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EP 1 026 110 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.01.2007 Patentblatt 2007/02 |
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Anmeldetag: 06.11.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Überführen einer laufenden Materialbahn
Method of and device for transfering a running web
Méthode et dispositif pour transférer une bande en mouvement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FI SE |
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Priorität: |
13.01.1999 DE 19900986
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.08.2000 Patentblatt 2000/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Satzger, Oswald
89537 Giengen (DE)
- Madrzak, Zygmunt
89522 Heidenheim (DE)
- Straub, Karlheinz
89518 Heidenheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 543 788 WO-A-97/48632 DE-A- 2 721 883 US-A- 4 445 646
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EP-A- 0 765 832 WO-A-98/33974 US-A- 4 444 362 US-A- 5 158 648
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überführen einer laufenden Materialbahn,
insbesondere einer Papierbahn, in einen Zielbereich, insbesondere auf eine Zielwalze,
bei dem mittels wenigstens zwei in einer zur Materialbahn etwa parallelen Ebene relativ
zur Materialbahn bewegbaren Schneidorganen in der laufenden Materialbahn ein etwa
parallel zur Laufrichtung der Materialbahn verlaufender Überführstreifen mit einem
freien Anfang geschnitten wird.
[0002] Dabei wir die Materialbahn zwischen den Schneideorganen und dem Zielbereich dem Maschinenkeller
bzw. Pulper zugeführt. Der freie Anfang des Überführstreifens wird unmittelbar nach
seinem Erzeugen von geeigneten Mitteln erfasst und in den Zielbereich transportiert,
wohin gegen der oder die durch das Schneiden des Überstreifens gebildeten Reststreifen
der Materialbahn weiterhin in den Maschinenkeller bzw. Pulper hinein bewegt werden.
[0003] Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Überführen einer laufenden Materialbahn,
insbesondere einer Papierbahn, mit wenigstens zwei in einer zur Materialbahn etwa
parallelen Ebene relativ zur Materialbahn bewegbaren Schneidorganen zum Schneiden
eines etwa parallel zur Laufrichtung der Materialbahn verlaufenden Überführstreifens.
[0004] Derartige Verfahren und Vorrichtungen dienen beispielsweise in der Papierherstellung
dazu, bei Inbetriebnahme einer Papiermaschine oder nach einem Abriß der Papierbahn
den neuen Bahnanfang einer Zielwalze zuzuführen, die z.B. als eine die Papierbahn
umlenkende Bahnleitwalze ausgebildet ist oder auf welche die Papierbahn aufgewickelt
werden soll.
[0005] Die WO 98/33974 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bilden eines Einführstreifens
in einer Papiermaschine. Aus dieser Druckschrift ist es bekannt, mit einer von zwei
Schneidvorrichtungen zunächst einen schmalen Randstreifen in der Bahn zu schneiden
und dann die Schneidvorrichtung zusammen mit einer weiteren Schneidvorrichtung in
Richtung der Bahnmitte zu bewegen. Dabei wird die Bahn mittels der zweiten Schneidvorrichtung
vom Bahnrand her eingeschnitten. Der dabei entstehende freie Randstreifen wird in
den Pulper geführt, während der Einführstreifen an eine seitlich der Bahn verlaufende
Fördereinrichtung geblasen wird. Aus der WO 98/33974 geht nicht hervor, auf welche
Weise der Anfang des Einführstreifens gebildet wird.
[0006] Aus der WO 97/48632 ist es bekannt, mit zwei etwa von der Mitte einer Papierbahn
ausgehenden und jeweils an einem der Bahnränder endenden Schnitten, die jeweils mittels
eines von einer bewegbaren Düse ausgesto-βen Wasserstrahls erzeugt werden, den neuen
Bahnanfang ohne Erzeugung eines Überführstreifens breitzufahren. Die Schnitte können
einen gemeinsamen Ausgangspunkt aufweisen, so daß die Bahn vollständig durchtrennt
wird. Entweder auf den neuen Bahnanfang oder auf eine Walze, auf welche die Papierbahn
aufgewickelt werden soll, werden streifenförmige Klebeflächen aufgebracht, damit der
neue Bahnanfang haften bleibt, wenn er die Walze berührt.
[0007] Aus der EP 0543 788 ist des weiteren eine Vorrichtung zum Schneiden eines Streifens
aus einer Papierbahn bekannt. Die in dieser Druckschrift gezeigte Schneidvorrichtung
hat zwei bspw, als Wasserstrahldüsen ausgebildete Schneidorgane, die quer zur Bahnlaufrichtung
verfahrbar sind.
[0008] Es ist das der Erfindung zugrundeliegende Problem (Aufgabe), ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die ein möglichst einfaches und
sicheres Überführen der laufenden Materialbahn gestatten.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des unabhängigen Verfahrensanspruchs
dadurch, daß zum Schneiden eines spitzenförmigen Anfangs des Überführstreifens wenigstens
eines der Schneidorgane aus einer zumindest näherungsweise gleichen, wenigstens einander
angenäherte Schnitte bewirkenden Breitenposition der Schneidorgane heraus in Richtung
eines der Bahnränder bewegt wird.
[0010] Aufgrund der zumindest näherungsweise gleichen Breitenposition der Schneidorgane
ermöglicht es die Erfindung, die mittels der Schneidorgane erzeugten Schnitte entweder
an einem Punkt oder über eine bestimmte Länge zusammenfallen oder wenigstens einander
angenähert verlaufen zu lassen, um auf diese Weise den Anfang des Überführstreifens
aus der laufenden Materialbahn herauszuschneiden, so daß ein freier Streifenanfang
erzeugt wird, der auf einfache Weise dem Zielbereich zugeführt werden kann.
[0011] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die gleiche Breitenposition
grundsätzlich beliebig gewählt werden kann, so daß der Streifenanfang an einer beliebigen
Stelle entlang der Breite der Materialbahn herausgeschnitten werden kann. Erfindungsgemäß
ist man somit nicht auf eine neben der Materialbahn verlaufende Fördereinrichtung
wie z.B. einen Seilzug festgelegt. Die Fördereinrichtung für den Überführstreifen
kann also beispielsweise auch in der Mitte der Materialbahn angeordnet werden.
[0012] Die Erfindung gestattet eine optimale Abstimmung sowohl der Position als auch der
Breite des Überführstreifens auf die konkrete Ausbildung der Fördereinrichtung sowie
auf die Ebene, in welcher die Fördereinrichtung angeordnet ist, wobei besonders vorteilhaft
ist, daß diese Abstimmung reproduzierbar ist. Des weiteren gestattet es die Erfindung,
mit dem Schneiden des Überführstreifens in der Materialbahn zu beginnen, d.h. es ist
nicht erforderlich, die Bahn ausgehend von einem der Bahnränder einzuschneiden. Das
Entstehen eines freien Randstreifens, der mit vergleichsweise großem Aufwand in definierter
Weise geführt und z.B. in den Pulper geblasen werden muß, kann erfindungsgemäß vermieden
werden.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Schneidorgan bzw.
werden die Schneidorgane derart bewegt, daß sich von den Schneidorganen erzeugte Schnitte
überkreuzen.
[0014] Hierdurch ist zum einen sichergestellt, daß der Anfang des Überführstreifens aus
der Materialbahn herausgeschnitten wird. Zum anderen wird erreicht, daß die Schneidorgane
- bezüglich der Breite der Materialbahn gesehen - ihre Position tauschen. Dies eröffnet
die Möglichkeit, ohne zeitraubendes Zurückfahren der Schneidorgane in eine Ausgangsposition
durch einen erneuten Positionswechsel nochmals einen Streifenanfang zu schneiden,
falls ein vorhergehender Überführungsversuch fehlschlug. Des weiteren kann vor dem
Schneiden des Überführstreifens, d.h. vor dem Erzeugen der sich überkreuzenden Schnitte,
mit den beiden Schneidorganen in der Materialbahn ein dem Überführstreifen vorgelagerter
Vorlaufstreifen geschnitten werden. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht
darin, daß durch die sich überkreuzenden Schnitte das Ende des Vorlaufstreifens vollständig
herausgeschnitten, d.h. von dem neuen Bahnanfang getrennt wird. Dieses auch als Restbändel-Trennung
bezeichnete Abtrennen des Vorlaufstreifens wird erfindungsgemäß somit automatisch
durch den Anfang des Überführstreifens erzielt.
[0015] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Schneidorgane
derart bewegt, daß von den Schneidorganen erzeugte Schnitte am Streifenanfang, insbesondere
an der Streifenspitze, derart nahe aneinander vorbeigeführt werden, daß eine Sollreißstelle
entsteht.
[0016] Hierdurch wird eine automatische Erzeugung eines freien Anfangs des Überführstreifens
ermöglicht, ohne daß beispielsweise sich überkreuzende oder von einem einzigen Schnitt
ausgehende Schnitte zum Ausschneiden des Streifenanfangs ausgeführt werden müssen.
[0017] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird zumindest
im wesentlichen unmittelbar nach Beginn des Schneidens des Überführstreifens der Streifenanfang
dem Zielbereich und/oder einer Fördereinrichtung zugeführt.
[0018] Diese Vorgehensweise wird wegen des Herausschneidens des Anfangs des Überführstreifens
aus der Materialbahn durch die Erfindung überhaupt erst ermöglicht. Ein Vorteil des
frühzeitigen Handhabens des Streifenanfangs besteht darin, daß hierdurch der Überführstreifen
zwischen den Schneidorganen und dem Zielbereich zumindest näherungsweise entlang einem
idealen Bahnlaufweg bewegt werden kann, entlang welchem z.B. die Materialbahn im Normalbetrieb
geführt wird.
[0019] Die Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe erfolgt außerdem durch die
Merkmale des unabhängigen Vorrichtungsanspruchs dadurch, daß wenigstens eines der
Schneidorgane zum Schneiden eines spitzenförmigen Anfangs des Überführstreifens aus
einer zumindest näherungsweise gleichen, wenigstens einander angenäherte Schnitte
bewirkenden Breitenposition der Schneidorgane heraus in Richtung eines der Bahnränder
bewegbar ist.
[0020] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind auch in den Unteransprüchen, der
Beschreibung sowie der Zeichnung angegeben.
[0021] Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1a - 1c
- schematisch verschiedene Phasen während des Schneidens eines Überführstreifens gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2a - 2f
- rein schematisch verschiedene Möglichkeiten der Erzeugung von Schnitten zum Schneiden
eines Überführstreifens gemäß der Erfindung,
- Fig. 3
- teilweise eine schematische Ansicht eines an einer Walze angeordneten Schabers zum
Führen des Anfangs des Überführstreifens gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
und
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht eines Teils einer in Verbindung mit der Erfindung
verwendeten Trockenpartie einer Papiermaschine zur Erläuterung von Vorteilen der Erfindung.
[0022] Fig. 1a zeigt eine über eine Walze 18 geführte Materialbahn 10, der in Bahnlaufrichtung
L eine weitere Walze 19 nachgelagert ist. In dem Zustand von Fig. 1a läuft die Materialbahn
10 zwischen den Walzen 18, 19 hindurch z.B. in den Maschinenkeller oder in den Pulper
der Papiermaschine, der die Walzen 18, 19 zugeordnet sind. Der Walze 19 soll ein neuer
Bahnanfang der laufenden Materialbahn 10 zugeführt werden. Die Walze 19 kann somit
als eine Zielwalze bezeichnet werden. Im folgenden wird diesbezüglich allgemein von
einem Zielbereich für den neuen Bahnanfang gesprochen.
[0023] Zum Schneiden eines Überführstreifens in der Materialbahn 10 ist eine Schneidvorrichtung
vorgesehen, die zwei Schneidorgane 20, 21 umfaßt, die in den Fig. 1a - 1c lediglich
schematisch durch Kreise angedeutet sind. Bei den Schneidorganen 20, 21 handelt es
sich bevorzugt jeweils um eine Düse zum Ausstoßen eines Wasserstrahls, wobei der Wasserstrahl
in einer schräg zu einer Normalen der Materialbahn verlaufenden Richtung ausgestoßen
werden kann. Durch eine derartige Neigung der Düsen kann sichergestellt werden, daß
weder der Streifen selbst noch der neue Bahnanfang durch das Wasser beeinträchtigt
wird.
[0024] Die Schneidorgane 20, 21 sind unabhängig voneinander bewegbar und betreibbar, wobei
die Bewegung der Schneidorgane relativ zur Materialbahn 10 in einer senkrecht zur
Laufrichtung L verlaufenden Querrichtung erfolgt. Die Schneidorgane 20, 21 können
an einem gemeinsamen Träger angeordnet sein, der sich über die Materialbahn 10 hinweg
erstreckt. Es kann aber auch für jedes Schneidorgan 20, 21 ein separater Träger vorgesehen
werden.
[0025] Wie aus den Fig. 1a - 1c hervorgeht, sind die Schneidorgane 20, 21 in Bahnlaufrichtung
L versetzt angeordnet, um bezüglich der Querrichtung aneinander vorbeibewegt werden
zu können.
[0026] In dem Zustand gemäß Fig. 1a sind mittels der Schneidorgane 20, 21 in der Materialbahn
10 im Bereich eines der Bahnränder 13 bereits zwei parallel zur Bahnlaufrichtung L
verlaufende Schnitte 42, 43 ausgeführt worden. Hierdurch entsteht ein schmaler, im
folgenden als Vorlaufstreifen bezeichneter Streifen 36, der zwischen einem schmalen
Randstreifen 39 und dem Rest der Materialbahn 10, der nachstehend auch als breiter
Randstreifen 38 bezeichnet wird, angeordnet ist.
[0027] In dem Betriebszustand gemäß Fig. 1a wird die mittels der Schneidorgane 20, 21 zweifach
eingeschnittene Materialbahn 10 zwischen den Walzen 18, 19 hindurchgeführt, d.h. der
Vorlaufstreifen 36 sowie die beiden Randstreifen 38, 39 werden automatisch gemeinsam
z.B. in den Maschinenkeller oder in den Pulper gefahren, ohne daß hierzu besondere
Maßnahmen getroffen werden müssen.
[0028] Zum Schneiden des Vorlaufstreifens 36 können die Schneidorgane 20, 21 derart an der
Materialbahn 10 angesetzt werden, daß sie jeweils ausgehend von einem der Bahnränder
12, 13 aufeinander zu bewegt werden, bis sie mit dem gewünschten Querabstand an der
jeweils gewünschten Breitenposition angelangt sind, so daß die Materialbahn 10 von
beiden Bahnrändern 12, 13 her eingeschnitten wird. Die Materialbahn 10 kann auch nur
mit einem der Schneidorgane 20, 21 oder ausgehend von demselben Bahnrand 12 bzw. 13
mit beiden Schneidorganen 20, 21 eingeschnitten werden. Des weiteren ist es auch möglich,
die Schneidorgane 20, 21 ohne an den Bahnrändern 12, 13 beginnendes Einschneiden in
der Fläche der Materialbahn 10 anzusetzen und somit das Schneiden des Vorlaufstreifens
36 an der gewünschten Breitenposition zu beginnen. Schließlich könnte auch nur eines
der Schneidorgane 20, 21 in der Fläche der Materialbahn 10 angesetzt und mit dem jeweils
anderen Schneidorgan 21, 20 die Materialbahn 10 ausgehend von einem der Bahnränder
12, 13 eingeschnitten werden.
[0029] Ein sich seitlich der Materialbahn 10 im Bereich der Enden der Walzen 18, 19 parallel
zur Bahnlaufrichtung L erstreckender Förderer 17, der in der gezeigten Ausführungsform
als Seilzug ausgebildet ist, wird in Verbindung mit Fig. 1c näher beschrieben.
[0030] Die in Bahnlaufrichtung L versetzt angeordneten Schneidorgane 20, 21 werden nach
dem Erreichen einer bestimmten Länge des Vorlaufstreifens 36 senkrecht zur Bahnlaufrichtung
L aneinander vorbeibewegt, so daß sich die von den Schneidorganen 20, 21 erzeugten
Schnitte überkreuzen und die beiden Schneidorgane 20, 21 so ihre Breitenposition tauschen.
Die Schneidorgane 20, 21 werden also in eine gemeinsame Breitenposition gefahren und
aus dieser gleichen Breitenposition heraus jeweils in Richtung der Bahnränder 12,
13 bewegt. Auf diese Weise werden sich überkreuzende Schnitte 43, 41 und 42, 40 erzeugt.
Dabei bilden die sich an den gemeinsamen Ausgangspunkt A, an dem sich die Schnitte
kreuzen, anschließenden Schnitte 40, 41 einen spitzenförmigen Anfang 32 des zu schneidenden
Überführstreifens 30, dessen zu erzeugender Verlauf in Fig. 1b und Fig. 1c gestrichelt
angedeutet ist. Auf diese Weise wird ein freier Anfang 32 des Überführstreifens 30
erzeugt, wobei der gemeinsame Ausgangspunkt A der Schnitte 40, 41 die Lage der in
Bahnlaufrichtung L vorderen Spitze des Überführstreifens 30 bestimmt.
[0031] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch das Überkreuzen der
sich aus den Abschnitten 43, 41 bzw. 42, 40 zusammensetzenden Schnitten das Ende des
Vorlaufstreifens 36 aus der Materialbahn 10 herausgeschnitten und vollständig von
dem Überführstreifen 30 trennt wird. Die Erfindung sorgt somit für eine automatische
Restbändel-Trennung.
[0032] Der freie Streifenanfang 32 wird gemäß Fig. 1c durch geeignete Mittel dem Förderer
17 zugeführt, der den Streifenanfang 32 erfaßt und in Richtung des Zielbereiches transportiert.
Die beiden Randstreifen 38, 39 der Materialbahn 10 werden dabei weiterhin zwischen
den beiden Walzen 18, 19 hindurchgeführt. Spezielle Maßnahmen zur Handhabung insbesondere
des schmalen Randstreifens 39 sind erfindungsgemäß somit nicht erforderlich.
[0033] Zum gewünschten Zeitpunkt, z.B. wenn der Überführstreifen 30 stabil in Richtung des
Zielbereiches läuft, werden die Schneidorgane 20, 21 voneinander weg und in Richtung
des jeweiligen Bahnrandes 12 bzw. 13 bewegt, um den Überführstreifen 30 breitzufahren
und einen sich über die volle Bahnbreite erstreckenden neuen Bahnanfang zu schaffen.
Sobald die Materialbahn 10 über ihre volle Breite in den Zielbereich geführt wird,
ist der Überführvorgang abgeschlossen. Sobald die Schneidorgane 20, 21 beim Breitfahren
die Bahnränder 12, 13 erreichen, ist die Materialbahn 10 vollständig durchtrennt,
und die Reststreifen oder Randstreifen 38, 39 gelangen automatisch problemlos in den
Maschinenkeller bzw. in den Pulper.
[0034] Die Fig. 2a - 2f zeigen verschiedene Möglichkeiten zum Schneiden des Anfangs 32 des
Überführstreifens 30 in einer jeweils rein schematischen Darstellung. Dabei sind mit
den Bezugszeichen 20', 21', 22' jeweils die Positionen der Schneidorgane 20, 21, 22
bezeichnet, die nach dem Schneiden des Streifenanfangs 32 durchlaufen werden.
[0035] Fig. 2a zeigt die bereits anhand der Fig. 1a - 1c beschriebene Vorgehensweise, bei
der die mittels der Schneidorgane 20, 21 erzeugten Schnitte 42, 40 und 43, 41 durch
Bewegen beider Schneidorgane 20, 21 überkreuzt werden. Die Breite des Vorlaufstreifens
36 entspricht dabei der Breite des Überführstreifens 30. Der Kreuzungspunkt, von dem
die den Streifenanfang 32 bildenden Schnitte 40, 41 ausgehen, ist in Fig. 2a mit einem
A bezeichnet. Durch das Überkreuzen werden die Breitenpositionen der Schneidorgane
20, 21 vertauscht.
[0036] In der Ausführungsform gemäß Fig. 2b wird kein dem zu schneidenden Überführstreifen
30 vorgelagerter Vorlaufstreifen im Sinne der Variante von Fig. 2a geschnitten, sondern
die den Anfang 32 des Überführstreifens 30 bildenden Schnitte 40, 41 gehen am Ausgangspunkt
A von einem einzigen Schnitt 44 aus. Während der Erzeugung des Schnittes 44 befinden
sich die Schneidorgane 20, 21 somit in der gleichen Breitenposition, wobei das in
Bahnlaufrichtung L vordere Schneidorgan 20 in dem von dem anderen Schneidorgan 21
erzeugten Schnitt 44 läuft. In dieser Ausführungsform werden beide Schneidorgane 20,
21 aus dieser gemeinsamen Breitenposition herausbewegt, um einen symmetrisch auf den
Ausgangspunkt A spitz zulaufenden Streifenanfang 32 zu erzeugen.
[0037] Die in Fig. 2c dargestellte Vorgehensweise unterscheidet sich von derjenigen der
Fig. 2b dadurch, daß lediglich das Schneidorgan 21 zum Schneiden des Streifenanfangs
32 aus der gemeinsamen Breitenposition der beiden Schneidorgane 20, 21 herausbewegt
wird. Auf diese Weise entsteht ein asymmetrisch spitz zulaufender Streifenanfang 32.
[0038] Fig. 2d zeigt eine Variante, bei der ein Vorlaufstreifen 36 geschnitten, jedoch im
Unterschied zu der Vorgehensweise von Fig. 2a lediglich das Schneidorgan 20 quer zur
Bahnlaufrichtung L bewegt wird. Das andere Schneidorgan 21 erzeugt somit einen parallel
zur Bahnlaufrichtung L verlaufenden Schnitt 43, 41. Auch bei dieser Variante entsteht
ein asymmetrisch spitz zulaufender Streifenanfang 32. Der Vorlaufstreifen 36 und der
Überführstreifen 30, die am Ausgangspunkt A der Schnitte 40, 41 getrennt werden, verlaufen
somit in Querrichtung gegeneinander versetzt.
[0039] Die Vorgehensweise gemäß Fig. 2e unterscheidet sich von den vorstehend erläuterten
Varianten dadurch, daß die mittels der Schneidorgane 20, 21 erzeugten Schnitte 43,
41 und 42, 40 im Bereich des Streifenanfangs 32 keinen gemeinsamen Punkt aufweisen.
Stattdessen werden die Schnitte derart nahe aneinander vorbeigeführt, daß ein kurzer
schmaler Materialsteg verbleibt, der eine Sollreißstelle 14 bildet. Der Größe des
Materialstegs und insbesondere der minimale Abstand der Schnitte werden in Abhängigkeit
insbesondere von der Beschaffenheit der Materialbahn eingestellt. In dieser Ausführungsform
der Erfindung weisen die Schneidorgane 20, 21 somit keine exakt gleiche Breitenposition
auf, sondern werden zur Ausbildung der Sollreißstelle 14 zunächst in eine näherungsweise
gleiche Breitenposition und anschließend aus dieser Breitenposition wieder herausbewegt.
Die Sollreißstelle 14 ist derart ausgebildet, daß dort die Materialbahn 10 automatisch
von selbst einreißt, so daß auch in dieser Variante der Erfindung ein freier Anfang
32 des Überführstreifens 30 erzeugt und gleichzeitig eine Abtrennung des Vorlaufstreifens
36 erzielt wird.
[0040] In der Variante gemäß Fig. 2f sind drei Schneidorgane 20, 21, 22 vorgesehen, wobei
die in Bahnlaufrichtung L beabstandeten Schneidorgane 20, 21 vor dem Schneiden des
Überführstreifens 30 entsprechend den Ausführungsformen von Fig. 2b und Fig. 2c bereits
die gleiche Breitenposition aufweisen, so daß lediglich ein einziger Schnitt 44 erzeugt
wird. Zum Schneiden eines Vorlaufstreifens 36 ist das dritte Schneidorgan 22 vorgesehen,
mit welchem ein parallel zum Schnitt 44 verlaufender Schnitt 45 erzeugt wird, der
z.B. nahe einem der Bahnränder liegen kann.
[0041] Die beiden Schneidorgane 20, 21 sind Bestandteil einer sogenannten Revolverdüsenanordnung
und jeweils mit einem konstanten Abstand von einer senkrecht zur durch die Materialbahn
10 definierten Ebene verlaufenden Drehachse 24 angeordnet, um welche die Schneidorgane
20, 21 gemeinsam gedreht werden können, wie es in Fig. 2f durch die Pfeile angedeutet
ist. Durch Verdrehen um die Achse 24 können die Schneidorgane 20, 21 aus der gleichen
Breitenposition herausbewegt werden, um den Bahnanfang 32 zu erzeugen, der durch die
von dem gemeinsamen Ausgangspunkt A ausgehenden Schnitte 40, 41 festgelegt ist. In
dem in Fig. 2f dargestellten Ausführungsbeispiel dieser Variante entspricht der Abstand
zwischen der Drehachse 24 und dem Schneidorgan 21 der Breite des Vorlaufstreifens
36, so daß nach Verdrehen der Revolverdüsenanordnung um 90° die von den Schneidorganen
20, 21 erzeugten Schnitte 41 bzw. 45 zusammenfallen.
[0042] Fig. 3 zeigt eine Möglichkeit zum Herauslösen des frei geschnittenen Anfangs 32 des
gestrichelt angedeuteten Überführstreifens 30 aus der von der laufenden Materialbahn
10 definierten Fläche. Hierzu ist ein mit einer Klinge 56 versehener Schaber 55 vorgesehen,
der zur Einstellung des Anpreßdrucks an die Walze 52, die beispielsweise die letzte
Trockenwalze einer Trockenpartie der Papiermaschine sein kann, mittels eines Stellorgans
55a um eine Achse 55b gedreht werden kann. Der Anpreßdruck wird dabei derart niedrig
eingestellt, daß der Lauf der Materialbahn 10 nicht beeinträchtigt und die Materialbahn
10 zwischen der Walze 52 und der Klinge 56 ungestört durchgelassen wird. Der von den
der Klinge 56 in Bahnlaufrichtung L vorgelagerten Schneidorganen 20, 21 herausgeschnittene
Anfang 32 des Überführstreifens 30 wird von der Klinge 56 erfaßt und kann mittels
des Schabers 55 in die gewünschte Richtung gelenkt sowie gegebenenfalls durch weitere
Fördereinrichtungen dem Zielbereich zugeführt werden. Der durch Überkreuzen der von
den Schneidorganen 20, 21 erzeugten Schnitten gebildete und am in Bahnlaufrichtung
L hinteren Ende freie Vorlaufabschnitt 37b wird gemeinsam mit Randabschnitten 37a
und 37c der Materialbahn 10 in den Maschinenkeller bzw. in den Pulper geführt.
[0043] Aus Fig. 4 geht ein weiterer Vorteil der Erfindung hervor. Die über eine Walze 51
herangeführte Materialbahn 10 wird mittels der die Schneidorgane 20, 21 umfassenden
Schneidvorrichtung 29 in einem durch eine Trockenwalze 52 gestützten Bereich geschnitten,
in welchem sich die Materialbahn 10 nicht mehr in Kontakt mit einem durch Walzen 53
geführten Sieb 54 befindet.
[0044] Mit W
0 ist der ideale Bahnlaufweg bezeichnet, entlang welchem sich die Materialbahn 10 im
Normalbetrieb bewegt. Der Verlauf dieser Idealbahn W
0 wird u.a. von einer Umlenkwalze 59 bestimmt. Da erfindungsgemäß der Anfang des Überführstreifens
30 aus der Materialbahn 10 herausgeschnitten wird, ist der Anfang frei und kann unmittelbar
im Anschluß an seine Erzeugung durch geeignete Mittel erfaßt und beispielsweise der
in Fig. 4 dargestellten, zwei Endlosförderer umfassenden Fördereinrichtung 50 zugeführt
und von dieser in den Zielbereich transportiert werden.
[0045] Durch die frühzeitig erfolgende definierte Führung des Anfangs des Überführstreifens
30 gemäß der Erfindung kann der Überführstreifen 30 und somit der neue Bahnanfang
längs eines Bahnlaufweges W
1 bewegt werden, welcher nahe der idealen Bahn W
0 verläuft. Da erfindungsgemäß der Überführstreifen 30 von Anfang an frei ist, braucht
der neue Bahnanfang nicht mittels eines Schabers 55' und eines Ablenkorgans 60 entlang
der wesentlich längeren, in Fig. 4 durch eine strichpunktierte Linie angedeuteten
Bahn W
2 geführt zu werden. Dies war bisher notwendig, um den Streifenanfang z.B. mittels
einer ein Messer 58 aufweisenden Trennvorrichtung 57 freizuschneiden. Das Straffen
oder sogenannte Aufholen des Überführstreifens 30 zum Einnehmen der Idealbahn W
0 kann erfindungsgemäß daher in einer wesentlich kürzeren Zeit erzielt werden, da der
untere Weg W
2 wesentlich länger als der näherungsweise ideale Weg W
1 ist.
[0046] Grundsätzlich kann die Schneidvorrichtung 29 auch an einer anderen Stelle in der
Papiermaschine angeordnet werden, wobei die Materialbahn 10 auch in einem durch ein
Sieb gestützten Bereich oder in einem ungestützten Bereich, z.B. in einem freien Zug,
geschnitten werden kann.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 10
- Materialbahn
- 12, 13
- Bahnränder
- 14
- Sollreißstelle
- 17
- Förderer, Seilzug
- 18, 19
- Walzen
- 20, 21, 22
- Schneidorgane
- 20', 21', 22'
- Positionen
- 24
- Drehachse
- 29
- Schneidvorrichtung
- 30
- Überführstreifen
- 32
- Anfang des Überführstreifens
- 36
- Vorlaufstreifen
- 37b
- Vorlaufabschnitt
- 37a, c
- Randabschnitte
- 38, 39
- Randstreifen
- 40, 41
- Schnitte für Überführstreifen
- 42, 43
- Schnitte für Vorlaufstreifen
- 44, 45
- Schnitte
- 50
- Fördereinrichtung
- 51
- Walze
- 52, 52'
- Trockenwalze
- 53
- Walzen
- 54
- Sieb
- 55, 55'
- Schaber
- 55a
- Stellorgan
- 56
- Klinge
- 57
- Trennvorrichtung
- 58
- Messer
- 59
- Umlenkwalze
- 60
- Ablenkorgan
- A
- Ausgangspunkt
- L
- Bahnlaufrichtung
- W0
- idealer Bahnlaufweg
- W1
- näherungsweise idealer Bahnlaufweg
- W2
- längerer Bahnlaufweg
1. Verfahren zum Überführen einer laufenden Materialbahn (10), insbesondere einer Papierbahn,
in einen Zielbereich, insbesondere auf eine Zielwalze (19), bei dem mittels wenigstens
zwei in einer zur Materialbahn (10) etwa parallelen Ebene relativ zur Materialbahn
(10) bewegbaren Schneidorganen (20, 21, 22) in der laufenden Materialbahn (10) ein
etwa parallel zur Laufrichtung (L) der Materialbahn (10) verlaufender Überführstreifen
(30) mit einem freien Anfang geschnitten wird, wobei die Materialbahn (10) zwischen
den Schneidorganen (20,21) und dem Zielbereich (19), dem Maschinenkeller bzw. Pulper
einer Papiermaschine zugeführt wird und wobei der freie Anfang (32) des Überführstreifens
(30) unmittelbar nach seinem Erzeugen von geeigneten Mitteln erfasst und in den Zielbereich
(19) transportiert wird wohingegen der oder die durch das Schneiden des Überführstreifens
(30) gebildeten Reststreifen (38, 39) der Materialbahn (10) weiterhin in den Maschinenkeller
bzw. Pulper hinein bewegt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eines der Schneidorgane (20, 21) aus einer zumindest näherungsweise gleichen,
wenigstens einander angenäherte Schnitte (40, 41, 42, 43) bewirkenden Breitenposition
der Schneidorgane (20, 21) heraus zur Erzeugung eines spitzenförmigen Anfanges (32)
des Überführstreifens (30) in Richtung eines der Bahnränder (12, 13) bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zu einem Zeitpunkt, zu dem der Überführstreifen stabil in Richtung des Zielbereichs
läuft, die Schneidorgane (20, 21) voneinander weg und in Richtung des jeweiligen Bahnrandes
(12, 13) bewegt werden, um den Überführstreifen (30) zur Schaffung eines sich über
die volle Bahnbreite erstreckenden neuen Bahnanfangs breitzufahren und um die sich
in den Maschinenkeller bzw. Pulper hinein bewegenden Reststreifen (38, 39) von dem
neuen Bahnanfang zu trennen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß von den Schneidorganen (20, 21) erzeugte Schnitte (40, 41, 42, 43) am Streifenanfang
(32), insbesondere an einer Streifenspitze, einen gemeinsamen Ausgangspunkt (A) aufweisen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich von den Schneidorganen (20, 21) erzeugte Schnitte (40, 41, 42, 43) überkreuzen.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß von den Schneidorganen (20, 21) erzeugte, den Streifenanfang (32) festlegende Schnitte
(40, 41) von einem einzigen, bevorzugt etwa parallel zur Bahnlaufrichtung (L) verlaufenden
Schnitt (44) ausgehen.
6. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Bahnlaufrichtung (L) beabstandeten Schneidorgane (20, 21) zum Schneiden des
Streifenanfangs (32) um eine vorzugsweise etwa senkrecht zur Materialbahn (10) verlaufende
Achse (24) bevorzugt um etwa 90° gedreht werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß von den Schneidorganen (20, 21) erzeugte Schnitte (40, 41, 42, 43) am Streifenanfang
(32), insbesondere an der Streifenspitze, derart nahe aneinander vorbeigeführt werden,
daß eine Sollreißstelle (14) entsteht.
8. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Überführstreifen (30) etwa in der Mitte der Materialbahn (10) geschnitten wird.
9. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Überführstreifen (30) mit einer gegenüber der Breite der Materialbahn (10) kleinen
Breite geschnitten wird, die bevorzugt zumindest näherungsweise konstant ist.
10. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidorgane (20, 21) nach dem Schneiden von den Überführstreifen (30) festlegenden
Schnitten (40, 41) in Richtung unterschiedlicher Bahnränder (12, 13) bewegt werden.
11. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schneidorgan oder die Schneidorgane (20, 21) im wesentlichen senkrecht zur Bahnlaufrichtung
(L) bewegt wird bzw. werden.
12. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Überführstreifen (30) nach dem Schneiden eines Vorlaufabschnitts (36; 37b) geschnitten
wird, der bevorzugt als parallel zur Bahnlaufrichtung (L) und vorzugsweise nahe einem
der Bahnränder (12, 13) verlaufender Streifen (36) ausgebildet ist.
13. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn (10), insbesondere zwei Randabschnitte (37a, 37c) oder ein bevorzugt
streifenförmiger Vorlaufabschnitt (36; 37b) und zwei bevorzugt streifenförmige Randabschnitte
(38, 39; 37a, 37c) gemeinsam, entlang einer am Zielbereich vorbeiführenden Bahn, insbesondere
in den Maschinenkeller oder in den Pulper einer Papiermaschine hinein, bewegt werden.
14. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest im wesentlichen unmittelbar nach Beginn des Schneidens des Überführstreifens
(30) der Streifenanfang (32) dem Zielbereich und/oder einer Fördereinrichtung (50)
zugeführt wird.
15. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Überführstreifen (30) zumindest näherungsweise entlang einem idealen Bahnlaufweg
(W0) zwischen den Schneidorganen (20, 21, 22) und dem Zielbereich bewegt wird.
16. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn (10) in einem gestützten Bereich geschnitten wird, wobei insbesondere
die Abstützung durch eine Walze (52; 52') und/oder durch ein Sieb erfolgt.
17. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn (10) in einem ungestützten Bereich, insbesondere in einem freien
Zug bevorzugt unmittelbar vor einer Walze geschnitten wird.
18. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Schneidorgan (20, 21, 22) jeweils eine Düse zum Ausstoßen eines Flüssigkeitsstrahls,
insbesondere eines Wasserstrahls, verwendet wird, wobei der Flüssigkeitsstrahl in
einer schräg zu einer Normalen der Materialbahn (10) verlaufenden Richtung ausgestoßen
wird.
19. Vorrichtung zum Überführen einer laufenden Materialbahn (10), insbesondere einer Papierbahn,
in einen Zielbereich, insbesondere auf eine Zielwalze (19), mit wenigstens zwei in
einer zur Materialbahn (10) etwa parallelen Ebene relativ zur Materialbahn (10) bewegbaren
Schneidorganen (20, 21, 22) zum Schneiden eines etwa parallel zur Laufrichtung (L)
der Materialbahn (10) verlaufenden Überführstreifen (30) mit einem freien Anfang,
wobei die Materialbahn (10) zwischen den Schneidorganen (20,21) und dem Zielbereich
(19), dem Maschinenkeller bzw. Pulper einer Papiermaschine zuführbar ist und wobei
geeignete Mitteln vorgesehen sind, mittels welcher der freie Anfang (32) des Überführstreifens
(30) unmittelbar nach seinem Erzeugen erfassbar und in den Zielbereich (19) transportierbar
ist, wohingegen der oder die durch das Schneiden des Überführstreifens (30) gebildeten
Reststreifen (38, 39) der Materialbahn (10) weiterhin in den Maschinenkeller bzw.
Pulper hinein bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eines der Schneidorgane (20, 21)aus einer zumindest näherungsweise gleichen,
wenigstens einander angenäherte Schnitte (40, 41, 42, 43) bewirkenden Breitenposition
der Schneidorgane (20, 21) heraus zur Erzeugung eines spitzenförmigen Anfangs (32)
des Überführstreifens (30) in Richtung eines der Bahnränder (12, 13) bewegbar ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidorgane (20, 21, 22) unabhängig voneinander bewegbar und/oder betreibbar
sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidorgane (20, 21, 22) bezüglich der Bahnlaufrichtung (L) mit etwa konstantem
Abstand voneinander und bevorzugt entlang einer gemeinsamen, etwa senkrecht zur Bahnlaufrichtung
(L) verlaufenden Achse bewegbar sind.
22. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 19 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidorgane (20, 21, 22) an einem gemeinsamen, sich bevorzugt senkrecht zur
Bahnlaufrichtung (L) über die Materialbahn (10) hinweg erstreckenden Träger angeordnet
sind.
23. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 19 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidorgane (20, 21) um eine vorzugsweise etwa senkrecht zur Materialbahn (10)
verlaufende Achse (24) drehbar sind.
24. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 19 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidorgane (20, 21, 22) jeweils zumindest eine Düse zum Ausstoßen eines Flüssigkeitsstrahls,
insbesondere eines Wasserstrahls, ein rotierendes, bevorzugt gezahntes Kreismesser,
ein feststehendes Messer, eine Nadel oder einen Laser umfassen.
25. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 19 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie Bestandteil einer Trockenpartie, einer Naßpartie, eines Streichaggregats oder
einer Schlußgruppe einer Papiermaschine ist.
1. Method for transferring a travelling material web (10), in particular a paper web,
into a target region, in particular onto a target roll (19), in which a transfer strip
(30) is cut into the travelling material web (10), the transfer strip (30) having
a free beginning and extending approximately parallel to the travel direction (L)
of the material web (10), by means of at least two cutting mechanisms (20, 21, 22)
which are movable relative to the material web (10) in a plane approximately parallel
to the material web (10), wherein the material web (10) is fed, between the cutting
mechanisms (20, 21) and the target region (19), to the machine basement or, alternatively
the pulper of a paper machine and wherein the free beginning (32) of the transfer
strip (30) is captured by suitable means immediately after its production and transported
into the target region (19) while the residual strip or strips (38, 39) of the material
web (10) produced by the cutting of the transfer strip (30) continue to be moved inside
the machine basement or, alternatively pulper, characterized in that, so as to create a pointed leading edge (32) of the transfer strip (30) in the direction
of one of the web edges (12, 13), at least one of the cutting mechanisms (20, 21)
is moved in the direction of one of the web edges (12, 13) from an at least approximately
identical width position of the cutting mechanisms (20, 21), which produces cuts (40,
41, 42, 43) extending at least in close proximity to one another.
2. Method according to Claim 1, characterized in that at a point in time when the transfer strip is travelling in a stable manner in the
direction of the target region, the cutting mechanisms (20, 21) are moved away from
one another and toward the respective web edge (12, 13) so as to widen the transfer
strip (30) to produce a new web beginning that extends across the entire web width
and to separate the remaining strips (38, 39) moving into the machine basement or,
alternatively pulper from the new web beginning.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that cuts (40, 41, 42, 43) produced by the cutting mechanisms (20, 21) have a common starting
point (A) at the beginning of the strip (32), in particular at a strip tip.
4. Method according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that cuts (40, 41, 42, 43) produced by the cutting mechanisms (20, 21) cross each other.
5. Method according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that cuts (40, 41) produced by the cutting mechanisms (20, 21), which define the beginning
of the strip (32), start from a single cut (44) extending preferably approximately
parallel to the web travel direction (L).
6. Method according to at least one of Claims 1 to 5, characterized in that, for cutting the beginning of the strip (32), the cutting mechanisms (20, 21), which
are spaced apart in the web travel direction (L), are rotated about an axis (24) preferably
approximately perpendicular to the material web (10), preferably by approximately
90°.
7. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that cuts (40, 41, 42, 43) produced by the cutting mechanisms (20, 21) are guided in close
proximity to one another at the beginning of the strip (32), in particular at a strip
tip, thereby forming an intended tear point (14).
8. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the transfer strip (30) is cut approximately at the centre of the material web (10).
9. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the transfer strip (30) is cut to a width which is small relative to the width of
the material web (10), which is preferably at least approximately constant.
10. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the cutting mechanisms (20, 21) are moved away from each other toward the web edges
(12, 13) subsequent to carrying out the cuts (40, 41) determining the transfer strip
(30).
11. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the cutting mechanism or the cutting mechanisms (20, 21) is or are, as the case may
be, moved essentially perpendicular to the web travel direction (L).
12. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the transfer strip (30) is cut subsequent to the cutting of a leading section (36;
37b), which is preferably configured as a strip 36 running parallel to the web travel
direction (L) and preferably in close proximity to one of the web edges (12, 13).
13. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the material web (10), in particular two edge sections (37a, 37c) or a preferably
strip shaped leading section (36; 37b) and two preferably strip shaped edge sections
(38, 39; 37a, 37c) are moved together, on a path alongside the target region, in particular
into the machine basement or into the pulper of a paper machine.
14. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least essentially immediately after beginning the cutting of the transfer strip
(30), the beginning of the strip (32) is fed to the target region and/or a conveying
device (50).
15. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the transfer strip (30) is moved at least approximately along an ideal web travel
path (Wo) between the cutting mechanisms (20, 21, 22) and the target region.
16. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the material web (10) is cut in a supported region, wherein in particular the support
is provided by a roll (52; 52') and/or by a wire.
17. Method according to at least one of Claims 1 to 15, characterized in that the material web (10) is cut in an unsupported region, in particular in a free draw
located preferably immediately before a roll.
18. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that a nozzle for discharging a liquid jet, in particular a water jet, is respectively
used as cutting mechanism (20, 21, 22), with the liquid jet being discharged obliquely
to a direction normal to the travelling material web (10).
19. Device for transferring a travelling material web (10), in particular a paper web,
into a target region, in particular onto a target roll (19), comprising at least two
cutting mechanisms (20, 21, 22) which are movable relative to the material web (10)
in a plane approximately parallel to the material web (10) for cutting a transfer
strip (30) having a free beginning and extending approximately parallel to the travel
direction (L) of the material web (10), wherein the material web (10) is fed, between
the cutting mechanisms (20, 21) and the target region (19), to the machine basement
or, alternatively the pulper of a paper machine and wherein suitable means are provided
by means of which the free beginning (32) of the transfer strip (30) can be captured
immediately after its production and transported into the target region (19), while
the remaining strip or strips (38, 39) of the material web (10) produced by the cutting
of the transfer strip (30) continue to be movable inside the machine basement or,
alternatively pulper, characterized in that, so as to create a pointed leading edge (32) of the transfer strip (30) in the direction
of one of the web edges (12, 13), at least one of the cutting mechanisms (20, 21)
can be moved in the direction of one of the web edges (12, 13) from an at least approximately
identical width position of the cutting mechanisms (20, 21), which produces cuts (40,
41, 42, 43) extending at least in close proximity to one another.
20. Device according to Claim 19, characterized in that the cutting mechanisms (20, 21, 22) are able to move and/or be operated independently
of one another.
21. Device according to Claim 19 or 20, characterized in that the cutting mechanisms (20, 21, 22) are arranged with an approximately constant spacing
between each other relative to the web travel direction (L) and are movable preferably
along a common axis which is approximately perpendicular to the web travel direction
(L).
22. Device according to at least one of Claims 19 to 21, characterized in that the cutting mechanisms (20, 21, 22) are arranged on a common carrier which extends
across the material web (10) preferably perpendicular to the web travel direction
(L).
23. Device according to at least one of Claims 19 to 22, characterized in that the cutting mechanisms (20, 21) are rotatable about an axis (24) that extends preferably
approximately perpendicular to the material web (10).
24. Device according to at least one of Claims 19 to 23, characterized in that the cutting mechanisms (20, 21, 22) respectively comprise at least one nozzle for
discharging a liquid jet, in particular a water jet, a rotating, preferably toothed
circular cutting blade, a fixed cutting blade, a needle or a laser.
25. Device according to at least one of Claims 19 to 24, characterized in that it is a component of a drying section, a wet section, a coating unit or a terminal
group of a paper machine.
1. Procédé pour transférer une bande de matériau en mouvement (10), notamment une bande
de papier, dans une région cible, notamment sur un rouleau cible (19), dans lequel,
au moyen d'au moins deux organes de coupe (20, 21, 22) déplaçables par rapport à la
bande de matériau (10) dans un plan approximativement parallèle à la bande de matériau
(10), un ruban de transfert (30) s'étendant approximativement parallèlement à la direction
d'avance (L) de la bande de matériau (10) est découpé dans la bande de matériau (10)
en mouvement avec un bout libre, la bande de matériau (10) étant acheminée entre les
organes de coupe (20, 21) et la région cible (19) au dessous de la machine ou au pulpeur
d'une machine à papier et le bout libre (32) du ruban de transfert (30) étant saisi
juste après sa production par des moyens appropriés et étant transporté dans la région
cible (19) tandis que le ou les rubans restants (38, 39) formés par la découpe du
ruban de transfert (30) dans la bande de matériau (10) sont acheminés ensuite au dessous
de la machine ou au pulpeur,
caractérisé en ce
qu'au moins l'un des organes de coupe (20, 21) est déplacé hors d'une position large
des organes de coupe (20, 21) provoquant des coupes (40, 41, 42, 43) au moins approximativement
égales, au moins rapprochées, pour produire un bout en forme de pointe (32) du ruban
de transfert (30) dans la direction de l'un des bords de bande (12, 13).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les organes de coupe (20, 21) sont écartés l'un de l'autre et déplacés dans la direction
du bord de bande respectif (12, 13) à un instant auquel le ruban de transfert passe
de manière stable dans la direction de la région cible, afin d'élargir le ruban de
transfert (30) pour produire un nouveau début de bande s'étendant sur toute la largeur
de la bande et de séparer du nouveau début de bande les rubans restants (38, 39) se
déplaçant vers le dessous de la machine ou vers le pulpeur.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les coupes (40, 41, 42, 43) produites par les organes de coupe (20, 21) sur le bout
de ruban (32), notamment au niveau d'une pointe du ruban, présentent un point de départ
commun (A).
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que
les coupes (40, 41, 42, 43) produites par les organes de coupe (20, 21) se croisent.
5. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que
les coupes (40, 41) produites par les organes de coupe (20, 21), déterminant le bout
du ruban (32), partent d'une coupe unique (44) s'étendant de préférence approximativement
parallèlement à la direction d'avance de la bande (L).
6. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
les organes de coupe (20, 21) espacés dans la direction d'avance de la bande (L) sont
tournés de préférence d'environ 90° autour d'un axe (24) s'étendant de préférence
approximativement perpendiculairement à la bande de matériau (10) pour découper le
bout de ruban (32).
7. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les coupes (40, 41, 42, 43) produites par les organes de coupe (20, 21) sur le bout
de ruban (32), notamment au niveau de la pointe du ruban, sont rapprochées si près
les unes de l'autres qu'il se forme une zone de déchirure (14).
8. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le ruban de transfert (30) est découpé approximativement au milieu de la bande de
matériau (10).
9. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le ruban de transfert (30) est découpé avec une largeur plus petite par rapport à
la largeur de la bande de matériau (10), la première étant de préférence au moins
approximativement constante.
10. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les organes de coupe (20, 21) sont déplacés après la découpe des coupes (40, 41) définissant
les rubans de transfert (30) dans la direction de différents bords de bande (12, 13).
11. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'organe de coupe ou les organes de coupe (20, 21) est ou sont déplacé(s) essentiellement
perpendiculairement à la direction d'avance de la bande (L).
12. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le ruban de transfert (30) est découpé après la découpe d'une portion initiale (36
; 37b) qui est réalisée de préférence sous forme de ruban (36) s'étendant parallèlement
à la direction d'avance de la bande (L) et de préférence à proximité de l'un des bords
de bande (12, 13).
13. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la bande de matériau (10), en particulier deux portions de bord (37a, 37c) ou une
portion initiale (36, 37b) de préférence en forme de ruban et deux portions de bord
de préférence en forme de ruban (38, 39 ; 37a, 37c) sont déplacées ensemble, le long
d'une bande passant devant la région cible, notamment vers le dessous de la machine
ou vers le pulpeur d'une machine à papier.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
au moins essentiellement immédiatement après le début de la découpe du ruban de transfert
(30), le bout du ruban (32) est acheminé à la région cible et/ou à un dispositif de
transport (50).
15. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le ruban de transfert (30) est déplacé au moins approximativement le long d'une trajectoire
de bande idéale (W0) entre les organes de coupe (20, 21, 22) et la région cible.
16. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la bande de matériau (10) est découpée dans une région supportée, le support s'effectuant
notamment par un rouleau (52 ; 52') et/ou par une toile.
17. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 15,
caractérisé en ce que
la bande de matériau (10) est découpée dans une région non supportée, notamment dans
une section de traction libre, de préférence juste avant un rouleau.
18. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on utilise comme organe de coupe (20, 21, 22) à chaque fois une buse d'éjection
d'un jet de liquide, notamment d'un jet d'eau, le jet de liquide étant éjecté dans
une direction s'étendant obliquement par rapport à la normale de la bande de matériau
(10).
19. Dispositif pour transférer une bande de matériau en mouvement (10), notamment une
bande de papier, dans une région cible, notamment sur un rouleau cible (19), comprenant
au moins deux organes de coupe (20, 21, 22) déplaçables par rapport à la bande de
matériau (10) dans un plan approximativement parallèle à la bande de matériau (10),
pour découper un ruban de transfert (30) s'étendant approximativement parallèlement
à la direction d'avance (L) de la bande de matériau (10) avec un bout libre, la bande
de matériau (10) pouvant être acheminée entre les organes de coupe (20, 21) et la
région cible (19), au dessous de la machine ou au pulpeur d'une machine à papier et
des moyens appropriés étant prévus au moyen desquels le bout libre (32) du ruban de
transfert (30) peut être saisi juste après sa production et transporté dans la région
cible (19), tandis que le ou les rubans restants (38, 39) formés par la découpe du
ruban de transfert (30) dans la bande de matériau (10) peuvent être acheminés ensuite
au dessous de la machine ou au pulpeur,
caractérisé en ce que
au moins l'un des organes de coupe (20, 21) peut être déplacé hors d'une position
large des organes de coupe (20, 21) provoquant des coupes (40, 41, 42, 43) au moins
approximativement égales, au moins rapprochées, pour produire un bout en forme de
pointe (32) du ruban de transfert (30) dans la direction de l'un des bords de bande
(12, 13).
20. Dispositif selon la revendication 19,
caractérisé en ce que
les organes de coupe (20, 21, 22) peuvent être déplacés et/ou actionnés indépendamment
les uns des autres.
21. Dispositif selon la revendication 19 ou 20,
caractérisé en ce que
les organes de coupe (20, 21, 22) peuvent être déplacés par rapport à la direction
d'avance de la bande (L) avec un écartement approximativement constant les uns des
autres et de préférence le long d'un axe commun s'étendant approximativement perpendiculairement
à la direction d'avance de la bande (L).
22. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 19 à 21,
caractérisé en ce que
les organes de coupe (20, 21, 22) sont disposés sur un support commun s'étendant de
préférence perpendiculairement à la direction d'avance de la bande (L) sur la bande
de matériau (10).
23. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 19 à 22,
caractérisé en ce que
les organes de coupe (20, 21) peuvent tourner autour d'un axe (24) s'étendant de préférence
approximativement perpendiculairement à la bande de matériau (10).
24. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 19 à 23,
caractérisé en ce que
les organes de coupe (20, 21, 22) comprennent chacun au moins une buse pour éjecter
un jet de liquide, notamment un jet d'eau, un couteau circulaire rotatif, de préférence
à dents, un couteau fixe, une aiguille ou un laser.
25. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 19 à 24,
caractérisé en ce
qu'il fait partie d'une section de séchage, d'une section humide, d'une unité d'enduction
ou d'un groupe de finition d'une machine à papier.