(19)
(11) EP 1 033 312 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
06.09.2000  Patentblatt  2000/36

(21) Anmeldenummer: 00103827.2

(22) Anmeldetag:  23.02.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B65D 5/44
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 03.03.1999 DE 19909312

(71) Anmelder: Mayr- Melnhof- Packaging Gesellschaft mbH
1040 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • Marszollek, Klaus-Josef
    67678 Mehlingen (DE)

(74) Vertreter: Schmidt-Evers, Jürgen, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Mitscherlich & Partner, Sonnenstrasse 33
80331 München
80331 München (DE)

   


(54) Kartonschachtel mit versträrktem schalensartigen Untereil


(57) Das schalenartige Unterteil (1) einer Faltschachtel wird aus einem einstückigen Faltzuschnitt (2) hergestellt, der aus einem Bodenteil (3) besteht sowie mehreren Seitenteilen (5, 6), die im aufgerichteten Zustand die Seitenwände des Unterteiles (1) bilden. Zur Verbindung der Seitenwände vorgesehene Verbindungslaschen (8) sind so ausgebildet, daß sie beim Zusammenfügen des Unterteiles (1) mehrfach umgeklappt werden, wodurch einige Seitenwände Bereiche mit mehr als zwei überlappenden Schichten Karton aufweisen, die sich vom Bodenteil (3) bis zur Schachtelöffnung erstrecken.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Faltschachtel aus Karton nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

[0002] Faltschachteln dieser Art finden in unterschiedlichen Formen und Größen im Handel als Verkaufsverpackungen Verwendung. In einer bekannten Ausführung besteht eine solche Schachtel aus zwei Teilen, einem schalenartigen Unterteil und einem dazu passenden Stülpdeckel. Jedes dieser Teile wird aus einem einstückigen Faltzuschnitt hergestellt. Dieser Faltzuschnitt besteht aus einem zentralen Bodenteil sowie aus Seitenteilen, die über Falzlinien mit dem Bodenteil verbunden sind. Im aufgerichteten und miteinander verbundenen Zustand bilden diese Seitenteile die Seitenwände der Schachtel. Zum Verbinden der Seitenteile weisen einige von ihnen seitliche Verbindungslaschen auf, mit denen sie über weitere Falzlinien verbunden sind. Im aufgerichteten Zustand übergreifen diese Verbindungslaschen die benachbarten Seitenwände und werden mit diesen beispielsweise durch einen Leimstreifen verbunden.

[0003] Schachteln dieser Art können je nach Form des Bodenteiles unterschiedliche Formen annehmen. Ein Nachteil dieser bekannten Konstruktion besteht allerdings darin, daß solche Schachteln nicht besonders stabil sind. Beim Stapeln mehrerer Schachteln übereinander, z. B. während des Transports oder der Aufbewahrung in einem Lager, sind die Seitenwände und insbesondere die Seitenkanten einem hohen Stauchdruck ausgesetzt. Um eine Beschädigung der Verpackungen zu vermeiden, dürfen diese somit nur in geringen Höhen gestapelt werden und werden sogar getrennt von den zu verpackenden Gegenständen oder in geringen Stückzahlen transportiert. Dies hat einerseits eine Erhöhung der Kosten zur Folge, da dies einen zusätzlichen Materialaufwand erfordert, andererseits bedeutet dies auch einen zusätzlichen Arbeitsschritt bei der Ausstellung der in den Schachteln verpackten Gegenstände.

[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Faltschachtel aus Karton anzugeben, deren Unterteil aus einem einstückigen Faltzuschnitt hergestellt ist, wobei das Unterteil eine deutlich höhere Stabilität im Bereich der Seitenkanten aufweist und die Schachtel damit sowohl als Verkaufspackung als auch als Transportpackung geeignet ist.

[0005] Die Erfindung wird durch eine Schachtel, die die Merkmale des Anspruches 1 aufweist, gelöst. Eine Erhöhung der Stabilität wird dadurch erreicht, daß einige Seitenwände Bereiche mit mehr als zwei überlappenden Schichten Karton aufweisen. Diese Bereiche erstrecken sich vom Bodenteil der Schachtel bis zur Öffnung.

[0006] Die Erfindung wird durch die Merkmale der Unteransprüche weitergebildet. Dabei weisen die Verbindungslaschen neben der ersten Falzlinie, durch die sie mit einer Seitenwand verbunden sind, eine weitere Falzlinie auf, die sich parallel zu der erstgenannten erstreckt. Diese weitere Falzlinie teilt die Verbindungslaschen in zwei Abschnitte, die beim Zusammenfügen der Schachtel gegeneinander umgeklappt werden. Dabei kann der zweite Abschnitt sowohl gegen das Innere der Schachtel als auch gegen das Äußere hin umgeklappt sein. Weiter können die beiden Abschnitte der Verbindungslaschen unterschiedliche Längen aufweisen. Mit Hilfe einer weiteren Falzlinie kann die Verbindungslasche weiter in drei Abschnitte unterteilt sein.

[0007] Die Erfindung wird anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

Figuren 1-6 sechs unterschiedliche erfindungsgemäß ausgestaltete Verbindungslaschen in Aufsicht;

Fig. 7 den Faltzuschnitt eines schalenartigen Unterteiles mit gemäß der Fig. 2 ausgebildeten Verbindungslaschen;

Fig. 8 ein durch den Faltzuschnitt nach Fig. 7 gebildetes Schachtelunterteil;

Fig. 9 den Faltzuschnitt eines schalenartigen Unterteiles mit gemäß der Fig. 3 ausgebildeten Verbindungslaschen;

Fig. 10 ein durch den Faltzuschnitt nach Fig. 9 gebildetes Schachtelunterteil;

Fig. 11 den Faltzuschnitt eines schalenartigen Unterteiles mit gemäß der Fig. 6 ausgebildeten Verbindungslaschen;

Fig. 12 ein durch den Faltzuschnitt nach Fig. 11 gebildetes Schachtelunterteil.



[0008] Die verschiedenen erfindungsgemäß ausgestalteten Verbindungslaschen werden zunächst anhand der Figuren 1-6 erläutert.

[0009] Fig. 1 zeigt dabei ein erstes Ausführungsbeispiel in Aufsicht. Eine Seitenwand 5 ist über eine Falzlinie 7 mit einer Verbindungslasche 8 verbunden. Diese Verbindungslasche 8 ist durch eine Falzlinie 9, die sich parallel zur erstgenannten Falzlinie 7 erstreckt, in einen innen gelegenen Abschnitt 11 und einen außen gelegenen Abschnitt 12 unterteilt. Beim Zusammenfügen des Unterteiles der Schachtel wird die Verbindungslasche 8 zum Inneren der Schachtel hin geklappt, so daß sie die benachbarte Seitenwand 6 übergreift. Der außen gelegene Abschnitt der Verbindungslasche 8 wird dann ein weiteres Mal gegen das Innere der Schachtel hin umgeklappt, so daß sich im an die Seitenwand 5 angrenzenden Bereich der benachbarten Seitenwand 6 drei Schichten Karton überlappen. Aufgrund dieser drei überlappenden Kartonschichten weist das Schachtelunterteil 1 in diesem Bereich eine deutlich höhere Stabilität auf und kann somit auch stärker belastet werden.

[0010] Im dargestellten Beispiel kommt nur der innen gelegene Abschnitt 11 der Verbindungslasche 8 mit der benachbarten Seitenwand 6 in Verbindung und ist mit diesem über eine Leimspur 16 verbunden. Um zu vermeiden, daß der außen gelegene Abschnitt 12 zum Inneren der Schachtel hin absteht, kann dieser über eine zweite Leimspur 17 mit dem innen gelegenen Abschnitt 16 verbunden sein. Diese zweite Leimspur 17 hat allerdings keinen wesentlichen Einfluß auf die Stabilität der Schachtel.

[0011] Eine Weiterentwicklung des ersten Ausführungsbeispieles ist in Fig. 2 dargestellt. Dabei ist die Weiterentwicklung dadurch gegeben, daß die Verbindungslasche 8, die über die Falzlinie 7 mit der Seitenwand 5 verbunden ist, durch zwei Falzlinien 9 und 10, die sich beide parallel zur ersten Falzlinie 7 erstrecken, in drei Abschnitte, einen innen gelegenen Abschnitt 13, einen mittleren Abschnitt 14, und einen außen gelegenen Abschnitt 15 unterteilt ist. Da die Verbindungslasche 8 wiederum an jeder der Falzlinien 7, 9 und 10 zum Inneren der Schachtel hin umgeklappt ist, ergibt sich wie im ersten Ausführungsbeispiel ein Bereich mit drei übereinanderlappenden Schichten Karton. Zusätzlich entsteht im an die Verbindungslasche 8 angrenzenden Bereich der Seitenwand 5 ein Bereich, in dem zwei Schichten Karton, nämlich die Seitenwand 5 und der außen gelegene Abschnitt 15 der Verbindungslasche 8 überlappen. Dies bewirkt im Vergleich zu der Verbindungslasche des ersten Ausführungsbeispieles eine weitere Erhöhung der Stabilität des Schachtelunterteiles 1.

[0012] Der innen gelegene Abschnitt 13 ist wiederum über eine Leimspur 16 mit der angrenzenden Seitenwand 6 verbunden. Durch weitere mögliche Leimspuren 17 können auch der mittlere Abschnitt 14 mit dem innen gelegenen Abschnitt 13 bzw. der außen gelegene Abschnitt 15 mit der Seitenwand 5 verbunden werden. Die Eigenspannung des Kartons verhindert allerdings auch ohne Hilfe der zusätzlichen Leimspuren 17, daß die Abschnitte 14 und 15 der Verbindungslasche 8 zum Inneren der Schachtel hin abstehen.

[0013] Im dargestellten Beispiel weisen der innen gelegene Abschnitt 13 und der mittlere Abschnitt 14 im wesentlichen die gleiche Länge auf. Dies hat zur Folge, daß alle drei Abschnitt 13, 14 und 15 der Verbindungslasche parallel zu den beiden Seitenwänden 5 oder 6 verlaufen. Dadurch erreicht der Innenraum des Schachtelunterteiles 1 ein größtmögliches Volumen.

[0014] Das dritte Ausführungsbeispiel, welches in Fig. 3 dargestellt ist, besitzt ebenfalls eine Verbindungslasche 8, die durch die zwei Falzlinien 9 und 10 in drei Abschnitte 13, 14 und 15 unterteilt ist. Gleiche Teile werden hier mit den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 2 bezeichnet und werden daher nicht gesondert erläutert. Im Gegensatz zum eben dargestellten Beispiel ist der mittlere Abschnitt 14 kürzer als der innen gelegene Abschnitt 13. Dies hat zur Folge, daß der außen gelegene Abschnitt 15 nicht mehr parallel an der Seitenwand 5 anliegt, sondern mit dieser einen Winkel einschließt, wobei dieser Winkel von den Längen der drei Abschnitte 13, 14 und 15 der Verbindungslasche 8 abhängt. Der Vorteil dieser Ausgestaltung liegt darin, daß sich ein Abstand zwischen dem außen gelegenen Abschnitt 15 und der Seitenwand 5 ergibt, wodurch die Auflagefläche für den Deckel der Schachtel und/oder weitere darüber gestapelte Schachtelunterteile 1 erhöht wird. Ein auf die Schachtel wirkender Druck kann dann besser kompensiert werden als bei den beiden vorhin dargestellten Ausführungsbeispielen.

[0015] Der gleiche Effekt kann, wie in Fig. 4 dargestellt ist, dadurch erreicht werden, daß der mittlere Abschnitt 14 der Verbindungslasche 8 länger ist als der innen gelegene Abschnitt 13. In diesem Fall erhöht sich die Auflagefläche dadurch, daß der mittlere Abschnitt 14 nun mit der benachbarten Seitenwand 6 einen Winkel einschließt.

[0016] Die Verbindungslasche 8 des nächsten Ausführungsbeispieles, das in Fig. 5 dargestellt ist, ist wie beim ersten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 durch eine Falzlinie 9 in einen innen gelegenen Abschnitt 11 und einen außen gelegenen Abschnitt 12 unterteilt. Allerdings ist nun der außen gelegene Abschnitt 12 zum Äußeren der Schachtel hin umgeklappt, so daß beim Zusammensetzen des Schachtelunterteiles 1 nun dieser Abschnitt 12 gegen die benachbarte Seitenwand 6 zur Anlage kommt und über eine Leimspur 16 verbunden ist. Wie im ersten Ausführungsbeispiel entsteht dadurch ein Bereich, in dem sich drei Schichten Karton überlappen. Diese beiden Ausführungsbeispiele sind von der Stabilität her gesehen gleichwertig.

[0017] Eine vorteilhafte Weiterentwicklung ist nach Fig. 6 dadurch gegeben, daß die Länge des innen gelegenen Abschnittes 11 der Verbindungslasche 8 größer ist als die Länge des außen gelegenen Abschnittes 12. Wie in den Ausführungsbeispielen der Figuren 3 und 4 wird die Auflagefläche für den Deckel der Schachtel oder weitere Schachteln dadurch erhöht, daß einer der beiden Abschnitte 11 oder 12 der Verbindungslasche 8, in diesem Fall der innen gelegene Abschnitt 11 nicht parallel zu einer der beiden Seitenwände 5 oder 6 verläuft. Im Gegensatz zu den eben genannten Ausführungsbeispielen wird allerdings eine Vergrößerung der Auflagefläche diesmal durch eine Verbindungslasche 8 erreicht, die nur durch eine Falzlinie 9 in zwei Abschnitte 11 und 12 unterteilt ist. Der gleiche Effekt kann hier also durch eine deutlich kürzere Verbindungslasche 8 erreicht werden. Allerdings erstreckt sich nun die die Verbindungslasche 8 tragende Seitenwand 5 nicht mehr vollständig bis zur benachbarten Seitenwand 6. Wie dargestellt, existiert eine kleine Lücke zwischen der benachbarten Seitenwand 6 und der Falzlinie 7. Anhand der Fig. 11 wird später näher erläutert werden, daß bei einer so ausgeführten Verbindungslasche 8 das Bodenteil einer Schachtel im Vergleich zur die Seitenlasche 8 tragenden Seitenwand 5 in Richtung zur benachbarten Seitenwand 6 übersteht.

[0018] Ein erster Faltzuschnitt 2 eines schalenartigen Unterteiles 1 einer Schachtel mit erfindungsgemäß ausgestalteten Verbindungslaschen 8 ist in Fig. 7 dargestellt. Das dem Faltzuschnitt 2 entsprechende zusammengesetzte schalenartige Unterteil 1 ist in Fig. 8 dargestellt. Das Unterteil 1 und somit auch das Bodenteil 3 haben die Form eines Rechteckes. Das Bodenteil 3 ist an seinen vier Seiten über Falzlinien 4 mit Seitenteilen verbunden, die im aufgerichteten und miteinander verbundenen Zustand die Stirnseiten 5 und die Längsseiten 6 der Schachtel bilden. Die beiden Stirnseiten 5 sind über weitere Falzlinien 7 jeweils mit zwei seitlichen Verbindungslaschen 8 verbunden. Die Verbindungslaschen 8 sind dabei gemäß der Darstellung in Fig. 2 ausgeführt. Jede Verbindungslasche 8 ist somit durch eine erste Falzlinie 9 und eine zweite Falzlinie 10 in einen innen liegenden Abschnitt 13, einen mittleren Abschnitt 14 und einen außen liegenden Abschnitt 15 unterteilt. Da die Abschnitte 13 und 14 im wesentlichen die gleiche Größe haben, verlaufen die drei Abschnitte 13, 14 und 15 der Verbindungslasche 8 im aufgerichteten Zustand parallel zu den beiden Seitenwänden 5 und 6. Der innen liegende Abschnitt 13, der im aufgerichteten Zustand gegen die Seitenwand 6 in Anlage kommt, weist die Leimspur 16 auf, über die er mit dieser Seitenwand 6 verbunden ist.

[0019] Wie der Fig. 7 zu entnehmen ist, weisen die beiden Seitenwände 6 an ihren Rändern Ausnehmungen 18 auf, die ein Falten der einzelnen Teile des Faltzuschnittes 2 beim späteren Zusammenfügen des Unterteiles 1 erleichtern. Diese Ausnehmungen 18 haben allerdings keinen Einfluß auf die Stabilität der Schachtel. Das Unterteil 1 ist an seinen Rändern weiterhin vollständig geschlossen, da die beiden Abschnitte 13 und 14 der Verbindungslaschen 8 die Seitenwände 6 übergreifen.

[0020] Die Figuren 9 und 10 stellen ebenfalls einen Faltzuschnitt 2 und das dazugehörige Schachtelunterteil 1 dar. Der einzige Unterschied zu dem eben dargestellten Faltzuschnitt 2 der Fig. 7 ist dadurch gegeben, daß die beiden Abschnitte 13 und 14 der Verbindungslaschen 8 nicht mehr die gleiche Größe besitzen. Wie in der Verbindungslasche 8 der Fig. 3 ist der mittlere Abschnitt 14 ein wenig kürzer im Vergleich zum innen liegenden Abschnitt 13. Dementsprechend schließt der außen liegende Abschnitt 15 dann einen Winkel mit der Seitenwand 5 ein, wie in Fig. 10 deutlich zu sehen ist. Der Vorteil dieser Konstruktion liegt wie vorher angedeutet wurde darin, daß die Auflagefläche für weiter darüber gestapelte Schachteln erhöht wird. Der von den zu verpackenden Gegenständen belgebare Raum wird dabei nur geringfügig eingeschränkt.

[0021] Mögliche Ausführungsformen für die Faltzuschnitte 2 sind natürlich nicht auf die beiden dargestellten Beispiele beschränkt. Selbstverständlich können auch die zwei Längsseiten 6 anstelle der beiden Stirnseiten 5 die Verbindungslaschen 8 tragen. Denkbar wäre ebenfalls eine Ausführung, in der jede einzelne Seitenwand jeweils eine der Verbindungslaschen 8 trägt.

[0022] Ein dritter Faltzuschnitt 2 ist in Fig. 11 dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Verbindungslaschen 8 durch eine einzige Falzlinie 9 in zwei Abschnitte, einen innen liegenden Abschnitt 11 und einen außen liegenden Abschnitt 12 geteilt. Gemäß der Darstellung in Fig. 6 wird der außen gelegene Abschnitt 12 beim Zusammensetzen des Unterteiles 1 zum Äußeren der Schachtel hin geklappt. Daher enthält dieser Abschnitt 12, der gegen die benachbarte Seitenwand 6 zur Anlage kommt, die Leimschicht 16. Weiter ist der Abschnitt 11 ein wenig länger als der Abschnitt 12, weshalb er mit der Seitenwand 6 einen bestimmten Winkel einschließt.

[0023] Wie bei der Diskussion der Fig. 6 bereits angemerkt worden ist, grenzen bei solchen zweigeteilten Verbindungslaschen 8 die Seitenwände 5, welche die Verbindungslaschen 8 tragen, nicht vollständig an die benachbarten Seitenwände 6 an. Die entstehende Lücke ist bei dem zusammengesetzten schalenartigen Unterteil 1 in Fig. 12 deutlich zu sehen. Da die Grundform der Schachtel und somit auch die Form des Bodenteiles 3 weiterhin ein Rechteck ist, steht das Bodenteil 3 im Vergleich zur Seitenwand 5 leicht über. Dieser Überstand 20 ist bei dem Faltzuschnitt in Fig. 11 zu erkennen.

[0024] Zu allen dargestellten Ausführungen eines Schachtelunterteiles 1 ist ferner ein dazu passender Stülpdeckel vorgesehen. Dieser bringt zum einen den Vorteil mit sich, daß er das Unterteil 1 in Form hält. Weiterhin wird durch einen Deckel ein auf die Schachtel wirkender Druck gleichmäßiger verteilt und kann somit besser von den verstärkten Kantenkonstruktionen des Unterteiles 1 abgefangen werden.


Ansprüche

1. Schachtel aus Karton mit einem schalenartigen Unterteil (1), das aus einem einstückigen Faltzuschnitt (2) hergestellt ist, wobei der Faltzuschnitt (2) aus einem Bodenteil (3) sowie damit über Falzlinien (4) verbundenen Seitenteilen (5, 6) besteht, die im aufgerichteten und miteinander verbundenen Zustand die Seitenwände des Unterteiles (1) bilden,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Seitenwand mindestens einen Bereich mit mehr als zwei überlappenden Schichten Karton aufweist, die sich vom Bodenteil (3) bis zur Schachtelöffnung erstrecken. (Fig. 1-6)
 
2. Schachtel nach Anspruch 1, bei der von zwei benachbarten Seitenwänden (5, 6) jeweils eine eine seitliche Verbindungslasche (8) trägt, die mit der Seitenwand (5) durch eine Falzlinie (7) verbunden ist, und bei der die Verbindungslasche (8) im aufgerichteten Zustand der Schachtel zur Verbindung mit der benachbarten Seitenwand (6) bestimmt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungslasche (8) eine sich parallel zu der erstgenannten Falzlinie (7) erstreckende Falzlinie (9) aufweist, die die Verbindungslasche (8) in einen außen und einen innen gelegenen Abschnitt (12, 11) teilt, und daß der außen gelegene Abschnitt (12) im aufgerichteten Zustand der Schachtel gegen das Innere der Schachtel hin umgeklappt ist, und daß nur der innen gelegene Abschnitt (11) der Verbindungslasche (8) mit der benachbarten Seitenwand (6) verbunden ist. (Fig. 1-4)
 
3. Schachtel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungslasche (8) zwei sich parallel zu der Falzlinie (7) erstreckende Falzlinien (9, 10) aufweist, die die Verbindungslasche in einen innen gelegenen Abschnitt (13), einen mittleren Abschnitt (14) und ein außen gelegenen Abschnitt (15) unterteilen, wobei die Verbindungslasche (8) entlang jeder der Falzlinien (9, 10) gegen das Inneren der Schachtel hin umgeklappt ist. (Fig. 2-4)
 
4. Schachtel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die drei Abschnitte (13, 14, 15) der Verbindungslasche (8) im wesentlichen die gleiche Größe aufweisen. (Fig. 2, 3)
 
5. Schachtel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der innen gelegene Abschnitt (13) der Verbindungslasche (8) länger ist als der mittlere Abschnitt (14). (Fig. 3)
 
6. Schachtel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der innen gelegene Abschnitt (13) der Verbindungslasche (8) kürzer ist als der mittlere Abschnitt (14), und daß der äußere Abschnitt (15) mit der die Verbindungslasche (8) tragenden Seitenwand (5) im aufgerichteten Zustand verbunden ist. (Fig. 4)
 
7. Schachtel nach Anspruch 1, bei der von zwei benachbarten Seitenwänden (5, 6) jeweils eine eine seitliche Verbindungslasche (8) trägt, die mit der Seitenwand (5) durch eine Falzlinie (7) verbunden ist, und bei der die Verbindungslasche (8) im aufgerichteten Zustand der Schachtel zur Verbindung mit der benachbarten Seitenwand (6) bestimmt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungslasche (8) eine sich parallel zu der erstgenannten Falzlinie (7) erstreckende Falzlinie (9) aufweist, die die Verbindungslasche (8) in einen außen und einen innen gelegenen Abschnitt (12, 11) teilt, und daß der außen gelegene Abschnitt (12) im aufgerichteten Zustand der Schachtel entgegengesetzt zum Inneren der Schachtel hin umgeklappt ist, und daß nur dieser außen gelegene Abschnitt (12) der Verbindungslasche (8) mit der benachbarten Seitenwand (6) verbunden ist. (Fig. 5, 6)
 
8. Schachtel nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Abschnitte (11, 12) der Verbindungslasche (8) im wesentlichen gleich lang sind. (Fig. 5)
 
9. Schachtel nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der innen liegende Abschnitt (11) der Verbindungslasche (8) länger ist als der außen liegende Abschnitt (12), und daß das Bodenteil (3) gegenüber der die Verbindungslasche (8) tragenden Seitenwand (5) in Richtung zur benachbarten Seitenwand (6) hin übersteht. (Fig. 6)
 




Zeichnung

























Recherchenbericht