[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausgeben von Verkehrsinformation in einem
Kraftfahrzeug.
[0002] Es ist bereits seit langem bekannt, Verkehrsmeldungen über Rundfunksender auszugeben,
so daß die Fahrer von Kraftfahrzeugen über einen im Fahrzeug befindlichen Rundfunkempfänger
diese Verkehrsmeldungen abhören können. Die einzelnen Rundfunksender liefern dabei
im wesentlichen nur Verkehrsmeldungen, die das jeweilige Sendegebiet betreffen. Darüber
hinaus werden die Verkehrsmeldungen üblicherweise so sortiert, daß sie nach der Wichtigkeit
jeweils betroffener Straßen ausgegeben werden. Üblicherweise werden also Verkehrsmeldungen
für Autobahnen vor denen von Landstraßen und Städten gesendet.
[0003] Liegen wie in Ballungsgebieten sehr viele Meldungen vor, so muß der Fahrer eines
Fahrzeugs beim Empfang der Verkehrsmeldungen diese aufmerksam verfolgen, um festzustellen,
ob für ihn relevante Verkehrsmeldungen vorliegen. Dies kann äußerst störend sein und
den Fahrer vom aktuellen Verkehrsgeschehen ablenken. Andererseits kommt es dabei häufig
vor, daß der Fahrer zwar die einzelnen Verkehrsmeldungen aufmerksam verfolgt, im entscheidenden
Augenblick jedoch durch das aktuelle Verkehrsgeschehen, das aus Sicherheitsgründen
die Aufmerksamkeit des Fahrers vorrangig beansprucht, abgelenkt wird, so daß er gerade
die ihn interessierende Verkehrsmeldung überhört.
[0004] Neben diesem öffentliche und private Rundfunksender nutzenden Verkehrsinformationssystem
sind bereits weitere Verkehrsinformationssysteme bekannt, die es einem Benutzer, also
z. B. einem Fahrer eines Kraftfahrzeugs ermöglichen. Verkehrsinformation individuell
anzufordern.
[0005] Bei einem derartigen bekannten Verkehrsinformationssystem kann der Fahrer eines Kraftfahrzeugs
vor Beginn einer Fahrt einem im Kraftfahrzeug installierten Endgerät mitteilen, für
welchen geographischen Bereich er Verkehrsinformation wünscht. Hierzu muß entsprechende
Information in das Endgerät eingegeben werden, etwa dahingehend, daß sich der Fahrer
zukünftig nur innerhalb einer Stadt zu bewegen wünscht oder beabsichtigt, zum Beispiel
auf einer Überlandstrecke oder Autobahn ein entfernteres Ziel anzusteuern. Im zuerst
genannten Fall wird ihm dann nur Verkehrsinformation angezeigt bzw. mitgeteilt, die
für einen kreisförmigen Bereich mit einem vorbestimmten Radius um das Kraftfahrzeug
herum relevant ist. Dabei kann der Fahrer auch die Größe des Radius selbst festlegen.
Demgegenüber wird im zuletzt genannten Fall dem Fahrer nur Verkehrsinformation übermittelt,
die für einen vorbestimmten Bereich um das Kraftfahrzeug herum und für denjenigen
Bereich gilt, in welchem sich das Kraftfahrzeug in Richtung auf das Ziel bewegt. Im
zweiten Fall ist der Bereich, für den relevante Verkehrsinformation erhalten wird,
quasi schlüssellochförmig ausgebildet. Auch hier können Radien und Entfernungen vom
Fahrer vor Antritt der Fahrt frei gewählt oder vom System vorgegeben werden.
[0006] Obwohl bei diesem Verkehrsinformationssystem durch die individuelle geographische
Begrenzung des Gebiets, für das Verkehrsmeldungen ausgegeben werden, die Anzahl der
Verkehrsmeldungen reduziert ist, muß der an Verkehrsinformation interessierte Benutzer
sämtliche Verkehrsmeldungen abhören, um festzustellen, ob für ihn relevante Verkehrsmeldungen
dabei sind.
[0007] Aus der DE 196 38 515 ist ein verfahren und eine Vorrichtung zum Zuordnen von Verkehrsnachrichten
bekannt, bei dem die Nachrichten mit den Koordinaten der zugehörigen Verkehrsstörungen
beziehungsweise dem die Nachricht betreffenden Ort kodiert sind und wobei empfängerseitig
der aktuelle Standort eines Fahrzeugs ermittelt und mit den Koordinaten der Verkehrsnachricht
verglichen wird, um über eine Ausgabe oder Nichtausgabe der Nachricht an den Fahrer
des Fahrzeugs zu entscheiden.
[0008] Im Einzelnen ist der DE 196 38 515 zu entnehmen, dass den Verkehrsnachrichten die
Koordinaten der dazugehörigen Verkehrsstörung zugeordnet sind, dass die Nachrichten
nach Uhrzeiten und Koordinaten der Verkehrsstörung sortiert und fortlaufend mit 1
beginnend durchnumeriert werden und dass dem Fahrzeug ein Aktivierungsbereich zugeordnet
wird, sodass festgestellt werden kann, ob eine Verkehrsnachricht im Aktivierungsbereich
des Fahrzeugs liegt. Auch dem Ort der Verkehrsstörung ein Aktivierungsbereich zugewiesen
wird, damit kann eine Verkehrsnachricht gelöscht werden, wenn der aktuelle Fahrzeugstandort
nicht mehr im Aktivierungsbereich liegt.
[0009] Hier wird also ein Verfahren zum Ausgeben von Verkehrsnachrichten beschrieben, bei
dem nur ermittelt wird, ob eine bestimmte Verkehrsnachricht für ein bestimmtes Fahrzeug
relevant ist oder nicht. Dem an Verkehrsinformation interessierten Benutzer werden
also wiederum alle Verkehrsinformationen mitgeteilt, die dass durch den Aktivierungsbereich
bestimmte individuell geographisch begrenzte Gebiet betreffen.
[0010] Die EP 0 829 837 A1 beschreibt ein weiteres Verfahren zur Fahrtrouten spezifischen
Selektion von Verkehrsinformationen, bei dem dem Fahrzeug ein kreissegmentförmiger
Bereich zugeordnet wird, der durch den Öffnungswinkel und dem Radius des Kreissegments
sowie durch die Richtung zwischen Fahrzeugstandort und Zielort festgelegt wird. Die
Ausgabe einer Verkehrsnachricht folgt dann, wenn der Ort der zugehörigen Verkehrsstörung
in das Kreissegment fällt.
[0011] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein weiteres Verfahren
zum Ausgeben von Verkehrsinformation in einem Kraftfahrzeug bereitzustellen, das es
insbesondere ermöglicht, die Verkehrsmeldungen individuell so auszugeben, daß der
interessierte Benutzer nicht nur eine reduzierte Anzahl von der Umgebung seines geopgraphischen
Standorts betreffenden Verkehrsnachrichten erhält, sondern auch möglichst schnell
über eine für ihn wichtige Verkehrssituation informiert wird.
[0012] Diese Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0013] Erfindungsgemäß werden also Verkehrinformationen zusammen mit der jeweiligen Position
des Streckenabschnitts oder -punkts gespeichert, auf den sie sich beziehen. Vor der
Ausgabe der Verkehrsinformation werden dann die Positionen der Verkehrsmeldungen mit
der jeweiligen Position des Kraftfahrzeugs verglichen, in dem die Verkehrsmeldungen
ausgegeben werden soll, um die Abstände der jeweiligen Positionen der Verkehrsmeldungen
von der Postition dieses Kraftfahrzeugs festzustellen. Daraufhin werden die Verkehrsmeldungen
nach Abständen sortiert und beginnend mit dem kleinsten Abstand ausgegeben. Die erste
Verkehrsmeldung, die dem Fahrer mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens angesagt
oder angezeigt wird, ist also die Verkehrsmeldung, die der aktuellen Kraftfahrzeugposition
am nächsten liegt. Der Fahrer kann somit je nach Art der Verkehrsmeldung sofort entscheiden
in wieweit die angesagte Verkehrssituation oder der angesagte Streckenzustand seine
Routenplanung unmittelbar beeinflußt, so daß er gegebenenfalls noch rechtzeitig eine
Umgehungsstrecke anstelle der geplanten Route wählen kann.
[0014] Nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, daß die sortierten
Verkehrsmeldungen zu einem Kraftfahrzeug übertragen werden. Hier werden also die Verkehrsmeldungen
bereits beim Diensteanbieter, also beim Betreiber des Verkehrsinformationssystems
sortiert, so daß das Endgerät im Kraftfahrzeug für die Ausgabe der Verkehrsinformation
äußerst einfach gestaltet werden kann.
[0015] Bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist allerdings vorgesehen,
daß die Verkehrsmeldungen zu einem Kraftfahrzeug übertragen, dort sortiert und gespeichert
werden, wobei die zu einem Kraftfahrzeug übertragenen Verkehrsmeldungen in vorgebbaren
Zeitabständen laufend aktualisiert werden.
[0016] Auf diese Weise wird es ermöglicht, daß sich der Fahrer eines Kraftfahrzeugs jederzeit
aktuelle Verkehrsinformationen ansagen oder anzeigen lassen kann, wobei diese Verkehrsinformationen
in Abhängigkeit vom aktuellen Standort ausgegeben werden.
[0017] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß im Kraftfahrzeug
nur Verkehrsmeldungen gespeichert und anschließend ausgegeben werden, die ein ausgewähltes
Gebiet betreffen. Hierdurch lassen sich die zu speichernden Verkehrsmeldungen deutlich
reduzieren, so daß einerseits der Speicherbedarf im Endgerät relativ klein gehalten
und andererseits die Sortierzeit vor der Ausgabe verringert werden kann.
[0018] Obwohl es möglich ist, daß die Auswahl der zu übertragenden Verkehrsinformation entsprechend
dem für das jeweilige Fahrzeug relevanten Gebiet beim Diensteanbieter vorgenommen
wird, läßt sich diese Auswahl unmittelbar nach Empfang der Verkehrsinformation mittels
einer entsprechenden Filterroutine auch im Kraftfahrzeug durchführen.
[0019] Ist ein Fahrer mit seinem Kraftfahrzeug, beispielsweise als Taxifahrer oder Lieferant
in erster Linie nur in einem bestimmten Bereich unterwegs, so ist es zweckmäßig, wenn
das ausgewählte Gebiet die Position des Kraftfahrzeugs im wesentlichen kreisförmig
umgibt. Ist jedoch eine Streckenfahrt zu einem entfernten Ziel, z.B. auf einer Überlandstrecke
geplant, so ist es zweckmäßig, wenn das ausgewählte Gebiet in Abhängigkeit von einer
geplanten Fahrtroute diese korridorartig umgebend in Bezug auf die jeweils aktuelle
Position des Kraftfahrzeugs festlegbar ist.
[0020] Um zu verhindern, daß dem Fahrer für ihn nicht relevante Verkehrsmeldungen angesagt
oder angezeigt werden, ist nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
daß jede Verkehrsmeldung zusammen mit einer Aktualitätsinformation übertragen wird,
die die voraussichtliche Dauer der allgemeinen Relevanz der jeweiligen Verkehrsmeldung
beschreibt, daß die mittlere Fahrzeuggeschwindigkeit festgestellt, mit den den Verkehrsmeldungen
zugeordneten Abständen verknüpft und mit der Aktualitätsinformation verglichen wird,
um die individuelle Relevanz der jeweiligen Verkehrsmeldung festzustellen, und daß
nur solche Verkehrsmeldungen ausgegeben werden, die als für das jeweilige Fahrzeug
zeitlich relevant bewertet wurden.
[0021] Auf diese Weise läßt sich beispielsweise verhindern, daß dem Fahrer eines Fahrzeugs
z.B. eine Staumeldung angesagt wird, die einen Streckenabschnitt seiner geplanten
Route betrifft, die aber voraussichtlicht, wenn er diesen Streckenabschnitt erreicht,
längst veraltet ist. Kann also beispielsweise damit gerechnet werden, daß ein etwa
200 km entfernter Stau auf der geplanten Strecke sich in etwa einer Stunde aufgelöst
haben wird, so braucht dem Fahrer eines Fahrzeugs, das durchschnittlich mit 100 km/h
fährt, dieser Stau nicht angesagt werden, da das Fahrzeug diesen Streckenabschnitt
erst in zwei Stunden erreichen wird, also erst dann, wenn die Verkehrsmeldung nicht
mehr zutrifft.
[0022] Hierbei ist es besonders zweckmäßig, wenn die Aktualitätsinformation der jeweiligen
Verkehrsmeldung den Übertragungszeitpunkt, die voraussichtliche Dauer sowie den Erfassungszeitpunkt
des gemeldeten Ereignisses enthält.
[0023] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß zunächst
die Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs festgestellt wird, daß die Richtung vom Kraftfahrzeug
zur jeweiligen Postion der Verkehrsmeldung erfaßt und mit der Fahrtrichtung verglichen
wird, und daß die Verkehrsmeldungen nach Richtungen sortiert ausgegeben werden. Auf
diese Weise läßt sich erreichen, daß zwei oder mehr Verkehrmeldungen, die von der
aktuellen Kraftfahrzeugposition gleichweit enfernt liegende Verkehrsereignisse betreffen
nochmals nach ihrer augenblicklichen, richtungsabhängigen Relevanz für den Fahrer
sortiert ausgegeben werden können. Ein neben einer vermuteten Fahrtroute liegendes
Verkehrsereignis wird hierbei erst nach der Ansage oder Anzeige des direkt vor dem
Fahrzeug liegenden Verkehrsereignisses ausgegeben.
[0024] Dabei kann anhand der Richtung, in der die Position der Verkehrsmeldung, also der
Ort des zu meldenden Verkehrsereignisses von der momentanen Fahrzeugposition aus gesehen
liegt, auch festgestellt werden, ob die Verkehrsmeldung die jeweilige Straße in Fahrtrichtung
oder die Fahrbahn(en) der Gegenrichtung betrifft, um die Ansage oder Anzeige von die
Gegenrichtung betreffenden Verkehrsmeldungen zu vermeiden.
[0025] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß aus
der Richtung vom Kraftfahrzeug zur jeweiligen Postion der Verkehrsmeldung und der
Fahrtrichtung ein Richtungsfaktor für jede Verkehrsmeldung gebildet wird, der mit
dem der jeweiligen Verkehrsmeldung zugeordneten Abstand zu einem örtlichen Relevanzfaktor
zusammengefaßt wird, der bei der Ausgabe der Verkehrsmeldungen berücksichtigt wird,
wobei vorzugsweise eine Verkehrsmeldung nur dann ausgegeben wird, wenn ihr örtlicher
Relevanzfaktor größer als ein vorgebbarer Schwellenwert ist.
[0026] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Postition des Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines satellitengestützten Postitionsfeststell-Systems,
insbesondere mit dem GPS-System (Global Positioning System) als Geocode festgestellt
wird, und daß die Positionen der Verkehrsmeldungen ebenfalls als Geocodes vorliegen,
so daß die Feststellung der Abstände ohne weitere Umrechnungen durchgeführt werden
kann. Durch die Verwendung von Geocodes lassen sich sowohl die Abstände zwischen Fahrzeug
und von den Verkehrsmeldungen betroffenen Streckenabschnitten, die Fahrtrichtung und
die Richtungen vom Fahrzeug zu den Streckenabständen besonders einfach ermitteln.
[0027] Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigt:
Figur 1 ein vereinfachtes schematisches Schaltbild einer Benutzereinheit zur Verwendung als
Endgerät in einem Verkehrsinformationssystem,
Figur 2 ein Flußdiagramm einer beim erfindungsgemäßen Verfahren benutzten Filterroutine,
Figur 3 ein Flußdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens,
und
Figur 4 ein Flußdiagramm eines anderen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0028] In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind einander entsprechende Bauteile und
Verfahrensschritte mit dem gleichen Bezugszeichen versehen.
[0029] Wie Figur 1 zeigt, weist eine als Endgerät in einem Verkehrs-Informationsdienstsystem
einsetzbare Benutzereinheit eine beispielsweise als Mikroprozessor µP ausgebildete
zentrale Rechen- und Steuereinheit 10 auf, an die als Telekommunikationseinheit ein
Mobiltelefon 11 zur Kommunikation mit einer Zentrale eines Straßen- oder Verkehrs-Informationsdienstsystems
und beispielsweise ein GPS-Modul 12 als Ortungsmodul eines satellitengestützten Positionsfeststellsystems
angeschlossen sind. Zur Bedienung der Benutzereinheit ist eine Eingabeeinheit 13 vorgesehen,
die beispielsweise eine Spracheingabeeinheit, eine vollständige alphanumerische Tastatur,
ein Tastenblock, wie er auch bei Telefonen, inbesondere bei Mobiltelefonen verwendet
wird, oder im einfachsten Fall ein Dreh-Drück-Steller sein kann. Es ist auch möglich,
anstelle einer gesonderten Eingabeeinheit 13 die Tastatur des Mobiltelefons 11 oder
eine im Mobiltelefon 11 vorgesehene Spracheingabeeinheit zu verwenden.
[0030] Zur Anzeige von Systemrückmeldungen während der Bedienung der Benutzereinheit und
insbesondere während der Vorbereitung der Kommunikation mit der Zentrale des Informationsdienstsystems
sowie zur Anzeige der vom Informationsdienstsystem zur Benutzereinheit übertragenen
und dort gespeicherten Information ist zweckmäßigerweise eine Anzeigeeinheit 14 und/oder
eine Sprachausgabeeinheit 15 mit der zentralen Rechen- und Steuereinheit 10 verbunden.
Die Anzeigeeinheit 14 kann dabei beispielsweise ein als Flüssigkristallanzeige ausgebildeter
Bildschirm sein.
[0031] Eine Speichereinheit 16 dient zum temporären oder dauernden Speichern von Verkehrsinformation
und anderen Daten.
[0032] Das erfindungsgemäße Verfahren wird im folgenden mit Bezug auf die in der Zeichnung
dargestellten Flußdiagramme beispielsweise näher erläutert. Beim Betrieb der Benutzereinheit
wird dem Benutzer, also insbesondere dem Fahrer eines Kraftfahrzeugs neben einer Vielzahl
von nicht näher dargestellten weiteren Betriebsfunktionen über einen Menüpunkt "Verkehrsinformation"
die Möglichkeit gegeben, aktuelle Straßenverkehrsinformationen anzufordern und sich
je nach den Möglichkeiten des Endgeräts anzeigen und/oder ansagen zu lassen.
[0033] Je nach Ausgestaltung des Verkehrs-Informationsdienstsystems ist es möglich, daß
der Benutzer mit Hilfe der Benutzereinheit in einem geeigneten Dialog eine Verkehrsinformationsanforderung
zusammen mit der auv genblicklichen Kraftfahrzeugpostition, die vom GPS-Modul 12 ermittelt
wurde, zum Diensteanbieter, also zur Zentrale des Information-Dienstsystems sendet.
Anbieterseitig können jetzt die Verkehrsmeldungen, die zusammen mit der jeweiligen
Postition des Streckenabschnitts oder -punkts, also zusammen mit dem Ort an dem sich
ein zu meldendes Verkehrsereignis befindet gespeichert sind, abstandsabhängig sortiert
werden, in dem zunächst die Positionen der Verkehrsmeldungen mit der jeweiligen Kraftfahrzeugposition
verglichen werden, um daraus die Abstände zu ermitteln. Sobald der Sortiervorgang
abgeschlossen ist, kann dann vom Diensteanbieter die Verkehrsinformation mit den nach
Abständen sortierten Verkehrsmeldungen zur Benutzereinheit übertragen und dort in
geeigneter Weise ausgegeben werden.
[0034] Bevorzugt ist es jedoch, daß auf eine Verkehrsinformationsanforderung eines Benutzers
hin von der Zentrale des Informationdienstsystem nur die Verkehrsmeldungen zusammen
mit der jeweiligen Position des Streckenabschnittes, auf den sie sich beziehen, übertragen
werden.
[0035] Um dabei die Anzahl der zu Speichernden und später auszugebenden Verkehrsmeldungen
möglichst gering zu halten, werden mit Hilfe einer in Figur 2 gezeigten Filterroutine
nach dem Empfangen von Verkehrsinformation im Schritt S10 und den Zwischenspeichern
der Verkehrsmeldungen im Schritt S11 zunächst die Verkehrsmeldungen im Schritt S12
einzeln gelesen, um im Schritt S13 zu ermitteln, ob die Position der Verkehrsmeldung,
also die Position des Streckenabschnitts, auf dem sich die Verkehrsmeldung bezieht,
in einem vorher vom Benutzer festlegbaren Gebiet liegt oder nicht. Liegt der betroffene
Streckenabschnitt nicht in dem vorbestimmten Gebiet, so kehrt die Routine zum Schritt
S12 zurück, um die nächste Verkehrsmeldung zu lesen, nach dem in Schritt S15 überprüft
wurde, ob bereits alle zwischengespeicherten Verkehrsmeldungen gelesen wurden.
[0036] Liegt jedoch die im Schritt S12 gelesene Verkehrsmeldung im Gebiet, so wird die Verkehrsmeldung
im Schritt S14 gespeichert. Im Schritt S15 wird dann überprüft, ob alle Verkehrsmeldungen
gelesen wurden. Ist dies der Fall, so wird die Filterroutine beendet. Andernfalls
fährt die Routine so lange mit dem Lesen von Verkehrsmeldungen in Schritt S12 fort,
bis alle Verkehrsmeldungen gelesen sind.
[0037] Das Gebiet, das zur Auswahl der für den Benutzer interessanten Verkehrsmeldungen
ausgewählt wird, ist entweder ein im wesentlichen kreisförmiges Gebiet, dessen Radius
vom System zweckmäßig vorgegeben wird, falls der Bentuzer nicht einen entsprechenden
Wert dafür eingibt. Für zielgerichtete Fahrten, insbesondere für Überlandfahrten ist
es zweckmäßig, wenn ein schlüssellochartiges Gebiet festgelegt wird, das einen im
wesentlichen kreisförmigen Abschnitt mit relativ kleinem Radius um die augenblickliche
Fahrzeugposition herum und einen in Richtung des Fahrtziels auf beiden Seiten der
vermutlichen Fahrtroute liegenden kegelförmigen Bereich umfaßt.
[0038] Steht dem Benutzer in seiner Benutzereinheit auch ein Navigationssystem zur Verfügung
und liegt eine Routenplanung zum gewünschten Fahrtziel vor, so kann das interessierende
Gebiet auch korridorartig entlang der Route ausgewählt werden, wobei die Breite des
Korridors entweder vom Fahrer frei gewählt oder vom System in zweckmäßiger Weise festgelegt
werden kann.
[0039] Sobald mit Hilfe der Filterroutine alle das ausgewählte Gebiet betreffenden Verkehrsmeldungen
gespeichert sind, erfolgt die Ausgabe der einzelnen Verkehrsmeldungen entsprechend
der in Figur 3 dargestellten Ausgaberoutine.
[0040] Vor der Ansage oder Anzeige der Verkehrsmeldugen wird dazu im Schritt S20 zunächst
die aktuelle Fahrzeugposition bestimmt. Sobald daraufhin eine Verkehrsmeldung im Schritt
S21 gelesen wurde, wird nachfolgend im Schritt S22 der Abstand der Fahrzeugposition
von der Position des von der Verkehrsmeldung betrofffenen Streckenabschnitts berechnet.
Anschließend wird im einfachsten Fall im Schritt S23 die Verkehrsmeldung zusammen
mit dem berechneten Abstand gespeichert. Dann wird im Schritt S24 überprüft, ob alle
gespreicherten Verkehrsmeldungen gelesen wurden, und die Routine bei Schritt S21 so
lange fortgesetzt, bis der Abstand zum Streckenabschnitt für jede Verkehrsmeldung
berechnet wurde. Nach dem Sortieren der Verkehrsmeldungen in Abhängigkeit der ihnen
zugeordneten Abstände im Schritt S25 werden dann im Schritt S26 die Verkehrsmeldungen
beginnend mit dem kleinsten Abstand ausgegeben.
[0041] Um dabei den Fahrer die einzelnen Verkehrsereignisse, wie beispielsweise Staus und
Behinderungen, und Streckeninformationen, wie Straßensperrungen, Umleitungen und witterungsbedingte
Straßenzustände, nicht nur in der Reihenfolge anzusagen oder anzuzeigen, in der der
Benutzer mit ihnen konfroniert wird, sondern dem Benutzer nur die für ihn tatsächlich
relevanten Verkehrsmeldungen zu präsentieren, kann bei der in Figur 3 dargestellten
Routine nach der Abstandsberechnung in Schritt S22, in Schritt S221 die individuelle
Relevanz der Verkehrsmeldung bestimmt werden.
[0042] Hierzu wird beispielsweise aus dem im Schritt S22 ermittelten Abstand und einer mittleren
Fahrzeuggeschwindigkeit berechnet, wann der Benutzer mit seinem Fahrzeug den von der
Verkehrsmeldung betroffenen Streckenabschnitt erreichen wird. Dieser Zeitpunkt wird
mit einer Aktualitätsinformation verglichen, die jeder Verkehrsmeldung beigefügt ist,
und aus der das voraussichtliche Ende der zu meldenden Verkehrsbeeinträchtigung ermittelt
werden kann. Dieses voraussichtliche Ende der Verkehrsbeeinträchtigung kann beispielsweise
bei Straßensperrungen oder -behinderung in Folge von Bauarbeiten relativ genau angegeben
werden. Bei Behinderungen durch Verkehrsunfälle läßt sich das Ende oft auch unter
Berücksichtigung des Unfallzeitpunkts und der Schwere des Unfalls abschätzen.
[0043] Durch einen Vergleich des Zeitpunkts, zu dem der Benutzer mit seinem Fahrzeug den
entsprechenden Streckenabschnitt voraussichtlich erreicht, mit dem Endzeitpunkt der
Behinderung läßt sich die individuelle Relevanz der Verkehrsmeldung für den jeweiligen
Benutzer bestimmen. Im Schritt S222 wird dann anhand der ermittelten individuellen
Relevanz überpüft, ob die jeweilige Verkehrsmeldung relevant ist und im Schritt S23
zusammen mit dem Abstand gespeichert werden soll oder nicht. Im letzteren Fall kehrt
die Routine zum Schritt S21 zurück, um die nächste Verkehrsmeldung zu lesen, nachdem
in Schritt S24 überprüft wurde, ob bereits alle zwischengespeicherten Verkehrsmeldungen
gelesen wurden.
[0044] Bei einem anderen Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ausgeben
von Verkehrsinformation wird zunächst, wie in Figur 4 gezeigt, im Schritt S20' nicht
nur die Fahrzeugposition sondern auch die Fahrtrichtung ermittelt, in dem beispielsweise
aus zwei oder mehr aufeinander folgenden Fahrzeugpositionen ein Fahrtrichtungsvektor,
im folgenden kurz als Fahrtrichtung bezeichnet, berechnet wird. Anschließend wird
im Schritt S21 jeweils eine Verkehrsmeldung gelesen, um im Schritt S22' nicht nur
den Abstand des Streckenabschnitts von der aktuellen Fahrzeugposition sondern auch
die Richtung zu diesem Streckenabschnitt zu ermitteln. Im Schritt S33 wird dann ein
Richtungsfaktor aus der Fahrtrichtung und der Richtung des Streckenabschnitts bestimmt,
um aus dem Abstand und dem Richtungsfaktor jeder Verkehrsmeldung im Schritt S34 eine
örtliche Relevanz zu berechnen. Dabei wird zweckmäßigerweise auch berücksichtigt,
ob das der Verkehrsmeldung zu Grunde liegende Verkehrsereignis für die aktuelle Fahrtrichtung
oder für die Gegenfahrtrichtung von Bedeutung ist.
[0045] Liegt beispielsweise ein Verkehrsereignis auf einem Streckenabschnitt vor, der in
Fahrtrichtung liegt, so ist der Winkel zwischen Fahrtrichtung und Richtung des Streckenabschnitts
0 ° und die Verkehrsmeldung erhält die örtliche Relevanz 1, sofern sie nicht die Gegenrichtung
betrifft. Liegt ein Verkehrsereignis auf einem seitlich der Fahrtrichtung liegenden
Streckenabschnitt, so ist der Winkel zwischen Fahrtrichtung und Richtung des Streckenabschnitts
von 0 verschieden und die örtliche Relevanz wird aus Richtungsfaktor und Abstand berechnet.
Ist der Winkel relativ klein, beispielsweise 5 ° oder 10°, so wird der Verkehrsmeldung
eine relativ hohe Relevanz, die jedoch kleiner als 1 ist zugewiesen. Dabei erhält
bei gleichem Richtungsfaktor z. B. das weiter entfernt liegende Verkehrsereignis die
höhere Relevanz, da mit zunehmendem Abstand zwischen der Position der Verkehrsmeldung
und der momentanen Fahrzeugposition die Wahrscheinlichkeit einer Abweichung von der
augenblicklichen Fahrtrichtung zunimmt. Liegt der Streckenabschnitt nahezu im rechten
Winkel zur Fahrtrichtung oder sogar hinter der aktuellen Fahrzeugposition, so wird
bei zielgerichteter Fahrt die entsprechende Verkehrsmeldung als nicht relevant bezeichnet.
[0046] Die örtliche Relevanz, die beispielsweise als Wert zwischen 0 und 1 oder auch in
binärer Darstellung ein ganzahliger Wert zwischen 0 und 3 oder 0 und 7 sein kann,
je nach Anzahl der verwendeten Bit, wird dann der Verkehrsmeldung zugeordnet, so daß
im Schritt S35 überprüft werden kann, ob die Verkehrsmeldung relevant ist, also ob
die örtliche Relevanz einen vorgegebenen Schwellwert übersteigt oder nicht. Wird die
Verkehrsmeldung als relevant erachtet, so wird sie nachfolgend im Schritt S23' zusammen
mit dem Abstand und der örtlichen Relevanz gespeichert. Der Schwellenwert für die
örtliche Relevanz kann entweder vom Benutzer selbst oder in zweckmäßiger Weise vom
System festgelegt werden. Ist der Benutzer beispielsweise in einer Stadt unterwegs,
wo er häufig die Fahrtrichtung wechselt, so kann der Schwellenwert für die örtliche
Relevanz beispielsweise auf 0 gesetzt werden, um alle Verkehrsmeldungen unabhängig
von der Richtung, aber nach Abstand und vorzugsweise auch nach örtlicher Relevanz
sortiert auszugeben. Befindet sich der Benutzer mit seinem Fahrzeug auf einer zielgerichteten
Fahrt, so kann er einen relativ hohen Schwellenwert eingeben, so daß neben seiner
beabsichtigten Fahrtroute liegende Verkehrsereignisse scheuklappenartig unterdrückt
werden.
[0047] Wird im Schritt S35 eine Verkehrsmeldung als nicht relevant erachtet, so kehrt die
Routine unmittelbar zum Schritt S21 zurück, um die nächste Verkehrsmeldung zu lesen,
nach dem in Schritt S24 überprüft wurde, ob bereits alle zwischengespeicherten Verkehrsmeldungen
gelesen wurden.
[0048] Im Schritt S24 wird dann überprüft, ob sämtliche Verkehrsmeldungen gelesen wurden,
um diese dann anschließend im Schritt S25'nach Abstand zu sortieren. Im Schritt S26'
werden dann die Verkehrsmeldungen beginnend mit dem kleinsten Abstand unter Berücksichtigung
des örtlichen Relevanzfaktors ausgegeben.
[0049] Dabei werden beispielsweise alle Verkehrsmeldungen eines Entfernungsbereichs entsprechend
ihrer Relevanz angesagt oder angezeigt. Es ist jedoch auch möglich, daß zunächst nur
die Verkehrsmeldungen mit jeweils höchster Relevanz nach Abständen sortiert ausgegeben
werden, um dann die Verkehrsmeldungen geringerer Relevanz ebenfalls nach Abstand sortiert
anzuzeigen oder anzusagen.
[0050] Darüber hinaus ist es schließlich möglich, daß zusätzlich zu der Ermittlung der örtlichen
Relevanz in den Schritten S33, S34 und S35 auch noch die zeitliche Relevanz, wie sie
in den Schritten S221 und S222 ermittelt und überprüft wurde, vor oder nach der Feststelleung
der örtlichen Relevanz zu berücksichtigen, um dem Benutzer des Verkehrs-Informationdienstsystems
wirklich nur die für ihn wichtigen Verkehrsmeldungen zu präsentieren, um ihn dadurch
in seiner Fahrtroutenwahl optimal zu unterstützen, ohne ihn unnötig vom Verkehrsgeschehen
abzulenken, wie dies beispielsweise durch die Verkehrsdurchsagen von Rundfunksendern
geschieht.
1. Verfahren zum Ausgeben von Verkehrsinformation in einem Kraftfahrzeug, bei dem
- Verkehrsmeldungen zusammen mit der jeweiligen Position des Streckenabschnitts oder
-punkts, auf den sie sich beziehen, gespeichert werden,
- die Positionen der Verkehrsmeldungen mit der jeweiligen Position des Kraftfahrzeugs
verglichen werden, in dem die Verkehrsinformation ausgegeben werden soll, um die Abstände
der jeweiligen Positionen der Verkehrsmeldungen von der Position dieses Kraftfahrzeugs
festzustellen, und, dadurch gekennzeichnet, daß
- die Verkehrsmeldungen nach Abständen sortiert, beginnend mit dem kleinsten Abstand
ausgegeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die sortierten Verkehrsmeldungen zu einem Kraftfahrzeug
übertragen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Verkehrsmeldungen zu einem Kraftfahrzeug übertragen,
dort sortiert und gespeichert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die zu einem Kraftfahrzeug übertragenen Verkehrsmeldungen in vorgebbaren Zeitabständen
laufenden aktualisiert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei im Kraftfahrzeug nur Verkehrsmeldungen
gespeichert und anschließend ausgegeben werden, die ein ausgewähltes Gebiet betreffen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das ausgewählte Gebiet die Position des Kraftfahrzeugs
im wesentlichen kreisförmig umgibt.
7. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das ausgewählte Gebiet in Abhängigkeit von einer
geplanten Fahrtroute diese korridorartig umgebend in Bezug auf die jeweils aktuelle
Position des Kraftfahrzeugs festlegbar ist.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
- jede Verkehrsmeldung zusammen mit einer Aktualitätsinformation übertragen wird,
die die voraussichtliche Dauer der allgemeinen Relevanz der jeweiligen Verkehrsmeldung
beschreibt,
- die mittlere Fahrzeuggeschwindigkeit festgestellt, mit den den Verkehrsmeldungen
zugeordneten Abständen verknüpft und mit der Aktualitätsinformation verglichen wird,
um die individuelle Relevanz der jeweiligen Verkehrsmeldung festzustellen, und
- nur solche Verkehrsmeldungen ausgegeben werden, die als für das jeweilige Fahrzeug
zeitlich relevant bewertet wurden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Aktualitätsinformation der jeweiligen Verkehrsmeldung
den Übertragungszeitpunkt, die voraussichtliche Dauer sowie den Erfassungszeitpunkt
des gemeldeten Ereignisses enthält.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
- zunächst die Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs festgestellt wird,
- die Richtung vom Kraftfahrzeug zur jeweiligen Position der Verkehrsmeldung erfaßt
und mit der Fahrtrichtung verglichen wird, und
- die Verkehrsmeldungen nach Richtungen sortiert ausgegeben werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei aus der Richtung vom Kraftfahrzeug zur jeweiligen
Position der Verkehrsmeldung und der Fahrtrichtung ein Richtungsfaktor für jede Verkehrsmeldung
gebildet wird, der mit dem der jeweiligen Verkehrsmeldung zugeordneten Abstand zu
einem örtlichen Relevanzfaktor zusammengefaßt wird, der bei der Ausgabe der Verkehrsmeldungen
berücksichtigt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei eine Verkehrsmeldung nur dann ausgegeben wird, wenn
ihr örtlicher Relevanzfaktor größer als ein vorgebbarer Schwellenwert ist.
13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Position des Kraftfahrzeugs
mit Hilfe eines satellitengestützten Positionsfeststell-Systems als Geocode festgestellt
wird, und daß die Positionen der Verkehrsmeldungen ebenfalls als Geocodes vorliegen,
so daß die Feststellung der Abstände ohne weitere Umrechnungen durchgeführt werden
kann.
1. Method for outputting traffic information in a motor vehicle, in which
- traffic messages are stored together with the respective position of the route section
or point to which they relate,
- the positions of the traffic messages are compared with the respective position
of the motor vehicle in which the traffic information is to be output in order to
determine the distances between the respective positions in the traffic messages and
the position of this motor vehicle, and characterized in that
- the traffic messages are output sorted according to distances, starting with the
smallest distance.
2. Method according to Claim 1,
wherein the sorted traffic messages are transmitted to a motor vehicle.
3. Method according to Claim 1,
wherein the traffic messages are transmitted to a motor vehicle, sorted there and
stored.
4. Method according to Claim 3, further characterized in that the traffic messages which are transmitted to a motor vehicle are continuously updated
at predefinable time intervals.
5. Method according to one of Claims 1 to 4,
wherein only traffic messages which
relate to a selected area are stored and are subsequently output in the motor vehicle.
6. Method according to Claim 5,
wherein the selected area surrounds the position of the motor vehicle in an essentially
circular shape.
7. Method according to Claim 5,
wherein the selected area can be defined with respect to the particular current position
of the motor vehicle as a function of a planned route for a journey, surrounding it
in a corridor-like fashion.
8. Method according to one of the preceding claims, wherein
- each traffic message is transmitted together with an item of updating information
which describes the anticipated duration of the general relevance of the respective
traffic message,
- the average vehicle speed is detected, logically linked to the distances assigned
to the traffic messages and compared with the updating information in order to detect
the specific relevance of the respective traffic message, and
- only traffic messages which have been assessed relevant to the respective vehicle
in terms of timing are output.
9. Method according to Claim 8,
wherein the updating information of the respective traffic message contains the transmission
time, the anticipated duration and the detection time of the reported event.
10. Method according to one of the preceding claims, wherein
- first the direction of travel of the motor vehicle is detected,
- the direction of the motor vehicle with respect to the particular position of the
traffic message is detected and is compared with the direction of travel, and
- the traffic messages are output sorted according to directions.
11. Method according to Claim 10,
wherein a directional factor is formed for each traffic message from the direction
of the motor vehicle with respect to the particular position of the traffic message
and the direction of travel, which factor is combined with the distance assigned to
the respective traffic message to form a local relevance factor which is taken into
account during the outputting of the traffic messages.
12. Method according to Claim 11,
wherein a traffic message is output only if its local relevance factor is higher than
a predefinable threshold value.
13. Method according to one of the preceding claims,
wherein the position of the motor vehicle is detected as a Geocode using a satellite-supported
position-determining system, and in that the position of the traffic messages are
also provided as Geocodes, with the result that the distances can be determined without
further conversion calculations.
1. Procédé d'émission d'information routière dans un véhicule automobile dans lequel
- des informations de circulation, conjointement avec la partition respective du tronçon
ou du point de parcours, auquel elle se réfèrent, sont stockées,
- les positions des informations de circulation sont comparées à la position respective
du véhicule automobile, à laquelle l'information de circulation doit être émise, pour
déterminer les distances entre les positions respectives des informations de circulation
et la position de ce véhicule automobile, et caractérisé en ce que
- les informations de circulation sont triées selon les distances, en commençant par
la distance minimale.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel les informations de circulation triées
sont transmises à un véhicule automobile.
3. Procédé selon la revendication 1, dans lequel les informations de circulation sont
transmises à un véhicule automobile, y sont triées et y sont stockées en mémoire.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en outre en ce que les informations de circulation transmises à un véhicule automobile sont actualisées
en cantinu, à des périodes des temps prédéterminées.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel dans le véhicule ne sont
stockées en mémoire que des informations de circulation et, ensuite, sont émises celles
concernant une zone sélectionnée.
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel la zone sélectionnée entoure la position
du véhicule automobile sensiblement à la forme d'un cercle.
7. Procédé selon la revendication 5, dans lequel la zone sélectionnée peut être déterminée
en fonction d'un itinéraire planifié, en entourant celui-ci à la façon d'un corridor,
en se référant à la position chaque fois actuelle du véhicule automobile.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
- chaque information de circulation est transmise, conjointement avec une information
d'actualité décrivant la durée prévisible de l'intérêt général de l'information de
circulation spécifique,
- la vitesse moyenne du véhicule est déterminée, est combinée aux distances associées
aux informations de circulation et comparées à l'information d'actualité pour constater
l'intérêt individuel de l'information de circulation spécifique, et
- ne sont émises que les informations de circulation évaluées comme temporellement
imtéressantes pour le véhicule spécifique.
9. Procédé selon la revendication 8, dans lequel l'information d'actualité de l'information
de circulation contient le moment de la transmission, la durée prévisible ainsi que
le moment de détection de l'événement objet de l'information.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel :
- on détermine d'abord la direction de déplacement du véhicule automobile,
- on détecte la direction, du véhicule automobile à la position spécifique de l'information
de circulation, et l'on compare à la direction de déplacement, et
- les informations de circulation sont émises de façon triée, selon les directions.
11. Procédé selon la revendication 10, dans lequel, à partir de la direction, du véhicule
automobile à la position spécifique de l'information de circulation, et de la direction
de déplacement, on forme pour chaque information de circulation un facteur directionnel
qui, avec l'espacement associé à l'information de circulation spécifique est regroupé
en un facteur d'intérêt local, pris en compte lors de l'émission des informations
de circulation.
12. Procédé selon la revendication 11, dans lequel une information de circulation n'est
émise que si son facteur d'intérêt local est supérieur à une valeur seuil susceptible
d'être prédéterminée.
13. Procédé selon une des revendications précédentes, dans lequel la position du véhicule
automobile est déterminée sous forme de géocode, à l'aide d'un système de détermination
de position assistée par satellite, et en ce que les positions des informations de
circulation se présentent également sous la forme de géocodes, de sorte que la détermination
des distances d'espacement peut être effectuée sans procéder à d'autres calculs de
conversion.