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(11) |
EP 1 031 623 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2007 Patentblatt 2007/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.02.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur katalytischen Spaltung von flüchtigen höheren Kohlenwasserstoffen
Process for calaytic cracking of heavy volatile hydrocarbons
Procédé de craquage catalytique d'hydrocarbures volatils lourds
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
24.02.1999 DE 19907901
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.08.2000 Patentblatt 2000/35 |
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Patentinhaber: Envirotherm GmbH |
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45136 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Albrecht, Johannes Dr.
61206 Wöllstadt (DE)
- Gretl, Claus
60594 Frankfurt am Main (DE)
- Bareuther, Ernst
35510 Butzbach (DE)
- Sturm, Peter
61184 Karben (DE)
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Vertreter: Stenger, Watzke & Ring |
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Kaiser-Friedrich-Ring 70 40547 Düsseldorf 40547 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 634 470 US-A- 4 056 483 US-A- 4 936 874
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GB-A- 1 558 996 US-A- 4 828 581
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- "Catalytic hot gas cleaning of gasification gas" VALTION TEKNILLINEN TUTKIMUSKESKUS
(VTT), 1997, VTT Publication 330
- "Biomass Gasification and Pyrolysis" August 1997 (1997-08), M. KALTSCHMITT & A.V.
BRIDGEWATER , EUROPEAN COMMISION * Seiten 207-215 *
- IND. ENG. RES., Bd. 36, 1997, Seiten 5220-5226,
- IND. ENG. RES., Bd. 36, 1997, Seiten 3800-3808,
- IND. ENG. RES., Bd. 36, 1997, Seiten 5227-5239,
- POWDER TECHNOLOGY, Bd. 93, 1997, Seiten 93-100,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur katalytischen Spaltung von bei der Vergasung
von kohlenstoffhaltigen Massen, insbesondere Biomassen und Klärschlamm, in einer Wirbelschicht
bei Temperaturen von 700 bis 1200°C, vorzugsweise 850 bis 950°C, und einem stöchiometrischen
Luftfaktor λ, bezogen auf den C- und H-Gehalt der kohlenstoffhaltigen Massen, von
0,28 bis 0,60 anfallenden, im Rohgas enthaltenen flüchtigen höheren, vorzugsweise
aromatischen Kohlenwasserstoffen der C
6- bis C
22-Bindungssysteme.
[0002] Das bei der Vergasung kohlenstoffhaltiger Massen, wie Bioabfällen, Müll, Klärschlamm,
Kohlen und dergleichen in einer Wirbelschicht unter Sauerstoffmangel bei Temperaturen
von 700 bis 1200°C entstehende Rohgas enthält bis zu 20 g/Nm
3 höhere, vorzugsweise aromatische Kohlenwasserstoffe der C
6-bis C
22-Bindungssysteme.
[0003] Das Rohgas muß in der Regel vor der der Vergasung nachgeschalteten Weiterverwertung,
beispielsweise in Drehrohröfen, Kesselanlagen für Energieerzeugung, Strommaschinen,
Kolbenmaschinen oder dergleichen einer Gasreinigung unterworfen werden. Die dabei
häufig auskondensierenden höheren aromatischen Kohlenwasserstoffe behindern die Gasreinigung
erheblich.
[0004] Üblicherweise wird der Teergehalt des Rohgases durch Waschen erniedrigt. Die dabei
eintretende Bildung von Aerosolen erschwert die Teerentfernung. Diesem Nachteil versucht
mittels einem aus der
EP-B 0 310 584 bekannten Verfahren zur Reinigung von aus einem kohlenstoffhaltigen Material durch
Vergasung hergestellten Rohgas abzuhelfen. Bei diesem Verfahren wird das in einer
ersten Stufe erzeugten Rohgas in einer zweiten, aus einer zirkulierenden Wirbelschicht
gebildeten Stufe in Gegenwart von Magnesium-Calciumcarbonat enthaltendem Material
einer katalytischen Behandlung unterworfen. Dabei wird der Teergehalt im Rohgas auf
weniger als 500 mm/Nm
3 gesenkt. Ein solch niedriger Teergehalt erlaubt in aller Regel die Reinigung des
Rohgases mittels Schlauchfiltern, da die niedrigen Teergehalte an den noch vorhandenen
kohlenstoffreichen Flugstaubpartikeln absorbiert sind, so daß die Partikel rieselfähig
bleiben und die Schlauchfilter nicht verkleben.
[0005] Die D1 betrifft statt dessen ein Verfahren zur Herstellung von Synthesegas. Das aus
CO und Wasserstoff bestehende Synthesegas wird in einem Vergasungsprozeß von Festbrennstoffen
bei einem Druck von ungefähr 5 bar bis 150 bar durch Behandlung mit Sauerstoff und
Wasserdampf bei 350°C bis 700°C gewonnen. Das so gewonnene Rohgas wird in einem nachfolgenden
Reaktor bei einer Temperatur zwischen 800°C und 1.400°C unter Zugabe eines Staubbrennstoffes
oder von flüssigen Kohlenwasserstoffen und Sauerstoff in der Anwesenheit von Katalysatoren
in einer Wirbelschicht nachbehandelt, um höhere Kohlenwasserstoffe zu entfernen. Als
für die Wirbelschicht geeignete Katalysatoren werden Nickel, Cobalt oder Chromoxide
und/oder Sulfide offenbart. Die Wirbelschicht enthält darüber hinaus Oxide, Spinelle
oder Silikate des Aluminiums und/oder Magnesiums.
[0006] Die Lösung diese Aufgabe ergibt sich aus dem Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches
1.
[0007] Die Merkmale der Ansprüche 2 bis 7 stellen Ausgestaltungen der Merkmale des Anspruchs
1 dar.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren zur weitgehenden
Entfernung der in den durch die Vergasung von kohlenstoffhaltigen Massen in einer
Wirbelschicht erzeugten Rohgas enthaltenen höheren, vorzugsweise aromatischen Kohlenwaserstoffen
der C
6- bis C
22-Bindungssysteme bereitzustellen.
[0009] Die das Wirbelbett bildenden Partikel bestehen aus wenigstens einem der Stoffe, ausgewählt
aus Oxiden, Hydroxiden und Carbonaten des Calciums, Aluminiums, Siliciums, Nickels,
Magnesiums, Titans, Eisens, Cobalts und Molybdäns und sind bezogen auf den Gehalt
an Kohlenwasserstoffen im Rohgas, in stöchiometrischem Überschuß eingesetzt. Durch
diese Maßnahme wird eine beachtliche Senkung des Gehalts an höheren aromatischen Kohlenstoffen,
insbesondere der C
6- bis C
22-Bindungssysteme auf Gehalte < 500 mg/Nm
3 erreicht. Durch die das Wirbelbett bildenden Stoffe wird während der Vergasung der
kohlenstoffhaltigen Massen eine "in-situ"-Spaltung, d. h. eine Spaltung der höheren
aromatischen Kohlenwasserstoffe bereits während der Vergasung der kohlenstoffhaltigen
Massen erreicht.
[0010] Eine besondere Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen, daß
das die Wirbelschicht verlassende Rohgas nach einer Vorentstaubung, d. h. nach dem
Abscheiden der aus dem Wirbelbett stammenden Flugstaubpartikel, einer katalytischen
Nachbehandlung unterworfen wird, bei der die Restgehalte an höheren Kohlenwasserstoffen
nahezu vollständig gespalten werden.
[0011] Zweckmäßigerweise wird das die Wirbelschicht verlassende und vorentstaubte Rohgas
über Wabenkatalysatoren oder Schüttgutkatalysatoren geleitet. Dabei werden die noch
vorhandenen höheren Kohlenwasserstoffe bei den dort vorherrschenden Vergasungstemperaturen
katalytisch in bei Umgebungstemperaturen nicht kondensierbare Gaskomponenten gespalten.
Auf derartige Katalysatoren kann jedoch verzichtet werden, wenn bis zu 15 % der die
Wirbelschicht bildenden Partikel aus einem üblichen Cobalt/Molybdän- und/oder Nickel-Katalysator
bestehen.
[0012] Eventuell vorhandener oder sich am Katalysator bildender Ruß wird durch gezielte
Sauerstoff- und/oder Dampfzugabe vor dem Katalysator vermieden. Darüber hinaus besitzt
das Rohgas am Eintritt in den Katalysator eine so hohe Flugstaubkonzentration, daß
dadurch ein Reinigungseffekt eintritt.
[0013] Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung (Fig. 1) dargestellten
Fließbilds und eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. In Fig. 2 ist der Einfluß
unterschiedlicher Stoffe der das Wirbelbett bildenden Partikel auf die Teerreduktion
im Rohgas als Säulendiagramm wiedergegeben.
[0014] Die Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht aus einer zirkulierenden
Wirbelschichteinrichtung mit vertikalem Reaktor (1), dem über Leitung (3) ein Gemisch
aus 100 kg Aluminiumoxid und 600 kg Rohbauxit mit einer mittleren Korngröße d
50 von 1,5 mm zur Ausbildung des Wirbelbetts zugeführt wird. Über Leitung (4) wird dem
Reaktor (1) 300 kg Holz aufgegeben, das bei einer Temperatur von 910°C und einem stöchiometrischen
Luftfaktor von λ = 0,39 und einer Gasgeschwindigkeit von 3,0 m/sec vergast wird. Die
Luft wird über Leitung (5) in den Reaktor (1) eingeleitet. Die Rückstände aus der
Vergasung werden aus dem Reaktor (1) über Leitung (7) entfernt. Das durch die Vergasung
gebildete, aus dem Reaktor in einer Menge von 800 m
3/Stunde austretende Rohgas enthält noch 0,329 g/Nm
3 Kohlenwasserstoffe, die zu 0,012 g/Nm
3 aus Naphthalin und zu 0,285 g/Nm
3 aus BTX-Aromaten bestehen.
[0015] Das Naphthalin ist in den flüchtigen höheren aromatischen Kohlenwasserstoffen dominierend
vorhanden und kann als Leitgröße für die Spaltung der Kohlenwasserstoffe angesehen
werden, d. h., wenn es gelingt, den Naphthalingehalt auf < 50 mg/Nm
3 zu senken, ist davon auszugehen, daß das Rohgas hinsichtlich des Gehalts an Kohlenwasserstoffen
so rein ist, daß es für die Weiterverwertung in Kesselanlagen, Gasturbinen, Gasmotoren
oder dergleichen problemlos geeignet ist.
[0016] Das Rchgas wird unmittelbar in dem dem Wirbelschichtreaktor (1) nachgeschalteten
Rückführzyklon (2) von den das Wirbelbett bildenden Partikeln vorentstaubt und die
abgeschiedenen Partikel dem Wirbelschichtreaktor (1) über Leitung (11) wieder zugeführt.
Für den Fall, daß nahezu vollkommene Freiheit von flüchtigen höheren aromatischen
Kohlenwasserstoffen im Rohgas verlangt wird, wird das Rohgas über einen im Tauchrohr
(9) des Rückführzyklons (2) angeordneten Wabenkatalysator (10) geleitet. Das den Wabenkatalysator
(10) über Leitung (8) verlassende Rohgas ist nahezu mit < 0,05 g/Nm
3 frei von höheren aromatischen Kohlenwasserstoffen und kann somit der weiteren Gasreinigung
ohne Einsatz besonderer Abscheiderstufen zugeführt werden. Das entstaubte Rohgas wird
einer Kesselanlage (12) mit Wärmeaustauscher aufgegeben und verläßt diese über Leitung
(16). Das Rohgas wird in einem nachgeschalteten Schlauchfilter (13) gereinigt und
dann über Leitung (15) einer thermischen Verwertung zugeführt. Aus dem aus dem Rückführzyklon
(2) austretenden Rohgas werden die noch darin enthaltenen Flugasche- und Abriebteilchen
der das Wirbelbett bildenden Partikel entfernt, über Leitung (17) ausgetragen, agglomeriert
und in den Wirbelschichtreaktor zurückgeleitet.
[0017] Das in Fig. 2 dargestellte Säulendiagramm zeigt die Wirkung unterschiedlicher das
Wirbelbett bildenden Stoffe mit einer Körnung von 0,03 bis 3 mm auf im Rohgas enthaltene
höhere Kohlenwasserstoffe. Der Wert von 100 % entspricht dabei einem Gehalt an Kohlenwasserstoffen
von 3 bis 20 g/Nm
3.
1. Verfahren zur katalytischen Spaltung von bei der Vergasung von kohlenstoffhaltigen
Massen, insbesondere Biomassen und Klärschlamm, in einer Wirbelschicht bei Temperaturen
von 700 bis 1200°C, vorzugsweise 850 bis 950°C und einem stöchiometrischen Luftfaktor
λ, bezogen auf den C- und H-Gehalt der kohlenstoffhaltigen Massen, von 0,28 bis 0,60
anfallenden im Rohgas enthaltenen flüchtigen, höheren, vorzugsweise aromatischen Kohlenwasserstoffen
der C6- bis C22-Bindungssysteme, dadurch gekennzeichnet, daß die katalytische Spaltung bereits während der Vergasung stattfindet und die das Wirbelschicht
bildenden Partikel aus wenigstens einem der Stoffe, ausgewählt aus Oxiden, Hydroxiden
und Carbonaten des Calciums, Aluminiums, Siliciums, Nickels, Magnesiums, Titans, Eisens,
Cobalts und Molybdäns bestehen und, bezogen auf den Gehalt an Kohlenwasserstoffen
im Rohgas, im stöchiometrischen Überschuß eingesetzt sind, wobei bis zu 15 % der die
Wirbelschicht bildenden Partikel aus einem herkömmlichen Cobalt/Molybdän-Katalysator
und/oder einem Nickel-Katalysator mit einer mittleren Korngröße d50 von 0,5 bis 3,0 mm bestehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das Wirbelbett bildenden Partikel aus wenigstens einem der Stoffe, ausgewählt
aus Sand, Dolomit, Zeolith, Tonerde, Laterit und nickelhaltigen Materialien bestehen.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Korngröße d50 der das Wirbelbett bildenden Partikel 0,03 bis 3,0 mm beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasgeschwindigkeit 1,0 bis 7,0 m/sec beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasverweilzeit 2,0 bis 15,0 sec beträgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohgas in einem dem Wirbelschichtreaktor nachgeschalteten Rückführzyklon vorentstaubt
wird, wobei die darin enthaltenen Flugasche- und Abriebteilchen der die Wirbelschicht
bildenden Partikel abgetrennt und in die Wirbelschicht zurückgeführt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flugasche- und Abriebteilchen nach der Abtrennung agglomeriert werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das die Wirbelschicht verlassende anschließend vorentstaubte Rohgas einer katalytischen
Nachbehandlung unterzogen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohgas über einen Wabenkatalysator strömt.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohgas über einen Schüttgutkatalysator strömt.
1. Method for the catalytic cracking of volatile, higher, preferably aromatic hydrocarbons
of the C6 to C22 bond system which are contained in raw gas and occur in the gasification of carbon-containing
masses, in particular biomasses and sewage sludge, in a fluidised bed at temperatures
from 700 to 1200°C, preferably 850 to 950°C, and a stoichiometric air factor λ, related
to the C and H content of the carbon-containing masses, from 0.28 to 0.60, characterised in that the catalytic cracking takes place during the gasification and the particles which
form the fluidised bed consist of at least one of the substances selected from oxides,
hydroxides and carbonates of calcium, aluminium, silicon, nickel, magnesium, titanium,
iron, cobalt and molybdenum and are used in a stoichiometric excess, related to the
content of hydrocarbons in the raw gas, wherein up to 15% of the particles which form
the fluidised bed consist of a conventional cobalt-molybdenum catalyst and/or a nickel
catalyst with an average grain size d50 of 0.5 to 3.0 mm.
2. Method according to Claim 1, characterised in that the particles which form the fluidised bed consist of at least one of the substances
selected from sand, dolomite, zeolite, alumina, laterite and nickel-containing materials.
3. Method according to either of Claims 1 and 2, characterised in that the average grain size d50 of the particles which form the fluidised bed is 0.03 to 3.0 mm.
4. Method according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that the gas speed is 1.0 to 7.0 m/sec.
5. Method according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that the gas dwell time is 2.0 to 15.0 sec.
6. Method according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that the raw gas is pre-dedusted in a recycling cyclone which is disposed downstream of
the fluidised bed reactor, wherein the fly-ash and abrasion particles contained therein
of the particles which form the fluidised bed are separated and returned to the fluidised
bed.
7. Method according to Claim 6, characterised in that the fly-ash and abrasion particles are agglomerated following separation.
8. Method according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that the subsequently pre-dedusted raw gas leaving the fluidised bed is subjected to a
catalytic aftertreatment.
9. Method according to Claim 8, characterised in that the raw gas flows via a honeycomb catalyst.
10. Method according to Claim 8, characterised in that the raw gas flows via a particulate catalyst.
1. Procédé de craquage catalytique d'hydrocarbures lourds volatils, de préférence aromatiques,
des systèmes de liaisons C6 à C22 contenus dans le gaz brut résultant de la gazéification de masses carbonées, en particulier
de biomasses et de boues résiduaires, dans un lit fluidisé à des températures allant
de 700 à 1200°C, de préférence de 850 à 950°C, et à un coefficient d'air stoechiométrique
À de 0,28 à 0,60, ramené à la teneur en C et H des masses carbonées, caractérisé en ce que le craquage catalytique a lieu dès la gazéification et en ce que les particules qui forment le lit fluidisé se composent d'au moins une substance
qui est choisie parmi des oxydes, des hydroxydes et des carbonates de calcium, aluminium,
silicium, nickel, magnésium, titane, fer, cobalt et molybdène et qui est utilisée
en excès stoechiométrique, ramené à la teneur en hydrocarbures du gaz brut, les particules
qui forment le lit fluidisé étant constituées jusqu'à concurrence de 15% d'un catalyseur
au cobalt/molybdène classique et/ou d'un catalyseur au nickel dont la granulométrie
moyenne d50 se situe dans la plage de 0,5 à 3,0 mm.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les particules qui forment le lit fluidisé sont constituées d'au moins une substance
choisie parmi le sable, la dolomite, la zéolithe, l'argile, la latérite et des matériaux
contenant du nickel.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la granulométrie moyenne d50 des particules qui forment le lit fluidisé se situe dans la plage de 0,03 à 3,0 mm.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la vitesse du gaz se situe dans la plage de 1,0 à 7,0 m/s.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le temps de séjour du gaz se situe dans la plage de 2,0 à 15,0 secondes.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le gaz brut est soumis à un dépoussiérage préalable dans un cyclone de recyclage
disposé en amont du réacteur à lit fluidisé, les cendres volantes et les particules
d'abrasion qu'il contient étant séparées des particules qui forment le lit fluidisé
et renvoyées dans le lit fluidisé.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les cendres volantes et les particules d'abrasion sont agglomérées après la séparation.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le gaz brut préalablement dépoussiéré qui sort ensuite du lit fluidisé est soumis
à un retraitement catalytique.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le gaz brut s'écoule dans un catalyseur en nid d'abeilles.
10. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le gaz brut s'écoule dans un catalyseur en vrac.


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