[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vereinzeln und Zuteilen
von Werkstücken, insbesondere von länglichen Werkstücken und insbesondere von Holzwerkstücken
wie Brettern, in vorgegebenen Abständen voneinander oder dicht aneinander liegend,
insbesondere das Einlegen der Deckbretter in die dafür vorgesehenen Nagelschablonen
bei der Holzpalettenfertigung.
[0002] Aus der DE 3 804 703 ist eine Brettaufgabe- und zuführvorrichtung zur Palettenherstellung
bekannt, die durch Brettermagazine je Brettbreite, einen darunter angeordneten Förderer
sowie durch Stoppstellen zum Ansammeln der Bretter zu einer Palettenlage mit Zwischenräumen
entsprechend der Anordnung der Stoppstellen gekennzeichnet ist. Die Deckbretter werden
bis über die Schablone der Palette gefördert und, nachdem sie positioniert worden
sind, d. h. nachdem die vorgegebene Palettenlage bzw. -anordnung erreicht worden ist,
auf die Querbretter der Palette abgesenkt.
[0003] Weiterhin sind Vorrichtungen bekannt, welche auf einer Zwischenablage die Deckfläche
einer Palette in den richtigen Abständen durch Ausschieben aus Magazinen zusammenstellen
und diese mit oder ohne Zwischenbretter mittels einer Hebevorrichtung in die Schablone
einlegen (DE 32 08 781 A1 und DE 3642 301 C1).
[0004] Bekannt sind auch Vorrichtungen zum Stapeln von Brettern, welche die Bretter lagenweise
in der gewünschten Stapelbreite ansammeln und jeweils auf einer tiefer liegenden Plattform
mit oder ohne Zwischenleisten ablegen oder abwerfen. Die Plattform senkt sich jeweils
um eine Schichthöhe ab, so daß das ursprüngliche Niveau der Oberkante immer wieder
eingestellt wird (OS 2 101 285). Mit diesen bekannten Geräten ist es nicht möglich,
die für Paletten benötigte Deckfläche, die einen bestimmten seitlichen Abstand der
Deckbretter erfordert, zusammenzustellen und aufzulegen.
[0005] Nachteile, die mit den zum Stand der Technik gehörenden Verfahren und Vorrichtungen
einhergehen, sind unter anderen die verhältnismäßig aufwendigen Rüstzeiten beim Wechsel
der Palettenformate und/oder der einzelnen Brettformate; das Abwerfen der Deckfläche,
das heißt der Gesamtzahl der Deckbretter pro Palette, weil sich beim freien Fall die
vorgegebene Lage der einzelnen Deckbretter leicht ändern kann; der verhältnismäßig
große Platzbedarf und der Umstand, daß in der Längsachse verformte oder baumkantige
Bretter zu Störungen bei der Verarbeitung führen können.
[0006] Der vorliegenden Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten
Verfahren und Vorrichtungen zu beseitigen.
[0007] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist also ein Verfahren zum Zuteilen von Werkstücken
gleicher oder unterschiedlicher Breite, insbesondere von Holzwerkstücken wie Brettern,
in vorgegebenen Abständen voneinander durch Fördern und Vereinzeln von Werkstücken,
insbesondere von länglichen Werkstücken, durch Ausrichten der Werkstücke in ihrer
Längsachse quer zur Förderrichtung, durch Weiterfördern der ausgerichteten Werkstücke
bis oberhalb einer vorgegebenen Unterlage und durch Ablegen der Werkstücke auf der
Unterlage, welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine vorgegebene
Anzahl aufeinanderfolgender Werkstücke jeweils nach dem Ausrichten quer zu ihrer Längsachse
um eine vorbestimmte Distanz in Querrichtung weiterfördert, bis eine vorbestimmte
Decklage zusammengestellt ist, die Decklage bis oberhalb der Unterlage transportiert
und ablegt.
[0008] Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung zum Zuteilen von Werkstücken,
insbesondere von Holzwerkstücken wie Brettern, in vorgegebenen Abständen voneinander,
enthaltend mindestens ein Werkstückmagazin [5], eine Fördereinrichtung [4], welche
die Werkstücke von dem/den Magazin (-en) [5] bis zu einem Anschlag [6] fördert, eine
Vereinzelungs- und Ausrichtungs-Vorrichtung [7], eine Transportvorrichtung, welche
die vereinzelten und ausgerichteten Werkstücke als Decklage weiterfördert, und eine
Ablegvorrichtung, welche Zuteilvorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß sie als
Transportvorrichtung zwei synchron gekoppelte, in der Transportrichtung hin und her
fahrbare und quer zur Transportrichtung verschiebbare Transporter [10] mit Trägerschienen
[11] aufweist.
[0009] Die Vereinzelungs- und Ausrichtungs-Vorrichtung [7] ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung als anheb- und absenkbare Rampe [9] mit einem Anschlag [8] an ihrem
unteren Ende ausgebildet, wobei die Werkstückanlegeseiten der beiden Anschläge [8]
eine gedachte Bezugslinie [13] bilden, so daß die Werkstücke beim Ausrichten mit ihrer
Vorderkante bündig zu dieser Bezugslinie [13] auf Trägerschienen [11] abgelegt werden.
Die Bezugslinie [13] ist die Verbindungslinie zwischen den beiden Anschlägen [8] und
verläuft senkrecht zur Transportrichtung.
[0010] Die Rampe [9], die an ihrer Oberseite vorzugweise mit Rollen [31] bestückt ist, kann
mittels einer Hebevorrichtung [30], beispielsweise einem hydraulisch betätigten Kolben,
hochgefahren werden und nimmt dabei das am Anschlag [6] anliegende Werkstück mit.
[0011] Beim Hochfahren der Rampe sorgt, insbesondere bei der Verarbeitung von besonders
breiten Werkstücken, deren Schwerpunkt außerhalb der Auflagefläche der Rampe liegt,
eine zusätzlich angebrachte Druckrolle [29], die gegebenenfalls angetrieben ist, dafür,
daß das Werkstück nicht abkippt. Die untere Position der Druckrolle wird durch den
Anschlag [28] definiert.
[0012] Das hochgehobene Werkstück rutscht bezw. rollt dann bis an die Anschläge [8] am unteren
Ende der Rampe ab. Bei der Abwärtsbewegeung der Rampe geben die mit der Rampe verbundenen
Anschläge das ausgerichtete Werkstük frei, das dadurch auf die Trägerschienen [11]
zu liegen kommt.
[0013] Anstelle einer Rampe können auch Horizontalförderer verwendet werden.
[0014] Die mit den Trägerschienen verbundenen Transporter werden um ein vorbestimmtes Maß
- Werkstückbreite + gewünschter Abstand zum nachfolgenden Werkstück - in Förderrichtung
weitergefahren. Dieser Zyklus wird so lange wiederholt, bis die gesamte Deckfläche,
z. B. Paletten-Deckfläche, d. h. die Gesamtzahl der Deckbretter, komplett zusammengestellt
ist.
[0015] Die Transporter [10] sind vorzugsweise als Wagen [14] ausgebildet, die mit ihren
oben angeordneten Laufwerken [15] auf Laufschienen [2] bezw. Führungsschienen [3]
laufen. Andererseits können die Transporter [10] als Schlitten ausgebildet sein, die
mit ihren Kufen auf den Laufschienen [2] bezw. Führungsschienen [3] gleiten.
[0016] Die Trägerschienen [11] sind zum Zwecke des Ablegens der Werkstücke seitlich ausrückbar
und/oder abschwenkbar und/oder linear absenkbar, d. h. diese drei Funktionen können
alleine oder in irgend einer Kombination vorliegen. Diese Funktionen der Trägerschienen
werden in den Zeichnungen erläutert werden.
[0017] Die Transporter [10] können zum Zwecke der Synchronkupplung auch mechanisch miteinander
verbunden sein, beispielsweise mittels einer Keilwelle oder durch ein Gestänge.
[0018] Die Fördereinrichtung [4] kann beispielsweise ein Ketten-, ein Riemen- oder ein Bandförderer
sein.
[0019] Der gewünschte vorgegeben Abstand der Werkstücke kann mittels einer elektronisch
gesteuerten Positioniereinrichtung oder auch mittels verstellbarer Schaltnocken eingehalten
werden.
[0020] Vorteile der Erfindung liegen in den kurzen Umrüstzeiten und kurzen Maschinenumstellzeiten,
wenn zum Beispiel nacheinander Werkstücke unterschiedlicher Abmessungen verarbeitet
werden sollen.; der Möglichkeit, auch Werkstücke, z. B. Bretter, minderer Qualität,
wie gekrümmte, verdrehte oder baumkantige Bretter, verwenden zu können; in den günstigeren
Beschickungskosten; und dem geringeren Energiebedarf.
[0021] Die Erfindung wird nachstehend am Beispiel der überstellung von Holzpaletten näher
erläutert. In diesem Falle sind die Werkstücke Bretter. Grundsätzlich ist die Erfindung
aber auch mit Werkstücken aus anderen Materialien und für andere technische Zwecke
als die Holzpalettenherstellung, beispielsweise für Stapelungsaufgaben durchführbar
bezw. anwendbar.
[0022] Die Magazine [5] sind im allgemeinen auf den Trägern [1] der erfindungsgemäßen Zuteilvorrichtung
montiert. Die Verwendung von mehr als einem Magazin ermöglicht es, Bretter unterschiedlicher
Dimensionen, d. h. verschiedener Breite und Dicke und/oder unterschiedlicher Holzarten
bei der Palettenherstellung zu kombinieren. Die Anzahl der Magazine richtet sich nach
der Anzahl der zu verwendenden Brettersorten. In vielen Fällen genügen zwei Magazine,
von denen das eine auf dem rechten und das andere auf dem linken Träger montiert werden
kann.
[0023] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird unter Bezug auf die Zeichnungen beispielhaft
beschrieben. Die auf den Zeichnungen dargestellten Figuren haben folgende Bedeutung:
- Figur 1: Eine Ansicht einer erfingungsgemäßen Vorrichtung in Seitenansicht und Draufsicht.
- Figur 2: Einen Querschnitt durch erfindungsgemäße Transporter [10] im Ablegebereich,
welcher eine Möglichkeit des Ablegens der Werkstücke, nämlich durch Abwerfen, zeigt.
- Figuren 3 bis 5: Eine bevorzugte Vereinzelungs- und Ausrichtvorrichtung [7] innerhalb
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, dargestellt in drei verschiedenen Positionen
während eines Förderzyklus.
- Figur 6: einen Querschnitt durch eine Holzpaletten-Decklage, auf die im Ablegebereich
ein Niederhalter [27] derart gedrückt wird, daß die Deckbretter [24] fest an die Querbretter
[23] gepreßt werden.
- Figuren 7 bis 10: Querschnitte durch erfindungsgemäße Transporter [10] im Ablagebereich
der Werkstücke, dargestellt in vier verschiedenen Positionen während eines Ablegezyklus.
- Figur 11: Einen Querschnitt durch erfindungsgemäße Transporter [10] im Ablegebereich,
welcher eine andere Möglichkeit des Ablegens der Werkstücke, nämlich durch Absenken
der Trägerschiene [11], zeigt.
- Figuren 12 bis 14: Eine Abwandlung der in den Figuren 7 bis 10 gezeigten Teile einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der die Trägerschienen [11] nur abschwenkbar und
die Rückhalteschienen [20] als Abschieber [32] ausgebildet sind.
[0024] Die
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung, die sich zum Beschicken von Palettenschablonen
mit Decklagen, die später aufgenagelt werden sollen, bei der Palettenherstellung eignet.
Diese Vorrichtung besteht aus zwei parallel liegenden Trägem [1] mit daran befestigten
Laufschienen [2] und Führungsschienen [3] (die Lauf- und Führungsschienen sind in
der Figur 1 nicht dargestellt, werden aber in späteren Figuren gezeigt), von denen
der eine fest und der andere seitlich so verschiebbar ist, daß die Parallelität erhalten
bleibt, mit darauf besfestigten Deckbretter- (= Bretter-) Magazinen [5] sowie einer
darunter angeordneten Fördereinrichtung [4], die beispielsweise ein Kettenförderer
sein kann. Dadurch, daß zumindest und vorzugsweise einer der beiden Träger seitlich
verschiebbar ist, ist es möglich, Bretter verschiedener Längen zu verarbeiten. Die
zu verarbeitenden Bretter werden über eine Steuerung in der richtigen Reihenfolge
aus den entsprechenden Magazinen auf die Fördereinrichtung [4] abgeworfen und bis
zu einem Anschlag [6] gefördert, wo sie sich anstauen.
[0025] In der
Figur 2 wird der Schnitt X - Y durch die Seitenansicht der in der Figur 1 dargestellten erfindungsgemäßen
Vorrichtung gezeigt. Innerhalb des Trägers [1] sind die Laufschiene [2] und die Führungsschiene
[3] dargestellt, auf denen das Laufwerk des Wagens läuft. Die Bezugsziffer [11] weist
auf die Trägerschiene hin.
[0026] Die Einstellung der gewünschten Brettabstände kann über an einer festen Meßskala
verstellbare Schaltnocken (nicht dargestellt), die einen oder mehrere an den Wagen
befindliche Sensoren (nicht dargestellt) betätigen, erfolgen. Auch die umgekehrte
Anordnung - die Schaltnocken sind an den Wagen angebracht und die Sensoren dagegen
an festen Teilen der Maschine - ist möglich.
[0027] Besonders zweckmäßig ist eine elektronisch gesteuerte Positioniereinrichtung, bei
der die gewünschten Stops, nämlich Brettbreite plus Abstand, in den Zähler eingegeben
werden. Bei dieser Ausführungsform kann zugleich das jeweilige Magazin, dem das nächste
Brett entnommen werden soll, bestimmt werden.
[0028] Gemäß einer weiteren Variante können die Bretter durch eine Weg-Zeit-abhängige Steuerung
positioniert werden, ohne daß die Wagen [14] angehalten werden müssen, indem die dem
Aufschieben der Bretter auf die Trägerschienen [11] vorangehenden Verfahrensschritte
so bemessen werden, daß die Bretter die vorbestimmte Stelle auf den Trägerschienen
genau im richtigen Moment erreichen.
[0029] Nachdem die Gesamtzahl der Bretter, welche die Deckfläche bilden, auf den Trägerschienen
[11] abgelegt worden ist, werden die Wagen [14] bis über die Schablone [25] gefahren.
Die Schablone ist zuvor gegebenenfalls mit den für die Palettenherstellung außerdem
benötigten Teilen, nämlich den Kufen [22] und den Querbrettern [23] beladen worden.
Der Haltepunkt der Wagen kann mittels eines oberhalb der Wagen angebrachten Sensors
(nicht dargestellt), der auf einen bestimmten Punkt an der Schablone [25] reagiert,
festgelegt werden. Dadurch wird sichergestellt, daß sich sowohl die Wagen als auch
die Schablone während der Ablage der Bretter an der richtigen Position befinden.
[0030] Dieser Haltepunkt kann auch nach dem erstmaligen Vorfahren der Wagen als künftiger
Stop in eine Steuerung eingespeichert werden. Die Wagen fahren dann immer bis an die
vorgegeben Stelle oberhalb der mit Kufen [22] bezw. Klötzen und Querbrettern beschickten
Palettenschablone [25].
[0031] Nachdem sich die Wagen [14] in ihrer Endposition befinden, während die Schablone
[25] sich noch in ihrer Ausgangsposition befindet, liegen die Deckbretter auf den
Trägerschienen [11] genau über den für sie vorgesehenen Plätzen auf der Schablone
[25]. Die Anordnungen sind deckungsgleich.
[0032] Nun werden, wie in der
Figur 2 zu sehen ist, die Vorderkanten der beiden Trägerschienen [11] gleichzeitig oder nacheinander
hinter die Vorderkanten der Führungsschiene [3] zurückgezogen. Die Deckbretter fallen
mit dem einen Ende auf die in der Schablone dafür vorgesehene Stelle. Um zu vermeiden,
daß Deckbretter [24] infolge von Adhäsion von den sich zurückziehenden Trägerschienen
mitgenommen werden, sind die Rückhalteschienen [20] vorgesehen
[0033] Um eine Lageveränderung der Deckbretter beim Ablegen noch besser zu verhindern, senkt
man, wenn die Wagen [14] die Endposition erreicht haben, eine elastische Druckeinrichtung,
einen Niederhalter [27], z. b. Bürsten oder Schaumstoffkörper auf die Deckfläche ab
und setzt sie unter leichten Druck. Die Verwendung derartiger Druckeinrichtungen in
Form von Bürsten ist beim Nageln von Holzpaletten bekannt und bezweckt, ein Verrücken
der Bretter durch den ersten Nagelvorgang zu verhindern. Die elastische Oberfläche
des Niederhalters drückt sich ein wenig in die Oberseite der Bretter ein, so daß sich
an den Seitenkanten der Bretter Wülste bilden, die ein seitliches Ausweichen verhindern.
Auf diese Weise ist eine Verschiebung oder sonstige Lageveränderung der Deckbretter
[24] ausgeschlossen. Bevor die Schablone zur weiteren Bearbeitung beispielsweise einer
Nagelmaschine zugeführt wird, wird der Niederhalter [27] wieder angehoben. Die Verwendung
derartiger Druckeinrichtungen in Form von Bürsten oder Besen ist beim Nageln von Holzpaletten
bekannt und bezweckt, ein Verücken der Bretter durch den ersten Nagelvorgang zu verhindern
[0034] Anstelle der oben beschriebenen Ausführungsform der Erfindung, bei der die Bretter
erst mit dem einen und dann mit dem anderen Ende abgeworfen werden, lassen sich die
Bretter auch ganz rüttelfrei ablegen, indem man die in den
Figuren 7 bis 11 gezeigte Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet. Hiernach sind die
Trägerschienen [11] absenkbar ausgestaltet. Durch Drehen des auf der Welle [16] befestigten
Hebels [17] von C nach D senkt sich die mit dem Ausgleichshebel [18] verbundene Trägerschiene
[11] ab und kommt letztlich auf Querbretter [23] zu liegen, die sich bereits in der
Schablone [25] befinden, bevor der Hebel [17] die Endstellung erreicht hat. Die Differenz
in der Höhe zwischen dem Weg des Hebels [17] von C nach D und dem Abstand des oberen
Niveaus der Trägerschienen [11] von der Oberkante des Querbrettes [23] wird durch
den mit einem Langloch versehenen Ausgleichhebel [18] kompensiert. Dadurch ist eine
Brettablage auf unterschiedlichen Niveaus möglich. Anstelle des Ausgleichhebels [18]
können auch eine elastische Verbindung, z. b. in Form einer Kette oder eines Gurtes,
oder ein einfach wirkender Zylinder verwendet werden. Die Trägerschiene kann abgeschwenkt
oder gradlinig abgesenkt werden.
[0035] Der auf der Welle [26] sitzende Führungshebel [12] wird nach dem Ablegen der Decklage
auf den Querbrettern von E nach F bewegt. Nach Verlassen des Querbrettes fällt die
Trägerschiene in die untere Position und wird durch den Ausgleichshebel [18] aufgefangen.
Nachdem der Führungshebel [12] die Endposition F erreicht hat, wird der Hebel [17]
wieder in die Ausgangsstellung C und die Trägerschiene [11] wird in ihre obere Position
gebracht. Danach fährt der Führungshebel [12] zum Ausgangspunkt E zurück, und die
Wagen [14] kehren in die Ausgangsstellung an der Bezugslinie [13] zurück. Die beschickte
Schablone [25] fährt zur Nagelmaschine.
[0036] Bei dieser Ausführungsform ist die Rückhalteschiene [20], damit sie der Auf- und
Abwärtsbewegung der Trägerschiene [11] folgt, schwenkbar um die Achse [19] angeordnet.
Anstelle der beschriebenen Hebelmechanik können auch andere Einrichtungen zum Zwecke
des Ablegens der Decklage auf der Schablone, z. B. eine Gleitführung, angewandt werden.
[0037] In den
Figuren 12 bis 14 ist eine Abwandlung der in den
Figuren 7 bis 10 dargestellten Ausgestaltung der Erfindung abgebildet. Dabei ist die Trägerschiene
[11] nur abschwenkbar, und die Rückhalteschiene ist als Abschieber [32] ausgebildet.
Das Querbrett [23] liegt außerhalb des Aktionsradius der Trägerschiene [11] . Die
Trägerschiene liegt nicht auf dem Querbrett auf. Das Deckbrett [24] wird ohne weitere
Zwischenbewegung direkt abgelegt. Nach Erreichen der unteren Position werden die Deckbretter
durch den Abschieber [32] bündig mit den Querbrettern oder darüber hinaus geschoben,
so daß die Trägerschiene ungehindet in die obere Position zurückkehren kann.
[0038] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die es ermöglicht, die Rüstzeiten
weiter abzukürzen, sieht man eine Einrichtung zur automatischen Brettlängenverstellung
vor. Dazu wird ein für das Magazin vorgesehenes Brett vor dem Magazin bündig zur Längsanschlagseite
des Magazins oder an anderer Stelle angebracht, z. B. an dem festen Träger 1, auf
dem die Magazine montiert sind, angelegt oder festgeklemmt. An dem gegenüberliegenden,
verstellbaren Träger 1 wird ein Sensor (Lichttaster) installiert, der das eingelegte
Brett registrieren kann. Ist das Brett der neuen Serie kürzer, spricht der Sensor
nicht an, und der Anlage wird der Befehl erteilt, daß der Träger 1 sich in Richtung
auf den Träger 1 hin bewegt, bis der Sensor anspricht. Ist das Brett der neuen Serie
dagegen länger, spricht der Sensor an, und die Anlage erhält den Befehl, den Träger
1 auswärts zu fahren, bis der Abstand vom festen Träger 1 der neuen Brettlänge entspricht.
1. Verfahren zum Zuteilen von Werkstücken, insbesondere von Holzwerkstücken wie Brettern,
in vorgegebenen Abständen voneinander durch Fördern und Vereinzeln von Werkstücken,
insbesondere von länglichen Werkstücken, durch Ausrichten der Werkstücke in ihrer
Längsachse quer zur Förderrichtung, durch Weiterfördern der ausgerichteten Werkstücke
bis oberhalb einer vorgegebenen Unterlage und durch Ablegen der Werkstücke auf der
Unterlage, dadurch gekennzeichnet, daß man eine vorgegebene Anzahl aufeinanderfolgender Werkstücke jeweils nach dem Ausrichten
quer zu ihrer Längsachse um eine vorbestimmte Distanz in Querrichtung weiterfördert,
bis eine vorbestimmte Decklage zusammengestellt ist, die Decklage bis oberhalb der
Unterlage transportiert und ablegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Bretter zur Herstellung von Holzpaletten verarbeitet, wobei die vorbestimmte
Distanz größer ist als die Breite des Brettes.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Bretter zur Herstellung von Stapeln verarbeitet, wobei die vorbestimmte Distanz
gleich groß ist wie die Breite des Brettes.
4. Vorrichtung zum Zuteilen von Werkstücken, insbesondere von Holzwerkstücken wie Brettern,
in vorgegebenen Abständen voneinander, enthaltend mindestens ein Werkstückmagazin
[5] oder eine andere Werkstückzuführung, eine Fördereinrichtung [4], welche die Werkstücke
von dem/den Magazin (-en) [5] oder der anderen Werkstückzuführung bis zu Anschlagen
[6] fördert, eine Vereinzelungs- und Ausricht-Vorrichtung [7], eine Transportvorrichtung,
welche die vereinzelten und ausgerichteten Werkstücke als Decklage weiterfördert,
und eine Ablegvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß als Transportvorrichtung zwei synchron gekoppelte, in der Transportrichtung hin und
her fahrbare und quer zur Transportrichtung verschiebbare Transporter [10] mit Trägerschienen
[11] vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet ist, daß die Vereinzelungs- und Ausricht-Vorrichtung [7] als anheb- und absenkbare Rampen
[9] mit je einem Anschlag [8] an ihren unteren Enden ausgebildet ist, wobei die Werkstückanlegeseiten
der Anschläge [8] eine gedachte Bezugslinie [13] bilden, so daß die Werkstücke mit
ihrer Vorderkante bündig zu dieser Bezugslinie [13] abgelegt werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet ist, daß die Rampen [9] an ihrer Oberseite gegebenenfalls angetriebene Rollen [31] aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet ist, daß die Vereinzelungs- und Ausricht-Vorrichtung [7] als Förderer [21] mit je einem Anschlag
[8] an ihren unteren Enden ausgebildet ist, wobei die Werkstückanlegeseiten der Anschläge
[8] eine gedachte Bezugslinie [13] bilden, so daß die Werkstücke mit ihrer Vorderkante
bündig zu dieser Bezugslinie [13] abgelegt werden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet ist, daß die Förderer [21] horizontal angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporter [10] Wagen [14] sind, die mit ihren oben angeordneten Laufwerken
[15] auf Laufschienen [2] bezw. Führungsschienen [3] laufen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporter [10] Schlitten sind, die mit ihren Kufen auf den Laufschienen [2]
bezw. Führungsschienen [3] gleiten.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung [4] ein Kettenförderer, ein Riemenförderer oder ein Bandförderer
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine elektronisch gesteuerte Positioniervorrichtung zur Einstellung der gewünschten
vorgegebenen Abstände der Werkstücke voneinander oder verstellbare Schaltnocken zu
diesem Zwecke aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschienen [11] hinter die Laufschienen [2] und/oder Führungsschienen [3]
zum Ablegen der Decklage quer zur Laufrichtung des Transporters [10] zurückziehbar
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschienen [11] mit Hilfe einer Hebelmechanik oder eines anderen geeigneten
Systems im Ablagebereich absenkbar ausgestaltet sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschienen (11) nach dem Ablegen der Werkstücke unterhalb des Auflageniveaus
des Fördereinrichtung (4) in die Ausgangsposition zurückgefahren werden können.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sensor an einem der Träger [1] in Höhe der Magazine [5] vorgesehen ist, der die
Einstellung des Abstandes der beiden Träger voneinander in Abhängigkeit von der Werkstücklänge
automatisch steuert.