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(11) |
EP 1 023 499 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.05.2004 Patentblatt 2004/19 |
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Anmeldetag: 07.09.1998 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP1998/005668 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 1999/013157 (18.03.1999 Gazette 1999/11) |
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SICHERHEITSFOLIEN FÜR WERTPAPIERE UND VERFAHREN ZU IHRER HERSTELLUNG
SECURE SHEET FOR BANK NOTE PAPER AND METHOD FOR MAKING SAME
FEUILLES DE SECURITE POUR PAPIER BILLET DE BANQUE ET LEUR PROCEDE DE FABRICATION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
08.09.1997 DE 19739193
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.08.2000 Patentblatt 2000/31 |
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Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHNEIDER, Walter
D-83714 Miesbach (DE)
- BURCHARD, Theo
D-83703 Gmund (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 107 983 DE-A- 3 610 379 US-A- 4 685 997
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EP-A- 0 330 733 US-A- 4 242 378
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsfolie zur Einlagerung oder Aufbringung in
oder auf Wertpapiere, bestehend aus einer transluzenten Trägerfolie und einer darauf
aufgebrachten Abdeckschicht, die beschichtungsfreie Bereiche in Form von Buchstaben,
Zahlen, Zeichen, Punkten und/ oder Mustern aufweist, die insbesondere im Durchlicht
klar zu erkennen sind. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung derartiger
Folien.
[0002] Sicherheitsfolien in Form von Fäden oder Bändern, die in Wertpapiere, wie Banknoten,
Schecks, Identitäts-, Kreditkarten und dergleichen eingebettet werden, sind bekannt.
Zur Erhöhung der Sicherheit und als Fälschungsschutz sind derartige Fäden häufig mit
einer sogenannten Negativschrift versehen. Diese Schrift wird durch metallfreie Bereiche
in einer ansonsten vollflächigen metallischen Beschichtung des die Fäden bildenden,
lichtdurchlässigen Trägermaterials gebildet. Hält man ein Wertpapier, das einen derartigen
Faden enthält, gegen das Licht, so erscheint der Faden an sich wegen der opaken metallischen
Beschichtung dunkel. Die metallfreien Bereiche heben sich vor diesem dunklen Hintergrund
hell und kontrastierend ab. Bilden diese metallfreien Bereiche einen Schriftzug, so
bildet das Wiedererkennen eines solchen Schriftzugs einen hervorragenden Schutz gegen
Fälschungen.
[0003] Zur Herstellung derartiger Sicherheitsfolien und Sicherheitsfäden sind eine Reihe
von Verfahren bekannt. In der EP-A-0 330 733 sind mehrere Verfahren zu ihrer Herstellung
beschrieben. Neben den konventionellen Ätzverfahren wird auch auf ein Herstellverfahren
verwiesen, bei dem auf die metallbeschichtete Seite der Folie eine Druckfarbe aufgedruckt
wird, die thermoplastische Eigenschaften besitzt und bei höheren Temperaturen erweicht
und klebrig wird. Kaschiert man eine so vorbehandelte Folie unter Anwendung von Wärme
und Druck gegen eine zweite unbehandelte Folienbahn, so haften die beiden Folien im
Bereich der aufgedruckten Schriftzeichen oder Muster aneinander. Beim Trennen der
beiden Folien werden dann aus der Metallbeschichtung die den Zeichen oder Mustern
entsprechenden Bereiche herausgelöst.
[0004] Zur Herstellung von Verpackungsmaterial ist es aus der DE-A-36 10 379 bekannt, auf
die Folien zunächst ein Druckbild aufzudrucken, wie es später in der Metallbeschichtung
als Negativbild erscheinen soll und erst in einem zweiten Verfahrensschritt die Metallbeschichtung
aufzubringen. Für die Aufbringung des Druckbildes werden dabei Druckfarben oder Lacke
verwendet, die zur Metallbeschichtung eine geringe Haftung aufweisen. Die Metallbeschichtung
wird dann mechanisch durch Einwirkung eines Luft- oder Flüssigkeitsstrahls oder auch
über eine mechanische Schabeinrichtung entfernt. Alternativ wird auch vorgeschlagen,
die Druckfarben unter der Metallbeschichtung chemisch anzulösen und im Lösungsbad
eine Ultraschallquelle vorzusehen. Auch die Verwendung von besonders spröden Druckfarben
ist bekannt. Zur Herstellung der Negativschrift wird bei Verwendung dieser Farbe die
Folie nach dem Bedrucken mit Metall bedampft und nach der Bedampfung über eine scharfe
Kante gezogen. Dabei wird der spröde Lack brechen und abplatzen, wobei die darüberliegende
Metallschicht mitgenommen und ebenfalls entfernt wird. Alternativ kann auch hier ein
Ultraschallbad zur Entfernung der Metallschicht über dem Lackaufdruck eingesetzt werden.
[0005] Beim Einsatz von Sicherheitsfäden in Wertpapieren wird insbesondere auf konturenscharfe
Zeichen Wert gelegt, d. h. die Ränder der Negativdarstellung sollen glatt und linienförmig
begrenzt sein. Die bekannten Verfahren sind in dieser Hinsicht verbesserungsbedürftig.
Die bekannten Verfahren sind überdies zeitaufwendig und belasten zum Teil die Umwelt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem Negativdarstellungen
in metallbeschichteten Folien erzeugt werden können, die sich durch eine hohe Konturenschärfe
auszeichnen. Darüber hinaus soll das Verfahren einfach und umweltverträglich sein.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Wesentlich für die Erfindung ist die Erkenntnis, daß eine in einem Druckverfahren
verdruckte Farbe mit einem hohen Pigmentanteil nach dem Trocknen auf der Druckunterlage
einen erhabenen Farbauftrag bildet, der eine poröse, porige Struktur mit großer Oberfläche
besitzt. Eine auf einen solchen Farbauftrag aufgebrachte Abdeckschicht geringer Dicke
führt zu keiner durchgehenden, flächendeckenden Beschichtung, sondern deckt den getrockneten
Farbkörper wegen dessen großer Oberfläche und porösen Struktur nur teilweise ab, so
daß der Farbkörper zumindest teilweise von außen für Lösungsmittel leicht zugänglich
bleibt. Verwendet man für die Farbe ein lösliches Bindemittel, so kann der Farbauftrag
und mit dem Farbauftrag auch die darauf abgelagerte Abdeckschicht durch Beaufschlagung
mit einem geeigneten Lösungsmittel ausgewaschen werden. Das Auswaschen kann durch
mechanische Mittel unterstützt werden. Als Abdeckschicht können beliebige opake Beschichtungen
verwendet werden. Vorzugsweise werden jedoch Metallbeschichtungen, wie z.B. Aluminium-,
Eisen-, Cobalt- oder Nickelbeschichtungen eingesetzt. Ein solches Verfahren führt
zu überraschend scharfen und definierten Kantenkonturen und eignet sich daher besonders
zur Herstellung einer Negativschrift für Sicherheitsfäden, die in Wertpapiere, wie
Banknoten eingelagert werden.
[0009] Diese Konturenschärfe ermöglicht auch die Herstellung von gerasterten Halbtonbildern.
Auf beschichteten Sicherheitsfolien können somit erstmals Halbtonbilder, wie Portraits
in der Abdeckschicht ausgebildet werden. Bettet man diese Folien zwischen zwei Lagen
eines Sicherheitspapiers ein, entsteht ein wasserzeichenähnlicher Effekt, da die Portraits
im Auflicht nicht oder nur schwach, im Durchlicht aber sehr gut und kontrastreich
zu erkennen sind. Möglich sind Negativ- aber auch Positivdarstellungen. Der vorliegende
Anspruch 16 definiert eine Folie mit einem entsprechenden Halbtonbild.
[0010] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Schnitts durch die bedruckte und metallbeschichtete
Trägerfolie vor dem Auswaschen und
- Fig. 2
- die gleiche Ansicht, jedoch nach dem Auswaschen.
[0011] Zunächst wird eine lichtdurchlässige transparente Trägerfolie 10 bereitgestellt.
Das bevorzugte Material ist Polyester; andere Kunststoffe, können ebenfalls verwendet
werden, vorausgesetzt, sie sind lichtdurchlässig, haben eine ausreichende Festigkeit
und eine Oberfläche, die sich bedrucken und mit einer Abdeckschicht, insbesondere
Metall, beschichten läßt. Die Dicke der Folie beträgt etwa 6 bis 36 µm.
[0012] Die Folie wird üblicherweise in Form endloser Bänder verwendet, da das Verfahren
vorzugsweise kontinuierlich durchgeführt wird. Für den Fall, daß Sicherheitsfäden
hergestellt werden sollen, werden die Bänder nach ihrer Fertigstellung entsprechend
zugeschnitten.
[0013] Die Folie wird in einem ersten Schritt mit Schriftzeichen, Symbolen oder Mustern
bedruckt. Das Bedrucken kann mit einem gängigen Druckverfahren erfolgen, jedoch wird
vorzugsweise ein Tiefdruckzylinder eingesetzt, da beim Tiefdrucken besonders klare
Kantenkonturen und ein entsprechend hoher Farbauftrag erreicht werden können. Als
Druckfarbe wird eine Farbe mit einem hohen Pigmentanteil verwendet. Der Pigmentanteil,
bezogen auf das Trockengewicht der Farbe, sollte zur Erzeugung der porösen Struktur
etwa zwischen 10 % und 80 %, bevorzugt bei etwa 60 % liegen.
[0014] Als Pigmente werden vorzugsweise natürliche Rohstoffe gewählt, vorzugsweise Kreide,
aber auch Bentonit, Aerosil und Titandioxid. Geeignete Pigmente werden von den Martinswerken
unter dem Namen Pergopak, von Rohm & Haas unter dem Namen Rhopaque und von der Degussa
unter dem Namen Aerosil angeboten. Darüber hinaus können auch organische Partikel,
wie ungekochte Stärke verwendet werden. Durch den hohen Pigmentanteil bildet die Farbe
nach dem Trocknen eine porige, poröse Struktur mit einer unregelmäßigen, vergleichsweise
hohen Oberfläche.
[0015] Vorzugsweise werden für die Druckfarbe wasserlösliche Bindemittel verwendet, so daß
der Farbauftrag mit Wasser wieder gelöst und abgewaschen werden kann. Als derartiges
Bindemittel eignet sich beispielsweise gekochte bzw. gelöste Stärke, Polyvinylalkohol
(PVA) oder Carboximethylcellulose (CMC).
[0016] In einem Druckwerk werden diejenigen Bereiche der Trägerfolie bedruckt, die später
die metallfreien Bereiche der Folie bilden sollen und die, wegen der Lichtdurchlässigkeit
der Trägerfolie, im Durchlicht hell und kontrastierend gegen die Umgebung der Beschichtung
erkennbar sein sollen. Nach dem Trocknen hat der Farbauftrag eine porige, poröse Struktur
und ein erhabenes Profil. Ein Querschnitt durch einen solchen Farbauftrag 30 zeigt
Fig. 1.
[0017] Nach dem Trocknen des Farbauftrages wird eine geeignete, bevorzugt opake Abdeckschicht
aufgebracht, die in den Bereichen des Farbauftrages wieder entfernt werden kann. Hierzu
wird die Folie nach dem Trocknen im Vakuum z.B. mit einer ca. 0,1 µm Schicht aus Aluminium
bedampft. Statt Aluminium kann auch Nickel oder ein anderes geeignetes Metall eingesetzt
werden. Statt dem Metall kann auch ein anderes opakes Material eingesetzt werden,
vorausgesetzt es kann durch ein dem Aufdampfen ähnliches Verfahren aufgebracht werden
und hat bei Schichtstärken von etwa 0,1 µm eine optische Dichte oberhalb von 1,8,
so daß die Schicht im wesentlichen undurchsichtig ist. Die Schichtstärken können auch
je nach Anwendung in einem Bereich von 0,01 bis 1 µm variieren.
[0018] Die in den Fig. 1 und 2 mit 20 gekennzeichnete metallische Beschichtung lagert sich
auch auf dem Farbauftrag 30 ab; allerdings bildet sie dort infolge der porösen Struktur
und der damit verbundenen hohen Oberfläche des Farbauftrags keine zusammenhängende
Schicht. Denn bei der Beschichtung des Farbauftrags 30 lagern sich die Beschichtungspartikel,
hier die Metallpartikel, die aufgedampft werden, in den Poren des Farbauftrags 30
ab. Damit dringen die Beschichtungspartikel sozusagen in den Farbauftrag 30 ein, so
daß an der Oberfläche keine zusammenhängende Schicht erzeugt wird. Der poröse Oberflächenbereich,
in den die Metallpartikel eingedrungen sind und der demzufolge keine zusammenhängende
Metallschicht aufweist, ist in Fig. 1 schraffiert dargestellt und mit 40 bezeichnet.
[0019] Die mit der hochpigmentierten Druckfarbe bedruckte Trägerfolie wird anschließend
einem Waschvorgang unterzogen. Bei diesem Waschvorgang kann die Waschflüssigkeit die
nicht zusammenhängende Beschichtung leicht durchdringen. Es gelingt somit leicht,
die Druckzeichen zusammen mit der nicht zusammenhängenden Metallschicht abzuwaschen.Vorzugsweise
wird der Waschgang der Metallisierung nachgeschaltet. Die Wirkung der Waschflüssigkeit
kann durch mechanische Mittel, wie Bürsten, Walzen oder Ultraschall unterstützt werden.
[0020] Bei Verwendung eines wasserlöslichen Bindemittels für die Farbe kann Wasser als Waschflüssigkeit
eingesetzt werden. Bei Verwendung anderer Bindemittel muß ein entsprechendes organisches
Lösungsmittel verwendet werden. Durch die Behandlung der Folie mit der Waschflüssigkeit,
eventuell unterstützt durch mechanische Mittel, wird die Farbe 30 zusammen mit dem
in den Farbauftrag eingedrungenen Metallauftrag 40 schonend und restlos von der Trägerfolie
10 entfernt.
[0021] Nach dem Auswaschen der Farbe wird die Folienbahn getrocknet und zugeschnitten, um
beispielsweise Sicherheitsfäden zu bilden, die dann in Papier für Banknoten eingelagert
werden können. Die Folienbahn kann allerdings auch als Transferfolie ausgebildet werden,
mit deren Hilfe Sicherheitselemente beliebiger Form auf Sicherheitsdokumente oder
beliebige andere zu sichernde Produkte übertragen werden können. Auch der Einsatz
als Etikettenmaterial ist möglich.
[0022] Ebenso ist es möglich, das beschriebene Verfahren auf Folien anzuwenden, die zuvor
mit einer beliebigen anderen Effektschicht, wie z.B. einem Druckmuster, einer beugungsoptisch
wirksamen Schicht (Flüssigkristallpigmente, Interferenzschichten, Hologramme etc.)
versehen wurde.
[0023] Wie in Fig. 2 schematisch dargestellt, ergibt das beschriebene Verfahren besonders
scharfe und gut definierte Kantenstrukturen der Negativdarstellungen. Die Konturenschärfe
der aufgedruckten Zeichensymbole und/oder -muster ist daher besonders gut und Fälschungen,
die diese Qualität nicht aufweisen, sind leicht zu erkennen.
[0024] Wie beschrieben, liegt der Vorzug des erfinderischen Verfahrens auch in seiner Umweltverträglichkeit.
Es brauchen keine schädlichen Chemikalien eingesetzt zu werden. Bei Verwendung wasserlöslicher
Farben können die ausgewaschenen Pigmente mit bekannten Verfahren aus dem Abwasser
entfernt werden. Auch hat sich gezeigt, daß das erfinderische Verfahren verglichen
mit anderen Verfahren weniger zeitaufwendig ist.
1. Verfahren zur Herstellung von Folien, vorzugsweise Sicherheitsfolien für Wertpapiere,
bestehend aus einer transluzenten Trägerfolie und einer darauf aufgebrachten Abdeckschicht,
die beschichtungsfreie Bereiche in Form von Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Punkten und/
oder Mustern etc. aufweist, die insbesondere im Durchlicht klar zu erkennen sind,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) Bereitstellen der Trägerfolie;
b) Bedrucken der Trägerfolie mit Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Punkten und/ oder Mustern
etc.;
c) Verwendung einer Druckfarbe mit einem hohen Pigmentanteil;
d) Trocknen der Druckfarbe zur Bildung eines porigen, erhabenen Farbauftrags;
e) Bilden einer dünnen Abdeckschicht auf der bedruckten Trägerfolie, die infolge des
porigen, erhabenen Farbauftrags in den bedruckten Bereich nicht zusammenhängend ist;
f) Entfernen des Farbauftrags und der in den bedruckten Bereichen der Trägerfolie
auf dem Farbauftrag befindlichen bzw. in den Farbauftrag eingedrungenen Abdeckschicht
durch Auswaschen mit einer Flüssigkeit, eventuell kombiniert mit mechanischer Einwirkung;
g) Trocknen und gegebenenfalls Zuschneiden der Trägerfolie.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschicht eine Metallschicht, beispielsweise eine Aluminium- oder Nickelschicht
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerfolie in Form eines endlosen Bandes bereitgestellt wird und das Verfahren
kontinuierlich durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe wasserlöslich ist und zum Auswaschen Wasser verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarbe Stärke, Polyvinylalkohol oder Carboximethylcellulose als Bindemittel
enthält.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Pigmente natürliche Rohstoffe gewählt werden, vorzugsweise aus der Gruppe Kreide,
Bentonit, Aerosil und Titandioxid.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Pigmentanteil in der trockenen Druckfarbe wenigstens 10 Gew. % beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Pigmentpartikel einen mittleren äquivalenten Durchmesser von 0,1 bis 15 µm aufweisen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Bedrucken der Trägerfolie im Tiefdruck erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Bilden der Metallschicht durch Aufdampfen erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der aufgedampften Metallschicht etwa 0,1 µm beträgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswaschen durch mechanische Mittel, wie eine rotierende Walze, Bürste oder Ultraschall
unterstützt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerfolie in Schritt g) von Anspruch 1 zu Sicherheitsfäden geschnitten wird,
die eine Breite von höchstens 5 mm aufweisen.
14. Verfahren zur Herstellung eines Wertpapiers, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sicherheitsfolie, hergestellt nach einem Verfahren gemäß wenigstens einem der
Ansprüche 1 bis 13, während der Herstellung des Wertpapiers in das Wertpapier eingebettet
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Wertpapier aus zwei Papierlagen hergestellt wird, und die Sicherheitsfolie zwischen
die Papierlagen eingebettet wird.
16. Folie zur Einlagerung oder Aufbringung in bzw. auf Wertpapiere, bestehend aus einer
transluzenten Trägerfolie und einer darauf aufgebrachten metallischen Beschichtung,
die metallfreie Bereiche aufweist, die insbesondere im Durchlicht klar zu erkennen
sind, gekennzeichnet, durch ein Halbtonbild, wobei die hellen Bereiche des Bildes durch eine geringe Rasterdichte auf der ansonsten transluzenten Trägerfolie und die dunklen
Bereiche des Bildes durch eine hohe Rasterdichte dargestellt und die Rasterpunkte durch Metallniederschläge gebildet sind.
17. Folie nach Anspruch 16, hergestellt nach dem Verfahren gemäß einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 13.
18. Ein Wertpapier hergestellt nach dem Verfahren 14 oder 15, in das eine Sicherheitsfolie
eingebettet ist, die nach dem Verfahren gemäß wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
13 hergestellt wurde.
1. A method for producing films, preferably security films for papers of value, consisting
of a translucent carrier film and a cover layer applied thereto having coating-free
areas in the form of letters, numbers, signs, dots and/or patterns, etc., that are
clearly recognizable in particular in transmitted light,
characterized by the following steps:
a) providing the carrier film;
b) printing the carrier film with letters, numbers, signs, dots and/or patterns, etc.;
c) using printing ink with a high pigment content;
d) drying the printing ink to form a porous, raised inking;
e) forming a thin cover layer on the printed carrier film that is noncontiguous due
to the porous, raised inking in the printed area;
f) removing the inking and the cover layer located on the inking or having penetrated
into the inking in the printed areas of the carrier film by washing them out with
a liquid, possibly combined with mechanical action;
g) drying the carrier film and optionally cutting it to size.
2. A method according to claim 1, characterized in that the cover layer is a metal layer, for example an aluminum or nickel layer.
3. A method according to claim 1, characterized in that the carrier film is provided in the form of an endless band and the method is carried
out continuously.
4. A method according to any of claims 1 to 3, characterized in that the printing ink is water-soluble and water is used for washing out.
5. A method according to claim 4, characterized in that the printing ink contains starch, polyvinyl alcohol or carboxymethylcellulose as
a binder.
6. A method according to any of claims 1 to 5, characterized in that the pigments selected are natural raw materials, preferably selected from the group
of chalk, bentonite, Aerosil and titanium dioxide.
7. A method according to any of claims 1 to 6, characterized in that the pigment content in the dry printing ink is at least 10 wt. %.
8. A method according to any of claims 1 to 7, characterized in that the pigment particles have an average equivalent diameter of 0.1 to 15 microns.
9. A method according to any of claims 1 to 8, characterized in that the printing of the carrier film is done by gravure printing.
10. A method according to any of claims 2 to 9, characterized in that the forming of the metal layer is done by vapor-deposition.
11. A method according to claim 10, characterized in that the thickness of the vapor-deposited metal layer is about 0.1 microns.
12. A method according to any of claims 1 to 11, characterized in that washing out is supported by mechanical means, such as a rotating cylinder, brush
or ultrasound.
13. A method according to any of claims 1 to 12, characterized in that the carrier film is cut in step g) of claim 1 into security threads having a width
of no more than 5 millimeters.
14. A method for producing a paper of value, characterized in that a security film produced by a method according to at least one of claims 1 to 13
is embedded into the paper of value during production of the paper of value.
15. A method according to claim 14, characterized in that the paper of value is produced of two paper layers, and the security film is embedded
between the paper layers.
16. A film to be embedded in or applied to papers of value, consisting of a translucent
carrier film and a metallic coating applied thereto having metal-free areas that are
clearly recognizable in particular in transmitted light, characterized by a halftone image, the light areas of the image being represented by a low screen
density on the otherwise translucent carrier film and the dark areas of the image
by a high screen density and the screen dots being formed by metal deposits.
17. A film according to claim 16, produced by the method according to one or more of claims
1 to 13.
18. A paper of value produced by the method according to claim 14 or 15, having embedded
therein a security film produced by the method according to at least one of claims
1 to 13.
1. Procédé de fabrication de feuilles, de préférence des feuilles de sécurité pour des
documents de valeur, se composant d'une feuille de support translucide et d'une couche
de couverture appliquée sur celle-ci, qui présente des zones dépourvues de revêtement,
en forme de lettres, de chiffres, de signes, de points et/ou de motifs, etc., particulièrement
faciles à reconnaître par transparence,
caractérisé par les étapes suivantes :
a) préparation de la feuille de support ;
b) impression de la feuille de support avec des lettres, des chiffres, des signes,
des points et/ou des motifs, etc. ;
c) utilisation d'une encre d'impression ayant une teneur en pigments élevée ;
d) séchage de l'encre d'impression avec formation d'un revêtement de couleur poreux,
saillant ;
e) formation d'une couche de couverture mince sur la feuille de support imprimée,
qui n'est pas continue, en raison de la présence dans la zone imprimée du revêtement
de couleur à la fois poreux et saillant ;
f) élimination du revêtement de couleur et de la couche de couverture présente dans
les zones imprimées de la feuille de support sur le revêtement de couleur, ou ayant
pénétré dans le revêtement de couleur, grâce à un lavage avec un liquide, éventuellement
combiné avec une action mécanique ;
g) séchage et, le cas échéant, découpage de la feuille de support.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche de couverture est une couche de métal, par exemple une couche d'aluminium
ou de nickel.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la feuille de support est préparée sous la forme d'une bande en continu, et en ce que le procédé est mis en oeuvre sans interruption.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'encre d'impression est soluble dans l'eau et en ce que de l'eau est utilisée pour le lavage.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'encre d'impression contient de l'amidon, de l'alcool polyvinylique ou de la carboxyméthylcellulose
comme produit liant.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que des matières primaires naturelles sont choisies comme pigments, de préférence dans
le groupe constitué par la craie, la bentonite, l'aérosil et le dioxyde de titane.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la teneur en pigments dans l'encre d'impression sèche s'élève à au moins 10 % en
poids.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les particules de pigment présentent un diamètre équivalent moyen de 0,1 à 15 µm.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'impression de la feuille de support s'effectue par héliogravure.
10. Procédé selon l'une des revendications 2 à 9, caractérisé en ce que la formation de la couche de métal s'effectue par métallisation sous vide.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'épaisseur de la couche de métal métallisée sous vide s'élève à environ 0,1 µm.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le lavage est effectué à l'aide de moyens mécaniques, comme un rouleau rotatif, une
brosse ou par ultrasons.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la feuille de support est découpée dans l'étape g) de la revendication 1 pour en
faire des fils de sécurité qui présentent une largeur d'au plus 5 mm.
14. Procédé de fabrication d'un document de valeur, caractérisé en ce qu'une feuille de sécurité, fabriquée selon un procédé conforme à au moins une des revendications
1 à 13, est insérée pendant la fabrication du document de valeur dans ce document
de valeur.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que le document de valeur est fabriqué avec deux couches de papier et en ce que la feuille de sécurité est insérée entre ces couches de papier.
16. Feuille de sécurité à intercaler ou à appliquer dans ou sur un document de valeur,
se composant d'une feuille de support translucide et d'un revêtement métallique appliqué
sur celle-ci, qui présente des zones dépourvues de métal particulièrement faciles
à reconnaître par transparence, caractérisée par une image en demi-teinte, les zones claires de l'image étant représentées par une
faible densité de trame sur la feuille de support par ailleurs translucide et les
zones sombres de l'image par une densité de trame élevée, et les points de trame étant
formés par des dépôts de métal.
17. Feuille selon la revendication 16, fabriquée selon le procédé conforme à une ou plusieurs
des revendications 1 à 13.
18. Un document de valeur fabriqué selon le procédé des revendications 14 ou 15, dans
lequel on a inséré une feuille de sécurité qui a été fabriquée selon le procédé conforme
à au moins une des revendications 1 à 13.
