[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur korrosionsfesten Beschichtung von Metallsubstraten
mittels Plasmapolymerisation. Das Verfahren ist insbesondere dazu geeignet, Aluminium
und Aluminiumlegierungen korrisionsfest zu beschichten.
[0002] Seit die Forschung sich mit der Erzeugung plasmapolymerer Schichten durch Polymerisationsprozesse,
die durch Zugabe gasförmiger Monomere in einen Gasentladungsprozess, der die notwendige
Energie für die Polymerisation liefert, beschäftigt, hat es an Versuchen nicht gefehlt,
diese Schichten so abzuscheiden, daß sie die beschichtete Oberfläche vor unterschiedlichen
Angriffsarten zu schützen imstande sind. Diese Funktion ist keineswegs trivial, handelt
es sich doch bei den plasmapolymeren Schichten um ausgesprochene Dünnschichten, die
im Nanometerbereich bis hin zu wenigen Mikrometern anzusiedeln sind. Neben der Entwicklung
von Kratzfestschichten, z. B. für optische Funktionselemente aus Kunststoffen (WO-A-8504601)
wurde auch versucht, metallische Werkstoffe durch diese Art von Schichten zu schützen,
mit mäßigem Erfolg. Selbst Angriffe, die als korrosiv nicht gravierend angesehen werden
müssen, widerstanden diese Schichten nur für sehr kurze Zeiten.
[0003] In allen bisher bekannt gewordenen Versuchen auf Aluminiumwerkstoffen werden Oxidschichten
in oxidierend eingestellten Plasmen als Haftvermittler eingesetzt, analog zu den üblichen
Lackierverfahren, aber auch analog zur Oberflächenvorbereitung vor der Verklebung,
die eine, meist mittels anodischer Oxidation erzeugte Oxidschicht benutzen. Die für
eine gute Haftung wünschenswerte Aktivierung der Grenzfläche erfolgt, wenn überhaupt,
durch Einlagerung artfremder Substanzen. In vielen Fällen wird die Anbindung ausschließlich
über Adhäsionskräfte vorgenommen. Derartige Beschichtungs- oder Verklebungssysteme
weisen erfahrungsgemäß nur mäßige Sicherheit gegen Unterwanderung auf, da durch Diffusion
oder durch Permeationsvorgänge gebildeter Wasserdampf die Verbindung von Werkstoff
und Beschichtung schwächt.
[0004] Andererseits ist die Plasmapolymerisation ein Verfahren, mit dem sich durch Einwirkung
eines Plasmas auf organischem Molekül der Gasphase Festkörperbeschichtungen mit vorwiegend
organischem Charakter und hervorragenden Eigenschaften erzeugen lassen. Die Plasmapolymerisation
gehört zur Gruppe der Niederdruck-Plasmaprozesse und wird zunehmend industriell eingesetzt.
Das großes Interesse an dieser Technologie ist auf die Vorteile eines schnellen, berührungslosen,
trockenchemischen sowie das Werkstück wenig belastenden Beschichtungsverfahrens zurückzuführen.
[0005] Mit Niedertemperaturplasmen abgeschiedene, plasmapolymere Schichten, im folgenden
Plasmapolymere genannt, zeichnen sich wie folgt aus:
- Plasmapolymere sind oft dreidimensional hoch vernetzt, unlöslich, kaum oder nicht
quellend und potentielle gute Diffusionsbarrieren.
- Sie sind verglichen mit konventionell hergestellten Polymeren aufgrund des hohen Vernetzungsgrades
thermisch, mechanisch und chemisch ungewöhnlich stabil.
- Die Schichten zeigen auf den meisten Substratmaterialien eine gute Haftung bei hoher
Dichte und sind mikroporenfrei.
- Die Schichten besitzen meistens eine amorphe Struktur und haben eine glatte, dem Substrat
nachgebildete Oberfläche.
- Die Schichten sind sehr dünn, die Schichtdicke beträgt nur bis zu einige 100 nm bis
zu 10 nm.
- Die Prozeßtemperaturen sind niedrig, Raumtemperatur bis ca. 100°C, insbesondere bis
ca. 60°C.
[0006] Andererseits sind bisher keine Verfahren bekannt geworden, mit denen Metallsubstrate,
insbesondere Substrate aus Aluminiumwerkstoffen, korrosionsfest mit einem Plasmapolymeren
beschichtet werden können.
[0007] Rippenrohre aus dem Werkstoff AlMgSi0,5 werden vielfach in Brennwertkesseln verwandt.
Solche Rippenrohre zeigen unter extremen Einsatzverhältnissen und in Grenzbereichen
bezüglich der zugelassenen Gaszusammensetzung nicht immer eine ausreichende Korrosionsresistenz.
[0008] Die Bildung von Korrosionsprodukten führt auf der Gasseite im Bereich der Rippen
zu Störungen, im fortgeschrittenen Stadium tritt zusätzlich zu einer Reduzierung der
Wärmeaustauscherfläche auf der Brenngasseite auf.
[0009] Herkömmliche Korrosionsschutzmaßnahmen, die Stand der Technik sind, können aus mehreren
Gründen nicht ergriffen werden. Verfahren wie Phosphatierung bzw. Chromatierung bedingen
eine kontinuierlich Schwermetallionenemision an die Umgebung und scheiden aufgrund
der zu erwartenden Verschärfung der Abwassergesetzgebung aus.
[0010] Lacksysteme kommen als Alternative ebenfalls nicht in Frage. Lacke als Oberflächenschutz
führen zu einer Beeinträchtigung der Wärmeleitung, die im vorliegenden Fall nur in
engen Grenze tolerierbar ist. Weiterhin führt bei herkömmlichen Lackbeschichtungen
die Wasserdampfdiffusion zu Unterwanderung der Schutzschicht. Bei der anschließenden
Kondensation auf der Metalloberfläche verursacht dies ein Abheben der Schicht und
eine Beschleunigung des Korrosionsvorgangs, wie dies von lokalisierten Korrosionsarten
bekannt ist.
[0011] Eine Beschichtung solcher Rippenrohre für Wärmetauscher mit einem Plasmapolymeren
wäre an und für sich wünschenswert. Diesbezügliche Versuche führten jedoch nicht zu
korrosionsbeständigen Beschichtungen. In der Regel zeigte sich, daß die Plasmapolymere
nicht fest genug an der Metalloberfläche hafteten und eine mehr oder weniger schnelle
Unterwanderung der Beschichtung stattfand mit dem Ergebnis, daß es rasch zu Ablösungserscheinungen
kommt.
[0012] Aus der DE-A-42 16 999 ist ein Verfahren zur Oberflächenbeschichtung von Silbergegenständen
bekannt, bei dem die Oberfläche zunächst mit einem abtragenden Plasma behandelt und
die Oberfläche anschließend mit einem Plasmapolymeren beschichtet wird, wobei zunächst
eine Kopplungsschicht, darauf eine permeationsverhindernde Oberflächenschicht und
schließlich eine Versiegelungsschicht erzeugt werden. Für die Kopplungsschicht kommen
insbesondere Ethylen und Vinyltrimethylsilan zum Einsatz, für die permeationsverhindernde
Schicht Ethylen und für die Versiegelung Hexamethyldisiloxan in Verbindung mit Sauerstoff
als plasmabildende Monomere, wobei ein kontinuierlicher Übergang zwischen den plasmabildenden
Monomeren stattfindet. Die Beschichtungen sind weitgehend kratzfest und bilden einen
guten Anlaufschutz, können aber so eingestellt sein, daß sie mit einem Reinigungsmittel
entfernt werden können. Eine Beschichtung von Aluminiumsubstraten führt nicht zu korrosionsbeständigen
Beschichtungen.
[0013] Insgesamt wäre es wünschenswert, über ein Verfahren zu verfügen, mit dem metallische
Werkstoffe, insbesondere Aluminiumwerkstoffe dauerhaft und korrosionsfest mit einem
Plasmapolymer beschichtet werden können.
[0014] Diese Ziel wird mit einem Verfahren der eingangs genannten Art erreicht, bei dem
das Substrat in einem Vorbehandlungsschritt einer mechanischen, chemischen und/oder
elektrochemischen Glättung unterworfen wird und anschließend bei einer Temperatur
von weniger als 200°C und einem Druck von 10
-5 bis 100 mbar einem Plasma ausgesetzt wird, wobei in einem ersten Schritt in einem
reduzierenden Plasma die Oberfläche aktiviert und in einem zweiten Schritt das Plasmapolymere
aus einem Plasma, das wenigstens ggf. eine Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel enthaltende,
unter den Bedingungen des Plasmas verdampfbare Kohlenwasserstoff- oder siliciumorganische
Verbindung, die Fluoratome enthalten können, enthält, abgeschieden wird.
[0015] Es wurde überraschend gefunden, daß die Kombination einer glättenden Vorbehandlung
des zu beschichtenden Metallsubstrats mit einer Plasmahandlung das Problem der mangelnden
Haftung der Beschichtung auf der Metalloberfläche löst. Dabei besteht die Plasmabehandlung
wiederum aus 2 Schritten, zum einen aus einer Behandlung der Oberfläche mit einem
reduzierenden Plasma, das abtragend auf die Oberfläche einwirkt, und einem zweiten
Schritt, in dem die eigentliche Beschichtung direkt auf die plasmavorbehandelte Metallschicht
aufgebracht wird.
[0016] Die Vorbehandlung, insbesondere Glättung der Oberfläche des Metallsubstrat kann mit
mechanischen, chemischen oder elektrochemischen Mitteln erfolgen. Besonders bevorzugt
sind Kombinationen aus mechanischer und chemischer Glättung. Der mechanischen und/oder
chemischen Glättung kann in jedem Fall eine elektrochemische Glättung nachgeschaltet
werden, wenn das jeweilige Metallsubstrat dies zuläßt. Das Elektropolierverfahren
ist beispielsweise bei Rippenrohren aus physikalisch/technischen Gründen nicht zur
Oberflächenbehandlung geeignet. Hier ist man auf chemische Verfahren, wie saures oder
alkalisches Beizen, angewiesen. Gemäß DE-C-40 39 479 kann auch ein Kombination aus
Beizen in Verbindung mit einer mechanischen Störung der Oberfläche durch Wischen,
Bürsten, Strahlen oder dergleichen zum Einsatz kommen, wobei insbesondere das Werkstück
mit einem Flüssigkeitsstrahl, daß das Beizmittel sowie abbrasiv wirkende Partikel
enthält, beaufschlagt wird.
[0017] Bei dem zur Glättung der Oberfläche eingesetzten Beizverfahren handelt es sich um
chemische Vorgänge, bei denen mit Hilfe aggressiver Chemikalien vornehmlich Oxid-,
Rost- und Zunderschichten von der jeweiligen Metalloberfläche entfernt werden. Bei
Beizflüssigkeiten handelt es sich meist um Säuren, die sowohl die Deckschichten als
auch das Metall selbst angreifen. Das Beizen ist kein einheitlicher Vorgang. Vielmehr
laufen verschieden chemische und physikalische Vorgänge nebeneinander und auch nacheinander
ab. Die Vorgänge sind oft elektrochemischer Natur, wobei es zwischen den Metalloxiden
und der Metalloberfläche zur Bildung von Lokalelementen kommt.
[0018] Das Elektropolieren ist ein Verfahren zum Glänzen von Metalloberflächen, bei dem
Erhöhungen und Grate elektrolytisch abgetragen werden.
[0019] Insbesondere bei Aluminium ist das chemische Glanzbeizen als Verfahren zur Einebnung
von Oberflächenrauhigkeiten weit entwickelt. Grundsätzlich hat es eine größere Bedeutung
als das Elektropolieren. Es gibt eine Reihe chemischer Glanzbeizen für Aluminium.
[0020] Die meisten chemischen Glanzlösungen sind auf Phosphorsäurebasis aufgebaut. Ein Zusatz
von Salpetersäure bewirkt die Bildung spiegelnder Oberflächen und verbessert auch
ihre Qualität. Die Zugabe von Schwefelsäure beschleunigt die Metallauflösung und verbessert
die Einebnung. Weitere Zusätze können die Metallabtragsgeschwindigkeit weiter erhöhen
und die Standzeiten des Bades verlängern.
[0021] Die Wirkung von Beizen, auch Glanzbeizen, läßt sich in Verbindung mit mechanischen
Oberflächenbehandlungsverfahren weiter vergleichmäßigen und beschleunigen. Erfindungsgemäß
kommt insbesondere eine solche Kombination von mechanischen und chemischen Oberflächenbehandlungsverfahren
zur Glättung, wie sie in der DE-C-40 39 479 beschrieben sind, zum Einsatz.
[0022] Aufgrund der amphoteren Eigenschaften von Aluminium und seiner Legierungen können
dort auch alkalische Lösungen zum Reinigen und Beizen eingesetzt werden.
[0023] Im allgemeinen wird die Oberfläche durch die Glättungsbehandlung bis hin zu einem
gemittelten Mittenrauhigkeit von weniger als 350 nm, vorzugsweise weniger als 250
nm geglättet. Durch Elektropolieren, insbesondere auch nachgeschaltetes Elektropolieren
nach einer mechanisch/chemischen Glättung, können gemittelte Mittenrauhigkeit von
weniger als 100 nm erreicht werden.
[0024] Die auf diese Art und Weise erzielten geglätteten Oberflächen sind allerdings immer
noch nicht optimal für die Aufbringung eines Plasmapolymeren geeignet. Wird im Anschluß
an die mechanische/chemische und/oder elektrochemische Glättung ein Plasmapolymeres
aufgetragen, zeigt dies noch nicht die erwünschten Standzeiten unter korrosiven Bedingungen.
Voraussetzung hierfür ist eine weitere Oberflächenbehandlung mittels eines reduktiv
eingestellten Plasmas, insbesondere eines Wasserstoffplasmas. Diese Plasmabehandlung
erfolgt bei Temperaturen von ≤ 200°C bei Drücken von ≤ 100 mbar, insbesondere bei
≤ 100°C und ≤ 10 mbar. Dem Wasserstoff als Träger des Plasmas können weitere Gase
beigemischt werden, beispielsweise Kohlenwasserstoffe und insbesondere Olefine, wie
nachstehend beschrieben, sowie Sauerstoff, Stickstoff oder auch Argon, wobei darauf
zu achten ist, daß der reduzierende Charakter beibehalten wird.
[0025] Das Ergebnis dieser Plasmabehandlung ist die Erzielung einer aktivierten Oberfläche.
Unter den reduzierenden Bedingungen wird vermutlich eine Verringerung der Aluminiumoxidschicht
und/oder oberflächennaher Aluminiumhydroxide auf der Metalloberfläche herbeigeführt,
so daß sich Ansatzpunkte für eine reaktive Anbindung eines später aufgebrachten Plasmapolymeren
direkt an das Metall ergeben. Weiterer Nebeneffekt ist, daß die Oberfläche durch die
Plasmabehandlung weiter geglättet wird.
[0026] Auf die plasmabehandelte Oberfläche wird, vorzugsweise zunächst unter weiter reduzierenden
Bedingungen, ein Plasmapolymeres niedergeschlagen. Als Hauptbestandteil dieses Plasmapolymers
dient Kohlenwasserstoff- und/oder eine siliciumorganische Verbindung, die Sauerstoff-,
Stickstoff- oder Schwefelatome enthalten kann, wobei diese Kohlenwasserstoff- oder
siliciumorganische Verbindung einen Siedepunkt aufweist, das sie unter den in der
Plasmabeschichtungskammer herrschenden Temperatur- und Druckbedingungen verdampfbar
ist. In erster Linie kommen hierfür Alkane, Alkene, aromatische Kohelwasserstoffe,
Silane, Siloxane, Silazane und Silathiane in Frage, vorzugsweise Siloxane. Besonders
bevorzugt ist der Einsatz von Hexamethyldisiloxan und Hexamethylcyclotrisiloxan. Andere
Verbindungen sind Hexamethyldisilazan und Hexamethylcyclotrisilazan, wie auch Hexamethyldisilathian.
Einsetzbar sind auch höhere Homologe dieser Verbindungen und Mischungen solcher Verbindungen,
ebenso wie die teilweise oder vollständig fluorierten Derivate.
[0027] Als Co-Monomer für die Bildung des Plasmapolymeren aus siliciumorganischen Monomeren
kommen Kohlenwasserstoffe, insbesondere Olefine in Frage, beispielsweise Ethylen,
Propen und Cyclohexen. Silane, insbesondere vinylhaltige siliciumorganische Verbindungen
können ebenfalls als Co-Monomere eingesetzt werden, beispielsweise Vinyltrimethylsilazan.
Diese ungesättigten Monomeren können der O-, N- oder S-Atom-haltigen siliciumorganischen
Verbindung in festen oder sich ändernden Anteilen zugemischt werden, wobei eine abgestufte
Zumischung in Frage kommt. Beispielsweise kann bei stufenweisem Aufbau des Plasmapolymeren
zunächst eine Übergangsschicht auf der Metalloberfläche aufgebaut werden, die ausschließlich
oder überwiegend aus der siliciumorganischen Verbindung besteht, und anschließend
der Kohlenwasserstoff zugemischt werden. Die umgekehrte Verfahrensweise ist ebenfalls
möglich. Auf diese Art und Weise lassen sich die Eigenschaften der Plasmapolymerbeschichtung
dahingehend verändern, daß eine optimale Anheftung an das Metallsubstrat und/oder
eine optimale Beständigkeit gegen korrodierende Substanzen gegeben ist. Ein solch
gradierter Aufbau ist beispielsweise aus der DE-A-42 16 999 bekannt.
[0028] Bei der Plasmapolymerisation können zusätzlich zu diesen Monomeren weitere Gase eingespeist
werden, beispielsweise Sauerstoff, Stickstoff oder Argon, um die Eigenschaften des
Plasmas und des Plasmapolymeren zu beeinflussen.
[0029] Die Plasmapolymerisation findet im allgemeinen bei einer Temperatur von ≤ 200°C,
vorzugsweise ≤ 100°C und insbesondere etwa 60°C statt. Der Druck in der Plasmabeschichtungskammer
liegt im allgemeinen bei ≤ 10 mbar.
[0030] Die durch die Plasmapolymerbildung gebildete Schicht auf dem Metallsubstrat hat zweckmäßigerweise
eine Dicke von 100 nm bis 10 µm. Es ist aber ohne weiteres möglich, für besondere
Zwecke Schichtdicken von weniger als 100 nm zu erzeugen.
[0031] Im Gegensatz zu anderen Beschichtungen, auch anders aufgebrachten Plasmapolymerbeschichtungen,
wird erfindungsgemäß eine Glättung der Oberfläche durch eine einebnende Beizung erzielt,
deren Wirkung durch einen überlagerte leichte mechnische Komponente gesteigert und
vergleichmäßigt wird. Es kommt daher weniger zu einer mechanischen Verklammerung der
Polymerbeschichtung auf dem Metallsubstrat aufgrund einer relativ hohen Rauhigkeit
des Substrats, sondern vielmehr zu einer eher chemischen Anbindung an freie Valenzen
der freigelegten und freigeätzten Metalloberfläche. Es wird im allgemeinen eine nahezu
spiegelblanke, optisch ansprechende Oberfläche auf nicht strukturierten Metalloberflächen
erreicht. Insbesondere wird erreicht, daß die Beschichtung von ihrer Dicke her nicht
mehr in den Oberflächenstrukturen einer rauhen Metalloberfläche "untergeht", sondern
eine gleichmäßige, ebene Schicht entsteht.
[0032] Eine im Vergleich zur technischen Oberfläche um ein Mehrfaches gesteigerte Korrosionsschutzwirkung
wurde erfindungsgemäß erzielt.
[0033] Eine weitere Steigerung der Langzeitkorrosionsbeständigkeit wird durch den Einbau
eines im Vakuum verdampfbaren Korrosionsinhibitors in vorzugsweise die unterste Lage
der plasmapolymeren Beschichtung erzielt. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Ergebnissen
ist es nicht wesentlich, daß ein solcher Korrosionsinhibitor direkt auf die Substratoberfläche
aufgebracht wird, also nicht direkt in der Haftungsebene liegt und diese dadurch schwächt.
Vielmehr wird eine Fernwirkung erzielt, die insbesondere mit der Verwendung leitfähiger
Polymere verbunden ist. Geeignete solche Polymere sind beispielsweise Polyaniline,
die im Vakuum einen geringen Dampfdruck haben oder in feinstverteilter Form in das
Plasmapolymer eingebracht werden können, in einer Menge von 0,1 bis 1 Gew.-%.
[0034] Über den Einsatz auf Aluminiumwerkstoffe hinaus ist die beschriebene Technologie
auf weitere metallische Werkstoffe, insbesondere solche, die zur Ausbildung einer
Oberflächenoxidschicht neigen, anwendbar.
[0035] Das erfindungsgemäße Verfahren kann weiterhin dazu eingesetzt werden, eine plasmapolymere
Grundierung auf ein Metallsubstrat aufzubringen, die dann anschließend durch weitere
Beschichtungen ergänzt wird. Hierdurch können korrosionsfeste Beschichtungen für verschiedenste
Zwecke mit hoher Beschichtungsdicke erzielt werden, die genügend Schichtdicke für
eine abrasive Beanspruchung haben. Besonders gut hierfür geeignet sind Ormocere. Beschichtungen
von Ormoceren haben von ihrem strukturellen Aufbau her Ähnlichkeit mit hochvernetzten
plasmapolymeren Beschichtungen, können jedoch ohne den relativ langsamen Beschichtungsprozess
im Vakuum aufgebaut werden. Die typischen Schichtdicken liegen hierbei in der Größenordnung
von 1 bis 100 nm. Mit der Kombination sind ähnlich gute Korrosionseigenschaften zu
erzeilen wie mit plasmapolymeren Beschichtungen allein.
[0036] Insbesondere ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Beschichtung von Aluminiumwerkstoffen
geeignet, wobei die erzielte Korrosionsbeständigkeit den Aluminiumwerkstoff besonders
für den Einsatz als Wärmetauscher und zur Herstellung von Rippenrohren für Wärmetauscher
in Brennwertkesseln geeignet macht.
Beispiel
[0037] Als Testmaterial wurden Rechteckproben aus dem Werkstoff AlMgSi0,5 verwandt. Die
Proben wurden zunächst einem mehrstufigen Reinigungsverfahren unterworfen, um Fremstoffe,
wie Öle und Fette zu entfernen. Anschließend wurde die Oberfläche der Bleche mit einem
kombinierten Beiz- und Elektropolierverfahren behandelt.
[0038] Die Proben wurden zunächst mittels Bürste in einer pH-neutralen Seifenlaugelösung
mechanisch gereinigt, danach abgespült, und erneut in der Seifenlaugenlösung 30 min.
bei t = 70°C im Ultraschallbad behandelt. Nach weiterem Abspülen mit fließendem Wasser
und Trocknen mit Heißluft wird im Ultraschallbad mit Aceton reinst entfettet und mit
Heißluft getrocknet.
[0039] Anschließend werden die Metallproben in einer Beize aus 46,0 Teilen Wasser, 50,0
Teilen konzentrierte Salpetersäure und 4,0 Teilen Flußsäure bei Raumtemperatur 120
s gebeizt. Nach Abspülen mit Wasser und Ethanol wurde das Werkstück dann elektrochemisch
poliert. Als Elektrolyt diente eine Mischung aus 78 ml 70 bis 72 %-ige Chlorsäure,
120 ml aqua dest, 700 ml Ethanol und 100 ml Butylglykol. Das Eletropolieren wurde
über einen Zeitraum von 180 s bei einer Elektrolyttemperatur von -15 bis + 8°C, einem
Polierstrom von 5 bis 18 A/dm
2 und einer Polierspannung von 19 bis 11 V durchgeführt.
[0040] Unmittelbar nach dem Elektropolieren wurde die Probe mit Wasser abgespült und im
Ultraschallbad 10 min. in kaltem Wasser behandelt. Zum Schluß wurde mit Heißluft getrocknet.
[0041] Vor der Oberflächenglättung hatte das Werkstück eine matte Oberfläche mit einer Mittenrauhigkeit
von 0,570 µm (gemittelt aus 5 Messungen). Nach der Elektropolitur betrug die Mittenrauhigkeit
weniger als 100 nm. Die Oberfläche war hochglänzend.
[0042] Die Plasmabehandlung wurde in einer üblichen Plasmapolymerisationsanlage durchgeführt,
bei der in den Unterdruckbehälter das monomere Gas eingeführt und durch hoch frequenten
Wechselstrom und/oder Mikrowellenenergie zur Plasmabildung angeregt wurde.
[0043] In dem ersten Schritt der Plasmabehandlung wurde das Aluminiumwerkstück bei 60°C
und 50 mbar 120 s mit einem Wasserstoffplasma beaufschlagt. Der Wasserstoff wurde
sukzessive durch Einspeisung von Hexamethyldisiloxan bei einem Druck von 10 mbar ersetzt.
Der Volumenstrom betrug zu 500 ml/min., die Leistung lag bei max. 5 KW. Die Auftragung
erfolgte in einer Schichtdicke von 500 nm.
[0044] Das Beispiel wurde dahingehend variiert, daß bei der Plasmapolymerisation zunächst
auf die Metalloberfläche ein Plasmapolymeres aus Ethylen als Monomer aufgebracht wurde,
dem in zunehmenden Mengen Hexamethyldisiloxan zugemischt wurde, bis das Ethylen vollständig
verdrängt war.
[0045] In weiteren Versuchen wurden den Monomeren als Zusatzgase Sauerstoff und Stickstoff
beigemischt.
[0046] In allen diesen Verfahren wurden hoch korrosionsfeste, dünne, transparente Schichten
auf der Oberfläche des Aluminiumbleches abgeschieden, das seinen hochglänzenden Charakter
behielt.
[0047] Durch Elektronenmikroskopie wurde festgestellt, daß die plasmapolymere Schicht eine
gute Anbindung an die Metalloberfläche besitzt. Die plasmapolymere Schicht ist amorph
und praktisch fehlerfrei, d. h. sie weist keine Poren oder Einschlüsse auf.
[0048] Das Korrosionsverhalten der so beschichteten Aluminiumbleche wurde in 25 %-iger Schwefelsäure
bei Raumtemperatur und 60 bis 70°C sowie in 20 %-iger Salpetersäure bei Raumtemperatur
geprüft. Alle Proben erwiesen sich in den über mehrere Stunden durchgeführten Tests
als beständig. Es trat keine Einwanderung der Testflüssigkeit in die Beschichtung
oder gar Unterwanderung der Beschichtung durch die Flüssigkeit auf. Ablösungserscheinungen
wurden nicht beobachtet.
[0049] Die erfindungsgemäß beschichteten Aluminiumbleche erwiesen sich bei 350°C unter Bedingungen,
wie sie in einem Wärmetauscher für Brennwertkessel herrschen, absolut beständig. Sie
weisen zudem eine herabgesetzte Oberflächenspannung auf, weshalb eine geringere Tendenz
zu mineralischen Anlagerungen, beispielsweise in Form von Kesselstein, besteht. Die
herabgesetzte Oberflächenspannung schützt auch vor biologischem Bewuchs, beispielsweise
bei Werkstücken, die Seewasser ausgesetzt sind,
1. Verfahren zur korrosionsfesten Beschichtung von Metallsubstraten mittels Flasmapolymerisation,
dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat in einem Vorbehandlungsschritt einer mechanischen, chemischen und/oder
elektrochemischen Glättung unterworfen wird und anschließend bei einer Temperatur
von weniger als 200°C und einem Druck von 10-5 bis 100 mbar einem Plasma ausgesetzt wird, wobei in einem ersten Schritt in einem
reduzierenden Plasma die Oberfläche aktiviert und in einem zweiten Schritt ein Plasmapolymer
aus einem Plasma, das wenigstens eine ggfs. Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel enthaltende,
unter den Bedingungen des Plasmas verdampfbare Kohlenwasserstoff- oder siliciumorganische
Verbindung, die Fluoratome enthalten kann, enthält, abgeschieden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallsubstrat Aluminium oder eine Aluminiumlegierung ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallsubstrat einer Kombination von mechanischer Oberflächenbehandlung und Beizen
unterworfen wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallsubstrat elektrochemisch poliert wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine gemittelte Mittenrauhigkeit des Metallsubstrats nach der Glättungs behandlung
von weniger als 350 nm.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmabehandlung bei einer Temperatur von ≤ 100°C erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Schritt der Plasmabehandlung die Oberfläche mit einem Wasserstoffplasma
bei einem Druck ≤ 100 mbar aktiviert wird.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die siliciumorganische Verbindung im zweiten Schritt der Plasmabehandlung ein Siloxan,
Silazan oder Silathian enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Siloxan, insbesondere Hexamethyldisiloxan oder Hexamethylcyclotrisiloxan eingesetzt
wird.
10. Verfahren nach einem der voratehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Plasma einen Kohlenwasserstoff, insbesondere ein Olefin enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kohlenwasserstoff Ethylen, Propylen oder Cyclohexen ist.
12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidung im zweiten Plasmabehandlungaschritt bei einern Druck von ≤ 10 mbar
unter zunächst reduzierenden Bedingungen stattfindet.
13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Sauerstoff, Stickstoff und/oder ein Edelgas in das Plasma eingespeist wird.
14. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmapolymerschicht in einer Dicke von 100 nm bis 1 µm aufgetragen wird.
15. Verfahren nach einem der vorstebenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in das Plasmapolymere ein Korrosionsinhibitor eingebracht wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Korrisionsinhibitor ein Polyanilin in einer Menge von 0,1 bis 1 Gew,-% ist.
17. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das plasmabeschichtete Metallsubstrat mit einer weiteren Beschichtung versehen wird.
18. Anwendung des Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche auf einen Aluminium-Wärmetauscher,
insbesondere in Form von Rippenrohren.
19. Metallsubstrat mit einer korrosionsfesten Beschichtung, dadurch gekennzeichnet, daß es nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 17 erhältlich ist.
1. A method for corrosion-resistant coating of metal substrates by means of plasma polymerisation,
characterized in that the substrate is subjected in a preliminary treatment step to mechanical, chemical
and/or electrochemical smoothing and is then exposed to a plasma at a temperature
of less than 200 °C and a pressure from 10-5 to 100 mbar, wherein the surface is activated in a first step in a reducing plasma
and a plasma polymer is deposited in a second step from a plasma which contains at
least one hydrocarbon or organo-silicon compound, which can contain fluorine atoms,
which can be vaporised under the conditions of the plasma and which optionally contains
oxygen, nitrogen or sulphur.
2. A method according to claim 1, characterized in that the metal substrate is aluminium or an aluminium alloy.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that the metal substrate is subjected to a combination of mechanical surface treatment
and etching.
4. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the metal substrate is electrochemically polished.
5. A method according to any of the preceding claims, characterized by an average mean roughness of the metal substrate after the smoothing treatment of
less than 350 nm.
6. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the plasma treatment is effected at a temperature of ≤ 100 °C.
7. A method according to any of the preceding claims, characterized in that in that the surface is activated with a hydrogen plasma at a pressure ≤ 100 mbar in the first
step of the plasma treatment.
8. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the organo-silicon compound in the second step of the plasma treatment contains a
siloxane, silazane or silathiane.
9. A method according to claim 8, characterized in that a siloxane, especially hexamethyldisiloxane or hexamethylcyclotrisiloxane is used.
10. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the plasma contains a hydrocarbon, especially an olefin.
11. A method according to claim 10, characterized in that the hydrocarbon is ethylene, propylene or cyclohexene.
12. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the separating out in the second plasma treatment step takes place at a pressure
of ≤ 10 mbar under initially reducing conditions.
13. A method according to any of the preceding claims, characterized in that oxygen, nitrogen and/or a noble gas is fed into the plasma.
14. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the plasma polymer coating is applied to a thickness of 100 nm to 1 µm.
15. A method according to any of the preceding claims, characterized in that a corrosion inhibitor is introduced to the plasma polymer.
16. A method according to claim 15, characterized in that the corrosion inhibitor is a polyaniline in an amount from 0.1 to 1% by weight.
17. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the plasma coated metal substrate is provided with a further coating.
18. Use of the method according to any of the preceding claims on an aluminium heat exchanger,
especially in the form of finned tubes.
19. A metal substrate with a corrosion-resistant coating, characterized in that it is obtainable according to a method according to any of claims 1 to 17.
1. Procédé de revêtement résistant à la corrosion de substrats métalliques au moyen d'une
polymérisation à plasma,
caractérisé en ce qu'
on soumet le substrat, dans une étape de prétraitement, à un lissage mécanique, chimique
et/ou électrochimique, puis on l'expose à une température inférieure à 200°C et à
une pression de 10-5 à 100 mbar à un plasma, opération dans laquelle, dans une première étape, on active
la surface dans un plasma réducteur, et dans une seconde étape, on dépose un polymère
plasmatique constitué d'un plasma qui contient au moins un composé organique d'hydrocarbure
ou de silicium, vaporisable dans les conditions du plasma, contenant au moins le cas
échéant un atome d'oxygène, d'azote ou de soufre, ce composé pouvant contenir des
atomes de fluor.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le substrat métallique est l'aluminium ou un alliage d'aluminium.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
on soumet le substrat métallique à une combinaison de traitement de surface métallique
et de mordançage.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on polit électrochimiquement le substrat métallique.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par une rugosité moyenne du substrat métallique après traitement de lissage inférieure
à 350 nm.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le traitement plasmatique s'effectue à une température inférieure ou égale à 100°C.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans la première étape du traitement au plasma on active la surface avec un plasma
à l'hydrogène à une pression ≤ 100 mbar.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le composé d'organosilicium dans la seconde étape du traitement au plasma contient
un siloxane, un silazane ou un silathiane.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce qu'
on utilise un siloxane, en particulier l'hexaméthyl disiloxane ou l'hexaméthyl cyclotrisiloxane.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le plasma contient un hydrocarbure, en particulier une oléfine.
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
l'hydrocarbure est l'éthylène, le propylène ou le cyclohexène.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dépôt dans la seconde étape de traitement au plasma s'effectue à une pression ≤
10 mbar et dans des conditions tout d'abord réductrices.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on introduit de l'oxygène, de l'azote et/ou un gaz rare dans le plasma.
14. Procédé selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'on dépose la couche de polymère plasmatique en une épaisseur de 100 nm à 1 µm.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on introduit dans le polymère plasmatique un inhibiteur de corrosion.
16. Procédé selon la revendication 15,
caractérisé en ce qu'
l'inhibiteur de corrosion est une polyaniline en une quantité de ,01 à 1 % en poids.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on munit d'une couche supplémentaire le substrat métallique revêtu de plasma.
18. Application du procédé selon l'une des revendications précédentes à un échangeur d'ions
en aluminium, en particulier sous forme de tubes à nervures.
19. Substrat métallique présentant un revêtement anti-corrosion,
caractérisé en ce qu'on l'obtient selon un procédé d'une des revendications 1 à 17.