Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung, insbesondere für
Schubladen oder Schranktüren. Derartige Verriegelungsvorrichtungen werden eingesetzt,
um Schubladen gegen Herausziehen bzw. Schranktüren gegen Öffnen zu sichern. Ein Öffnen
einer entsprechend gesicherten Schublade oder von Schranktüren ist dann nur möglich,
wenn die Schublade oder Tür vorher entriegelt wurde. Derartige Verriegelungsvorrichtungen
sind vor allem dann sinnvoll, wenn zu befürchten ist, daß sich Schubladen oder Türen
eines Schrankes ungewollt durch ein Bewegen des Schrankes oder eine ungünstige Aufstellung
des Schrankes selbsttätig öffnen.
Stand der Technik
[0002] Aus der DE 30 02 408 ist ein Schubladenschrank mit einer Vorrichtung zur Sicherung
von zumindest einer von mehreren im Schrankkorpus übereinander angeordneten Schubladen
bekannt. Diese Vorrichtung zur Sicherung der Schubladen besteht im wesentlichen aus
einer offenen Sicherungsnut in einer Seitenwand des Schubladenschrankes sowie einem
Riegelteil, das mit der Schublade verbunden ist. Im geschlossenen Zustand der Schublade
rastet ein Riegelbolzen des Riegelteils federbelastet in die Sicherungsnut der Seitenwand
ein und sperrt damit die Schublade. Über einen flachen Griff läßt sich der Riegelbolzen
des Riegelteils gegen die Federkraft aus der Sicherungsnut verschieben, um so die
Schublade freizugeben. Das Verschieben des Griffs des Riegelteils und damit des Riegels
selbst erfolgt in einer Richtung quer zu der Bewegungsrichtung der Schublade.
Darstellung der Erfindung
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine Verriegelungsvorrichtung
zu schaffen, wie sie beispielsweise zur Sicherung von Schubladen oder Schranktüren
eingesetzt werden kann, wobei die Entriegelung der Verriegelungsvorrichtung im wesentlichen
durch eine Bewegung parallel zu der Bewegungsrichtung der Schublade bzw. Schranktüre
erfolgt.
[0004] Dieses technische Problem wird mit einer Verriegelungsvorrichtung mit den Merkmalen
von Patentanspruch 1 gelöst.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, einen Riegel für eine Verriegelungsvorrichtung
drehbar in einem Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung unterzubringen, so daß der Riegel
zwischen einer ersten und einer zweiten Position schwenkbar gelagert ist. In seiner
ersten Position ragt der Riegel aus dem Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung heraus
und in eine Sicherungsnut hinein. Auf diese Weise wird eine Bewegung des Riegels und
einer damit verbundenen Schublade oder Schranktür in Bezug zu der Sicherungsnut verhindert.
Der Riegel wird durch die Kraft einer Feder in dieser ersten Position, in der er so
aus dem Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung herausragt, daß er in die Sicherungsnut
eingreifen kann, gehalten. Über eine Betätigungsvorrichtung ist der Riegel gegen die
Kraft der Feder aus der ersten Position in eine zweite Position schwenkbar, in der
der Riegel so weit in das Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung zurückschwenkt, daß
der Riegel nicht mehr in die Sicherungsnut eingreifen kann.
[0006] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung
so ausgebildet, daß sie in eine Griffmulde einer Schublade oder einer Schranktür eingebaut
werden kann. Dazu wird die Außenkontur des Gehäuses der Verriegelungsvorrichtung so
gestaltet, daß es in die Griffmulde der Schublade bzw. der Schranktür eingepaßt werden
kann, so daß das Gehäuse mit dem Riegel und der Betätigungseinrichtung im wesentlichen
in der Griffmulde der Schublade bzw. der Schranktür untergebracht werden kann. Die
Betätigungseinrichtung, über die der Riegel zwischen seiner ersten und seiner zweiten
Position schwenkbar ist, umfaßt dabei vorzugsweise einen Winkelhebel, der gelenkig
mit dem Riegel der Verriegelungsvorrichtung verbunden ist. Der dem Riegel zugewandte
Schenkel des Winkelhebels ist mit einer Druckfeder verbunden, die den Winkelhebel
in einer Stellung hält, in der der Riegel seine erste Position einnimmt, in der er
aus dem Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung hervorsteht. Durch eine im wesentlichen
zu den Seitenwänden eines Schrankes parallele Bewegung des dem Riegel abgewandten
Schenkels des Winkelhebels wird der Riegel aus seiner ersten Position gegen die Kraft
der Feder in eine zweite Position geschwenkt, in der er im wesentlichen im Gehäuse
der Verriegelungsvorrichtung zurückgeschwenkt ist. Dadurch gibt der Riegel die Sicherungsnut
frei, so daß die Schublade bzw. die Schranktür geöffnet werden kann.
[0007] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Riegel der
Verriegelungsvorrichtung eine erste Fläche auf, die in der ersten Position des Riegels
im wesentlichen senkrecht zu den Seitenwänden des Schrankes angeordnet ist. Diese
erste Fläche des Riegels bildet die in Öffnungsrichtung weisende Seitenfläche des
Riegels. Über diese erste Fläche ist eine Anschlagfläche definiert, die mit einer
entsprechenden Fläche der Sicherungsnut in Eingriff gelangen kann, um die Schublade
oder die Schranktür zu verriegeln.
[0008] Die der ersten Fläche gegenüberliegende zweite Fläche des Riegels ist vorzugsweise
abgerundet oder verläuft schräg zu der ersten Fläche des Riegels. Auf diese Weise
definieren die erste und die zweite Fläche des Riegels einen im wesentlichen dreieckförmigen
Keil, dessen Spitze die Kante bildet, an der die erste und die zweite Fläche des Riegels
aufeinandertreffen. Durch diese Ausgestaltung des Riegels der Verriegelungsvorrichtung
schwenkt der Riegel bei einem Schließen der Schublade bzw. der Schranktür selbsttätig
ohne ein Betätigen des Winkelhebels aus seiner ersten Position in die zweite Position,
wenn die zweite Fläche des Riegels mit der Seitenwand des Schrankes in Berührung kommt.
Der Riegel wird also gegen die Federkraft zurückgeschwenkt, indem eine Kante der Seitenwand
des Schrankes an der zweiten Fläche des Riegels entlanggleitet. Sobald die Schublade
bzw. die Schranktür vollständig geschlossen ist, ist der Riegel der Verriegelungsvorrichtung
fluchtend mit der Sicherungsnut in der Seitenwand des Schrankes positioniert, so daß
der Riegel durch die Federkraft aus seiner zweiten Position in die erste Position
zurückschwenkt, so daß er in die Sicherungsnut eingreift und damit die Schublade bzw.
die Schranktür verriegelt.
[0009] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind sowohl
der Riegel als auch die Betätigungseinrichtung der Verriegelungsvorrichtung zumindest
teilweise an den sich jeweils zugewandten Enden mit einer Verzahnung ausgestattet.
Alternativ kann auch der Riegel oder die Betätigungseinrichtung fest mit einem Zahnrad
verbunden sein. Der Riegel und die Betätigungseinrichtung werden nun so in dem Gehäuse
positioniert, daß die Verzahnungsflächen des Riegels und der Betätigungseinrichtung
ineinandergreifen, so daß durch eine manuelle Bewegung der Betätigungseinrichtung
der Riegel zwischen seiner ersten Position, in der er aus dem Gehäuse herausragt,
und seiner zweiten Position verschwenkt werden kann, in der er im wesentlichen in
das Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung zurückgeschwenkt ist. Dabei können entweder
der Riegel und/oder die Betätigungseinrichtung durch eine Feder, wie beispielsweise
eine Torsions- oder Druckfeder, mit einer Federkraft beaufschlagt werden, die den
Riegel in der ersten Position hält, in der er in eine Sicherungsnut eingreifen kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0010] Im folgenden sind zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis zwei Ausführungsbeispiele
der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben und
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung in einer ersten
Position;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Verriegelungsvorrichtung nach Fig. 1 in einer zweiten Position;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Gehäuses der Verriegelungsvorrichtung nach Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Ansicht des Gehäuses der Verriegelungsvorrichtung in Richtung des Pfeils in Fig.
3;
- Fig. 5
- einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung
[0011] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung 1 zusammen mit einem
Teil einer Schublade oder Schranktür 2 und einem Teil einer Seitenwand 3 eines Schrankes
dargestellt. Die Verriegelungsvorrichtung 1 umfaßt ein Gehäuse 4, das im wesentlichen
senkrecht zu der Seitenwand 3 des Schrankes angeordnet ist, einen Riegel 5 und eine
Betätigungseinrichtung 6. Wie in Fig. 3 dargestellt, ist das Gehäuse 4 im wesentlichen
röhrenförmig, um den Riegel 5 und die Betätigungseinrichtung 6 zumindest teilweise
darin aufzunehmen.
[0012] Der Riegel 5 ist über einen Stift 7 drehbar in dem Gehäuse 4 der Verriegelungsvorrichtung
1 gelagert. Die Betätigungseinrichtung 6 umfaßt einen Winkelhebel 8, der über einen
Stift 9 drehbar in dem Gehäuse 4 gelagert ist. Zur Lagerung der Stifte 7, 9 sind in
dem Gehäuse 4 Lagerbuchsen 24 bzw. 25 ausgebildet. Der Winkelhebel 8 ist mit dem Riegel
5 über einen Zapfen 10 verbunden, der an dem Riegel 5 angebracht ist und der in einem
Langloch 11 des Winkelhebels 8 verschiebbar ist.
[0013] Nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung weist die Verriegelungsvorrichtung
1 eine Druckfeder 12 auf, die in einer Befestigungseinrichtung 13 des Gehäuses 4 gehaltert
ist. Die Druckfeder 12 wirkt auf den dem Riegel 5 zugewandten Schenkel des Winkelhebels
8 und ist dort über einen Zapfen 14 gehaltert, der von dem Winkelhebel 8 hervorsteht.
[0014] Auf der Innenseite der Seitenwand 3 ist eine Sicherungsnut 15 angeordnet, die eine
Fläche 16 aufweist, die im wesentlichen zu der Seitenwand 3 des Schrankes senkrecht
ist. Vorzugsweise verläuft diese Sicherungsnut 15 entlang der gesamten Höhe der Seitenwand
3 des Schrankes.
[0015] Wie in Fig. 1 dargestellt, wird der Riegel 5 der Verriegelungsvorrichtung 1 durch
den Druck der Feder 12 über den Winkelhebel 8 in eine erste Position geschwenkt, in
der der Riegel 5 aus dem Gehäuse 4 hervorragt und in die Sicherungsnut 15 der Seitenwand
3 eingreift. Der Riegel 5 weist dabei eine erste Fläche 17 auf, die in der ersten
Position im wesentlichen parallel zu der Fläche 16 der Sicherungsnut 15 ist. Eine
zweite Fläche 18 des Riegels 5 ist nach dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung so abgerundet, daß die Flächen 17 und 18 des Riegels 5 einen keilförmigen
Abschnitt zwischen sich definieren, an dessen Spitze die Flächen 17 und 18 aneinanderstoßen.
[0016] Wie in Fig. 3 dargestellt, weist das Gehäuse 4 der Verriegelungsvorrichtung 1 einen
Querschnitt auf, der im wesentlichen an eine Griffmulde der Schublade oder Schranktür
2 angepaßt ist. Auf diese Weise läßt sich das Gehäuse 4 der Verriegelungsvorrichtung
1 mit dem Riegel 5 und der Betätigungseinrichtung 6 in der Griffmulde unterbringen.
Abhängig von der Innenkontur der Griffmulde kann das Gehäuse 4, wie in Fig. 3 gezeigt,
einen fünfeckigen Querschnitt oder beliebige andere mehreckige oder abgerundete Querschnitte
aufweisen.
[0017] Wie in Fig. 4 dargestellt, weist eine Seitenwand des Gehäuses 4 eine Öffnung 20 auf,
in die eine nicht dargestellte Befestigungslasche der Schublade bzw. Schranktür 2
einrasten kann, um das Gehäuse 4 der Verriegelungsvorrichtung 1 in der Griffmulde
zu fixieren. Eine Wand 19, die auf der der Seitenwand 3 des Schrankes zugewandten
Seite des Gehäuses 4 angeordnet ist, bildet dabei eine Anschlagkante des Gehäuses
4 gegenüber der Schublade bzw. Schranktür 2.
[0018] In Fig. 1 ist die Verriegelungsvorrichtung 1 in einer ersten Position des Riegels
5 gezeigt, in der der Riegel 5 in die Sicherungsnut 15 der Seitenwand 3 eingreift
und so ein Öffnen der Schublade bzw. Schranktür 2 verhindert. Wird nun der Winkelhebel
8 gegen die Kraft der Feder 12 in seine in Fig. 2 gezeigte Stellung verschwenkt, wird
gleichzeitig über den zapfen 10 und das Langloch 11 der Riegel 5 in eine zweite Position
geschwenkt, in der er nicht mehr aus dem Gehäuse 4 herausragt. In dieser zweiten Position
des Riegels 5 läßt sich die Schublade bzw. Schranktür 2 öffnen, ohne daß die Fläche
17 des Riegels 5 mit der Fläche 16 der Sicherungsnut 15 die Schublade bzw. Schranktür
2 sperrt.
[0019] Wird der dem Riegel 5 abgewandte Schenkel des Winkelhebels 8 von einem Benutzer freigegeben,
dann schwenkt der Riegel 5 durch die Kraft der Feder 12 in seine erste Position zurück,
so daß ein Teil des Riegels 5 aus dem Gehäuse 4 hervorsteht. Wird die Schublade bzw.
Schranktür 2 wieder geschlossen, ohne daß der Benutzer den Riegel 5 über die Betätigungseinrichtung
6 zurückschwenkt, kommt die Fläche 18 des Riegels 5 mit der Kante 21 der Seitenwand
3 des Schrankes in Berührung. Durch die abgerundete Form der Fläche 18 des Riegels
5 wird der Riegel 5 gegen die Kraft der Feder 12 zurückgeschwenkt, indem die Fläche
18 an der Kante 21 entlanggleitet. Dadurch kann der nun zurückgeschwenkte Riegel 5
die Kante 21 passieren und schwenkt durch die Kraft der Feder 12 wieder in seine erste
Position zurück, sobald die Schublade bzw. Schranktür 2 so weit geschlossen ist, daß
die Verriegelungsvorrichtung 1 im wesentlichen mit der Sicherungsnut 15 fluchtet.
Durch dieses Zurückschnappen greift der Riegel 5 in die Sicherungsnut 15 ein, um so
die Schublade bzw. Schranktür 2 zu verriegeln.
[0020] In Fig. 5 ist eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt, in
der ähnlich wie in Fig. 1 die Verriegelungsvorrichtung 1, ein Teil einer Schublade
bzw. Schranktür 2 und ein Teil einer Seitenwand 3 eines Schrankes dargestellt sind.
Der Riegel 5 der Verriegelungsvorrichtung 1 weist dabei eine Fläche 23 auf, die zu
der ersten Fläche 17 des Riegels 5 schräg verläuft, um mit der Fläche 17 einen keilförmigen
Vorsprung zu bilden. Über diese schrägverlaufende Fläche 23 kann der Riegel 5 zurückgeschwenkt
werden, wenn die Schublade oder Schranktür 2 geschlossen wird und die Fläche 23 mit
der Kante 21 der Seitenwand 3 in Berührung kommt.
[0021] In der in Fig. 5 dargestellten zweiten Ausführungsform der Erfindung wird der Riegel
5 nicht über eine Druckfeder 12 in seiner ersten Position gehalten, sondern über eine
mit dem Winkelhebel 8 verbundene Torsionsfeder 22. Die Torsionsfeder 22 kann aber
auch direkt an dem Riegel 5 der Verriegelungsvorrichtung 1 angebracht sein.
[0022] In Fig. 6 ist eine dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung schematisch
dargestellt, in der die Wirkverbindung zwischen dem Riegel 5 und der Betätigungseinrichtung
6 der Verriegelungsvorrichtung 1 nicht wie in den ersten beiden Ausführungsformen
über einen Zapfen 10 und ein Langloch 11 hergestellt wird, sondern über eine Verzahnung
26 an dem Riegel 5 und eine entsprechende Verzahnung 27 an der Betätigungseinrichtung
6. Die Verzahnung des Riegels 5 mit der Betätigungseinrichtung 6 kann beispielsweise
über Zahnräder (nicht dargestellt) erfolgen, die fest mit dem Riegel 5 und der Betätigungseinrichtung
6 verbunden sind. Vorzugsweise ist jedoch die der Betätigungseinrichtung 6 gewandte
Seite des Riegels 5 mit einer Außenverzahnung 26 versehen, während die dem Riegel
5 zugewandte Seite der Betätigungseinrichtung 6 mit einer entsprechenden Außenverzahnung
27 versehen ist. Durch eine geeignete Wahl der Verzahnungen 26 und 27 kann die Übersetzung
der Bewegung der Betätigungseinrichtung 6 so festgelegt werden, daß schon bei einer
kleinen Bewegung der Betätigungseinrichtung der Riegel 5 um einen großen Betrag verschwenkt
wird, um die Sicherungsnut 15 eines Schrankes freizugeben.
[0023] Vorzugsweise sind der Riegel 5, das Gehäuse 4 sowie der Winkelhebel 8 aus Kunststoff
gefertigt. Dadurch ist eine besonders kostensparende Produktion von erfindungsgemäßen
Verriegelungsvorrichtungen in hoher Stückzahl möglich. Um eine höhere Haltbarkeit
und Widerstandsfähigkeit der Verriegelungsvorrichtung 1 zu erreichen, lassen sich
auch einzelne Teile oder die gesamte Verriegelungsvorrichtung aus anderen Materialien,
wie beispielsweise Metall, fertigen.
[0024] Die Sicherungsnut 15 der Seitenwand 3 ist vorzugsweise entlang der gesamten Höhe
der Seitenwand 3 ausgebildet, so daß eine beliebige Anzahl von Schubladen bzw. Schranktüren
2 durch entsprechende Verriegelungsvorrichtungen 1 gesichert werden können. Die Verriegelungsvorrichtungen
1 können dabei, wie in den Figuren 1, 2 und 5 gezeigt, auf der linken Seite einer
Schublade oder Schranktür 2 angeordnet sein; die Verriegelungsvorrichtung kann allerdings
auch auf der rechten Seite einer Schublade bzw. Schranktür 2 angeordnet sein oder
auf beiden Seiten einer Schublade 2.
1. Verriegelungsvorrichtung für eine Schublade (2) oder Schranktür (2) mit einem daran
befestigten Riegel (5), der über eine Feder (12, 22) in einer ersten Position gehalten
wird, einer Betätigungseinrichtung (6), die mit dem Riegel (5) in einem Gehäuse (4)
angeordnet ist, und einer Sicherungsnut (15), die in einer Seitenwand (3) eines Schrankes
angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Riegel (5)
- in dem Gehäuse (4) drehbar gelagert ist,
- in seiner ersten Position in die Sicherungsnut (15) hervorsteht und so die Schublade
(2) bzw. die Schranktür (2) verriegelt, und
- durch die Betätigungseinrichtung (6) gegen die Kraft der Feder (12, 22) aus der
ersten Position in eine zweite Position schwenkbar ist, in der der Riegel (5) vollständig
aus der Sicherungsnut (15) herausgeschwenkt ist.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur
des Gehäuses (4) an eine Griffmulde der Schublade (2) bzw. Schranktür (2) angepaßt
ist, so daß das Gehäuse (4) mit dem Riegel (5) und der Betätigungseinrichtung (6)
im wesentlichen in der Griffmulde unterbringbar ist.
3. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinrichtung (6) einen Winkelhebel (8) umfaßt, der gelenkig mit
dem Riegel (5) verbunden ist.
4. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinrichtung (6) über eine Verzahnung (27) mit einer Verzahnung
(26) des Riegels (5) verbunden ist.
5. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (12)
eine mit dem dem Riegel (5) zugewandten Schenkel des Winkelhebels (8) verbundene Druckfeder
(12) ist.
6. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Feder (22) eine mit dem Winkelhebel (8) verbundene Torsionsfeder (22) ist.
7. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (5) eine erste Fläche (17) aufweist, die in der ersten Position im
wesentlichen senkrecht zu der Seitenwand (3) und parallel zu einer Fläche (16) der
Sicherungsnut (15) ist.
8. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (5) eine zweite der ersten Fläche (17) gegenüberliegende abgerundete
Fläche (18) aufweist.
9. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (5) eine zweite der ersten Fläche (17) gegenüberliegende und dazu schräge
Fläche (23) aufweist.