[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben einer Gruppe aus mindestens
zwei geldbetätigten Spielgeräten mit münzwertindividuellen Stapelröhren und mit einer
gemeinsamen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung, die entweder in einem der Spielgeräte
integriert oder räumlich getrennt zu den Spielgeräten angeordnet ist und bidirektional
mit rechnergesteuerten Steuereinheiten der Spielgeräte in Verbindung steht, wobei
die Bespielbarkeit eines der Spielgeräte tastengesteuert ausgewählt wird.
[0002] Geldbetätigte Spielgeräte sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt.
Diese umfassen in der Regel eine Symbol-Spieleinrichtung, die meistens drei Umlaufkörper
besitzt, die als Walzen, Scheiben, Klappkarten-Karusselle oder dergleichen ausgebildet
sein können. Auf der von außen durch Ablesefenster einsehbaren Oberfläche tragen die
Umlaufkörper Symbole. Nach Eingabe von Münzgeld oder Geldscheinen als Spieleinsatz
wird ein Spiel gestartet und die Umlaufkörper werden nacheinander stillgesetzt. Nachdem
alle Umlaufkörper zum Stillstand gekommen sind, gibt die in den Ablesefenstern angezeigte
Symbolkombination einen Gewinn oder Verlust an. In unterschiedlicher Höhe werden in
der Regel Punkte- und/oder Sonderspielgewinne mit gegenüber dem Normalspiel erhöhter
Gewinnchance in Aussicht gestellt oder Geldgewinne erzielt, die als Münzgeld ausgezahlt
werden können.
[0003] Weiterhin weisen bekannte Spielgeräte häufig als Zusatzgewinn-Spieleinrichtung eine
Risiko-Spieleinrichtung auf. Bei der Durchführung eines Risikospiels erfolgt in der
Regel eine Entscheidung über Erhöhung oder Totalverlust des eingesetzten Gewinns.
[0004] Darüber hinaus ist es bei Spielgeräten bekannt, den erzielten Gewinn mittels einer
als Zusatzgewinn-Spieleinrichtung ausgebildeten Ausspieleinrichtung zu erhöhen oder
zu erniedrigen. Hierbei ist jedoch üblicherweise kein Totalverlust des eingesetzten
Gewinns möglich.
[0005] Einen weiteren Spielanreiz mit zusätzlicher Gewinnmöglichkeit stellt eine Zusatzgewinn-Spieleinrichtung
in Form einer Jackpot-Spieleinrichtung dar, in welcher in der Symbol-Spieleinrichtung
oder Zusatzgewinn-Spieleinrichtung erzielte Geldwerte und/oder Sonderspiele bis zu
einem Auslöseereignis kumuliert werden.
[0006] Aus der DE 36 41 806 Al ist eine Einrichtung zum Geldwechseln in einer Spielstätte
bekannt, in der eine Mehrzahl von Unterhaltungsautomaten aufgestellt sind, die mit
einer zentralen Steuereinheit verbunden sind, mit der die in den Steuereinheiten der
Unterhaltungsautomaten vorhandenen Kreditaufzeichnungs- und Verwaltungseinheiten veränderbar
sind. Hierbei sind in einer in einem gesonderten Gehäuse untergebrachten Steuereinrichtung
die zentrale Steuereinheit sowie mindestens ein Geldscheinlesegerät mit zugehörigem
Sammelbehälter zur Annahme, Prüfung und Geldwertermittlung angeordnet, wobei der ermittelte
Geldwert von der zentralen Steuereinheit zu einem in der Steuereinrichtung vorbestimmbaren
Unterhaltungsautomaten rechnergesteuert übermittelt wird, dessen Steuereinheit entsprechend
dem übermittelten Geldwert aus münzwertindividuellen Stapelröhren Münzen freigibt.
Die an einer zentralen Stelle in der Spielstätte aufgestellte Steuereinrichtung wird
vom Aufsichtspersonal der Spielstätte bedient, d.h. ein zu wechselnder Geldschein
wird von der Aufsicht in das Geldscheinlesegerät der Steuereinrichtung eingegeben
und der Geldwert wird zu einem vorher bestimmten Unterhaltungsautomaten übermittelt.
Aus den münzwertindividuellen Münzstapelröhren dieses Unterhaltungsautomaten wird
dann von diesem selbsttätig das Wechselgeld ausgezahlt, von dem dann ein bestimmter
Betrag zur Durchführung eines Spiels in die Münzprüfeinrichtung eingeworfen werden
kann. Durch die Eingabe eines Geldscheines ist also unmittelbar keine Bespielbarkeit
eines Unterhaltungsautomaten zu erreichen, sondern nur ein reiner Geldwechselvorgang.
[0007] Ferner offenbart die DE 38 02 124 C2 einen Geldspielautomaten mit einer Münzprüfeinrichtung,
der an eine in einem gesonderten Gehäuse untergebrachte Steuereinheit mit einer einen
Sammelbehälter umfassenden Prüfeinrichtung für papierene Zahlungsmittel für mehrere
Geldspielautomaten angeschlossen ist. Die Steuereinheit weist Tasten zur Auswahl eines
Geldspielautomaten auf. Des weiteren ist das die Prüfeinrichtung aufnehmende Gehäuse
neben dem Geldspielautomaten angeordnet. Über die Tasten wird die Bespielbarkeit des
Geldspielautomaten und/oder eines oder mehrerer weiterer neben dem Gehäuse angeordneter
Geldspielautomaten bestimmt. Eine Geldscheinausgabe zur Auszahlung von Geldgewinnen
ist hierbei nicht vorgesehen.
[0008] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer Gruppe aus mindestens
zwei geldbetätigten Spielgeräten der eingangs genannten Art zu schaffen, das eine
variable Auszahlung von Geldbeträgen in Münzen und/oder Geldscheinen ermöglicht.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß bei Beendigung eines Spiels
ein verbleibender Geldbetrag rechner- oder tastengesteuert wahlweise in Münzgeld am
jeweiligen Spielgerät und/oder in Geldscheinen über einen Geldscheinausgeber der Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
ausgegeben wird.
[0010] Bei einem genügenden Vorrat an Geldscheinen und Münzen wird sonach der auszuzahlende
Geldbetrag in einer entsprechenden Anzahl an Geldscheinen und Münzen oder nur in Münzen
ausgegeben. Stehen nicht genügend Geldscheine zur Verfügung, so wird der Geldbetrag
nur in Münzen an dem entsrpechenden Spielgerät ausgezahlt. Falls in einem entsprechenden
Spielgerät nicht genügend Münzen zur Auszahlung bereitstehen, so wird dessen Spielbereitschaft
gesperrt.
[0011] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Eingabe
von Geldscheinen über eine Geldscheineingabe der Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
vorgenommen und der entsprechende Geldbetrag tastengesteuert in das eine oder andere
Spielgerät übertragen. Hat der Spieler also einen Geldschein bestimmter Wertigkeit
in die Geldscheineingabe eingeschoben und eines der Spielgeräte zur Bespielung ausgewählt,
betätigt er eine bestimmte Taste, wodurch der dem Geldschein entsprechende Geldwert
in das ausgewählte Spielgerät überführt wird. Dadurch wird das Spielgerät in Spielbereitschaft
gesetzt und das Spiel kann beginnen.
[0012] Will nun der Spieler das Spiel beenden, so kann er sich einen verbleibender Restgeldbetrag
und/oder angesammelte Gewinnbeträge wahlweise in Form von Münzgeld am jeweiligen Spielgerät
oder in Form von Geldscheinen aus dem Geldscheinausgeber der Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
ausgeben lassen. Dadurch muß der Spieler nicht mehr zwangsläufig große Mengen von
Münzgeld übernehmen, was häufig als störend empfunden wird.
[0013] Nach einer weiteren Ausbildung der erfindungsgemäßen Lösung erfolgt die Übertragung
des Geldbetrages des eingegebenen Geldscheines und/oder die Auswahl der Bespielbarkeit
eines der Spielgeräte und/oder die Ausgabe eines verbleibenden Geldbetrages bei Beendigung
des Spiels durch an der Geldschein-Verarbeitungseinrichtung angeordnete Tasten. Diese
Tasten können jeweils einer Funktion bzw. einem Spielgerät zugeordnet oder als Multifunktionstasten
ausgebildet sein. Auf jeden Fall hat der Spieler immer selbst Einfluß auf die vorgenannten
Funktionen und bestimmt somit weitestgehend den Spielverlauf.
[0014] Bei einer alternativen Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Übertragung des Geldbetrages
des eingegebenen Geldscheines und/oder die Auswahl der Bespielbarkeit eines der Spielgeräte
und/oder die Ausgabe eines verbleibenden Geldbetrages bei Beendigung des Spiels durch
an diesem Spielgerät angeordnete Tasten. Dadurch wird der Spieler in die Lage versetzt,
die jeweilige Funktion direkt an dem von ihm ausgewählten Spielgerät auszuführen bzw.
auszulösen.
[0015] Um die Übersichtlichkeit über die meistens ohnehin relativ große Zahl von Tasten
am Spielgerät zu erhalten, erfolgt zweckmäßigerweise die Übertragung des Geldbetrages
des eingegebenen Geldscheines und/oder die Auswahl der Bespielbarkeit eines der Spielgeräte
und/oder die Ausgabe eines verbleibenden Geldbetrages bei Beendigung des Spiels durch
den Spieleinrichtungen des Spielgerätes zugeordnete, als Multifunktionstasten ausgebildete
Tasten. Dies können beispielsweise die Nachstart- bzw. Stopptasten für die Umlaufkörper
der Symbol-Spieleinrichtung oder die Risikotasten für die Risiko-Spieleinrichtung
sein.
[0016] Bei einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung werden der in ein Spielgerät
zu übertragende Geldbetrag und/oder das zur Bespielung ausgewählte Spielgerät und/oder
der bei Spielende auszugebende Geldbetrag in einer Anzeigeeinrichtung an der Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
und/oder zumindest einem der Spielgeräte optisch angezeigt. Dadurch wird der Spieler
immer über die jeweils ausgelöste Funktion und den dieser Funktion zugeordneten Geldwertbetrag
informiert und kann sonach seine Spielstrategie und den Spielverlauf entsprechend
darauf einstellen.
[0017] Des weiteren kann vorgesehen werden, daß nach Eingabe eines Geldscheins in die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
tastengesteuert ein Wechselvorgang in Geldscheine niedriger Wertigkeit und/oder Münzgeld
ausgelöst wird. Dadurch kann die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung als reine Geldwechseleinrichtung
benutzt werden.
[0018] Andererseits kann es erwünscht sein, daß die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
zwar einerseits zum Geldwechseln genutzt aber andererseits nicht nur zum Zecke des
Geldscheinwechselns verwendet wird. Um eine Zweckentfremdung als reine Geldwechseleinrichtung
zu verhindern, erfolgt nach Eingabe eines Geldscheins in die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
erst nach Ablauf einer bestimmten Zeit und/oder einer bestimmten Spieleanzahl eine
Rückgabe von Geldscheinen niedrigerer Wertigkeit und Münzgeld.
[0019] Gibt der Spieler einen Geldschein in die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung ein
und wird die Echtheit des Geldscheins im Geldscheinprüfer festgestellt, so wird erst
nach einem bestimmten Zeitablauf, beispielsweise von 15 Minuten, die Möglichkeit gegeben,
den eingegebenen Geldschein in Geldscheine niedrigerer Wertigkeit bzw. Münzen umzutauschen.
Der Spieler wird in der Regel nicht geneigt sein, allein mit der Absicht, einen Geldschein
zu wechseln, die relativ lange Zeitdauer abzuwarten, bis der Geldwechsel möglich ist
und erfolgen kann. Insofern wird ein schneller reiner Geldwechsel unterbunden.
[0020] Die Rückgabe von Geldscheinen niedrigerer Wertigkeit bzw. Münzen kann auch in Abhängigkeit
von einer bestimmten Anzahl von zu absolvierenden Spielen erfolgen, indem der Spieler
nach der Eingabe des Geldscheins in die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung erst eine
Anzahl von Spielen, beispielsweise 20 Spiele, absolvieren muß. Selbstverständlich
wird bei diesen zu absolvierenden Spielen der jeweilige Spieleinsatz vom Wert des
eingegebenen Geldscheins abgebucht. Erst nach Ablauf der bestimmten Spieleanzahl wird
der verbliebene Restwert, gegebenenfalls unter Hinzufügung des innerhalb dieser bestimmten
Spieleanzahl erzielten Gewinns, als Restgeld in Form von Geldscheinen und/oder Münzen
ausgegeben.
[0021] Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird nach einer ersten Variante bei getrennter
Rückgabe von Münzgeld und Geldscheinen zuerst das Münzgeld ausgegeben und nachfolgend
optisch und/oder akustisch angezeigt, daß die Geldscheine entweder am Spielgerät oder
am Geldscheinausgeber der zentralen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung ausgegeben
werden. Alternativ dazu werden zuerst die Geldscheine ausgegeben und nachfolgend optisch
und/oder akustisch angezeigt, daß das Münzgeld entweder am Spielgerät oder am Geldscheinausgeber
der zentralen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung ausgegeben wird.
[0022] Die Verfahrensweise der Ausgabe von Zahlungsmitteln kann unterschiedlich sein und
ist vom Aufbau des jeweiligen Spielgerätes bzw. der Gruppe von Spielgerät abhängig.
Demgemäß erfolgt die Ausgabe von Geldscheinen am bespielten Spielgerät mit einem Geldscheinausgeber
automatisch nach oder vor der Ausgabe von Münzgeld. Andererseits erfolgt die Ausgabe
von Geldscheinen am bespielten Spielgerät ohne Geldscheinausgeber an einem anderen
Spielgerät, wobei die Ausgabe optisch und/oder akustisch an beiden Spielgeräten signalisiert
wird.
[0023] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung
anhand von zwei Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen dargestellt sind, näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren betriebenen Gruppen
aus mehreren geldbetätigten Spielgeräten und
- Fig. 2
- eine Vorderansicht einer Gruppe aus mehreren geldbetätigten Spielgeräten in einer
alternativen Ausführungsform.
[0024] Eine Gruppe 1 besteht gemäß den Fig. 1 und 2 aus drei Spielgeräten 2, 3 und 4, die
jeweils unterschiedlich ausgestaltet sind. Das Spielgerät 2 umfaßt eine Symbol-Spieleinrichtung
5 mit scheibenförmigen Umlaufkörpern 6, die Symbole 7 aufweisen. In Ablesefenstern
8 wird eine Symbolkombination angezeigt. Mittels Nachstart- bzw. Stopptasten 9 kann
jeweils der dieser zugeordnete Umlaufkörper 6 nachgestartet oder vorzeitig angehalten
werden, Ein Spiel kann durch Einwurf von Münzgeld in einen Münzeinwurf 10 einer Münzen-Verarbeitungseinrichtung
1 ausgelöst werden. Über eine münzwertindividuellen Stapelröhren zugeordnete Münzausgabe
11 werden erzielte Geldgewinne und Restgeld in Form von Münzen ausgegeben.
[0025] Bei dem Spielgerät 3 besteht die Symbol-Spieleinrichtung 5 aus drei nebeneinander
angeordneten walzenförmigen Umlaufkörpern 6. Das Spielgerät 4 umfaßt wiederum eine
Symbol-Spieleinrichtung 5 mit scheibenförmigen Umlaufkörpern 6 und besitzt weiterhin
zwei Risiko-Spieleinrichtungen 12 und 13, in denen eine in der Symbol-Spieleinrichtung
5 erzielter Gewinn unter Gefahr des Verlustes riskiert werden kann. Die Spielablauf-Steuerung
eines jeden Spielgerätes 2, 3, und 4 erfolgt jeweils durch eine Steuereinheit 14 im
entsprechenden Spielgerät 2, 3, und 4.
[0026] Bei der Gruppe 1 von Spielgeräten nach Fig. 1 ist in das Spielgerät 2 eine zentrale
Geldschein-Verarbeitungseinrichtung 15, die Geldscheine unterschiedlicher Wertigkeit
annehmen kann, integriert. Diese besteht aus einer Geldscheineingabe 16, einem darunter
befindlichen Geldscheinprüfer 17 und nachgeordnetem Geldscheinausgeber 18 mit einem
Geldscheinausgabefach 19. Die zentrale Geldschein-Verarbeitungseinrichtung 15 ist
mit der Steuereinheit 14 des Spielgerätes 2 und diese wiederum mit der Steuereinheit
14 des Spielgerätes 3 bidirektional verbunden. Optional kann das in strichlierten
Linien dargestellte Spielgerät 4 - oder auch weitere nicht gezeigte Spielgeräte -
bidirektional mit der Steuereinheit 14 des Spielgerätes 3 verbunden sein.
[0027] Gibt der Spieler einen Geldschein in die Geldscheineingabe 16 der zentralen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
15 ein, wird der Geldschein durch den Geldscheinprüfer 17 auf Echtheit überprüft.
Wird der Geldschein als echt erkannt, kann der Spieler durch Betätigung einer der
den Umlaufkörpern 6 der Symbol-Spieleinrichtung 5 des Spielgerätes 2 zugeordneten,
als multifunktionstasten ausgebildeten Nachstart- bzw. Stopptasten 9 bestimmen, ob
er das Spielgerät 2, 3 oder 4 bespielen will. Dabei wird in einer Anzeigeeinrichtung
20 der dem eingeworfenen Geldschein entsprechende Geldbetrag angezeigt, der in das
vom Spieler ausgewählte Spielgerät 2, 3 oder 4 übertragen wird. In einer weiteren
Anzeigeeinrichtung 21 wird der jeweilige Restgeldbetrag bzw. Gewinngeldbetrag während
des Spielverlaufes und bei Spielende angezeigt. Will der Spieler das Spiel beenden,
betätigt er eine bestimmte Multifunktionstaste 9 am ausgewählten Spielgerät 2, 3 oder
4 wobei er durch Auswahl der bestimmten Multifunktionstaste 9 wählen kann, ob der
in der Anzeigeeinrichtung 21 des jeweiligen Spielgerätes 2, 3 oder 4 angezeigte auszuzahlende
Geldbetrag in Form von Münzgeld in die Münzausgabe 11 und/oder in Form von Geldscheinen
vom Geldscheinausgeber 17 über das Geldscheinausgabefach 18 ausgegeben werden soll.
[0028] Die Ausführungsform der Gruppe 1 von Spielgeräten 2, 3, 4 nach Fig. 2 unterscheidet
sich von der nach Fig. 1 dadurch, daß die zentrale Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
15 neben einem der Spielgeräte 2 oder 3 angeordnet ist. Hierbei sind die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
15 und die Steuereinheiten 14 der Spielgeräte 2 und 3 - gegebenenfalls auch das Spielgerät
4 und weitere nicht dargestellte Spielgeräte - bidirektional miteinander verbunden.
Die Anzeigeeinrichtung 20 für den in eine Spielgerät 2, 3 oder 4 zu übertragenden
Geldbetrag und die Anzeigeeinrichtung 21 für einen auszuzahlenden Geldbetrag sind
nur an der zentralen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung 15 angeordnet. Weiterhin
weist die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung 15 Funktionstasten 22 zur Übertragung
des Geldbetrages des eingegebenen Geldscheines, die Auswahl der Bespielbarkeit eines
der Spielgeräte 2, 3, 4 bzw. die Ausgabe eines verbleibenden Geldbetrages bei Beendigung
des Spiels auf.
[0029] Soll die Gruppe von Spielgeräten 2, 3, 4 als Geldwechsler genutzt werden, so prüft
die zentrale Geldschein-Verarbeitungseinrichtung 15 bei Eingabe und Annahme des auf
Echtheit geprüften Geldscheins, ob der Spieler einen reinen Wechselvorgang vornehmen
will, indem festgestellt wird, ob der Spieler einen gewissen Zeitablauf abwartet oder
eine bestimmte vorgegebene Spieleanzahl absolviert. Tut er das nicht, wird die Rückgabe
von Geldscheinen niedrigerer Wertigkeit oder Münzgeld gesperrt und der Kunde erhält
seinen eingegebenen Geldschein zurück.
[0030] Wartet er hingegen die vorbestimmte Zeitdauer ab oder absolvierte er eine bestimmte
Anzahl von Spielen an einem der Spielgeräte 2, 3 oder 4, wird die Rückgabe von Geldscheinen
niedrigerer Wertigkeit und Münzgeld freigegeben und es erfolgt eine entsprechende
Auszahlung entweder in Form von Münzgeld in der Münzausgabe 11 oder in Form von Geldscheinen
vom Geldscheinausgeber 18 über das Geldscheinausgabefach 19.
[0031] Je nach Ausbildung der einzelnen Spielgeräte 2, 3, 4, bzw. der Zusammenstellung der
Gruppe von Spielgeräten kann eine getrennte Rückgabe von Münzgeld und Geldscheinen
vorgesehen werden. Dementsprechend wird z.B. zuerst das Münzgeld ausgegeben. Nachfolgend
erfolgt ein optischer und/oder akustischer Hinweis in einer Anzeigeeinrichtung 23,
daß die Geldscheine entweder am Spielgerät 2, 3, 4 oder am Geldscheinausgeber 18 der
zentralen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung 15 ausgegeben werden. Die Anzeigeeinrichtung
23 besteht beispielsweise aus einer Vielzahl von Leuchtelementen, die an der zentralen
Geldschein-Verarbeitungseinrichtung 15 angeordnet sind, wobei jeweils ein Leuchtelement
einem bestimmten Spielgerät 2, 3, 4 zugeordnet ist. Dadurch kann der Spieler leicht
erkennen, an welchem Gerät die Auszahlung vorgenommen wird. Analog gestaltet sich
der Auszahlungsvorgang, wenn zuerst die Geldscheine ausgegeben werden und nachfolgend
optisch und/oder akustisch angezeigt wird, daß das Münzgeld entweder am Spielgerät
2, 3, 4 oder am Geldscheinausgeber 18 der zentralen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
15 ausgegeben wird.
[0032] Gleichfalls in Abhängigkeit von der Gestaltung der Gruppe von Spielgeräten 2, 3,
4 kann die Ausgabe von Münzgeld und Geldscheinen unterschiedlich vorgenommen werden.
Weist das bespielte Spielgerät 2, 3 bzw. 4 einen Geldscheinausgeber 18 auf, erfolgt
sonach die Ausgabe von Geldscheinen am bespielten Spielgerät 2, 3 bzw. 4 automatisch
nach oder vor der Ausgabe von Münzgeld. Fehlt jedoch ein Geldscheinausgeber 18 am
bespielten Spielgerät 2, 3 bzw. 4, erfolgt die Ausgabe von Geldscheinen an einem anderen
Spielgerät 2, 3 bzw. 4, wobei die Ausgabe optisch und/oder akustisch an beiden Spielgeräten
2, 3, 4 signalisiert wird.
Liste der Bezugszeichen
[0033]
- 1
- Gruppe
- 2
- Spielgerät
- 3
- Spielgerät
- 4
- Spielgerät
- 5
- Symbol-Spieleinrichtung
- 6
- Umlaufkörper
- 7
- Symbole
- 8
- Ablesefenster
- 9
- Nachstart/Stopptaste
- 10
- Münzeinwurf
- 11
- Münzausgabe
- 12
- Risiko-Spieleinrichtung
- 13
- Risiko-Spieleinrichtung
- 14
- Steuereinheit
- 15
- Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
- 16
- Geldscheineingabe
- 17
- Geldscheinprüfer
- 18
- Geldscheinausgeber
- 19
- Geldscheinausgabefach
- 20
- Anzeigeeinrichtung
- 21
- Anzeigeeinrichtung
- 22
- Funktionstasten
- 23
- Anzeigeeinrichtung
1. Verfahren zum Betreiben einer Gruppe aus mindestens zwei geldbetätigten Spielgeräten
(2, 3, 4) mit münzwertindividuellen Stapelröhren und mit einer gemeinsamen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
(15), die entweder in einem der Spielgeräte (2, 3, 4) integriert oder räumlich getrennt
zu den Spielgeräten (2, 3, 4) angeordnet ist und bidirektional mit rechnergesteuerten
Steuereinheiten (14) der Spielgeräte (2, 3, 4) in Verbindung steht, wobei die Bespielbarkeit
eines der Spielgeräte (2, 3, 4) tastengesteuert ausgewählt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Beendigung eines Spiels ein verbleibender Geldbetrag rechner- oder tastengesteuert
wahlweise in Münzgeld am jeweiligen Spielgerät (2, 3, 4) und/oder in Geldscheinen
über einen Geldscheinausgeber (18) der Geldschein-Verarbeitungs-einrichtung (15) ausgegeben
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabe von Geldscheinen über eine Geldscheineingabe (16) der Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
(15) vorgenommen und der entsprechende Geldbetrag tastengesteuert in das eine oder
andere Spielgerät (2, 3, 4) übertragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung des Geldbetrages des eingegebenen Geldscheines und/oder die
Auswahl der Bespielbarkeit eines der Spielgeräte (2, 3, 4) und/oder die Ausgabe eines
verbleibenden Geldbetrages bei Beendigung des Spiels durch an der Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
(15) angeordnete Tasten (22) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung des Geldbetrages des eingegebenen Geldscheines und/oder die
Auswahl der Bespielbarkeit eines der Spielgeräte (2, 3, 4) und/oder die Ausgabe eines
verbleibenden Geldbetrages bei Beendigung des Spiels durch an diesem Spielgerät (2,
3, 4) angeordnete Tasten erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung des Geldbetrages des eingegebenen Geldscheines und/oder die
Auswahl der Bespielbarkeit eines der Spielgeräte (2, 3, 4) und/oder die Ausgabe eines
verbleibenden Geldbetrages bei Beendigung des Spiels durch den Spieleinrichtungen
(5, 12, 13) des Spielgerätes (2, 3, 4) zugeordnete, als Multifuntkionstagen ausgebildete
Tasten (9).
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der in ein Spielgerät (2, 3, 4) zu übertragende Geldbetrag und/oder das zur
Bespielung ausgewählte Spielgerät (2, 3, 4) und/oder der bei Spielende auszugebende
Geldbetrag in einer Anzeigeeinrichtung (20, 21) an der Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
(15) und/oder zumindest einem der Spielgeräte (2, 3, 4) optisch angezeigt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach Eingabe eines Geldscheins in die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung (15)
tastengesteuert ein Wechselvorgang in Geldscheine niedrigerer Wertigkeit und/oder
Münzgeld ausgelöst wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß nach Eingabe eines Geldscheins in die Geldschein-Verarbeitungseinrichtung (15)
erst nach Ablauf einer bestimmten Zeit und/oder einer bestimmten Spieleanzahl eine
Rückgabe von Geldscheinen niedrigerer Wertigkeit und Münzgeld erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei getrennter Rückgabe von Münzgeld und Geldscheinen zuerst das Münzgeld ausgegeben
und nachfolgend optisch und/oder akustisch angezeigt wird, daß die Geldscheine entweder
am Spielgerät (2, 3, 4) oder am Geldscheinausgeber (18) der zentralen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
(15) ausgegeben werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei getrennter Rückgabe von Münzgeld und Geldscheinen zuerst die Geldscheine
ausgegeben und nachfolgend optisch und/oder akustisch angezeigt wird, daß das Münzgeld
entweder am Spielgerät (2, 3, 4) oder am Geldscheinausgeber (18) der zentralen Geldschein-Verarbeitungseinrichtung
(15) ausgegeben wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabe von Geldscheinen am bespielten Spielgerät (2, 3, 4) mit einem Geldscheinausgeber
(18) automatisch nach oder vor der Ausgabe von Münzgeld erfolgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabe von Geldscheinen am bespielten Spielgerät (2, 3, 4) ohne Geldscheinausgeber
(18) an einem anderen Spielgerät (2, 3, 4) erfolgt, wobei die Ausgabe optisch und/oder
akustisch an beiden Spielgeräten (2, 3, 4) signalisiert wird.