(19)
(11) EP 1 022 753 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.07.2000  Patentblatt  2000/30

(21) Anmeldenummer: 98811252.0

(22) Anmeldetag:  21.12.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H01H 3/22, H01H 9/54
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(71) Anmelder: ABB Hochspannungstechnik AG
8050 Zürich (CH)

(72) Erfinder:
  • Fröhlich,Klaus,Prof.Dr.
    5400 Baden (CH)
  • Holaus,Walter
    6274 Aschau i.Z. (AT)
  • Steurer,Michael
    1120 Wien (AT)
  • Peter,Jörg
    8340 Hinwil (CH)
  • Kaltenegger,Kurt,Dr.
    5426 Lengnau (CH)

(74) Vertreter: ABB Patent Attorneys 
c/o ABB Business Services Ltd. (SLE-I) Haselstrasse 16/699
5401 Baden
5401 Baden (CH)

   


(54) Kontaktanordnung für einen strombegrenzenden Schalter


(57) Die Kontaktanordnung ist für eine nennstromführende Schaltstelle (S1) eines strombegrenzenden Hoch- oder Mittelspannungsschalters bestimmt, bei dem parallel zur nennstromführenden Schaltstelle (S1) ein Strompfad (K1) mit einem Halbleiterschalter (T) geschaltet ist. Die Kontaktanordnung ist axialsymmetrisch ausgeführt. Sie enthält zwei feststehende Schaltstücke, welche unter Bildung eines Ringraums (3) als koaxial ineinandergeführte Zylinder (1, 2) ausgebildet sind, und einen als bewegliches Brückenschaltstück wirkenden Kontaktring (4), welcher im Einschaltzustand der Kontaktanordnung an freien Enden der Zylinder (1, 2) in den Ringraum (3) geführt ist. Ferner enthält die Kontaktanordnung einen das bewegliche Brückenschaltstück mit elektrodynamischer Kraft beaufschlagenden und eine Spule (5) aufweisenden Antrieb.
Durch den axialsymmetrischen Aufbau werden unerwünschte Streuinduktivitäten vermieden und wird so eine äusserst rasche Kommutierung von abzuschaltenden Kurzschlussströmen in den - den Halbleiterschalter enthaltenden - Parallelstrompfad erreicht. Zugleich wird der zur Bildung der Kräfte des elektrodynamischen Antriebs notwendige Induktionsstrom im nennstromführenden, beweglichen Brückenschaltstück generiert. Es werden so ein sonst üblicherweise vorgesehenes scheibenförmiges Teil zur Führung des Induktionsstrom und damit zusätzliche zu beschleunigende Masse eingespart und wird dadurch die Öffnungsgeschwindigkeit der Kontaktanordnung wesentlich erhöht.




Beschreibung

TECHNISCHES GEBIET



[0001] Bei der Erfindung wird ausgegangen von einer Kontaktanordnung für eine nennstromführende Schaltstelle eines strombegrenzenden Hoch- oder Mittelspannungsschalters nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Im Bereich hoher Leistungen und damit hoher Nennströme werden in der elektrischen Energietechnik heute fast ausnahmslos rein mechanische Kontaktsysteme zum Bau von Schaltern verwendet, weil damit die geringsten Nennstromverluste erreicht werden können. Die typischen Eigenzeiten (Zeit vom Schaltbefehl bis Kontakttrennung bzw. Stromunterbrechung) heutiger Leistungsschalter liegen im Zeitbereich von einigen 10 ms. Solche Eigenzeiten erlauben es nicht, diese Schalter für den Bau strombegrenzender Schaltsysteme einzusetzen. Halbleiterschalter, wie z.B. GTO's (Gate Turn-Off Thyristoren), haben um drei Grössenordnungen kleinere Eigenzeiten, dafür aber unzulässig hohe Verluste im Nennbetrieb. Durch die Kombination eines sehr schnellen mechanischen Schalters mit Hochleistungshalbleitern entsteht ein hybrides Schaltsystem, das prinzipiell zum strombegrenzenden Schalten geeignet ist.

STAND DER TECHNIK



[0002] Die Erfindung nimmt auf einen Stand der Technik von Kontaktanordnungen bezug wie er in EP 0 275 857 A1 beschrieben ist. Die vorbekannte Kontaktanordnung ist Teil eines vorzugsweise in der Traktionstechnik verwendeten strombegrenzenden Schalters und dient der Führung von Nennströmen während des Betriebs des Schalters. Parallel zur Kontaktanordnung ist ein Hilfskreis mit Schaltthyristoren und Dioden sowie mit einem Ladekondensator und mit einer Spule geschaltet. Beim Auftreten eines Kurzschlussstroms werden die Schaltthyristoren eingeschaltet und wird dann der Ladekondensator über die Spule entladen. Das magnetische Feld des von der Spule geführte Entladestroms induziert in einer mit einem Brückenkontakt der Kontaktanordnung verbundenen Scheibe einen gegensinnig fliessenden Kurzschlussstrom. Die hierbei gebildeten elektrodynamischen Kräfte stossen die Scheibe und damit auch den Brückenkontakt von der Spule ab und bewirken so ein sehr rasches Öffnen der Kontaktanordnung. Der beim Öffnen der Kontaktanordnung in den Hilfstromkreis kommutierende Kurzschlussstrom wird durch Umladen des Ladekondensators unterbrochen.

KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG



[0003] Der Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen angegeben ist, liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kontaktanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche einen besonders sicheren Betrieb des strombegrenzenden Schalters ermöglicht.

[0004] Die Kontaktanordnung nach der Erfindung ist axialsymmetrisch aufgebaut. Unerwünschte Streuinduktivitäten werden so weitgehend vermieden und es wird so eine äusserst rasche Kommutierung von Kurzschlussströmen in einen einen Halbleiterschalter enthaltenden Parallelstrompfad erreicht. Zugleich wird der zur Bildung der Kräfte eines elektrodynamischen Kontaktantriebs notwendige Induktionsstrom im nennstromführenden, beweglichen Brückenschaltstück generiert, wodurch ein sonst üblicherweise vorgesehenes scheibenförmiges Teil zur Führung des Induktionsstroms und damit zusätzliche zu beschleunigende Masse eingespart werden können. Hierdurch wird die zum Erzielen einer bestimmten Öffnungsgeschwindigkeit der Kontaktanordnung notwendige Antriebsenergie minimiert. Beim Öffnen entstehen zudem zwei Kontaktspalte, welche jeweils von einem von zwei in Serie geschalteten Teillichtbögen überbrückt sind. Durch diese Serienschaltung von Teillichtbögen erhöht sich die an der Kontaktanordnung abfallende Lichtbogenspannung, womit der Kurzschlussstrom besonders rasch und wirkungsvoll in den Parallelstrompfad kommutiert werden kann.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG



[0005] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung und die damit erzielbaren weiteren Vorteile werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt:
Fig.1
eine einphasige Grundschaltung einer ein Mittelspannungsnetz nachbildenden Prüfvorrichtung mit einem eine Kontaktanordnung nach der Erfindung enthaltenden strombegrenzenden Schalter,
Fig.2
die Kontaktanordnung gemäss Fig.1 im Einschaltzustand, und
Fig.3
die Kontaktanordnung gemäss Fig.1 im Ausschaltzustand.

WEG ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG



[0006] In allen Figuren beziehen sich gleiche Bezugszeichen auf gleichwirkende Teile. Die in Fig.1 dargestellte Schaltung ist eine einphasige Grundschaltung einer ein Mittelspannungsnetz nachbildenden Prüfvorrichtung mit einem strombegrenzenden Schalter S. Die Prüfvorrichtung enthält einen eine Netzspannung uN von typischerweise einigen 10 kV, beispielsweise 20 kV, nachbildenden Generator G, welcher über den strombegrenzenden Schalter eine durch einen ohmschen Widerstand RL und eine Induktivität LL nachgebildete Last speist. Eine zwischen Generator G und Schalter S angeordnete und auf den Schalter S wirkende Kurzschlusserkennungseinheit KSE weist ein Mess- und Auswerteteil zur sehr raschen Erkennung von Kurzschlussströmen iN auf Die Kurzschlussströme liegen typischerweise bei einigen 10 kA, beispielsweise 20 kA. Der Schalter S weist im Strompfad vom Generator zur Last liegend eine sehr rasch, d.h. typischerweise innerhalb 100 bis 500 µs, beispielsweise 250 µs, öffnende lichtbogenfeste nennstromführende Schaltstelle S1 auf, sowie einen in Serie dazu geschalteten Trennschalter SS.

[0007] Parallel zur Schaltstelle S1 sind zwei Kommutierungspfade K1 und K2 geschaltet. Der Kommutierungspfad K1 enthält eine elektrisch ansteuerbare Schaltvorrichtung T sowie in Serie zur Schaltvorrichtung T eine rasch öffnende Trennschaltstelle ST (Öffnungszeit typischerweise einige 100 µs) mit mechanisch voneinander trennbaren Kontakten. Die Schaltvorrichtung T ist mit Vorteil ein abschaltbarer Halbleiterschalter T1, beispielsweise ein Thyristor, wie insbesondere ein GTO. Die Schaltvorrichtung T kann zu Zwecken einer hohen Stromtragfähigkeit anstelle eines Halbleiterschalters T1 auch mehrere parallel geschaltete Halbleiterschalter enthalten. Um bei einem Wechselstrom sowohl bei negativer als auch bei positiver Polarität ein rasches Ansprechen der Schaltvorrichtung T zu erzielen, weist die Schaltvorrichtung einen oder mehrere weitere Halbleiterschalter T2 auf, welche antiparallel zu dem einen oder den mehreren weiteren Halbleiterschaltern T1 geschaltet sind.

[0008] Der Kommutierungspfad K2 ist parallel zur Schaltstelle S1 und zum Kommutierungspfad K1 geschaltet und weist einen Strombegrenzer RB und eine in Serie zum Strombegrenzer geschaltete Schaltvorrichtung TP auf. Der Strombegrenzer RB spricht auf einen Kommutierungsstrom verzögert an und ist mit Vorteil als PTC-Widerstand ausgebildet. Die Schaltvorrichtung TP enthält mindestens einen, vorteilhafterweise jedoch zumindest zwei zueinander antiparallel geschaltete, Halbleiterschalter, welche nicht notwendigerweise abschaltbar ausgebildet sein müssen, jedoch einen von ihnen geführten Wechselstrom im Stromnulldurchgang löschen können, wie insbesondere Thyristoren oder Triacs. Durch Anordnung weiterer solcher Halbleiterschalter in Serie kann die dielektrische Belastbarkeit der Schaltvorrichtung TP vergrössert werden.

[0009] Beim Auftreten des Kurzschlussstromes löst die Erkennungseinheit KSE am strombegrenzenden Schalter S innerhalb von etwa 100 µs einen Abschaltvorgang aus. Dabei werden sofort die in den beiden Kommutierungspfaden K1 und K2 liegenden Schaltvorrichtungen T und TP leitfähig gemacht. Zugleich wird die Nennstromkontaktanordnung S1 geöffnet. Bedingt durch zwei hierbei gebildete und in Serie geschaltete Lichtbögen kommutiert der noch ansteigende Kurzschlussstrom innerhalb von etwa 250 µs in den Kommutierungspfad K1. Dieser bleibt solange leitfähig bis über der Nennstromkontaktanordnung S1 eine Spannungsfestigkeit erreicht wird, die etwas grösser ist als diejenige von T. Der abzuschaltende Kurzschlussstrom kommutiert dann in den Kommutierungspfad K2. Dabei entsteht sowohl eine transiente Überspannung auf Grund der Streuinduktivitäten als auch ein ohmscher Spannungsabfall am Strombegrenzer RB. Der Strombegrenzer RB begrenzt mit einer Verzögerung von einigen 100 µs. Diese Zeitverzögerung reicht aus, um die Nennstromkontaktanordnung S1 und die Trennkontaktanordnung ST praktisch leistungslos zu öffnen. Nach dem Öffnen der Trennkontaktanordnung ST fällt im Kommutierungspfad K1 praktisch die gesamte am Schalter S anstehende Spannung Us über dieser Trennkontaktanordnung ab. Da der Strombegrenzer RB verzögert anspricht, beginnt die Begrenzung des nun im Kommutierungspfad K2 fliessenden Kurzschlussstroms erst nach dem Öffnen von S1 und ST. Der begrenzte Kurzschlusstrom kann beim folgenden Stromnulldurchgang, beispielsweise nach 5 bis 6 ms, durch die Schaltvorrichtung TP mit sehr geringer Überspannung abgeschaltet werden. Danach wird durch Öffnen des Trennschalters Ss eine galvanische Trennstrecke hergestellt.

[0010] Der Aufbau und die Wirkungsweise der Kontaktanordnung der schnellen Schaltstelle S1 kann aus den Figuren 2 und 3 entnommen werden:
Die Kontaktanordnung ist axialsymmetrisch ausgeführt und weist zwei feststehende Schaltstücke und ein bewegliches Brückenschaltstück auf. Die beiden feststehenden Schaltstücke sind als koaxial angeordnete Zylinder 1, 2 ausgebildet und begrenzen einen Ringraum 3. Das Brückenschaltstück ist als Kontaktring 4 aus einem elektrisch gut leitenden Material, wie vorzugsweise Aluminium oder einer Aluminium-Basislegierung, ausgeführt und ist im Einschaltzustand an freien Enden der Zylinder 1, 2 in den Ringraum 3 geführt. Es schliesst dann die beiden als feststehende Schaltstücke wirkenden Zylinder 1, 2 kurz. In einem Abschnitt des Ringraums 3, welcher an einen den Kontaktring 4 aufnehmenden Abschnitt des Ringraums anschliesst, ist koaxial eine zylinderförmige Spule 5 angeordnet, welche mit dem Kontaktring 4 einen elektrodynamischen Antrieb bildet. Die Spule 5 ist mit Hilfe eines mechanisch und dielektrisch hochwertigen Isoliermaterials im Ringraum 3 festgesetzt und weist zwei Anschlüsse auf, von denen der eine direkt mit einem Anschluss eines Kondensators 6 und der andere über einen Schaltthyristor 7 mit dem anderen Anschluss des Kondensators 6 verbunden ist. Parallel zur Reihenschaltung von Kondensator 6 und Schaltthyristor 7 und damit auch zu den beiden Anschlüssen der Spule 5 ist eine Freilaufdiode 8 geschaltet.

[0011] Der Zylinder 1 weist axial geführte, fingerförmige Kontaktelemente 10 auf, welche an ihren von der Spule 5 abgewandten freien Enden unter Bildung einer konusförmigen Aufweitung des Ringraumes 3 nach aussen gebogen sind. Der Zylinder 2 weist axial geführte, fingerförmige Kontaktelemente 20 auf. Diese Kontaktelemente sind an ihren von der Spule 5 abgewandten freien Enden unter Bildung einer konusförmigen Aufweitung des Ringraumes 3 nach innen gebogen. An den Kontaktelementen 10 und 20 sind in den Ringraum 3 weisende Kontaktflächen aus abbrandfestem Material angeformt, welche in dem in Fig.2 dargestellten Einschaltzustand mit ebenfalls aus abbrandfestem Material bestehenden Kontaktflächen des Kontaktringes 4 zusammenwirken. Der an die Schaltstelle S1 geführte Kurzschlussstrom iN fliesst dann von den Kontaktelementen 10 über den Kontaktring 4 in radialer Richtung zu den Kontaktelementen 20. Der Kontaktring 4 wirkt daher als bewegliches Brückenschaltstück.

[0012] Die beim Auftreten des Kurzschlussstroms am strombegrenzenden Schalter S den Ausschaltvorgang auslösende Erkennungseinheit KSE bewirkt das Einschalten des Schaltthyristors 7. Der Kondensator 6 wird nun über die Spule 5 entladen. Das magnetische Feld des Spulenstroms iP induziert im Kontaktring 4 einen um ca. 180° phasenverschoben Sekundärstrom iS. Auf den Kontaktring wirkt nun eine den beiden Strömen proportionale, axial nach oben gerichtete Lorentzkraft F, welche die Haftkräfte zwischen den Kontaktflächen der Kontaktelemente 10, 20 und dem Kontaktring 4 überwindet und zugleich die erforderliche Beschleunigung des Kontaktringes 4 aufbringt. Da der Kontaktring 4 die Funktion von Brückenschaltstück und Sekundärspule des elektrodynamischen Antriebs in sich vereint, ist die zu beschleunigende Masse äusserst gering und beträgt bei den zuvor genannten Leistungsdaten des Schalters S typischerweise 0,05 kg. Es kann dann selbst mit einem klein dimensionierten Kondensator 6 schon in weniger als 1 ms nach der Ausgabe des Abschaltbefehls durch die Erkennungseinheit eine ausreichend hohe Spannungsfestigkeit über dem die offene Schaltatrecke der Schaltstelle S1 darstellenden Ringraum 3 erreicht werden (Ausschaltposition gemäss Fig.3).

[0013] Die beim Auftreten der Lorentzkraft ausgelöste Bewegung des Kontaktrings 4 wird durch eine nicht dargestellte Führung ausschliesslich in axialer Richtung ermöglicht. Beim Einschalten begünstigen die konusförmigen Aufweitungen des Ringraumes 3 das Einführen des Kontaktringes 4 in den Ringraum 3.

[0014] Weitere günstige Eigenschaften der Schaltstelle nach der Erfindung sind darin zu sehen, dass durch den koaxialen Aufbau die Streuinduktivität minimiert und damit eine besonders schnelle Kommutierung des Kurzschlussstromes in die parallel geschalteten Kommutierungspfade gewährleistet ist. Zudem treten bei der Trennung des Kontaktrings 4 von den Kontaktelementen 10 und 20 zwei in Serie geschaltete Lichtbögen auf Dadurch wird die Kommutierungsspannung erhöht und der Kurzschlussstrom besonders rasch in die beiden Parallelpfade K1 und K2 kommutiert.

Bezugszeichenliste



[0015] 
K1, K2
Kommutierungspfade
KES
Kurzschlusserkennungseinheit
LL
Induktivität
RL
ohmschen Widerstand
RB
Strombegrenzer
S
strombegrenzender Schalter
S1
Nennstromkontaktanordnung
SS
Trennschalter
ST
Trennkontaktanordnung
T1, T2
Halbleiterschalter
T, TP, TS
Schaltvorrichtungen
iN
Kurzschlussstrom
uN
Netzspannung
iP
Primärstrom
iS
Sekundärstrom
uS
am Schalter S anstehende Spannung
1, 2
Zylinder
3
Ringraum
4
Kontaktring
5
Spule
6
Kondensator
7
Schaltthyristor
8
Freilaufdiode
10, 20
Kontaktelemente



Ansprüche

1. Kontaktanordnung für eine nennstromführende Schaltstelle (S1) eines strombegrenzenden Hoch- oder Mittelspannungsschalters (S), bei dem parallel zur nennstromführenden Schaltstelle (S1) ein Strompfad (K1) mit einem Halbleiterschalter (T) geschaltet ist, enthaltend ein bewegliches Brückenschaltstück, zwei vom Brückenschaltstück im Einschaltzustand der Kontaktanordnung kurzgeschlossene, feststehende Schaltstücke und einen das bewegliche Brückenschaltstück mit elektrodynamischer Kraft beaufschlagenden und eine Spule (5) aufweisenden Antrieb, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktanordnung axialsymmetrisch ausgeführt ist und als feststehende Schaltstücke zwei unter Bildung eines Ringraums (3) koaxial ineinandergeführte Zylinder (1, 2) und als Brückenschaltstück einen im Einschaltzustand an freien Enden der Zylinder (1, 2) in den Ringraum (3) geführten Kontaktring (4) aufweist.
 
2. Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule (5) in einem Abschnitt des Ringraums (3) angeordnet ist, welcher an einen den Kontaktring (4) aufnehmenden Abschnitt des Ringraums (3) anschliesst.
 
3. Kontaktanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder (1, 2) jeweils axial geführte, fingerförmige Kontaktelemente (10, 20) aufweisen mit den Ringraum (3) begrenzenden Kontaktflächen.
 
4. Kontaktanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente (10, 20) an ihren offenen Enden unter Bildung einer konusförmigen Aufweitung des Ringraums (3) gebogen ausgeführt sind.
 




Zeichnung













Recherchenbericht