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(11) |
EP 1 022 351 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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25.02.2009 Patentblatt 2009/09 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.05.2004 Patentblatt 2004/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.12.1999 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Durch Plasmaspritzen aufgebrachte Schicht für Zylinderlaufflächen von Motorblöcken
und Verfahren zu deren Herstellung
Plasma sprayed layer on cylinder bores of engine blocks
Couche déposée par jet de plasma sur des alésages de cylindres de blocs moteur
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
19.01.1999 CH 9199 09.02.1999 CH 24599
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.07.2000 Patentblatt 2000/30 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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04011394.6 / 1507020 |
| (73) |
Patentinhaber: Sulzer Metco AG |
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5610 Wohlen (CH) |
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Erfinder: |
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- Barbezat, Gérard
8152 Opfikon (CH)
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Vertreter: Kluthe, Stefan |
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Sulzer Management AG
Patentabteilung / 0067
Zürcherstrasse 14 8401 Winterthur 8401 Winterthur (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 715 916 WO-A-97/13884 DE-C- 940 082 US-A- 5 592 927
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EP-A- 0 816 527 DE-A- 19 508 687 FR-A- 735 928 US-A- 5 622 753
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 7, no. 155 (C-175), 7. Juli 1983 (1983-07-07) & JP
58 064371 A (HONDA GIKEN KOGYO), 16. April 1983 (1983-04-16)
- THERMALLY-SPRAYED SELF-LUBRICATING COMPOSITES FROM CORED WIRES - PART 1: FABRICATION
AND CHEMISTRY, R.C. MCCUNE ET AL., PROCEEDINGS OF THE 7TH NATIONAL THERMAL SPRAY CONFERENCE,
BOSTON, MASSACHUSETTS 20 Juni 1994 - 24 Juni 1994,
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[0001] Die Erfindung betrifft eine durch Plasmaspritzen aufgebrachte eisenhaltige Schicht
für Zylinderlaufflächen von Motorblöcken nach dem Anspruch 1 sowie ein Verfahren zur
Herstellung solcher Schichten nach dem Anspruch 6 oder 7.
[0002] Als klassischer Werkstoff für die Zylinderlaufflächen von Aluminium- oder Magnesium-Motorblöcken
wird immer noch Gusseisen mit Lamellen- oder Vermikulargraphit, in Form von eingepressten
oder eingegossenen Büchsen, verwendet.
[0003] Durch solche Büchsen wird jedoch zum einen die Grösse und das Gewicht des Motorblocks
nachteilig beeinflusst. Zum anderen entsteht eine ungünstige Verbindung zwischen den
Gusseisenbüchsen und dem aus Leichtmetall bestehenden Motorblock. Als Altemative werden
auch galvanische Schichten eingesetzt. Deren Aufbringen ist jedoch kostenintensiv
und zudem sind sie gegenüber Schwefel- und Ameisensäure korrosionsanfällig.
[0004] Weiter ist das Beschichten von Bohrungen mit Hilfe des Plasmaspritzverfahrens seit
langem bekannt. Dabei können verschiedene metallische Werkstoffe aufgebracht werden.
Nach dem Beschichten mittels des Plasmaspritzverfahrens werden die Schichten durch
Diamanthonen auf das Endmass bearbeitet und mit der gewünschten Topographie versehen.
Die Bearbeitbarkeit der Schichten und die tribologischen Eigenschaften werden durch
das Mikrogefüge und die physikalischen Eigenschaften der entsprechenden Schichten
massgebend beeinflusst.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Zerspanbarkeit und die tribologischen
Eigenschaften von durch Plasmaspritzen aufgebrachten eisenhaltigen Schichten für Zylinderlaufflächen
von Motorblöcken zu verbessern.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 umschriebene Schicht
bzw. durch das im Kennzeichen des Anspruchs 6 oder 7 umschriebene Verfahren gelöst.
[0007] Die Erfindung beruht auf der überraschenden Feststellung, dass bei einer besonders
kontrollierten Reaktion des eingesetzten Pulvers mit Sauerstoff beim Plasmaspritzen
ein Mikrogefüge erzeugt werden kann, welches bezüglich Bearbeitbarkeit und Tribologie
hervorragende Eigenschaften aufweist. Insbesondere werden die Reibungskoeffizienten
und die Neigung zum Scuffing ("Fressen", d. h. dem Beginn des adhäsiven Verschleisses)
drastisch verringert.
[0008] Die erfindungsgemässen durch Plasmaspritzen eines Beschichtungspulvers aufgebrachten
eisenhaltigen Schichten für Zylinderlaufflächen von Motorblöcken sind dadurch gekennzeichnet,
dass die Partikelgrössen verteilung des Pulvers im Bereich von 5-25 µm liegt, oder
dass die Partikelgrößenverteilung des Pulvers im Bereich von 10-45 µm liegt oder dass
die Partikelgrössenverteilung des Pulvers im Bereich von 15-60 µm liegt und dass der
Gehalt an gebundenem Sauerstoff 1 bis 4 Gewichts-% beträgt und der gebundene Sauerstoff
mit Eisen FeO und Fe
3O
4-Kristalle bildet. Für die Beschichtung kommen insbesondere in Frage:
- die Zylinderbohrungen von Motorblöcken aus Aluminium- oder Magnesium- Legierungen
oder aus Gusseisen; oder
- die innere Zylinderwand von in Aluminium- oder Magnesium-Motorblöcke eingesetzten
Gusseisenbüchsen.
[0009] Bevorzugte Ausführungen der durch Plasmaspritzen aufgebrachten Schichten sind in
den abhängigen Ansprüchen 2 bis 5 umschrieben.
[0010] Vorzugsweise beträgt der Gehalt an Fe
2O
3 weniger als 0,2 Gewichts-%. Die Menge der gebildeten Oxyde kann durch Mischen der
Luft mit Stickstoff oder Sauerstoff weiter beeinflusst werden. Beim Ersetzen der Luft
durch reinen Sauerstoff wird der gebundene Anteil an Sauerstoff in der Schicht um
einen Faktor von etwa zwei reduziert.
[0011] Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Schichten
ist dadurch gekennzeichnet, dass während des Plasmaspritzens eine Luftmenge von 200
bis 1000 NLPM (Normal-Liter pro Minute, d.h. bei 1 bar [= 10
5 Pa] und 20°C) oder eine Gasmenge mit 40 bis 200 NLPM Sauerstoff zugegeben wird. Zweckmässigerweise
beträgt die Geschwindigkeit der Gasströmung in der Zylinderbohrung oder der Büchse
während des Beschichtens 7 bis 12 m/s.
[0012] Bevorzugte Verfahren werden in den Ansprüchen 8 bis 20 beansprucht.
[0013] Zweckmässigerweise wird für die Beschichtung ein gasverdüstes Pulver folgender chemischer
Zusammensetzung eingesetzt:
| C = |
0,4 bis 1,5 Gewichts-% |
| Cr = |
0,2 bis 2,5 Gewichts-% |
| Mn = |
0,2 bis 3 Gewichts-% |
| S = |
0,01 bis 0,2 Gewichts-% |
| P = |
0,01 bis 0,1 Gewichts-%. |
| Fe = |
Differenz auf 100 Gewichts-% |
[0014] Alternativ kann für die Beschichtung ein gasverdüstes Pulver folgender chemischer
Zusammensetzung eingesetzt werden:
| C = |
0,1 bis 0,8 Gewichts-% |
| Cr = |
11 bis 18 Gewichts-% |
| Mn = |
0,1 bis 1,5 Gewichts-% |
| Mo = |
0,1 bis 5 Gewichts-% |
| S = |
0,01 bis 0,2 Gewichts-% |
| P = |
0,01 bis 0,1 Gewichts-%. |
| Fe = |
Differenz auf 100 Gewichts-% |
[0015] Das Volumen von FeO und Fe
3O
4 kann durch Auswahl der Partikelgrössenverteilung beeinflusst werden. Zweckmässigerweise
liegt die Partikelgrösse des Pulvers im Bereich von 5 bis 25 µm, 10 bis 45 µm oder
von 15 bis 60 µm. Sie kann mittels eines optischen oder elektronischen Mikroskops,
insbesondere eines Rasterelektronenmikroskop REM, oder nach der Laserbeugungsmethode
MICROTRAC bestimmt werden.
[0016] Zweckmässigerweise wird ein durch Gasverdüsung mit Argon oder Stickstoff erhaltenes
Pulver eingesetzt.
[0017] Beste Resultate werden erhalten, wenn ein durch Zugabe einer tribologischen Oxydkeramik
modifiziertes Pulver eingesetzt wird. Zweckmässigerweise besteht die Oxydkeramik aus
TiO
2 oder Al
2O
3TiO
2- und/oder Al
2O
3ZrO
2-Legierungssystemen. Der Anteil an Oxydkeramik im eingesetzten Pulver beträgt vorzugsweise
5 bis 50 Gewichts-%.
[0018] Die Wahl der optimalen Grösse der Pulverpartikel wird unter Berücksichtigung der
tribologischen Eigenschaften der erzeugten Schichten und des mechanischen Verhaltens
des Systemschichtsubstrates getroffen.
[0019] In folgenden werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Schicht anhand von
Beispielen näher erläutert. In den beiliegenden Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- ein Diagramm, aus dem die Verminderung des Reibungskoeffizienten in Abhängigkeit von
der Partikelgrösse des Pulvers und das mechanische Verhalten (Haftfestigkeit) der
Schicht auf AlSi-Substraten in Abhängigkeit von der Partikelgrösse des Pulvers hervorgeht;
und
- Fig. 2
- ein Diagramm, aus dem die Verminderung des Reibungskoeffizienten in Abhängigkeit von
der Menge des gebundenen Sauerstoffs im Pulver und das mechanische Verhalten (Haftfestigkeit)
der Schicht auf AlSi-Substraten in Abhängigkeit von der Menge des gebundenen Sauerstoffs
im Pulver hervorgeht.
Beispiel 1
[0020] Ein Pulver der nachstehenden Zusammensetzung wurde mit Hilfe eines Plasmatrons unter
folgenden spezifischen Bedingungen auf die Lauffläche einer Zylinderbüchse aufgebracht:
Pulver:
| C = |
1,1 Gewichts-% |
| Cr = |
1,5 Gewichts-% |
| Mn = |
1,5 Gewichts-% |
| Fe = |
Differenz auf 100 Gewichts-%. |
Gegebenenfalls kann das Pulver auch geringe Mengen (0.01 - 0.2 Gew.-%) von S und P
enthalten.
[0021] Die Partikelgrösse des Pulvers betrug zwischen 5 bis 25 µm, und die Herstellung erfolgte
durch Gasverdüsen.
[0022] Die Geschwindigkeit der Gasströmung während des Beschichtens der Büchse betrug 10
m/s, die Luftmenge für die Schichtkühlung und Pulverreaktion 500 NLPM (entsprechend
100 NLPM Sauerstoff). Diese Luftmenge wurde durch einen Plasmatronkörper zugeführt,
z.B. ein Plasmatron gemäss
EP-B1-0 645 946.
[0023] Die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass der Sauerstoffgehalt
in der erzeugten Schicht bei 3 Gewichts-% liegt. Der Sauerstoff ist gemäss Untersuchungen
mittels Röntgenfeinstrukturanalyse unter den stöchiometrischen Formeln FeO und Fe
3O
4 gebunden. Durch diese Untersuchungen wurde auch festgestellt, dass die Bildung von
Fe
2O
3 unterhalb der Nachweisgrenze liegt.
[0024] Die nach der anschliessenden Bearbeitung der erzeugten Schichten durch Diamanthonen
durchgeführten Motorversuche haben gezeigt, dass die Reibungskoeffizienten zwischen
Kolbenring und Zylinderwandung im Vergleich zu klassischen Gusseisenbüchsen mit Lamellengraphit
deutlich reduziert sind.
Beispiel 2
[0025] Bei Verwendung eines Pulvers gleicher chemischer Zusammensetzung wie in Beispiel
1, jedoch mit einer Partikelgrösse von 10 bis 45 µm, und im übrigen unter denselben
Randbedingungen wie im Beispiel 1, liegt der Anteil an gebundenem Sauerstoff in den
erzeugten Schichten bei 2 Gewichts-%. Die restlichen Ergebnisse einer Analyse der
so aufgebrachten Schicht waren gleich wie im Beispiel 1.
[0026] Die durchgeführten Untersuchungen zeigen im Motortest ähnlich günstige Ergebnisse,
wobei die Reduktion der Reibungskoeffizienten im Zusammenhang mit dem Anteil an gebundenem
Sauerstoff steht.
Beispiel 3
[0027] Für Motoren, die durch Verbrennung von schwefelhaltigen Kraftstoffen oder von Methanol,
bei Temperaturen unter dem Taupunkt bei den herrschenden Bedingungen, korrosionsgefährdet
sind, wurde die Beschichtung unter den Bedingungen gemäss Beispiel 1 mit folgendem
Pulver vorgenommen:
Pulver:
| C = |
0,4 Gewichts-% |
| Cr = |
13 Gewichts-% |
| Mn = |
1,5 Gewichts-% |
| Mo = |
2 Gewichts-% |
| Fe = |
Differenz auf 100 Gewichts-% |
Gegebenenfalls kann das Pulver auch geringe Mengen (0.01 - 0.2 Gew.-%) von S und P
enthalten.
[0028] Die Partikelgrösse des Pulvers betrug zwischen 10 bis 45 µm, und die Herstellung
erfolgte durch Gasverdüsen.
[0029] Die Versuche, die mit einem mit einer derartigen Zylinderlauffläche versehenen Verbrennungsmotor
durchgeführt wurden, haben im wesentlichen zu denselben Ergebnissen wie in Beispielen
1 und 2 erwähnt geführt.
Beispiel 4
[0030] Dem Pulver gemäss Beispiel 2 wurde eine Menge von 30 Gewichts-% eines legierten Keramikpulvers,
bestehend aus 60 Gewichts-% Al
2O
3 und 40 Gewichts-% TiO
2, zugegeben. Die mittels dieser Pulvermischung erzeugten Schichten sind durch die
Einlagerung der Keramikpartikel (Partikelgrösse 5 bis 22 µm) mechanisch verstärkt.
Beispiel 5
[0031] Analog zu Beispiel 4 wurden 30 Gewichts-% eines legierten Keramikpulvers, bestehend
aus 80 Gewichts-% Al
2O
3 und 20 Gewichts-% ZrO
2, zugegeben. Die mittels dieser Pulvermischung erzeugten Schichten sind durch die
Einlagerung der Keramikpartikel (Partikelgrösse 5 bis 22 µm) mechanisch verstärkt.
Dabei wurde derselbe Effekt wie in Beispiel 4 erzielt.
[0032] Fig. 1 zeigt ein Diagramm, aus dem die Verminderung des Reibungskoeffizienten in
Abhängigkeit von der Partikelgrösse des Pulvers und das mechanische Verhalten, namentlich
die Haftfestigkeit der Schicht auf AlSi-Substraten, in Abhängigkeit von der Partikelgrösse
des Pulvers hervorgeht. Aus dem Diagramm ist einerseits klar ersichtlich, dass sich
der Reibungskoeffizient mit zunehmender Grösse der Partikel des Beschichtungspulvers
vermindert. Andererseits wird deutlich, dass die Haftfestigkeit der Schicht auf AISi-Substraten
abnimmt, wenn die Grösse der Partikel des Beschichtungspulvers zunimmt. Ein guter
Kompromiss bezüglich der zu wählenden Partikelgrösse kann im Bereich von 25-30 µm
liegen, sodass mit einer in den meisten Fällenden ausreichenden Haftfestigkeit der
Schicht im Bereich von 45-50 MPa zu rechnen ist, wobei der Reibungskoeffizient, im
Vergleich mit Schichten gemäss dem Stand der Technik, um ca. 22-25% geringer ist.
Wenn aber in erster Linie eine ausgesprochen hohe Haftfestigkeit der Schicht angestrebt
wird und die Verminderung des Reibungskoeffizienten eher von untergeordneter Bedeutung
ist, wird man ein Beschichtungspulver mit einer Partikelgrösse von weniger als 25
µm wählen. Andererseits, wenn in erster Linie ein ausgesprochen geringer Reibungskoeffizient
angestrebt wird und eine etwas geringere Haftfestigkeit in Kauf genommen werden kann,
wird man ein Beschichtungspulver mit einer Partikelgrösse von mehr als 35 µm wählen.
[0033] Fig. 2 zeigt ein Diagramm, aus dem die Verminderung des Reibungskoeffizienten in
Abhängigkeit von der Menge des gebundenen Sauerstoffs in der Schicht und das mechanische
Verhalten, namentlich die Haftfestigkeit der Schicht auf AlSi-Substraten, in Abhängigkeit
von der Menge des gebundenen Sauerstoffs in der Schicht hervorgeht. Aus dem Diagramm
ist einerseits klar ersichtlich, dass sich der Reibungskoeffizient mit zunehmender
Menge des gebundenen Sauerstoffs in der Schicht vermindert. Andererseits wird deutlich,
dass die Haftfestigkeit der Schicht auf AlSi-Substraten abnimmt, wenn die Menge des
gebundenen Sauerstoffs in der Schicht zunimmt. Ein guter Kompromiss bezüglich der
anzustrebenden Menge an gebundenem Sauerstoff in der Schicht kann im Bereich von 2-2.5
Gew.-% liegen, sodass mit einer in den meisten Fällen ausreichenden Haftfestigkeit
der Schicht im Bereich von 40-50 MPa zu rechnen ist, wobei der Reibungskoeffizient,
im Vergleich mit Schichten gemäss dem Stand der Technik, um ca. 20-25% geringer ist.
Wenn aber, wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert, in erster Linie eine
ausgesprochen hohe Haftfestigkeit der Schicht angestrebt wird und die Verminderung
des Reibungskoeffizienten eher von untergeordneter Bedeutung ist, wird man eine Beschichtung
mit einem Anteil an gebundenem Sauerstoff von weniger als 2 Gew.-% anstreben. Andererseits,
wenn in erster Linie ein ausgesprochen geringer Reibungskoeffizient angestrebt wird
und eine etwas geringere Haftfestigkeit in Kauf genommen werden kann, wird man eine
Schicht mit einem Anteil an gebundenem Sauerstoff von mehr als 2.5 Gew.-% wählen.
1. Durch Plasmaspritzen eines Beschichtungspulvers aufgebrachte eisenhaltige Schicht
für Zylinderlaufflächen von Motorblöcken, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikelgrössenverteilung des Pulvers im Bereich von 5 bis 25 µm liegt, oder
dass die Partikelgrössenverteilung des Pulvers im Bereich von 10 bis 45 µm liegt,
oder dass die Partikelgrössenverteilung des Pulvers im Bereich von 15 bis 60 µm liegt,
und der Gehalt an gebundenem Sauerstoff 1 bis 4 Gewichts-% beträgt und der gebundene
Sauerstoff mit Eisen FeO- und Fe3O4-Kristall bildet.
2. Schicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Fe2O3 weniger als 0,2 Gewichts-% beträgt.
3. Schicht nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat für die aufzutragende Schicht der aus einer Aluminium- oder Magnesiumlegierung
oder aus Gusseisen bestehende Motorblock selbst ist.
4. Schicht nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat für die aufzutragende Schicht eine in einen Motorblock aus einer Aluminium-
oder Magnesiumlegierung eingesetzte Büchse aus Gusseisen ist.
5. Schicht nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gusseisen mit Lamellen- oder Vermikulargraphit versetzt ist.
6. Verfahren zur Herstellung einer durch Plasmaspritzen aufgebrachten eisenhaltigen Schicht
für Zylinderlaufflächen von Motorblöcken, wobei der Gehalt an gebundenem Sauerstoff
1 bis 4 Gewichts-% beträgt und der gebundene Sauerstoff mit Eisen FeO- und Fe3O4-Kristalle bildet, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmaterial in Pulverform zugeführt und während des Plasmaspritzens
eine Luftmenge von 200 bis 1000 NLPM zugegeben wird.
7. Verfahren zur Herstellung einer durch Plasmaspritzen aufgebrachten eisenhaltigen Schicht
für Zylinderlaufflächen von Motorblöcken, wobei der Gehalt an gebundenem Sauerstoff
1 bis 4 Gewichts-% beträgt und der gebundene Sauerstoff mit Eisen FeO- und Fe3O4-Kristalle bildet, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmaterial in Pulverform zugeführt und während des Plasmaspritzens
eine Gasmenge mit 40 bis 200 NLPM Sauerstoff zugegeben wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Fe2O3 weniger als 0,2 Gewichts-% beträgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat für die aufzutragende Schicht der aus einer Aluminium- oder Magnesiumlegierung
oder aus Gusseisen bestehende Motorblock selbst ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat für die aufzutragende Schicht eine in einen Motorblock aus einer Aluminium-
oder Magnesiumlegierung eingesetzte Büchse aus Gusseisen ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gusseisen mit Lamellen- oder Vermikulargraphit versetzt ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass während des Plasmaspritzens reiner Sauerstoff zugegeben wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Gasströmung innerhalb der zu beschichtenden Zylinderbohrung
bzw. Büchse während des Beschichtens 7 bis 12 m/s beträgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass für die Beschichtung ein gasverdüstes Pulver folgender chemischer Zusammensetzung
eingesetzt wird:
C = 0,4 bis 1,5 Gewichts-%
Cr = 0,2 bis 2,5 Gewichts-%
Mn = 0,2 bis 3 Gewichts-%
Fe = Differenz auf 100 Gewichts-%
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass für die Beschichtung ein gasverdüstes Pulver folgender chemischer Zusammensetzung
eingesetzt wird:
C = 0,1 bis 0,8 Gewichts-%
Cr = 11 bis 18 Gewichts-%
Mn = 0,1 bis 1,5 Gewichts-%
Mo = 0,1 bis 5 Gewichts-%
Fe = Differenz auf 100 Gewichts-%
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver zusätzlich enthält:
S = 0,01 bis 0,2 Gewichts-%
P = 0,01 bis 0,1 Gewichts-%
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen von FeO und Fe3O4 durch Auswahl der Partikeigrössenverteilung beeinflusst wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikelgrösse des Pulvers im Bereich von 5 bis 25µm liegt.
19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikelgrösse des Pulvers im Bereich von 10 bis 45µm liegt.
20. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikelgrösse des Pulvers im Bereich von 15 bis 60µm liegt.
21. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch Gasverdüsung mit Argon oder Stickstoff erhaltenes Pulver eingesetzt wird.
22. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch Zugabe einer tribologischen Oxydkeramik modifiziertes Pulver eingesetzt
wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oxydkeramik, welche aus TiO2 oder aus Al2O3TiO2- und /oder Al2O3ZrO2- Legierungssystemen besteht, eingesetzt wird.
24. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an Oxydkeramik im eingesetzten Pulver 5 bis 50 Gewichts-% beträgt.
1. A layer for cylinder running surfaces of engine blocks, said layer containing iron
and applied by plasma spraying of a coating powder, characterised in that the particle size distribution of the powder is in the range from 5 to 25 µm; or
in that the particle size distribution of the powder is in the range from 10 to 45 µm; or
in that the particle size distribution of the powder is in the range from 15 to 60 µm; and
in that the content of bound oxygen amounts to 1 to 4 weight percent and the bound oxygen
forms FeO crystals and Fe3O4 crystals with iron.
2. A layer in accordance with claim 1, characterised in that the content of Fe2O3 amounts to less than 0.2 weight percent.
3. A layer in accordance with claim 1 or claim 2, characterised in that the substrate for the layer to be applied is the engine block itself consisting of
an aluminium alloy or of a magnesium alloy or of cast iron.
4. A layer in accordance with claim 1 or claim 2, characterised in that the substrate for the layer to be applied is a sleeve of cast iron inserted into
an engine block of an aluminium alloy or of a magnesium alloy.
5. A layer in accordance with claim 3 or claim 4, characterised in that the cast iron contains lamellar graphite or vermicular graphite.
6. A method for the manufacture of a layer containing iron and applied by plasma spraying
for cylinder running surfaces of engine blocks, wherein the content of bound oxygen
amounts to 1 to 4 weight percent and the bound oxygen forms FeO crystals and Fe3O4 crystals with iron, characterised in that the coating material is supplied in powder form and a gas volume from 200 to 1000
NLPM is added during the plasma spraying process.
7. A method for the manufacture of a layer containing iron and applied by plasma spraying
for cylinder running surfaces of engine blocks, wherein the content of bound oxygen
amounts to 1 to 4 weight percent and the bound oxygen forms FeO crystals and Fe3O4 crystals with iron, characterised in that the coating material is supplied in powder form and a gas volume with 40 to 200 NLPM
oxygen is added during the plasma spraying process.
8. A method in accordance with claim 6 or claim 7, characterised in that the content of Fe2O3 amounts to less than 0.2 weight percent.
9. A method in accordance with any one of the claims 6 to 8, characterised in that the substrate for the layer to be applied is the engine block itself consisting of
an aluminium alloy or of a magnesium alloy or of cast iron.
10. A method in accordance with any one of the claims 6 to 8, characterised in that the substrate for the layer to be applied is a sleeve of cast iron inserted into
an engine block of an aluminium alloy or of a magnesium alloy.
11. A method in accordance with one of the claims 9 or 10, characterised in that the cast iron contains lamellar graphite or vermicular graphite
12. A method in accordance with any one of the claims 7 to 11, characterised in that pure oxygen is added during the plasma spraying.
13. A method in accordance with any one of claims 6 to 12, characterised in that the speed of the gas flow inside the cylinder bore or the sleeve to be coated amounts
to 7 to 12 m/s during coating.
14. A method in accordance with any one of claims 6 to 13,
characterised in that a gas-atomised powder of the following chemical composition is used for the coating:
C = 0.4 to 1.5 weight percent
Cr = 0.2 to 2.5 weight percent
Mn = 0.2 to 3 weight percent
Fe = difference to 100 weight percent
15. A method in accordance with any one of claims 6 to 13,
characterised in that a gas-atomised powder of the following chemical composition is used for the coating:
C = 0.1 to 0.8 weight percent
Cr = 11 to 18 weight percent
Mn = 0.1 to 1.5 weight percent
Mo = 0.1 to 5 weight percent
Fe = difference to 100 weight percent
16. A method in accordance with claim 14 or claim 15,
characterised in that the powder additionally contains:
S = 0.01 to 0.2 weight percent
P = 0.01 to 0.1 weight percent.
17. A method in accordance with any one of claims 6 to 16, characterised in that the volume of FeO and Fe3O4 is influenced by selecting the particle size distribution.
18. A method in accordance with claim 17, characterised in that the particle size of the powder lies in the range from 5 to 25 µm.
19. A method in accordance with claim 17, characterised in that the particle size of the powder lies in the range from 10 to 45 µm.
20. A method in accordance with claim 17, characterised in that the particle size of the powder lies in the range from 15 to 60 µm.
21. A method in accordance with one or more of claims 14 to 20, characterised in that a powder is used which has been obtained by gas atomisation using argon or nitrogen.
22. A method in accordance with one or more of claims 14 to 21, characterised in that a powder is used which has been modified by addition of a tribological oxide ceramic.
23. A method in accordance with claim 22, characterised in that an oxide ceramic is used which consists of TiO2 or of alloy systems of Al2O3TiO2 and/or Al2O3ZrO2.
24. A method in accordance with claim 22 or claim 23, characterised in that the portion of oxide ceramic in the powder used amounts to 5 to 50 weight percent.
1. Couche contenant du fer appliquée par projection au plasma d'une poudre d'enduction
pour des alésages de cylindres de blocs-moteurs, caractérisée en ce que la répartition de grandeur des particules de la poudre se situe dans la plage de
5 à 25 µm, ou bien que la répartition de grandeur des particules de la poudre se situe
dans la plage de 10 à 45 µm, ou bien que la répartition de grandeur des particules
de la poudre se situe dans la plage de 15 à 60 µm, et en ce que la teneur en oxygène lié est de 1 à 4% en poids et l'oxygène lié forme avec le fer
des cristaux de FeO et de Fe3O4.
2. Couche selon la revendication 1, caractérisée en ce que la teneur en Fe2O3 est de moins de 0,2% en poids.
3. Couche selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le substrat pour la couche à appliquer est le bloc-moteur lui-même se composant d'un
alliage d'aluminium ou de magnésium ou de fonte.
4. Couche selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le substrat pour la couche à appliquer est une fourrure en fonte introduite dans
un bloc-moteur en un alliage d'aluminium ou de magnésium.
5. Couche selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que la fonte est mélangée à du graphite lamellaire ou vermiculaire.
6. Procédé pour la production d'une couche contenant du fer appliquée par projection
au plasma pour des alésages de cylindres de blocs-moteurs, où la teneur en oxygène
lié est de 1 à 4% en poids et l'oxygène lié forme avec le fer des cristaux de FeO
et Fe3O4, caractérisé en ce que le matériau d'enduction est introduit en forme de poudre et on ajoute, pendant la
projection au plasma, une quantité d'air de 200 à 1000 LNPM.
7. Procédé pour la production d'une couche contenant du fer appliquée par projection
au plasma pour des alésages de cylindres de blocs-moteurs, où la teneur en oxygène
lié est de 1 à 4% en poids, et l'oxygène lié forme avec le fer des cristaux de FeO
et de Fe3O4, caractérisé en ce que le matériau d'enduction est fourni sous forme de poudre et on ajoute, pendant la
projection au plasma, une quantité de gaz avec 40 à 200 LNPM d'oxygène.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la teneur en Fe2O4 est inférieure à 0,2% en poids.
9. Procédé selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le substrat pour la couche à appliquer est le bloc-moteur lui-même se composant d'un
alliage d'aluminium ou de magnésium ou de fonte.
10. Procédé selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le substrat pour la couche à appliquer est une fourrure en fonte introduite dans
un bloc-moteur en un alliage d'aluminium ou de magnésium.
11. Procédé selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisé en ce que la fonte est mélangée à du graphite lamellaire ou vermiculaire.
12. Procédé selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que pendant la projection au plasma, on ajoute de l'oxygène pur.
13. Procédé selon l'une des revendications 6 à 12, caractérisé en ce que la vitesse du flux de gaz à l'intérieur de l'alésage du cylindre à enduire ou de
la fourrure pendant l'enduction est de 7 à 12 m/s.
14. Procédé selon l'une des revendications 6 à 13,
caractérisé en ce que pour l'enduction, on utilise une poudre atomisée au gaz de la composition chimique
vivante:
C = 0,4 à 1,5% en poids
Cr = 0,2 à 2,5% en poids
Mn = 0,2 à 3% en poids
Fe = différence à 100% en poids
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 13,
caractérisé en ce que pour l'enduction, on utilise une poudre atomisée au gaz de la composition chimique
suivante:
C = 0,1 à 0,8% en poids
Cr = 11 à 18% en poids
Mn = 0,1 à 1,5% en poids
Mo = 0,1 à 5% en poids
Fe = différence à 100% en poids
16. Procédé selon la revendication 14 ou 15,
caractérisé en ce que la poudre contient de plus:
S = 0,01 à 0,2% en poids
F = 0,01 à 0,1% en poids
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 16, caractérisé en ce le volume de FeO et de Fe3O4 est influencé par le choix de la granulométrie.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que la grandeur des particules de la poudre se trouve dans la zone de 5 à 25µm.
19. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que la grandeur des particules de la poudre est dans la zone de 10 à 45 µm.
20. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que la grandeur des particules de la poudre est dans la zone de 15 à 60 µm.
21. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 14 à 20, caractérisé en ce qu'on utilise une poudre obtenue par atomisation au gaz au moyen d'argon ou d'azote.
22. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 14 à 21, caractérisé en ce qu'on utilise une poudre modifiée par addition d'une céramique d'oxyde tribologique.
23. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce qu'une céramique d'oxyde, qui se compose de TiO2 ou de systèmes d'alliages de Al2O3TiO2 et/ou Al2O3ZrO2 est utilisée.
24. Procédé selon la revendication 22 ou 23, caractérisé en ce que la part de céramique d'oxyde dans la poudre utilisée est de 5 à 50% en poids.


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