[0001] Die Erfindung betrifft einen Pflasterstein aus Beton für die Erstellung von Erdreichabdeckungen,
insbesondere Pflasterdecken, wobei die Pflastersteine unter Bildung von Fugen zwischen
benachbarten Pflastersteinen verlegbar und die Fugen mit Fugenfüllmaterial verfüllbar
sind, und wobei der Pflasterstein ein im Grundriss rechteckiges Steinoberteil und
ein Steinunterteil aufweist, die versetzt zueinander angeordnet sind und wobei ausschließlich
im Bereich des Steinunterteils Abstandhalter im Bereich von aufrechten Seitenflächen
angeformt sind.
[0002] An die Gestaltung von Pflastersteinen aus Beton werden zunehmend höhere Anforderungen
gestellt. Das äußere Erscheinungsbild soll ansprechend sein. Gleichwohl sollen die
Pflastersteine durch vertikale und horizontale Verzahnung mit benachbarten Pflastersteinen
- Horizontalverbund und Vertikalverbund - eine gegen Belastungen des rollenden Verkehrs
widerstandsfähige Erdreichabdeckung bilden. Die Erfindung befasst sich mit Pflastersteinen,
die auf Grund ihrer Gestaltung einen Horizontalverbund und einen Vertikalverbund innerhalb
der Pflasterdecke gewährleisten. Es geht um die besondere Gestaltung derartiger Pflastersteine.
[0003] Aus der DE-U-94 11 147 sind im Grundriss unregelmäßig ausgebildete Pflastersteine
bekannt, die an aufrechten Seitenflächen Vorsprünge bzw. Rücksprünge aufweisen, zur
Verzahnung mit entsprechenden Vor- und Rücksprüngen benachbarter Pflastersteine innerhalb
einer verlegten Erdreichabdeckung. Die Vor- bzw. Rücksprünge verlaufen dabei durchgehend
über die ganze Höhe des Pflastersteins. Innerhalb der verlegten Erdreichabdeckung
ist die Verzahnung der Pflastersteine sichtbar. Ein vertikaler Verbund der Pflastersteine
untereinander ist nicht gegeben.
[0004] Aus der FR-A-1 402 464 und der DE-C-812 675 sind Pflastersteine bekannt, die ein
Steinunterteil und ein dazu versetzt angeordnetes Steinoberteil aufweisen. Die gezeigten
Pflastersteine weisen keine Abstandhalter auf und sind daher nicht mit gleichmäßigen
Fugen zwischen benachbarten Pflastersteinen zu verlegen.
[0005] Die EP 0 752 500 A1 zeigt Pflastersteine mit zueinander versetzt angeordnetem Steinoberteil
und Steinunterteil. Dabei handelt es sich um Verbundplatten, bestehend aus einem Naturstein-Oberteil
und einem Beton-Unterteil. Der Verbund zwischen benachbarten Pflastersteinen einer
Pflasterdecke wird durch am Steinunterteil angeordnete vorspringende Noppen und Nischen
hergestellt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Pflastersteine der eingangs genannten Art
mit Horizontal- und Vertikalverbund weiterzuentwickeln. Zur Lösung dieser Aufgabe
ist der erfindungsgemäße Pflasterstein durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
a) das Steinunterteil weist an einer aufrechten Längsseite einen mittigen Vorsprung
auf, der im Grundriss teilweise gegenüber der Kontur des Steinoberteils vorspringt,
b) beidseitig des Vorsprungs am Steinunterteil ist jeweils eine Eckvertiefung angeordnet,
c) an einer gegenüberliegenden aufrechten Längsseite weist das Steinunterteil eine
mittige Vertiefung auf,
d) beidseitig der Vertiefung am Steinunterteil ist jeweils ein Eckvorsprung angeordnet,
der im Grundriss teilweise gegenüber der Kontur des Steinoberteils vorspringt,
e) der Vorsprung und die Vertiefung am Steinunterteil sind im Grundriss trapezförmig
und mit korrespondierenden Abmessungen ausgebildet,
f) die zwei Eckvorsprünge (25) sind korrespondierend zu den Eckvertiefungen (24) ausgebildet,
g) die zwischen den benachbarten Pflastersteinen (10) gebildeten Fugen (32, 33) weisen
auf Grund entsprechender Ausgestaltung von Seitenflächen der Pflastersteine (10) einen
von einer Steinoberseite (12) nach unten divergierenden Querschnitt auf.
[0007] Durch den divergierenden Querschnitt der Fugen wird gewährleistet, dass die Längsfugen
und/oder Querfugen zwischen den benachbarten Pflastersteinen eine zuverlässige Verfüllung
mit Fugenfüllmaterial, insbesondere Sand oder Kies, ermöglichen. Die Spaltbreite der
Fugen nimmt erfindungsgemäß nach unten zu, so dass eine Verkeilung von Partikeln des
Fugenfüllmaterials vermieden wird. Soweit die Fugen durch korrespondierende Schrägflächen
der Pflastersteine begrenzt sind, haben diese einen Winkel, der kleiner ist als der
Schüttwinkel des Fugenfüllmaterials, also insbesondere kleiner als 30°.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel des Pflastersteins wird nachfolgend anhand der Figuren 1
bis 5 näher erläutert. Die Figuren 6 bis 14 gehören nicht zur Erfindung. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Pflasterstein mit Horizontal- und Vertikalverbund in Draufsicht,
- Fig. 2
- den Pflasterstein gemäß Fig. 1 in Ansicht von einer Unterseite,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Pflasterstein gemäß Fig. 1 und Fig. 2 in einer mittleren
Querebene,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch den Pflasterstein gemäß Fig. 1 und Fig. 2 in einer seitlichen
Querebene,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt einer Pflasterdecke, nämlich zwei benachbarte Pflastersteine, im
Vertikalschnitt,
- Fig. 6
- einen Abschnitt einer Pflasterdecke in Draufsicht,
- Fig. 7
- die Pflasterdecke gemäß Fig. 6 in Unteransicht,
- Fig. 8
- einen Pflasterstein, nämlich einen Randstein, für eine Pflasterdecke gemäß Fig. 7
in Unteransicht,
- Fig. 9
- einen weiteren Randstein für die Pflasterdecke gemäß Fig. 7 in Unteransicht,
- Fig. 10
- einen Bausatz aus Pflastersteinen, nämlich einen Kurvensatz in Unteransicht,
- Fig. 11
- eine Vorrichtung, nämlich Steinform, zum Fertigen von Pflastersteinen in Draufsicht,
- Fig. 12
- eine Einzelheit der Vorrichtung gemäß Fig. 11, nämlich ein Ziehblech, ebenfalls in
Draufsicht,
- Fig. 13
- das Ziehblech gemäß Fig. 12 im Querschnitt,
- Fig. 14
- auf einem Ziehblech ruhende Pflastersteine im Querschnitt.
[0009] Fig. 1 bis Fig. 5 zeigen Einzelheiten eines in besonderer Weise ausgebildeten Pflastersteins
10 aus Beton. Dieser ist im Grundriß rechteckig ausgebildet mit Längsseiten 11 und
12 sowie Querseiten 13 und 14. Im Bereich der Längsseiten 11, 12 bildet der Pflasterstein
10 durch Vorsprünge und Vertiefungen eine "Verzahnung", derart, daß benachbarte Pflastersteine
10 innerhalb einer Pflasterdecke in horizontaler und in vertikaler Richtung mit Verbund
verlegt sind (Horizontalverbund und Vertikalverbund). Die aufrechten Querseiten 13
und 14 sind bei diesen Pflastersteinen 10 glattflächig ausgebildet, also ohne Verbundwirkung.
[0010] Der Pflasterstein 10 besteht aus einem Steinoberteil 15 und einen Steinunterteil
16. Das Steinoberteil 15 ist in Draufsicht rechteckig ausgebildet bzw. mit einer rechteckigen
Steinoberseite 17 versehen.
[0011] Das Steinunterteil 16 weist Vorsprünge und Vertiefungen auf, die die wechselseitige
Verzahnung benachbarter Pflastersteine 10 und damit den Horizontal- und Vertikalverbund
ermöglichen. Dieser Verbund ist bei der fertig verlegten Pflasterdecke (z.B. Fig.
7) von außen bzw. oben nicht erkennbar, weil die Steinoberseiten 17 ausschließlich
z.B. rechteckig ausgebildet sind.
[0012] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Steinunterteil 16 im Bereich der
einen Längsseite 11 mit einem mittigen Vorsprung 18 versehen. Diesem gegenüberliegend
ist eine entsprechend ausgebildete Vertiefung 19 geformt. Vorsprung 18 und entsprechend
Vertiefung 19 sind trapezförmig gestaltet, also mit einer parallel zur Längsseite
11 verlaufenden Außenfläche 20 und einer korrespondierenden Innenfläche 21 sowie mit
ebenfalls korrespondierenden schräg verlaufenden Flanken 22, 23. Zu dem Vorsprung
18 gehören seitliche Eckvertiefungen 24 und hierzu korrespondierende Eckvorsprünge
25 als (Teil-)Begrenzung der Vertiefung 19.
[0013] Der Übergang vom (rechteckigen) Steinoberteil 15 zum komplex gestalteten Steinunterteil
16 erfolgt über schräg verlaufende Zwischenflächen, nämlich Schrägflächen 26 im Bereich
der Eckvertiefungen 24 einerseits und einer Schrägfläche 27 im Bereich der Vertiefung
19. Auch zwischen dem Vorsprung 18 einerseits und dem Steinoberteil 15 andererseits
bzw. zwischen den Eckvorsprüngen 25 einerseits und dem Steinoberteil 15 andererseits
sind jeweils Schrägflächen 28, 29 gebildet. Letztere sind bei einer Draufsicht auf
den Pflasterstein 10 sichtbar (Fig. 1), während die Schrägflächen 26, 27 bei einer
Unteransicht des Pflastersteins 10 (Fig. 2) als Sichtflächen erscheinen.
[0014] Die unter Bildung einer Pflasterdecke verlegten Pflastersteine 10 (Fig. 5, Fig. 6,
Fig. 7) sind wechselseitig miteinander verzahnt. Der Vorsprung 18 eines Pflastersteins
10 tritt in die Vertiefung 19 eines benachbarten Pflastersteins formschlüssig ein.
Desgleichen ragen die Eckvorsprünge 25 in Eckvertiefungen 24 eines benachbarten Pflastersteins
10. Durch den Vertikalversatz zwischen dem Steinoberteil 15 und Bereichen des Steinunterteils
16 ergibt sich infolge Anlage der Schrägflächen 26 an den Schrägflächen 29 und der
Schrägfläche 27 an der Schrägfläche 28 zusätzlich ein Vertikalverbund.
[0015] Aufrechte Steinflächen 30 des Steinoberteils 15 und Steinflächen 31 des Steinunterteils
16 sind - ebenso wie Schrägflächen 26..29 - so ausgebildet, daß die verlegten Pflastersteine
10 nach unten divergierende, also von der Steinoberseite 17 nach unten sich verbreiternde
Fugen bilden. Dies gilt insbesondere für Längsfugen 32 im Bereich der Verzahnung und
zweckmäßigerweise analog auch für Querfugen 33 im Bereich glattflächiger, annähernd
vertikaler Querseiten 13, 14. Die betreffenden, zur Bildung einer Längsfuge 32 oder
einer Querfuge 33 einander gegenüberliegenden Steinflächen der Pflastersteine 10 sind
zu diesem Zweck geringfügig gegenüber einer (gedachten) vertikalen Ebene schräg gestellt,
z.B. um einen Winkel von 0,5° bis 3°, vorzugsweise 1° bis 2°. Analog ist der Bereich
der Schrägflächen 26..29 ausgebildet, also ebenfalls mit einem sich nach unten allmählich
verbreiternden Spalt. Des weiteren ist die Neigung der Schrägflächen 26..29 so gewählt,
daß gegenüber einer (gedachten) vertikalen Ebene der Neigungswinkel nicht größer ist
als der Schüttwinkel von Fugenfüllmaterial, also beispielsweise von Sand oder Kies.
Dies bedeutet, daß in der Praxis der Winkel der Schrägflächen 26..29 nicht größer
ist als 30°. Diese sich nach unten öffnende Querschnittsform der Fugen gewährleistet
eine fehlerfreie Einführung des Fugenfüllmaterials über die komplette Höhe der Fugen.
[0016] Um eine exakte Relativstellung der Pflastersteine 10 innerhalb einer Pflasterdecke
zu gewährleisten, sind an ausgewählten Positionen Abstandhalter angeformt. Diese befinden
sich ausschließlich im Bereich des Steinunterteils 16, sind demnach von der Oberseite
einer Pflasterdecke her nicht sichtbar.
[0017] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei Abstandhalter 36 an der Außenfläche
20 des Vorsprungs 18 mit Abstand voneinander angeordnet. Diese liegen im Bereich der
Vertiefung 19 an einem benachbarten Pflasterstein an. Des weiteren sind die beiden
Eckvorsprünge 25 jeweils mit einem Abstandhalter 37 versehen. Kleinere Abstandhalter
38 und 39 sind an den Flanken 22 und 23 des Vorsprungs 18 einerseits und der Vertiefung
19 andererseits angebracht. Die Abstandhalter 38 einerseits und 39 andererseits sind
so positioniert, daß sie bei verlegten Pflastersteinen mit Abstand voneinander liegen.
Schließlich ist je ein Abstandhalter 40 an einer Querseite 13, 14 angebracht. Auch
diese Abstandhalter 40 sind versetzt positioniert, so daß sie mit Abstand voneinander
jeweils an benachbarten Pflastersteinen 10 anliegen.
[0018] Eine weitere, nicht zur Erfindung gehörende, Besonderheit ergibt sich aus Fig. 6
bis Fig. 9. Hier sind Pflastersteine 10 in schräg gerichteten Steinreihen 41 verlegt.
Fig. 6 zeigt eine Ansicht von der Steinoberseite 17, Fig. 7 zeigt eine Unteransicht
mit der horizontalen und vertikalen Verzahnung.
[0019] In besonderer Weise sind Randsteine 42, 43 ausgebildet. Um bis zu geradlinigen, parallelen
Rändern der Pflasterdecke eine Verzahnung bzw. einen Verbund zu gewährleisten, sind
die Randsteine 42, 43 im Bereich des Steinunterteils 16 so ausgebildet, daß sie formschlüssig
an jeweils zwei schräg gerichtete Steinreihen 41 anschließen und einen geradlinigen
Abschluß an der Außenseite bilden. Im Bereich des Steinoberteils 15 sind die Randsteine
42, 43 übereinstimmend ausgebildet, nämlich mit einem rechteckigen und einem dreieckförmigen
Teilbereich (Fig. 6). Der dreieckförmige Bereich schließt dabei an zwei benachbarte
Steinreihen 41 an.
[0020] Die Steinunterteile 16 sind unterschiedlich ausgebildet. Bei dem Randstein 42 (Fig.
8) ist ein Teilvorsprung 44 gebildet, der in den Bereich einer Eckvertiefung 24 eines
benachbarten Pflastersteins 10 passend eintritt. Der andere Randstein 43 ist statt
dessen mit einem Eckvorsprung 45 versehen - analog zum Eckvorsprung 25 eines Pflastersteins.
Der Eckvorsprung 45 tritt - mit einem Eckvorsprung 25 eines benachbarten Pflastersteins
10 - in eine Vertiefung 19 eines Pflastersteins 10 der benachbarten Steinreihe 41
ein.
[0021] Diese Gestaltung der Randsteine 42, 43 gilt für eine Verlegung der Pflastersteine
10 mit Versatz von Steinreihe 41 zu Steinreihe. Die Pflastersteine 10 sind im Halbverband
verlegt, wobei jeweils zwei Eckvorsprünge 25 benachbarter Pflastersteine 10 in eine
Vertiefung 19 eines Pflastersteins 10 der benachbarten Steinreihe 41 eintreten.
[0022] Eine weitere, nicht zur Erfindung gehörende, Besonderheit betrifft die Ausgestaltung
und Fertigung von Pflastersteinen mit konvergierenden Längsseiten 11, 12, nämlich
von Kurvenscheiben. Ein Satz von geometrisch aufeinander abgestimmten, nämlich in
der Querabmessung keilförmig zunehmenden Kurvensteinen 46 ergibt einen Kurvensatz
47 gemäß Fig. 10. Durch Verlegung mehrerer Kurvensätze 47 nebeneinander kann eine
bogenförmige Trasse einer Pflasterdecke hergestellt werden.
[0023] Im vorliegenden Falle sind beide Längsseiten 11, 12 der Kurvensteine 46 schräg angeordnet,
also keilförmig verlaufend. Dies gilt sowohl für das Steinoberteil 15 wie auch für
das Steinunterteil 16. Dadurch ist eine volle Verbundwirkung, nämlich mit Horizontal-
und Vertikalverbund, auch im Bereich der Kurvensätze 47 gegeben.
[0024] Eine Besonderheit ist die Fertigung derartiger Kurvensteine 46. Betonsteine werden
üblicherweise in Betonformen gefertigt, die eine Anzahl von oben und unten offenen
Formnestern aufweisen. In diese wird der frische Beton eingefüllt. An der Unterseite
sind die Formnester durch ein Unterlagsbrett verschlossen. Von oben treten Formstempel
in die einzelnen Formnester ein, um eine obere Begrenzung für die Betonsteine zu gewährleisten.
[0025] Fig. 11 zeigt eine derartige Betonform in Draufsicht. Die Formnester 48 sind so ausgebildet,
daß das Steinoberteil 15, also die Steinoberseite 17, nach unten und das Steinunterteil
16 mit den Verzahnungen nach oben weist. Von oben her treten Formstempel in die Formnester
ein, die die Grundrißkontur des Steinunterteils 16 aufweisen, also diesen formen.
Das Steinunterteil 16 ruht auf einem besonderen Ziehblech 49, einem plattenförmigen,
dünnwandigen Organ, welches nach dem Formen der Pflastersteine 10 bzw. der Kurvensteine
46 innerhalb der Formnester 48 seitlich herausgezogen wird, so daß danach die (frischen)
Steine auf einer darunterliegenden Unterlage (Unterlagsbrett) ruhen. Das Ziehblech
49 hat die Aufgabe, die Bereiche des Steinoberteils 15 an den Längsseiten 11, 12 zu
formen und außerdem auch die Unterschneidungen, nämlich Schrägflächen 28 und 29.
[0026] Zu diesem Zweck sind auf der Oberseite des Ziehblechs 49 in Richtung der Ziehbewegung
gemäß Pfeil 50 verlaufende Formstege 51 angeordnet. Es handelt sich dabei um quer
zum Ziehblech 49 verlaufende, aufrechte Rippen, die mit Seitenflächen die Form eines
unteren Teilbereichs der Pflastersteine 10 bzw. Kurvensteine 46 formen, nämlich des
Steinoberteils 15. Die Formstege 51 sind zu diesem Zweck im oberen Querschnittsbereich
dachförmig ausgebildet. Die so gebildeten schrägen Formflächen 52 liegen an hinterschnittenen
bzw. nach unten gerichteten Schrägflächen 28, 29 an (Fig. 14). Die nach oben gerichteten
Schrägflächen 26, 27 werden hingegen durch die einzelnen, jedem Formnest 48 zugeordneten
Formstempel (nicht gezeigt) geformt.
[0027] Das Ziehblech 49 ist im vorliegenden Falle auf die Gestaltung von Kurvensteinen 46
ausgerichtet. Zu diesem Zweck haben die Formstege 51 eine in Ziehrichtung divergierende
Querschnittsform (Fig. 14). Die Breite der Formstege 51 nimmt in Ziehrichtung zu.
Dieser Gestaltung der Formstege entspricht die Positionierung der Formnester 48 innerhalb
der Betonform (Fig. 11). Die in Längs- und Querreihen angeordneten Formnester sind
hinsichtlich der Größe so verteilt, daß in Ziehrichtung gemäß Pfeil 50 die Querabmessung
der keilförmigen Kurvensteine 46 abnimmt. In jeder Querreihe 53 der Formnester 48
nimmt demnach die Breite in Ziehrichtung gemäß Pfeil 50 ab, und zwar keilförmig, so
daß entsprechend keilförmig ausgebildete Formstege 51 jeweils mit in Ziehrichtung
zunehmender Breite an den einander zugekehrten Längsseiten 11, 12 der Kurvensteine
46 benachbarter Querreihen 53 anliegen. Durch diese Relativstellung ist auch eine
störungsfreie Entformung möglich, nämlich ein Herausziehen des Ziehblechs 49 in Richtung
des Pfeils 50. Durch die entgegen der Ziehrichtung abnehmende Breite der Formstege
51 können diese zwischen den Querreihen 53 herausgezogen werden. Die Form der Längsseiten
11, 12 im Bereich des Steinunterteils 16 und der unterschnittenen Schrägflächen 28,
29 bleibt dabei erhalten. Nach dem Abziehen des Ziehblechs 49 wird der Formrahmen
angehoben, danach die Formstempel. Das Unterlagsbrett (nicht gezeigt) kann dann mit
den keilförmigen Betonsteinen in üblicher Weise abgefördert werden.
[0028] Das Konstruktionsprinzip der Betonform bzw. des Ziehblechs 49 kann auch bei in anderer
Weise gestalteten keilförmigen Betonsteinen mit Unterschneidungen eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 10
- Pflasterstein
- 11
- Längsseite
- 12
- Längsseite
- 13
- Querseite
- 14
- Querseite
- 15
- Steinoberteil
- 16
- Steinunterteil
- 17
- Steinoberseite
- 18
- Vorsprung
- 19
- Vertiefung
- 20
- Außenfläche
- 21
- Innenfläche
- 22
- Flanke
- 23
- Flanke
- 24
- Eckvertiefung
- 25
- Eckvorsprung
- 26
- Schrägfläche
- 27
- Schrägfläche
- 28
- Schrägfläche
- 29
- Schrägfläche
- 30
- Steinfläche
- 31
- Steinfläche
- 32
- Längsfuge
- 33
- Querfuge
- 36
- Abstandhalter
- 37
- Abstandhalter
- 38
- Abstandhalter
- 39
- Abstandhalter
- 40
- Abstandhalter
- 41
- Steinreihe
- 42
- Randstein
- 43
- Randstein
- 44
- Teilvorsprung
- 45
- Eckvorsprung
- 46
- Kurvenstein
- 47
- Kurvensatz
- 48
- Formnest
- 49
- Ziehblech
- 50
- Pfeil 1
- 51
- Formsteg
- 52
- Formfläche
- 53
- Querreihe
1. Pflasterstein (10) aus Beton für die Erstellung von Erdreichabdeckungen, insbesondere
Pflasterdecken, wobei die Pflastersteine (10) unter Bildung von Fugen (32, 33) zwischen
benachbarten Pflastersteinen (10) verlegbar und die Fugen (32, 33) mit Fugenfüllmaterial
verfüllbar sind, wobei der Pflasterstein (10) ein im Grundriss rechteckiges Steinoberteil
(15) und ein Steinunterteil (16) aufweist, die versetzt zueinander angeordnet sind
und wobei ausschließlich im Bereich des Steinunterteils Abstandhalter (36 ... 40)
im Bereich von aufrechten Seitenflächen angeformt sind,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) das Steinunterteil (16) weist an einer aufrechten Längsseite (11) einen mittigen
Vorsprung (18) auf, der im Grundriss teilweise gegenüber der Kontur des Steinoberteils
(15) vorspringt,
b) beidseitig des Vorsprungs (18) am Steinunterteil (16) ist jeweils eine Eckvertiefung
(24) angeordnet,
c) an einer gegenüberliegenden aufrechten Längsseite (12) weist das Steinunterteil
(16) eine mittige Vertiefung (19) auf,
d) beidseitig der Vertiefung (19) am Steinunterteil (16) ist jeweils ein Eckvorsprung
(25) angeordnet, der im Grundriss teilweise gegenüber der Kontur des Steinoberteils
(15) vorspringt,
e) der Vorsprung (18) und die Vertiefung (19) am Steinunterteil (16) sind im Grundriss
trapezförmig und mit korrespondierenden Abmessungen ausgebildet,
f) die zwei Eckvorsprünge (25) sind korrespondierend zu den Eckvertiefungen (24) ausgebildet,
g) die zwischen den benachbarten Pflastersteinen (10) gebildeten Fugen (32, 33) weisen
auf Grund entsprechender Ausgestaltung von Seitenflächen der Pflastersteine (10) einen
von einer Steinoberseite (12) nach unten divergierenden Querschnitt auf.
2. Pflasterstein (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aufrechte Seitenflächen unter einem Winkel von 0,5° bis 3°, insbesondere von etwa
1,5° gegenüber einer gedachten vertikalen Ebene gerichtet sind.
3. Pflasterstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass schräg gerichtete Seitenflächen, nämlich Schrägflächen (28, 29) eine Neigung mit
einem Neigungswinkel von bis zu 30° aufweisen, nämlich nicht größer als der Schüttwinkel
des Fugenfüllmaterials.
4. Pflasterstein nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des mittigen Vorsprungs (18) zwei im Abstand voneinander liegende Abstandhalter
(36) und im Bereich der Eckvorsprünge (25) der gegenüberliegenden Seite des Pflastersteins
(10) jeweils ein einzelner Abstandhalter (37) und im Bereich der vorzugsweise ebenen,
aufrechten Stirnflächen (34, 35) jeweils ein einzelner, außermittiger Abstandhalter
(40) und im Bereich von schräg gerichteten Flanken (22, 23) ebenfalls je ein Abstandhalter
(38, 39) angeordnet sind.
1. Paving stone (10) made of concrete for production of ground covers, in particular
paved surfaces, it being possible to lay the paving stones (10) to form joints (32,
33) between adjacent paving stones (10) and to fill the joints (32, 33) with joint
filling material, the paving stone (10) comprising an upper stone part (15), which
has a rectangular horizontal projection, and a lower stone part (16) which are arranged
offset to one another,
characterized by the following features:
a) the lower stone part (16) has at an upright longitudinal side (11) a centered projection
(18) whose horizontal projection extends partially beyond the contour of the upper
stone part (15),
b) a corner depression at the lower stone part (16) is arranged at either side of
the projection (18),
c) at an opposite upright longitudinal side (12) has a centered depression (19),
d) arranged at either side of the depression (19) at the lower stone part (16) is
a corner projection (25) whose horizontal projection extends partially beyond the
contour of the upper stone part (15),
e) the projection (18) and the depression (19) at the lower stone part (16) have a
trapezoid-shaped horizontal projection and are configured with the corresponding dimensions,
f) the two corner projections (25) are configured to correspond to the corner depressions
(24),
g) due to the corresponding configuration of the side surfaces of the paving stones
(10), the joints (32, 33) formed between adjacent paving stones (10) have a cross
section diverging downwards from one stone top side (12).
2. The paving stone according to Claim 1, characterized in that the upright side surfaces are directed at an angle of 0.5 to 3 °, in particular at
approximately 1.5 ° to an imaginary vertical plane.
3. The paving stone according to Claim 1 or 2, characterized in that obliquely directed side surfaces, namely sloping surfaces (28, 29) incline at an
angle of up to 30 °, namely at an angle not greater than the angle of repose of the
joint filling material.
4. The paving stone according to Claim 3, characterized in that two spacers (36) lying at a distance to one another are arranged in the region of
the projection (18) and a single spacer (37) is arranged in the region of each corner
projection (25) at the opposing side of the paving stone (10) and a single off-center
spacer (40) is arranged in the region of each preferably level, upright end surfaces
(34, 35) and likewise a spacer (38, 39) is arranged in each region of obliquely-directed
flanks (22, 23).
1. Pavé (10) en béton pour la réalisation de revêtements de sol, en particulier de pavements,
le pavé (10) pouvant être placé entre des pavés (10) voisins en formant des joints
(32, 33) et les joints (32, 33) pouvant être remplis avec un matériau de jointure,
le pavé (10) présentant une partie supérieure (15) rectangulaire vue en plan ainsi
qu'une partie inférieure (16), qui sont disposées de façon décalée l'une par rapport
à l'autre, et des entretoises (36...40) étant formées exclusivement dans la zone de
la partie inférieure, dans la zone de surfaces latérales droites,
caractérisé en ce que :
a) la partie inférieure (16) présente au niveau d'un côté longitudinal droit (11)
une saillie médiane (18) qui, vue en plan, dépasse partiellement par rapport au contour
de la partie supérieure (15),
b) des deux côtés de la saillie (18), au niveau de la partie inférieure (16), est
respectivement disposé un renfoncement d'angle (24),
c) au niveau d'un côté longitudinal droit opposé (12), la partie inférieure (16) présente
un renfoncement médian (19),
d) des deux côtés du renfoncement (19), au niveau de la partie inférieure (16), est
respectivement disposée une saillie d'angle (25) qui, vue en plan, dépasse partiellement
par rapport au contour de la partie supérieure (15),
e) la saillie (18) et le renfoncement (19) au niveau de la partie inférieure (16)
sont, vus en plan, configurés en forme de trapèze et avec des dimensions correspondantes,
f) les deux saillies d'angle (25) sont configurées pour correspondre aux renfoncements
d'angle (24),
g) les joints (32, 33) formés entre des pavés voisins (10) présentent, en raison de
la forme correspondante des surfaces latérales des pavés (10), une section transversale
déviant vers le bas à partir d'une partie supérieure (12).
2. Pavé (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les surfaces latérales droites sont inclinées d'un angle de 0,5° à 3°, en particulier
d'environ 1,5°, par rapport à un plan vertical imaginaire.
3. Pavé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les surfaces latérales orientées obliquement, c'est-à-dire les surfaces inclinées
(28, 29), présentent une inclinaison avec un angle d'inclinaison allant jusqu'à 30°,
c'est-à-dire inférieur ou égal à l'angle de versement du matériau de jointure.
4. Pavé selon la revendication 3, caractérisé en ce que dans la zone de la saillie médiane (18) sont disposées deux entretoises (36) situées
à distance l'une de l'autre et dans la zone des saillies d'angle (25) du côté opposé
du pavé (10) est disposée respectivement une unique entretoise (37) et dans la zone
des surfaces frontales droites (34, 35), de préférence plates, est disposée respectivement
une seule entretoise (40) excentrée, et dans la zone de flancs (22, 23) orientés obliquement
est également disposée chaque fois une entretoise (38, 39).