[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen wasch- und reinigungsaktiver
tensidhaltiger Granulate mit einem Schüttgewicht oberhalb von 500 g/l aus einer Tensid-Zubereitungsform,
die eine nicht-tensidische Flüssigkomponente, insbesondere Wasser, aufweist, und die
unter Normaldruck bei Temperaturen zwischen 20 und 80 °C in flüssiger bis pastöser
Form vorliegt, durch Granulieren und gleichzeitiges Trocknen in einer Wirbelschicht
oberhalb eines mit Durchtrittsöffnungen für das Wirbelgas, insbesondere Wirbelluft,
versehenen Anströmbodens, wobei unter Trocknen das teilweise oder vollständige Entfernen
der nicht-tensidischen Flüssigkomponente verstanden wird.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der europäischen Patentschrift 0 603 207 B1 der
Anmelderin bekannt. Der Anströmboden und die Größe und Form seiner Durchtrittsöffnungen
können unterschiedlich sein, wie es bereits in der genannten Patentschrift im einzelnen
dargestellt ist.
[0003] Bei diesem bekannten Verfahren tritt es immer wieder, insbesondere bei Unterbrechung
des Betriebs, auf, daß Granulate durch die Öffnungen des Anströmbodens in den besonders
heißen Bereich unterhalb des Bodens fallen, dort thermisch und farblich geschädigt
werden und zum Teil wieder durch die Öffnungen des Anströmbodens in die Wirbelschicht
gelangen, so daß das Endprodukt weiße Granulate mit braunen bis schwarzen Flecken
enthält, die das gesamte Produkt gebrauchsuntauglich machen. Verbleiben die durch
den Anströmboden nach unten gefallenen Partikel in diesem heißen Bereich, so ist nach
jedem Stillstand der Anlage eine aufwendige Reinigung dieser Anströmzone und auch
des Bodens selber, an dem diese Partikel anhaften, erforderlich. Die Probleme treten
insbesondere bei der Herstellung von Granulaten mit besonders hohen Schüttgewichten
oberhalb von 500 g/l auf. Diese besonders schweren Partikel fallen teilweise sogar
während des Betriebs entgegen der Wirbelluft durch die Durchtrittsöffnungen des Anströmbodens
in den unteren heißen Bereich, aus welchem sie nach einer thermischen Zersetzung und
einem Auseinanderbrechen durch die Wirbelluft wieder in die Wirbelschicht geblasen
werden. Ein weiteres schwerwiegendes Problem bei der Herstellung von Granulaten mit
besonders hohen Schüttgewichten entsprechend dem bekannten Verfahren liegt im Anbacken
der aufgrund ihres Tensidgehaltes klebrigen heißen Granulate auf dem Anströmboden
und im Bereich seiner Durchtrittsöffnungen, wo sie den freien Querschnitt allmählich
verengen, bis die Lüftung für das Wirbelgas den auf diese Weise entstandenen Druckverlust
nicht mehr kompensieren kann. Die Anlage muß spätestens zu diesem Zeitpunkt abgeschaltet
und der Anströmboden unter großem Aufwand von den zum Teil thermisch zersetzten Anbackungen
befreit werden. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Wirtschaftlichkeit
des Verfahrens der eingangs genannten Art zu verbessern. Insbesondere soll die Dauer
eines ununterbrochenen Betriebs einer entsprechenden Anlage erheblich verlängert werden.
Außerdem soll die Qualität des erhaltenen Produktes so verbessert werden, dass nicht
mehr die Gefahr von schwarzen oder braunen Flecken ("Stippen") auf den bevorzugt weißen
Granulaten auftritt. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst durch ein Verfahren
zum Herstellen wasch-und reinigungsaktiver tensidhaltiger Granulate mit einem Schüttgewicht
oberhalb von 500 g/l aus einer Tensid-Zubereitungsform, die eine nicht-tensidische
Flüssigkomponente, insbesondere Wasser, aufweist, und die unter Normaldruck bei Temperaturen
zwischen 20 und 80 °C in flüssiger bis pastöser Form vorliegt, durch Granulieren und
gleichzeitiges Trocknen in einer Wirbelschicht oberhalb eines mit Durchtrittsöffnungen
für das Wirbelgas, insbesondere Wirbelluft, versehenen Anströmbodens, wobei unter
Trocknen das teilweise oder vollständige Entfernen der nicht-tensidischen Flüssigkomponente
verstanden wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnungen von einem Gitternetz
mit Maschenweiten kleiner als 600
µm bedeckt sind. In einer praktischen Ausführungsform kann auf die Unterseite eines
an sich bekannten Anströmbodens eine Metall-Gaze mit der entsprechenden Maschenweite
aufgesintert oder auf andere Weise befestigt sein. Die Metall-Gaze besteht vorzugsweise
aus dem gleichen Material wie der Anströmboden, insbesondere aus Edelstahl. Mit dem
feinmaschigen Gitternetz wird ein Durchfallen von Partikeln insbesondere bei einem
unplanmäßigen Stillstand der Granulationsanlage, aber im Falle der schweren Partikel
mit Schüttgewichten um 1000 g/l auch während des Betriebes, verhindert.
[0004] Vorzugsweise liegt die Maschenweite des genannten Gitternetzes zwischen 200 und 400
µm.
[0005] Zum Entfernen der im Betrieb auftretenden Anbackungen an der Oberseite des Anströmbodens
und auf dem die Durchtrittsöffnungen ausfüllenden Gitternetz ist ein Abschalten der
Granulationsvorrichtung mit einem anschließenden manuellen Reinigen nicht mehr oder
nur in weitaus längeren Zeitabständen erforderlich, wenn man in einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung die Oberseite des Anströmbodens während des laufenden
Betriebs mittels eines Schiebers, Kratzers oder dergleichen reinigt. Eine solche Reinigung
kann manuell oder automatisch vorgenommen werden. Der dazu eingesetzte Kratzer oder
Schaber kann aus einem thermisch beständigen Kunststoff, z. B. Polytetrafluorethylen
(PTFE), bestehen, um eine Beschädigung des Anströmbodens mit Sicherheit auszuschließen.
[0006] In ähnlicher Weise ist es von Vorteil, wenn man die Innenseiten leicht zugänglicher
Anlagenteile, insbesondere Rohrleitungen mit größerem Durchmesser, die zum allmählichen
Zuwachsen durch anhaftende Produkte oder Produktbestandteile neigen, mittels mechanischer
Schaber während des laufenden Betriebes reinigt. Als Beispiel für einen zum Anhaften
neigenden Produktbestandteil von Wasch- und Reinigungsmitteln seien Fettalkoholsulfate
(FAS) genannt, die bei erhöhten Temperaturen hydrolisieren können.
[0007] Von Vorteil ist es außerdem, wenn der eingesetzte Anströmboden einen Druckverlust
von höchstens 10 mbar und insbesondere höchstens 6 mbar hat.
[0008] Bei der Durchführung des Granulationsverfahrens ist es nicht zu vermeiden, daß Überkorn,
also Granulate mit Korngrößen oberhalb des gewünschten Bereiches, entsteht. Es ist
bekannt, das Überkorn zu mahlen, das erhaltene Gutkorn, also die Granulate innerhalb
des gewünschten Korngrößenbereiches, dem fertigen Produktstrom zuzufügen und das Feinkorn,
also die Granulate mit Korngrößen unterhalb des gewünschten Bereiches, in den Wirbelschichtapparat
als Keime einzublasen.
[0009] Beim Vermahlen von besonders großem Überkorn treten jedoch Probleme auf. Diese Granulate
sind im allgemeinen nicht vollständig durchgetrocknet und enthalten in ihrem Inneren
die noch nicht kristallisierte Tensid-Zubereitungsform. Dieser flüssige bis pastöse
und heiße Anteil backt an den Walzen der Mühle an, so daß die Walzen häufiger als
üblich gereinigt werden müssen.
[0010] Zur weiteren Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des eingangs genannten Verfahrens,
in welchem man außerdem die erhaltenen Granulate mittels Sieben nach dem gewünschten
Korngrößenbereich klassiert, wird daher vorgeschlagen, daß man das beim Sieben erhaltene
Unterkorn in die Wirbelschicht zurückführt, das oberhalb der gewünschten Korngröße,
aber unterhalb einer vorgegebenen Größe liegende Überkorn mahlt und ebenfalls in die
Wirbelschicht zurückführt und das oberhalb der vorgegebenen Größe liegende Überkorn
sammelt, kühlt und erst danach mahlt und in die Wirbelschicht zurückführt.
[0011] Vorzugsweise liegt die genannte vorgegebene Korngröße bei etwa 10 mm. Der gewünschte
Korngrößenbereich liegt vorzugsweise bei 0,4 bis 1,6 mm.
[0012] Günstig ist es im erfindungsgemäßen Verfahren, wenn die eingesetzte Tensid-Zubereitungsform
eine Tensid-Konzentration von 35 bis 95 Gew.-% hat. Besonders geeignete Zusammensetzungen
der Zubereitungsform sind in der EP 0 603 207 B1 genannt, auf die zum Ergänzen der
Offenbarung ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0013] Die eingesetzte wäßrige Tensid-Zubereitungsform hat eine relativ hohe Viskosität
von 3 000 bis 20 000 mPas. Diese Zähigkeit erfordert eine Zweistoffverdüsung. Beim
Einsprühen der Tensid-Zubereitungsform in das Wirbelbett wird eine besonders feine
Verteilung der Tröpfchen gewünscht. Die Gründe dafür liegen in der Notwendigkeit,
neben den Granulaten im gewünschten Korngrößenbereich auch eine ausreichende Menge
an Feinkorn, das als Keimmaterial dient, zu produzieren. Außerdem soll der Anteil
an Überkorn, also an Granulaten mit Korngrößen oberhalb des gewünschten Bereichs,
möglichst klein gehalten werden. Eine feine Verteilung der Tröpfchen hat den weiteren
Vorteil einer im Vergleich zum Volumen relativen großen Oberfläche des Tröpfchens
bzw. Partikels, so daß es nicht nur schnell, sondern auch vollständig auftrocknet
und im Inneren kein gelartiger klebriger Bereich verbleibt, der bei der Lagerung sowie
der Anwendung des fertigen Produkts zu Problemen führen kann.
[0014] Aus diesem Grunde wird vorgeschiagen, daß man die Tensid-Zubereitungsform in das
Wirbelbett mittels mindestens einer Düse einsprüht, die mindestens einen zusätzlichen
Düsenkanal für Druckluft, insbesondere Dralluft, zur feinen Vernebelung der Tensid-Zubereitungsform
aufweist. Vorzugsweise liegt der Düsenkanal für die Druckluft außen und der Kanal
für die Tensid-Zubereitungsform innen.
[0015] Je niedriger der Flüssigkeitsdurchsatz durch die Düse, desto höher ist der spezifische
Luftverbrauch und desto feiner wird die Tropfenverteilung. Eine zu feine Tropfenverteilung
ist allerdings nachteilig, da die Tröpfchen nahezu vollständig abtrocknen, bevor sie
die im Wirbelbett vorhandenen Granulate erreichen, so daß der damit entstehende übergroße
Anteil an Keimen schnell in den Filter des Wirbelschichtapparates geblasen wird. Außerdem
erhält man im Falle von Tröpfchen, die sich beim Aufprall auf die bereits vorhandenen
Granulate bereits teilweise verfestigt haben, nichtgewünschte relativ leichte Agglomerate,
also ein Produkt mit einem zu niedrigen Schüttgewicht. Durch die Verwendung von geeigneten
Düsen und einer Einstellung eines geeigneten Luftverbrauchs und Flüssigkeits-Durchsatzes
läßt sich ein Produkt mit einem relativ hohen Schüttgewicht herstellen, wobei gleichzeitig
eine ausreichende Menge an neuen Keimen erzeugt wird. Als besonders günstig hat es
sich herausgestellt, wenn man eine Düse mit einem Luftverbrauch von 0,5 bis 1,3 kg
Luft/kg Flüssigkeit bei einem Flüssigkeits-Durchsatz von 150 bis 850 kg/h einsetzt.
[0016] Grundsätzlich können die Düsen in unterschiedlicher Weise im Inneren des Wirbelschichtapparates
angebracht sein. Bekannt ist es beispielsweise, die Düsen an Halterungen im Inneren
des Wirbelschichtapparates anzubringen. An den Halterungen sowie an den in diesem
Fall notwendigerweise im Inneren des Wirbelschichtapparates verlaufenden Versorgungsleitungen
für die Düsen lagern sich jedoch in nachteiliger Weise Produktbestandteile ab, so
daß eine Reinigung von Zeit zu Zeit erforderlich ist. Ein weiterer Nachteil bei dieser
Anordnung besteht in einer möglichen Störung des Wirbelbettes durch die Halterungen
und Versorgungsleitungen. Diese Anordnung der Düsen mit ihren Versorgungsleitungen
wurde dennoch bisher gewählt, um sicherzustellen, daß eine gleichmäßige Besprühung
des Wirbelbettes von oben nach unten erreicht wird.
[0017] Die Erfinder haben nun überraschenderweise herausgefunden, daß die erforderliche
gleichmäßige Besprühung des Wirbelbettes von oben nach unten auch dann gewährleistet
ist, wenn die Düsen unmittelbar an der Innenwand des Wirbelschichtapparates angebracht
sind. Sie sind in diesem Fall schräg nach unten gerichtet. Es wird daher in einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß man die Tensid-Zubereitungsform
mittels Düsen einsprüht, die an der Innenseite der Seitenwand des Wirbelschichtapparates
angeordnet sind, wobei die Zuleitungen für die Düsen außerhalb des Wirbelschichtapparates
verlaufen. Die Anordnung der Zuleitungen hat neben dem Vermeiden von Anbackungen den
zusätzlichen Vorteil, daß Undichtigkeiten in den Zuleitungen sofort vom Bedienungspersonal
erkannt und auf einfache Weise von außen behoben werden können. Bei dieser Anordnung
der Düsen ist außerdem eine Eindüsung in unterschiedlichen Höhen möglich.
[0018] Im Wirbelschicht-Granulationsverfahren nach der genannten EP 0 603 207 B1 ist die
Zugabe von Keimen nur zu Beginn des Verfahrens notwendig. Da bei der Produktion jedoch
laufend Granulate außerhalb des gewünschten Korngrößenbereiches des Gutproduktes entstehen,
ist es aus wirtschaftlichen Gründen zweckmäßig, wenn man in einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform der Erfindung während des laufenden Verfahrens 1 bis 90 Gew.-%, insbesondere
2 bis 80 Gew.-% Keimmaterial, bezogen auf den Produktausstoß, dem Wirbelbett zuführt.
[0019] Vorzugsweise handelt es sich bei diesem Keimmaterial um hergestellte Granulate mit
einer zu kleinen Korngröße oder entsprechende Granulate mit einer zu großen Korngröße,
die aufgemahlen und abgesiebt worden sind.
[0020] Zu den eingesetzten und bevorzugten Wirbelluftgeschwindigkeiten wird auf die EP 0
603 207 B1 verwiesen. Die bevorzugte Eintrittstemperatur der Wirbelluft liegt bei
80 bis 230 °C, die bevorzugte Luftaustrittstemperatur bei 30 bis 120 °C.
[0021] Bereits im bekannten Verfahren wird das aus der Wirbelschicht abgezogene Produkt
in einem Produktkühler gekühlt, bevor es abgepackt wird. Im Gegensatz zum bisherigen
Verfahren ist es von Vorteil, wenn anstelle von Umgebungsluft zum Kühlen eine bereits
gekühlte Zuluft insbesondere mit einer Temperatur von 5 bis 8 °C eingesetzt wird,
so daß in jedem Fall, auch an sehr heißen Sommertagen, eine Produkttemperatur von
weniger als 35 °C mit Sicherheit eingehalten wird. Auch die geringere absolute Feuchte
dieser vorgekühlten Kühlluft hat für die wasch- und reinigungsaktiven Granulate Vorteile,
da dem Produkt auf diese Weise weitere (Rest-) Feuchtigkeit entzogen wird, wodurch
sich eine erhöhte Lagerstabilität einstellt.
[0022] Im oder am Produktkühler ist vorzugsweise ein Filter eingebaut, dessen Filterstaub
als Keimmaterial in die Wirbelschicht zurückgeführt wird. Der Kühler arbeitet insbesondere
selbstfördernd.
[0023] Von Vorteil ist außerdem das folgende Filtersystem für die eigentliche Wirbelbettanlage.
Neben einem optionalen Aufsatzfilter ist ein separater Zyklon zur Abscheidung von
Partikeln von einem externen Filtersystem vorgesehen. Die Auslegung der Filter hängt
von den jeweiligen Stoffeigenschaften des zu granulierten Produktes und der anfallenden
Staubmenge ab.
[0024] Die Fahrweise des verwendeten Brenners kann direkt oder indirekt sein. Bei direkter
Fahrweise kommt das heiße Abgas des Brenners unmittelbar in Kontakt mit dem Wirbelbett.
Bei indirekter Fahrweise, die hier bevorzugt ist, ist ein Wärmetauscher zwischengeschaltet,
in welchem die Abgase das Wirbelgas, z. B. Luft, erhitzen.
[0025] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens näher beschrieben,
welche in einer Vorrichtung nach Figur 1 durchgeführt worden sind. Ein Produktfließschema
wird in Figur 2 dargestellt.
[0026] Figur 1 zeigt eine zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung
in einer schematischen Darstellung. Die zu trocknende und zu granulierende Tensid-Zubereitungsform
wird aus gerührten Vorlagen 1 unterschiedlicher Größe über Dosierpumpen 2 und eine
Leitung 3 zum Wirbelschichtgranuliertrockner 4 geführt. Die Vorlagen 1 sind mit den
Leitungen 3 für die Düsen 8 so verschaltet, daß unterschiedliche Pumpen 2 und Düsen
8 aus den Vorlagen 1 bedient werden können. Eine Mischung des Inhalts unterschiedlicher
Vorlagen 1 zur Einstellung der gewünschten Rezeptur ist auf diese Weise möglich. Ein
weiterer Vorteil liegt in der Möglichkeit, bei Störungen von einer Düse 8 auf eine
andere Düse 8 umzuschalten, ohne daß der Betrieb des Granuliertrockners 4 unterbrochen
werden muß.
[0027] Der Wirbelschichtgranuliertrockner 4 besteht im wesentlichen aus zwei Bereichen,
nämlich einem oberen Bereich mit der Wirbelschichtzone 5 oberhalb eines mit Durchtrittsöffnungen
versehenen Anströmbodens 6. Die zum Aufrechterhalten der Wirbelschicht erforderliche
Luft, die hier außerdem zum Trocknen dient, strömt aus dem unteren, besonderen heißen
Bereich 7 nach oben durch die Durchtrittsöffnungen des Anströmbodens 6.
[0028] Der Anströmboden 6 besteht in diesem Beispiel aus sechs kreissektorförmigen Elementen,
wobei eine zentrale Kreisöffnung für das Fallrohr 13 freigehalten ist. Alternativ
kann der Boden 6 auch einstückig sein. Der Anströmboden ist mit Löchern von 2 mm Durchmesser
ausgerüstet, die einen Abstand von 10 mm (Lochteilung) haben. Im Betrieb bewegt sich
der Partikelstrom an der Außenwand nach oben und von dort zum zentralen Austragsbereich
hin, wo er mittels der im Fallrohr 13 nach oben strömenden Sichterluft klassiert wird.
Die Granulate oberhalb eines bestimmten Korngrößenbereiches fallen durch das Fallrohr
13 nach unten zur Zellradschleuse 14; die kleineren und leichteren Partikel bewegen
sich in der Nähe des Anströmbodens wieder nach außen zur Seitenwand des Wirbelschichtgranuliertrockners
4.
[0029] Um ein Durchfallen der erfindungsgemäß hergestellten relativ schweren Granulate durch
die Öffnungen im Anströmboden zu vermeiden, ist unter dem Boden ein Drahtnetz mit
einer Maschenweite von 0,3 mm gesintert. Der Druckverlust des gesamten Bodens steigt
auf diese Weise von 2 mbar auf 6 mbar an. Bei dieser Ausgestaltung des Anströmbodens
6 wurde kein Durchfallen von Produkt mehr beobachtet im Gegensatz zu einem Boden ohne
dieses Drahtnetz.
[0030] Die pastöse Tensid-Zubereitungsform wird über die Leitung 3 sechs Düsen 8 zugeführt
und dort mittels Druckluft von etwa 3 bar, die den Düsen über die Leitung 9 zugeführt
und innerhalb der Düsen 8 in eine Drallbewegung versetzt wird, in besonders feine
Tröpfchen zerteilt. Die Düsen 8 sind an der Innenseite der Seitenwand des Wirbelschichtgranuliertrockners
4 angebracht und schräg nach unten gerichtet, wobei die Sprührichtung von außen verstellt
werden kann. Die Tröpfchen prallen auf die Partikel des Wirbelbett auf, werden gleichzeitig
getrocknet und lassen die Teilchen des Wirbelbettes zu größeren Granulaten anwachsen.
Die für das Verfahren erforderlichen feinteiligen Feststoffe, die sogenannten Keime,
werden über Leitungen 10, 11, 12 dem Wirbelbett zugeführt. Die Keime stammen aus unterschiedlichen
Quellen, wie nachstehend noch erläutert wird.
[0031] Die Granulate, deren Korngröße im gewünschten Bereich oder darüber liegen, werden
über ein Fallrohr 13 und eine Zellradschleuse 14 ausgetragen und einem Kühler 15 zugeführt.
Zur Korngrößenklassierung läßt man Sichterluft von unten in das Fallrohr 13 eintreten.
Diese Einzelheit ist der Übersichtlichkeit halber in Figur 1 nicht dargestellt.
[0032] Die noch relativ heißen Granulate werden mit auf 5 bis 8 °C temperierter Luft gekühlt,
die über eine Leitung 16 zugeführt wird, verlassen den Kühler 15 über eine weitere
Zellradschleuse 17 und werden von einem Transportband 8 einer Siebanlage 19 zugeführt.
Die Abluft des Kühlers 15 wird mit einem Schlauch- bzw. Taschenfilter 20 gereinigt,
wobei die abgefilterten Feinanteile als Keimmaterial wieder in die Wirbelschicht zurückgeführt
werden.
[0033] Die Siebanlage 19 besteht aus mindestens zwei Siebdecks 21. Überkorn 22 mit einer
Größe von mehr als 10 mm wird gesammelt, gekühlt und erst später aufgemahlen, wenn
dieses Überkorn auch im Inneren soweit abgekühlt ist, so daß dieses Korn durchgehend
kristallisiert ist. Grobkörner mit einer Korngröße unterhalb von 10 mm, aber oberhalb
des gewünschten Korngrößenbereiches werden über eine Schnecke 23 und eine pneumatische
Steilförderstrecke 24 einer Walzenmühle (Walzenstuhl) 25 aufgegeben und dort vermahlen.
Die Spaltweite des Walzenstuhls kann zwischen 0,4 mm und 1,2 mm eingestellt werden.
Das vermahlene Gut kann entweder zur Siebanlage 19 (Leitung 26) oder zurück in das
Wirbelbett unmittelbar oberhalb des Anströmbodens (Leitung 27) geführt werden.
[0034] Das aus der Siebanlage 19 erhaltene Gutkorn, also die Granulate innerhalb des gewünschten
Korngrößenbereiches, werden über die Leitung 28 abgezogen und verpackt.
[0035] Zur Vervollständigung des Wirbelschichtgranuliertrockners 4 ist eine Filteranlage
29 mit einem Schlauch- oder Taschenfilter auf Nadelfilzbasis für die Abluft sowie
ein Brenner 30 zum Erhitzen der über die Leitung 31 zugeführten Wirbelluft vorgesehen.
Hier wird mit einer sogenannten direkten Fahrweise des Brenners gearbeitet. Die Anlage
ist außerdem mit einem Notkamin 33 hinter dem Brenner 30 ausgerüstet. Hierdurch kann
die heiße Luft aus dem Brenner (Nachwärme) im Notfall direkt an die Umgebung abgegeben
werden, ohne die organischen Bestandteile in der Wirbelschicht zusätzlich zu erwärmen
oder zu fluidisieren. Im Brandfall wird der Brandherd schnell über eine Wassereindüsung
aus einer speziell installierten Einrichtung gelöscht. Da keine Zuluft mehr durch
die Wirbelschicht geschickt wird, kann ein Brand nicht erneut angefacht werden, und
die Sauerstoffzufuhr wird gleichzeitig unterbunden.
[0036] Die Abluft aus der Filteranlage 29 kann nach einer Gaswäsche wieder als Zuluft für
den Brenner 30 bzw. den entsprechenden Wärmetauscher eingesetzt werden. Auf diese
Weise kann ein Umluftbetrieb ohne Emissionen erreicht werden.
[0037] Die in der Filteranlage 29 anfallenden Feinanteile werden über eine Zellradschleuse
32 und die Leitung 12 dem Wirbelbett ebenfalls als Keimmaterial wieder zugegeben.
[0038] Bei der Granulation und Trocknung von klebrigen Produkten ist der Einsatz von Räumschleusen
von Vorteil. Unter Räumschleusen werden Schleusen für Pulver bzw. Granulate mit einer
Möglichkeit zur Zwangsräumung verstanden. Günstig ist der Einsatz derartiger Räumschleusen
im Bereich zwischen der Wirbelschicht und der Zellenradschleuse 14, vor der Zellenradschleuse
32 des Hauptfilters 29 sowie zwischen dem Kühler 15 und der nachgeschalteten Zellenradschleuse
17. Bei klebrigen Produkten wird auf diese Weise vermieden, daß die Zellenradschleuse
verklebt.
[0039] In Figur 2 wird noch einmal zusammenfassend ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel
des Verfahrens anhand eines Produktfließschemas gezeigt. Die hier verwendeten Bezugszeichen
haben die gleiche Bedeutung wie in Figur 1. Die durchgezogenen Linien kennzeichnen
eine kontinuierliche, die gestrichelten Linien eine diskontinuierliche Durchführung
der entsprechenden Verfahrensschritte.
[0040] Das im Wirbelschichtgranuliertrockner 4 hergestellte Produkt wird im Wirbelschichtkühler
15 heruntergekühlt, bevor es auf eine Taumelsiebmaschine 19 gegeben wird. Das Gutkorn
gelangt zur Abfüllung 34; das Überkorn wird über eine Vorlage 35 und eine Dosierung
36 einem Walzenstuhl 25 aufgegeben. Alternativ kann das Überkorn auch in einer weiteren
Vorlage 37 gesammelt und in Big Bags 38 abgefüllt und gelagert werden. Später können
die Big Bags dosiert entleert werden (Bezugszeichen 39) und dem Walzenstuhl 25 zugeführt
werden. Das besonders große Überkorn wird ebenfalls in Big Bags 40 gelagert und später
dem genannten Walzenstuhl 25 oder einem anderen Walzenstuhl 41 zugeführt, wobei das
gemahlene Produkt wiederum in Big Bags 42 zur späteren Verwendung abgefüllt wird.
[0041] Das vom Walzenstuhl 25 erhaltene gemahlene Produkt wird je nach Korngröße entweder
dem Wirbelschichtgranuliertrockner 4 als Keimmaterial (Leitung 43) oder dem Wirbelschichtkühler
15 (Leitung 44) zugeleitet.
[0042] Dem Wirbelschichtgranuliertrockner 4 wird Keimmaterial auch aus anderen Quellen zugeführt,
nämlich Feinkorn aus dem Abgasfilter 29, aus einem Silo 45 und aus den Big Bags 42.
[0043] In der nachfolgenden Tabelle werden Parameter zweier erfindungsgemäßer Verfahrensbeispiele
angegeben. Als Sulfate wurden Natriumsalze eingesetzt. Unter "Fettalkoholsulfat" sind
hier Sulfate, hergestellt aus einer Fettalkoholmischung mit den folgenden Anteilen,
zu verstehen:
| C12-Fettalkohol |
13 Gew.-% |
| C14-Fettalkohol |
6,5 Gew.-% |
| C16-Fettalkohol |
26 Gew.-% |
| C18-Fettalkohol |
53 Gew.-% |
[0044] Der Rest zu 100 Gew.-% verteilt sich auf andere Fettalkohole.
| Parameter |
Fettalkoholsulfat |
Laurylalkoholsulfat |
| Pastentemperatur |
70 °C |
40 °C |
| Pastenviskosität |
10.000 mPas |
3.000 mPas |
| Maschenweite des Gitternetzes |
300 µm |
300 µm |
| Druckverlust des Anströmbodens |
6 mbar |
6 mbar |
| Siebschnitt |
< 1,6 mm |
< 1,25 mm |
| Tensidkonzentration des Granulats |
90 % |
47 % |
| Luftverbrauch |
0,7 kg Luft/kg Flüssigkeit |
0,7 kg Luft/kg Flüssigkeit |
| Düsendurchsatz Paste |
650 kg/h |
650 kg/h |
| Eintrittstemperatur der Wirbelluft |
230 °C |
210 °C |
| Luftaustrittstemperatur |
90 °C |
60 °C |
| Schüttgewicht |
600 g/l |
700 g/l |
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Vorlage
- 2
- Dosierpumpe
- 3
- Leitung
- 4
- Wirbelschichtgranuliertrockner
- 5
- Wirbelschichtzone
- 6
- Anströmboden
- 7
- unterer Bereich
- 8
- Düse
- 9, 10, 11, 12
- Leitung
- 13
- Fallrohr
- 14
- Zellradschleuse
- 15
- Kühler
- 16
- Leitung
- 17
- Zellradschleuse
- 18
- Transportband
- 19
- Siebanlage
- 20
- Schlauch- bzw. Taschenfilter
- 21
- Siebdeck
- 22
- Überkorn
- 23
- Schnecke
- 24
- pneumatische Steilförderstrecke
- 25
- Walzenmühle
- 26, 27, 28
- Leitung
- 29
- Filteranlage
- 30
- Brenner
- 31
- Leitung
- 32
- Zellradschleuse
- 33
- Notkamin
- 34
- Abfüllung
- 35
- Vorlage
- 36
- Dosierung
- 37
- Vorlage
- 38
- Big Bags
- 39
- Entleerung
- 40
- Big Bags
- 41
- Walzenstuhl
- 42
- Big Bags
- 43, 44
- Leitung
1. Verfahren zum Herstellen wasch- und reinigungsaktiver tensidhaltiger Granulate mit
einem Schüttgewicht oberhalb von 500 g/l aus einer Tensid-Zubereitungsform, die eine
nicht-tensidische Flüssigkomponente, insbesondere Wasser, aufweist, und die unter
Normaldruck bei Temperaturen zwischen 20 und 80 °C in flüssiger bis pastöser Form
vorliegt, durch Granulieren und gleichzeitiges Trocknen in einer Wirbelschicht oberhalb
eines mit Durchtrittsöffnungen für das Wirbelgas, insbesondere Wirbelluft, versehenen
Anströmbodens, wobei unter Trocknen das teilweise oder vollständige Entfernen der
nicht-tensidischen Flüssigkomponente verstanden wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnungen von einem Gitternetz mit Maschenweiten kleiner als 600 µm bedeckt sind.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite des Gitternetzes zwischen 200 und 400 µm liegt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oberseite des Anströmbodens während des laufenden Betriebs mittels eines
Schiebers, Kratzers oder dergleichen reinigt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eingesetzte Anströmboden einen Druckverlust von höchstens 10 mbar und insbesondere
höchstens 6 mbar hat.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Granulate mittels Sieben nach dem gewünschten Korngrößenbereich
klassiert, wobei man das beim Sieben erhaltene Unterkorn in die Wirbelschicht zurückführt,
das oberhalb der gewünschten Korngröße, aber unterhalb einer vorgegebenen Größe liegende
Überkorn mahlt und ebenfalls in die Wirbelschicht zurückführt und das oberhalb der
vorgegebenen Größe liegende Überkom sammelt, kühlt und erst danach mahlt und in die
Wirbelschicht zurückführt.
6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Korngröße bei etwa 10 mm liegt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesetzte Tensid-Zubereitungsform eine Tensid-Konzentration von 35 bis 95 Gew.-%
hat.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man während des laufenden Verfahrens 1 bis 90 Gew.-%, insbesondere 2 bis 80 Gew.-%
Keimmaterial, bezogen auf den Produktausstoß, dem Wirbelbett zuführt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man das aus der Wirbelschicht abgezogene Produkt mit auf 5 bis 8 °C temperierter
Luft kühlt.
10. Verfahren zum Herstellen wasch- und reinigungsaktiver tensidhaltiger Granulate nach
einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass man die Tensidzubereitungsform in das Wirbelbett mittels einer Düse einsprüht, die
mindestens einen zusätzlichen Düsenkanal für Druckluft, insbesondere Dralluft, zur
feinen Verneblung der Tensid-Zubereitungsform aufweist
11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Düse mit einem Luftverbrauch von 0,5 bis 1,3 kg Luft/kg Flüssigkeit bei
einem Flüssigkeits-Durchsatz von 150 bis 850 kg/h einsetzt.
12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass man die Tensid-Zubereitungsform mittels Düsen einsprüht, die an der Innenseite der
Seitenwand des Wirbelschichtapparates angeordnet sind, wobei die Zuleitungen für die
Düsen außerhalb des Winelschichtapparates verlaufen.
1. Process for the preparation of washing- and cleaning-active surfactant-containing
granules with a bulk density above 500 g/l from a surfactant preparation form which
has a non-surface-active liquid component, in particular water, and which, at atmospheric
pressure and temperatures between 20 and 80°C, is in liquid to paste form, by granulation
and simultaneous drying in a fluidized bed above an inflow base provided with openings
for the fluidization gas, in particular fluidization air, where the term drying means
the partial or complete removal of the non-surface-active liquid component, characterized in that the openings are covered by a grid having a mesh size of less than 600 µm.
2. Process according to the preceding claim, characterized in that the mesh size of the grid is between 200 and 400 µm.
3. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the upper side of the inflow base is cleaned during continuous operation by means
of a slider, grater or the like.
4. Process according to one of the preceding claims, The p the inflow base used has a
pressure loss of at most 10 mbar and in particular at most 6 mbar.
5. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the resulting granules are classified according to the desired particle size range
by screening, wherein the undersize particles obtained during screening are returned
to the fluidized bed, the oversize particles which are above the desired particle
size but below a predetermined size are ground and likewise returned to the fluidized
bed, and the oversize particles which are above the predetermined size are collected,
cooled and only then ground and returned to the fluidized bed.
6. Process according to the preceding Claim 5, characterized in that the predetermined particle size is about 10 mm.
7. Process according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that the surfactant preparation form used has a surfactant concentration of from 35 to
95% by weight.
8. Process according to one of Claims 1 to 7, characterized in that 1 to 90% by weight, in particular 2 to 80% by weight, of nucleating material, based
on the product output, are added to the fluidized bed during the continuous process.
9. Process according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the product drawn off from the fluidized bed is cooled with air which is at a temperature
of 5 to 8°C.
10. Process for the preparation of washing- and cleaning-active surfactant-containing
granules according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the surfactant preparation form is sprayed into the fluidized bed by means of a nozzle
which has at least one additional nozzle channel for compressed air, in particular
swirled air, to finely nebulize the surfactant preparation form.
11. Process according to Claims 1 to 10, characterized in that a nozzle with an air consumption of from 0.5 to 1.3 kg of air/kg of liquid at a liquid
throughput of from 150 to 850 kg/h is used.
12. Process according to Claims 1 to 11, characterized in that the surfactant preparation form is sprayed in by means of nozzles arranged on the
inside of the side wall of the fluidized bed apparatus, where the feed lines for the
nozzles run outside the fluidized bed apparatus.
1. Procédé de préparation de granulats à base de tensio-actifs, actifs pour le lavage
et le nettoyage, ayant une densité apparente supérieure à 500 g/l, à partir d'une
forme de préparation de tensio-actif qui présente un composant liquide non tensio-actif,
en particulier de l'eau, et qui à la pression normale et à des températures de 20
à 80°C, se présente sous forme fluide à pâteuse, par granulation et séchage simultané
dans un lit fluidisé au-dessus d'un fond de soufflage muni d'ouvertures de passage
pour le gaz tourbillonnant, en particulier l'air tourbillonnant, le séchage signifiant
l'élimination partielle ou totale du composant fluide non tensio-actif,
caractérisé en ce que
les ouvertures de passage sont recouvertes d'une grille ayant une largeur de mailles
inférieure à 600 µm.
2. Procédé selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que
la largeur de mailles de la grille est comprise entre 200 à 400 µm.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on nettoie la face supérieure du fond de soufflage en cours de fonctionnement au moyen
d'un coulisseau, d'un racloir ou similaire.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le fond de soufflage utilisé a une perte de charge de 10 mbar maximum et en particulier
de 6 mbar maximum.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on tamise les granulats obtenus pour les classer en fonction de la gamme de granulométrie
voulue, on recycle dans le lit fluidisé les déclassés inférieurs obtenus par le tamisage,
on broie les déclassés supérieurs situés au-dessus d'une granulométrie voulue, mais
en dessous d'une granulométrie prédéterminée et on les recycle également dans le lit
fluidisé, et on rassemble les déclassés supérieurs situés au-dessus de la granulométrie
prédéterminée on les refroidit et seulement ensuite on les broie et on les recycle
dans le lit fluidisé.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la granulométrie prédéterminée est d'approximativement 10 mm.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
la forme de préparation de tensio-actif utilisée a une concentration en tensio-actif
de 35 à 95 % en poids.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'
on amène au lit fluidisé en cours de procédé de 1 à 90 % en poids, en particulier
de 2 à 80 % en poids de matière contenant des germes par rapport au débit de produit.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce qu'
on refroidit le produit extrait du lit fluidisé avec de l'air tempéré à 5 à 8°C.
10. Procédé de préparation de granulats à base de tensio-actif, actifs pour le lavage
et le nettoyage, selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce qu'
on pulvérise la forme de préparation de tensio-actif dans le lit fluidisé au moyen
d'une buse qui présente au moins un canal supplémentaire de buse pour de l'air comprimé,
en particulier de l'air tourbillonnant, pour atomiser finement la forme de préparation
de tensio-actif.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce qu'
on utilise une buse avec une consommation d'air de 0,5 à 1,3 kg d'air par kg de liquide
à un débit de liquide de 150 à 850 kg/h.
12. Procédé selon les revendications 1 à 11,
caractérisé en ce qu'
on pulvérise la forme de préparation de tensio-actif au moyen de buses disposées sur
la face intérieure de la paroi latérale de l'appareil à lit fluidisé, les conduites
allant aux buses s'étendant en dehors de cet appareil.