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(11) |
EP 1 028 601 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.2005 Patentblatt 2005/52 |
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Anmeldetag: 09.02.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H04R 3/00 |
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Vorrichtung zur Erfassung von Schallwellen in einem Fahrzeug
Device for capturing sound waves in a vehicle
Dispositif pour l'acquisition d'ondes sonores dans un véhicule
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
10.02.1999 DE 29902393 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.08.2000 Patentblatt 2000/33 |
| (73) |
Patentinhaber: Peiker, Andreas |
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61381 Friedrichsdorf/Ts (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Peiker, Andreas
61381 Friedrichsdorf/Ts (DE)
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| (74) |
Vertreter: Eisele, Otten, Roth & Dobler |
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Karlstrasse 8 88212 Ravensburg 88212 Ravensburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 429 264 WO-A-97/25790
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EP-A- 0 683 621 US-A- 5 835 607
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung von Schallwellen in einem Fahrzeug
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Eine Vorrichtung der genannten Art ist bereits aus der DE 39 07 895 A1 bekannt. Dort
wird dynamischen und elektrostatischen Mikrofonen durch eine spezielle Ausgestaltung
des Mikrofongehäuses eine Richtcharakteristik verliehen und damit eine gewisse Unempfindlichkeit
gegen Störgeräusche zum Beispiel in Kraftfahrzeugen gewährleistet. Diese Unempfindlichkeit
gegen Störgeräusche ist so lange ausreichend, wie sichergestellt werden kann, daß
die Schallwellen der Störgeräusche nicht in dieselbe Richtung verlaufen, wie die Schallwellen
des Sprechenden. Bei einer vielschichtigen Nebengeräuschkulisse, wie sie beispielsweise
in Kraftfahrzeugen, insbesondere durch die vielfältigen Geräuschquellen und die Reflexion
von Schallwellen auftritt, muß immer mit Schallwellen gerechnet werden, die in dieselbe
Richtung wie die Schallwellen des Sprechenden verlaufen, und deshalb die Aufnahmequalität
des Mikrofons erheblich mindern.
[0003] Aus der EP 0 677 977 A1 ist eine Halterung für Mikrofonkapseln bekannt, die durch
die Formgebung des Gehäuses bzw. die Gestaltung der Frontseite mit Öffnungen für den
Schalldurchtritt für den Einsatz als Mikrofongehäuse für Freisprecheinrichtungen optimiert
ist. Auch bei dieser Lösung besteht beim Auftreten von hohen Nebengeräuschen Verbesserungsbedarf.
[0004] Aus dem Stand der Technik zeigt die EP 0 429 264 A2 eine Mikrofonvorrichtung mit
zwei eingebauten Mikrofonen, wobei die Signale des einen Mikrofons zur Aufbereitung
der Signale des zweiten Mikrofons herangezogen werden. Damit ist es zwar möglich vibrations-
oder windbedingtes Umgebungsrauschen zu eliminieren. Beim Telefonieren in einem Fahrzeug
wird mit dieser Mikrofonanordnung jedoch kein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht.
Insbesondere deshalb nicht, da es damit nicht möglich ist auf die Pegelstärke der
Störsignale einzuwirken.
[0005] Aus der WO 97/25790 A geht ebenfalls eine Mikrofonanordnung mit zwei Mikrofonen hervor,
welche in einem sogenannten Head-Set zur Sprachaufnahme angeordnet sind. Die zur EP
0 429 264 A2 genannten Zusammenhänge gelten auch zu dieser Druckschrift.
[0006] Die US-A-5,835,607 beschreibt ein Mobilfunkgerät mit Freisprecheinrichtung mit einem
einzigen Mikrofon. Darin wird mittels eines Hochpass-Filters ein niedriger Frequenzbereich
bei der Sprachaufnahme abgeschnitten. Damit können zwar Störgeräusche im niedrigen
Frequenzbereich eliminiert werden, eine Pegelbeeinflussung der Störgeräusche insgesamt
ist damit jedoch nicht möglich.
Vorteile der Erfindung
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine universell einsetzbare Vorrichtung für die Aufnahme
und Verarbeitung vielfältiger Schallquellen zu schaffen.
[0008] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Der Erfindung liegt der Kerngedanke zugrunde, eine äußerst flexibel einsetzbare und
vielseitig verwendbare Mikrofonanordnung zu schaffen, die eine Vielzahl von Schallquellen
im Kraftfahrzeug erfaßt und deren Weiterverarbeitung in Abhängigkeit zueinander setzt.
[0010] Es wäre zwar denkbar, unterschiedliche Schallquellen mit einem einzigen Mikrofon
zu erfassen und das Frequenzspektrum auszuwerten. Dies hat jedoch den Nachteil, daß
die Charakteristika der Mikrofonkapsel nicht optimal auf den jeweiligen Anwendungsbereich
angepaßt werden können. Andererseits kann in üblichen Gehäusen von Freisprechmikrofonen
der eingangs bezeichneten Art aufgrund der speziellen Anordnung der Mikrofonkapsel
mit horizontaler Längsachse parallel zur Gehäuselängsachse im Gehäuseinnenraum sowie
dem erforderlichen Schallraum um die Mikrofonkapsel herum bei der gewünschten kleinen
Bauweise und geforderten Aufnahmequalität nicht ohne weiteres ein weiteres Mikrofon
eingesetzt werden. Schließlich wäre zu erwähnen, daß der Aufgabenbereich von Freisprechmikrofonen
und sogenannten Noise-Mikrofonen sehr unterschiedlich ist, so daß die Anordnung dieser
Mikrofone im Kraftfahrzeug an sehr verschiedenen Positionen erfolgt. Mit der vorliegenden
Erfindung ist es gelungen, die unterschiedlichen Aufgaben der Mikrofontypen in einer
Vorrichtung zu vereinigen. Hierdurch wird das Vorurteil widerlegt, derartige unterschiedliche
Mikrofontypen gemeinsam zu verwenden. Durch die erfindungsgemäßen Merkmale wird ein
baulich kleines Vielzweckmikrofon geschaffen, welches in optimaler Weise der gestellten
Aufgabe genügt.
[0011] Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung weiterhin
die beispielsweise in der A-Säule, im Dachbereich über der Windschutzscheibe oder
in der Armaturentafel vorgesehenen Einbauschächte ohne zusätzlichen Einbauaufwand
nutzt, obwohl zwei Mikrofonkapseln zum Einsatz kommen. Dieser Vorteil macht sich vor
allem bei Um- und Nachrüstungen bemerkbar.
[0012] Eine Verarbeitung des einen Aufnahmesignals durch das andere Aufnahmesignal hat den
Vorteil, daß bei der Verarbeitung auf jede, auch auf unvorhergesehene Geräuschkombinationen,
reagiert werden kann.
[0013] Eine Beeinflussung der Aufnahmeempfindlichkeit der Mikrofonkapsel zur Aufnahme von
Sprache erlaubt das Erreichen einer gleichbleibenden Aufnahmequalität bei der Benutzung
des Kfz von Nutzern unterschiedlichen Körperbaus und somit unterschiedlicher Sitzposition
beziehungsweise unterschiedlichem Abstand zum Mikrofongehäuse. Eine solche Beeinflussung
der Aufnahmeempfindlichkeit stabilisiert die Aufnahmequalität auch dann, wenn der
Nutzer während der Aufnahme unterschiedliche Positionen einnimmt beispielsweise, weil
er sich beim Einbiegen in eine unübersichtliche Straße nach vorne beugt.
[0014] Schließlich sieht eine weitere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes vor, mit Hilfe
des Mikrofons zur Aufnahme von Störgeräuschen das Funktelefon und/oder weitere schallerzeugende
Anlagen zu regeln. Eine solche Regelung bringt den Vorteil, daß schallerzeugende Anlagen
wie z. B. auch elektrisch bedienbare Fensterheber, Schiebedächer oder Heckspoiler
so geregelt werden können, daß ihre Schallerzeugung während der Nutzung der Freisprecheinrichtung
vermindert oder ganz ausgeschaltet wird. Für ein elektrisch bedienbares Schiebedach
hieße das, daß das Dach in eine geschlossene oder wenig lärmerzeugende Stellung verfahren
wird.
[0015] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn beim Vorliegen bestimmter Geräuschmuster
über das Funktelefon ein Notruf übermittelt wird. Der Einsatz einer der Mikrofonkapseln
zur Steuerung eines Gerätes oder einer Anordnung im Kraftfahrzeug bringt den Vorteil,
daß verschiedene Geräte wie zum Beispiel die Innenraumbeleuchtung oder das Kofferaumschloß
vom Nutzer gesteuert werden können. Aufgrund der hohen Aufnahmequalität ist auch die
Eingabe komplexer Befehlsketten durch den Nutzer auch während des Betriebs des Kfz
möglich.
[0016] Ein weiterer Vorteil für die erfindungsgemäße Vorrichtung ergibt sich dadurch, daß
die Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Sprache etwa mittig im Gehäuse sitzt und die Mikrofonkapsel
zur Aufnahme von Störgeräuschen an oder in einer Gehäusewand angeordnet ist. Eine
solche Anordnung gewährleistet eine optimale Aufnahmequalität der Mikrofonkapsel zur
Aufnahme von Sprache und eine platzsparende und für den Einbau der Mikrofonkapsel
zur Aufnahme von Störgeräuschen vorteilhafte Anordnung der Mikrofonkapsel zur Aufnahme
von Störgeräuschen. Eine vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes sieht
vor, die Mikrofonkapseln einem gemeinsamen Schalleintrittskegel zuzuordnen. Durch
diese Maßnahme ist sichergestellt, daß beide Kapseln auf ihre Weise von denselben
Geräuschen Aufnahmen machen.
[0017] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Gehäuse zu dem gemeinsamen Schalleintrittskegel
hin mit einer schalldurchlässigen Abdeckung verschlossen ist. So wird erreicht, daß
die Schallwellen ungehindert ins Mikrofongehäuse eindringen können und gleichzeitig
ein gewisser Schutz für die Mikrofonkapseln vorhanden ist.
[0018] Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß mindestens ein Schallraum
von zwei Mikrofonen genutzt wird. Durch die gemeinsame Nutzung eines Schallraums von
zwei Mikrofonen ist es möglich, das Mikrofongehäuse ohne Zwischenwände auszugestalten
und dadurch weder unnötig Platz zu verbrauchen, noch auf die Schallwellen im Gehäuse
Einfluß zu nehmen.
[0019] Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes sieht vor, daß das Gehäuse
eine Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Sprache in einem Frequenzbereich von 150 bis
6400 Hz und eine Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Störgeräuschen in einem Frequenzbereich
von 30 bis 5000 Hz aufnimmt. Durch diese Auslegung der Mikrofonkapseln ist es möglich,
einerseits die Sprache des Sprechenden in nahezu ihrem gesamten Frequenzbereich aufzunehmen
und andererseits die Störgeräusche in einem für Kraftfahrzeuge typischen, vorzugsweise
tiefen, Geräuschbereich zu erfassen.
[0020] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist weiterhin dadurch gegeben, daß
die Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Störgeräuschen vorzugsweise Kugelcharakteristik
aufweist. Durch die Kugelcharakteristik der Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Störgeräuschen
ist es möglich, die Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Störgeräuschen in einem Randbereich
des Mikrofongehäuses anzuordnen, so daß der im Mikrofongehäuse verfügbare Raum optimal
genutzt wird und die Anordnung der Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Sprache im Mikrofongehäuse
frei gewählt werden kann.
[0021] Eine vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes sieht vor, daß die Mikrofonkapsel
zur Aufnahme von Sprache einen vorderseitigen und einen rückseitigen Schalleinlaß
besitzt und die Membran der Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Sprache senkrecht zur
Achse des Schalleintrittskegels angeordnet ist. Durch diese Anordnung der Mikrofonkapsel
zur Aufnahme von Sprache wird auch bei einem geringen Abstand zwischen der Schallquelle
und dem Mikrofongehäuse eine gute Aufnahmequalität erreicht.
Zeichnungen
[0022] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand eines schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben.
[0023] Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- eine geschnittene Seitenansicht des Mikrofongehäuses für Freisprecheinrichtungen,
- Fig. 2
- eine teilweise geschnittene Draufsicht auf ein Mikrofongehäuse für Freisprecheinrichtungen,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines Mikrofongehäuses für Freisprecheinrichtungen,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung des Zusammenwirkens der Mikrofonkapseln.
Beschreibung der Erfindung
[0024] In Fig. 1 ist ein Mikrofongehäuse 1 in geschnittener Seitenansicht dargestellt. Das
Mikrofongehäuse 1 besteht aus einem wannenförmigen Grundkörper 2 mit Seitenwänden
3, 4, einer rückseitigen Wand 5, einer vorderseitigen Wand 6 (siehe Figur 2) und einer
Bodenwand 7, die einen Innenraum 7a umfassen. Die Bodenwand 7 weist eine Vertiefung
8 und die Wände 5 und 6 weisen Ausnehmungen 9 auf. Eine Mikrofonkapsel 10 mit einer
Längsachse 10a, einer Kopfseite 10b, einer Fußseite 10c und Schalleinlässen 10d, 10e
wird in der Vertiefung 8 der Bodenwand 7 und zwischen den Ausnehmungen 9 der Wände
5, 6 gehalten. Die Mikrofonkapsel 10 ist mit Anschlußdrähten 11, 12 verbunden, die
das Mikrofongehäuse 1 durch einen Kanal 13 in der Bodenwand 7 verlassen.
[0025] Eine weitere Mikrofonkapsel 14 ist in einem Durchgangsloch 15 der Seitenwand 4 angeordnet.
Die Mikrofonkapsel 14 weist eine Kopfseite 14a mit einem Schalleinlaß 14b, eine Fußseite
14c und eine Längsachse 14d auf.
[0026] Die Mikrofonkapsel 10 teilt den Innenraum 7a des Grundkörpers 2 in einen Schallraum
16 und in einen Schallraum 17. Der Schallraum 16 wird zwischen der Seitenwand 3 und
der Kopfseite 10b der Mikrofonkapsel 10 ausgebildet. Der Schallraum 17 wird zwischen
der Seitenwand 4 und der Fußseite 10c der Mikrofonkapsel 10 ausgebildet. Betrachtet
man das Volumen des Innenraums 7a, so wird etwa 1/5 des Volumens durch den Schallraum
16 und 2/5 des Volumens durch den Schallraum 17 eingenommen, wobei die Mikrofonkapsel
10 selbst etwa 2/5 des Volumens einnimmt.
[0027] Im Schallraum 17 ist an die Bodenwand 7 ein Anschlag 18 für die Mikrofonkapsel 14
angeformt. Durch Linien 19, 20 ist ein Schallkegel 21 mit einem in die Schalleintrittsrichtung
weisenden Pfeil 21a angedeutet, der auf das Mikrofongehäuse 1 trifft. Die Längsachse
10a der Mikrofonkapsel 10 und die Längsachse 14d der Mikrofonkapsel 14 stehen senkrecht
zum Pfeil 21a, der in die Schalleintrittsrichtung des Schallkegels 21 weist. Die Schalleinlässe
10d, 10e liegen parallel zum Pfeil 21a und senkrecht zur Längsachse 10a der Mikrofonkapsel
10.
[0028] In Fig. 2 ist ein umlaufend an den Seitenwänden 3, 4, an der rückseitigen Wand 5
und an der vorderseitigen Wand 6 ausgeführter Absatz 22 zu sehen. Dieser Absatz 22
bildet eine Auflage 23 für eine nicht dargestellte Abdeckung des Mikrofongehäuses
1.
[0029] Fig. 3 zeigt das Mikrofongehäuse 1 in Seitenansicht. In der Seitenwand 4 ist die
Mikrofonkapsel 14 zu sehen, die im Durchgangsloch 15 sitzt.
[0030] Die über den Schallkegel 21 durch die nicht dargestellte Abdeckung im Grundkörper
2 des Mikrofongehäuses 1 eintreffenden Schallwellen verteilen sich auf den Schallraum
16 und den Schallraum 17. Die Mikrofonkapsel 14, die als Mikrofonkapsel zur Aufnahme
von Störgeräuschen ausgebildet sein kann, nimmt die Schallwellen aus dem Schallraum
17 auf. Die Mikrofonkapsel 10, die als Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Sprache ausgebildet
sein kann, nimmt aus dem Schallraum 16 und dem Schallraum 17 auf, wenn sie einen vorderseitigen
und einen rückseitigen Schalleinlaß besitzt.
[0031] In Fig. 4 ist das Zusammenwirken der Mikrofonkapseln 10, 14 schematisch dargestellt.
[0032] Die Mikrofonkapsel 14, bei der es sich um eine Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Störgeräuschen
handeln kann, liefert ihr Signal an eine Signalverarbeitung 24. Dieses Signal wird
entweder in einer Einheit 25 aufbereitet und beispielsweise zur Steuerung der Mikrofonkapsel
10, bei der es sich um eine Mikrofonkapsel zur Aufnahme von Sprache handeln kann,
eingesetzt. Oder das Signal der Mikrofonkapsel 14 wird in einer Einheit 26 aufgearbeitet,
um aus der Aufnahme, die mit der Mikrofonkapsel 10 gemacht wurde, die Störgeräusche
zu eliminieren. Bevor das Sprachsignal an die Sendeeinheit 27 geleitet wird, sind
noch weitere Verarbeitungsschritte in Signalverarbeitungsanlagen 28 denkbar.
[0033] Weiterhin ist es denkbar, das Signal aus der Mikrofonkapsel 14 und/oder das Signal
aus der Mikrofonkapsel 10 in einer Einheit 29 zu verarbeiten und zur Regelung von
schallerzeugenden Anlagen 30, wie z. B. Audioanlagen, Ventilatoren, Schiebedächer
und Fenster, zu verwenden.
Bezugszeichenliste:
[0034]
- 1
- Mikrofongehäuse
- 2
- Grundkörper
- 3
- Seitenwand
- 4
- Seitenwand
- 5
- Rückwand
- 6
- Vorderwand
- 7
- Bodenwand
- 7a
- Innenraum
- 8
- vertiefung
- 9
- Ausnehmung
- 10
- Mikrofonkapsel
- 10a
- Längsachse
- 10b
- Kopfseite
- 10c
- Fußseite
- 10d
- Schalleinlaß
- 10e
- Schalleinlaß
- 11
- Anschlußdraht
- 12
- Anschlußdraht
- 13
- Kanal
- 14
- Mikrofonkapsel
- 14a
- Kopfseite
- 14b
- Schalleinlaß
- 14c
- Fußseite
- 14d
- Längsachse
- 15
- Durchgangsloch
- 16
- Schallraum
- 17
- Schallraum
- 18
- Anschlag
- 19
- Linie
- 20
- Linie
- 21
- Schallkegel
- 21a
- Pfeil
- 22
- Absatz
- 23
- Auflage
- 24
- Signaleverarbeitung
- 25
- Einheit
- 26
- Einheit
- 27
- Sendeeinheit
- 28
- Signalverarbeitungsanlage
- 29
- Einheit
- 30
- schallerzeugende Anlage
1. Anordnung zur Erfassung von Schallquellen in einem Fahrzeug, mit einem Mikrofongehäuse
(1) zur Aufnahme zweier Mikrofonkapseln (10, 14), einer ersten Mikrofonkapsel (10),
einer zweiten Mikrofonkapsel (14) mit unterschiedlicher Aufnahmecharakteristik und
einer Signalverarbeitung (24), wobei die erste Mikrofonkapsel (10) bezüglich der Verarbeitung
ihres Aufnahmesignals mittels der Signalverarbeitung (24) durch das Aufnahmesignal
der zweiten Mikrofonkapsel (14) beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung eine Steuer einrichtung (29) enthält, wobei das Aufnahmesignal einer
der Mikrofonkapseln (10, 14) oder beider Mikrofonkapseln (10, 14) der Steuereinheit
(29) zugeführt wird, welche eingerichtet ist, das Signal zu verarbeiten und die Störgeräuscherzeugung
eines Geräts (30) zu stenern.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Mikrofonkapsel (10) bezüglich ihrer Empfindlichkeit oder der Verarbeitung
ihres Aufnahmesignals im Verstärker des Mikrofons oder in einem nachfolgenden Gerät
(25, 26) durch eine andere Mikrofonkapsel (14) beeinflußt wird.
3. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeempfindlichkeit der Mikrofonkapsel (10) durch das Aufnahmesignal der
Mikrofonkapsel (14) beeinflußbar ist.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikrofongehäuse (1) einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist, in welchem die
erste Mikrofonkapsel (10) etwa mittig angeordnet ist, mit beidseitig der ersten Mikrofonkapsel
(10) angeordneten Schallräumen (16, 17) und daß die zweite Mikrofonkapsel (14) ohne
wesentliche Veränderung der Schallräume endseitig im Mikrofongehäuse (1) angeordnet
ist.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikrofongehäuse (1) zu dem gemeinsamen Schalleintrittskegel (21) hin mit einer
schalldurchlässigen, gitterförmigen Abdeckung verschlossen ist.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Schallraum (16, 17) von zwei Mikrofonen (10, 14) gemeinsam nutzbar
ist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, die erste Mikrofonkapsel (10) einen Frequenzbereich von 150 bis 6400 Hz und die
zweite Mikrofonkapsel (14) einen Frequenzbereich von 30 bis 5000 Hz hat.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Mikrofonkapsel (10) einen vorderseitigen und einen rückseitigen Schalleinlaß
(10d, 10e) besitzt und die Membran der ersten Mikrofonkapsel (10) senkrecht zur Achse
des Schalleintrittskegels (21) angeordnet ist.
1. Arrangement for capturing sound sources in a vehicle, with a microphone casing (1)
for holding two microphone capsules (10, 14), a first microphone capsule (10), a second
microphone capsule (14) with different recording characteristics and a signal processing
means (24), whereby with respect to the processing of its recording signal by the
signal processing means (24) the first microphone capsule (10) is influenced by the
recording signal of the second microphone capsule (14), characterised in that the arrangement contains a control device (29), whereby the recording signal of one
of the microphone capsules (10, 14) or both microphone capsules (10, 14) is sent to
the control device (29), which is set up to process the signal and to control the
generation of disturbing background noise of a device (30).
2. Arrangement according to claim 1, characterised in that at least one microphone capsule (10) is influenced with respect to its sensitivity
or the processing of its recording signal in the amplifier of the microphone or in
a subsequent device (25, 26) by a different microphone capsule (14).
3. Arrangement according to one of the preceding claims 1 or 2, characterised in that the recording sensitivity of the microphone capsule (10) can be influenced by the
recording signal of the microphone capsule (14).
4. Arrangement according to one of the preceding claims, characterised in that the microphone casing (1) has a rectangular cross section, in which the first microphone
capsule (10) is arranged approximately centrally, with sound chambers (16,17) arranged
on both sides of the first microphone capsule (10), and in that the second microphone capsule (14) is arranged without any significant change to
the sound chambers at the end of the microphone casing (1).
5. Arrangement according to one of the preceding claims, characterised in that the microphone casing (1) is closed off towards the joint sound input cone (21) by
a sound-transmitting, grid-like cover.
6. Arrangement according to one of the preceding claims, characterised in that at least one sound chamber (16, 17) can be used jointly by two microphones (10, 14).
7. Arrangement according to one of the preceding claims, characterised that the first microphone capsule (10) has a frequency range of 150 to 6400 Hz and
the second microphone capsule (14) has a frequency range of 30 to 5000 Hz.
8. Arrangement according to one of the preceding claims, characterised in that the first microphone capsule (10) has a front and a rear sound input (10d, 10e),
and the membrane of the first microphone capsule (10) is perpendicular to the axis
of the sound input cone (21).
1. Dispositif de détection de sources de sons dans un véhicule, comprenant un boîtier
de microphone (1) pour recevoir deux capsules à microphone (10, 14), une première
capsule à microphone (10), une deuxième capsule à microphone (14) d'une caractéristique
de réception différente et un traitement de signal (24),
la première capsule à microphone (10) ayant le traitement de son signal de réception
influencé au moyen du traitement de signal (24) du signal de réception de la deuxième
capsule à microphone (14),
caractérisé en ce que
le dispositif comprend une unité de commande (29) et le signal de réception de l'une
des capsules à microphone (10, 14) ou des deux capsules à microphone (10, 14) est
transmis à l'unité de commande (29), qui est prévue pour traiter le signal et commander
la génération d'un bruit parasite d'un appareil (30).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la sensibilité ou le traitement de signal de réception d'au moins une capsule à microphone
(10) est influencé par une autre capsule à microphone (14) dans l'amplificateur du
microphone ou un appareil (25, 26) placé en aval.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la sensibilité de réception de la capsule à microphone (10) peut être influencée par
le signal de réception de la capsule à microphone (14).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le boîtier de microphone (1) présente une section transversale rectangulaire qui loge
la première capsule à microphone (10) sensiblement au centre, avec des chambres acoustiques
(16, 17) disposées de part et d'autre de la première capsule à microphone (10), et
la deuxième capsule à microphone (14) est disposée au niveau de l'extrémité dans le
boîtier de microphone (1) sans modification significative des chambres acoustiques.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
en direction du cône d'entrée de son (21) commun, le boîtier de microphone (1) est
fermé par une couverture en forme de grille perméable au son.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins une chambre acoustique (16, 17) peut être utilisée conjointement par deux
microphones (10, 14).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première capsule à microphone (10) a une plage de fréquences entre 150 et 6400
Hz et la seconde capsule à microphone (14) une plage de fréquences entre 30 et 5000
Hz.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première capsule à microphone (10) présente une entrée de son sur le côté avant
et sur le côté arrière (10d, 10e), et la membrane de la première capsule à microphone
(10) est disposée perpendiculairement à l'axe du cône d'entrée de son (21).

