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EP 1 033 152 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.12.2001 Patentblatt 2001/51 |
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Anmeldetag: 19.02.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A63B 71/06 |
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Messeinrichtung für Schläge bzw. Treffer bei Kampfsportarten
Measuring device for impacts, in particular blows in fighting sports
Dispositif de mesure d'impacts en particulier dans les sports de combats
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB GR IT NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.09.2000 Patentblatt 2000/36 |
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Patentinhaber: |
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- Alt, Norbert
6330 Kufstein (AT)
- Trabesiner, Johann
6330 Itter (AT)
- Moser, Hubert
6330 Kufstein (AT)
- Hammerer, Karl Heinz Dr.
6330 Schwoich (AT)
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Erfinder: |
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- Alt, Norbert
6330 Kufstein (AT)
- Trabesiner, Johann
6330 Itter (AT)
- Moser, Hubert
6330 Kufstein (AT)
- Hammerer, Karl Heinz Dr.
6330 Schwoich (AT)
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Vertreter: Torggler, Paul Norbert, Dr. et al |
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Patentanwälte Torggler und Hofinger Wilhelm-Greil-Strasse 16 Postfach 556 6021 Innsbruck 6021 Innsbruck (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-95/18655 US-A- 4 208 048
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DE-A- 3 903 127 US-A- 4 850 224
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Meßeinrichtung für Schläge bzw. Treffer
bei Kampfsportarten, insbesondere Meßweste für Taekwondo, mit einer Schicht aus Polyurethan,
die zumindest einen gasgefüllten, komprimierbaren Hohlraum aufweist, wobei die durch
die einwirkenden Kräfte im Hohlraum entstehenden Druckschwankungen mittels einer Druckmeßeinrichtung
gemessen werden.
[0002] Der Bedarf nach einer derartigen Einrichtung ergibt sich aus der Praxis und wird
bereits seit einiger Zeit öffentlich diskutiert. Bei Kampfsportarten wie beispielsweise
Taekwondo schlagen die beiden Gegner nach bestimmten Regeln mit Händen und Füßen aufeinander
ein, wobei Schläge ab einer bestimmten Mindeststärke zu einem Punktegewinn führen.
Die Zielflächen für die Schläge, das heißt jene Bereiche am Körper des Gegners, auf
die gültige Schläge gerichtet werden dürfen, sind auf einer Schutzweste, die die Sportler
während des Kampfes tragen, eingezeichnet. Diese Schutzweste hat außerdem die Funktion,
die einwirkenden Schläge zu dämpfen und damit die Verletzungsgefahr für die Sportler
zu reduzieren. Die Beurteilung der Qualität der Schläge war bisher Kampfrichtem überlassen,
deren subjektiver Eindruck über die Stärke eines Schlages für die Punktevergabe ausschlaggebend
war. Da der Kampfrichter nie die gesamte Zielfläche an den Schutzwesten der beiden
Sportler überblicken kann, ist er bei seiner Beurteilung vielfach auf den akustischen
Eindruck eines Schlages angewiesen. Aufgrund der vielfach festgestellten Unzulänglichkeit
einer derartigen Beurteilung besteht insbesondere für internationale Wettkämpfe das
Bedürfnis nach objektiver Messung der Schlagqualität.
[0003] Bekannt geworden ist in diesem Zusammenhang aus der DE 39 03 127 eine Vorrichtung
zur Anzeige von Schlägen bei Kampfsportarten, die einen geschlossenen, gasgefüllten,
komprimierbaren Hohlraum aufweist. Wirkt ein Schlag auf die Vorrichtung ein, so steigt
im Hohlraum aufgrund des durch die Komprimierung verringerten Volumens der Druck.
Diese Druckschwankung kann mittels einer Druckmeßeinrichtung gemessen werden. Der
gasgefüllte Hohlraum ist von einem elastischen Material umgeben und kann mit einem
Luftballon verglichen werden. Der im Vergleich zum Umgebungsdruck erhöhte Innendruck
im Hohlraum bewirkt, daß der Hohlraum nach dem Schlag wieder seine ursprüngliche Form
und Gestalt erhält. Der erhöhte Innendruck bedingt allerdings, daß die elastische
Hülle vollkommen gasdicht sein muß und beim geringsten Leck funktionsuntauglich wird.
[0004] Eine Verbesserung stellt diesbezüglich die in der US 4,850,224 gezeigte Einrichtung
dar, deren Schlagaufnahmekörper aus Polyurethan besteht. Die Materialeigenschaften
des Polyurethans stellen sicher, daß der Schlagaufnahmekörper zwischen den einwirkenden
Schlägen möglichst rasch die Ausgangsbedingungen wieder erreicht. Die Rückstellung
wird nicht wie bei der DE 39 03 127 durch den erhöhten Innendruck, sondern durch die
elastischen Eigenschaften des Polyurethans erreicht.
[0005] Beim Schlagaufnahmekörper gemäß US 4,850,224 handelt es sich um einen voluminösen
Quader, auf den beispielsweise mit der Faust eingeschlagen wird. Aufgabe der Erfindung
ist es, die gezeigte Einrichtung zu einer großflächigen Meßeinrichtung, insbesondere
einer Meßweste für Taekwondo, weiterzuentwickeln.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Schicht eine Vielzahl schlauchförmiger
Hohlräume aufweist, die in zumindest einen Sammelraum münden, wobei die Hohlräume
im Übergangsbereich zum Sammelraum einen drosselartig verkleinerten Querschnitt aufweisen.
[0007] Für eine großflächige Ausbildung in Form einer Meßweste muß der gasgefüllte Hohlraum
unterteilt werden, damit die notwendige Stabilität über die gesamte Fläche vorhanden
ist. Meßtechnisch günstig ist es dabei, wenn die Hohlräume in zumindest einen Sammelraum
münden. Dies ermöglicht es, eine einzige Druckmeßeinrichtung im Bereich des Sammelraumes
anzuschließen. Um sicherzustellen, daß die durch die einwirkenden Schläge bewirkten
Druckschwankungen von der Druckmeßeinrichtung erfaßt werden, sind die Hohlräume im
Übergangsbereich zum Sammelraum drosselartig verkleinert. Auf diese Weise wird verhindert,
daß über die vom jeweiligen Schlag nicht getroffenen Hohlräume ein rascher Druckausgleich
stattfindet, der die Meßqualität beeinträchtigt.
[0008] Wesentlich für die Meßqualität ist weiters, daß die Hohlräume und der Sammelraum
weitgehend gasdicht ausgebildet sind.
[0009] Weiter Einzelheiten und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Figurenbeschreibung. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Schutzweste, die mit einer erfindungsgemäßen Meßschicht versehen ist,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch diese Schicht entlang der Linie B-B in Fig. 3 und
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch diese Schicht entlang der Linie A-A in Fig. 2.
[0010] Die in Fig. 1 gezeigte Schutzweste 10 stellt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
einer Meßeinrichtung für Schläge bei Kampfsportarten dar. Sie wird vom Sportler am
Oberkörper getragen und über Schlaufen, Klettverschlüsse oder ähnliches befestigt
und gegen Verrutschen gesichert. Die Schutzweste 10 ist in ihrem Inneren mit einer
Schicht 1 versehen, die aufgrund ihres speziellen Aufbaus eine objektive Messung der
auf die Schutzweste 10 im Bereich der Schicht 1 einwirkenden Schläge erlaubt. Die
Schicht 1 kann grundsätzlich jede beliebige Größe aufweisen, wird jedoch im allgemeinen
so geformt sein, daß ihre Fläche mit jerien Zonen am Körper des Sportlers übereinstimmt,
auf die gültige Schläge gerichtet werden dürfen. Die Kontur der Schicht 1 variiert
daher je nachdem, bei welcher Kampfsportart die Schutzweste eingesetzt wird.
[0011] Die Fig. 2 und 3 zeigen den genauen Aufbau der Schicht 1. Diese wird von einer Vielzahl
schlauchförmiger Hohlräume 2 durchzogen, die sich im wesentlichen über die gesamte
Fläche der Schicht 1 erstrecken. Die Hohlräume 2 münden mit ihren Enden jeweils in
einen gemeinsamen Sammelraum 3, wobei der Übergangsbereich 4 von den schlauchförmigen
Hohlräumen 2 zu den Sammelräumen 3 im Querschnitt drosselartig verkleinert ist.
[0012] Die nach unten abgeschlossenen Sammelräume 3 weisen am oberen Rand der Schicht 1
Öffnungen auf, an die Schläuche 5 anschließen, die zur Druckmeßeinrichtung 6 führen.
Die in Fig. 2 eingezeichneten Pfeile zeigen den Strömungsverlauf bei einem zentral
im oberen Bereich der Schicht 1 auftreffenden Schlag: Die Luft strömt dabei beidseits
über den drosselartigen Übergangsbereich 4 aus den Hohlräumen 2 in die Sammelräume
3 und über die Schläuche 5 weiter zur Druckmeßeinrichtung 6. Die Druckänderung wird
in der Druckmeßeinrichtung 6 mittels einer Membran aufgenommen und in ein elektrisches
Signal umgewandelt. Das elektrische Meßsignal wird anschließend der Auswerte- und
Sendeeinrichtung 7 zugeführt, an welcher das Meßsignal entweder direkt, beispielsweise
akustisch, angezeigt oder über Funk weitergeleitet wird.
[0013] Zur Ausbildung der Schicht 1 eignet sich grundsätzlich jedes elastische Material
mit guten Rückstelleigenschaften, wobei sich insbesondere Polyurethan bewährt hat.
Polyurethan ermöglicht eine einfache Herstellung der weitgehend gasdicht abgeschlossenen
Hohlräume 2 durch Verdichtung des Kunststoffs in den Randzonen zu den Hohlräumen 2.
[0014] Das erfindungsgemäße Druckmeßsystem funktioniert grundsätzlich mit jedem gasförmigen
Medium, wobei Luft die günstigste Variante darstellt. Auch bezüglich des Ausgangsdruckes
besteht grundsätzlich freie Wahl, wobei Umgebungsdruck deshalb vorteilhaft ist, weil
kleine undichte Stellen das Meßergebnis kaum beeinträchtigen. Wäre der Druck im System
höher oder niederer als der Umgebungsdruck, müßte der Aufbau absolut gasdicht sein.
[0015] Abschließend sei angeführt, daß sich die erfindungsgemäße Meßeinrichtung für ein
breites Anwendungsspektrum eignet. Die beschriebene Schutzweste kann beispielsweise
auch von Fechtern getragen werden, wobei die zu messenden Kräfte in diesem Fall von
Treffern der Fechtwaffe herrühren. Die Einlageschicht zur Messung der einwirkenden
Kräfte kann darüberhinaus nicht nur in Schutzwesten, sondern auch in Kopfschützer,
Boxhandschuhe, Sandsäcke und Schlagpolster aller Art eingebaut werden. Darüberhinaus
ist es sogar vorstellbar, die erfindungsgemäße Meßeinrichtung bei weiteren Sporteinrichtungen
einzusetzen, bei denen eine Kraftmessung erwünscht ist. So stellen Einlagsohlen für
Laufschuhe, Meßwände für Tennisanlagen sowie Kraftmeßschichten an Ruderblättern denkbare
Anwendungsgebiete dar.
1. Meßeinrichtung für Schläge bzw. Treffer bei Kampfsportarten, insbesondere Meßweste
für Taekwondo, mit einer Schicht (1) aus Polyurethan, die zumindest einen gasgefüllten,
komprimierbaren Hohlraum (2) aufweist, wobei die durch die einwirkenden Kräfte im
Hohlraum (2) entstehenden Druckschwankungen mittels einer Druckmeßeinrichtung (6)
gemessen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (1) eine Vielzahl schlauchförmiger Hohlräume (2) aufweist, die in zumindest
einen Sammelraum (3) münden, wobei die Hohlräume (2) im Übergangsbereich (4) zum Sammelraum
(3) einen drosselartig verkleinerten Querschnitt aufweisen.
2. Meßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmeßeinrichtung (6) im Bereich des Sammelraumes (3) angeschlossen ist.
3. Meßeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Hohlräumen (2) vor und nach der Krafteinwirkung annähernd Normaldruck herrscht.
4. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (2) und der Sammelraum (3) weitgehend gasdicht ausgebildet sind.
5. Meßeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyurethan in den Randzonen zu den Hohlräumen (2) weitgehend gasdicht verdichtet
ist.
1. A measuring apparatus for blows or hits in martial arts, in particular protective
jackets for taekwondo, comprising a layer (1) of polyurethane which has at least one
gas-filled compressible hollow space (2), wherein the pressure fluctuations which
occur in the hollow space (2) due to the forces acting are measured by means of a
pressure measuring device (6), characterised in that the layer (1) has a plurality of tubular hollow spaces (2) which open into at least
one collecting space (3), wherein in the transitional region (4) to the collecting
space (3) the hollow spaces (2) have a cross-section which is reduced in a throttle-like
configuration.
2. A measuring apparatus according to claim 1 characterised in that the pressure measuring device (6) is connected in the region of the collecting space
(3).
3. A measuring apparatus according to claim 1 or claim 2 characterised in that approximately normal pressure obtains in the hollow spaces (2) before and after the
forces act.
4. A measuring apparatus according to one of claims 1 to 3 characterised in that the hollow spaces (2) and the collecting space (3) are substantially gas-tight.
5. A measuring apparatus according to claim 4 characterised in that the polyurethane is substantially gas-tightly compressed in the edge zones in relation
to the hollow spaces (2).
1. Dispositif de mesure pour des coups ou des touches dans des sports de combat, en particulier
gilet de mesure pour le taekwondo, comportant une couche (1) composée de polyuréthanne
et présentant au moins une cavité (2) remplie de gaz et compressible, les variations
de pression causées dans la cavité (2) par les forces agissantes étant mesurées à
l'aide d'un dispositif de mesure de pression (6), caractérisé en ce que la couche (1) comporte un grand nombre de cavités tubulaires (2) qui débouchent dans
au moins un espace collecteur (3), étant précisé que dans la zone de transition (4)
qui mène à l'espace collecteur (3), les cavités (2) présentent une section transversale
rétrécie à la manière d'un étranglement.
2. Dispositif de mesure selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de mesure de pression (6) est raccordé dans la zone de l'espace collecteur
(3).
3. Dispositif de mesure selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une pression à peu près normale règne dans les cavités (2) avant et après l'action
de la force.
4. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les cavités (2) et l'espace collecteur (3) sont conçus pour être globalement étanches
au gaz.
5. Dispositif de mesure selon la revendication 4, caractérisé en ce que le polyuréthanne est rendu globalement étanche au gaz dans la zone des bords des
cavités (2).