[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Längsfalzeinrichtung mit nachgeordneter Bahnwendeeinrichtung,
die insbesondere in Falzapparaten von Rotationsdruckmaschinen vorteilhaft einsetzbar
ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik, der DE 43 35 473 A1, ist eine Wendeeinrichtung für einen
bandförmigen Aufzeichnungsträger bekannt geworden. Bei einer Kreuzwendeeinrichtung
zum Wenden eines bandförmigen Aufzeichnungsträgers zwischen zwei im Tandembetrieb
arbeitenden elektrographischen Druck- oder Kopiergeräten, ist der Kreuzungspunkt der
Wendeelemente unter Berücksichtigung der Querschnittsabmessungen der Wendeelemente
relativ zur Mitte des zugeführten Aufzeichnungsträgers in Richtung Umlenkelement versetzt
angeordnet. Durch diese Maßnahme wird ein seitlicher Versatz des Aufzeichnungsträgers
vermieden. Diese Vorrichtung zur Wendung eines Aufzeichnungsträgers wird bei der Verarbeitung
nicht längsgefalzter Materialbahnen eingesetzt; als beispielhaft sind in der Publikation
biegeschlaffe Bandmaterialien, wie Textilbahnen oder schweres Bahnmaterial herangezogen,
welches vor und nach der Passage der Wendeeinrichtung gemäß DE 43 35 473 A1 mit Durchhang,
d.h. ohne Bahnspannung, geführt wird.
[0003] Beim Transport von auch beidseitig bedruckten Bahnmaterialien verbietet sich eine
Führung bereits bedruckter Bahnmaterialien ohne Bahnspannung, da sonst die registerhaltige
Abtrennung von Signaturen beispielsweise in einem Falzapparat nicht mehr gewährleistet
ist.
[0004] DE 296 14 681 U1 bezieht sich auf ein Wendestangenmodul zur Umlenkung einer Warenbahn.
Das Wendestangenmodul ist einem mit einer ersten Längsfalzeinrichtung ausgerüsteten
Falzapparat zugeordnet. Die Wendestangen des Wendestangenmoduls sind mit Blasluft
beaufschlagt und arbeiten mit mindestens einer Umlenkwalze zusammen. Die Wendestangen
sowie die Umlenkwalze sind gemäß DE 296 14 681 U1 in vom Wendestangenüberbau und vom
Falzapparat separierten Rahmenteilen aufgenommen werden und wenden eine Warenbahn
nach Passage der ersten Längsfalzeinrichtung vor Eintritt der Warenbahn in einen Falzapparatzylinderteil.
[0005] Bei der Konfiguration gemäß DE 296 14 681 U1 wird zur Anordnung des Wendestangenmoduls
Stellfläche in der Druckerei benötigt, welche zur Anordnung von Weiterverarbeitungseinheiten
am Falzapparat dann nicht mehr zur Verfügung steht. Durch die hinter der ersten Längsfalzeinrichtung
hinausgeführte und nach Passage des Wendestangenmoduls wieder oberhalb eines Falzzylinderpaares
in den Falzapparat zurückgeführten längs gefalzten Warenbahnen wird ebenfalls Raum
beansprucht, der die Zugänglichkeit zu seitlich angeordneten Exemplarauslagesystemen
des Falzapparates nicht unerheblich beeinträchtigen kann.
[0006] Mit der Lösung gemäß DE 43 35 473 A1 ist eine registerhaltige Bahnführung wie sie
bei beidseitig bedruckten Materialbahnen zwingend erforderlich ist, nicht gewährleistet;
ferner erfordern die in beiden Publikationen DE 43 35 473 A1 und DE 296 14 681 U1
offenbarten Lösungen zuviel Stellfläche und können die Zugänglichkeit zu Exemplarauslagevorrichtungen
am Falzapparat erheblich beeinträchtigen.
[0007] Angesichts des aufgezeigten Standes der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Bahnwendeeinrichtung einerseits möglichst Stellfläche einsparend
anzuordnen und die Faltenbildung in der Warenbahn auszuschließen.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0009] Mittels der erfindungsgemäßen Lösung ist eine Vielzahl von Vorteilen verbunden; so
läßt sich beispielsweise bei Rollenrotationsmaschinen, bei denen die Trichterspitze
der ersten Längsfalzeinrichtung entgegen der Maschinenlaufrichtung weist, durch die
Anordnung der erfindungsgemäßen Bahnwendeeinrichtung eine Umsetzung des Trichters
samt Veränderung der Antriebskonfiguration der Zugwalzen vermeiden. Durch die Anordnung
der erfindungsgemäßen Bahnwendeeinrichtung am Überbau kann Stellfläche in der Druckerei
eingespart werden, ferner wird die Zugänglichkeit des Falzapparates gewährleistet
und durch die Abstimmung der Umfangsflächen, welche sowohl die Oberseite als auch
die Unterseite der Materialbahn passieren, eine faltenfreie Wendung der Materialbahn
erzielt.
[0010] In weiterer Ausgestaltung des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens sind die
Rahmenteile oberhalb des Falzapparatzylinderteils aufgenommen. In den Rahmenteilen
ist beidseitig eine einstellbare Leitwalze gelagert, welche eine erste Seite der Warenbahn
kontaktiert; die einstellbare Leitwalze kann sowohl in vertikaler als auch in horizontaler
Richtung in den Rahmenteilen verfahren werden. Damit läßt sich die Einlauflage der
in die Bahnwendeeinrichtung einlaufenden längsgefalzten Warenbahnen präzise voreinstellen,
die Lage der Einlaufebene in die Bahnwendeeinrichtung kann an die Dicke der Warenbahn
angepaßt werden.
[0011] Neben der verstellbaren Leitwalze sind in der Bahnwendeeinrichtung noch stationäre
Bahnleitwalzen aufgenommen, wobei es sich um eine oder mehrere Umlenkwalzen handeln
kann. Mit Hilfe dieser Umlenkwalzen ist die Warenbahn derart führbar, daß sie in einer
horizontal verlaufenden Einlaufebene wieder auf eine angetriebene Zugwalze aufläuft,
von der aus die Warenbahn in den Spalt zwischen zwei Falzzylindern im Falzapparatzylinderteil
einläuft.
[0012] Durch die Anordnung einer angetriebenen Zugwalze unterhalb der ersten Längsfalzeinrichtung
sowie einer weiteren angetriebenen Zugwalze vor dem Einlauf der längsgefalzten Warenbahn
in das Falzzylinderpaar ist sichergestellt, daß die Warenbahn mit korrekter Bahnspannung
und registertreu die Wendung in der Bahnwendeeinrichtung durchläuft, bevor sie in
das Falzapparatzylinderteil einläuft.
[0013] Die erfindungsgemäße Bahnwendeeinrichtung kann sowohl einem Wendestangenüberbau zugeordnet
sein, in welchem eine oder mehrere erste Längsfalzeinrichtungen aufgenommen sein können.
Sie kann ferner an einem Falzapparat vorgesehen sein, der statt eines Wendestangenüberbaus
lediglich eine erste Längsfalzeinrichtung aufweist.
[0014] Anhand einer Zeichnung sei die Erfindung nachstehend en detail erläutert, wobei in
den Zeichnungen vorteilhafte Ausgestaltungen der Merkmale de Erfindung wiedergegeben
sind.
[0015] Es zeigt:
- Figur 1
- die Vorderansicht einer ersten Längsfalzeinrichtung mit seitlich angeordneter Bahnwendeeinrichtung
und
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Bahnwendeeinrichtung neben dem Wendestangenüberbau
oberhalb des Falzapparatzylinderteils.
[0016] Figur 1 gibt die Vorderansicht einer ersten Längsfalzeinrichtung wieder, an welcher
seitlich eine erfindungsgemäße Bahnwendeeinrichtung vorgesehen ist.
[0017] Eine Warenbahn 4, welche eine erste Längsfalzeinrichtung 1 passiert, wird während
der Passage der Trichterwangen 2 mit einem ersten Längsfalz versehen und verläßt die
Trichterwange 2 als längsgefalzte Warenbahn 4.1. Unterhalb der Trichterwange 2 können
Trichterauslaufwalzen 2.1 vorgesehen sein, die den 1. Längsfalz der Bahn korrekt ausbilden
und die zwischen mehreren Warenbahnlagen zwangsläufig eingeschlossene Luft aus dieser
an deren offenem Ende herausquetschen. Die erste Längsfalzeinrichtung kann beispielsweise
im Überbau 3 oberhalb des Falzapparatzylinderteils 25 aufgenommen sein; von dort läuft
die längsgefalzte Warenbahn 4.1 über die erste angetriebene Zugwalze 5 in Bahnlaufrichtung
6 in die Bahnwendeeinrichtung 9 ein. In dieser Orientierung liegt die erste Seite
7 der längsgefalzten Warenbahn 4.1. oben, während die zweite Seite 8 der längsgefalzten
Warenbahn 4.1. nach unten weist.
[0018] In dieser Konfiguration läuft die längsgefalzte Warenbahn 4.1 auf die fest positionierte
Leitwalze 10 auf, durch die sie eine leichte Umlenkung erfährt, wie der Darstellung
gemäß Figur 1 entnehmbar ist. Bei der erwähnten, längsgefalzten Warenbahn 4.1. handelt
es sich um eine innen und außen beidseitig bedruckte Warenbahn, die an einer Seite
durch den 1. Längsfalz geschlossen ist und an der gegenüberliegenden Seite zwei aufeinanderliegende
offene Endkanten hat. Die längsgefalzte Warenbahn 4.1. läuft auf die Leitwalze 10
auf. Diese ist in den Rahmenteilen 11, 24 derart gelagert, daß die längsgefalzte Warenbahn
4.1 immer waagerecht auf den Umfang der ersten Wendestange 12 aufläuft. Analog zum
waagerechten Auflaufen der längsgefalzten Warenbahn 4.1 auf den Umfang der ersten
Wendestange 12, läuft die längsgefalzte Warenbahn 4.1, nach der Wendung waagerecht
von der Umfangsfläche der zweiten Wendestange 14 auf die Umfangsfläche der Leitwalze
15 auf. Die längsgefalzte Warenbahn 4.1 läuft mit ihrer nach unten weisenden zweiten
Seite 8 auf die Umfangsfläche der Wendestange 12 auf, wird dort um 90° abgelenkt und
läuft auf die außerhalb eines Rahmenteils 24 angeordnete Umlenkwalze 22 auf. Im Zuge
dieser Ablenkung weist nunmehr die zweite Seite 8 der die längsgefalzten Warenbahn
4.1 nach oben und die Unterseite, die erste Seite 7 der abgelenkten längsgefalzten
Warenbahn 4.1 läuft auf die Umfangfläche der Umlenkwalze 22 auf und berührt diese.
Die längsgefalzte Warenbahn 4.1 verläßt die Umlenkwalze 22 wieder, wobei nunmehr die
erste Seite 7 wieder nach oben weist und die zweite Seite 8 nach unten orientiert
ist. Die Umlenkwalze 22, die gemäß Figur 2 außerhalb des Rahmenteiles 24 angeordnet
ist, ist so dimensioniert, daß sie von der zu wendenden Warenbahn 4.1 mit größtmöglichem
Kontaktweg umschlungen wird.
[0019] In dieser Orientierung läuft die längsgefalzte Warenbahn 4.1 auf die Umfangsfläche
der zweiten Wendestange 14 auf, von wo die längsgefalzte Warenbahn 4.1 wieder um 90°
gedreht auf die stationär gelagerte Leitwalze 15 aufläuft. Unterhalb der stationären
Leitwalze 15 ist eine in vertikale und/oder horizontale Richtung einstellbare Kompensatorwalze
16 in den Rahmenteilen 11 und 24 gelagert. Sie läßt sich gemäß der skizzierten Doppelpfeile
bewegen und dient zum umschlingungsabhängigen Nachregeln des Kontaktweges der längsgefalzten
Warenbahn 4.1 und erlaubt dem Drucker einen Systemausgleich, um noch vorhandene Falten
entlang des ersten Längsfalzes auszuregeln. Nach Ablauf der längsgefalzten Warenbahn
4.1 von der Umfangsfläche der zweiten Wendestange 14 liegt die zweite Seite 8 oben
und die erste Seite 7 unten. Die erste Seite 7 kontaktiert demnach bei Passage der
Leitwalze 15 und der Kompensatorwalze 16 deren Umfangsflächen und läuft in Bahnauslaufrichtung
17 gesehen mit der ersten Seite 7 nach oben und der zweiten Seite 8 nach unten orientiert
wieder aus der Bahnwendeeinrichtung 9 aus und über die zweite angetriebene Zugwalze
18 wieder in den Falzapparatzylinderteil 25 ein. Gemäß dem oben Gesagten nehmen die
Walzen 10, 22, 15 in den Rahmenteilen 11, 24 fest vorgegebene Positionen ein, während
die Kompensatorwalze 16 dem Drucker den Systemausgleich erlaubt.
[0020] Nach Einlauf der gewendeten längsgefalzten Warenbahn 4.1 in das Falzapparatzylinderteil
25 sind die erste und die zweite Seite 7 bzw. 8 der längsgefalzten Warenbahn 4.1 vertauscht
verglichen mit ihrer Orientierung, in der sie aus der ersten Längsfalzeinrichtung
1 ausgetreten sind.
[0021] Die längsgefalzte Warenbahn 4.1 wird durch eine Öffnung 3.1 im Überbau 3 in die Bahnwendeeinrichtung
eingeleitet und läuft auch durch diese Öffnung 3.1 im Überbau 3 wieder oberhalb des
Falzapparateszylinderteils 25 wieder in den Falzapparat ein.
[0022] Unterhalb der zweiten angetriebenen Zugwalze 18 ist ein Falzzylinderpaar 20 angeordnet,
in dessen Zylinderspalt 19 die gewendete, längsgefalzte Warenbahn 4.1, die auch aus
mehreren zusammengeführten Warenbahnsträngen bestehen kann, weiter verarbeitet wird,
wo Signaturen abgetrennt werden und die von der längsgefalzten Warenbahn 4.1 abgetrennten
Signaturen quergefalzt, perforiert und mit einem 2. Längsfalz versehen werden können.
[0023] Um einen Faltenwurf entlang des 1. Längsfalzes, also der geschlossenen Kante der
längsgefalzten Warenbahn 4.1 bei deren Wendung zu vermeiden, ist die Summe der Längen
der Umfangsflächen der ersten Zugwalze 5, der verstellbaren Leitwalze 10, der Umfangsfläche
der Umlenkwalze 22 sowie die Länge der Umfangsflächen der Leitwalzen 15 und 16, die
die erste Seite 7 der längsgefalzten Warenbahn 4.1 berühren, genau gleich der Länge
der Umfangsflächen, die die zweite Seite 8 der längsgefalzten Warenbahn 4.1 kontaktiert,
nämlich die erste Wendestange 12, die zweite Wendestange 14 sowie die zweite angetriebene
Zugwalze 18. Bei der Wendung der längsgefalzten Warenbahn 4.1 in der Bahnwendeeinrichtung
9 ist der Durchmesser der Wendestangen 12, 14 verschieden vom Durchmesser der Leit-
bzw. Umlenkwalze; für die faltenfreie Wendung einer längsgefalzten Warenbahn 4.1 ist
es erheblich, daß beide Seiten 7, 8 der längsgefalzten Warenbahn 4.1 nicht um eine
identische Anzahl von Umfangsfläche geführt werden, sondern vielmehr, daß die längsgefalzte
Warenbahn 4.1 mit beiden Seiten 7, 8 um eine identische Umfangsflächenlänge geführt
wird, wobei der Grad der Umschlingung, sei es 30°, 45°, 90° oder 180° von geringerer
Bedeutung für die Faltenfreiheit des 1. Längsfalz der längsgefalzten Warenbahn 4.1
ist.
[0024] Figur 2 gibt die Draufsicht auf die erfindungsgemäße Bahnwendeeinrichtung wieder,
welche neben dem Wendestangenüberbau oberhalb des Falzapparatzylinderteils befestigt
ist.
[0025] Wie aus der schematisch dargestellten Draufsicht gemäß Figur 2 erkennbar ist, wird
die ungefalzte Warenbahn 4 bei Passage der Trichterwange 2 längsgefalzt und läuft
als längsgefalzte Warenbahn 4.1 seitlich in die Bahnwendeeinrichtung 9 ein. Die nun
nur noch halb so breite längsgefalzte Warenbahn 4.1 läuft in Bahneinlaufrichtung 6
in die Bahnwendeeinrichtung 9 ein; Trichterauslaufwalzen 2.1 sowie die angetriebene
erste Zugwalze 5 sind in der Darstellung gemäß Figur 2 fortgelassen.
[0026] Die erste Seite 7 der längsgefalzten Warenbahn 4.1 weist nach oben und kontaktiert
die verstellbare Leitwalze 10 entlang ihrer Umfangsfläche. Von dort läuft die längsgefalzte
Warenbahn 4.1 auf die Umfangsfläche der ersten Wendestange 12 auf, die sie mit ihrer
nach unten weisenden zweiten Seite 8 berührt. Bei Auflauf der längsgefalzten Warenbahn
4.1 auf die Umfangsfläche der Umlenkwalze 22 berührt die erste Seite 7 diese, während
die zweite Seite 8 nach außen weist. Von der Umlenkwalze 22 heraus läuft die längsgefalzte
Warenbahn 4.1 wieder durch die Öffnung 23 in die Bahnwendeeinrichtung 9 ein, wobei
die erste Seite 7 nach oben und die zweite Seite 8 nach unten orientiert sind.
[0027] Nach Passage der zweiten Wendestange 14 wird die längsgefalzte Warenbahn 4.1, zweite
Seite 8 nach oben, erste Seite 7 nach unten orientiert, auf die stationären Leitwalzen
15, 16 geführt, die die längsgefalzte Warenbahn 4.1 mit nach außen weisender zweiten
Seite 8 passiert, bevor sie in Bahnlaufrichtung 17 (siehe Figur 1) oberhalb des Falzapparatzylinderteils
25 wieder in diesen einläuft.
[0028] Die Wendung einer längsgefalzten Warenbahn 4.1 kann nun durch Anordnung einer erfindungsgemäßen
Bahnwendeeinrichtung 9 an solchen Rotationen durchgeführt werden, deren erste Längsfalzeinrichtung
1 entgegen der Maschinenlaufrichtung orientiert ist. An der Bahnwendeeinrichtung 9
können Schnellspannarretierungen 26, 27 vorgesehen sein, die das einfache Umstecken
der Wendestangen 12 und 14 an den Arretierungen 26 und 27 erleichtern, so daß diese
schnell und einfach umsteckbar sind. Die unterhalb der ersten stationären Leitwalze
15 aufgenommene weitere Leitwalze 16 kann zur Erzielung eines im wesentlichen horizontal
verlaufenden Bahneinlaufes in den Falzapparat vorgesehen sein. Die Verstellung der
justierbaren Leitwalze 10 in die durch die Doppelpfeile gemäß Figur 1 vorgegebene
Richtungen kann manuell über Spindeln, elektromotorisch oder auch durch druckbeaufschlagbare
Stelleinheiten erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- erste Längsfalzeinrichtung
- 2
- Trichterwange
- 2.1
- Trichterauslaufwalzen
- 3
- Überbau
- 3.1
- Öffnung
- 4
- Bahn
- 4.1.
- längsgefalzte Warenbahn
- 5
- erste Zugwalze
- 6
- Bahneinlaufrichtung
- 7
- erste Seite
- 8
- zweite Seite
- 9
- Bahnwendeeinrichtung
- 10
- verstellbare Leitwalze
- 11
- Rahmenteil
- 12
- erste Wendestange
- 13
- Öffnung
- 14
- zweite Wendestange
- 15
- Leitwalze
- 16
- Kompensatorwalze
- 17
- Bahnauslaufrichtung
- 18
- zweite Zugwalze
- 19
- Spalt
- 20
- Falzzylinder
- 21
- Trichtermitte
- 22
- Umlenkwalze
- 23
- Öffnung
- 24
- Rahmenteil
- 25
- Falzapparatzylinderteil
- 26
- Wendestangenarretierung
- 27
- Wendestangenarretierung
1. Bahnwendeeinrichtung für Rollenrotationsdruckmaschinen, mit einem Falzapparat, der
eine erste Längsfalzeinrichtung umfaßt, die Wendestangen mit Blasluft beaufschlagbar
sind und die Wendestangen und Umlenkwalzen in Rahmenteilen aufgenommen sind, die Warenbahnen
nach Passage der ersten Längsfalzeinrichtung vor Eintritt in das Falzapparatzylinderteil
wenden,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rahmenteile (11, 24) am Überbau (3) des Falzapparates aufgenommen sind und die
Summe der Längen von Umfangsflächen (5, 10, 22, 15), die eine erste Seite (7) der
Warenbahn (4.1) kontaktiert gleich der Summe der Längen der Umfangsflächen (12, 14,
18) ist, die eine zweite Seite (8) der Warenbahn (4.1) kontaktiert.
2. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rahmenteile (11, 24) seitlich am Überbau (3) oberhalb eines Falzapparatzylinderteils
(25) aufgenommen sind.
3. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
in den Rahmenteilen (11, 24) eine verstellbare Kompensatorwalze (16) gelagert ist.
4. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die verstellbare Kompensatorwalze (16) die erste Seite (7) der Warenbahn (4.1) kontaktiert.
5. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
in den Rahmenteilen (11, 24) mindestens eine stationär gelagerte Leitwalze (15) gelagert
ist.
6. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die verstellbare Kompensatorwalze (16) in vertikaler Richtung verstellbar ist.
7. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die verstellbare Kompensatorwalze (16) in horizontaler Richtung verstellbar ist.
8. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine erste Wendestange (12) und eine zweite Wendestange (14) in Schnellspann - Wendestangenarretierungen
(26, 27) aufgenommen sind.
9. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Durchmesser der Wendestangen (12, 14) von den Durchmessern der Leitwalzen (10,
22, 15) verschieden sind.
10. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die längsgefalzte Warenbahn (4.1) über eine erste Zugwalze (5) den Überbau (3) verläßt
und über eine zweite Zugwalze (18) in den Überbau (3) oberhalb des Falzapparatzylinderteils
(25) einläuft.
11. Bahnwendeeinrichtung gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugwalzen (5, 18) angetrieben sind.
12. Wendestangenüberbau mit einer Bahnwendeeinrichtung für Rollenrotationsdruckmaschinen,
mit einer ersten Längsfalzeinrichtung, wobei die Wendestangen mit Blasluft beaufschlagbar
sind, Wendestangen und Umlenkwalzen in Rahmenteilen aufgenommen sind und die Warenbahnen
nach Passage der ersten Längsfalzeinrichtung vor Eintritt in das Falzapparatzylinderteil
wenden,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rahmenteile (11, 24) am Überbau (3) des Falzapparates aufgenommen sind und die
Summe der Längen von Umfangsflächen (5, 10, 22, 15), die eine erste Seite (7) der
Warenbahn (4.1) kontaktiert gleich der Summe der Längen der Umfangsflächen (12, 14,
18) ist, die eine zweite Seite (8) der Warenbahn (4.1) kontaktiert.
13. Falzapparat mit einer Bahnwendeeinrichtung an
Rollenrotationsdruckmaschinen, mit einer ersten Längsfalzeinrichtung, wobei die Wendestangen
mit Blasluft beaufschlagbar sind, Wendestangen und Umlenkwalzen in Rahmenteilen aufgenommen
sind und die Warenbahnen nach Passage der ersten Längsfalzeinrichtung vor Eintritt
in das Falzapparatzylinderteil wenden,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rahmenteile (11, 24) am Überbau (3) des Falzapparates aufgenommen sind und die
Summe der Längen von Umfangsflächen (5, 10, 22, 15), die eine erste Seite (7) der
Warenbahn (4.1) kontaktiert.
14. Rollenrotationsdruckmaschine mit einer Bahnwendeeinrichtung und einer ersten Längsfalzeinrichtung,
wobei die Wendestangen mit Blasluft beaufschlagbar sind, Wendestangen und Umlenkwalzen
in Rahmenteilen aufgenommen sind und die Warenbahnen nach Passage der ersten Längsfalzeinrichtung
vor Eintritt in das Falzapparatzylinderteil wenden,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rahmenteile (11, 24) am Überbau (3) des Falzapparates aufgenommen sind und die
Summe der Längen von Umfangsflächen (5, 10, 22, 15), die eine erste Seite (7) der
Warenbahn (4.1) kontaktiert gleich der Summe der Längen der Umfangsflächen (12, 14,
18) ist, die eine zweite Seite (8) der Warenbahn (4.1) kontaktiert.