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EP 1 026 313 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.2005 Patentblatt 2005/15 |
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Anmeldetag: 25.11.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: D21F 1/00 |
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Band für Maschinen zur Herstellung von Materialbahnen
Band for making a web material
Bande pour la fabrication d' un materiau en bande
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FI SE |
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Priorität: |
13.01.1999 DE 19900989
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.08.2000 Patentblatt 2000/32 |
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Patentinhaber: Voith Paper Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Halmschlager, Günter, Dr.
3500 Krems (AT)
- Holzer, Walter, Dr.
3202 Hofstetten (AT)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 006 316 DE-A- 2 922 025 US-A- 3 523 867
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WO-A-97/14846 US-A- 3 067 779 US-A- 5 731 059
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Band für Maschinen zur Herstellung von Materialbahnen,
insbesondere Papierbahnen.
[0002] Es ist bekannt, in Papiermaschinen zum Stützen der Papierbahn Siebe aus Metallfäden
oder Kunststofffäden zu verwenden. Aufgrund ihrer Durchlässigkeit können derartige
Siebe nicht als Dichtbänder eingesetzt werden, die in Trockenbereichen von Papiermaschinen
dazu dienen, einen an eine beheizte Fläche, z.B. die Oberfläche eines Trockenzylinders,
angrenzenden Trockenraum abzudichten. Für solche Zwecke werden Bänder aus Vollmetall
verwendet, deren Handhabung schwierig ist und die insbesondere aufgrund ihres hohen
Gewichts und ihrer geringen Flexibilität die Bandgeschwindigkeit und somit die Arbeitsgeschwindigkeit
der Papiermaschine nach oben begrenzen. Ein weiterer Nachteil von Vollmetallbändern
besteht darin, daß ihre Breite aus Handhabungsgründen begrenzt ist und maximal etwa
2 m beträgt.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist des weiteren die EP 0 006 316 A1 bekannt, die ein Band
offenbart, bei dem die Zwischenräume zwischen den ein Gewebe bildenden Festigkeitsträgern
mit einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit gefüllt sind.
[0004] Die US 3,067,779 offenbart ein Pressfilz dessen Gewebestruktur teilweise aus elektrisch
leitenden Fäden hergestellt ist.
[0005] Die US 3,523,867 lehrt ein Fourdriniersieb mit einer Gewebestruktur aus metallischen
Fäden, bei dem zur Randverstärkung die metallischen Fäden im Randbereich der Gewebestruktur
in ein Polymer Material eingebettet sind.
[0006] Es ist das der Erfindung zugrundeliegende Problem (Aufgabe), ein Band der eingangs
genannten Art sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung zu schaffen, das einfach zu
handhaben ist und insbesondere als Dichtband eingesetzt werden kann und bei dem der
Wärmeübergang vom Band zu den mit dem Band in Kontakt befindlichen Flächen und der
Wärmedurchgang durch das Band verbessert wird.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1 und insbesondere
dadurch, daß das Band aus einem Verbundmaterial hergestellt ist, welches ein aus bevorzugt
langgestreckten Festigkeitsträgern angefertigtes Flächengebilde umfaßt, in welchem
Zwischenräume zwischen den Festigkeitsträgern zumindest teilweise mit einem Füllmaterial
gefüllt sind, wobei die Festigkeitsträger aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit
sind die die Oberfläche des Bandes bildenden Abschnitte der Festigkeitsträger freigelegt
sind.
[0008] Aufgrund des Verbindens von Festigkeitsträgern und Füllmaterial kann - im Vergleich
zu Vollmetallbändern - das Gewicht des erfindungsgemäßen Bandes reduziert werden,
ohne die Stabilität und die Festigkeit des Bandes zu beeinträchtigen. Des weiteren
ist das Band durch das erfindungsgemäße Verbundmaterial wesentlich flexibler. Das
erfindungsgemäße Band kann prinzipiell in einer beliebigen Breite hergestellt werden,
die auch mehr als 2 m betragen kann. Ein weiterer Vorteil ist, daß die Herstellungskosten
niedriger liegen als bei Bändern aus Vollmetall. Die Erfindung ermöglicht es außerdem,
durch Verändern des Anteils der Festigkeitsträger an der Gesamtoberfläche die Oberflächenbeschaffenheit
und insbesondere die Wärmeleitfähigkeit des Bandes und somit dessen Wärmedurchgangsverhalten
gezielt einzustellen. Insgesamt wird durch die Erfindung somit ein einfach handhabbares,
kostengünstiges und vielseitig einsetzbares Band geschaffen.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Verbundmaterial zumindest
im wesentlichen fluidundurchlässig.
[0010] Hierdurch kann das erfindungsgemäße Band als Dichtband in Trockenbereichen z.B. von
Papiermaschinen eingesetzt werden. Das die Zwischenräume im Flächengebilde ausfüllende
Material verhindert, daß Feuchtigkeit aus der zu trocknenden Material- bzw. Papierbahn,
die durch einen Trockenraum, der von der beheizten Fläche z.B. eines Trockenzylinders
und dem erfindungsgemäßen Band begrenzt wird, hindurchgeführt wird, unkontrolliert
in die Umgebung entweichen kann.
[0011] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind in den Randbereichen
wulstartige Verdickungen vorgesehen, die bevorzugt von den Festigkeitsträgern des
Flächengebildes gebildet sind.
[0012] Hierbei ist das erfindungsgemäße Band mit integrierten Dichtwülsten versehen, die
bei der Herstellung des Flächengebildes mit ausgebildet werden können. Die Dichtwülste,
die aus Metall oder Kunststoff bestehen können, dichten zusammen mit der beheizten
Fläche und dem zwischen den Dichtwülsten liegenden Bereich des Bandes den vorstehend
erwähnten Trokkenraum für die zu trocknende Materialbahn gegenüber der Umgebung ab.
Separate Dichtungen sind erfindungsgemäß somit nicht erforderlich.
[0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist auf wenigstens
einer Seite von den Festigkeitsträgern eine zumindest im wesentlichen geschlossene
Oberfläche gebildet.
[0014] Durch die geschlossene Oberfläche wird ein großflächiger Kontakt des für die Festigkeitsträger
verwendeten Materials mit z.B. der beheizten Fläche einer Trockeneinrichtung, beispielsweise
eines Trockenzylinders, oder mit einem Kühlfluid ermöglicht. Bei Verwendung eines
Materials hoher Wärmeleitfähigkeit, insbesondere von Metall, für die Festigkeitsträger
wird die Wärmeleitfähigkeit des Bandes und somit der Durchgang von Wärme durch das
Band maximiert. Es ist auch möglich, das Band auf beiden Seiten jeweils mit einer
von den Festigkeitsträgern gebildeten, zumindest im wesentlichen geschlossenen Oberfläche
zu versehen. Auf diese Weise kann bei Verwendung von Metall für die Festigkeitsträger
ein Wärmedurchgangsverhalten des erfindungsgemäßen Bandes erzielt werden, welches
zumindest näherungsweise demjenigen eines Vollmetallbandes entspricht.
[0015] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Festigkeitsträger
miteinander verwoben.
[0016] Das hierbei von einem Gewebe gebildete Flächengebilde kann vergleichsweise einfach
hergestellt und gezielt sowie reproduzierbar mit den jeweils gewünschten Eigenschaften
versehen werden. Insbesondere kann durch Auswählen eines bestimmten Webverfahrens
der Anteil der Festigkeitsträger an der Gesamtoberfläche des Bandes und somit dessen
Wärmedurchgangsverhalten gezielt beeinflußt werden.
[0017] Die Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe erfolgt des weiteren durch
die Merkmale des unabhängigen Verfahrensanspruchs 13.
[0018] In einer bevorzugten Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Flächengebilde
in flüssiges Füllmaterial getaucht.
[0019] Das Flächengebilde wird hierbei gewissermaßen mit dem Füllmaterial getränkt, wodurch
die Zwischenräume auf besonders einfache und schnelle Weise gefüllt werden und die
Fluiddichtigkeit des von den Festigkeitsträgern und dem im endgültigen Zustand ausgehärteten
Füllmaterial gebildeten Verbundmaterials hergestellt werden kann.
[0020] Nach dem Eintauchen in das Füllmaterial kann überschüssiges Material, das die Oberflächen
des Flächengebildes bedeckt, abgestrichen werden, um die die jeweilige Oberfläche
bildenden Festigkeitsträger freizulegen. Das Flächengebilde kann dabei derart behandelt
werden, daß die Festigkeitsträger und das zwischen den Festigkeitsträgern befindliche
Füllmaterial zumindest näherungsweise glatte Oberflächen bilden.
[0021] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der
Beschreibung sowie der Zeichnung angegeben.
[0022] Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben,
deren einzige Figur in einer geschnittenen Seitenansicht teilweise ein Band gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt.
[0023] Das in der Figur dargestellte erfindungsgemäße Band 10 umfaßt ein flächiges Metallgewebe
aus miteinander verwobenen Metallfäden 12, 14, 16 als Festigkeitsträger, die bevorzugt
aus rostfreiem Stahl oder Bronze hergestellt sind. Grundsätzlich können erfindungsgemäß
auch aus verschiedenen Metallen bestehende Fäden zu einem Band verarbeitet werden.
[0024] Die Querschnittsform der Festigkeitsträger kann grundsätzlich beliebig gewählt werden,
wobei der Querschnitt über die Länge der Festigkeitsträger sowohl konstant sein als
auch variieren kann. Die Festigkeitsträger weisen z.B. einen etwa kreisförmigen Querschnitt
auf, können aber auch beispielsweise streifen- oder bandförmig ausgebildet sein und
z.B. einen Querschnitt in Form eines flachen Rechtecks mit abgerundeten Ecken aufweisen.
Auch gemischte Querschnittsformen der Festigkeitsträger innerhalb eines Bandes 10
sind erfindungsgemäß möglich.
[0025] In der gezeigten Ausführungsform verlaufen Fäden 16 jeweils paarweise durch von senkrecht
dazu verlaufenden Fäden 12, 14 gebildete Fächer. Prinzipiell kann erfindungsgemäß
ein beliebiges Webverfahren verwendet werden, um aus den Metallfäden bzw. schmalen
Streifen oder Bändern 12, 14, 16 ein bahnförmiges Flächengebilde mit der gewünschten
Breite herzustellen.
[0026] In den Zwischenräumen zwischen den einzelnen Fäden 12, 14, 16 befindet sich als Füllmaterial
ein Kunststoffmaterial 18, wobei die Fäden 12, 14, 16 als Träger für den Kunststoff
18 dienen. In der dargestellten Schnittebene werden die Oberflächen des Bandes 10
von den in der Figur horizontal verlaufenden Fäden 12, 14 gebildet. In jedem der durch
die Fäden 12, 14 festgelegten Fächer können die paarweise verlaufenden Fäden 16 derart
in den Kunststoff 18 eingebettet sein, daß eine innige Verbindung zwischen den Fäden
16 und dem Kunststoffmaterial 18 besteht, welche die Fluidundurchlässigkeit des Bandes
10 sicherstellt. Jedoch kann das erfindungsgernäße Band 10 auch derart hergestellt
werden, daß auch ohne eine innige Verbindung zwischen Festigkeitsträgern und Kunststoffmaterial
die Fluiddichtigkeit gewährleistet ist, und zwar durch einen bei flächigen Bändern
durch Druckeinwirkung auftretenden Selbstdichteffekt.
[0027] Grundsätzlich ist erfindungsgemäß die Art und Weise, in der aus Festigkeitsträgem,
insbesondere Metallfäden, ein Zwischenräume aufweisendes Flächengebilde hergestellt
wird, beliebig und insbesondere in Abhängigkeit von den gewünschten Eigenschaften
des Flächengebildes wählbar. Bevorzugt wird jedoch durch ein Webverfahren aus Metallfäden
ein flächiges Metallgewebe angefertigt, dessen Webart entsprechend den jeweiligen
Anforderungen gewählt wird.
[0028] Dabei können die Metallfäden derart verarbeitet bzw. miteinander verwoben werden,
daß das Flächengebilde im wesentlichen geschlossene metallische Oberflächen aufweist,
zwischen denen das Füllmaterial, insbesondere Kunststoff, angeordnet ist. Der Anteil
des Füllmaterials bzw. des Kunststoffs an der Gesamtoberfläche des Bandes ist hierbei
also sehr klein bzw. vernachlässigbar gering.
[0029] Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Bandes 10 werden zunächst die Metallfäden 12,
14, 16 gemäß dem jeweiligen Webverfahren miteinander verwoben, um das gewissermaßen
als Skelett des Bandes 10 dienende metallische Flächengebilde herzustellen. Dieses
Metallgewebe wird anschließend in ein Bad aus flüssigem Kunststoff getaucht, um die
Zwischenräume in dem Gewebe zu füllen.
[0030] Nach der Entnahme aus dem Tauchbad wird Kunststoffmaterial, das die Oberflächen des
nunmehr mit Kunststoff gefüllten Metallgewebes bedeckt, entfernt, um metallisch blanke
Oberflächen zu schaffen. Hierzu kann der vorzugsweise noch flüssige Kunststoff beispielsweise
durch Abstreichen beseitigt oder in oberflächennahe Zwischenräume gestrichen werden.
Dabei können die Oberflächen geglättet werden. Auf diese Weise wird dafür gesorgt,
daß der durch das jeweilige Webverfahren bestimmte Anteil der Metallfäden 12, 14,
16 an der Gesamtoberfläche des Bandes 10 im Anschluß an die Kunststoffbehandlung und
das Aushärten des Kunststoffes nach wie vor gegeben ist. In einem weiteren Arbeitsschritt
kann das Band 10 einer abschließenden Behandlung z.B. durch Schleifen der Bandoberflächen
unterzogen werden.
[0031] Wenngleich die vorstehend erläuterte Anwendung eines Kunststoff-Tauchbades die bevorzugte
Vorgehensweise darstellt, bestünde eine alternative Möglichkeit zum Einbringen von
Kunststoff in die Zwischenräume darin, das Metallgewebe mit flüssigem Kunststoff zu
besprühen und - falls gewünscht - anschließend den die Oberflächen bedeckenden Kunststoff
zu entfernen, um die Metallfäden freizulegen.
[0032] Die bevorzugte Anwendung des erfindungsgemäßen Bandes besteht in dem Einsatz als
Dichtband in Trockenbereichen von Papiermaschinen. Hierzu kann das bahnförmige Flächengebilde
derart hergestellt werden, daß in den Randbereichen zumindest in eine Richtung abstehende
wulstartige Verdickungen vorhanden sind, die in der Figur nicht dargestellt sind.
[0033] Diese Dichtwülste können z.B. durch Verweben der Metallfäden hergestellt und somit
bei der Anfertigung des Flächengewebes mit ausgebildet werden. Es ist auch möglich,
die Dichtwülste durch auf der Oberfläche des Flächengewebes aufliegendes Kunststoffmaterial
zu bilden. Die Dichtwülste können auch aus einem weiteren, weder für die Festigkeitsträger
noch für das Füllmaterial verwendeten Material oder einer Materialmischung bzw. einem
Materialverbund bestehen.
[0034] Das erfindungsgemäße Band wird einer Trockeneinrichtung der Papiermaschine, z.B.
einem eine beheizbare Oberfläche aufweisenden Trockenzylinder, zusammen mit der zu
trocknenden Papierbahn und einem oder mehreren Sieben derart zugeführt, daß das Band,
die beiden Dichtwülste des Bandes und die beheizte Oberfläche des Trockenzylinders
einen sich über einen Teil des Umfangs des Trockenzylinders erstreckenden Trockenraum
begrenzen. In diesem Trockenraum befinden sich die zu trocknende Papierbahn sowie
die Siebe. Die Papierbahn kann direkt auf dem Trockenzylinder aufliegen, während die
Siebe zwischen der Papierbahn und dem erfindungsgemäßen Dichtband angeordnet sind.
In Abhängigkeit von den Breiten des Bandes und der Siebe liegen die seitlichen Dichtwülste
des Bandes entweder direkt auf dem Trockenzylinder oder auf einem auf der Zylinderoberfläche
liegenden Sieb auf.
[0035] Wegen der Fluidundurchlässigkeit des erfindungsgemäßen Verbundmaterials kann aus
der Papierbahn verdampfende Feuchtigkeit nicht aus dem durch das Band abgedichteten
Trockenraum entweichen. Die gute Wärmeleitfähigkeit des Bandes gewährleistet einen
raschen Wärmeabtransport, so daß die Feuchtigkeit an dem Sieb kondensiert und von
diesem aus dem Trockenbereich herausgetragen wird.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 10
- Band
- 12, 14
- Metallfäden
- 16
- Metallfäden
- 18
- Kunststoffmaterial
1. Band für Maschinen zur Herstellung von Materialbahnen, insbesondere Papierbahnen,
das aus einem Verbundmaterial hergestellt ist, welches ein aus bevorzugt langgestreckten
Festigkeitsträgern (12, 14, 16) angefertigtes Flächengebilde umfasst, in welchem Zwischenräume
zwischen den Festigkeitsträgern (12, 14, 16) zumindest teilweise mit einem Füllmaterial
(18) gefüllt sind, wobei
die Festigkeitsträger (12, 14, 16) aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit hergestellt
sind dadurch gekennzeichnet, dass die die Oberfläche des Bandes bildenden Abschnitte der Festigkeitsträger (12, 14,
16) freigelegt sind.
2. Band nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit Metall, bevorzugt rostfreier Stahl und/oder
Bronze ist.
3. Band nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Festigkeitsträger in Form von Fäden, insbesondere Metallfäden (12, 14, 16), vorgesehen
sind.
4. Band nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Festigkeitsträger (12, 14, 16) einen zumindest näherungsweise kreisförmigen Querschnitt
aufweisen und/oder in Form von insbesondere schmalen Streifen und/oder Bändern vorgesehen
sind.
5. Band nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einige der Festigkeitsträger jeweils eine über ihre Länge variierende Querschnittsform
aufweisen.
6. Band nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Füllmaterial (18) Kunststoff vorgesehen ist.
7. Band nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbundmaterial zumindest im wesentlichen fluidundurchlässig ist.
8. Band nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in den Randbereichen insbesondere wulstartige Verdickungen vorgesehen sind, die von
den Festigkeitsträgern (12, 14, 16) des Flächengebildes, dem Füllmaterial (18) und/oder
zumindest einem weiteren Material oder wenigstens einer Materialmischung gebildet
sind.
9. Band nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf wenigstens einer Seite von den Festigkeitsträgern (12, 14, 16) eine zumindest
im wesentlichen geschlossene Oberfläche gebildet ist.
10. Band nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf wenigstens einer Seite die Festigkeitsträger (12, 14, 16) und das Füllmaterial
(18) eine zumindest näherungweise glatte Oberfläche bilden.
11. Band nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Flächengebilde als Sieb ausgebildet ist.
12. Band nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Festigkeitsträger (12, 14, 16) miteinander verwoben sind.
13. Verfahren zur Herstellung eines Bandes nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei dem
aus bevorzugt langgestreckten Festigkeitsträgern (12, 14, 16), aus einem Material
höher Wärmeleitfähigkeit, insbesondere Metallfäden, ein Flächengebilde angefertigt
wird und Zwischenräume zwischen den Festigkeitsträgern (12, 14, 16) zumindest teilweise
mit einem Füllmaterial (18), insbesondere mit Kunststoff, gefüllt werden
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberflächen des Flächengebildes bedeckendes Füllmaterial (18) entferrit, insbesondere
abgestrichen, und/oder in die Zwischenräume gestrichen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Flächengebilde in flüssiges Füllmaterial (18) getaucht wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Flächengebilde mit flüssigem Füllmaterial (18) besprüht wird.
16. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach der Behandlung mit insbesondere flüssigem Füllmaterial (18) die Oberflächen
des Flächengebildes geglättet werden und/oder das Flächengebilde einer abschliessenden
Oberflächenbehandlung insbesondere durch Schleifen der Oberflächen unterzogen wird.
17. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Festigkeitsträger (12, 14, 16) miteinander verwoben werden, wobei bevorzugt das
Webverfahren jeweils in Abhängigkeit von der gewünschten Oberflächenbeschaffenheit,
insbesondere von dem gewünschten Wärmedurchgangsverhalten, gewählt wird.
1. Band for machines for producing material webs, in particular paper webs, which is
produced from a composite material which comprises a two-dimensional structure fabricated
from preferably elongated reinforcements (12, 14, 16), in which interspaces between
the reinforcements (12, 14, 16) are at least partly filled with a filler material
(18), the reinforcements (12, 14, 16) being produced from a material with a high thermal
conductivity, characterized in that the sections of the reinforcements (12, 14, 16) that form the surface of the band
are exposed.
2. Band according to Claim 1, characterized in that the material with a high thermal conductivity is metal, preferably stainless steel
and/or bronze.
3. Band according to Claim 1 or 2, characterized in that the reinforcements are provided in the form of filaments, in particular metal filaments
(12, 14, 16).
4. Band according to at least one of the preceding claims, characterized in that the reinforcements (12, 14, 16) have an at least approximately circular cross section
and/or are provided in the form of, in particular, narrow strips and/or ribbons.
5. Band according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least some of the reinforcements in each case have a cross-sectional shape that
varies over their length.
6. Band according to at least one of the preceding claims, characterized in that the filler material (18) provided is plastic.
7. Band according to at least one of the preceding claims, characterized in that the composite material is at least substantially impermeable to fluid.
8. Band according to at least one of the preceding claims, characterized in that, in the edge regions, in particular bead-like thickenings are provided, which are
formed from the reinforcements (12, 14, 16) of the two-dimensional structure, the
filler material (18) and/or at least one further material or at least one material
mixture.
9. Band according to at least one of the preceding claims, characterized in that, on at least one side of the reinforcements (12, 14, 16), an at least substantially
closed surface is formed.
10. Band according to at least one of the preceding claims, characterized in that, on at least one side, the reinforcements (12, 14, 16) and the filler material (18)
form an at least approximately smooth surface.
11. Band according to at least one of the preceding claims, characterized in that the two-dimensional structure is formed as a wire.
12. Band according to at least one of the preceding claims, characterized in that the reinforcements (12, 14, 16) are interwoven.
13. Method for producing a band according to one of Claims 1 to 12, in which a two-dimensional
structure is fabricated from preferably elongated reinforcements (12, 14, 16) of a
material of high thermal conductivity, in particular metal filaments, and interspaces
between the reinforcements (12, 14, 16) are at least partly filled with a filler material
(18), in particular with plastic, characterized in that the filler material (18) covering the surfaces of the two-dimensional structure is
removed, in particular scraped off, and/or is scraped into the interspaces.
14. Method according to Claim 13, characterized in that the two-dimensional structure is dipped in liquid filler material (18).
15. Method according to Claim 13 or 14, characterized in that the two-dimensional structure is sprayed with liquid filler material (18).
16. Method according to at least one of Claims 13 to 15, characterized in that, following the treatment with in particular liquid filler material (18), the surfaces
of the two-dimensional structure are smoothed and/or the two-dimensional structure
is subjected to a final surface treatment, in particular by means of grinding the
surfaces.
17. Method according to at least one of Claims 13 to 16, characterized in that the reinforcements (12, 14, 16) are interwoven, the weaving method preferably being
chosen in each case as a function of the desired surface composition, in particular
of the desired heat transfer behaviour.
1. Bande pour la fabrication de nappes de matériau, notamment de nappes de papier, qui
est fabriquée à partir d'un matériau composite qui comprend une structure en nappe
fabriquée à partir de supports de renforcement de préférence longitudinaux (12, 14,
16) dans laquelle des espaces intermédiaires entre les supports de renforcement (12,
14, 16) sont au moins partiellement remplis d'un matériau de charge (18),
les supports de renforcement (12, 14, 16) étant fabriqués à partir d'un matériau de
grande conductibilité thermique, caractérisée en ce que les portions des supports de renforcement (12, 14, 16) formant la surface de la bande
sont exposées.
2. Bande selon la revendication 1, caractérisée en ce que le matériau de grande conductibilité thermique est du métal, de préférence de l'acier
inoxydable et/ou du bronze.
3. Bande selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les supports de renforcement sont prévus sous forme de fils, notamment de fils métalliques
(12, 14, 16).
4. Bande selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les supports de renforcement (12, 14, 16) présentent une section transversale au
moins approximativement circulaire et/ou sont prévus sous forme de rubans et/ou de
bandes notamment étroits.
5. Bande selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins quelques-uns des supports de renforcement présentent à chaque fois une forme
en section transversale variant sur leur longueur.
6. Bande selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'on prévoit comme matériau de charge (18) un plastique.
7. Bande selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le matériau composite est au moins essentiellement imperméable aux fluides.
8. Bande selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'on prévoit dans les régions des bords, des épaississements en particulier en forme
de bourrelets, qui sont formés par les supports de renforcement (12, 14, 16) de la
structure en nappe, par le matériau de charge (18) et/ou au moins par un autre matériau
ou au moins un mélange de matériaux.
9. Bande selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une surface essentiellement fermée est formée sur au moins un côté des supports
de renforcement (12, 14, 16).
10. Bande selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une surface au moins approximativement lisse est formée sur au moins un côté par les
supports de renforcement (12, 14, 16) et le matériau de charge (18).
11. Bande selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la structure en nappe est réalisée sous forme de toile.
12. Bande selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les supports de renforcement (12, 14, 16) sont tissés ensemble.
13. Procédé de fabrication d'une bande selon l'une quelconque des revendications 1 à 12,
dans lequel une structure en nappe est fabriquée à partir de supports de renforcement
(12, 14, 16) de préférence longitudinaux en un matériau de grande conductibilité thermique,
notamment des fils métalliques, et des espaces intermédiaires entre les supports de
renforcement (12, 14, 16) sont au moins partiellement remplis d'un matériau de charge
(18), en particulier de plastique, caractérisé en ce que du matériau de charge (18) recouvrant les surfaces de la structure en nappe est enlevé,
notamment raclé, et/ou ou enduit dans les espaces intermédiaires.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que la structure en nappe est plongée dans le matériau de charge fluide (18).
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que la structure en nappe est pulvérisée avec un matériau de charge fluide (18).
16. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications 13 à 15, caractérisé en ce qu'après le traitement avec en particulier un matériau de charge fluide (18), les surfaces
de la structure en nappe sont lissées et/ou la structure en nappe est soumise à un
traitement de surface final, notamment par polissage des surfaces.
17. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications 13 à 16, caractérisé en ce que les supports de renforcement (12, 14, 16) sont tissés ensemble, le procédé de tissage
étant choisi à chaque fois en fonction de la constitution de la surface souhaitée,
en particulier en fonction du comportement de perméabilité thermique souhaité.
