquellen Leuchtdioden
(7) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Federarm (3) im Schlitz (2) eines Führungsgehäuses (1) schwenkt, wobei die
Lichtquellen (7) oder das Lichtband und die Fotozellen (9) an den einander gegenüberliegenden
Schlitzwänden (6, 8) des Gehäuses (1) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsgehäuse (1) winkel-
oder bogenförmig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei sich gegenüberliegende Federarme vorgesehen sind, über welche der Schußfaden
(11) geführt ist, und daß zwei Führungsgehäuse (1) mit ihren freien Enden (10) in
einem Abstand voneinander angeordnet und der Schußfaden (11) zwischen ihnen durchgeführt
ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinrichtung einen Speicher für den gemessenen Weg mehrerer Schußeinträge
aufweist und eine weitere Vorrichtung zum Vergleich dieser Schußeinträge mit dem nächstfolgenden
aufweist.
