[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft höherviskose Flüssigwaschmittel, die durch den
Einsatz eines Verdickungssystems unter den verschiedensten klimatischen Bedingungen
lager- und viskositätsstabil sind, keiner Phasentrennung unterliegen und auch bei
Lichteinfluß Farbstabilität aufweisen.
[0002] Höherviskose Wasch- und Reinigungsmittel sowie Kosmetika werden in den letzten Jahren
zunehmend angeboten, wobei solche Produkte mit "gel" artiger Konsistenz vom Verbraucher
stark akzeptiert werden. Auf dem Gebiet der Flüssigwaschmittel weisen höherviskose
Gelprodukte den Vorteil auf, daß weniger nichtwäßrige Lösungsmittel eingesetzt werden
können und das Produkt gezielt auf die Flecken aufgetragen werden kann, ohne dabei
zu verlaufen. Üblicherweise werden dabei herkömmliche Flüssigwaschmittel durch den
Einsatz von Verdickungsmitteln wie Agar-Agar, Carrageen, Tragant, Gummi arabicum,
Alginate, Pektine, Polyosen, Guar-Mehl, Johannisbrotbaumkernmehl, Stärke, Dextrine,
Gelatine, Casein, Carboxymethylcellulose u.a. Celluloseether, Hydroxyethyl- u. -propylcellulose
u.dgl., Kernmehlether, Polyacryl- u. Polymethacryl-Verb., Vinylpolymere, Polycarbonsäuren,
Polyether, Polyimine, Polyamide, Polykieselsäuren, Tonmineralien wie Montmorillonite,
Zeolithe und Kieselsäuren in höherviskose Produkte überführt. Der Einsatz dieser Verdickungsmittel
zur Viskositätserhöhung in den unterschiedlichstens Flüssigkeiten ist seit langem
Stand der Technik. Auch der Einsatz von Polymeren in Flüssigwaschmitteln ist altbekannt.
[0003] Die Einarbeitung der genannten Verdickungsmittel führt bei Flüssigwaschmitteln nicht
zwangsläufig zu stabilen Gelen. Die Gelbildung gelingt üblicherweise nur durch eine
Abstimmung von Art und Menge der einzelnen Inhaltsstoffe auf das eingesetzte Verdickungsmittel,
wobei einige der Verdickungsmittel mit den Inhaltsstoffen eines Flüssigwaschmittels
unverträglich sind. Solche Produkte zeigen nach einigen Wochen Lagerung eine Agglomeratbildung,
die sich in einem Undurchsichtigwerden ("Wolkenbildung") der Formulierung bemerkbar
macht. Zusätzlich sinkt bei solchen Produkten die Viskosität während der Lagerung
zum Teil drastisch. Da höherviskose Flüssigwaschmittel zur Unterstreichung der ästhetischen
Merkmale in der Regel in durchsichtigen Flaschen angeboten werden, ist es weiterhin
erforderlich, daß die eingesetzten Verdickungsmittel gegen Licht stabil sind, da sonst
ein radikalischer Zerfall der Polymeren eintritt, der sich in einer Zerstörung der
Produktfarbe und unerwünschter "Wolkenbildung" äußert.
[0004] Flüssigwaschmittel mit Viskositäten zwischen 500 bis 20000 mPas, vorzugsweise von
2000 bis 10000 mPas, in denen lamellare Tensidtröpfchen in einer wäßrigen Elektrolytphase
dispergiert sind, werden in der europäischen Patentanmeldung
EP-A 691 399 (Colgate) beschrieben. Diese Mittel enthalten 10 bis 45 Gew.-% Tensid(e), mindestens
einen Gerüststoff sowie 0,01 bis 5 Gew.-% eines Mercapto-endverschlossenen Polymers
mit mittlerem Molekulargewicht zwischen 1500 und 50000 gmol
-1.
[0005] Der Einsatz von Borverbindungen in wäßrigen Flüssigwaschmitteln wird in der
EP-A 381 262 (Unilever) beschrieben. Diese Flüssigwaschmittel enthalten die Borverbindungen sowie
ein Polyol als Enzymstabilisierungssystem für eine Mischung aus proteolytischen und
lipolytischen Enzymen, wobei bevorzugte Stabiliserungssysteme aus einer Sorbitol/Borax-Mischung
bestehen. Über Viskosität und Stabilität der Flüssigwaschmittel wird in dieser Schrift
nichts ausgeführt.
[0006] Flüssige, wäßrige Waschmittelkonzentrate, die ihre Viskosität bei Verdünnung mit
Wasser beibehalten oder erhöhen, werden in der
EP-A 724 013 (Colgate) beschrieben. Erreicht wird dieser Effekt durch den Einsatz von zwei Tensiden
mit unterschiedlicher Beständigkeit gegen Elektrolyte und die Zugabe eines gelösten
Elektrolyten, wobei das Konzentrat eine Viskosität von weniger als 2500 mPas hat und
bei Verdünnung mit Wasser seine micellare Struktur zugunsten der Ausbildung einer
lamellaren Phase verliert.
[0007] Die internationale Patentanmeldung
WO96/01305 (Unilever) beschreibt ein wäßriges Reinigungs- und Flüssigwaschmittel, das bei Verdünnung
mit mindestens der zweifachen Menge Wasser eine Mikroemulsion ausbildet, die Teilchengrößen
von 10 bis 100 nm aufweist. Das Mittel enthält 20 bis 70 Gew.-% Wasser, 15 bis 40
Gew.-% eines Tensidsystems, das mindestens ein Niotensid aus der Gruppe der alkoxylierten
Alkohole und nicht mehr als 20 Gew.-% Anionen-, Kationen- Ampho- oder zwitterionische
Tenside enthält, 5 bis 30 Gew.-% Lösungsmittel und 5 bis 20 Gew.-% wasserunlösliches
Öl.
[0008] EP 732 394 A2 beschreibt Flüssigwaschmittel, die wasserlösliche, nichtionische Polymere mit einem
Molekulargewicht von 10.000 bis 1000000 Dalton aufweist. Durch Zugabe dieser Polymere
werden die Viskositätseigenschaften der flüssigen Formulierungen verbessert.
[0009] WO 96/31589 A1 offenbart Flüssigwaschmittelformulierungen, die einen relativ geringen Anteil an
anionischen und nichtionischen Tensiden, Protease, Polyacryl-Copolymere und einen
relativen hohen Anteil (80 bis 96 %) Wasser aufweisen.
[0010] Keine der genannten Schriften befaßt sich mit dem Problem, höherviskose Flüssigwaschmittel
bereitzustellen, die eine stabile Viskosität garantieren, nicht zu einer Agglomeratbildung
(sogenannte "Wolkenbildung") oder Phasentrennung führen und keine Verringerung der
Farbstabilität bei Lichteinfluß aufweisen. Die Lösung dieses Problems war die Aufgabe
der vorliegenden Erfindung.
[0011] Es wurde nun gefunden, daß sich Flüssigwaschmittel mit dem genannten Eigenschaftsprofil
herstellen lassen, wenn man ein Verdickungssystem aus einem polymeren Verdickungsmittel,
einer Borverbindung und Komplexbildnern in die Mittel inkorporiert.
[0012] Gegenstand der Erfindung sind daher wäßrige Flüssigwaschmittel, enthaltend Tensid(e)
sowie weitere übliche Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln, welche als Verdickungssystem,
a) ein polymeres Verdickungsmittel,
b) eine Borverbindung sowie
c) einen Komplexbildners
enthalten, wobei die Mittel als Komponente a) 0,1 bis 5 Gew.-% Xanthan und b)
in Mengen von 0,5 bis 7 Gew.-% sowie c) in der Menge von 1 bis 8 Gew.-% enthalten.
[0013] Ein weiterer Gegenstand sind wäßrige Flüssigwaschmittel, enthaltend Tensid(e) sowie
weitere übliche Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln, welche als Verdickungssystem,
a) ein polymeres Verdickungsmittel,
b) eine Borverbindung sowie
c) einen Komplexbildner
enthalten, wobei die Mittel als Komponente c) Zitronensäure in Mengen von 1 bis
8 Gew.-% oder Natriumcitrat in Mengen von 1 bis 4 Gew.-% und a) in Mengen von 0,1
bis 5 Gew.-% sowie b) in Mengen von 0,5 bis 7 Gew.-% enthalten.
[0014] Durch den Einsatz des Verdickungssystems lassen sich höherviskose Flüssigwaschmittel
herstellen, die frei von den genannten Nachteilen sind. Es ist erfindungsgemäß möglich,
konzentrierte höherviskose Flüssigwaschmittel herzustellen, die Tensidgehalte oberhalb
35 Gew.-% aufweisen. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind folglich wäßrige, höherviskose
Flüssigwaschmittel bevorzugt, deren Gehalt an Tensid(en) über 35 Gew.-% liegt.
[0015] Die erste Komponente des Verdickungssystems ist ein polymeres Verdickungsmittel.
Diese auch Quell(ungs)mittel genannten, organischen hochmolekularen Stoffe, die Flüssigkeiten
aufsaugen, dabei aufquellen und schließlich in zähflüssige echte oder kolloide Lösungen
übergehen, stammen aus den Gruppen der natürlichen Polymere, der abgewandelten natürlichen
Polymere und der vollsynthetischen Polymere.
[0016] Aus der Natur stammende Polymere, die als Verdickungsmittel Verwendung finden, sind
beispielsweise Agar-Agar, Carrageen, Tragant, Gummi arabicum, Alginate, Pektine, Polyosen,
Guar-Mehl, Johannisbrotbaumkemmehl, Stärke, Dextrine, Gelatine und Casein.
Abgewandelte Naturstoffe stammen vor allem aus der Gruppe der modifizierten Stärken
und Cellulosen, beispielhaft seien hier Carboxymethylcellulose und andere Celluloseether,
Hydroxyethylund -propylcellulose sowie Kernmehlether genannt.
[0017] Eine große Gruppe von Verdickungsmitteln, die breite Verwendung in den unterschiedlichsten
Anwendungsgebieten finden, sind die vollsynthetischen Polymere wie Polyacryl- und
Polymethacryl-Verbindungen, Vinylpolymere, Polycarbonsäuren, Polyether, Polyimine,
Polyamide und Polyurethane.
[0018] Verdickungsmittel aus den genannten Substanzklassen sind kommerziell breit erhältlich
und werden beispielsweise unter den Handelsnamen Acusol®-820 (Methacrylsäure(stearylalkohol-20-EO)ester-Acrylsäure-Copolymer,
30%ig in Wasser, Rohm & Haas), Dapral®-GT-282-S (Alkylpolyglykolether, Akzo), Deuterol®-Polymer-11
(Dicarbonsäure-Copolymer, Schöner GmbH), Deuteron®-XG (anionisches Heteropolysaccharid
auf Basis von β-D-Glucose, D-Manose, D-Glucuronsäure, Schöner GmbH), Deuteron®-XN
(nichtionogenes Polysaccharid, Schöner GmbH), Dicrylan®-Verdicker-O(Ethylenoxid-Addukt,
50%ig in Wasser/Isopropanol, Pfersse Chemie), EMA®-81 und EMA®-91 (Ethylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymer,
Monsanto), Verdicker-QR-1001 (Polyurethan Emulsion, 19-21%ig in Wasser/Diglykolether,
Rohm & Haas), Mirox®-AM (anionische Acrylsäure-Acrylsäureester-Copolymer-Dispersion,
25%ig in Wasser, Stockhausen), SER-AD-FX-1100 (hydrophobes Urethanpolymer, Servo Delden),
Shellflo®-S (hochmolekulares Polysaccharid, mit Formaldehyd stabilisiert, Shell) sowie
Shellflo®-XA (Xanthan-Biopolymer, mit Formaldehyd stabilisiert, Shell) erhältlich.
[0019] Bevorzugte wäßrige Flüssigwaschmittel enthalten als Komponente a) des Verdickungssystems
0,2 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,3 bis 3 Gew.-% und insbesondere 0,4 bis 1,5 Gew.-%,
eines Polysaccharids.
[0020] Ein bevorzugt einzusetzendes polymeres Verdickungsmittel ist Xanthan, ein mikrobielles
anionisches Heteropolysaccharid, das von Xanthomonas campestris und einigen anderen
Species unter aeroben Bedingungen produziert wird und eine Molmasse von 2 bis 15 Millionen
Dalton aufweist. Xanthan wird aus einer Kette mit β-1,4-gebundener Glucose (Cellulose)
mit Seitenketten gebildet. Die Struktur der Untergruppen besteht aus Glucose, Mannose,
Glucuronsäure, Acetat und Pyruvat, wobei die Anzahl der Pyruvat-Einheiten die Viskosität
des Xanthan bestimmt.
[0021] Xanthan läßt sich durch folgende Formel beschreiben:

[0022] Bevorzugte wäßrige Flüssigwaschmittel enthalten als Komponente a) des Verdickungssystems
jeweils bezogen auf das gesamte Mittel 0,2 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,3 bis 3 Gew.-%
und insbesondere 0,4 bis 1,5 Gew.-%, Xanthan.
[0023] Die zweite Komponente des Verdickungssystems in den erfindungsgemäßen Mitteln ist
eine Borverbindung, die in Mengen von 0,5 bis 7 Gew.-% eingesetzt wird. Beispiele
für Borverbindungen, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbar sind, sind
Borsäure, Boroxid, Alkaliborate wie Ammonium-, Natrium- und Kalium-ortho-, -meta-
und -pyroborate, Borax in seinen verschiedenen Hydratationsstufen und Polyborate wie
beispielsweise Alkalimetallpentaborate. Auch organische Borverbindungen wie Ester
der Borsäure sind einsetzbar. Bevorzugte Flüssigwaschmittel enthalten 0,5 bis 4 Gew.-%,
vorzugsweise 0,75 bis 3 Gew.-% und insbesondere 1 bis 2 Gew.-% Borsäure oder Natriumtetraborat.
[0024] Als dritte Komponente des Verdickungssystem enthalten die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel
1 bis 8 Gew.-% eines Komplexbildners. Unter dem Begriff Komplexbildner werden im Rahmen
der vorliegenden Anmeldung niedermolekulare Hydroxycarbonsäuren wie Citronensäure,
Weinsäure, Äpfelsäure, oder Gluconsäure bzw. deren Salze verstanden.
Besonders bevorzugte Flüssigwaschmittel enthalten dabei als Komponente c) des Verdikkungssystems
Citronensäure oder Natriumcitrat, wobei Flüssigwaschmittel bevorzugt sind, die 2,0
bis 7,5 Gew.-%, vorzugsweise 3,0 bis 6,0 Gew.-% uns insbesondere 4,0 bis 5,0 Gew.-%
Natriumcitrat enthalten.
[0025] Neben den Bestandteilen des Verdickungssystems enthalten die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel
Tensid(e), wobei anionische, nichtionische, kationische und/oder amphotere Tenside
eingesetzt werden. Bevorzugt sind aus anwendungstechnischer Sicht Mischungen aus anionischen
und nichtionischen Tensiden, wobei der Anteil der nichtionischen Tenside größer sein
sollte als der Anteil an anionischen Tensiden. Der Gesamttensidgehalt der Formkörper
liegt wie oben beschrieben vorzugsweise oberhalb von 40 Gew.-%, bezogen auf das gesamte
Flüssigwaschmittel.
[0026] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO, 4 EO oder 7 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12- 18-Alkohol mit 7 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO. Auch nichtionische Tenside, die EO- und PO-Gruppen
zusammen im Molekül enthalten, sind erfindungsgemäß einsetzbar. Hierbei können Blockcopolymere
mit EO-PO-Blockeinheiten bzw. PO-EO-Blockeinheiten eingesetzt werden, aber auch EO-PO-EO-Copolymere
bzw. PO-EO-PO-Copolymere. Selbstverständlich sind auch gemischt alkoxylierte Niotenside
einsetzbar, in denen EO- und PO-Einheiten nicht blockweise sondern statistisch verteilt
sind. Solche Produkte sind durch gleichzeitige Einwirkung von Ethylenund Propylenoxid
auf Fettalkohole erhältlich.
[0027] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside der allgemeinen
Formel RO(G)
x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit
5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der
die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl
zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0028] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung
JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach dem in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
[0029] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0030] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel III,

in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
[0031] Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel IV,

in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12
Kohlenstoffatomen, R
1 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
2 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1- 4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propxylierte Derivate dieses Restes.
[0032] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines Zuckers erhalten, beispielsweise
Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose. Die N-Alkoxy-
oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielweise nach der Lehre
der internationalen Anmeldung
WO-A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator
in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.
[0033] Der Gehalt bevorzugter Flüssigwaschmittel an nichtionischen Tensiden beträgt 10 bis
40 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 35 Gew.-% und insbesondere 20 bis 28 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das gesamte Mittel.
[0034] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0035] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern
sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der
Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder
bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte
sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure,
Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
[0036] Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester
der C
12-C
18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise gemäß den US-Patentschriften
3,234,258 oder 5,075,041 hergestellt werden und als Handelsprodukte der Shell Oil
Company unter dem namen DAN® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
[0037] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Reinigungsmitteln aufgrund
ihres hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen
von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
[0038] Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure,
die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte
Sulfosuccinate enthalten C
8- 18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Beschreibung siehe unten).
Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten
Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso
ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
in der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
[0039] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
gesättigte und ungesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure,
Palmitinsäure, Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere
aus natürlichen Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern-, Olivenöl- oder Talgfettsäuren,
abgeleitete Seifengemische.
[0040] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kaliumoder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di-
oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in Form
ihrer Natriumoder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0041] Der Gehalt bevorzugter Flüssigwaschmittel an anionischen Tensiden beträgt 10 bis
35 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 30 Gew.-% und insbesondere 20 bis 25 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das gesamte Mittel.
[0042] Die Viskosität der erfindungsgemäßen Mittel kann mit üblichen Standardmethoden (beispielsweise
Brookfield-Viskosimeter LVT-II bei 20 U/min und 20°C, Spindel 3) gemessen werden und
liegt vorzugsweise im Bereich von 500 bis 5000 mPas. Bevorzugte Mittel haben Viskositäten
von 1000 bis 4000 mPas, wobei Werte zwischen 2000 und 3500 mPas besonders bevorzugt
sind.
[0043] Zusätzlich zum Verdickungssystem und zu Tensid(en)können die erfindungsgemäßen Mittel
weitere Inhaltsstoffe enthalten, die die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen
Eigenschaften des Flüssigwaschmittels weiter verbessern. Im Rahmen der vorliegenden
Erfindung enthalten bevorzugte Mittel zusätzlich zum Verdickungssystem und zu Tensid(en)
einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Gerüststoffe, Bleichmittel, Bleichaktivatoren,
Enzyme, Elektrolyte, nichtwäßrigen Lösungsmittel, pH-Stellmittel, Duftstoffe, Parfümträger,
Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel,
optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel,
Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien,
Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel,
Quell- und Schiebefestmittel sowie UV-Absorber.
[0044] Als Gerüststoffe, die in den erfindungsgemäßen Flüssigwaschmitteln enthalten sein
können, sind insbesondere Silikate, Aluminiumsilikate (insbesondere Zeolithe), Carbonate,
Salze organischer Di- und Polycarbonsäuren sowie Mischungen dieser Stoffe zu nennen.
[0045] Geeignete kristalline, schichtförmige Natriumsilikate besitzen die allgemeine Formel
NaMSi
xO
2x+1 ·H
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilikate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate der angegebenen Formel sind solche,
in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl
β- als auch δ-Natriumdisilikate Na
2Si
2O
5·yH
2O bevorzugt, wobei β-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden
kann, das in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-91/08171 beschrieben ist.
[0046] Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die Löseverzögerung
gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene Weise,
beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/ Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird
unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silikate
bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für
kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der
gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels
aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften
führen, wenn die Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder
sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte
mikrokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte
bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige sogenannte
röntgenamorphe Silikate, welche ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen
Wassergläsern aufweisen, werden beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung
DE-A- 44 00 024 beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silikate,
compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe Silikate.
[0047] Der eingesetzte feinkristalline, synthetische und gebundenes Wasser enthaltende Zeolith
ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith P wird Zeolith MAP® (Handelsprodukt
der Firma Crosfield) besonders bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch Zeolith X sowie
Mischungen aus A, X und/oder P. Kommerziell erhältlich und im Rahmen der vorliegenden
Erfindung bevorzugt einsetzbar ist beispielsweise auch ein Co-Kristallisat aus Zeolith
X und Zeolith A (ca. 80 Gew.-% Zeolith X), das von der Firma CONDEA Augusta S.p.A.
unter dem Markennamen VEGOBOND AX® vertrieben wird und durch die Formel
nNa
2O
·(1-n)K
2O
·Al
2O
3·(2 - 2,5)SiO
2·(3,5 - 5,5) H
2O
beschrieben werden kann. Der Zeolith kann als sprühgetrocknetes Pulver oder auch als
ungetrocknete, von ihrer Herstellung noch feuchte, stabilisierte Suspension zum Einsatz
kommen. Für den Fall, daß der Zeolith als Suspension eingesetzt wird, kann diese geringe
Zusätze an nichtionischen Tensiden als Stabilisatoren enthalten, beispielsweise 1
bis 3 Gew.-%, bezogen auf Zeolith, an ethoxylierten C
12-C
18-Fettalkoholen mit 2 bis 5 Ethylenoxidgruppen, C
12-C
14-Fettalkoholen mit 4 bis 5 Ethylenoxidgruppen oder ethoxylierten Isotridecanolen.
Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchengröße von weniger als 10 µm (Volumenverteilung;
Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere
20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
[0048] Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen
möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden
sollte. Geeignet sind insbesondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate
und insbesondere der Tripolyphosphate.
[0049] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat
besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat,
Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure.
[0050] Um beim Waschen bei Temperaturen von 60 °C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung
zu erreichen, können Bleichaktivatoren in die Wasch- und Reinigungsmittelformkörper
eingearbeitet werden. Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen
aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2
bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt
werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl
und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach
acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte
Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT),
acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere
N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder
Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere
Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat
und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran.
[0051] Zusätzlich zu den konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren Stelle können auch
sogenannte Bleichkatalysatoren in die Formkörper eingearbeitet werden. Bei diesen
Stoffen handelt es sich um bleichverstärkende Übergangsmetallsalze bzw. Übergangsmetallkomplexe
wie beispielsweise Mn-, Fe-, Co-, Ru - oder Mo-Salenkomplexe oder -carbonylkomplexe.
Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-, Ti-, V- und Cu-Komplexe mit stickstoffhaltigen Tripod-Liganden
sowie Co-, Fe-, Cu- und Ru-Amminkomplexe sind als Bleichkatalysatoren verwendbar.
[0052] Als Enzyme kommen insbesondere solche aus der Klassen der Hydrolasen wie der Proteasen,
Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch wirkende Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw. andere
Glykosylhydrolasen und Gemische der genannten Enzyme in Frage. Alle diese Hydrolasen
tragen in der Wäsche zur Entfernung von Verfleckungen wie protein-, fett- oder stärkehaltigen
Verfleckungen und Vergrauungen bei. Cellulasen und andere Glykosylhydrolasen können
darüber hinaus durch das Entfernen von Pilling und Mikrofibrillen zur Farberhaltung
und zur Erhöhung der Weichheit des Textils beitragen. Zur Bleiche bzw. zur Hemmung
der Farbübertragung können auch Oxireduktasen eingesetzt werden. Besonders gut geeignet
sind aus Bakterienstämmen oder Pilzen wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis,
Streptomyceus griseus und Humicola insolens gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise
werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere Proteasen, die aus Bacillus lentus
gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen, beispielsweise aus Protease
und Amylase oder Protease und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease
und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder
aus Protease, Amylase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease,
Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen und Cellulase, insbesondere jedoch Protease
und/oder Lipasehaltige Mischungen bzw. Mischungen mit lipolytisch wirkenden Enzymen
von besonderem Interesse. Beispiele für derartige lipolytisch wirkende Enzyme sind
die bekannten Cutinasen. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen
als geeignet erwiesen. Zu den geeigneten Amylasen zählen insbesondere α-Amylasen,
Iso-Amylasen, Pullulanasen und Pektinasen. Als Cellulasen werden vorzugsweise Cellobiohydrolasen,
Endoglucanasen und β-Glucosidasen, die auch Cellobiasen genannt werden, bzw. Mischungen
aus diesen eingesetzt. Da sich verschiedene Cellulase-Typen durch ihre CMCase- und
Avicelase-Aktivitäten unterscheiden, können durch gezielte Mischungen der Cellulasen
die gewünschten Aktivitäten eingestellt werden.
[0053] Die Enzyme können an Trägerstoffe adsorbiert oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein,
um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme, Enzymmischungen
oder Enzymgranulate kann beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,12 bis
etwa 2 Gew.-% betragen.
[0054] Als Elektrolyte aus der Gruppe der anorganischen Salze kann eine breite Anzahl der
verschiedensten Salze eingesetzt werden. Bevorzugte Kationen sind die Alkali- und
Erdalkalimetalle, bevorzugte Anionen sind die Halogenide und Sulfate. Aus herstellungstechnischer
Sicht ist der Einsatz von NaCl oder MgCl
2 in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt. Der Anteil an Elektrolyten in den erfindungsgemäßen
Mitteln beträgt üblicherweise 0,5 bis 5 Gew.-%.
Nichtwäßrige Lösungsmittel, die in den erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt werden
können, stammen beispielsweise aus der Gruppe ein- oder mehrwertigen Alkohole, Alkanolamine
oder Glycolether, sofern sie im angegebenen Konzentrationsbereich mit Wasser mischbar
sind. Vorzugsweise werden die Lösungsmittel ausgewählt aus Ethanol, n- oder 1-Propanol,
Butanolen, Glykol, Propan- oder Butandiol, Glycerin, Diglykol, Propyl- oder Butyldiglykol,
Hexylenglycol, Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether, Ethylenglykolpropylether,
Ethylenglykolmono-n-butylether, Diethylenglykol-methylether, Diethylenglykolethylether,
Propylenglykolmethyl-, -ethyl- oder -propyl-ether, Dipropylenglykolmonomethyl-, oder
-ethylether, Di-isopropylenglykolmonomethyl-, oder -ethylether, Methoxy-, Ethoxy-
oder Butoxytriglykol, 1-Butoxyethoxy-2-propanol, 3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykolt-butylether
sowie Mischungen dieser Lösungsmittel. Nichtwäßrige Lösungsmittel können in den erfindungsgemäßen
Flüssigwaschmitteln in Mengen zwischen 0,5 und 10 Gew.-%, bevorzugt aber unter 5 Gew.-%
und insbesondere unterhalb von 3 Gew.-% eingesetzt werden.
[0055] Um den pH-Wert der erfindungsgemäßen Mittel in den gewünschten Bereich zu bringen,
kann der Einsatz von pH-Stellmitteln angezeigt sein. Einsetzbar sind hier sämtliche
bekannten Säuren bzw. Laugen, sofern sich ihr Einsatz nicht aus anwendungstechnischen
oder ökologischen Gründen bzw. aus Gründen des Verbraucherschutzes verbietet. Üblicherweise
überschreitet die Menge dieser Stellmittel 2 Gew.-% der Gesamtformulierung nicht.
[0056] Um den ästhetischen Eindruck der erfindungsgemäßen Mittel zu verbessern, können sie
mit geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl
dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet, besitzen eine hohe Lagerstabilität
und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der Mittel und gegen Licht
sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern, um diese nicht anzufärben.
[0057] Als Schauminhibitoren, die in den erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt werden können,
kommen beispielsweise Seifen, Paraffine oder Silikonöle in Betracht, die gegebenenfalls
auf Trägermaterialien aufgebracht sein können. Geeignete Antiredepositionsmittel,
die auch als soil repellents bezeichnet werden, sind beispielsweise nichtionische
Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil
an Methoxygruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropylgruppen von 1 bis 15 Gew.-%,
jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether sowie die aus dem Stand der
Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder Terephthalsäure bzw. von deren
Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglycolterephthalaten
oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen. Insbesondere
bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und Terephthalsäure-Polymere.
[0058] Optische Aufheller (sogenannte "Weißtöner") können den erfindungsgemäßen Mitteln
zugesetzt werden, um Vergrauungen und Vergilbungen der behandelten Textilien zu beseitigen.
Diese Stoffe ziehen auf die Faser auf und bewirken eine Aufhellung und vorgetäuschte
Bleichwirkung, indem sie unsichtbare Ultraviolettstrahlung in sichtbares längerwelliges
Licht umwandeln, wobei das aus dem Sonnenlicht absorbierte ultraviolette Licht als
schwach bläuliche Fluoreszenz abgestrahlt wird und mit dem Gelbton der vergrauten
bzw. vergilbten Wäsche reines Weiß ergibt. Geeignete Verbindungen stammen beispielsweise
aus den Substanzklassen der 4,4'-Diamino-2,2'-stilbendisulfonsäuren (Flavonsäuren),
4,4'-Distyrylbiphenylen, Methylumbelliferone, Cumarine, Dihydrochinolinone, 1,3-Diarylpyrazoline,
Naphthalsäureimide, Benzoxazol-, Benzisoxazol- und Benzimidazol-Systeme sowie der
durch Heterocyclen substituierten Pyrenderivate. Die optischen Aufheller werden üblicherweise
in Mengen zwischen 0,05 und 0,3 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, eingesetzt.
[0059] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern.
Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise
Leim, Gelatine, Salze von Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder Salze
von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche,
saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen
sich lösliche Stärkepräparate und andere als die obengenannten Stärkeprodukte verwenden,
z.B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken usw. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar.
Bevorzugt werden jedoch Celluloseether wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose,
Hydroxyalkylcellulose und Mischether wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose,
Methylcarboxy-methylcellulose und deren Gemische in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen
auf die Mittel, eingesetzt
[0060] Da textile Flächengebilde, insbesondere aus Reyon, Zellwolle, Baumwolle und deren
Mischungen, zum Knittern eigen können, weil die Einzelfasern gegen Durchbiegen, Knicken,
Pressen und Quetschen quer zur Faserrichtung empfindlich sind, können die erfindungsgemäßen
Mittel synthetische Knitterschutzmittel enthalten. Hierzu zählen beispielsweise synthetische
Produkte auf der Basis von Fettsäuren, Fettsäureestern, Fettsäureamiden, -alkylolestern,
-alkylolamiden oder Fettalkoholen, die meist mit Ethylenoxid umgesetzt sind, oder
Produkte auf der Basis von Lecithin oder modifizierter Phosphorsäureester.
[0061] Zur Bekämpfung von Mikroorganismen können die erfindungsgemäßen Mittel antimikrobielle
Wirkstoffe enthalten. Hierbei unterscheidet man je nach antimikrobiellem Spektrum
und Wirkungsmechanismus zwischen Bakteriostatika und Bakteriziden, Fungistatika und
Fungiziden usw. Wichtige Stoffe aus diesen Gruppen sind beispielsweise Benzalkoniumchloride,
Alkylarlylsulfonate, Halogenphenole und Phenolmercuriacetat, wobei bei den erfindungemäßen
Mitteln auch gänzlich auf diese Verbindungen verzichtet werden kann.
[0062] Um unerwünschte, durch Sauerstoffeinwirkung und andere oxidative Prozesse verursachte
Veränderungen an den Mitteln und/oder den behandelten Textilien zu verhindern, können
die Mittel Antioxidantien enthalten. Zu dieser Verbindungsklasse gehören beispielsweise
substituierte Phenole, Hydrochinone, Brenzcatechine und aromatische Amine sowie organische
Sulfide, Polysulfide, Dithiocarbamate, Phosphite und Phosphonate.
[0063] Ein erhöhter Tragekomfort kann aus der zusätzlichen Verwendung von Antistatika resultieren,
die den erfindungsgemäßen Mitteln zusätzlich beigefügt werden. Antistatika vergrößern
die Oberflächenleitfähigkeit und ermöglichen damit ein verbessertes Abfließen gebildeter
Ladungen. Äußere Antistatika sind in der Regel Substanzen mit wenigstens einem hydrophilen
Molekülliganden und geben auf den Oberflächen einen mehr oder minder hygroskopischen
Film. Diese zumeist grenzflächenaktiven Antistatika lassen sich in stickstoffhaltige
(Amine, Amide, quartäre Ammoniumverbindungen), phosphorhaltige (Phosphorsäureester)
und schwefelhaltige (Alkylsulfonate, Alkylsulfate) Antistatika unterteilen. Externe
Antistatika sind beispielsweise in den Patentanmeldungen
FR 1,156,513, GB 873 214 und GB 839 407 beschrieben. Die hier offenbarten Lauryl- (bzw. Stearyl-) dimethylbenzylammoniumchloride
eignen sich als Antistatika für Textilien bzw. als Zusatz zu Waschmitteln, wobei zusätzlich
ein Avivageeffekt erzielt wird.
[0064] Zur Verbesserung des Wasserabsorptionsvermögens, der Wiederbenetzbarkeit der behandelten
Textilien und zur Erleichterung des Bügelns der behandelten Textilien können in den
erfindungsgemäßen Mitteln beispielsweise Silikonderivate eingesetzt werden. Diese
verbessern zusätzlich das Ausspülverhalten der erfindungsgemäßen Mittel durch ihre
schauminhibierenden Eigenschaften. Bevorzugte Silikonderivate sind beispielsweise
Polydialkyl- oder Alkylarylsiloxane, bei denen die Alkylgruppen ein bis fünf C-Atome
aufweisen und ganz oder teilweise fluoriert sind. Bevorzugte Silikone sind Polydimethylsiloxane,
die gegebenenfalls derivatisiert sein können und dann aminofunktionell oder quaterniert
sind bzw. Si-OH-, Si-Hund/oder Si-Cl-Bindungen aufweisen. Die Viskositäten der bevorzugten
Silikone liegen bei 25°C im Bereich zwischen 100 und 100.000 mPas, wobei die Silikone
in Mengen zwischen 0,2 und 5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel eingesetzt werden
können.
[0065] Schließlich können die erfindungsgemäßen Mittel auch UV-Absorber enthalten, die auf
die behandelten Textilien aufziehen und die Lichtbeständigkeit der Fasern verbessern.
Verbindungen, die diese gewünschten Eigenschaften aufweisen, sind beispielsweise die
durch strahlungslose Desaktivierung wirksamen Verbindungen und Derivate des Benzophenons
mit Substituenten in 2- und/oder 4-Stellung. Weiterhin sind auch substituierte Benzotriazole,
in 3-Stellung Phenylsubstituierte Acrylate (Zimtsäurederivate), gegebenenfalls mit
Cyanogruppen in 2-Stellung, Salicylate, organische Ni-Komplexe sowie Naturstoffe wie
Umbelliferon und die körpereigene Urocansäure geeignet.
[0066] Um die durch Schwermetalle katalysierte Zersetzung bestimmter Waschmittel-Inhaltsstoffe
zu vermeiden, können Stoffe eingesetzt werden, die Schwermetalle komplexieren. Geeignete
Schwermetallkomplexbildner sind beispielsweise die Alkalisalze der Ethylendiamintetraessigsäure
(EDTA) oder der Nitrilotriessigsäure (NTA) sowie Alkalimetallsalze von anionischen
Polyelektrolyten wie Polymaleaten und Polysulfonaten.
[0067] Eine bevorzugte Klasse von Komplexbildnem sind die Phosphonate, die in bevorzugten
Flüssigwaschmitteln in Mengen von 0,01 bis 1,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,02 bis 1 Gew.-%
und insbesondere von 0,03 bis 0,5 Gew.-% enthalten sind. Zu diesen bevorzugten Verbindungen
zählen insbesondere Organophosphonate wie beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
(HEDP), Aminotri(methylenphosphonsäure) (ATMP), Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure)
(DTPMP bzw. DETPMP) sowie 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure (PBS-AM), die zumeist
in Form ihrer Ammonium- oder Alkalimetallsalze eingesetzt werden.
[0068] Besonders bevorzugte Flüssigwaschmittel enthalten dabei als Komponente c) des Verdikkungssystems
1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure in Form ihrer Ammonium- oder Alkalimetallsalze.
[0069] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Mittel erfolgt durch einfaches Vermischen der
Bestandteile in Rührkesseln, wobei Wasser, nichtwäßrige Lösungsmittel und Tensid(e)
zweckmäßigerweise vorgelegt werden und die weiteren Bestandteile portionsweise hinzugefügt
werden. Ein gesondertes Erwärmen bei der Herstellung ist nicht erforderlich, wenn
es gewünscht ist, sollte die Temperatur der Mischung 80°C nicht übersteigen.
Beispiele:
[0070] Durch Mischen der einzelnen Bestandteile wurden die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel
El und E2 sowie die Vergleichsbeispiele V1 und V2 hergestellt, deren Zusammensetzung
in Tabelle 1 angegeben ist.
Tabelle 1:
| Flüssigwaschmittel [Gew.-%] |
| |
V1 |
V2 |
E1 |
E2 |
| C12-14-Fettalkohol mit 7 EO |
25,0 |
25,0 |
25,0 |
25,0 |
| C12-14-Fettalkoholsulfat, Na-Salz |
5,0 |
5,0 |
5,0 |
5,0 |
| C12-18-Fettsäure, Na-Salz |
17,0 |
17,0 |
17,0 |
17,0 |
| C12-14-Alkylpolyglycosid |
2,0 |
2,0 |
2,0 |
2,0 |
| Natriumcitrat |
4,0 |
4,0 |
4,0 |
4,0 |
| Carbopol® ETD 2690 |
0,3 |
- |
- |
- |
| Keltrol® T |
- |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
| Borsäure |
- |
- |
1,5 |
1,5 |
| Dequest® 2016 D |
- |
- |
- |
0,025 |
| Wasser |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
[0071] Die Mengenangaben in Tabelle 1 beziehen sich auf Aktivsubstanz
- Carbopol® ETD 2690 :
- Acrylsäure-Copolymer und Monomere (Goodrich)
- Dequest® 2016 D :
- Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, Tetra-Na-Salz (Monsanto)
- Keltrol® T :
- Xanthangum, Polysaccharid (Kelco)
[0072] Zur Prüfung der Lagerstabilität wurden die Flüssigwaschmittel 16 Wochen bei unterschiedlichen
klimatischen Bedingungen gelagert und ihr Aussehen visuell beurteilt. Die Ergebnisse
dieser Beurteilung zeigt Tabelle 2:
Tabelle 2:
| Produktaussehen nach 16 Wochen |
| |
V1 |
V2 |
E1 |
E2 |
| Sommerklima (25 - 40°C) |
starke Wolkenbildung |
geringe Wolkenbildung |
keine Veränderung |
keine Veränderung |
| Herbstklima (10 - 30°C) |
starke Wolkenbildung |
starke Wolkenbildung |
keine Veränderung |
keine Veränderung |
| Winterklima (0 - 10°C) |
starke Wolkenbildung |
starke Wolkenbildung |
keine Veränderung |
keine Veränderung |
[0073] Die Viskositäten von El, E2, V1 und V2 nach Herstellung und nach 16 Wochen Lagerung
bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zeigt Tabelle 3:
Tabelle 3:
| Viskosität nach Herstellung und nach 16 Wochen Lagerung [mPas] |
| |
V1 |
V2 |
E1 |
E2 |
| nach Herstellung |
2600 |
2720 |
2940 |
2820 |
| Sommerklima (25 - 40°C) |
2200 |
2180 |
2850 |
2850 |
| Herbstklima (10 - 30°C) |
2220 |
2050 |
2940 |
2790 |
| Winterklima (0 - 10°C) |
2100 |
2210 |
2910 |
2870 |
1. Wäßrige Flüssigwaschmittel, enthaltend Tensid(e) sowie weitere übliche Inhaltsstoffe
von Wasch- und Reinigungsmitteln, welche als Verdickungssystem,
a) ein polymeres Verdickungsmittel,
b) eine Borverbindung sowie
c) einen Komplexbildners
enthalten,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel als Komponente a) 0,1 bis 5 Gew.-% Xanthan und b) in Mengen von 0,5 bis
7 Gew.-% sowie c) in der Menge von 1 bis 8 Gew.-% enthalten.
2. Wäßrige Flüssigwaschmittel, enthaltend Tensid(e) sowie weitere übliche Inhaltsstoffe
von Wasch- und Reinigungsmitteln, welche als Verdickungssystem,
a) ein polymeres Verdickungsmittel,
b) eine Borverbindung sowie
c) einen Komplexbildner
enthalten,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel als Komponente c) Zitronensäure in Mengen von 1 bis 8 Gew.-% oder Natriumcitrat
in Mengen von 1 bis 4 Gew.-% und a) in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-% sowie b) in Mengen
von 0,5 bis 7 Gew.-% enthalten.
3. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt der Mittel an Tensid(en) über 35 Gew.-% liegt.
4. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Komponente a) 0,2 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,3 bis 3 Gew.-% und insbesondere
0,4 bis 1,5 Gew.-%, eines Polysaccharids enthalten.
5. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Komponente a) jeweils bezogen auf das gesamte Mittel 0,2 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise
0,3 bis 3 Gew.-% und insbesondere 0,4 bis 1,5 Gew.-%, Xanthan enthalten.
6. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Komponente b) jeweils bezogen auf das gesamte Mittel 0,5 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise
0,75 bis 3 Gew.-% und insbesondere 1 bis 2 Gew.-%, Borsäure oder Natriumtetraborat
enthalten.
7. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Komponente c) Citronensäure oder Natriumcitrat enthalten.
8. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Komponente c) 2,0 bis 7,5 Gew.-%, vorzugsweise 3,0 bis 6,0 Gew.-% und insbesondere
4,0 bis 5,0 Gew.-% Natriumcitrat enthalten.
9. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ihr Gehalt an nichtionischen Tensiden 10 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 35 Gew.-%
und insbesondere 20 bis 28 Gew.-%, beträgt.
10. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ihr Gehalt an anionischen Tensiden 10 bis 35 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 30 Gew.-%
und insbesondere 20 bis 25 Gew.-%, beträgt.
11. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Viskosität von 500 bis 5000 mPas, vorzugsweise von 1000 bis 4000 mPas und
insbesondere von 2000 bis 3500 mPas, aufweisen.
12. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, enthaltend weiterhin
einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Gerüststoffe, Bleichmittel, Bleichaktivatoren,
Enzyme, Elektrolyte, nichtwäßrigen Lösungsmittel, pH-Stellmittel, Duftstoffe, Parfümträger,
Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel,
optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel,
Farbübertragungs-inhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien,
Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel,
Quell- und Schiebefestmittel sowie UV-Absorber.
13. Wäßrige Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie jeweils bezogen auf das gesamte Mittel 0,01 bis 1,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,02
bis 1 Gew.-% uns insbesondere 0,03 bis 0,5 Gew.-% eines Phosphonats enthalten.
1. Aqueous liquid detergents comprising surfactant(s) and other customary ingredients
of detergents and cleaners, which, as thickening system, comprise,
a) a polymeric thickener,
b) a boron compound, and
c) a complexing agent,
characterized in that the compositions comprise, as component a), 0.1 to 5% by weight of xanthan, and b)
in amounts of from 0.5 to 7% by weight, and c) in an amount of from 1 to 8%.
2. Aqueous liquid detergents comprising surfactant(s) and other customary ingredients
of detergents and cleaners, which, as thickening system, comprise
a) a polymeric thickener,
b) a boron compound, and
c) a complexing agent,
characterized in that the compositions comprise, as component c), citric acid in amounts of from 1 to 8%
by weight or sodium citrate in amounts of from 1 to 4% by weight, and a) in amounts
of from 0.1 to 5% by weight, and b) in amounts of from 0.5 to 7% by weight.
3. Aqueous liquid detergents according to Claim 1 or 2, characterized in that the content of surfactant(s) in the compositions is greater than
4. Aqueous liquid detergents according to Claim 2, characterized in that they comprise, as component a), 0.2 to 4% by weight, preferably 0.3 to 3% by weight
and in particular 0.4 to 1.5% by weight, of a polysaccharide.
5. Aqueous liquid detergents according to one of Claims 1 to 4, characterized in that they comprise, as component a), in each case based on the total composition, 0.2
to 4% by weight, preferably 0.3 to 3% by weight and in particular 0.4 to 1.5% by weight,
of xanthan.
6. Aqueous liquid detergents according to one of Claims 1 to 5, characterized in that they comprise, as component b), in each case based on the total composition, 0.5
to 4% by weight, preferably 0.75 to 3% by weight and in particular 1 to 2% by weight,
of boric acid or sodium tetraborate.
7. Aqueous liquid detergents according to Claim 1, characterized in that they comprise, as component c), citric acid or sodium citrate.
8. Aqueous liquid detergents according to Claim 1, characterized in that they comprise, as component c), 2.0 to 7.5% by weight, preferably 3.0 to 6.0% by
weight and in particular 4.0 to 5.0% by weight, of sodium citrate.
9. Aqueous liquid detergents according to one of Claims 1 to 8, characterized in that their content of nonionic surfactants is 10 to 40% by weight, preferably 15 to 35%
by weight and in particular 20 to 28% by weight.
10. Aqueous liquid detergents according to one of Claims 1 to 9, characterized in that their content of anionic surfactants is 10 to 35% by weight, preferably 15 to 30%
by weight and in particular 20 to 25% by weight.
11. Aqueous liquid detergents according to one of Claims 1 to 10, characterized in that they have a viscosity of from 500 to 5000 mPas, preferably from 1000 to 4000 mPas
and in particular from 2000 to 3500 mPas.
12. Aqueous liquid detergents according to one of Claims 1 to 11, further comprising one
or more substances from the group of builders, bleaches, bleach activators, enzymes,
electrolytes, nonaqueous solvents, pH regulators, fragrances, perfume carriers, fluorescence
agents, dyes, hydrotropic agents, foam inhibitors, silicone oils, antiredeposition
agents, optical brighteners, greying inhibitors, shrink preventatives, anticrease
agents, dye-transfer inhibitors, antimicrobial active ingredients, germicides, fungicides,
antioxidants, corrosion inhibitors, antistats, easy-iron agents, repellent and impregnation
agents, swelling and nonslip agents, and UV absorbers.
13. Aqueous liquid detergents according to one of Claims 1 to 12, characterized in that they comprise, in each case based on the total composition, 0.01 to 1.5% by weight,
preferably 0.02 to 1% by weight and in particular 0.03 to 0.5% by weight, of a phosphonate.
1. Agents de lavage liquides aqueux contenant un ou plusieurs tensioactifs ainsi que
d'autres constituants habituels des agents de lavage et des détergents, qui contiennent,
à titre de système épaississant,
a) un épaississant polymère,
b) un composé de bore, et
c) un formateur de complexes,
caractérisés en ce que les agents contiennent, à titre de composant a), du xanthane à concurrence de 0,1
à 5 % en poids, ainsi que b) dans des quantités de 0,5 à 7 % en poids et c) en une
quantité de 1 à 8 % en poids.
2. Agents de lavage liquides aqueux contenant un ou plusieurs tensioactifs ainsi que
d'autres constituants habituels des agents de lavage et des détergents, qui contiennent,
à titre de système épaississant,
a) un épaississant polymère,
b) un composé de bore, et
c) un formateur de complexes,
caractérisés en ce que les agents contiennent, à titre de composant c), de l'acide citrique dans des quantités
de 1 à 8 % en poids ou du citrate de sodium dans des quantités de 1 à 4 % en poids,
et a) dans des quantités de 0,1 à 5 % en poids et b) dans des quantités de 0,5 à 7
% en poids.
3. Agents de lavage liquides aqueux selon la revendication 1 ou 2, caractérisés en ce que la teneur des agents en tensioactif(s) est supérieure à 35 % en poids.
4. Agents de lavage liquides aqueux selon la revendication 2, caractérisés en ce qu'ils contiennent à titre de composant a), un polysaccharide à concurrence de 0,2 à
4 % en poids, de préférence de 0,3 à 3 % en poids et en particulier de 0,4 à 1,5 %
en poids.
5. Agents de lavage liquides aqueux selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisés en ce qu'ils contiennent à titre de composant a), du xanthane à concurrence de 0,2 à 4 % en
poids, de préférence de 0,3 à 3 % en poids et en particulier de 0,4 à 1,5 % en poids,
chaque fois rapportés à la quantité totale des agents.
6. Agents de lavage liquides aqueux selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisés en ce qu'ils contiennent à titre de composant b), de l'acide borique ou du tétraborate de sodium
à concurrence de 0,5 à 4 % en poids, de préférence de 0,75 à 3 % en poids et en particulier
de 1 à 2 % en poids, chaque fois rapportés à la quantité totale des agents.
7. Agents de lavage liquides aqueux selon la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils contiennent, à titre de composant c), de l'acide citrique ou du citrate de sodium.
8. Agents de lavage liquides aqueux selon la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils contiennent à titre de composant c), du citrate de sodium à concurrence de 2,0
à 7,5 % en poids, de préférence de 3,0 à 6,0 % en poids et en particulier de 4,0 à
5,0 % en poids.
9. Agents de lavage liquides aqueux selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisés en ce que leur teneur en tensioactifs non ioniques s'élève de 10 à 40 % en poids, de préférence
de 15 à 35 % en poids et en particulier de 20 à 28 % en poids.
10. Agents de lavage liquides aqueux selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisés en ce que leur teneur en tensioactifs anioniques s'élève de 10 à 35 % en poids, de préférence
de 15 à 30 % en poids et en particulier de 20 à 25 % en poids.
11. Agents de lavage liquides aqueux selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisés en ce qu'ils présentent une viscosité de 500 à 5000 mPa.s, de préférence de 1000 à 4000 mPa.s,
et en particulier de 2000 à 3500 mPa.s.
12. Agents de lavage liquides aqueux selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
contenant en outre une ou plusieurs substances choisies parmi le groupe comprenant
des substances de support, des agents de blanchiment, des activateurs du blanchiment,
des enzymes, des électrolytes, des solvants non aqueux, des agents de réglage du pH,
des parfums, des agents odoriférants, des agents fluorescents, des colorants, des
hydrotopes, des inhibiteurs de mousses, des huiles de silicone, des agents empêchant
la redéposition, des agents de blanchiment optique, des inhibiteurs du grisonnement,
des agents empêchant le rétrécissement, des agents de protection contre les faux-plis,
des inhibiteurs du transfert de couleurs, des principes actifs antimicrobiens, des
germicides, des fongicides, des antioxydants, des inhibiteurs de la corrosion, des
agents antistatiques, des agents facilitant le repassage, des agents hydrophobes et
d'imprégnation, des agents antigonflants et antiglissants, ainsi que des absorbants
de l'ultraviolet.
13. Agents de lavage liquides aqueux selon l'une quelconque des revendications 1 à 12,
caractérisés en ce qu'ils contiennent un phosphonate à concurrence de 0,01 à 1,5 % en poids, de préférence
de 0,02 à 1 % en poids et en particulier de 0,03 à 0,5 % en poids, chaque fois rapporté
à la quantité totale de l'agent.