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EP 1 026 331 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.01.2004 Patentblatt 2004/05 |
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Anmeldetag: 02.02.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E03D 9/03 |
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Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären Einrichtungen
Device for conditioning flushing water in sanitary installations
Dispositif de conditionnement de l'eau de rinçage dans des installations sanitaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
08.02.1999 DE 29902066 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.08.2000 Patentblatt 2000/32 |
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Patentinhaber: Georg Menshen GmbH + Co. KG |
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D-57413 Finnentrop (DE) |
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Erfinder: |
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- Hins, Johannes
59846 Sundern (DE)
- Römer, Frank
57413 Finnentrop (DE)
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Vertreter: Schmidt, Horst, Dr. |
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Patentanwalt
Postfach 44 01 20 80750 München 80750 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 003 654 GB-A- 150 107
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DE-C- 71 113
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei
sanitären Einrichtungen, indem bei jedem Spülvorgang eine Teilmenge einer in einer
Vorratskammer gespeicherten flüssigen Konditionierungssubstanz in die Spülflüssigkeit
eingegeben wird, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Bei der Konditionierungssubstanz kann es sich um desinfizierende und/oder luftverbesserende
und/oder reinigende und/oder färbende flüssige Wirkstoffe handeln, wie sie auf dem
Mark verfügbar sind.
[0003] Bekannte Vorrichtungen der gattungsgemässen Art umfassen solche, bei denen die Konditionierungssubstanz
über ein damit tränkbares, mit der Spülflüssigkeit permanent oder intervallmässig
beaufschlagbares Element, z.B. aus einem offenporigen Schaumstoff zugegeben wird,
und solche, bei denen die Zugabe auf einem Siphoneffekt beruht. Konditionierungsvorrichtungen
der erst genannten Art sind z.B. in der EP-B-0 538 957 oder EP-A-785315 beschrieben.
Die Kapillarwege, die die Konditionierungssubstanz von einem Vorratsgefässes bis zur
anstehenden Spülflüssigkeit zurücklegen muss, sind relativ lang, was leicht zu einem
Unbrauchbarwerden der Vorrichtung durch Verstopfen der Kapillarwege führen kann. Eine
weitere Folge davon ist, dass die in der Spülflüssigkeit dosierte Menge an Konditionierungssubstanz
anfänglich zu hoch eingestellt sein kann, was ggf. mit einer unerwünschten Belastung
der Umwelt verbunden sein kann. Bei auf dem Siphoneffekt beruhenden Konditionierungsvorrichtungen,
wie sie z.B. aus der DE-A-2916385 bekannt sind, können vornehmlich nur Konditionierungssubstanzen
in fester Form verwendet werden und ist eine gleichmässige dosierte Abgabe der Konditionierungssubstanz
bei jedem Spülvorgang kaum gewährleistet. Bekannt ist auch eine Konditionierungsvorrichtung
(DE-A-19520145), die eine einen Füllraum der Vorrichtung füllende Substanz von pastenförmiger
Konsistenz enthält. Die Spülflüssigkeit wird bei jedem Spülvorgang über die Oberfläche
der Füllung geleitet, um dabei eine geringe Menge der pastenförmigen Substanz mitzureissen.
Es sind nicht nur Massnahmen gegen eine unerwünschte Sumpfbildung erforderlich, ausserdem
ist auch eine gezielte Abstimmung der Viskositäten der miteinander reagierenden Substanzen
vorzunehmen, um eine annähernd gleichmässige Wirkstoffabgabe zu erhalten. Schliesslich
ist eine Konditionierungsvorrichtung (DE-A-2532963) bekannt, bei der bei einem Spülvorgang
ein Strom der Spülflüssigkeit auf eine um eine Achse schwenkbare Prallplatte trifft,
wobei die dynamische Kraft des Spülflüssigkeitsstromes eine Drehung der Prallplatte
bewirkt, welche Bewegung ausgenutzt wird, um ein kugelförmiges Dichtungselement aus
dem dichtenden Eingriff mit einer Auslassöffnung eines Vorratsbehälters für eine flüssige
Konditionierungssubstanz zu bringen. Dadurch ist die konditionierende Wirkung der
bekannten Konditionierungsvorrichtung auf die kurze Zeit beschränkt, bei der ein Spülflüssigkeitsstrom
mit ausreichender Strömungsenergie die Prallplatte beaufschlagt. Desinfizierende oder
luftverbessernde Wirkungen können daher, wenn überhaupt, nur sehr kurzzeitig erreicht
werden. Eine grundsätzlich erwünschte Langzeitwirkung lässt sich mit der bekannten
Konditionierungsvorrichtung nicht erzielen. Schwankungen in der Stärke des Spülflüssigkeitsstromes,
wie sie aus vielerlei Gründen auftreten können, haben ferner eine ungleichmässige,
ggf. unterbrochenen Abgabe von Konditionierungssubstanz zur Folge, so dass nicht gewährleistet
ist, dass die zudosierte Menge an Konditionierungssubstanz von Spülvorgang zu Spülvorgang
immer gleich ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine konstruktiv einfach ausgestaltete
Konditionierungsvorrichtung für die Abgabe flüssiger Konditionierungssubstanzen zu
schaffen, die bei jedem Spülvorgang eine gleichmässige, zeitlich gesteuerte Wirkstoffabgabe
in die Spülflüssigkeit unabhängig von der Stärke des jeweilig herrschenden Spülstromes
gewährleistet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Die Menge an der Spülflüssigkeit bei jedem Spülvorgang zudosierter Konditionierungssubstanz
kann genau vorgegeben werden, indem eine Auslassöffnung einer Vorratskammer für die
Konditionierungssubstanz bei jedem Spülvorgang gezielt über eine Zeitdauer, während
der ein Auffanggefäss für die Spülflüssigkeit gefüllt ist, geöffnet und am Ende des
Spülvorgangs nach Verstreichen einer von der Durchlasskapazität einer Entleerungsöffnung
des Auffanggefasses bestimmten Zeit wieder verschlossen wird. Für die Auslösung einer
Substanzabgabe ist nicht die Stärke oder Dauer des jeweilig herrschenden Spülflüssigkeitsstromes,
sondern die Füllung des Auffanggefässes massgebend. Die z.B. desinfizierende oder
luftverbessernde Eigenschaft der Konditionierungssubstanz kann daher über den eigentlichen
Spülvorgang hinaus zum Tragen kommen. Die abgegebene Menge an Konditionierungssubstanz
kann feiner gemäss einer Weiterbildung der Erfindung dadurch weiter vergleichmässigt
werden, dass sie dem Volumen eines nicht von dem Dichtungselement eingenommenen Raumes
im Inneren einer Vorkammer der Vorratskammer entspricht, die in der Schliesstellung
des Dichtungselementes mit der Konditionierungssubstanz gefüllt und in der Freigabestellung
entleert wird. Eine Sumpfbildung in der Vorrichtung wird vermieden, da nach einem
Spülvorgang keine Flüssigkeit zurückbleibt. Die Vorrichtung erlaubt ein problemloses
Nachfüllen mit flüssiger Konditionierungssubstanz. Sie zeichnet sich daher durch eine
besonders günstige Gebrauchstüchtigkeit und ferner durch eine einfache kostengünstige
Fertigungsmöglichkeit aus.
[0006] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform und der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäss aufgebaute Konditionierungsvorrichtung gemäss einer bevorzugten
Ausführungsform in einer längsgeschnittenen Ansicht,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in quergeschnittener Ansicht in einer Stellung
vor Einwirken eines Spülflüssigkeitsstromes, und
Fig. 3 die Konditionierungsvorrichtung in einer Ansicht ähnlich Fig. 2 in einer Stellung
während des Einwirkens eines Spülflüssigkeitsstromes.
[0007] Die Konditionierungsvorrichtung gemäss der Erfindung setzt sich zusammen aus einem
in Fig. 2 mit dem allgemeinen Bezugszeichen 1 angedeuteten Basis- oder Unterteil und
einem mit dem allgemeinen Bezugszeichen 2 angedeuteten Ober- oder Deckelteil, die
durch umfänglich der beiden Teile vorgesehene, miteinander in Eingriff bringbare Verrastmittel
3 lösbar miteinander verbunden sein können. Am Deckelteil 2 kann ein Bügel 4 zum Anklemmen
der Vorrichtung an einem Rand einer Toilettenschüssel oder dgl. vorgesehen sein. Der
Basisteil 1 und Deckelteil 2 sind vorzugsweise Formteile aus einem geeigneten Kunststoffmaterial,
wie einem Polyolefin. Andere Mateialien können ebenfalls verwendet werden.
[0008] Der Basisteil 1 definiert eine Vorratskammer 5 zur Aufnahme einer Menge an Konditionierungssubstanz,
die über eine Einfüllöffnung 6 im Deckelteil 2, vgl. Fig. 2, in die Vorratskammer
5 eingefüllt werden kann, ohne dass der Deckelteil 2 abgehoben werden muss. Von einer
geeigneten, z.B. zentralen Stelle der Unterseite der Bodenwand 7 des Basisteils 1
ragt umfänglich einer in der Bodenwand 7 eingebrachten Öffnung 10 ein dichtflanschartiger
Ansatz 8 ab, der eine nicht näher bezeichnete Vorkammer schafft. Die Öffnung 10 bildet
einen Einlass in die Vorkammer bzw. eine Verbindung zwischen dieser und der Vorratskammer
5.
[0009] Der untere freie Endbereich des Ansatzes 8 ist dichtlippenartig nach innen gekrümmt
und bildet innenseitig des Ansatzes 8 eine erste oder untere ringförmige Dichtfläche
9, mit der ein im Ansatz 8 aufgenommenes kugelförmiges Dichtungselement 11 in dichtendem
Eingriff treten kann, um eine von der ringförmigen Dichtfläche 9 umgrenzte Auslassöffnung
12 der Vorkammer zu verschliessen. Das Dichtungselement 11 ist frei bewegbar in der
Vorkammer aufgenommen und kann mit einer zweiten oder oberen ringförmigen Dichtfläche
13, die den Einlass oder die Öffnung 10 umgibt, in dichtendem Eingriff treten, um
die Öffnung 10 zu verschliessen, wenn das Dichtungselement 11 unter einer Kraft aus
dem dichtenden Eingriff mit der unteren Dichtfläche 9 herausbewegt wurde, die von
einem in Fig. 2 allgemein mit 14 angedeuteten Betätigungselement auf das Dichtungselement
11 ausgeübt werden kann.
[0010] Das Dichtungselement 11 wird in der in Fig. 1 und 2 gezeigten dichtenden Beziehung
zur Dichtfläche 9 längs der Auslassöffnung 12 aufgrund seines Eigengewichtes und des
auf das Dichtungselement 11 wirkenden Gefälledruckes der in der Vorratskammer 5 befindlichen
Menge an Konditionierungssubstanz gehalten.
[0011] Fig. 2 zeigt den Aufbau des Betätigungselementes 14. Das Betätigungselement 14 ist
grundsätzlich nach Art einer um eine Drehachse 15 schwenkbaren Wippe mit einem Armbereich
16 einerseitig der Drehachse 15 (in Fig. 2 rechtsseitig) und einem Armbereich in Gestalt
eines Auffanggefässes 19 anderenseitig (linksseitig) der Drehachse 15 ausgebildet.
Die Drehachse 15 kann, wie Fig. 1 zeigt, zwischen gegenüberliegenden Wandabschnitten
einer eine Nebenkammer 18 bildenden taschenförmigen Anformung 17 der Konditionierungsvorrichtung
gelagert sein, die aussenseitig der Vorratskammer 5 am Basisteil 1 vorgesehen ist,
wie es Fig. 2 zeigt.
[0012] Die Nebenkammer 18 ist nach oben hin offen, so dass ein Teil einer Spülflüssigkeit
in einem von oberhalb der Konditionierungsvorrichtung herabfallenden Spülflüssigkeitsstrom,
vgl. Pfeile Sp in Fig. 3, in die Nebenkammer 18 bei jedem Spülvorgang hineingelangen
kann, um das Auffanggefäss 19 des Betätigungselementes 14 zu füllen. Auf diese Weise
wird auf den linkseitigen Bereich des Betätigungselementes 14 eine nach unten gerichtete
Kraft ausgeübt, die den rechtsseitigen Armbereich 16 nach oben bewegt, um das Dichtungselement
11 aus dem dichtenden Eingriff mit der ersten oder unteren Dichtfläche 9 heraus und
in dichtendem Eingriff mit der oberen oder zweiten Dichtfläche 13 des Ansatzes 8 zu
bewegen. Die Öffnung 10 wird demzufolge bei jedem Spülvorgang verschlossen und die
Auslassöffnung 12 des Ansatzes 8 freigegeben. Unter diesen Umständen kann im freien
Raum zwischen dem Dichtungselement 11 und dem Inneren des Ansatzes 8 vorhandene Konditionierungssubstanz
über die Auslassöffnung 12 nach aussen treten und sich mit dem Spülflüssigkeitsstrom
vermischen, vgl. Pfeile K in Fig. 3.
[0013] Wie Fig. 2 weiter zu entnehmen ist, findet eine ständige Entleerung des Auffanggefässes
19 über eine Drosselbohrung 20 statt, die an einem unteren Bereich in der Wand des
Auffanggefässes 19 vorgesehen ist, so dass bei Beendigung eines Spülvorganges im Auffanggefäss
19 verbleibende Spülflüssigkeit allmählich nach aussen abgeführt und dadurch die auf
das Dichtungselement 11 ausgeübte Kraft aufgehoben wird. Infolge davon gelangt das
Dichtungselement 11 nach jedem Spülvorgang wieder in die die Auslassöffnung 12 abdichtende
Beziehung zurück.
[0014] Die auf das Betätigungselement 14 bei einem Spülvorgang ausübte Kraft setzt sich
aus einer dynamischen Komponente in Gestalt der Strömungskraft der Spülflüssigkeit,
wenn diese in der Nebenkammer 18 auf das Auffanggefäss 19 auftrifft, und dem Gewicht
der im Auffanggefäss 19 zurückgehaltenen Spülflüssigkeit zusammen. Die Kraft ist daher
ausreichend hoch, um das Dichtungselement 11 gegen die Vorspannkraft aus seinem Eigengewicht
und dem Gefälledruck der in der Vorratskammer 5 bevorratenen Konditionierungssubstanz
von der Schliess- in die Freigabestellung zu bewegen. Entsprechend dem Volumen des
von dem Dichtungslement 11 im Inneren der Vorkammer belassenen Raumes kann die bei
jedem Spülvorgang abgegebene Menge an Konditionierungssubstanz genau vorgegeben werden.
Die abgegebene Menge ist nicht abhängig von der Zeitdauer, während der sich das Dichtungselement
11 in der Freigabestellung befindet.
[0015] Obschon bevorzugt wird, dass das Dichtungselement in seiner Freigabestellung den
Einlass ins Innere der Vorkammer verschlossen hält, versteht es sich, dass eine derartige,
eine genaue Dosierung der bei jedem Spülvorgang abgegebenen Menge an Konditionierungssubstanz
ermöglichende Funktion auch weggelassen und statt dessen eine permanente Fluidverbindung
zwischen der Vorratskammer und der Vorkammer vorgesehen werden könnte. Ferner könnte
das Betätigungselement auch ohne Auffanggefäss ausgebildet sein, so dass die bei jedem
Spülvorgang einwirkende Kraft im wesentlichen durch die dynamische Strömungskraftkompente
bestimmt ist. Das Dichtungselement braucht nicht notwendigerweise eine kugelförmige
Konfiguration haben. Vielmehr könnte auch eine andere, z.B. zylindrische oder kegelstumpfförmige
Konfiguration vorgesehen werden. Das Dichtungselement könnte auch am Armbereich des
Betätigungselementes angelenkt sein. Schliesslich könnte vorgesehen werden, dass das
Dichtungselement in seine Schliesstellung durch eine Feder oder dgl. vorgespannt ist.
Weitere sich dem Fachmann anhand der gegebenen Lehre anbietende Modifkationen der
beschriebenen Ausführungsform können vorgesehen werden, ohne dass dadurch der Schutzbereich
der Patentansprüche verlassen wird.
1. Vorrichtung zur Konditionierung von Spülflüssigkeit bei sanitären Einrichtungen, indem
bei jedem Spülvorgang eine Teilmenge einer in einer Vorratskammer (5) mit einer Auslassöffnung
(12) gespeicherten flüssigen Konditionierungssubstanz in die Spülflüssigkeit eingegeben
wird, mit einem zwischen einer Schliess- und Freigabestellung in Bezug auf die Auslassöffnung
bewegbaren, in die Schliessstellung vorgespannten Dichtungselement (11), und einem
von der Spülflüssigkeit bei jedem Spülvorgang mit einer Betätigungskraft beaufschlagbaren
Betätigungselement (14) zur Bewegung des Dichtungselementes von der Schliess- in die
Freigabestellung, wobei das Betätigungselement (14) in Gestalt einer um eine Drehachse
(15) kippbaren Wippe mit einem von der Spülflüssigkeit beaufschlagbaren Armbereich
(16) einerseitig und einem anderen mit dem Dichtungselement (11) in Wirkverbindung
stehenden Armbereich anderenseitig der Drehachse ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (15) an dem einen Armbereich (16) mit einem sich in den Spülstrom öffnenden
Auffanggefäss (19) zur Aufnahme einer die Betätigungskraft schaffenden Teilmenge an
Spülflüssigkeit versehen ist, wobei das Auffanggefäss eine Entleerungsöffnung (20)
mit eingeschänkter Durchlasskapazität aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (11) unter dem Gefälledruck der in der Vorratskammer (5) gespeicherten
Konditionierungssubstanz und/oder seinem Eigengewicht und/oder einer Vorspannfeder
in die Schliesstellung vorgespannt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (11) in einer die Auslassöffnung (12) aufweisenden Vorkammer
mit einem Einlass (10) für die Konditionierungssubstanz aufgenommen und zwischen einem
Paar beabstandeter Dichtbereiche (9,13) längs des Einlasses (10) zur bzw. der Auslassöffnung
(12) der Vorkammer bewegbar ist.
4. Vorrichtung nach einem Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement ein Kugelelement (11) ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (14) in einer sich in einen Spülflüssigkeitsstrom öffnenden
Nebenkammer (18) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Vorratskammer (5) überdeckendes Deckelteil (2) einen Bügel (4) zum Einhängen
der Vorrichtung in eine Toilettenschüssel aufweist.
1. A device for conditioning a flushing liquid in sanitary appliances in that a partial
quantity of a liquid conditioning substance stored in a storage chamber (5) having
an outlet opening (12) is fed into the flushing liquid at each flushing cycle, including
a sealing element (11) biased into the closed position and being movable with respect
to the outlet opening between a closed and a released position, and an actuating element
(14) to which an actuating force is applied by the flushing liquid during each flushing
cycle for moving the sealing element from the closed into the released position, said
actuating element (14) being formed as a rocker adapted to be tilted about a rotational
axis (15) and having an arm portion (16) adapted to be impinged by the flushing liquid
and provided on one side of the rotational axis and another arm portion provided on
the other side of the rotational axis and co-operating with the sealing element (11),
characterised in that said rocker (15) on the one arm portion (16) thereof is provided with a collecting
vessel (19) opening into the flushing stream for receiving a partial quantity of the
flushing liquid for producing the actuating force, said collecting vessel comprising
a discharge opening (20) of reduced through-flow capacity.
2. A device according to claim 1, characterised in that the sealing element (11) is biased into the closed position by the head of the conditioning
substance stored in the storage chamber (5) and/or by its own weight and/or by a bias
spring.
3. A device according to claim 1 or 2, characterised in that the sealing element (11) is accommodated in an antechamber comprising the outlet
opening (12) and having an inlet (10) for the conditioning substance, said sealing
element being movable between a pair of spaced seal portions (9, 13) provided along
the inlet (10) and the outlet opening (12) of the antechamber.
4. A device according to any of the claims 1 to 3, characterised in that the sealing element is a ball element (11).
5. A device according to any of the preceding claims, characterised in that the actuating element (14) is provided in a sub-chamber (18) opening into a stream
of flushing liquid.
6. A device according to any of the preceding claims, characterised in that a lid part (2) covering the storage chamber (5) comprises a hanger (4) for hanging
the device on a toilet bowl.
1. Dispositif pour conditionner du liquide de rinçage dans des installations sanitaires
en faisant entrer à chaque processus de rinçage une partie d'une substance de conditionnement
liquide stockée dans un réservoir (5) dans le liquide de rinçage par une ouverture
d'écoulement (12) avec un élément d'étanchéité (11) précontraint en position de fermeture
déplaçable entre la position de fermeture et d'ouverture par rapport à l'ouverture
d'écoulement et un élément actionneur (14) pouvant être chargé par le liquide de rinçage
lors de chaque processus de rinçage avec une force d'actionnement pour déplacer l'élément
d'étanchéité de la position de fermeture à celle d'ouverture, l'élément actionneur
(14) étant réalisé en forme d'une bascule basculant autour d'un axe de rotation (15)
avec une zone de bras (16) pouvant être chargée par le liquide de rinçage d'un coté
et une autre zone de bras en liaison d'action avec l'élément d'étanchéité (11) de
l'autre coté de l'axe de rotation, caractérisé en ce que la bascule (15) est pourvue à l'une des zones de bras (16) d'un contenant de captage
(19) ouvert vers le flot de rinçage pour recevoir une partie du liquide de rinçage
générant la force d'actionnement, le contenant de captage présentant une ouverture
de vidange (20) à capacité d'écoulement limitée.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (11) est précontraint en position de fermeture sous la pression
de chute de la substance de conditionnement stockée dans le réservoir (5) et/ou son
propre poids et/ou un ressort de précontrainte.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (11) est disposé dans un réservoir intermédiaire avec une
entrée (10) pour la substance de conditionnement présentant l'ouverture d'écoulement
(12) et qu'il est déplaçable entre deux zones étanches (9, 13) espacées le long de
l'entrée (10) vers, le cas échéant de l'ouverture d'écoulement (12) du réservoir intermédiaire.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité est un élément sphérique (11).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément actionneur (14) est disposé dans une chambre latérale (18) s'ouvrant sous
l'effet d'un flot de liquide de rinçage.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une partie-couvercle (2) couvrant le réservoir (5) présente une pièce recourbée en
forme de crochet (4) pour accrocher le dispositif dans une cuvette de toilettes.
