[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckluftmotor für eine Schmierstoffpumpe, bei dem ein
Gesamtgehäuse ein Zylinderstück, ein Steuergehäuse und einen Anschlußflanschbereich
bildet, bei dem ein in dem Zylinderstück hin- und herbewegbarer Kolben eine durch
das Steuergehäuse und den Anschlußflanschbereich ragende Kolbenstange trägt und der
Kolben das Zylinderstück in einen steuerseitigen Raum und einen wandseitigen Raum
unterteilt, bei dem das Steuergehäuse mit einer radial zur Kolbenstange angeordneten
Verteilereinrichtung versehen ist, die einen außen am Steuergehäuse sitzenden Ansatz
bildet, bei dem von dem Ansatz der Verteilereinrichtung eine Leitung entlang dem Steuergehäuse
und dem Zylinderstück zu dem wandseitigen Raum führt, bei dem ein mit einem Druckluftanschluß
versehener, im Steuergehäuse befindlicher Druckraum mittels der Verteilereinrichtung
wahlweise über die Leitung mit dem wandseitigen Raum und über einen Durchgang mit
dem steuerseitigen Raum des Zylinderstücks verbunden ist, bei dem die Verteilereinrichtung
dem Druckraum eine erste Öffnung, eine mittlere Öffnung und eine zweite Öffnung zuwendet,
von denen die mittlere Öffnung über einen Kanal mit dem das Steuergehäuse umgebenden
Außenraum verbunden ist, die erste Öffnung über einen Kanal mit dem Durchgang zu dem
steuerseitigen Raum verbunden ist und die zweite Öffnung über einen Kanal mit der
Leitung zu dem wandseitigen Raum verbunden ist, und bei dem an einer die drei Öffnungen
begrenzenden Stirnfläche anliegend eine Verteilerplatte hin- und herverschiebbar ist,
der ein Klauenschieber zugeordnet ist, der auf der Kolbenstange sitzt.
[0002] Bei einem durch die Praxis bekannten und auf einem Blatt - 2 - FLEXBIMEC TIPO-TYPE
4020, 4060, 4080 angedeuteten Druckluftmotor dieser Art ist das Zylinderstück aus
einem Rohrmantel und einem aufgesetzten Wandstück gefertigt, die spanend bearbeitet
sind. Die Leitung ist ein selbständiges Rohr, das einerseits an den Ansatz und andererseits
an das Wandstück angeschraubt ist. Der Ansatz ist von einem selbständigen Metallblock
gebildet, der in einen Durchbruch des Steuergehäuses eingesetzt ist. Die Verteilereinrichtung
ist im wesentlichen von dem Metallblock gebildet, in den die Kanäle spanend eingearbeitet
sind. Bei diesem bekannten Druckluftmotor sind die Bestandteile unter spanender Bearbeitung
gefertigt, was aufwendig ist.
[0003] Es ist ein weiterer Druckluftmotor durch die Praxis bekannt und in der DE 39 16 422
C2 angedeutet, bei dem ein ein Zylinderstück, ein Steuergehäuse und einen Anschlußflanschbereich
umfassendes Gesamtgehäuse aus Metallguß gefertigt ist. Eine Leitung, die von einer
Verteilereinrichtung im Steuergehäuse von dieser entlang dem Zylinderstück zu einem
wandseitigen Raum des Zylinderstücks führt, ist in das Steuergehäuse und das Zylinderstück
einstückig eingeformt. Dadurch ist durch spanende Bearbeitung bedingter Aufwand vermindert.
Jedoch ist hier eine rund um die Kolbenstange angeordnete Verteilereinrichtung komplizierte
Bauweise vorgesehen, die relativ störanfällig ist.
[0004] Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Druckluftmotor der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei dem nicht nur spanende Bearbeitung des Gesamtgehäuses vermieden
ist, sondern auch spanende Bearbeitung, der an sich einfache Bauweise aufweisenden,
radial zur Kolbenstange am Steuergehäuse vorgesehenen Verteilereinrichtung vermieden
ist. Der erfindungsgemäße Druckluftmotor ist, diese Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gesamtgehäuse aus Metallguß gefertigt ist und die Leitung in das Steuergehäuse
und das Zylinderstück einstückig eingeformt ist, daß der Ansatz von einem mit dem
Steuergehäuse einstückig aus Metallguß geformten Stutzen und einem an dem Stutzen
lösbar angebrachten Deckel aus Metallguß gebildet ist, daß die Verteilereinrichtung
eine mit dem Steuergehäuse einstückig aus Metallguß geformte, den Stutzen umfassende
Kammerwand aufweist, die eine Kammer umschließt, und daß in die Kammer ein mit Dichtringen
versehenes, aus Kunststoff spritzgegossenes Verteilerstück eingesetzt ist, welches
die Kanäle zum Außenraum, zum steuerseitigen Raum und zum wandseitigen Raum bildet.
[0005] Es ist trotz der radialen Verteilereinrichtung das Steuergehäuse ein Gußteil ohne
spanende Bearbeitung. Die Fertigung des erfindungsgemäßen Druckluftmotors ist weniger
aufwendig und billiger. Auch das Verteilerstück ist unter Vermeidung von spanender
Bearbeitung spritzgegossen. Die Dichtringe dichten die Luftübergänge vom Verteilerstück
zu der Kammerwand gegeneinander ab. Das Verteilerstück wird mit den Kanälen durch
Spritzgießen hergestellt. Die Flächen des Verteilerstückes sind - mit einer Ausnahme
- so, wie sie beim Spritzgießen entstehen. Das Steuergehäuse erfährt im wesentlichen
keine spanende Nachbearbeitung. Es hat keine nachbearbeiteten Paß- und Dichtflächen.
Wesentlich sind für den verringerten Aufwand die durch Metallguß erzeugte, den Stutzen
umfassende Kammerwand und das durch Kunststoff-Spritzgießen erzeugte Verteilerstück.
Das Verteilerstück ist von dem Deckel in der Kammer gehalten.
[0006] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn die Verteilerstück-Stirnfläche,
an der die Verteilerplatte anliegt, plangedreht ist. Dies vermeidet zu starke Abnutzung
aufgrund der hin- und hergehenden Verteilerplatte. Dieses Plandrehen ist die einzige
nachträgliche Bearbeitung, die das Kunststoff-Verteilerstück erfährt.
[0007] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es auch, wenn Außenabmessungen des Verteilerstücks
und der Dichtringe und entsprechende zugeordnete Innenabmessungen der Kammerwand sich
radial von innen nach außen erweitern. Dies vermeidet Beschädigungen der Dichtringe
beim Montieren des Verteilerstücks. In der Regel sind bei dem erfindungsgemäßen Druckluftmotor
drei Dichtringe mit Abstand voneinander vorgesehen.
[0008] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es sodann, wenn der Kanal zum Außenraum
zu dem dem Deckel zugeordneten Ende des Verteilerstücks verläuft und ein Schalldämmelement
für Abluft in dem Deckel angeordnet ist. Die Abluft wird günstig geführt und der Deckel
hat die zusätzliche Funktion der Halterung des Schalldämmelements. Der Deckel ist
ein Käfig des Schalldämmelements.
[0009] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es ebenso, wenn der Anschlußflanschbereich
ein vom Steuergehäuse gesondertes Anschlußflanschstück ist und das Zylinderstück,
das Steuergehäuse und das Anschlußflanschstück durch Spannschrauben zusammengehalten
sind, die einerends am Zylinderstück und anderenends am Anschlußflanschstück angreifen
sowie durch am Steuergehäuse angeformte Höhlungen geführt sind. Dies vereinfacht die
Erzeugung des Steuergehäuses weiter. Für den Halt des Steuergehäuses im Gesamtgehäuse
ist ein Gewindeschneiden am Steuergehäuse nicht nötig.
[0010] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es weiterhin, wenn der Kanal zum steuerseitigen
Raum und der Kanal zum wandseitigen Raum im Verteilerstück jeweils umfassen einen
axialen rundum geschlossenen Kanalbereich und einen radialen Kanalbereich, der in
einer Kreissegment-Aussparung des Verteilerstücks angeordnet ist. Dies erleichtert
die Herstellung des aus Kunststoff spritzgegossenen Verteilerstücks. Die Kreissegment-Aussparungen
bilden die Öffnungen zu dem Durchbruch und der Leitung des Steuergehäuses und es ist
- in axialer Richtung des Verteilerstücks gesehen - jeweils beiderseits jeder Aussparung
je einer der Dichtringe angeordnet.
[0011] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es noch, wenn an dem Steuergehäuse vorgesehene
Befestigungsschrauben selbstschneidende Schrauben sind, die in gewindefrei gegossene
Schraublöcher eingetrieben sind. Auch dies trägt zu einer von spanabhebender Bearbeitung
freien Fertigung des Steuergehäuses bei. An diesem ist in der Regel nur eine Druckluft-Anschlußbohrung
mit geschnittenem Innengewinde durch spanabhebende Fertigung vorgesehen. Diese weitgehende
Nachbearbeitungsfreiheit des Steuergehäuses des erfindungsgemäßen Druckluftmotors
ist ein wesentlicher Gesichtspunkt der Erfindung.
[0012] Wenn der Druckraum von dem Steuergehäuse selbst begrenzt ist und der Durchmesser
des Kolbens größer und größer bemessen wird, dann wächst mit dem größer werdenden
Innendurchmesser des Steuergehäuses auch der Innendurchmesser des Druckraumes.
[0013] Wenn die Schmierstoffpumpe für größere Leistungen ausgelegt wird, dann ist ein größerer
Außendurchmesser des Kolbens und Innendurchmesser des Steuergehäuses erforderlich.
Dies macht besondere Maßnahmen bzgl. der Dichtung des Druckraumes und der Lagerung
sowie Führung der Kolbenstange nötig.
[0014] Eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht
daher darin, daß eine die Kolbenstange rundum umfassende Kapsel mit dem Steuergehäuse
einstückig aus Metallguß geformt ist, von dem Steuergehäuse rundum radial beabstandet
ist, den Klauenschieber aufnimmt, an der Kammerwand sitzend von dieser getragen ist
und den Druckraum begrenzt. Diese Kapsel und deren Verbindung mit dem Steuergehäuse
sind einstückig mit dem Steuergehäuse aus Metallguß gefertigt. Der Druckraum ist trotz
großen Kolbendurchmessers im Durchmesser klein gehalten. Die Kammerwand überbrückt
den radialen Abstand zwischen Steuergehäuse und Kapsel und hat die zusätzliche Funktion,
die Kapsel zu tragen.
[0015] Bei dem bekannten Druckluftmotor der eingangs genannten Art durchragt ein aus Metall
bestehender Einsatz das Steuergehäuse und ist an diesem festgelegt und nimmt in einer
Einsatzhöhlung eine Druckfeder auf, die in einer Federhülse sitzt, die in der Einsatzhöhlung
verschiebbar ist und an einem Ende eines Schaltgliedes angreift, dessen anderes Ende
dem Klauenschieber zugeordnet ist. Der die Einsatzhöhlung bildende Einsatz ist ein
Stahlstück, das spanabhebend bearbeitet ist und die Federhülse sowie das Schaltglied
bestehen ebenfalls aus spanabhebend bearbeiteten Metallteilen. Es sind also wesentliche
Bestandteile der Schalt- bzw. Steuereinrichtung unter spanender Bearbeitung gefertigt,
was aufwendig ist.
[0016] Die Erfindung besteht daher darin, daß der die Einsatzhöhlung bildende Einsatz aus
Metallguß gefertigt ist und die Federhülse sowie das Schaltglied aus Kunststoff spritzgegossen
sind. Es ist spanabhebende Bearbeitung vermieden, wodurch die Fertigung des Steuergehäuses
weniger aufwendig und billiger ist. Der Einsatz ist in der Regel mittels selbstschneidenden
Schrauben gehalten, die in gewindefrei gegossene Schraublöcher am Steuergehäuse eingetrieben
sind.
[0017] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es dabei, wenn zwischen dem Steuergehäuse
und der Kapsel ein Haltering einstückig mit dem Steuergehäuse aus Metallguß gefertigt
ist, der den Einsatz aufnimmt. Es befindet sich der Einsatz mit der Druckfeder im
wesentlichen innerhalb des Steuergehäuses. Der Haltering trägt zur stabilen Anordnung
der Kapsel bei.
[0018] In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und
zeigt
- Fig. 1
- einen Schnitt eines Druckluftmotors für eine Schmierstoffpumpe, bei einer ersten Stellung
eines Kolbens,
- Fig. 2
- den Schnitt gemäß Fig. 1, bei einer zweiten Stellung des Kolbens,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Druckluftmotor gemäß Fig. 1,
- Fig. 4 und 5
- jeweils einen Schnitt eines Steuergehäuses des Druckluftmotors gemäß Fig. 1, in einem
gegenüber Fig. 1 verkleinerten Maßstab,
- Fig. 6
- einen Ausschnitt der Darstellung in Fig. 1, in einem gegenüber Fig. 1 vergrößerten
Maßstab,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht eines Verteilerstücks des Druckluftmotors gemäß Fig. 1 und
- Fig. 8
- einen Längsschnitt des Verteilerstücks gemäß Fig. 7.
[0019] Der Druckluftmotor gemäß Zeichnung ist Bestandteil einer Schmierstoffpumpe, die in
nicht näher gezeigter Weise einen den Druckluftmotor fortsetzenden Pumpenkörper bildet,
in dem von einer Kolbenstange 1 ein im Durchmesser relativ kleiner Pumpenkolben hin-
und herbewegt wird, der Bestandteil einer Kolben-Zylinder-Einrichtung ist, mit der
sich Schmierstoff pumpen läßt. Der nicht gezeigte Pumpenkörper wird in ein Innengewinde
einer Buchse 2 geschraubt, die an einem Gesamtgehäuse 3 sitzt und dabei Bestandteil
eines Anschlußflanschstücks 4 ist. Das Anschlußflanschstück 4 sitzt gemäß Fig. 3 an
einer Seite eines Steuergehäuses 5, an dessen anderer Seite ein Zylinderstück 6 angefügt
ist, das von einer Wand 7 abgeschlossen ist. Den Zusammenhalt sichern vier Spannschrauben
8, von denen zwei gezeigt sind, und die jeweils an einem Auge des Anschlußflanschstücks
4 und einem Auge des Zylinderstücks 6 angreifen und durch kanalartige Höhlungen gesteckt
sind, die von Wülsten 9 gebildet sind, die an dem Steuergehäuse 5 angeformt sind.
Auf dem Steuergehäuse 5 ist ein käfigartiger Deckel 10 vorgesehen, der ein Schalldämmelement
11 aufnimmt und von Schrauben 12 gehalten ist, die in das Steuergehäuse 5 eingreifen.
An zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Steuergehäuses 5 ist in Fig. 3 jeweils
ein vorspringender geschlossener Endbereich eines Einsatzes 13 zu sehen, der von Schrauben
14 gehalten ist, die am Steuergehäuse angreifen. Der Deckel 10 sitzt auf einem in
Fig. 3 nicht gezeigten Stutzen, von dem ein Wulst 15 ausgeht, der zunächst mit dem
Steuergehäuse 5 und dann mit dem Zylinderstück 6 einstückig ist und in dem eine rohrartige
Leitung 16 verläuft.
[0020] Gemäß Fig. 1 und 2 bildet das Anschlußflanschstück 4 außer der Buchse 2 ein Lager
17 für die Kolbenstange 1, eine Kapselkappe 18 und radial zur Kolbenstange eine Anschlußbohrung
19. In dem Steuergehäuse 5 ist eine einseitig offene Kapsel 20 gebildet, die mittels
der Kapselkappe 18 geschlossen ist und anderenends ein die Kolbenstange 1 umfassendes
Lager 21 bildet und mit dem das Lager 21 bildenden Endstück aus dem Lagergehäuse 5
heraus, in das Zylinderstück 3 hineinragt. An dem der Buchse 2 entgegengesetzten Ende
der Kolbenstange 1 sitzt ein großer Kolben 22, der den Innenraum des Zylinderstücks
6 in einen wandseitigen Raum 23 und einen steuerseitigen Raum 24 teilt. Die Leitung
16 mündet in den wandseitigen Raum 23 und in den steuerseitigen Raum 24 mündet ein
Durchgang 25 auf der dem Kolben 22 gegenüberliegenden Seite. Die Kapsel 20 mit der
Kapselkappe 18 umschließt einen Druckraum 26, zu dem eine im Steuergehäuse vorgesehene
Druckluft-Anschlußbohrung führt, die auf der dem Deckel 10 entgegengesetzten Seite
des Steuergehäuses angeordnet ist und in Fig. 1 und 2 nicht gezeigt ist. Fig. 4 und
5 verdeutlichen das Steuergehäuse 5 und die damit einstückigen Bereiche bzw. Teile.
Fig. 4 zeigt die Druckluft-Anschlußbohrung 27. Gemäß Fig. 5 ist zwischen der Kapsel
20 und dem Steuergehäuse 5 radialer Verbindungssteg 28 vorhanden.
[0021] In dem Druckraum 26 sitzt gemäß Fig. 6 auf der Kolbenstange 1 ein Klauenschieber
30, der auf der Kolbenstange hin- und herverschiebbar ist und nach einer radialen
Richtung mit zwei Klauen weist, die axialen Abstand voneinander aufweisen. Der sich
hin- und herbewegende Klauenschieber 30 überstreicht einen verjüngten Bereich 31 der
Kolbenstange und greift in diesen mit einem inneren Anschlagsims 32. Die Enden des
verjüngten Bereichs 31 bilden Stufen, die bei hin- und hergehender Kolbenstange 1
abwechselnd an dem Klauenschieber 30 angreifen. Auf zwei einander gegenüberliegenden
Seiten, die gegenüber den Klauen versetzt sind, ist der Klauenschieber 30 jeweils
mit einem Paar von Rastnuten 33 versehen, die axial nebeneinanderliegen. Den Rastnuten
33 ist ein gegabeltes Ende eines Schaltgliedes 34 zugeordnet, dessen anderes Ende
am Boden einer Federhülse 35 angelenkt ist. Die Federhülse 35 ist radial zur Kolbenstange
1 in einer Einsatzhöhlung eines Einsatzes 13 hin- und herverschiebbar und nimmt eine
Druckfeder 36 auf, die bei der Hin- und Herverschiebung mehr oder weniger stark komprimiert
wird. In dem Steuergehäuse 5 ist ein Haltering 37 vorgesehen, der den Einsatz 13 aufnimmt.
Diese an sich bekannte Schalteinrichtung bewegt während der relativ langsamen Hin-
und Herbewegung der Kolbenstange 1 jeweils beim Ende der Kolbenstange-Bewegung in
einer Richtung den Klauenschieber 30 "schlagartig" in diese Richtung.
[0022] Auf der den Klauen des Klauenschiebers 30 zugewendeten Seite ist am Steuergehäuse
5 eine Kammerwand 38 gebildet, die mit einem Stutzen 39 radial nach außen ragt und
radial innen in die Kapsel 21 übergeht. Die Kammerwand 38 bildet den Durchgang 25
und im Stutzen 39 einen Durchlaß 40 zur Leitung 16. In die von der Kammerwand 38 gebildete
Kammer ist ein Verteilerstück 41 radial zur Kolbenstange 1 eingeschoben. Das Verteilerstück
41 ist in der Kammer von dem Deckel 10 gehalten, der ringartig ausgebildet ist und
das Dämpferelement 11 an der radialen Außenseite des Verteilerstücks 41 hält. Das
radial innenliegende Ende des Verteilerstücks 41 ist dem Druckraum 26 zugeordnet und
bildet eine Stirnfläche 42, in der eine erste Öffnung, eine mittlere Öffnung und eine
zweite Öffnung vorgesehen sind. Von der mittleren Öffnung geht ein gerader Kanal 43
mittig zu dem Dämpferelement 11 und damit zum Außenraum. Von der ersten Öffnung geht
ein gewinkelter Kanal 44 zu dem Durchgang 25 und von der zweiten Öffnung geht ein
gewinkelter Kanal 45 zu dem Durchlaß 40. An der Stirnfläche 42 ist eine Verteilerplatte
46 hin- und herverschiebbar, die Verbindungshöhlung 47 bildet. Die Verteilerplatte
46 wird mittels der Klauen des Klauenschiebers 30 axial hin- und hergeschoben und
verbindet den mittleren Kanal 43 wahlweise mit dem ersten Kanal 44 oder dem zweiten
Kanal 45 und gibt dabei jeweils den Übergang zwischen Druckraum 26 und zweitem Kanal
45 oder erstem Kanal 44 frei. Auf diese Weise wird die Druckluft abwechselnd in den
wandseitigen Raum 23 (Fig. 1) oder in den steuerseitigen Raum 24 (Fig. 2) geführt
und der Abluft der Weg zum Außenraum freigegeben.
[0023] Das Verteilerstück 41 bildet gemäß Fig. 7 und 8 auf der der Stirnfläche 42 gegenüberliegenden
Seite eine Senkung 48, in welche der mittlere Kanal 43 mündet. Es ist mit drei umlaufenden
Nutrillen 49 versehen, in die Dichtringe 50 einrasten. Das Verteilerstück 41 ist mit
zwei rundumlaufenden, im Querschnitt großen Nuten versehen, von denen jede eine Kreissegment-Aussparung
51 als Bestandteil des ersten Kanals 44 und des zweiten Kanals 45 bildet. Jeder der
beiden Kanäle 44, 45 bildet ausgehend von den Stirnflächen-Öffnungen rundum geschlossene
Kanalbereiche 52. Fig. 7 und 8 zeigen den sich stufenweise verjüngenden Außendurchmesser
des Verteilerstücks 41, z.B. von Nutrille 49 zu Nutrille.
1. Druckluftmotor für eine Schmierstoffpumpe,
bei dem ein Gesamtgehäuse (3) ein Zylinderstück (6) ein Steuergehäuse (5) und einen
Anschlußflanschbereich (4) bildet,
bei dem ein in dem Zylinderstück (5) hin- und herbewegbarer Kolben eine durch das
Steuergehäuse und den Anschlußflanschbereich ragende Kolbenstange (1) trägt und der
Kolben das Zylinderstück in einen steuerseitigen Raum (24) und einen wandseitigen
Raum (23) unterteilt,
bei dem das Steuergehäuse (5) mit einer radial zur Kolbenstange (1) angeordneten Verteilereinrichtung
versehen ist, die einen außen am Steuergehäuse sitzenden Ansatz bildet,
bei dem von dem Ansatz der Verteilereinrichtung eine Leitung (16) entlang dem Steuergehäuse
und dem Zylinderstück zu dem wandseitigen Raum (23) führt,
bei dem ein mit einem Druckluftanschluß (27) versehener, im Steuergehäuse (5) befindlicher
Druckraum (26) mittels der Verteilereinrichtung wahlweise über die Leitung (16) mit
dem wandseitigen Raum (23) und über einen Durchgang (25) mit dem steuerseitigen Raum
(24) des Zylinderstücks (6) verbunden ist,
bei dem die Verteilereinrichtung dem Druckraum (26) eine erste Öffnung, eine mittlere
Öffnung und eine zweite Öffnung zuwendet, von denen die mittlere Öffnung über einen
Kanal (43) mit dem das Steuergehäuse (5) umgebenden Außenraum verbunden ist, die erste
Öffnung über einen Kanal (44) mit dem Durchgang zu dem steuerseitigen Raum (24) verbunden
ist und die zweite Öffnung über einen Kanal (45) mit der Leitung (16) zu dem wandseitigen
Raum (23) verbunden ist, und
bei dem an einer die drei Öffnungen begrenzenden Stirnfläche (42) anliegend eine Verteilerplatte
(46) hin- und herverschiebbar ist, der ein Klauenschieber (30) zugeordnet ist, der
auf der Kolbenstange (1) sitzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gesamtgehäuse (3) aus Metallguß gefertigt ist und die Leitung (16) in das
Steuergehäuse (5) und das Zylinderstück (6) einstückig eingeformt ist,
daß der Ansatz von einem mit dem Steuergehäuse (5) einstückig aus Metallguß geformten
Stutzen (39) und einem an dem Stutzen lösbar angebrachten Deckel (10) aus Metallguß
gebildet ist, daß die Verteilereinrichtung eine mit dem Steuergehäuse (5) einstückig
aus Metallguß geformte, den Stutzen (39) umfassende Kammerwand (38) aufweist, die
eine Kammer umschließt, und
daß in die Kammer ein mit Dichtringen (50) versehenes, aus Kunststoff spritzgegossenes
Verteilerstück (41) eingesetzt ist, welches die Kanäle (43, 44, 45) zum Außenraum,
zum steuerseitigen Raum (24) und zum wandseitigen Raum (23) bildet.
2. Druckluftmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerstück-Stirnfläche
(42), an der die Verteilerplatte (46) anliegt, plangedreht ist.
3. Druckluftmotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Außenabmessungen
des Verteilerstücks (41) und der Dichtringe (50) und entsprechende zugeordnete Innenabmessungen
der Kammerwand (38) sich radial von innen nach außen erweitern.
4. Druckluftmotor nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (43)
zum Außenraum zu dem dem Dekkel (10) zugeordneten Ende des Verteilerstücks (41) verläuft
und ein Schalldämmelement (11) für Abluft in dem Deckel (10) angeordnet ist.
5. Druckluftmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Anschlußflanschbereich ein vom Steuergehäuse gesondertes Anschlußflanschstück
(4) ist und das Zylinderstück (6) das Steuergehäuse (5) und das Anschlußflanschstück
(4) durch Spannschrauben (8) zusammengehalten sind, welche einerends am Zylinderstück
(6) und anderenends am Anschlußflanschstück (4) angreifen sowie durch am Steuergehäuse
angeformte Höhlungen (9) geführt sind.
6. Druckluftmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kanal (44) zum steuerseitigen Raum (24) und der Kanal (45) zum wandseitigen Raum
(23) im Verteilerstück (41) jeweils umfassen einen axialen rundum geschlossenen Kanalbereich
(52) und einen radialen Kanalbereich, der in einer Kreissegment-Aussparung (51) des
Verteilerstücks angeordnet ist.
7. Druckluftmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem Steuergehäuse (5) vorgesehene Befestigungsschrauben (12, 14) selbstschneidende
Schrauben sind, die in gewindefrei gegossene Schraublöcher eingetrieben sind.
8. Druckluftmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine die Kolbenstange (1) rundum umfassende Kapsel (20) mit dem Steuergehäuse (5)
einstückig aus Metallguß geformt ist, von dem Steuergehäuse rundum radial beabstandet
ist, den Klauenschieber (30) aufnimmt, an der Kammerwand (38) sitzend von dieser getragen
ist und den Druckraum (26) begrenzt.
9. Druckluftmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem ein aus Metall bestehender
Einsatz das Steuergehäuse durchragt sowie an diesem festgelegt ist und in einer Einsatzhöhlung
eine Druckfeder aufnimmt, die in einer Federhülse sitzt, die in der Einsatzhöhlung
verschiebbar ist und an einem Ende eines Schaltgliedes angreift, dessen anderes Ende
dem Klauenschieber zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Einsatzhöhlung bildende Einsatz (13) aus Metallguß gefertigt ist und die
Federhülse (35) sowie das Schaltglied (34) aus Kunststoff spritzgegossen sind.
10. Druckluftmotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Steuergehäuse
(5) und der Kapsel (20) ein Haltering (37) einstückig mit dem Steuergehäuse aus Metallguß
gefertigt ist, der den Einsatz (13) aufnimmt.