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EP 1 020 596 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.07.2003 Patentblatt 2003/28 |
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Anmeldetag: 12.01.2000 |
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Handgriff zum Betätigen eines mit Treibstangen ausgerüsteten Fenster- oder Türbeschlages
Handle for operating a window or a door fitting of the espagnolette type
Poignée de commande pour l'actionnement d'une ferrure de fenêtres ou de portes du
type crémone
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
18.01.1999 DE 29900771 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.07.2000 Patentblatt 2000/29 |
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Patentinhaber: SCHÜCO International KG |
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33609 Bielefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Wilker, Burkhard
33615 Bielefeld (DE)
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Vertreter: Specht, Peter, Dipl.-Phys. et al |
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Loesenbeck, Stracke, Loesenbeck,
Patentanwälte,
Jöllenbecker Strasse 164 33613 Bielefeld 33613 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 711 890 GR-B- 1 002 742
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DE-U- 7 739 305
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen mit einer Treibstange versehenen Fenster- oder
Türbeschlag montierten Handgriff nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Es ist aus der JP 58-47164 bekannt, den Mitnehmer mit einer durch zwei Schenkel gebildeten
Gabel auszurüsten, die die Aufnahme für den mit der zugeordneten Treibschiene verbundenen
Zapfen bildet. Die Aufnahme für den Zapfen ist somit zu einer Seite geöffnet, so daß
der Handgriff mit dem Getriebe und dem Mitnehmer zur Kopplung mit dem Zapfen in einfacher
Weise montiert und die Gabel des Mitnehmers durch ein Langloch des Flügelrahmenprofils
in die Kammer zwischen Blend- und Flügelrahmen eingeführt werden kann.
[0003] Die Mitnehmer eines Getriebegriffs werden im allgemeinen aus Zinkdruckguß gefertigt.
[0004] Es kommt vor, daß die Mitnehmergabeln in Fällen, in denen der Treibschienenbeschlag
nicht einwandfrei arbeitet, z.B. daß er schwergängig ist oder hakt, überbelastet werden
und daß dabei die Mitnehmergabeln zu Bruch gehen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mit einer Treibstange versehenen
Fenster- oder Türbeschlag montierten Handgriff der eingangs genannten Art so zu gestalten,
daß die Belastbarkeit des Mitnehmers wesentlich erhöht wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen mit einer Treibstange versehenen Fenster-
oder Türbeschlag montierten Handgriff mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Enden der Schenkel an der dem Getriebe
abgewandten Seite abgekröpft und die abgekröpften Enden durch den Brückensteg miteinander
verbunden.
[0008] Durch diese Abkröpfung der die Aufnahme des Mitnehmers an zwei Seiten begrenzenden
Schenkel kann die Montage des Handgriffs mit den zugehörigen Teilen an den Flügelrahmen
in der gleichen Weise wie bisher vorgenommen werden.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- den Handgriff eines mit Treibschienen ausgerüsteten Fenster- oder Türbeschlags mit
zugeordnetem Getriebe und zugeordneten Mitnehmern im Aufriß,
- Figur 2
- den der Figur 1 entsprechenden Grundriß und
- Figur 3
- die Montageschritte des Handgriffs von der Einführung des Mitnehmers durch ein Langloch
des Flügelrahmens bis zur Kopplung des Mitnehmers mit dem Zapfen des Treibschienenbeschlages.
[0010] Über den Handgriff 1 wird ein Zahnritzel betätigt, das in einem Gehäuse 2 drehbar
gelagert ist. Dieses Zahnritzel kämmt mit einer Zahnstange eines Mitnehmers 3, die
ebenfalls in dem Gehäuse 2 gleitbar gelagert ist, das auf die Außenfläche 4 eines
Flügelrahmenprofils 5 aufgesetzt und mit dem Flügelrahmenprofil 5 verschraubt wird.
[0011] Dem Handgriff nach den Figuren 1 und 2 sind zwei Mitnehmer zugeordnet, über die Treibschienen
6 eines Fenster- oder Türbeschlags betätigt werden, die mit einem Zapfen 7 verbunden
sind, der in eine Aussparung 8 des Mitnehmers 3 eingreift.
[0012] Die Aussparung 8 wird an zwei Seiten durch Schenkel 9 und an der dem Gehäuse 2 abgewandten
Seite durch einen Brückensteg 10 begrenzt.
[0013] Die Enden 11 der Schenkel 9 sind um 90° abgekröpft und durch den Brückensteg 10 verbunden.
[0014] Aus der Figur 3 ergibt sich, daß die Abkröpfung zu der der Treibschiene 6 abgewandten
Seite erfolgt und diese Abkröpfung so gestaltet ist, daß bei dem Einführen des mit
der Aussparung 8 versehenen Teils des Mitnehmers 3 in die Kammer 12 zwischen Flügelrahmen
5 und Blendrahmen 13 durch ein im Flügelrahmenprofil vorgesehenes Langloch 14 der
Brückensteg 10 nicht mit dem Zapfen 7 kollidiert und in der Endmontagestellung außerhalb
des Zapfens 7 liegt, während der Zapfen in die Aussparung 8 eingreift.
[0015] In der Fig. 3 sind fünf Schritte für das Einführen des Teils des Mitnehmers 3, der
mit der Aussparung 8 versehen ist, in die Kammer 12 zwischen Blend- und Flügelrahmen
aufgezeigt. Diese Montageschritte belegen, daß für die Montage im Flügelrahmenprofil
5 ausschließlich wie bisher im Flügelrahmenprofil ein Langloch 14 vorgesehen zu werden
braucht.
[0016] Durch den Brückensteg 10 erfolgt im Zusammenwirken des Mitnehmers 3 mit dem Zapfen
7 die Lastabtragung nicht über einen Schenkel 9, sondern über beide Schenkel.
1. An einem mit einer Treibstange versehenen Fenster- oder Türbeschlag montierter Handgriff
mit Getriebe zur Betätigung des mit Treibschienen (6) ausgerüsteten Fenster- oder
Türbeschlages, wobei durch das Getriebe mindestens ein Mitnehmer (3) für einen mit
den Treibschienen (6) verbundenen Zapfen (7) bewegbar ist und der Zapfen (7) in eine
Aussparung des Mitnehmers (3) eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (8) zur Aufnahme des Zapfens (7) umlaufend geschlossen und durch zwei
Schenkel (9) und einen Brückensteg (10) begrenzt ist.
2. An einem mit einer Treibstange versehenen Fenster- oder Türbeschlag montierter Handgriff
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden (11) der Schenkel (9) an der dem Gehäuse (2) abgewandten Seite abgekröpft
und die abgekröpften Enden durch den Brückensteg (10) verbunden sind.
3. An einem mit einer Treibstange versehenen Fenster- oder Türbeschlag montierter Handgriff
nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abkröpfung zu der Treibschiene (6) abgewandten Seite erstreckt und der Brückensteg
(10) außerhalb des Arbeitsbereichs des Zapfens (7) liegt.
4. An einem mit einer Treibstange versehenen Fenster- oder Türbeschlag montierter Handgriff
nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkröpfung sich über einen Winkel von 90° erstreckt.
1. Handle which is mounted on a window or door fitting provided with a drive rod and
has a mechanism for actuating the window or door fitting, which is equipped with drive
rails (6), it being possible for at least one driver element (3) for a stub (7) connected
to the drive rails (6) to be moved by means of the mechanism, and the stub (7) engaging
in a cutout of the driver element (3), characterized in that the cutout (8) for accommodating the stub (7) is closed all the way round and is
bounded by two legs (9) and a bridging crosspiece (10).
2. Handle which is mounted on a window or door fitting provided with a drive rod according
to Claim 1, characterized in that the ends (11) of the legs (9) are angled on the side which is directed away from
the housing (2), and the angled ends are connected by the bridging crosspiece (10).
3. Handle which is mounted on a window or door fitting provided with a drive rod according
to Claim 2, characterized in that the angled portion extends to the side which is directed away from the drive rail
(6), and the bridging crosspiece (10) is located outside the operating region of the
stub (7).
4. Handle which is mounted on a window or door fitting provided with a drive rod according
to Claim 2 or 3, characterized in that the angled portion extends over an angle of 90°.
1. Poignée montée sur une ferrure de fenêtre ou de porte pourvue d'une barre de commande,
avec transmission pour l'actionnement de la ferrure de fenêtre ou de porte équipée
de rails de commande (6), au moins un entraïneur (3) pour un tenon (7) relié aux rails
de commande (6) étant déplaçable au moyen de la transmission, et le tenon (7) s'engageant
dans une découpe de l'entraîneur (3), caractérisée en ce que la découpe (8) est fermée périphériquement pour recevoir le tenon (7) et est limitée
par deux branches (9) et un pontet (10).
2. Poignée montée sur une ferrure de fenêtre ou de porte pourvue dune barre de commande,
selon la revendication 1, caractérisée en ce que les extrémités (11) des branches (9) sont coudées sur le côté tourné à l'opposé du
boîtier (2) et les extrémités coudées sont reliées par le pontet (10).
3. Poignée montée sur une ferrure de fenêtre ou de porte pourvue d'une barre de commande,
salon la revendication 2, caractérisée en ce que le coude s'étend vers le côté tourné à l'opposé du rail de commande (6) et le pontet
(10) se situe à l'extérieur de la zone de travail du tenon (7).
4. Poignée montée sur une ferrure de fenêtre ou de porte pourvue d'une barre de commande,
salon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que le coude s'étend sur un angle de 90°.

