| (19) |
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(11) |
EP 1 030 641 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.2003 Patentblatt 2003/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.11.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A61J 7/04 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9803/334 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9902/3995 (20.05.1999 Gazette 1999/20) |
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| (54) |
SYSTEM ZUM BEDARFSABHÄNGIGEN ERZEUGEN EINES VON EINER PERSON WAHRNEHMBAREN SIGNALS
SYSTEM FOR PRODUCING A SIGNAL PERCEPTIBLE BY A PERSON AND ACCORDING TO HER NEEDS
SYSTEME DE PRODUCTION SELON LES BESOINS D'UN SIGNAL PERCEPTIBLE PAR UNE PERSONNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
12.11.1997 DE 19750139
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.08.2000 Patentblatt 2000/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80506 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BREIMESSER, Fritz
D-90491 Nürnberg (DE)
- ABRAHAM-FUCHS, Klaus
D-91058 Erlangen (DE)
- BIRKHÖLZER, Thomas
D-91085 Weisendorf (DE)
- HEROLD, Alexander
D-91052 Erlangen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/24702 US-A- 5 583 831
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DE-A- 4 413 646
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein System zum bedarfsabhängigen Erzeugen eines von einer
Person wahrnehmbaren Signals zu einem oder mehreren vorbestimmten Zeitpunkten, bis
zu dem oder denen die Einnahme eines oder mehrerer Medikamente erfolgt sein muß oder
eine zeitgebundene medizinische Maßnahme durchzuführen ist.
[0002] Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, haben häufig das Problem,
die Medikamenteneinnahme überhaupt zu vergessen, oder aber den vom Arzt vorgeschriebenen
Einnahmezeitpunkt zu übersehen. Dieses Problem tritt insbesondere bei älteren Menschen
oder bei Patienten auf, die viele Medikamente zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen
müssen. Im Stand der Technik, z.B. in DE 44 13 646 A1, sind Signaleinrichtungen beispielsweise
in Form kleiner tragbarer Geräte bekannt, die eine Zeitmeßeinrichtung aufweisen und
nach Art eines Timers ein Alarmsignal zum jeweils erforderlichen Zeitpunkt erzeugen.
Diese Geräte können den Benutzer aber nur dann an die Medikamenteneinnahme erinnern,
wenn sie sich zum Zeitpunkt der Signalgabe in der Umgebung des Benutzers befinden.
Gerade aber im häuslichen Umfeld tragen die jeweiligen Personen diese Geräte nicht
ständig mit sich, vielmehr werden die Geräte häufig an Orten abgelegt, die derart
entlegen zum Aufenthaltsort des Patienten sind, daß diesen das Signal nicht erreicht.
Derartige Systeme sind ferner aus WO 97/24702 und US-PS 5 583 831 bekannt.
[0003] Der Erfindung liegt somit das Problem zugrunde, ein System der eingangs genannten
Art anzugeben, welches es im wesentlichen innerhalb eines Gebäudes, beispielsweise
einem Wohnhaus oder einer Wohnung ermöglicht, dem Patienten an unterschiedlichen Orten
das entsprechende, die Medikamenteneinnahme anzeigende Signal zu geben.
[0004] Zur Lösung dieses Problems ist ein System der eingangs genannten Art mit folgende
Komponenten vorgesehen:
- eine mit einer Zeitmeßeinrichtung versehene Steuerungseinrichtung, die innerhalb des
Gebäudes an einem ersten Ort angebracht oder anbringbar ist, und die mit dem oder
den Signalgabezeitpunkten belegt oder belegbar ist, und
- wenigstens eine hierzu externe Signaleinrichtung, die innerhalb oder im Bereich desselben
Gebäudes an einem zweiten Ort stationär angebracht oder plazierbar ist und unter Verwendung
einer Kommunikationsverbindung eines gebäudeseitig vorgesehenen Kommunikationssystems
mit der Steuerungseinrichtung kommuniziert, und an oder mittels welcher das zeitabhängige
Signal mittels eines entsprechenden Befehls von der Steuerungseinrichtung im Bedarfsfall
erzeugbar ist.
[0005] Mit diesem erfindungsgemäßen System mit der vorteilhaften Trennung der Steuerungseinrichtung,
die quasi die Verwaltung der Medikamenteneinnahme und entsprechend die Signalgabe
steuert, und der externen Signaleinrichtung, von denen selbstverständlich vorteilhafterweise
mehrere vorgesehen sind, um an beliebigen Orten die Signale erzeugen zu können, wird
mit besonderem Vorteil die Möglichkeit gegeben, dem Patienten an einem beliebigen
Ort, nämlich überall dort, wo eine externe Signaleinrichtung vorgesehen ist, das entsprechende
Signal zu geben. In einer Wohnung kann beispielsweise in jedem Raum eine Signaleinrichtung
vorgesehen sein, so daß der Patient überall erreichbar ist. Als besonders vorteilhaft
hat es sich erwiesen, wenn erfindungsgemäß die Kommunikationsverbindung mittels hauptsächlich
gebäudeseitig verlegter und/oder verlegbarer Leitungen und/oder funkgestützt realisiert
ist. Als gebäudeseitiges Kommunikationssystem kann ein EIB-Bus (Europäischer Installationsbus),
verwendet werden. Ein solches Kommunikationssystem, welches in der Regel ohnehin bereits
gebäudeseitig vorgesehen ist und der Signalführung zur Steuerung diverser Aktoren
wie beispielsweise Beleuchtungseinrichtungen und ähnliches dient, durchläuft in der
Regel sämtliche Gebäudeteile und ggf. auch teilweise den Außenbereich, so daß mit
besonderem Vorteil die Signaleinrichtungen überall ankoppelbar sind. Auch im Hinblick
auf die Systemkosten erweist sich der Einsatz des bereits vorhandenen Kommunikationssystems,
eben insbesondere auch in Form des EIB-Busses als vorteilhaft, da keine zusätzlichen
Kommunikationsleitungen zu verlegen sind. Alternativ zur Verwendung leitungsgebundener
Kommunikationsmöglichkeiten kann erfindungsgemäß auch gegebenenfalls zusätzlich eine
drahtlose Kommunikationsverbindung vorgesehen sein, die insoweit nicht auf den unmittelbaren
Gebäudebereich beschränkt ist, sondern auch die Anordnung bzw. Einbindung von außerhalb
befindlichen Signaleinrichtungen zuläßt.
[0006] Als Signaleinrichtungen können erfindungsgemäß optische, akustische und/oder mechanische
Signaleinrichtungen vorgesehen sein. Als akustische und optische Signaleinrichtungen
können hierbei zweckmäßigerweise eine gebäudeseitig vorgesehene Klingel oder eine
oder mehrere gebäudeseitig vorgesehene Beleuchtungseinrichtungen verwendet werden.
Diese Einrichtungen sind ohnehin zumeist bereits in das Hauskommunikationssystem,
beispielsweise das EIB-Bussystem integriert, so daß sie mit besonderem Vorteil mittels
der Steuerungseinrichtung entsprechend angesprochen werden können. Es werden also
auch als Signaleinrichtungen Elemente verwendet, die ohnehin gebäudeseitig bereits
vorhanden sind, was sich ebenfalls vorteilhaft insbesondere auf die Systemkosten auswirkt.
Dabei kann die Klingel beispielsweise zum gegebenen Zeitpunkt entsprechend angesteuert
werden, so daß sie einmal oder mehrmals oder aber in besonderer Abfolge klingelt,
die Beleuchtungseinrichtungen können beispielsweise kurzzeitig blinken oder ähnliches.
Zusätzlich oder alternativ hierzu können als akustische und optische Signaleinrichtungen
auch ein Rundfunkempfänger und/oder eine oder mehrere das Signal in Form einer visuellen
Anzeige wiedergebende Anzeigeeinrichtungen, insbesondere in Form eines Fernsehers
verwendet werden. In diesem Fall wird beispielsweise beim Rundfunkempfänger - bevorzugt
wenn dieser in Betrieb ist - über die Steuerungseinrichtung ein entsprechendes Signal
oder eine entsprechende Nachricht gegeben. Bei Verwendung einer Anzeigeeinrichtung,
insbesondere in Form des in der Regel in einer Wohnung vorhandenen Fernsehers, kann
das Signal entsprechend eingeblendet werden, wobei hierzu selbstverständlich die Steuerungseinrichtung
entsprechend ausgebildet ist, um die hierfür erforderlichen Daten und entsprechenden
Datenformate zu liefern.
[0007] Als zusätzliche mechanische, akustische und/oder optische Signaleinrichtung kann
erfindungsgemäß eine von der betroffenen Person zu tragende, mechanische, akustische
oder optische Signale erzeugende und mit der Steuerungs- und/oder Verarbeitungseinrichtung
über die drahtlose Kommunikationsverbindung kommunizierende Einrichtung verwendet
werden. Solche Einrichtungen sind beispielsweise in Form stiller Alarmeinrichtungen,
die am Handgelenk oder dergleichen zu tragen sind und Vibrationen erzeugen, bekannt.
Bei Einsatz einer derartigen Einrichtung wird dem Patienten der Einnahmezeitpunkt
durch entsprechende spürbare Vibrationen angezeigt, so daß er im Fall der Signalgabe
entsprechend agieren kann. Selbstverständlich kann diese tragbare Signaleinrichtung
auch als akustischer Alarm ausgebildet sein. Auch ein optischer Alarm, z.B. eine kleine
Anzeigeeinrichtung, ist verwendbar, z.B. ein SCALL-Gerät. Natürlich kann auch eine
Einrichtung in Form eines tragbaren Telefons zum Einsatz kommen. Dabei kann bei Einsatz
mehrerer Signaleinrichtungen erfindungsgemäß das Signal an einer oder an mehreren,
gegebenenfalls allen Signaleinrichtungen erzeugbar sein, wobei sich zweckmäßigerweise
der Einsatz der angesprochenen Signaleinrichtungen nach deren Betriebsbereitschaft
richtet, das heißt, bei Verwendung eines Rundfunkempfängers oder eines Fernsehers
wird dieser nur dann angesprochen, wenn das jeweilige Gerät auch entsprechend in Betrieb
ist.
[0008] Um zu vermeiden, daß trotz bereits erfolgter Medikamenteneinnahme im Falle des Erreichens
des jeweiligen, in der Steuerungseinrichtung abgelegten Zeitpunkts das Signal gegeben
wird, kann gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung des Erfindungsgedankens vorgesehen
sein, daß der Steuerungseinrichtung wenigstens ein Mittel zugeordnet ist, mittels
welchem benutzerseitig die rechtzeitige Einnahme der Medikamente anzeigbar ist, wobei
die Auslösung des Signals in Abhängigkeit der Anzeige erfolgt. Hierdurch wird es dem
Benutzer mit besonderem Vorteil ermöglicht, der Steuerungseinrichtung die bereits
erfolgte Medikamenteneinnahme anzuzeigen, so daß die Signalauslösung unterbunden werden
kann. Dabei können die Mittel zweckmäßigerweise über die Kommunikationsverbindungen,
insbesondere über die Leitungen und vorzugsweise den EIB-Bus mit der Steuerungseinrichung
in Kommunikationsverbindung bestehen, da selbstverständlich als entsprechende Bestätigungsmittel
Schaltelemente wie beispielsweise die gebäudeseitig vorgesehenen Lichtschalter oder
ein Bedienungselement der Anzeigeeinrichtung, insbesondere in Form einer Fernbedienung
und ähnliches verwendet werden können. Selbstverständlich ist es auch möglich, zur
Ermöglichung der Anzeige der bereits erfolgten Eingabe auch separate Eingabemittel
vorzusehen, beispielsweise in Form einer Tastatur oder ähnlichem, welche direkt an
der Steuerungseinrichtung, bei der es sich beispielsweise um einen PC handeln kann,
angeordnet ist. Der Ausgestaltung dieser Mittel sind insoweit keine Grenzen gesetzt,
solange der erfindungsgemäße Zweck erfüllt ist, was selbstverständlich auch für die
Verwendung unterschiedlicher Signaleinrichtungen gilt.
[0009] Um dem Patienten, insbesondere ältere Personen, das Zusammenstellen beziehungsweise
Dosieren der Medikamente abzunehmen, hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen,
wenn das System eine Medikamentenausgabeeinrichtung umfaßt, welche mit der Steuerungseinrichtung
kommunizierend verbunden ist und die die jeweils einzunehmenden Medikamente im erforderlichen
Zeitpunkt beziehungsweise zeitlich vorher zur Verfügung stellt. Wird das Medikament
zeitgerecht entnommen, so kann vorteilhaft diese Entnahme zur Gabe des Anzeigesignals
von der Medikamentenausgabeeinrichtung an die Steuerungseinrichtung verwendet werden,
das heißt, bereits die rechtzeitige Entnahme der Medikamente von der Ausgabeeinrichtung
führt automatisch dazu, daß der Steuerungseinrichtung das entsprechende Bestätigungssignal
gegeben wird.
[0010] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn in der Steuerungseinrichtung
ein oder mehrere Signalgabezeitpunkte für mehrere unterschiedliche Medikamente belegt
oder belegbar sind, wobei für jedes Medikament ein spezifisches Signal, gegebenenfalls
unter Verwendung einer spezifischen Signaleinrichtung erzeugbar ist. Gemäß dieser
vorteilhaften Erfindungsausgestaltung wird ein vollständiges Überwachungssystem angegeben,
das auch die Einnahmeüberwachung mehrerer Medikamente ermöglicht, so daß der Patient
unabhängig von der Anzahl der Medikamente auf die Einnahme jedes einzelnen Medikaments
hingewiesen wird.
[0011] Vor allem für den Fall, daß die betreffende Person im jeweiligen Signalgabezeitpunkt
nicht anwesend ist, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Steuerungseinrichtung
derart ausgebildet ist, daß das Signal wenigstens ein zweites Mal zu einem späteren
Zeitpunkt ausgebbar ist, was natürlich nur dann erfolgt, wenn nicht vorher ein Bestätigungssignal
gegeben wurde. Um Sicherheit zu haben, daß die Person zum Zeitpunkt der Signalgabe
oder der Signalwiederholung anwesend ist, hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen,
wenn das System wenigstens eine Erfassungseinrichtung zur Ermittlung der Anwesenheit
einer Person innerhalb des Gebäudes umfaßt, die mit der Steuerungseinrichtung kommuniziert,
wobei das Signal ggf. das weitere Mal in Abhängigkeit des Ermittlungsergebnisses erzeugt
wird. Das heißt, das Signal wird erst dann erzeugt, wenn die Anwesenheit der Person
festgestellt ist, so daß dann Sicherheit gegeben ist, daß die Person das Signal auch
tatsächlich wahrnimmt. Dabei kann erfindungsgemäß die Erfassungseinrichtung derart
ausgebildet sein, daß sie die Betätigung oder Bewegung einer Tür oder die Bewegung
einer Person ermittelt, also in Form eines Bewegungsmelders oder ähnlichem. Zusätzlich
oder alternativ hierzu kann die Sensoreinrichtung auch ein betätigbarer Lichtschalter
sein, den die Person beispielsweise beim Betreten des Hauses ohnehin betätigen muß.
Alternativ hierzu kann als Erfassungseinrichtung auch der Fernseher verwendet werden,
wobei das Ermittlungsergebnis in Abhängigkeit vom Betrieb des Fernsehers gegeben wird,
also in der Regel dann, wenn die betreffende Person das Gerät in Betrieb nimmt, wobei
dies selbstverständlich auch für das Rundfunkgerät gilt.
[0012] Vor allem dann, wenn infolge fehlender Anwesenheit die Einnahme der Medikamente vergessen
wurde und auch das Signal den Patienten nicht daran erinnern konnte, können auch bei
verspäteter Einnahme mithin Situationen auftreten, die entsprechender Maßnahmen bedürfen,
also beispielsweise die Konsultation eines Arztes oder eine entsprechend der Verspätung
angepaßte Dosierung oder ähnliches. Um dem Patienten etwaige Verhaltensmaßnahmen oder
Probleme mitteilen zu können, hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn
das System erfindungsgemäß wenigstens eine Anzeigeeinrichtung, gegebenenfalls in Form
des als Signaleinrichtung dienenden Fernsehers umfaßt, an welchem im Falle der Erzeugung
eines Signals von der Steuerungseinrichtung gesteuert Informationen ausgebbar sind,
gegebenenfalls zu einem zur Signalerzeugung späteren Zeitpunkt. Anhand dieser Informationen
kann der Patient dann ermitteln, wie er sich zu verhalten hat, um mögliche Folgen
der fehlenden oder verspäteten Medikamenteneinnahme zu begegnen. Zweckmäßig ist es,
wenn erfindungsgemäß die auszugebenden Informationen in Abhängigkeit steuerungsseitig
vorhandener medikamenten- und/oder patientenspezifischer Informationen und/oder der
seit einem einnahmerelevanten Zeitpunkt verstrichenen Zeitdauer erzeugbar ist. Das
heißt, die dem Patienten gegebene Information ist auf die tatsächlichen Umstände einerseits
betreffend die von ihm einzunehmenden Medikatmente abgestimmt, wie auch auf seine
persönliche Konstitution, da hierin seine Gesundheitsdaten, wie beispielsweise sein
Gewicht, sein Blutdruck etc., mit eingehen können. Relevant ist ggf. auch die bereits
verstrichene Zeitdauer seit dem letztmöglichen "zeitgerechten" Einnahmezeitpunkt,
da auch dieses Beurteilungskriterium relevant für die aus medizinischer Sicht anzuordnenden
Handlungen sein kann. Es wird dem Patienten also eine auf die tatsächliche Situation
abgestimmte Information gegeben. Die in der Steuerungseinrichtung als ausgebbare Informationen
abgelegten Informationen können erfindungsgemäß medikamentenspezifische Informationen,
insbesondere über die Dosierung und in Form des Medikamentennamens, sein. Alternativ
oder zusätzlich hierzu kann die Steuerungseinrichtung auch zur automatischen Herstellung
einer Kommunikationsverbindung, insbesondere einer Telekommunikationsverbindung zu
einer externen Hilfestelle im Falle der Erzeugung eines Signals und ermittelter Anwesenheit
einer Person ausgebildet sein, wobei hierzu selbstverständlich eine entsprechende
Kommunikationsverbindung der Steuerungseinrichtung an ein entsprechendes, nach außen
abgehendes Kommunikationsnetz vorgesehen ist. Schließlich kann nach einer äußerst
zweckmäßigen Weiterbildung des Erfindungsgedankens vorgesehen sein, daß die Steuerungseinrichtung
derart ausgebildet ist, daß ein externer Zugriff auf die dort abgelegenten Informationen
möglichist. Hierunter ist ein lesender wie auch ein schreibender Zugriff zu verstehen.
Es ist also möglich, von einer externen Stelle, beispielsweise einer Datenverwaltungszentrale,
auf die jeweilige patientenseitig vorhandene Steuerungseinrichtung zugreifen zu können,
und dort einerseits die abgelegten Informationen auf deren Richtigkeit und Aktualität
zu überprüfen, wie auch ggf. neue Informationen einzuspielen, beispielsweise dann,
wenn der Patient ein oder mehrere neue Medikamente einnehmen muß, oder aber zu anderen
Zeitpunkten beispielsweise die Blutdruckmessung od.dgl. vorzunehmen ist.
[0013] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im
folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Systems einer ersten Ausführungsform, und
- Fig. 2
- eine Prinzipskizze des erfindungsgemäßen Systems gemäß einer zweiten Ausführungsform.
[0014] Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes System, dessen zentrales Element die Steuerungseinrichtung
1, hier in Form eines PC ist. Die Steuerungseinrichtung 1 ist über eine erste Kommunikationsverbindung
2 in Form einer hausseitig verlegten Kommunikationsleitung 3, vorzugsweise einem EIB-Bus
mit einer Reihe von Funktions- und Signaleinrichtungen verbunden.Die jeweilige Richtung
der Signalkommunikation ist durch die entsprechenden Pfeile dargestellt. An der busartigen
Kommunikationsleitung 3 hängt zunächst eine Klingel 4, mittels welcher ein Signal,
welches den Einnahmezeitpunkt eines bestimmten Medikaments anzeigt, gegeben werden
kann. Die Steuerung des Betriebs der Klingel 4 erfolgt über die Steuerungseinrichtung
1, welche eine entsprechende Zeitmeßeinrichtung aufweist, in welcher die jeweiligen
Signalgabezeitpunkte implementiert sind. Seitens der Steuerungseinrichtung 1 wird
zum entsprechenden Zeitpunkt ein Befehl an die Klingel 4 gegeben, so daß diese entsprechend
betätigt wird und den Patienten anzeigt, daß sein Medikament einzunehmen ist. An der
Kommunikationsleitung 3 ist weiterhin eine Beleuchtungseinrichtung 5 angeschlossen,
welche ebenfalls als Signaleinrichtung dient, wobei selbstverständlich, wie durch
die abgehenden Striche 5a angegeben, mehrere Beleuchtungseinrichtungen, beispielsweise
in jedem Gebäuderaum eine, eingebunden sein kann. Auch diese Beleuchtungseinrichtung
dient zur Signalgabe, beispielsweise kann sie entsprechend blinkend eingeschalten
werden, wobei selbstverständlich auch hier die Steuerung über die Steuerungseinrichtung
1 erfolgt. An der Bus-Kommunikationsleitung 3 ist ferner ein Lichtschalter 6 (beziehungsweise
mehrere Lichtschalter 6a) angekoppelt. Diese Lichtschalter dienen als Erfassungseinrichtungen,
mittels denen bestimmt werden kann, ob die Person, der gegebenenfalls das Signal zu
geben ist, überhaupt im Gebäude, beispielsweise dem Haus oder der Wohnung, anwesend
ist. Der jeweilige Lichtschalter 6, 6a kommuniziert über die Kommunikationsleitung
3 mit der Steuerungseinrichtung, welcher bei Betätigung eines Lichtschalters ein entsprechendes,
die Anwesenheit anzeigendes Signal gegeben wird. Zusätzlich zu dem oder den Lichtschaltern
kann ein weiterer, speziell zur Erfassung der Anwesenheit vorgesehener Anwesenheitserfassungsschalter
7 (oder entsprechend mehrerer derartiger Schalter 7a) vorgesehen sein, deren Zweck
insoweit der gleiche ist, wobei ihnen lediglich diese Funktion zukommt. Daneben kann
eine Erfassungseinrichtung 8, die im Haus- oder Wohnungstürbereich angeordnet ist,
vorgesehen sein, welche beispielsweise dann betätigt und ein entsprechendes, die Anwesenheit
der Person indizierendes Signal an diese Steuerungseinrichtung 1 liefert, wenn das
Türschloß bewegt wird, oder aber die Tür aufgeschwenkt wird. Daneben kann noch ein
Bewegungsmelder 9 (oder mehrere Bewegungsmelder 9a) vorgesehen sein, welche die Bewegung
entweder beispielsweise der Haustür oder aber der betretenden Person selbst ermittelt.
Schließlich ist über die Kommunikationsleitung 3 ein Bestätigungsschalter 10 (oder
mehrere Bestätigungsschalter 10a) kommunizierend mit der Steuerungseinrichtung 1 verbunden.
Mittels dieses oder dieser Schalter 10, 10a ist es für den Patienten möglich, die
rechtzeitig erfolgte Medikamenteneinnahme der Steuerungseinrichtung 1 anzuzeigen,
so daß diese bei Erreichen des nächsten Signalgabezeitpunktes die Signalgabe unterdrückt,
da das Signal in diesem Fall nicht erforderlich ist. Zusätzlich oder alternativ zu
diesen Bestätigungsschaltern 10, 10a kann die Einnahmebestätigung auch mittels eines
Eingabemittels 11 in Form der gezeigten Tastatur, die über eine Kommunikationsverbindung
12 mit der Steuerungseinrichtung 1 verbunden ist, gegeben werden.
[0015] Zusätzlich (selbstverständlich auch alternativ) zu den Signaleinrichtungen 4, 5 ist
im gezeigten Ausführungsbeispiel die Steuerungseinrichtung 1 über eine Kommunikationsleitung
13 mit einem Fernseher 14 verbunden. An diesem kann im Bedarfsfall mittels der Steuerungseinrichtung
1 - selbstverständlich nur dann, wenn der Fernseher in Betrieb ist - dem Patienten
das entsprechende Signal visualisiert werden, beispielsweise kann das laufende Programm
unterbrochen werden oder aber es wird eine entsprechende Nachricht eingeblendet, die
den Patienten auf die Medikamenteneinnahme hinweist. Gleichzeitig kann der Fernseher
14 zur Erfassung der Anwesenheit des Patienten dienen, nämlich dann wenn er in Betrieb
ist, das heißt, der Steuerungseinrichtung 1 wird ein entsprechendes Signal gegeben,
wie durch die jeweiligen Pfeile dargestellt ist. Daneben kann mittels des Fernsehers
14 beziehungsweise der ihm zugeordneten Fernbedienungseinrichtung 15 auch das entsprechende
Bestätigungssignal gegeben werden, welches anzeigt, daß die Medikamenteneinnahme bereits
erfolgt ist.
[0016] Eine ähnliche Funktion wie dem Fernseher 14 kommt einem mittels einer weiteren Kommunikationsleitung
16 mit der Steuerungseinrichtung 1 verbundenen Rundfunkempfänger 17 zu, mittels welchem
ebenfalls das entsprechende Signal gegeben werden kann, beispielsweise in Form eines
Summens oder ähnlichem, und dessen Betrieb ebenfalls die Anwesenheit der Person signalisieren
kann.
[0017] Daneben umfaßt das erfindungsgemäße System eine beispielsweise am Handgelenk des
Patienten zu tragende mechanische Signaleinrichtung 18 in Form eines vibrierenden
Alarms, welcher über eine drahtlose Kommunikationsverbindung 19 mit der Steuerungseinrichtung
1 kommuniziert. Im Falle der Signalgabe wird die Signaleinrichtung 18 zum Vibrieren
angeregt, was der Patient fühlt und ihm so angezeigt wird, daß er das oder die Medikamente
einzunehmen hat. Schließlich umfaßt das System noch eine Medikamentenausgabeeinrichtung
20, die über eine Kommunikationsleitung 21 mit der Steuerungseinrichtung 1 verbunden
ist, und mittels welcher ebenfalls das Bestätigungssignal an die Steuerungseinrichtung
1 gegeben werden kann, nämlich dann, wenn der Patient rechtzeitig die ihm einige Zeit
vor dem jeweiligen Einnahmezeitpunkt angebotenen Medikamente entnimmt. Schließlich
ist die Steuerungseinrichtung 1 noch über die Kommunikationsleitung 22 mit einem externen
Telekommunikationsnetz 23 verbunden, wobei die Steuerungseinrichtung 1 derart ausgebildet
ist, daß im Bedarfsfall über die Kommunikationsleitung 22 eine Kommunikationsverbindung
zu einer externen Hilfestelle oder dergleichen automatisch aufgebaut werden kann.
So könnte z.B. (automatisch) eine Verbindung zu einer zentralen Beratungsstelle (medizinischer
Ratgeber) aufgebaut werden, von der dann Verhaltensanweisungen gegeben werden können.Die
Steuerungseinrichtung 1 ist im Rahmen des erfindungsgemäßen Systems derart ausgebildet,
daß das jeweilige Signal an einer oder an mehreren, gegebenenfalls allen der möglichen
Signaleinrichtungen gegeben werden kann. Daneben kann die Steuerungseinrichtung 1
das Signal erforderlichenfalls wiederholen, beispielsweise dann, wenn mittels einer
der die Anwesenheit der jeweiligen Person sensierenden Einrichtungen das entsprechende
Erfassungssignal gegeben wird.
[0018] Schließlich zeigt Fig. 2 eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems.
Bei diesem System, das in seinen Funktionskomponenten dem in Fig. 1 dargestellten
System entspricht, sind zusätzlich zu den bisherigen busseitig vorgesehenen Systemkomponenten
auch der Fernseher 14 und der Rundfunkempfänger 17 sowie die Medikamentenausgabeeinrichtung
20 an der Kommunikationsleitung 3 angeschlossen, das heißt, hierfür sind keine separaten
Kommunikationsleitungen vorzusehen.
1. System zum bedarfsabhängigen Erzeugen eines von einer Person wahrnehmbaren Signals
zu einem oder mehreren vorbestimmten Zeitpunkten, bis zu dem oder denen die Einnahme
eines oder mehrerer Medikamente erfolgt sein muß oder eine zeitgebundene medizinische
Maßnahme durchzuführen ist, wobei das System umfaßt:
- eine mit einer Zeitmeßeinrichtung versehene Steuerungseinrichtung (1), die innerhalb
des Gebäudes an einem ersten Ort angebracht oder anbringbar ist, und die mit dem oder
den Signalgabezeitpunkten belegt oder belegbar ist, und
- wenigstens eine hierzu externe Signaleinrichtung (4, 5, 14, 17, 18), die innerhalb
oder im Bereich desselben Gebäudes an einem zweiten Ort stationär angebracht oder
plazierbar ist und unter Verwendung einer Kommunikationsverbindung (3, 13, 16, 19)
eines gebäudeseitig vorgesehenen Kommunikationssystems mit der Steuerungseinrichtung
(1) kommuniziert, und an oder mittels welcher das zeitabhängige Signal mittels eines
entsprechenden Befehls von der Steuerungseinrichtung (1) im Bedarfsfall erzeugbar
ist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationsverbindung (3, 13, 16) mittels hauptsächlich gebäudeseitig verlegter
und/oder verlegbarer Leitungen und/oder funkgestützt realisiert ist.
3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das gebäudeseitige Kommunikationssystem ein EIB-Buss (3) ist.
4. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, , dadurch gekennzeichnet, daß gegebenenfalls zusätzlich eine drahtlose Kommunikationsverbindung (19) vorgesehen
ist.
5. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Signaleinrichtungen optische, akustische und/oder mechanische Signaleinrichtungen
(4, 5, 14, 17, 18) vorgesehen sind.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als akustische und optische Signaleinrichtung eine gebäudeseitig vorgesehene Klingel
(4), eine oder mehrere gebäudeseitig vorgesehene Beleuchtungseinrichtungen (5, 5a),
ein Rundfunkempfänger (17) und/oder eine oder mehrere das Signal in Form einer visuellen
Anzeige wiedergebende Anzeigeeinrichtungen, insbesondere in Form eines Fernseher (14)
verwendet sind.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als zusätzliche mechanische, akustische und/oder optische Signaleinrichtung eine
von der betroffenen Person zu tragende, mechanische, akustische und/oder optische
Signale erzeugende und mit der Steuerungseinrichtung (1) über die drahtlose Kommunikationsverbindung
(19) kommunizierende Einrichtung (18) vorgesehen ist.
8. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerungseinrichtung (1) wenigstens ein Mittel (10, 10a, 11, 15, 20) zugeordnet
ist, mittels welchem benutzerseitig die rechtzeitige Einnahme der Medikamente anzeigbar
ist, wobei die Auslösung des Signals in Abhängigkeit der Anzeige erfolgt.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (10, 10a, 11, 15, 20) über Kommunikationsverbindungen (3, 12, 13, 21),
insbesondere über die Leitungen, vorzugsweise den EIB-Bus mit der Steuerungseinrichtung
(1) in Kommunikationsverbindung stehen.
10. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel Schaltelemente (10, 10a), insbesondere in Form von gebäudeseitig vorgesehenen
Lichtschaltern (6, 6a) oder ein Bedienungselement der Anzeigeeinrichtung, insbesondere
in Form einer Fernbedienung (15) verwendet werden.
11. System nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Medikamentenausgabeeinrichtung (20) umfaßt, welche mit der Steuerungseinrichtung
(1) kommunizierend verbunden ist und bei zeitgerechter Entnahme des Medikamente das
Anzeigesignal erzeugt.
12. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einsatz mehrerer Signaleinrichtungen (4, 5, 14, 17, 18) das Signal an einer oder
an mehreren, gegebenenfalls allen Signaleinrichtungen (4, 5, 14, 17, 18) erzeugbar
ist.
13. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Steuerungseinrichtung (1) ein oder mehrere Signalgabezeitpunkte für mehrere
unterschiedliche Medikamente belegt oder belegbar sind, und daß für jedes Medikament
ein spezifisches Signal, gegebenenfalls unter Verwendung einer spezifischen Signaleinrichtung
(4, 5, 14, 17, 18), erzeugbar ist.
14. System nach einem der vorangeheden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungseinrichtung (1) derart ausgebildet ist, daß das Signal wenigstens ein
zweites Mal zu einem späteren Zeitpunkt ausgebbar ist.
15. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das System wenigstens eine Erfassungseinrichtung (6, 6a, 7, 7a, 8, 9, 9a, 14, 17)
zur Ermittlung der Anwesenheit einer Person innerhalb des Gebäudes umfaßt, die mit
der Steuerungseinrichtung (1) kommuniziert, wobei das Signal das weitere Mal in Abhängigkeit
des Ermittlungsergebnisses erzeugt wird.
16. System nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassungseinrichtung derart ausgebildet ist, daß sie die Betätigung oder Bewegung
einer Tür (8) oder die Bewegung einer Person (9, 9a) ermittelt, oder daß die Erfassungseinrichtung
ein betätigbarer Schalter (7, 7a) oder Lichtschalter (6, 6a) o.dgl. ist, oder daß
als Erfassungseinrichtung ein Rundfunkempfänger (17) oder Fernseher (14) verwendet
wird, wobei das Ermittlungsergebniss in Abhängigkeit vom Betrieb des Rundfunkempfängers
oder Fernsehrs gegeben wird.
17. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es wenigstens eine Anzeigeeinrichtung, gegebenenfalls in Form des als Signaleinrichtung
dienenden Fernsehers (14) umfaßt, an welcher im Falle der Erzeugung eines Signals
von der Steuerungseinrichtung (1) gesteuert Informationen ausgebbar sind, gegebenenfalls
zu einem zur Signalgabe späteren Zeitpunkt.
18. System nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die auszugebenden Informationen in Abhängigkeit steuerungsseitig vorhandener medikamentenund/oder
patientenspezifscher Informationen und/oder der seit einem einnahmerelevanten Zeitpunkt
verstrichenen Zeitdauer erzeugbar ist.
19. System nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß in der Steuerungseinrichtung als ausgebbare Informationen medikamentenspezifische
Informationen, insbesondere über die Dosierung und den Medikamentennamen, abgelegt
sind.
20. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungseinrichtung (1) zur automatischen Herstellung einer Kommunikationsverbindung,
insbesondere einer Telekommunikationsverbindung zu einer externen Hilfestelle im Falle
der Erzeugung eines Signals und ermittelter Anwesenheit einer Person ausgebildet ist.
21. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet ist, daß ein externer Zugriff auf die
dort abgelegten Informationen möglich ist.
1. System for the generation as required of a signal at one or more predetermined timepoints,
that is perceivable by a person, at which one or more medications must be taken or
a time-related medical procedure performed, with the system comprising:
- a control device (1) provided with a time measuring device, that can be fitted or
placed at a first point within the building and which can be programmed with the signal
output timepoint(s), and
- at least one signalling device (4, 5, 14, 17, 18) external to this, that can be
permanently fitted or placed within, or in the area of, the same building at a second
location and communicates with the control device (1) by using a communication link
(3, 13, 16, 19) of a communication system provided as part of the building and on,
or by means of which, the time-dependent signal can be generated as necessary by means
of a suitable command from the control device (1).
2. System according to Claim 1, characterised in that the communication link (3, 13, 16) is realised by means of lines which are, or can
be, laid mainly within the building, and/or is radio-supported.
3. System according to Claim 2, characterised in that the building communication system is an EIB bus (3).
4. System according to one of the preceding claims, characterised in that a wireless communication link (19) is additionally provided as required.
5. System according to one of the preceding claims, characterised in that visual, acoustic and/or mechanical signalling devices (4, 5, 14, 17, 18) are provided
as signalling devices.
6. System according to Claim 5, characterised in that a bell (4) in the building, one or more lighting devices (5, 5a) in the building,
one radio receiver (17) and/or one or more indicating devices in the form of a visual
display reflecting the signal, particularly in the form of television set (14) are
used as acoustic and visual signalling devices.
7. System according to Claim 6, characterised in that a device (18) to be carried by the relevant person, generating mechanical, acoustic
and/or visual signals and communicating with the control device (1) via the wireless
communication link (19) is provided as an additional mechanical, acoustic and/or visual
signalling device.
8. System according to one of the preceding claims, characterised in that at least one means (10, 10a, 11, 15, 20) is allocated to the control device (1),
by means of which the taking of the medication at the correct time can be indicated
by the user, with the signal being triggered depending on the indications.
9. System according to Claim 8, characterised in that the means (10, 10a, 11, 15, 20) has communication links (3, 12, 13, 21), to the control
device (1), particularly via the lines, preferably the EIB bus.
10. System according to Claim 9, characterised in that switching elements (10, 10a), particularly in the form of light switches (6, 6a)
provided as part of the building or a control element of the indicating device, particularly
in the form of a remote control (15), are used as means.
11. System according to one of Claims 8 to 10, characterised in that it includes a medication dispensing device (20) that has a communicating connection
to the control device (1) and generates the indicating signal if the medication is
taken at the correct time.
12. System according to one of the preceding claims, characterised in that where several signalling devices (4, 5, 14, 17, 18) are used, the signal can be generated
at one or more, if necessary all, signalling devices (4, 5, 14, 17, 18).
13. System according to one of the preceding claims, characterised in that one or more signal output timepoints for several different medications are, or can
be, programmed in the control device (1) and that for each medication a specific signal
can be generated, if necessary using a specific signalling device (4, 5, 14, 17, 18).
14. System according to one of the preceding claims, characterised in that the control device (1) is designed such that the signal can be output at least a
second time at a later timepoint.
15. System according to one of the preceding claims, characterised in that the system includes at least one detection device (6, 6a, 7, 7a, 8, 9, 9a, 14, 17)
for determining the presence of a person within the building, that communicates with
the control device (1), with the signal being generated at the further time depending
on the result of the determination.
16. System according to Claim 15, characterised in that the detection device is designed such that it determines the actuation or movement
of a door (8) or the movement of a person (9, 9a), or that the detection device is
an actuatable switch (7, 7a) or light switch (6, 6a) or similar, or that a radio receiver
(17) or television set (14) is used as the detection device, with the result of the
determination being given depending on the operation of the radio receiver or television
set.
17. System according to one of the preceding claims, characterised in that it includes at least one indicating device, if necessary in the form of a television
set (14) serving as a signalling device, on which information can be output in the
event of the generation of a signal under the control of the control device (1), if
necessary at a timepoint later than the signal generation.
18. System according to Claim 17, characterised in that the information to be output can be generated relative to the medication- and/or
patient-specific information and/or the time that has elapsed since the timepoint
at which the medication should have been taken.
19. System according to Claim 17 or 18, characterised in that medication-specific information, particularly regarding the dosage and the medication
name, is stored in the control device as information that can be output.
20. System according to one of the preceding claims, characterised in that the control device (1) is designed for the automatic generation of a communication
link, particularly a telecommunication link to an external aid point in the event
of the generation of a signal and the presence of a person being determined.
21. System according to one of the preceding claims, characterised in that the control device is designed such that an external access to the information stored
therein is possible.
1. Système pour produire selon les besoins un signal perceptible par une personne à un
ou plusieurs instants prédéterminés jusqu'auquel ou jusqu'auxquels la prise d'un ou
plusieurs médicaments doit être effectuée ou un traitement médical lié au temps est
à effectuer, le système comprenant :
- un dispositif de commande (1) qui est muni d'un dispositif de mesure de temps, qui
est ou peut être installé à un premier endroit dans le bâtiment et qui est ou peut
être occupé par le ou les instants de délivrance de signal, et
- au moins un dispositif de signalisation (4, 5, 14, 17, 18), externe par rapport
à ce qui précède, qui est ou peut être placé de manière fixe à un deuxième endroit
à l'intérieur ou dans la zone du même bâtiment, qui communique avec le dispositif
de commande (1) en utilisant une liaison de communication (3, 13, 16, 19) d'un système
de communication prévu au niveau du bâtiment et auquel ou au moyen duquel le signal
dépendant du temps peut être produit si nécessaire au moyen d'une instruction correspondante
provenant du dispositif de commande (1).
2. Système selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la liaison de communication (3, 13, 16) est réalisée au moyen de lignes posées ou
pouvant être posées principalement au niveau du bâtiment et/ou est réalisée par radio.
3. Système selon la revendication 2, caractérisé par le fait que le système de communication du côté du bâtiment est un bus EIB (3).
4. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que, le cas échéant, il est prévu en plus une liaison de communication sans fil (19).
5. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que des dispositifs de signalisation (4, 5, 14, 17, 18) optiques, acoustiques et/ou mécaniques
sont prévus comme dispositifs de signalisation.
6. Système selon la revendication 5, caractérisé par le fait que sont utilisés comme dispositifs de signalisation acoustiques et optiques une sonnette
(4) prévue au niveau du bâtiment, un ou plusieurs dispositifs d'éclairage (5, 5a)
prévus au niveau du bâtiment, une radio (17) et/ou un ou plusieurs dispositifs d'affichage
reproduisant le signal sous forme d'affichage visuel, notamment un téléviseur (14).
7. Système selon la revendication 6, caractérisé par le fait qu'il est prévu comme dispositif de signalisation supplémentaire mécanique, acoustique
et/ou optique un dispositif (18) à porter par la personne concernée, produisant des
signaux mécaniques, acoustiques et/ou optiques et communiquant avec le dispositif
de commande (1) par l'intermédiaire de la liaison de communication sans fil (19).
8. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'il est associé au dispositif de commande (1) au moins un moyen (10, 10a, 11, 15, 20)
avec lequel on peut indiquer du côté de l'utilisateur la prise des médicaments à temps,
le déclenchement du signal s'effectuant alors en fonction de cette indication.
9. Système selon la revendication 8, caractérisé par le fait que les moyens (10, 10a, 11, 15, 20) sont en liaison de communication avec le dispositif
de commande (1) par l'intermédiaire de liaisons de communication (3, 12, 13, 21),
notamment par l'intermédiaire des lignes, de préférence par l'intermédiaire du bus
EIB.
10. Système selon la revendication 9, caractérisé par le fait que sont utilisés comme moyens des éléments de commutation (10, 10a), notamment sous
la forme d'interrupteurs d'éclairage (6, 6a) prévus au niveau du bâtiment, ou un élément
de commande du dispositif d'affichage, notamment sous la forme d'une télécommande
(15).
11. Système selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé par le fait qu'il comprend un dispositif de délivrance de médicaments (20) qui est relié pour la
communication au dispositif de commande (1) et qui produit le signal d'indication
lorsque les médicaments ont été pris à temps.
12. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que, lors de l'utilisation de plusieurs dispositifs de signalisation (4, 5, 14, 17, 18),
le signal peut être produit sur un ou sur plusieurs, éventuellement tous, dispositifs
de signalisation (4, 5, 14, 17, 18).
13. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que, dans le dispositif de commande (1), un ou plusieurs instants de délivrance de signal
sont ou peuvent être réservés pour plusieurs médicaments différents et un signal spécifique
peut être produit pour chaque médicament, éventuellement en utilisant un dispositif
de signalisation spécifique (4, 5, 14, 17, 18).
14. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le dispositif de commande (1) est conçu de telle sorte que le signal peut être délivré
au moins une deuxième fois à un instant ultérieur.
15. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le système comprend au moins un dispositif de détection (6, 6a, 7, 7a, 8, 9, 9a,
14, 17) qui sert à détecter la présence d'une personne à l'intérieur du bâtiment et
qui communique avec le dispositif de commande (1), le signal étant produit la deuxième
ou nouvelle fois en fonction du résultat de détection.
16. Système selon la revendication 15, caractérisé par le fait que le dispositif de détection est conçu de manière à détecter l'actionnement ou le déplacement
d'une porte (8) ou le mouvement d'une personne (9, 9a) ou que le dispositif de détection
est un interrupteur (7, 7a) ou un interrupteur d'éclairage (6, 6a) actionnables ou
qu'une radio (17) ou un téléviseur (14) est utilisé comme dispositif de détection,
le résultat de détection étant donné en fonction du fonctionnement de la radio ou
du téléviseur.
17. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'il comprend au moins un dispositif d'affichage, éventuellement sous la forme du téléviseur
(14) servant de dispositif de signalisation, auquel des informations peuvent être
délivrées dans le cas de la production d'un signal suivant la commande du dispositif
de commande (1), le cas échéant à un instant postérieur à la délivrance du signal.
18. Système selon la revendication 17, caractérisé par le fait que les informations à délivrer peuvent être produites en fonction d'informations spécifiques
aux médicaments et/ou au patient qui existent au niveau de la commande et/ou en fonction
du temps écoulé depuis un instant déterminant la prise de médicaments.
19. Système selon la revendication 17 ou 18, caractérisé par le fait que, dans le dispositif de commande, il est mémorisé comme informations pouvant être
délivrées des informations spécifiques aux médicaments, notamment concernant le dosage
et le nom des médicaments.
20. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le dispositif de commande (1) est conçu pour l'établissement automatique d'une liaison
de communication, notamment d'une liaison de télécommunication vers un poste de secours
externe dans le cas de la production d'un signal et de la présence détectée d'une
personne.
21. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le dispositif de commande est conçu de telle sorte qu'un accès externe aux informations
mémorisées là est possible.

