| (19) |
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(11) |
EP 1 027 245 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.12.2001 Patentblatt 2001/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.10.1998 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9806/886 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9924/304 (20.05.1999 Gazette 1999/20) |
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| (54) |
SCHIENENFAHRZEUGSYSTEM
RAIL VEHICLE SYSTEM
SYSTEME DE VEHICULE SUR RAIL
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK ES FI FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
05.11.1997 DE 19748732 29.04.1998 DE 19819094
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.08.2000 Patentblatt 2000/33 |
| (73) |
Patentinhaber: DaimlerChrysler AG |
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70567 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BAIER, Michael
D-68309 Mannheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Luderschmidt, Schüler & Partner GbR |
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Patentanwälte, John-F.-Kennedy-Strasse 4 65189 Wiesbaden 65189 Wiesbaden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/21558 DE-A- 19 520 549 GB-A- 951 922
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DE-A- 4 419 851 DE-U- 9 309 351
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- "SELBSTANGETRIEBENE TRANSPORTEINHEIT FÜR DIE DB AG" ZEV + DET GLAS. ANN., Bd. 121,
Nr. 1, Januar 1997, Seiten 36-37, XP000678390
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schienenfahrzeugsystem, das Funktionseinheiten
zur Bildung eines Zuges aufweist.
[0002] Übliche Schienenfahrzeugkonzepte beruhen auf einer Funktionsaufteilung zwischen "Transportgeschwindigkeit
erzeugen", realisiert durch eine Lokomotive (Lok) und "Transportgut aufnehmen", realisiert
durch Waggons. Basierend auf dieser starren Funktionsaufteilung sind unterschiedliche
Lok-/Zugtypen entstanden.
[0003] Unterfunktionen der Transportgeschwindigkeitserzeugung sind die Funktionen "Antreiben"
and "Bremsen". Die Beschleunigungskräfte der Funktion "Antreiben" werden ausschließlich
über den Rad/Schiene-Kontakt der Lok übertragen, zum Bremsen wird zusätzlich die Bremse
mit ihren Waggon-Rad/Schiene-Kontakten hinzugezogen. Der Lokantrieb kann bei elektrisch
angetriebenen Einheiten im Bremsbetrieb generatorisch genutzt werden, wobei die gewonnene
Energie in das Netz zurückgespeist oder über einen Bremswiderstand vernichtet wird.
Auch bei diesel- bzw. dieselelektrisch angetriebenen Einheiten ist prinzipiell eine
(Rück)gewinnung von elektrischer Energie realisierbar. Die Zugbremse arbeitet dagegen
pneumatisch/mechanisch und ermöglicht keine Energierückspeisung. Sie ist starkem Verschleiß
ausgesetzt und verursacht hohe Betriebskosten.
[0004] Im Personenbeförderungsbereich sind erste Tendenzen in Richtung einer anderen Funktionsaufteitung
erkennbar, Im ICE3 werden beispielsweise erstmals "Antriebsdrehgesteile" zum Einsatz
kommen, die jedoch nicht konsequent über den gesamten Zug verteilt sind. Beim ICE3
gibt es nichtangetriebene Achsen und damit Bedarf an einem stark ausgeprägten pneumatischen
Lok-/Zugbremssystem.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schienenfahrzeugsystem anzugeben, das
einen universellen, bedarfsabhängigen und während der Betriebszeit veränderbaren Zugaufbau
ermöglicht und dabei Verbesserungen bezüglich des Energiebedarfs und der Betriebskosten
erwarten läßt,
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Schienenfahrzeugsystem mit modularen Funktionseinheiten
gemäß dem Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in weiteren Ansprüchen
angegeben.
[0007] Das Schienenfahrzeugsystem weist als modular zusammensetzbare Funktionseinheiten
Verbindungsdrehgestelle und darauf aufsetzbare Funktionseinheiten, Steuereinheiten
und Transporteinheiten auf. Die Verbindungsdrehgestelle übernehmen neben der Tragefunktion
von Steuer-, Versorgungs- oder Transporteinheiten sowohl die Antriebs- und Bremsfunktion
als auch eine Kupplungsfunktion wahr. Das damit vorgeschlagene Zugbaukastensystem
weist eine Reihe von Vorteilen auf. Die Funktionseinheiten sind beliebig zu einem
Zug zusammenstellbar, wobei a!le Radsätze elektrisch angetrieben bzw. gebremst sind.
Die Motorisierung der Verbindungsdrehgestelle kann lastabhängig in Baureihen für unterschiedliche
Leistungen realisiert werden. Es sind Verbindungsdrehgestelle unterschiedlicher Leistung
kombinierbar. Auf den Verbindungsdrehgestellen sind Transporteinheiten unterschiedlicher
Art anordenbar. Transporteinheiten für Personen und für Güter sind in einem Zug kombinierbar.
Die Transporteinheiten für Güter können sich in üblicher Weise unterscheiden nach
Containertransport, Schüttgut-Transport und anderem Transport. Steuereinheiten sind
am Zuganfang und/oder Zugende anordenbar, wobei die Steuereinheiten unabhängig von
der Zugart und der Antriebsleistung sein kännen.
[0008] In Ausgestaltung der Erfindung sind die Verbindungsdrehgestelle so ausgeführt, daß
die Verbindung zweier Verbindungsdrehgestellhälften mechanisch, magnetisch/elektromagnetisch
oder auch berührungsfrei und antriebsgesteuert erfolgen kann. Ein An- oder Abkoppeln
weiterer Einheiten, wie Versorgungseinheiten, Steuereinheiten und/oder Transporteinheiten
auf den entsprechenden Verbindungsdrehgestellhälften ist vorteilhaft auch während
der Fahrt möglich.
[0009] Weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung
eines in der Zeichnung beispielhaft dargestellten Zuges.
[0010] Fig. 1 zeigt einen modular zusammengesetzten Zug 1, bei dem auf Verbindungsdrehgestellen
2 Versorgungseinheiten 3 Steuereinheiten 4 und Transporteinheiten 5 aufgesetzt sind.
[0011] Die Verbindungsdrehgestelle 2 weisen jeweils wenigstens zwei Achsen mit jeweils einer
elektrischen Antriebs/Bremseinheit auf. Sie sind teilbar ausgeführt, so daß sie eine
Kupplungsfunktion übernehmen. Solche Verbindungsdrehgestelle 2 werden mit unterschiedlichen
Antriebs/Bremsleistungen zur Verfügung gestellt. Als Sondermodul im Sinne eines Zugbaukastens
sind auch Verbindungsdrehgestelle möglich, bei denen nur eine der Achsen angetrieben
bzw. gebremst ist.
[0012] Die Versorgungseinheiten 3 enthalten die notwendigen Einrichtungen, wie Stromabnehmer
6, Transformator und Stromrichter zur Stromentnahme aus einer Fahrleitung und zur
Energierücklieferung in die Fahrleitung oder zur Wandlung von fossiler Energie in
elektrische Energie. Auch die Versorgungseinheiten 3 werden im Schienenfahrzeugsystem
für unterschiedliche Leistungen zur Verfügung gestellt. Universell einsetzbare Steuereinheiten
4 können dagegen last- oder leistungsunabhängig ausgeführt sein.
[0013] Transporteinheiten 5 sind unterschiedlich ausgeführt je nach Personen- oder Gütertransport
und auch nach der Art des zu transportierenden Gutes.
[0014] Es sind mehrere Versorgungseinheiten 3 im Zug anordenbar zur Anpassung an die jeweilige
Antriebsleistung und um den Zug teilbar auszuführen.
Ein so gebildeter Zug enthält in der Regel ausschließlich elektrisch angetriebene
und gebremste Achsen, wodurch eine gesteigerte Energierückspeisung ermöglicht ist.
Die Gesamtenergiebilanz eines Bahnsystems wird erheblich verbessert. Pneumatisch bzw.
mechanisch wirkende Bremsen sind zwar zusätzlich erforderlich, ihr Einsatz ist jedoch
wesentlich verringert. Eine Geringerdimensionierung und Verschleißreduktion können
verwirklicht werden. Die Antriebsleistung läßt sich gut an den tatsächlichen temporär
bedingten Bedarf anpassen.
[0015] Eine Leistungsstufung der Verbindungsdrehgestelle und Versorgungseinheiten im Sinne
einer Baureihengestaltung erlaubt es, in personentransportschwachen Betriebszeiten
Gütertransportelemente im Personenzugverband mitzuführen. Es ist denkbar, daß Steuereinheiten
nach einer an einer beliebigen Stelle des Zugverbandes durchgeführten Zugtrennung
- eventuell sogar während der Fahrt - mit den so entstandenen Teilzügen separat zu
unterschiedlichen Zielbahnhöfen weiterfahren bzw. mit anderen, in gleicher Weise konzipierten
Teilzügen zu neuen Mischverbänden gekoppelt werden könnten. Dadurch kann die Transportkapazität
einzelner Trassen optimiert und eine verbesserte Zuglaufplanung ermöglicht werden.
[0016] In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugsystemes sind in
die einzelnen Verbindungsdrehgestelle 2 dezentrale Controller (Steuereinheiten) integriert.
In einer Steuereinheit 4 befindet sich ein zentraler Fahrzeugsteuerungsrechner. Die
aktuelle Belastung der einzelnen Achsen der Verbindungsdrehgestelle 2 wird über Lastsensoren
erfaßt und dem entsprechenden dezentralen Controller mitgeteilt. Jeder der dezentralen
Controller ist damit in die Lage versetzt, in Kommunikation mit dem zentraler Fahrzeugsteuerungsrechner
über ein Bussystem die einzeinen Achsen individuell, in Abhängigkeit vom aktuellen
Belastungsfall und Zugzustand bedarfsgerecht zu regeln, also anzutreiben oder abzubremsen.
Weiterhin wird dadurch ein antriebsgekoppeiter Zugverbund ermöglicht, bei dem alle
Einheiten, wie Versorgungseinheiten 3, Steuereinheiten 4 und Transporteinheiten 5
antriebsgeregelt ohne direkten Bedarf einer mechanischen oder elektromagnetischen
Kupplung hintereinander fahren.
1. Schienenfahrzeugsystem, das zur Bildung eines Zuges (1) als modular zusammensetzbare
Funktionseinheiten Verbindungsdrehgestelle (2) und darauf aufsetzbare Versorgungseinheiten
(3), Steuereinheiten (4), und Transporteinheiten (5) enthält, wobei
- die Verbindungsdrehgestelle (2) teilbar ausgeführt sind und jeweils wenigstens zwei
Achsen aufweisen, von denen wenigstens eine mit einer elektrischen Antriebs/Bremseinheit
versehen ist und wobei Verbindungsdrehgestelle (2) mit unterschiedlichen Antriebs/Brems-Leistungen
zur Verfügung stehen,
- die Versorgungseinheiten (3) die notwendigen Einrichtungen, wie Stromabnehmer (6),
Transformator und Stromrichter zur Stromentnahme aus einer und Rücklieferung in eine
Fahrleitung enthalten, und wobei die Versorgungseinheiten (3) für unterschiedliche
elektrische Leistungen zur Verfügung stehen, oder auch zu diesel-/dieselelektrisch
betriebenen Einheiten kompatibel ausgeführt sind,
- die Steuereinheiten (4) last- oder leistungs-unabhängig, universell einsetzbar ausgeführt
sind,
- die Transporteinheiten (5) unterschiedlich ausgeführt sind für Personen- oder Gütertransport
und auch nach der Art des zu transportierenden Gutes, und
- Steuereinheiten (4), Versorgungseinheiten (3) und Transporteinheiten (5) im Zug
(1) jeweils durch Verbindungsdrehgestelle (2) miteinander verbunden sind, und wobei
- die Schnittstellen der Versorgung-, Steuer- und Transporteinheiten einheitlich und
so gestaltet sind, daß ein einfaches und schnelles Austauschen ermöglicht ist.
2. Schienenfahrzeugsystem nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsdrehgestelle (2) so ausgeführt sind, daß die Verbindung zweier Verbindungsdrehgestellhälften
mechanisch, magnetisch/elektromagnetisch oder auch berührungsfrei und antriebsgesteuert
erfolgen kann.
3. Schienenfahrzeugsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einheit zur Umwandlung von Primärenergie in elektrische Energie, wie z. B. ein
von einem Dieselmotor angetriebener Generator, vorhanden ist, die elektrische Antriebsenergie
für die Verbindungsdrehgestellantriebe erzeugt, wobei beim Bremsen rückgewonnene Energie
in einer mit Energiespeichern versehenen Versorgungseinheit (3) zwischengespeichert
oder einem Netz zugeführt wird.
4. Schienenfahrzeugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die Verbindungsdrehgestelle (2) dezentrale Controller integriert sind, denen die
aktuelle, durch Lastsensoren erfaßte Belastung der einzelnen Achsen mitteilbar ist
und welche die einzelnen Achsen in Abhängigkeit vom aktuellen Belastungsfall individuell
und bedarfsgerecht antreiben oder abbremsen,
5. Schienenfahrzeugsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein zentraler Fahrzeugsteuerungsrechner in einer Steuereinheit (4) vorgesehen ist,
welcher über ein Bussystem in Kommunikation mit den dezentralen Controllern steht.
1. A rail vehicle system which, in order to form a train (1), comprises functional units
which can be fitted together in modular form: connecting bogies (2) and, adapted to
be placed thereon, supply units (3), control units (4) and transport units (5), whereby
- the connecting bogies (2) are of divisible construction, each having two axles of
which at least one is fitted with an electrically operated drive/braking unit and
whereby connecting bogies (2) having different drive/braking outputs are available
- the supply units (3) contain the necessary equipment such as current collectors
(6), transformers and power converters to draw current from and return it to a contact
line and whereby the supply units (3) are available for different electricity outputs
or are also constructed to be compatible with diesel/diesel electric units,
- the control units are independent of load or output and are constructed to be universally
usable,
- the transport units (5) are differently constructed for transporting passengers
or freight and also in accordance with the nature of the freight being transported,
and
- control units (4), supply units (3) and transport units (5) in the train (1) are
in each case connected to one another by connecting bogies (2), and whereby
- the interfaces of the supply, control and transport units are uniform and are so
configured that simple and rapid interchange is possible.
2. A rail vehicle system according to claim 1, characterised in that the connecting bogies (2) are so constructed that the connection of two connecting
bogey halves can be mechanical, magnetic/electromagnetic or also contactless and drive/controlled.
3. A rail vehicle system according to claim 1 or 2, characterised in that a unit for converting primary energy into electrical energy such as for example a
generator driven by a diesel engine, is available which generates electrical drive
energy for the connecting bogey drives whereby energy recovered during braking can
be intermediately stored in a supply unit (3) fitted with energy stores or can be
fed to a network.
4. A rail vehicle system according to one of claims 1 to 3, characterised in that integrated into the connecting bogies (2) are decentral controllers to which the
present load detected by load sensors in respect of the individual axles can be communicated
and which drive or brake the individual axles individually and according to need as
a function of the loading at any one time.
5. A rail vehicle system according to claim 4, characterised in that the central vehicle control computer is provided in a control unit (4) and which
is in communication with the decentral controllers via a bus system.
1. Système de véhicule sur rails qui comprend, pour la formation d'un train (1), comme
unités fonctionnelles modulaires pouvant être assemblées des bogies de liaison (2)
et des unités d'alimentation (3), des unités de commande (4) et des unités de transport
(5) qui peuvent y être montées,
- les bogies de liaison (2) étant réalisés de manière séparable et comprenant respectivement
au moins deux essieux, dont au moins un est muni d'une unité d'entraînement et de
freinage électrique, et des bogies de liaison (2) avec différentes puissances d'entraînement
et de freinage étant disponibles,
- les unités d'alimentation (3) comprenant les équipements nécessaires, tels qu'un
pantographe (6), un transformateur et un convertisseur de courant pour prélever le
courant sur une caténaire et pour réinjecter du courant dans une caténaire et les
unités d'alimentation (3) étant disponibles pour différentes puissances électriques
ou étant également réalisées de manière à être compatibles avec des unités à entraînement
diesel ou diesel/électrique,
- les unités de commande (4) étant réalisées de manière indépendante par rapport à
la charge ou à la puissance et pouvant être utilisées de manière universelle,
- les unités de transport (5) étant réalisées différemment selon qu'il s'agit de transport
de personnes ou de marchandises et aussi selon le genre de marchandises à transporter,
- les unités de commande (4), les unités d'alimentation (3) et les unités de transport
(5) étant respectivement reliées entre elles dans le train (1) par des bogies de liaison
(2) et
- les interfaces des unités d'alimentation, de commande et de transport étant conçues
uniformément et de manière à permettre un échange facile et rapide.
2. Système de véhicule sur rails selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bogies de liaison (2) sont réalisés de telle manière que l'assemblage de deux
moitiés de bogies de liaison puisse être mécanique, magnétique/électromagnétique ou
également sans contact et avec une commande de l'entraînement.
3. Système de véhicule sur rails selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une unité pour convertir l'énergie primaire en énergie électrique, comme par exemple
un générateur entraîné par un moteur Diesel, qui produit l'énergie électrique d'entraînement
pour les moteurs des bogies de liaison, est disponible, l'énergie récupérée lors du
freinage faisant l'objet d'un stockage intermédiaire dans une unité d'alimentation
(3) munie d'accumulateurs d'énergie ou étant réinjectée dans un réseau.
4. Système de véhicule sur rails selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que dans les bogies de liaison (2) sont intégrés des contrôleurs décentralisés auxquels
il est possible de communiquer la charge momentanée des différents essieux, qui est
recueillie par des capteurs de charge, et qui entraînent ou freinent individuellement
et en conformité avec les besoins les différents essieux en fonction des cas de charge
du moment.
5. Système de véhicule sur rails selon la revendication 4, caractérisé en ce que dans une unité de commande (4) est prévu un calculateur central de pilotage de véhicules
qui est en liaison avec les contrôleurs décentralisés au moyen d'un système de bus.
