[0001] Die Erfindung betrifft einen Kalander mit einem Walzenstapel, der mehrere Walzen
aufweist, die zwischen sich Nips zur Behandlung einer Materialbahn bilden, und mit
einer Einführhilfe zum Leiten eines Materialbahnanfangs durch den Walzenstapel.
[0002] Ein derartiger Kalander ist aus EP 0 232 689 A2 bekannt.
[0003] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Papierbahn als Beispiel für die Materialbahn
beschrieben. Sie ist aber sinngemäß auch bei anderen Materialbahnen, die in einem
Kalander behandelt werden müssen, anwendbar.
[0004] Die Ausbildung der Walzen spielt für die vorliegende Erfindung keine Rolle. Es können
sich sowohl "harte" mit "weichen" Walzen abwechseln und sogenannte "weiche" Nips oder
Walzenspalte bilden. Der Kalander kann aber auch nur oder überwiegend harte Walzen
aufweisen.
[0005] Die Behandlung der Papierbahn im Kalander, das sogenannte Satinieren, erfolgt vielfach
im sogenannten Offline-Betrieb, d.h. die Papierbahn wird von einem Tambour abgewickelt,
durch den Kalander geleitet und auf einem neuen Tambour aufgewickelt. Auch dann, wenn
man hierbei einen sogenannten flying splice, also einen fliegenden Wechsel zwischen
verbrauchten und neuen Tambouren vornimmt, ist es von Zeit zu Zeit notwendig, den
Anfang der Papierbahn durch den Walzenstapel zu führen, beispielsweise nach einem
Bahnabriß. Dieses Einfädeln kann entweder manuell erfolgen, was in der Regel zwei
Bedienungspersonen erfordert, die auf beiden Seiten des Walzenstapels stehen. Die
Papierbahn wird hierbei an ihrer Spitze pfeilförmig zusammengefaltet und durch den
ersten Nip geschoben. Auf der anderen Seite nimmt die Bedienungsperson die Papierbahn
entgegen, führt sie gegebenenfalls um Umlenkeinrichtungen, wie Leitwalzen, herum und
führt sie in den nächsten gewünschten Nip wieder ein. Diese Vorgehensweise ist relativ
zeit- und personalaufwendig. Auch wenn die Papierbahn hier nur mit einer relativ geringen
Geschwindigkeit von 10 bis 20 m/min. bewegt wird, kann es doch leicht zu gefährlichen
Situationen oder sogar zu Unfällen kommen.
[0006] EP 0 232 689 A2 zeigt daher die Möglichkeit, die Einführung der Papierbahn zu automatisieren.
Hierzu ist zwischen jeweils zwei Nips, also an jeweils einer Walze, eine Bahnführungseinrichtung
angeordnet, die eine Führungsfläche und zusätzlich ein Blaseinrichtung aufweist. Die
auf die Führungsfläche treffende Bahn wird dann mit Hilfe der Blaseinrichtung entlang
der Führungsfläche in die gewünschte Richtung geschoben.
[0007] Ein so aufgebauter Kalander kann zwar in gewisser Hinsicht automatisch betrieben
werden. Auch ist die Gefahr, daß es beim Einfädeln zu Unfällen mit Personenschaden
kommt, wesentlich geringer. Der Aufwand und damit die Kosten für die Bahnführungseinrichtung
sind jedoch sehr hoch. Erschwerend kommt hinzu, daß die Zugänglichkeit des Kalanders
während des Betriebs drastisch eingeschränkt wird. Wenn es zu einem Bahnabriß kommt,
der sich in der Praxis nicht zuverlässig vermeiden läßt, dann kann die Bahnführungseinrichtung
zu gefährlichen Papierstaus und den daraus folgenden Beschädigungen an Walzen und
übrigen Einrichtungen führen. Die Sicht auf die laufende Papierbahn wird versperrt
und der Walzenwechsel wird erschwert.
[0008] Weitere Beispiele von Bahnführungsvorrichtung sind aus DE-C-36474 und US-A-2 755
711 bekannt.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, im Betrieb Störungsmöglichkeiten durch
die Einführhilfe zu verringern.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einem Kalander der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß auf mindestens einer Seite des Walzenstapels eine entlang des Walzenstapels bewegliche
Bahnführungseinrichtung angeordnet ist, die in mindestens einer Einführposition festgelegt
werden kann.
[0011] Mit "Seite" ist hierbei nicht die Stirnseite gemeint, sondern die Vorder- bzw. Rückseite
des Walzenstapels, an der die Materialbahn umgelenkt werden muß, um in den gewünschten
nächsten Nip geführt zu werden.
[0012] Man nutzt hierbei die Vorteile eines mechanisierten Systems, ohne dessen Nachteile
in Kauf nehmen zu müssen. Die Bahnführungseinrichtung steht für das Einfädeln des
Anfangs der Materialbahn in den Kalander zur Verfügung. Hierbei kommt man allerdings
mit einem weitaus geringen Bauaufwand aus, weil die Bahnführungseinrichtung von einer
Einführposition zur nächsten verfahren werden kann. Wenn also die Spitze der Materialbahn
in einen Nip eingeführt worden ist, hat die Bahnführungseinrichtung an dieser Position
ihre Schuldigkeit getan und ist dort nicht mehr notwendig. In der Zeit, die die Papierbahn
auf der anderen Seite des Walzenstapels benötigt, um umgelenkt und in den nächsten
Nip geführt zu werden, kann die Bahnführungseinrichtung zu diesem Nip verfahren oder
bewegt werden, um die Spitze der Materialbahn dort in Empfang zu nehmen und ihrerseits
wieder zum gewünschten nächsten Nip zu transportieren. Aufgrund dieser Bewegung der
Papierführungseinrichtung ist klar, daß die meisten Nips im Betrieb frei von der Bahnführungseinrichtung
sind, so daß diese nicht zu Störungen im Betrieb führen kann. Dennoch läßt sich das
Einfädeln oder Einführen der Materialbahn weitgehend automatisieren oder zumindest
mechanisieren, so daß die Unfallgefahr für eine Bedienungsperson klein bleibt.
[0013] Vorzugsweise ist die Bahnführungseinrichtung in einer Parkposition festlegbar, in
der kein Nip durch die Bahnführungseinrichtung abgedeckt ist. Im Betrieb kann dann
die Materialbahn genauso beobachtet werden, wie bei einem Kalander, in den von Hand
eingefädelt worden ist. Die Überwachungsmöglichkeiten werden damit ganz wesentlich
verbessert. Die Störungsmöglichkeit wird noch weiter verringert.
[0014] Mit Vorteil ist auf der Seite des Walzenstapels eine Fahrbühne angeordnet und die
Bahhnführungseinrichtung ist an der Fahrbühne befestigt. Fahrbühnen sind ohnehin bei
vielen Kalandern vorhanden. Sie werden zu Wartungszwecken verwendet, beispielsweise
um Lagerungen von auszutauschenden Walzen zu lösen oder zu befestigen.
[0015] Sie können bislang auch beim handbetriebenen Einfädeln der Papierbahn verwendet werden.
Mit dieser Fahrbühne steht ohne größeren zusätzlichen Aufwand bereits ein Transportmedium
für die Bahnführungseinrichtung zur Verfügung.
[0016] Bevorzugterweise sind entlang der Bewegungsbahn Positionsschalter vorgesehen, von
denen jeder einer Einführposition zugeordnet ist und die mit einer Antriebssteuerung
verbunden sind. Damit kann der Bewegungsablauf der Bahnführungseinrichtung automatisch
oder zumindest halbautomatisch gesteuert werden. Die Bahnführungseinrichtung wird
in die Positionen bewegt, wo sie die Spitze der Materialbahn in Empfang nehmen und/oder
an den nächsten gewünschten Nip weitergeben kann. Die Position wird hierbei durch
den Positionsschalter festgestellt. Wenn die Bahnführungseinrichtung in die nächste
Position bewegt wird, betätigt sie auch dort den Positionsschalter und meldet damit
das Erreichen an die Antriebssteuerung. In der Antriebssteuerung kann man hingegen
vorsehen, daß die Bahnführungseinrichtung nicht in jeder Position angehalten werden
muß, beispielsweise dann, wenn einige Nips beim Behandeln der Papierbahn übersprungen
werden sollen.
[0017] Mit Vorteil weist die Bahnführungseinrichtung eine Führungsflächenanordnung auf.
Die Spitze der Papierbahn trifft auf die Führungsflächenanordnung und wird von dieser
in die gewünschte Richtung geleitet. Hierbei ist der konstruktive Aufwand relativ
gering.
[0018] Bevorzugterweise weist die Führungsflächenanordnung hierbei eine veränderbare Form
auf. Man kann die Führungsflächenanordnung dann auch als "Weiche" verwenden. Damit
ist es möglich, die Papierbahn entweder gleich in den nächsten Nip des Walzenstapels
zu leiten, oder einige Nips zu überspringen und die Papierbahn parallel zum Walzenstapel
zu leiten, wenn dies für die Behandlung der Papierbahn erwünscht ist.
[0019] Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Führungsflächenanordnung eine im wesentlichen
parallel zur Bewegungsrichtung verlaufende eben ausgebildete Fläche und eine aus der
eben ausgebildeten Fläche herausbewegbare Umlenkfläche aufweist. Solange die Umlenkfläche
nicht über die eben ausgebildete Fläche vorsteht, wird die Papierbahn im wesentlichen
parallel zum Walzenstapel geleitet, kann also einige Nips überspringen. Wird hingegen
die Umlenkfläche aus der eben ausgebildeten Fläche herausbewegt, dann wird die Papierbahn
umgeleitet, um in den nächsten Nip eingeführt zu werden.
[0020] Hierbei ist einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, daß die Umlenkfläche auf
Schwenkhebeln angeordnet ist. Die Umlenkfläche wird also sozusagen herausgeklappt.
[0021] In einer anderen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß die Umlenkfläche auf einem
quer zur Bewegungsrichtung verschiebbaren Schiebestück angeordnet ist. Beide Ausgestaltungen
können natürlich auch kombiniert werden, wenn dies aus konstruktiven Gründen oder
aus Platzgründen sinnvoll ist. Während im ersten Fall eine Änderung der Führungsflächengeometrie
durch eine Schwenkbewegung des Schwenkhebels verursacht wird. Die Geometrie im zweiten
Fall durch eine lineare Bewegung geändert.
[0022] Vorzugsweise weist die Führungsflächenanordnung mindestens eine Zunge auf, die bis
zum Walzenstapel verschiebbar ist. Damit läßt sich die Papierbahn bis in die Nähe
des Nips, in vielen Fällen sogar bis unmittelbar vor den Nip führen. Hierbei ist lediglich
erforderlich, daß die Papierbahn soweit unterstützt wird, bis sie auf einen Bereich
der unteren Walze des Nips zu liegen kommt, bei dem ein weiteres Vordrücken der Papierbahn
nicht durch einen zu steilen Walzenabschnitt behindert oder gestört wird.
[0023] In einer bevorzugten Ausgestaltung, die alternativ oder zusätzlich zu der Führungsflächenanordnung
vorgesehen sein kann, weist die Bahnführungseinrichtung mindestens einen Greiferkopf
auf, der in einem ersten Bewegungsabschnitt senkrecht zum Walzenstapel von diesem
weg, in einem zweiten Bewegungsabschnitt parallel zum Walzenstapel und in einem dritten
Bewegungsabschnitt senkrecht zum Walzenstapel auf diesen zu bewegbar ist. Hierbei
müssen diese drei Bewegungen nicht unbedingt völlig getrennt voneinander ablaufen.
Sie können auch so kombiniert werden, daß die gesamte Bewegung des Greiferkopfes etwa
einem Halbkreis entspricht. Der Greiferkopf kann die Papierbahn, die durch den Nip
vorgeschoben wird, ergreifen, aus dem Walzenstapel herausziehen, zum nächsten gewünschten
Nip ziehen und ihn dort wieder einfädeln. Damit erfolgt eine Zwangsführung, die insbesondere
bei dünneren Papieren von Vorteil ist, weil deren Steifigkeit in manchen Fällen nicht
ausreicht, um sie durch die einzelnen Nips zu schieben.
[0024] Vorzugsweise weist der Greiferkopf eine Saug- und/oder eine Blaseinrichtung auf.
Der Greiferkopf muß nicht durch einen Nip hindurchgeführt werden, um die Papierbahn
einzufädeln. Er kann vielmehr vor dem Nip verharren, um dort die Papierbahn anzusaugen.
Wenn der Greiferkopf die Papierbahn vor dem nächsten Nip bereit hält, dann kann er
sie loslassen und mit Hilfe von Blasluft durch den Nip hindurch blasen.
[0025] Vorzugsweise ist der Greiferkopf um 180° um eine Achse verdrehbar, die parallel zu
den Achsen der Walzen verläuft. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß der
Anfang der Papierbahn in gleicher Weise die Richtung ändern muß, um in den nächsten
gewünschten Nip eingeführt zu werden.
[0026] Hierbei ist besonders bevorzugt, daß der Greiferkopf seitlich an der Materialbahn
angreift. Dann führt das Verdrehen des Greiferkopfes nicht zu einem Umbiegen der Papierbahn
an ihrer Spitze. Die Papierbahn wird vielmehr relativ glatt durch die Nips hindurchgeführt.
[0027] Bevorzugterweise ist der Walzenstapel geneigt. Gerade bei schräg liegenden Walzenstapeln
ist das Problem des Einfädelns der Papierbahn besonders gravierend. Während man in
vielen Fällen die Papierbahn noch von unten anreichen kann, ohne daß eine größere
Gefährdung der Bedienungsperson besteht, ist dies von oben nicht mehr ohne weiteres
möglich. Die Bahnführungseinrichtung, insbesondere an der Fahrbühne, schafft hier
eine große Erleichterung.
[0028] Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- einen Kalander mit einer ersten Ausführungsform einer Bahnführungseinrichtung,
- Fig. 2
- einen Kalander mit einer zweiten Ausführungsform einer Bahnführungseinrichtung,
- Fig. 3
- einen Kalander mit einer dritten Ausführungsform einer Bahnführungseinrichtung,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt mit einer gegenüber Fig. 3 abgewandelten Ausführungsform,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf einen Greiferkopf nach Fig. 4 und
- Fig. 6
- eine Seitenansicht an einen Greiferkopf.
[0029] Fig. 1 zeigt einen Kalander 1 mit einem Stapel 2 aus Walzen 3, 4, die zwischen sich
jeweils Nips 5 oder Walzensparte ausbilden. Die Achsen der Walzen 3, 4 liegen hier
alle in einer Ebene 6. Diese Ebene 6 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel gegenüber
der Vertikalrichtung geneigt. Dementsprechend ist auch die Stuhlung 7 des Kalanders
geneigt. Ihre Kante verläuft im wesentlichen parallel zu der Ebene 6.
[0030] Eine Papierbahn 8 ist durch den Walzenstapel 2 geführt, d.h. die Papierbahn 8 durchläuft
bei der Darstellung nach Fig. 1 alle Nips 5 des Kalanders 1. Zwischen einzelnen Nips
sind Umlenkrollen oder Leitwalzen 9, 10 vorgesehen, an denen die Papierbahn 8 um etwa
180° umgelenkt wird. In dem Kalander 1 wird die Papierbahn 8 (oder eine entsprechend
andere Materialbahn) mit Druck und gegebenenfalls auch mit erhöhter Temperatur beaufschlagt.
Die zur Steuerung dieser Einflußgrößen erforderlichen Einzelheiten sind teilweise
dargestellt, werden aber im folgenden nicht weiter erläutert.
[0031] Vor Beginn der Behandlung der Papierbahn 8 ist es notwendig, die Papierbahn 8 durch
die Nips hindurchzuführen, in denen eine Behandlung gewünscht ist. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 sind dies alle Nips. Man kann jedoch auch vorsehen, daß beispielsweise
zwei oder vier Nips übersprungen werden.
[0032] Um die Papierbahn 8 durch die Nips zu führen, ist eine Bahnführungseinrichtung 11
vorgesehen. Diese Bahnführungseinrichtung 11 ist an einer Fahrbühne 12 angeordnet,
die entlang einer Fahrstrecke 13 verschiebbar ist. Eine derartige Fahrbühne 12 ist
in vielen Kalandern ohnehin vorhanden, um einer Bedienungsperson 14 die Möglichkeit
zu geben, Wartungsarbeiten durchzuführen, beispielsweise Walzen 3, 4 zu reinigen oder
Vorbereitungen zum Auswechseln der Walzen zu treffen.
[0033] Die Fahrbühne 12 ist auf ihrer Fahrstrecke 13 in bestimmten Position festlegbar.
Damit wird gleichzeitig eine Positioniermöglichkeit für die Bahnführungseinrichtung
11 geschaffen.
[0034] Auf der gegenüberliegenden Seite der Ebene 6 des Walzenstapels 2 kann eine entsprechende
Fahrbühne mit einer entsprechenden Bahnführungseinrichtung vorgesehen sein. Diese
ist aus Gründen der Übersicht aber nicht dargestellt. An dieser "Unterseite" des Kalanders
1 reicht es in vielen Fällen auch aus, wenn lediglich eine Fahrbühne ohne Bahnführungseinrichtung
vorgesehen ist.
[0035] Die Bahnführungseinrichtung 11 weist in der Ausführungsform nach Fig. 1 eine Führungsflächenanordnung
auf. Die Führungsflächenanordnung weist zunächst gekrümmte Führungsflächen 15, 16
auf, die an Schwenkhebeln 17, 18 angeordnet sind. Die Schwenkhebel 17, 18 können mit
Hilfe von hydraulischen oder pneumatischen Zylindern 19, 20 verschwenkt werden. Ferner
ist eine eben ausgebildete Fläche 21 an einer Linearführung 22 vorgesehen. Die Schwenkhebel
17, 18 können, wie dies in der unteren Stellung der Fahrbühne 12 dargestellt ist,
in die ebene Fläche 21 zurückgezogen werden oder, wie in der oberen Stellung der Fahrbühne
12, aus der ebenen Fläche 21 herausgeschwenkt werden. Sowohl die Linearführung 22
als auch die Schwenkhebel 17, 18 sind an einem gemeinsamen Träger 23 befestigt, der
mit Hilfe eines weiteren Zylinders 24 gegenüber der Fahrbühne 12 angehoben werden
kann. In dem angehobenen Zustand kommt die ganze Führungsflächenanordnung von der
Stuhlung 7 des Kalanders frei, so daß die Fahrbühne 12 ohne Störungsmöglichkeit verfahren
werden kann.
[0036] In der oberen Position der Fahrbühne 12 trifft eine beispielsweise durch den Nip
25 zulaufende Papierbahnspitze auf die gekrümmte Fläche 15 am Schwenkhebel 17 und
wird durch sie um die Leitwalze 26 herumgeleitet, bis sie auf die gekrümmte Fläche
16 trifft. Der Schwenkhebel 18 leitet die Spitze der Papierbahn dann zum nächsten
Nip 27 weiter. In der Zeit, die auf der anderen Seite des Walzenstapels 2 benötigt
wird, um die Spitze der Papierbahn in Empfang zu nehmen, um die nächste Leitwalze
herum zu führen und in den nächsten Nip einzuschieben, reicht aus, um die Fahrbühne
12 eine Position weiterzufahren, wobei vor dem Verfahren, wie erwähnt, die Führungsflächenanordnung
aus der Stuhlung herausbewegt wird. Die Spitze der Papierbahn 8 läuft beim Einfädeln
nur mit relativ geringen Geschwindigkeiten von etwa 10 bis 20 m in der Minute.
[0037] Wenn es gewünscht ist, hinter dem Nip 25 zwei Nips zu überspringen, dann kann man
den Winkelhebel 18 herausklappen, so daß die Papierbahn dann entlang der eben ausgebildeten
Fläche 21 läuft. Nach dem Verfahren der Hebebühne um die gewünschte Anzahl von Positionen
nach unten, bei dem der Schwenkhebel 17 herausgeklappt worden ist, kann der Schwenkhebel
18 dann wieder eingeschwenkt werden, um die Spitze der Papierbahn 8 zu dem gewünschten
Nip zu leiten. Es ist auch möglich, die Spitze der Papierbahn bereits mit dem oberen
Ende der eben ausgebildeten Fläche 21 aufzufangen, wenn nur zwei Nips übersprungen
werden sollen und die Fahrbühne 12 bereits in der richtigen Position angeordnet worden
ist.
[0038] In nicht näher dargestellter Weise können sämtliche Flächen 15, 16, 21 zusätzlich
noch eine Blasluftunter-Stützung aufweisen, bei der Luft in Richtung der gewünschten
Förderung geblasen wird, um das Vorschieben der Papierbahn zu erleichtern.
[0039] Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform, bei der gleiche und einander entsprechende
Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind.
[0040] Im Gegensatz zu der Ausgestaltung nach Fig. 1 sind die gekrümmten Flächen 15, 16
nun nicht mehr an Schwenkhebeln angeordnet, sondern an Schiebestücken 28, 29, die
ausgefahren mit durchgezogenen Linien und eingefahren gestrichelt dargestellt sind.
Zusätzlich ist eine weitere gekrümmte Fläche 30 an einem Schiebestück 31 vorgesehen
zur Betätigung sind Zylinder 19, 20, 32 vorgesehen, die die Schiebestücke 28, 29,
31 gegenüber dem Träger 23 senkrecht zur Ebene 6 verschieben. Im zurückgezogenen Zustand
(gestrichelt eingezeichnet) sieht sich die ankommende Papierbahn nur der eben ausgebildeten
Fläche 21 auf der Linearführung 22 gegenüber. Die gesamte Führungsflächenanordnung
kann, wie bei der Ausgestaltung nach der Fig. 1 auch, mit Hilfe des Zylinder-Motors
24 gegenüber der Fahrbühne 12 bewegt werden.
[0041] An der Spitze der Schiebestücke 28, 29, 31, die dem Walzenstapel 2 benachbart ist,
kann noch eine herausschiebbare Zunge 44 vorhanden sein. Diese kann zum Einführen
der Papierbahn bis zur Anlage an die entsprechende Walze vorgeschoben werden, so daß
die Spitze der Papierbahn auf einer durchgehenden Führungsfläche bis zum Nip vorgeschoben
kann.
[0042] Die eben ausgebildete Fläche 21 und die gekrümmten Flächen 15, 16, 30 können zahnartig
ineinandergreifen, d.h. die Flächen sind nicht durchgehend ausgebildet, sondern durch
Schlitze parallel zur Bahnlaufrichtung unterbrochen, wobei die Teilflächen einer Fläche
jeweils in den Schlitzen der anderen Flächen angeordnet sind.
[0043] In der dargestellten Ausführungsform kann die Bahnführungseinrichtung gleich zwei
Nips versorgen und den Anfang der Papierbahn 8 aus einem dazwischen liegenden Nip
in Empfang nehmen. Dies spart weiter Zeit beim Einfädeln der Papierbahn 8 in den Kalander
1. Fig. 3 zeigt eine weitere Ausgestaltung einer Bahnführungseinrichtung, bei der
gleiche und einander entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind.
[0044] Zunächst sind an der Fahrstrecke 13 Positionsschalter 32 angeordnet, die von einer
Betätigungseinrichtung 33 betätigt werden, wenn die Fahrbühne 12 den entsprechenden
Positionsschalter 32 erreicht. Eine nicht näher dargestellte Antriebssteuerung kann
dann die Fahrbühne 12 stillsetzen. Hierbei ist jedem Nippaar ein Positionsschalter
32 zugeordnet. Ein weiterer Positionsschalter 34 ist keinem Nippaar zugeordnet, sondern
kennzeichnet eine Parkposition, in der die Bahnführungseinrichtung den Blick auf die
Nips 5 nicht mehr blockiert.
[0045] Im Gegensatz zu den in Fig. 1 und 2 dargestellten "passiven" Bahnführungseinrichtungen,
bei denen der Anfang der Materialbahn 8 über Führungsflächen geschoben wird, handelt
es sich bei der Ausgestaltung nach Fig. 3 um eine "aktive" Bahnführungseinrichtung.
Diese ist in Fig. 3 nur schematisch dargestellt, um das Verständnis der Arbeitsweise
zu erläutern.
[0046] Ein Greifkopf 35 mit einer trichterförmigen Öffnung 36 befindet sich am vorderen
Ende einer Schubstange 37, die mit nur schematisch dargestellten Führungsmitteln 38
an der Fahrbühne 12 befestigt ist. Zusätzlich kann noch eine nicht näher dargestellte
Saug- und Blaseinrichtung am Greiferkopf 35 angeordnet sein. Die Funktionsweise dieser
Bahnführungseinrichtung läßt sich wie folgt beschreiben. Der Greiferkopf 35 wird in
die Position A vorgefahren, so daß er dem Nip 25 gegenüberliegt. Ein Papierbahnanfang,
der sich durch den Nip 25 bewegt, wird angesaugt und, sobald er die Position B erreicht
hat, festgeklemmt. Der Greiferkopf 35 wird dann mit der Führungsstange 37 zurückgezogen
(Pfeil C). Alsdann wird die Fahrbühne 12 parallel zur Ebene 6 nach unten gefahren
(Pfeil D). Die Führungsstange 37 befindet sich dann in der gestrichelt dargestellten
Position. Es ist auch möglich, die Halterung 38 an der Fahrbühne 12 zu verfahren,
um diese Position zu erreichen. Während der Bewegung (D) oder im Anschluß daran wird
der Greiferkopf 35 um 180° gedreht und zwar um eine Achse 45, die parallel zu den
Walzenachsen verläuft. Die Spitze der Papierbahn ist dann wieder auf den Walzenstapel
2 hin gerichtet. Danach wird die Führungsstange 37 mit dem Greiferkopf 35 in Richtung
des Pfeiles F vorgeschoben, bis die Spitze dem nächsten Nip 27 benachbart ist. Der
Greifer wird entriegelt und die Papierbahn durch den Nip 27 geblasen.
[0047] Zweckmäßigerweise greift der Greifer hierbei von der Seite an die Spitze der Papierbahn
an. In diesem Fall kann man diese Spitze immer in die richtige Richtung richten.
[0048] Fig. 4 zeigt nun eine mögliche Ausgestaltung. Der Greiferkopf 35 ist an der Kolbenstange
39 eines hydraulischen oder pneumatischen Zylinders 40 befestigt. Der Zylinder 40
kann an der Fahrbühne 12 in Richtung des Pfeiles 41 auf- und abbewegt werden, um die
in Fig. 4 dargestellten Positionen hinter und vor dem Nip einzunehmen. Der Greiferkopf
kann durch den Zylinder 40 in Richtung des Doppelpfeiles 42 bewegt werden. Selbstverständlich
ist es aber auch möglich, die Bewegung in Richtung der Pfeile 41 und 42 zu kombinieren.
In diesem Fall entsteht keine reine Rechteckbewegung, sondern man kann auch eine Bewegungsbahn
erzeugen, die gekrümmt ist, beispielsweise eine Kreisbahn.
[0049] Fig. 5 zeigt den Greiferkopf 35 am vorderen Ende der Kolbenstange 39, wie er die
Spitze der Papierbahn 8 von der Seite her greift. Wenn nun der Greiferkopf 35, wie
dies durch den Pfeil 43 angedeutet ist, um 180° gedreht wird, dann kann die Spitze
der Papierbahn 8 um die entsprechende Leitwalze 9, 10 herumgeführt werden. Fig. 6
stellt den Greiferkopf von der Seite her dar. Nicht erkennbar sind hier lediglich
die Saug- und Blaseinrichtungen.
1. Kalander mit einem Walzenstapel, der mehrere Walzen aufweist, die zwischen sich Nips
zur Behandlung einer Materialbahn bilden, und mit einer Einführhilfe zum Leiten eines
Materialbahnanfangs durch den Walzenstapel, dadurch gekennzeichnet, daß auf mindestens einer Seite des Walzenstapels (2) eine entlang des walzenstapels bewegliche
Bahnführungseinrichtung (11) angeordnet ist, die in mindestens einer Einführposition
festgelegt werden kann.
2. Kalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnführungseinrichtung (11) in einer Parkposition (34) festlegbar ist, in der
kein Nip (5, 25, 27) durch die Bahnführungseinrichtung (11) abgedeckt ist.
3. Kalander nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Seite des Walzenstapels (2) eine Fahrbühne (12) angeordnet ist und die Bahhnführungseinrichtung
(11) an der Fahrbühne (12) befestigt ist.
4. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der Bewegungsbahn (13) Positionsschalter (32, 34) vorgesehen sind, von denen
jeder einer Einführposition zugeordnet ist und die mit einer Antriebssteuerung verbunden
sind.
5. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnführungseinrichtung eine Führungsflächenanordnung (15, 16, 21, 30) aufweist.
6. Kalander nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsflächenanordnung (15, 16, 21, 30) eine veränderbare Form aufweist.
7. Kalander nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsflächenanordnung eine im wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung
verlaufende eben ausgebildete Fläche (21) und eine aus der eben ausgebildeten Fläche
(21) herausbewegbare Umlenkfläche (15, 16, 30) aufweist.
8. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkfläche (15, 16) auf Schwenkhebeln (17, 18) angeordnet ist.
9. Kalander nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkfläche (15, 16, 30) auf einem quer zur Bewegungsrichtung verschiebbaren
Schiebestück (28, 29, 31) angeordnet ist.
10. Kalander nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsflächenanordnung mindestens eine Zunge (44) aufweist, die bis zum Walzenstapel
(2) verschiebbar ist.
11. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnführungseinrichtung (11) mindestens einen Greiferkopf (35) aufweist, der
in einem ersten Bewegungsabschnitt senkrecht zum Walzenstapel (2) von diesem weg,
in einen zweiten Bewegungsabschnitt parallel zum Walzenstapel (2) und in einem dritten
Bewegungsabschnitt senkrecht zum Walzenstapel (2) auf diesen zu bewegbar ist.
12. Kalander nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Greiferkopf (35) eine Saug- und/oder eine Blaseinrichtung aufweist.
13. Kalander nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Greiferkopf (35) um 180° um eine Achse (45) verdrehbar ist, die parallel zu den
Achsen der Walzen (3, 4) verläuft.
14. Kalander nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Greiferkopf (35) seitlich an der Materialbahn (8) angreift.
15. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenstapel (2) geneigt ist.
1. Calender having a roll stack which comprises a plurality of rolls which, between themselves,
form nips for treating a material web, and having a threading aid for leading a material
web start through the roll stack, characterized in that on at least one side of the roll stack (2) there is arranged a web guide device (11)
that can be moved along the roll stack and that can be fixed in at least one threading
position.
2. Calender according to Claim 1, characterized in that the web guide device (11) can be fixed in a park position (34), in which no nip (5,
25, 27) is covered by the web guide device (11).
3. Calender according to Claim 1 or 2, characterized in that a moving platform (12) is arranged on the side of the roll stack (2), and the web
guide device (11) is fixed to the moving platform (12).
4. Calender according to one of Claims 1 to 3, characterized in that along the movement path (13) position switches (32, 34) are provided, each of which
is assigned to a threading position and which are connected to a drive control system.
5. Calender according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the web guide device has a guide surface arrangement (15, 16, 21, 30).
6. Calender according to Claim 5, characterized in that the guide surface arrangement (15, 16, 21, 30) has a variable form.
7. Calender according to Claim 6, characterized in that the guide surface arrangement comprises a flat surface (21) which runs substantially
parallel to the direction of movement, and a deflection surface (15, 16, 30) which
can be moved out of the flat surface (21).
8. Calender according to Claim 7, characterized in that the deflection surface (15, 16) is arranged on pivoting levers (17, 18).
9. Calender according to Claim 7 or 8, characterized in that the deflection surface (15, 16, 30) is arranged on a sliding piece (28, 29, 31) which
can be displaced transversely with respect to the direction of movement.
10. Calender according to one of Claims 5 to 9, characterized in that the guide surface arrangement has at least one tongue (44) which can be displaced
towards the roll stack (2).
11. Calender according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the web guide device (11) has at least one gripper head (35) which, in a first movement
section, can be moved away from the roll stack (2) at right angles to the latter,
in a second movement section, can be moved parallel to the roll stack (2) and, in
a third movement section, can be moved towards the roll stack (2) at right angles
to the latter.
12. Calender according to Claim 11, characterized in that the gripper head (35) has a suction device and/or a blower device.
13. Calender according to Claim 11 or 12, characterized in that the gripper head (35) can be rotated through 180° about an axis (45) which runs parallel
to the axis of the rolls (3, 4).
14. Calender according to Claim 13, characterized in that the gripper head (35) acts laterally on the material web (8).
15. Calender according to one of Claims 1 to 14, characterized in that the roll stack (2) is inclined.
1. Calandre avec une pile de rouleaux qui présente plusieurs rouleaux, lesquels forment
entre eux des lignes de contact pour le traitement d'une bande de matériau, et avec
un dispositif auxiliaire d'introduction pour le guidage d'un début de bande de matériau
à travers la pile de rouleaux, caractérisée en ce que sur au moins un côté de la pile de rouleaux (2) est disposé un système de guidage
de bande (11) mobile le long de la pile de rouleaux, qui peut être fixé dans au moins
une position d'introduction.
2. Calandre selon la revendication 1, caractérisée en ce que le système de guidage de bande (11) peut être fixé dans une position d'immobilisation
(34) dans laquelle aucune ligne de contact (5, 25, 27) n'est couverte par le système
de guidage de bande (11).
3. Calandre selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que sur le côté de la pile de rouleaux (2) est disposée une plate-forme mobile (12) et
le système de guidage de bande (11) est fixé sur la plate-forme mobile (12).
4. Calandre selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'il est prévu le long de la trajectoire de déplacement (13) des interrupteurs de position
(32, 34), dont chacun est attribué à une position d'introduction et qui sont reliés
à une commande d'entraînement.
5. Calandre selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le système de guidage de bande présente un dispositif de surface de guidage (15,
16, 21, 30).
6. Calandre selon la revendication 5, caractérisée en ce que le dispositif de surface de guidage (15, 16, 21, 30) présente une forme variable.
7. Calandre selon la revendication 6, caractérisée en ce que le dispositif de surface de guidage présente une surface (21) de conception plane
et disposée sensiblement parallèlement au sens de déplacement et une surface de déviation
(15, 16, 30) pouvant être sortie par le déplacement de la surface (21) de conception
plane.
8. Calandre selon la revendication 7, caractérisée en ce que la surface de déviation (15, 16) est disposée sur des leviers basculants (17, 18).
9. Calandre selon la revendication 7 ou 8,
caractérisée en ce que la surface de déviation (15, 16, 30) est disposée sur une pièce coulissante (28,
29, 31) pouvant coulisser transversalement au sens de déplacement.
10. Calandre selon l'une quelconque des revendications 5 à 9, caractérisée en ce que le dispositif de surface de guidage présente au moins une lame (44) qui peut coulisser
jusqu'à la pile de rouleaux (2).
11. Calandre selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le système de guidage de bande (11) présente au moins une tête à pince (35), qui
peut être déplacée dans un premier tronçon de déplacement perpendiculairement à la
pile de rouleaux (2) à partir de celle-ci, dans un deuxième tronçon de déplacement
parallèlement à la pile de rouleaux (2) et dans une troisième section de déplacement
perpendiculairement à la pile de rouleaux (2) et vers celle-ci.
12. Calandre selon la revendication 11, caractérisée en ce que la tête à pince (35) présente un système d'aspiration et/ou un système de soufflage.
13. Calandre selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce que la tête à pince (35) peut tourner de 180° autour d'un axe (45), qui est agencé parallèlement
aux axes des rouleaux (3, 4).
14. Calandre selon la revendication 13, caractérisée en ce que la tête à pince (35) s'applique sur le côté de la bande de matériau (8).
15. Calandre selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que la pile de rouleaux (2) est inclinée.