[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kabeldurchführung zur Realisierung eines
Überganges von Kabeln von einem mit Schmiermittel oder ähnlichen wenigsten teilweise
befüllten oder Rückstände enthaltenden und durch ein Gehäuse wenigstens teilweise
umschlossenen Raumbereiches nach außerhalb des Raumes, beispielsweise einen an das
Gehäuse angrenzenden Raum oder die Umgebung.
[0002] Allgemein sind ein Vielzahl von elektrischen Steckverbindungen bekannt, mittels welchen
beispielsweise der Übergang zwischen einem Getriebe und einem Fahrzeug bewerkstelligt
werden kann. Insbesondere eine immer größere Anzahl von Aktoren und Sensoren im Getriebe
erfordert eine immer größere Anzahl von Steckkontakten. Bedingt durch die in der Regel
vorgesehene räumliche Begrenzung aufgrund des gering zur Verfügung stehenden Bauraumes
wird der Abstand zwischen den einzelnen Polen der Steckkontakte immer geringer. Das
Auftreten von Kriechströmen und damit die Verfälschung von Messergebnissen werden
daduch unterstützt. Beim Einstecken eines Steckers kann es des weiteren aufgrund fehlender
visueller Kontrolle zu einem schrägen Aufsetzen und damit in Folge zu einem Verbiegen
der Kontakte kommen. Ein weiteres wesentliches Problem besteht darin, daß es sich
bei einem Getriebe um einen mit Rückständen von Schmiermitteln befüllten Raum handelt,
aus welchem Kabelelemente nach außerhalb des Getriebes geführt werden. Um die erforderliche
Dichtheit zu erreichen, werden deshalb die verwendeten Steckdosen aufwendig nachgearbeitet,
indem die entstehenden Zwischenräume z.B. mit Epoxydharz ausgegossen werden. Auch
bedingen hohe Anforderungen an die Größe der Einbauräume und spezielle Kundenanforderungen
eine Vielzahl von unterschiedlichsten Steckervarianten und somit letztendlich auch
Getriebevarianten. Ein weiterer wesentlicher Nachteil besteht darin, daß die während
des Betriebes auftretenden hohen Getriebetemperaturen im Steckerbereich zu einer Beschädigung
der fahrzeugseitigen Isolierung führen können. Um dies zu vermeiden muß der fahrzeugseitige
Kabelbaum, d.h. der außerhalb des Getriebeinnenraumes befindliche Kabelbaum mit einer
hochtemperaturfesten Isolierung versehen werden. Da die Kabel in der Regel erhebliche
Längen aufweisen, ist diese Forderung immer mit einem enormen Kostenaufwand verbunden.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Kabelduchführung,
insbesondere zur Realisierung des Überganges zwischen einem Getriebe und einem Fahrzeug
zu finden, welche die obengenannten Nachteile vermeidet. Im Vordergrund steht dabei
die Beschaffung einer im Hinblick auf Kosten und Aufwand günstigen Alternative mit
hoher Betriebssicherheit.
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung ist durch das Merkmal des Anspruchs 1 charakterisiert.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0005] Erfindungsgemäß umfaßt die Vorrichtung zur Kabeldurchführung zur Realisierung eines
Überganges von Kabeln von einem mit Schmiermitteln oder ähnlichen wenigsten teilweise
befüllten oder Rückstände enthaltenden und durch ein Gehäuse wenigsten teilweise umschlossenen
Raumbereich in einen Bereich außerhalb dieses Raumes ein Durchgangsöffnung aufweisendes
Übergangselement mit einem in diesem angeordneten Isolierkörper aus elektrisch nicht
leitfähigem Material zur Durchführung der einzelnen Kabelelemente eines Kabels. Jedes
Kabelelement ist dabei im Bereich des Isolierkörpers geteilt ausgeführt und die durch
die Teilung des Kabelelementes in wenigstens zwei Teilelemente erzeugten Endbereiche
sind im Isolierkörper über eine krimpfähige Kupplung miteinander gekoppelt.
[0006] Die Erfinder haben erkannt, daß die auftretenden Probleme dadurch bedingt sind, daß
die Adern der einzelnen Kabel mit ihrem Steckern bei den konventionellen Lösungen
zur Realisierung des Übeganges vom Getriebe nach einem Ort im Fahrzeug ständig von
ÖI umgeben sind. Durch den kapillarischen Effekt tritt dann in der Regel zwischen
der Isolierung der Einzelader und den Drahtlitzen bis zum Stiftkontakt ÖI hindurch,
um dann zwischen diesem und dem diesen zugeordneten Isolierkörper ins Freie zu gelangen.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist es jedoch möglich, die kapillarische Wirkung
vollständig zu unterbinden. Durch die Schaffung eines Kabelschwanzes, welcher aus
dem Getriebe hinausragt, ist es möglich, am Ende des Kabelschwanzes technisch mit
erheblich geringerem Aufwand eine Steckdose oder andere Verbindungselemente zu installieren.
Der Installationsort liegt dabei außerhalb dem Gefahrenbereich.
[0007] Die krimpfähige Kupplung wird dadurch realisiert, daß die einzelnen Litzen bzw. Kabelelemente
eines Kabels, die durch Unterteilung des Kabelementes im Bereich des Übergangselementes
jeweis ein Kabelelementende bilden, über sogenannte Krimpkontakte miteinander elektrisch
gekoppelt werden. Die Kopplung erfolgt im Bereich des Isolierkörpers. Dieser ist vorzugsweise
aus Gummi oder einem anderen Isolierwerkstoff gefertigt. Der Isolierkörper ermöglicht
neben der Realisierung der Führung der einzelnen Kabelelemente die Einhaltung der
erforderlichen Distanz der einzelnen miteinander gekuppelten Litzen zueinander.
[0008] Die krimpfähige Kupplung ist formschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig
mit dem Isolierkörper verbunden. Der Isolierkörper selbst ist entweder im Übergangselement
gelagert oder bildet mit diesem eine integrale Baueinheit.
[0009] Vorzugsweise ist das Übergangselement buchsenartig ausgestaltet. Dieses weist im
einfachsten Fall einen im wesentlichen rohrförmigen Querschnitt auf.
[0010] Am Außenumfang des Übergangselementes sind vorzugsweise flanschartige Verlängerungen
vorgesehen, welche der Realisierung der Befestigung an dem Gehäuse, insbesondere dem
Getriebegehäuse ermöglichen.
[0011] Das Übergangselement, welches vorzugsweise buchsenartig ausgeführt ist, bildet mit
seiner in Einbaulage zum vom Gehäuse umschlossenen Raum hinweisenden Stirnseite und
dem Isolierkörper einen ersten Zwischenraum und seiner vom Gehäuse umschlossenen Innenraum
wegweisenden Stirnseite und dem Isolierkörper einen zweiten Zwischenraum. Diese Zwischenräume
können unterschiedlich groß ausgeführt sein. Vorzugsweise sind beide Zwischenräume
mit einer Vergußmasse ausgegossen. Die Vergußmasse ermöglicht das Halten der einzelnen
Kabelelemente auf Distanz zueinander im Übergangsbereich und eine Führung der einzelnen
Kabelelemente.
[0012] Das Übergangselement ist vorzugsweise derart ausgeführt, daß dieses eine im wesentlichen
geradlinige Führung der einzelnen Kabelelemente ermöglicht. Denkbar sind jedoch auch
Ausführungen in gekrümmter Form, welche eine Richtungsänderung in der Führung der
einzelnen Kabelelemente ermöglichen.
[0013] Zur Realisierung einer Dichtfunktion zwischen dem von Gehäuse umschlossenen Raum
und dem Isolierkörper ist der erste Zwischenraum vorzugsweise mit einem dünnflüssigen
Kunststoff ausgegossen.
[0014] Vorzugsweise ist des weiteren die vom Gehäuse umschlossenen Raum abgewandte Stirnseite
mit einem Kabelbinder gekoppelt. Dazu weist das buchsenartige Element im Bereich der
vom Gehäuse umschlossenen Raum abgewandten Stirnseite vorzugsweise eine halbschalenförmige
Kontur zur Aufnahme des Kabelbinders auf.
[0015] Zur Verbesserung des Anhaftens der Vergußmassen in den Zwischenräumen sind die Innenwände
des buchsenartigen Elementes vorzugsweise mit Rillen oder anderen Unebenheiten versehen.
Um Wärmebespannungen zu vermeiden, werden als Vergußmasse Werkstoffe verwendet, die
einen möglichst gleichen Ausdehnungseffizient aufweisen.
[0016] Das Übergangselement kann auch mit einem das Übergangselement tragenden Element gekoppelt
sein. Dieses, das Übergangselement tragende Element ist zur Befestigung am Gehäuse
ausgeführt. Es besteht auch die Möglichkeit, das Übergangselement tragende Element
derart auszuführen, daß dieses der Führung weiterer Kabel bzw. Kabelelemente dient.
Vorzugsweise bilden das Übergangselement tragende Element und das Übergangselement
mit der krimpfähigen Kupplung der Litzen der Kabelelementenden eine bauliche Einheit,
welche vormontiert angeboten werden kann. In diesem Fall sind beidseitig des Isolierköpers
sogenannte Kabelschwänze vorgesehen, welche über andere Kupplungselemente an einem
vom Übergangsbereich entfernten Ort an dem die auftretenden Temperaturen und die Gegebenheiten
keine besonderen Anforderungen an die Isolierung des Kabels stellen mit anderen Kabelelementen
gekoppelt werden können.
[0017] Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht neben einer Unabhängigkeit der Isolierung
von den auftretenden Temperaturen während des Betriebes eine bessere Erfüllung höherer
Anforderungen der Kunden an den Einsteckort zu gewährleisten, so daß keine Varianten
für unterschiedliche Getriebe bei unterschiedlichen Einsatzfällen erforderlich sind,
da mit einer Kabeldurchführung viele unterschiedliche Anschlußmöglichkeiten gewährleistet
sind.
[0018] Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert.
[0019] Fig. 1 verdeutlicht in einem Axialschnitt eine Ausführung einer erfindungsgemäß gestalteten
Kabeldurchführung 1 zur Realisierung des Überganges zwischen einem hier nicht dargestellten
Getriebe und einem Fahrzeug, welche es vermeidet, daß durch den kapillarischen Effekt
ÖI zwischen der Isolierung einer Einzelader und den Drahtlitzen bis zum Stückkontakt
kriechen kann und dann zwischen diesem und seinem Isolierkörper ins Freie gelangen
kann. Die Kabeldurchführung 1 weist ein buchsenartiges Element 3 auf, welches eine
Steckverbindung 2 aufnimmt. Das buchsenartige Element 3 ist vorzugsweise als rohrförmiges
ausgeführt und mit einem flanschartigen Ansatz 4 versehen, welcher der Aufnahme von
Verbindungselementen zur Kopplung des buchsenartigen Elementes 3 mit einem Gehäuseteil
oder anderem ermöglicht.
[0020] Im buchsenartigen Element 3 ist eine Steckverbindung 2 integriert. Die Steckverbindung
umfaßt dabei die Kopplung von Litzen 5 einer Mehrzahl von Kabelelementen 6.1 bis 6.n
einer Vielzahl von Kabeln 7.1 bis 7.n. Lediglich die einzelnen Kabelelemente 6.1 bis
6.n der einzelnen Kabel 7.1 bis 7.n. werden durch das buchsenförmige Element 3 geführt
und auf der fahrzeugseitigen Seite in einem Kabelstrang 8 vorzugsweise gemeinsam weitergeführt.
[0021] Im buchsenartigen Element 3 ist ein Isolierkörper 9 vorgesehen. Im Isolierkörper
9 werden die einzelnen miteinander gekuppelten Litzen 5 im sogenannten Kupplungsbereich
10 durch den Isolierkörper 9 auf erforderliche Distanz zueinander gehalten. Die einzelnen
Litzen der Kabelelemente 6.1 bis 6.n der einzelnen Kabel 7.1 bis 7.n werden an ihren
Enden mit einer krimpfähigen Kupplung verbunden. Die krimpfähige Kupplung ist hier
mit 11 bezeichnet. Über die krimpfähige Kupplung wird der Kontakt zwischen den getriebeseitigen
Litzen 5.a und den fahrzeugseitigen Litzen 5.b hergestellt. Die krimpfähige Kupplung
11 wird dabei in Durchgangsöffnungen 12, welche sich in Einbaulage des buchsenförmigen
Elementes 3 von der zur Getriebeseite hingewandten Stirnfläche 13 des Isolierkörpers
9 bis zu der der Fahrzeugseite zugewandten Stirnfläche 14 am Isolierkörper 9 erstrecken
realisiert. Die Führung der einzelnen Kabelelemente 6.1 bis 6.n durch den Isolierkörper
erfolgt somit durch die Durchgangsöffnungen 12. Dabei ist jedem Kabelelement 6.1 bis
6.n eines jeden Kabels 7.1 bis 7.n eine entsprechende Durchgangsöffnung 12 zugeordnet.
Die Anordnung der Durchgangsöffnungen 12 kann unterschiedlich erfolgen. Des weiteren
kann auch die Ausbildung der Durchgangsöffnung in axialer Richtung in Einbaulage betrachtet
unterschiedlich ausgeführt sein. Vorzugsweise wird eine zueinander parallele Ausführung
der Durchgangsöffnungen 12 zueinander im Isolierkörper angestrebt, wobei vorzugsweise
die kürzeste Möglichkeit der Durchführung gewählt wird.
[0022] Der Isolierkörper 9 selbst besteht aus einem elektrisch nicht leitfähigen Material,
vorzugsweise aus Gummi oder einem anderen Isolierwerkstoff. Der Isolierkörper 9 kann
als separates Bauelement im buchsenförmigen Element 3 gelagert sein oder aber mit
diesem eine bauliche Einheit bilden. Der zur Getriebeseite hin weisende Raum innerhalb
des buchsenförmigen Elementes 3, welcher hier mit 15 bezeichnet ist und/oder der zur
fahrzeugseitig weisende Raum, d.h. der zwischen Isolierkörper 9 und der Stirnseite
17 des buchsenförmigen Elementes 3 gebildet wird und hier mit 16 bezeichnet ist, können
mit einem Kunststoff ausgegossen sein. Das buchsenförmige Element 3, welches das Gehäuse
für die Kabeldurchführung bildet, ist vorzugsweise in zwei Teilbereiche unterteilbar,
in einen ersten Teilbereich 3.1 und einen zweiten Teilbereich 3.2. Der erste Teilbereich
3.1 umschließt dabei im wesentlichen den getriebeseitigen Raum 15, während der zweite
Teilbereich 3.2 den fahrzeugseitigen Raum in Umfangsrichtung umschließt. Vorzugsweise
ist der Isolierkörper 9 im getriebeseitigen Raum 15 angeordnet. Da außerhalb von Baueinheiten
im Fahrzeug die einzelnen Kabel 7 bis 7.n in der Regel in sogenannten Kabelsträngen
oder Kabelbäumen 8 geführt werden, weist die Kabeldurchführung 1 im Bereich des zweiten
Teilemementes 3.2 oder der Stirnseite 14 des buchsenförmigen Elementes 3, welche der
Fahrzeugseite zugewandt ist, Mittel auf, welche einen Kabelbinder aufnehmen können.
Dieser stützt einen, die einzelnen Kabelelemente 6.1 bis 6.n der einzelnen Kabel 7.1
bis 7.n umschließenden Gewebeschlauch 18 ab. Vorzugsweise wird dazu die Gehäusewand
20 des buchsenförmigen Elementes 3 genutzt. Diese ist auf der der Fahrzeugseite zugewandten
Seite, in Einbaulage betrachtet, derart ausgeführt, daß diese eine im wesentlichen
halbschalenförmige Kontur bzw. Ausnehmung 21 zur Aufnahme des Kabelbinders besitzt.
Der zur Fahrzeugseite hingewandte Bereich des rohrförmigen Elementes 3 ist zu diesem
Zweck in Richtung der Symmetrieachse des buchsenförmigen Elementes 3 S hingezogen.
Die Figur 1b verdeutlicht dabei eine Ansicht I-I entsprechend der Figur 1a, aus welcher
die im wesentlichen halbschalenförmige Ausnehmung zur Aufnahme eines Kabelbinders
ersichtlich wird. Dieser Teil kann, wie in den Figuren 1a und 1b dargestellt, Bestandteil
des buchsenförmigen Elementes 3 sein oder aber von einem separaten Bauteil gebildet
werden. Dem die Ausnehmung zur Aufnahme eines Kabelbinders tragenden Element 21 ist
des weiteren eine Einrichtung zur Fixierung der Lage des Kabelstranges 8, hier mit
22 bezeichnet, zugeordnet. Die entsprechende Verankerungseinrichtung ist in der Figur
1c in einer Ansicht II-II gemäß Figur 1a in schematisch vereinfachter Darstellung
dargestellt.
[0023] Bei der Montage wird dabei der Gewebeschlauch 18, welcher den Kabelbaum bildet bzw.
die einzelnen Kabel 7.1 bis 7.n umschließt, so lange gehalten, bis dieser mit der
Vergußmasse im Hohlraum 16 eingegossen wird und somit Bestandteil der Kabeldurchführung
wird. Vorzugsweise ist zu einer Verbesserung der Verankerung des Kunststoffes im Gehäuse
bzw. am buchsenförmigen Element 3 dieses mit Rillen versehen. Um Wärmespannungen zu
vermeiden, wird dabei eine Vergußmasse verwendet, welche aus einem Werkstoff besteht,
das mit dem Gehäusewerkstoff bzw. dem Werkstoff des buchsenförmigen Elementes 3 einen
möglichst gleichen Ausdehungskoeffizienten besitzt.
[0024] Die Figur 2 verdeutlicht in vereinfachter Darstellung die Vorgehensweise der Herstellung
der Steckverbindung 2. In einem ersten Schritt werden die einzelnen Kabel 7.1 bis
7.n im Bereich der zu erfolgenden Kabeldurchführung im Gehäuse voneinander getrennt,
so daß die einzelnen Einzeladern 6.1.1 und 6.1.2 bzw. 6.n.1 bis 6.n.2 entstehen. Diese
Einzeladern werden dann abisoliert. Die Wiederherstellung einer möglichen elektrischen
Verbindung erfolgt dann über eine sogenannte Krimp-Kupplung. Dazu werden sogenannte
Krimp-Kontakte 25 verwendet. Diese sind vorzugsweise als hülsenförmige Elemente mit
einer Trennwand 26 ausgeführt. Zu diesem Zweck sind jeweils zwei Ausnehmungen in das
hülsenförmige Element eingearbeitet, eine erste Ausnehmung 27 und eine zweite Ausnehmung
28. In dieser Ausnehmung 27 bzw. 28 werden die Litzen der einzelnen Kabelelemente
6.1 bis 6.n, welche hier mit 5 bezeichnet sind, eingeführt. Dabei wird vorzugsweise
darauf geachtet, daß die freiliegenden Litzen 5 vollständig im Krimp-Kontakt und damit
im hülsenförmigen Element 25 integriert sind. Im darauf anschließenden Verfahrensschritt
werden die Litzen 5 der ersten Einzelader 6.a mit dem Krimp-Kontakt verkrimpt. Im
darauffolgenden Schritt wird die zweite Einzelader des Kabelelementes 7 in den Krimp-Kontakt
angeschlagen und ebenfalls mit diesem verkrimpt. Diese drei Arbeitsgänge wiederholen
sich immer entsprechend der benötigten Kabelelementenanzahl. Die einzelnen Kabelelemente
7.1 bis 7.n werden auf diese Weise nacheinander in den Isolierkörper 9 montiert, bis
sich der Krimp-Kontakt im selbigen fixiert. Die Fixierung der einzelnen Krimp-Kontakte
25 im Isolierkörper 9 können dabei durch Kraft- und/oder Formschluß erfolgen. Dazu
sind beispielsweise die einzelnen Ausnehmungen im Isolierkörper 9 mit entsprechenden
Abmessungen vorgesehen, die es erlauben, eine bestimmte Passung mit dem Krimp-Kontakt
einzugehen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Fixierung stoffschlüssig vorzunehmen,
indem die einzelnen Kabelelemente 7.1 bis 7.n im rohrförmigen Element mittels Vergußmasse
eingebettet werden und diese Vergußmasse damit indirekt die Lage der Krimp-Kontakte
im Isolierkörper 9 fixiert.
[0025] Das rohrförmige Element 3 allein eignet sich hervorragend zur Kabeldurchführung zueinander
parallel angeordneter Kabel 7.1 bis 7.n. Bei Zusammenfassung der einzelnen Kabelelemente
6.1 bis 6.n der einzelnen Kabel 7.1 bis 7.n, wobei die Zuführung zur Kabeldurchführung
1 aus unterschiedlichen Richtungen erfolgt, ist vorzugsweise vorgesehen, beispielsweise
wie in der Figur 1a dargestellt, ein weiteres mit dem rohrförmigen Element 3 gekoppeltes
Element 30 zu verwenden, welches eine Führung für einen Kabelanschluß 31 beinhaltet.
Dieses Element 30 kann dabei ebenfalls vielgestaltig ausgeführt werden. Im dargestellten
Fall wird ein weiteres Kabel 7.3, welches senkrecht zu den beiden anderen Kabeln 7.1
und 7.2 verläuft, der Kabeldurchführung 1 zugeführt. Die Zuführung erfolgt dabei bis
in den Bereich der Kabeldurchführung in senkrechter Weise und wird erst in diesem
Bereich um ca. 90° umgelenkt und dem rohrförmigen Element zugeführt.
[0026] Die weiteren Figuren 3 bis 5 verdeutlichen weitere Ausführungsmöglichkeiten des rohrförmigen
Elementes bzw. der Kabeldurchführung 1 und/oder des Isolierkörpers 9. Der Grundaufbau
entspricht im wesentlichen dem in der Figur 1 beschriebenen. Für gleiche Elemente
werden daher die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0027] In Fig. 3 ist das rohrförmige Element ebenfalls in zwei Teilelemente 3.1 und 3.2
unterteilt, welche unterschiedliche Außen- und Innendurchmesser aufweisen. Der Isolierkörper
ist dabei im Übergangsbereich zwischen den beiden Teilbereichen angeordnet. Die Kabelführung
zwischen dem Getriebe und der Fahrzeugseite erfolgt im wesentlichen waagerecht. Demgegenüber
weist die in der Figur 4 dargestellte Kabeldurchführung eine Krümmung 35 auf, welche
eine Richtungsänderung zwischen der Kabelzuführung im buchsenartigen Element um einen
bestimmten Winkel erfährt. Denkbar sind neben der dann bevorzugten Ausführung von
90° auch andere Winkel. In beiden Ausführungen gemäß den Figuren 3 und 4 sind die
Isolierkörper als separate Bauelemente in das buchsenartige Element eingefügt. In
beiden Fällen sind die buchsenartigen Elemente vorzugsweise mit einem im wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt versehen.
[0028] Demgegenüber offenbart die Figur 5 eine Ausführung, bei welcher der Isolierkörper
vom Gehäuse bzw. dem buchsenartigen Element 3 gebildet wird.
[0029] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführung des fahrzeugseitig angeschlossenen Kabelbaumes
8, welcher in einem Führungselement 36 geführt wird, das kraft-und/oder formschlüssig
mit dem buchsenförmigen Element verbunden wird. Die konkrete Ausgestaltung liegt dabei
im Ermessen des zuständigen Fachmannes.
[0030] Der fahrzeugseitig außerhalb beispielsweise einer Getriebebaueinheit angeordnete
Kabelschwanz, welcher vom Kabelstrang 8 bzw. Kabelbaum gebildet wird, wird vorzugsweise
so lange ausgebildet, daß das weiterführende fahrzeugseitige Kabel an einer Stelle
angekuppelt werden kann, an welcher die auftretenden Temperaturen keine besonderen
Anforderungen an die Isolierung der einzelnen Kabel stellen. Dies ermöglicht es, daß
sämtliche Forderungen bezüglich des Einsteckortes mit dieser Ausführung abgedeckt
werden können, so daß keinerlei zusätzliche Varianten erforderlich sind.
[0031] Die in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Ausführungen stellen lediglich bevorzugte
Ausführungen dar, begrenzen jedoch nicht den Schutzbereich der erfindungsgemäßen Lösung.
Die Möglichkeit der Kabeldurchführung entsprechend den in den Figuren 1 bis 6 dargestellten
Ausführungen stellt eine einfache und kostengünstige Variante dar. Deren Gestaltung
und Auslegung ist weder vom Ort der zu realisierenden Kabeldurchführung abhängig noch
von der Realisierung der Kopplung zwischen den Kabelelementen bzw. dem Kabelschwanz
auf der Fahrzeugseite und den fahrzeugseitigen Kabelelementen. Bei einer Kabeldurchführung
zwischen Getriebe und Fahrzeug wird durch die Isolierung das Austreten von Öl aufgrund
des kapillarischen Effektes zwischen der Isolierung der Einzelader und den Drahtlitzen
bis zum Stützkontakt vermieden. Die kapillarische Wirkung wird durch die bewußt eingebaute
Trennstelle im Kabelelement und der realisierten elektrischen Kopplung über einen
Krimp-Kontakt vermieden.
1. Vorrichtung zur Kabeldurchführung zur Realisierung eines Überganges von Kabeln von
einem mit Schmiermittel oder ähnlichen wenigstens teilweise befüllten oder Rückstände
enthaltenden und durch ein Gehäuse wenigsten teilweise umschlossenen Raumbereich nach
außerhalb des Raumbereiches
1.1 mit einem, eine Durchgangsöffnung aufweisenden Übergangselement;
1.2 mit einem im Übergangselement angeordneten und aus elektrisch nicht leitfähigen
Material bestehenden Isolierkörper zur Durchführung einzelner Kabelelemente eines
Kabels;
1.3 jedes Kabelelement ist im Bereich des lsolierkörpers geteilt ausgeführt und die
durch Teilung erzeugten Enden sind im Isolierkörper über eine krimpfähige Kupplung
miteinander elektrisch gekoppelt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die krimpfähige Kupplung
der einzelnen Kabelenden eines Kabelelementes formflüssig mit dem Isolierkörper verbunden
ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die krimpfähige
Kupplung der einzelnen Kabelenden eines Kabelelementes stoffschlüssig mit dem Isolierkörper
verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Übergangselement
ein buchsenartig gestaltetes Gehäuse aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
5.1 die krimpfähige Kupplung umfaßt wenigstens einen Krimpkontakt, der den jeweils
abisolierten und zueinander weisenden Enden eines Kabelelementes zugeordnet sind;
5.2 der Krimpkontakt ist form und/oder kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig mit
dem Isolierkörper verbunden.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
6.1 die dem vom Gehäuse umschlossenen Raumbereich zugewandte Stirnseite des Übergangselementes
und der Isolierkörper und/oder die dem vom Gehäuse umschlossenen Raumbereich abgewandte
Stirnseite des Übergangselementes bilden jeweils einen Zwischenraum;
6.2 der durch die dem Raumbereich zugewandte Stirnseite des Übergangselementes und/oder
der durch die dem Raumbereich abgewandte Stirnseite des Übergangselementes gebildete
Zwischenraum ist mit Vergußmasse ausgegossen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Übergangselement
außerhalb des durch das Gehäuse umschlossenen Raumbereich ein Kabelhalter zugeordnet
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabelhalter im Bereich
der vom Gehäuse umschlossenen Raumbereich abgewandten Stirnseite des Übergangselementes
angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das buchsenartige
Element wenigstens ein rohrförmiges Element mit einem Anschlußflansch zur Befestigung
am Gehäuse umfaßt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, daduch gekennzeichnet, daß das Übergangselement
eine geradlinige Führung der Kabelelemente durch Ausführung frei von Krümmungen ermöglicht.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Übergangselement
eine von einer geradlinigen Führung im Übergangsbereich abweichende Führung der Kabelelemente
durch Krümmung versehen wenigstens einer ermöglicht.
12. Vorrichtung nacheinem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Übergangselement
mit einem, das Übergangselement tragenden Element gekoppelt ist und das das Übergangselement
tragende Element mit dem den Raumbereich wenigstens teilweise umschließenden Gehäuse
koppelbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Übergangselement tragende
Element als Führungelement für wenigsten ein Kabel ausgeführt ist.