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(11) |
EP 1 034 416 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.02.2002 Patentblatt 2002/09 |
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Anmeldetag: 22.09.1998 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9802/809 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9915/872 (01.04.1999 Gazette 1999/13) |
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VERFAHREN ZUR AUSWERTUNG DES BRENNRAUMDRUCKVERLAUFS
METHOD FOR EVALUATING THE MARCH OF PRESSURE IN A COMBUSTION CHAMBER
PROCEDE D'EVALUATION DE LA COURBE DE LA PRESSION DANS UNE CHAMBRE DE COMBUSTION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
23.09.1997 DE 19741820
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.09.2000 Patentblatt 2000/37 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- WALTER, Klaus
D-74321 Bietigheim-Bissingen (DE)
- BELLMANN, Holger
D-71636 Ludwigsburg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
CH-A5- 641 907 US-A- 4 633 707 US-A- 5 623 412
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DE-A1- 3 721 010 US-A- 4 802 454
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Auswertung des Brennraumdrucks bei einer
Brennkraftmaschine.
Stand der Technik
[0002] Es ist bekannt, den Verlauf des Brennraumdrucks in den Zylindern einer Brennkraftmaschine
mit Hilfe geeigneter Sensoren zu ermitteln und aus diesem Verlauf Betriebszustände
der Brennkraftmaschine zu erkennen und Ansteuersignale zur Steuerung der Brennkraftmaschine
zu gewinnen. Dabei ist üblicherweise jedem Zylinder der Brennkraftmaschine ein Brennraumdrucksensor
zugeordnet. Zusätzlich wird ein Kurbelwellensensor eingesetzt, der ein Ausgangssignal
liefert, das repräsentativ ist für die Kurbelwellenstellung. Beide Signale werden
gemeinsam im Steuergerät der Brennkraftmaschine ausgewertet. Ein Nockenwellensensor
wird dabei nicht mehr benötigt, da die Synchronisation von Kurbel- und Nockenwellenstellung
insbesonders nach dem Start aus der Verknüpfung des Brennraumdruckverlaufs und des
Kurbelwellensensorsignals möglich ist. Ein Verfahren, bei dem der Brennraumdruckverlauf
in Abhängigkeit von der Kurbelwellenstellung ausgewertet wird, zur Zylindererkennung
und zur Erzeugung von für die Zündung erforderlichen Signalen ist bekannt. Die Zylindererkennung
und die Erkennung, in welcher Kurbelwellenumdrehung eines Verbrennungszyklusses sich
die Brennkraftmaschine befindet, wird bei dem bekannten Verfahren durchgeführt, indem
beispielsweise der Druckanstieg in einem bestimmten Zylinder ausgewertet wird und
unterschieden wird, zwischen Druckanstieg im Kompressionshub und Druckanstieg bei
erfolgter Verbrennung. Da diese Werte unterschiedlich sind, läßt sich feststellen,
in welcher Kurbelwellenumdrehung sich die Brennkraftmaschine befindet. Ausgehend von
dieser Erkenntnis können Steuersignale für die Brennkraftmaschine erzeugt werden.
[0003] Bei dem bekannten Verfahren wird eine Auswertung des Brennraumdruckverlaufs zur Erkennung
der Ventilsteuerzeiten, also zur Erkennung, ob das Auslaßventil sich öffnet, ob das
Auslaßventil schließt, ob das Einlaßventil öffnet oder ob das Einlaßventil sich schließt,
nicht durchgeführt.
[0004] In der US-A-4633707 ist eine Ermittlung der Zeitpunkte 'Einlass schliesst' und 'Auslass
öffnet' über eine Druckmessung im Kalt antrieb der Brennkraftmaschine angedeutet.
Vorteile der Erfindung
[0005] Das erfindungsgemäße Verfahren mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber
den Vorteil, daß eine genaue Analyse des Brennraumdruckverlaufs durchgeführt wird,
so daß die Ventilsteuerzeiten in Bezug auf die Kurbelwellenstellung ermittelbar sind.
Dazu werden kennzeichnende Ereignisse ausgewertet, aus denen eindeutig bestimmte Ventilsteuerzeiten
erkannt werden können. Für die Ventilsteuerzeiten Auslaß öffnet, Auslaß schließt,
Einlaß öffnet, Einlaß schließt, ergeben sich charakteristische Druckverläufe, die
erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise aus dem Brennraumdruckverlauf extrahiert werden.
[0006] Weitere Vorteile der Erfindung werden durch die in den Unteransprüchen angegebenen
Maßnahmen erzielt. Dabei ist besonders vorteilhaft, daß verschiedene Ventilsteuerzeiten
durch Erkennung der verschiedenen zugehörigen kennzeichnenden Ereignisse ermittelbar
sind. Einige Ventilsteuerzeiten können auch durch eine gleichartige Auswertung des
Brennraumdruckverlaufs erkannt werden. Ein Vergleich mit brennkraftmaschinentypischen
abgespeicherten Kenngrößen ermöglicht motorspezifische Bestimmungen von Ventilsteuerzeiten.
[0007] Eine Weiterverarbeitung des Brennraumdrucksignales vor der weiteren Auswertung, also
beispielsweise eine Differentiation oder eine Integration des Brennraumdruckverlaufs
ermöglicht in vorteilhafter Weise weitere Ventilsteuerzeitermittlungen. Die Berücksichtigung
zusätzlicher Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine wie beispielsweise die Berücksichtigung
des Auftretens von klopfender Verbrennung und die daraus folgende zusätzliche Signalverarbeitung,
beispielsweise eine Mittelwertbildung, lassen in vorteilhafter Weise auch dann noch
Ventilsteuerzeiten ermitteln, wenn schwierige Bedingungen bzw. Betriebszustände der
Brennkraftmaschine auftreten.
Zeichnung
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren der Zeichnung dargestellt
und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Im einzelnen zeigt Figur
1 eine an sich schon bekannte Einrichtung zur Erfassung des Druckverlaufs in den Zylindern
einer Brennkraftmaschine. In Figur 1a sind relevante Teile der Brennkraftmaschine
dargestellt. Figur 2 zeigt einen charakteristischen Brennraumdruckverlauf über dem
Kurbelwellenwinkel. In Figur 3 ist ein Flußdiagramm eines erfindungsgemäßen Auswerteverfahrens
dargestellt und die Figuren 4, 5 und 6 zeigen verschiedene Zusammenhänge zwischen
Brennraumdruck, Brennraumvolumen und Kurbelwellenwinkel.
[0009] In Figur 1 sind die wesentlichsten Bestandteile einer Einrichtung zur Erfassung des
Brennraumdrucks in jedem Zylinder einer Brennkraftmaschine dargestellt. Dabei sind
in den Zylindern 10, 11, 12 und 13 einer Vierzylinderbrennkraftmaschine jeweils Zylinderdrucksensoren
14, 15, 16 und 17 angeordnet, die die Druckverläufe P1, P2, P3 und P4 ermitteln. Zusätzlich
ist ein Kurbelwellensensor 18 vorhanden, der ein für die Kurbelwellenstellung α charakteristisches
Ausgangssignal S1 abgibt.
[0010] Sowohl die Ausgangssignale der Zylinderdrucksensoren 14, 15, 16 und 17 als auch das
Ausgangssignal des Kurbelwellensensors 18 werden dem Steuergerät 19 der Brennkraftmaschine
zugeführt, das diese Signale verarbeitet. Über Eingänge 20 können dem Steuergerät
weitere Signale (z.B. eine Temperatur T, eine Last L usw.)zugeführt werden, die im
Steuergerät ebenfalls weiterverarbeitet werden können.
[0011] Das Steuergerät 19 umfaßt einen Multiplexer 21, über den wahlweise das Ausgangssignal
der Zylinderdrucksensoren zu einem Analog/Digitalwandler 22 geführt werden. Die Umschaltung
des Multiplexers 21 erfolgt kurbelwellenwinkelabhängig und wird durch entsprechende
Ansteuerungen vom Steuergerät 19 ausgelöst. Die eigentliche Auswertung der Signale
erfolgt in einem Mikroprozessor 23 des Steuergerätes 19, der über eine Ausgabeeinheit
23a in Abhängigkeit von den ermittelten Größen Steuersignale S2 und S3 an verschiedene
Komponenten der Brennkraftmaschine, beispielsweise Zünd-/ oder Einspritzsignale abgeben
kann.
[0012] Im Mikroprozessor 23 des Steuergerätes 19 erfolgt die Signalverarbeitung, anhand
derer auf die Ventilsteuerzeiten geschlossen werden kann, bzw. anhand derer die Ventilsteuerzeiten
ermittelt werden.
[0013] In Figur 3 ist ein Auswerteschema dargestellt, bei dem jeweils im Schritt SCH1 der
Druck aus dem Sensorsignal berechnet wird. Im Schritt SCH2 wird der Kurbelwellenwinkel
α eingelesen, sodaß im Schritt SCH3 der Bezug P(α) vorliegt. Im Schritt SCH4 wird
der Druckverlauf ausgewertet, eventuell unter Berücksichtigung abgespeicherter Daten
und im Schritt SCH5 wird auf die betreffende Ventilsteuereinheit geschlossen.
[0014] Dem Zylinder einer Brennkraftmaschine, beispielsweise dem Zylinder 10 (Fig. 1a) wird
das Kraftstoff Luftgemisch durch Öffnen des Einlaßventils 24 zugeführt. Dabei wird
bekanntermaßen der Kraftstoff vom Einspritzventil 25 vor das Einlaßventil 24 in das
Saugrohr 26 eingespritzt und über die Zündkerze 27 gezündet. Über ein Auslaßventil
28 kann das im Zylinder erzeugte Gas ausgelassen werden. Die Ansteuerung des Einlaßventils
und des Auslaßventils erfolgt in bekannter Weise mit Hilfe der nicht dargestellten
Nockenwelle bzw. der Nockenwellen. Die Nockenwelle bzw. die Nockenwellen werden von
der Kurbelwelle in bekannter Weise angetrieben. Die Lage der Nockenwelle bzw. der
Nockenwellen bezogen auf die Kurbelwelle kann durch entsprechende Ansteuersignale
S3 vom Steuergerät 19 drehzahlabhängig verändert werden. Durch die erfindungsgemäße
Erfassung der Ventilsteuerzeiten in Abhängigkeit vom Kurbelwellenwinkel kann die Zuordnung
zwischen Nockenwellenlage und Kurbelwellenlage bestimmt werden.
[0015] In Figur 2 ist der Verlauf des Brennraumdruckes P1 des Zylinders 10 über dem Kurbelwellenwinkel
α aufgetragen. Der Zylinderdruck erreicht zwei Maximalwerte, die ein Arbeitsspiel
oder 720°KW auseinander liegen. Das Maximum des Brennraumdrucks ist in dem Bereich,
in dem eine Verbrennung stattfindet, höher als in dem Bereich, in dem ausschließlich
eine Kompression auftritt. Eine Verbrennung findet im Beispiel nach Figur 2 in der
Phase Ve statt. In der Phase Ko tritt lediglich eine Kompression auf.
[0016] Der in Figur 2 schematisch dargestellte Brennraumdruckverlauf wird erfindungsgemäß
nach verschiedenen Kriterien ausgewertet, um daraus auf Ereignisse zu schließen, die
kennzeichnend für die Nockenwellenlage in Bezug auf die Kurbelwellenlage und damit
für die Ventilsitzsteuerzeiten sind. Ein solches Ereignis kann beispielsweise die
Kurbelwellenlage, bei der das Einlaßventil schließt, sein. Andere Ventilsteuerzeiten
sind die Steuerzeiten Auslaß öffnet. Einlaß öffnet, Auslaß schließt. Für jede Ventilsteuerzeit
gibt es im Druckverlauf charakteristische bzw. kennzeichnende Merkmale, deren Auswertung
im folgenden näher beschrieben wird.
[0017] Zur Detektierung der Ventilsteuerzeit "Auslaß öffnet" kann die Expansionslinie des
Brennraumdruckverlaufs ausgewertet werden. Solange das Auslaßventil geschlossen ist,
handelt es sich bei den Vorgängen im Zylinder um ein thermodynamisch geschlossenes
System, so daß die Vorgänge nach thermodynamischen Gesetzmäßigkeiten berechnet werden
können. Bei zunehmendem Volumen tritt eine Druckabnahme auf, die sich ähnlich einer
polytropen Expansion einstellt. Charakteristisch dafür ist, daß der Betrag des Druckgradienten
mit zunehmendem Volumen abnimmt. Wird das Auslaßventil geöffnet, so strömt bedingt
durch den gegenüber der Umgebung noch erhöhten Druck Gas aus dem Zylinder aus.
[0018] Dadurch nimmt der Betrag des Druckgradienten zu. Als Kennzeichen bzw. charakteristisches
Verhalten des Druckverlaufs kann somit die Auswertung des Druckgradienten für die
erfolgte Auslaßöffnung herangezogen werden. Weist der Druckgradient ein Verhalten
auf, das sich auszeichnet durch eine geringerwerdende Abnahme und eine plötzliche
Vergrößerung des Betrages des Druckgradienten, kann auf die erfolgte Auslaßöffnung
geschlossen werden. Mathematisch kann die Auswertung erfolgen, indem beispielsweise
ein Vorzeichenwechsel in der zweiten Ableitung des Drucks nach dem Volumen abgeprüft
wird. Tritt ein solcher Vorzeichenwechsel in der zweiten Ableitung des Drucks nach
dem Kurbelwinkel auf, kann auf eine erfolgte Auslaßöffnung geschlossen werden. In
Figur 4, die den Zusammenhang zwischen Druck P und Volumen V zwischen dem oberen Totpunkt
OT und dem unteren Totpunkt UT wiedergibt, würde der Punkt A1 die erfolgte Auslaßöffnung
bezeichnen. An dieser Stelle gilt, daß die zweite Ableitung des Drucks nach dem Volumen

einen Vorzeichenwechsel aufweist. Dies gilt auch für den Zusammenhang

.
[0019] Zur Detektierung der Ventilsteuerzeit "Einlaß schließt" wird das Volumen bzw. der
Kurbelwinkel detektiert, an dem die Kompressionslinie ein bekanntes, festes Niveau
durchläuft. Im einfachsten Fall wird dieses Vergleichsniveau aus dem Druckverlauf
während des Ausschiebens gewonnen. Die Lage des Schnittpunkts A2 zwischen Kompressionsdruckverlauf
und Druckverlauf während des Ausschiebens im Kurbelwinkelmuster bzw. im Volumenverlauf
läßt sich Figur 5 entnehmen. Sie ist zwar kein direktes Maß für die Ventilsteuerzeit
"Einlaß schließt" , verschiebt sich jedoch bei einer Änderung des Schließens des Einlaßventils.
Somit kann ein Sollwert für die Lage des Punktes A2 in Abhängigkeit von Last und Drehzahl
motorabhängig appliziert werden. Zur Diagnose wird dann die Abweichung des Istwertes
des Punktes A2 vom Sollwert herangezogen. Die Aufnahme der motorspezifischen Daten
kann vor einer Inbetriebnahme beispielsweise in einem Prüfstand erfolgen. Die dabei
gewonnen Daten werden in Speichern beispielsweise des Steuergerätes abgelegt, das
jederzeit auf diese Daten zurückgreifen kann.
[0020] Die Auswertung des Brennraumdruckverlaufs ist nicht nur auf den Druck-Volumen-Zusammenhang
beschränkt, sondern es ist auch eine Auswertung anhand des Druck-Kurbelwinkel-Zusammenhangs
möglich. Durch Auswertung der Lage der Punkte A3 und A4 nach Figur 6 lassen sich entsprechende
Rückschlüsse ziehen. In Figur 6 ist im übrigen der Brennraumdruck P über dem Kurbelwellenwinkel
α aufgetragen. Zusätzlich sind die Lastwechsel OT-Punkte LWOT, ein Zünd-OT-Punkt ZOT,
untere Totpunkte UT sowie Winkeln α3, β3 sowie α4, β4 eingetragen, wobei der Winkel
α3 bzw. α4 jeweils den Abstand zwischen dem unteren Totpunkt UT und dem Punkt A3 bzw.
A4 definiert, der Winkel β3 den Abstand zwischen A3 und ZOT und der Winkel β4 den
Abstand zwischen A4 und LWOT definiert. Wenn der Druck an der Stelle A3 gleich dem
Druck an der Stelle A4 ist, gilt für die Winkel α3=α4 und β3=β4.
[0021] Falls eine Auswertung des Brennraumdruckverlaufs während des Ausschiebens der im
Zylinder befindlichen Verbrennungsgase nicht möglich ist, beispielsweise wenn der
Brennraumdrucksensor infolge der hohen Verbrennungstemperatur durch thermoschockbedingte
Kurzzeitdrift nur ungenaue Signale liefert, kann die Auswertung des Brennraumdruckverlaufs
auch ersatzweise durch Vergleich mit dem Umgebungsdruck durchgeführt werden. Beispielsweise
kann zur Erkennung der Ventilsteuerzeit "Einlaßventil schließt Einlaßventil" das Volumen
bzw. der Kurbelwellenwinkel detektiert werden, bei dem der Kompressionsdruck gleich
dem Umgebungsdruck ist. In diesem Fall wird der Punkt A3 als Schnittpunkt des Kompressionsdruckverlaufs
mit dem Umgebungsdruck definiert. Damit wird jedoch eine Nullniveaukorrektur des Druckverlaufs
notwendig, dies erhöht den Rechenaufwand und kann unter Umständen zu Fehlmessungen
führen.
[0022] Falls Meßwerte des Umgebungsdrucks nicht zur Verfügung stehen oder falls es keinen
Schnittpunkt zwischen dem Umgebungsdruck und der Kompressionslinie gibt, beispielsweise
ist dies bei aufgeladenen Motoren der Fall, kann eine Auswertung des Brennraumdruckverlaufs
auch noch anhand eines Druckfestwertes erfolgen. In diesem Fall sind jedoch spezielle
Diagnosestrategien erforderlich, die eine Fehldiagnose bedingt durch eine starke Änderung
des Umgebungsdrucks, beispielsweise bei einer Höhenfahrt verhindert. Falls vom Steuergerät
eine solche Höhenfahrt, beispielsweise im Zusammenhang mit anderen Auswertungen zur
Regelung der Brennkraftmaschine erkannt wird, kann eine Erkennung von Ventilsteuerzeiten
zumindest zeitweise unterbunden werden.
[0023] Werden Ventilsteuerzeiten verändert, beispielsweise durch entsprechende Veränderung
der Nockenwellenstellungen, führt dies auch zu einer Änderung des Brennraumdruckverlaufs
während der Kompressionsphase, während der Verbrennungsphase und während der Expansionsphase.
Beispielsweise werden durch Veränderung der Nockenwellenstellung die Ventilsteuerzeiten
so verändert, daß sich der Restgasgehalt der Zylinderladung in charakteristische Weise
ändert. Ein höherer Restgasgehalt, der beispielsweise durch spätes Schließen des Auslaßventils
oder frühes Öffnen des Einlaßventils, jeweils bezogen auf den Kurbelwellenwinkel,
bedingt sein kann, erhöht sowohl den Absolutdruck als auch den Druckgradienten während
der Kompressionsphase bei angenommener gleicher Frischluftmassenzufuhr. Bei angenommenem
gleichen Zündzeitpunkt wird die Verbrennung verspätet beginnen, mit den entsprechenden
Auswirkungen auf die die Verbrennung und die Expansion beschreibenden Kennwerte. Sind
verschiedene motorspezifische Kennwerte bzw. Kennfelder in Speichern des Steuergerätes
abgelegt, kann jederzeit auf diese Kennwerte bzw. Kennfelder zurückgegriffen werden.
Ein Vergleich mit dem gemessenen Zylinderdruckverlauf ergibt bei Kenntnis der motorspezifisch
vorhandenen Zusammenhänge, beispielsweise auch mit ermittelten mathematischen Zusammenhängen,
ein Rückschließen, welche der Ventilsteuerzeiten vorliegen. Während des Motorbetriebs
können Kennwerte adaptiert werden. Aus den adaptierten Kennwerten läßt sich ebenfalls
auf die aktuellen Ventilsteuerzeiten rückschließen. Auch die Streuung der die Verbrennung
kennzeichnenden Größen von Zyklus zu Zyklus bei fremdgezündeten Motoren mit steigendem
Restgasgehalt zunimmt, läßt sich eine weitere Auswertemöglichkeit für den Verbrennungsdruckverlauf
darstellen. Damit ist die Möglichkeit gegeben, aus der Streuung der Kennwerte über
motorspezifisch ermittelte Kennfelder bzw. Kennlinien, motorspezifisch ermittelte
mathematische Zusammenhänge oder während des Motorbetriebs adaptierte Kennwerte auf
die Ventilsteuerzeiten rückzuschließen.
[0024] Eine Kombination der vorstehend erwähnten Auswertemöglichkeiten ist jederzeit möglich.
Weiterhin ist es möglich, sowohl bei der Auswertung der Druckgradienten als auch bei
der Auswertung des Druckmaximums, der Lage des Druckmaximums sowie generell bei der
Auswertung einzelner Druckverläufe zunächst eine Mittelwertbildung, beispielsweise
über mehrere Motorzyklen durchzuführen und die Mittelwerte des Brennraumdruckverlaufs
auf bestimmte Ventilsteuerzeiten kennzeichnende Größen zu untersuchen. Dabei sind
wiederum jeweils motorspezifisch ermittelte und als Kennfeld oder Kennlinie abgelegte
Zusammenhänge oder mathematische Zusammenhänge zu berücksichtigen. Zur Detektierung
wenigstens einer der Ventilsteuerzeiten "Auslaß öffnet" , "Auslaß schließt" , "Einlaß
schließt" oder "Einlaß öffnet" kann auch zunächst ein definiertes Brennraumdruckintegral
oder ein Differenzbrennraumdruckintegral gebildet werden, wobei die Integrationsgrenzen
geeignet zu wählen sind und insbesonders so gelegt werden, daß ventilsteuerzeittypische
Phasen zusammengefaßt werden.
[0025] Eine weitere Möglichkeit zur Detektierung der Ventilsteuerzeiten besteht darin, aus
dem Auftreten von Schwingungen im Brennraumdruckverlauf in Folge klopfender Verbrennung
oder aus der Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen zur Vermeidung klopfender Verbrennung,
welche wiederum aufgrund von Druckschwingungen im Brennraumdruckverlauf ergriffen
werden, kennzeichnende Größen für bestimmte Ventilsteuerzeiten abzuleiten. Dabei kann
wiederum eine zusätzliche Mittelwertbildung durchgeführt werden.
[0026] Die Erfindung läßt sich bei Brennkraftmaschinen mit beliebiger Zylinderzahl einsetzen,
wobei die zahl der Zylinderdrucksensoren beispielsweise der Zahl der Zylinder oder
der halben Zahl entspricht. In einer vereinfachten Version kann wenigstens ein Sensor
eingesetzt werden. Als Sensoren können auch Klopfsensoren eingesetzt werden bzw. beliebige
Verbrennungsablaufsensoren, aus deren Ausgangssignal für Ventilsteuerzeiten charakteristische
Merkmale gewonnen werden können.
1. Verfahren zur Auswertung des Brennraumdrucks bei einer Brennkraftmaschine mit wenigstens
einem Zylinderdrucksensor der den Zylinderdruck mißt und einem Kurbelwellenwinkelsensor,
der ein für die Kurbelwellenstellung repräsentatives Signal abgibt und einer, wenigstens
einen Mikroprozessor umfassenden Auswerteeinrichtung, der die Signale der Sensoren
zugeführt werden, wobei der Mikroprozessor aus dem Brennraumdruckverlauf in Abhängigkeit
von der Kurbelwellenwinkelstellung auf das Auftreten wenigstens einer der Ventilsteuerzeiten
"Auslaß öffnet", "Auslaß schließt", "Einlaß öffnet", "Einlaß schließt", in Bezug auf
die Kurbelwellenwinkelstellung schließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Messungen während des normalen Betriebs der Brennkraftmaschine erfolgen und dabei
auftretende Brennraumdruckverläufe oder Ereignisse, die vom Brennraumdruckverlauf
abhängen und die Ventilsteuerzeiten kennzeichnen, ausgewertet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Ventilsteuerzeit "Auslaß öffnet" geschlossen wird, wenn die Expansionslinie
des Brennraumdruckverlaufs sich so ändert, daß die Änderung des Druckgradienten mit
zunehmendem Volumen oder mit zunehmendem Kurbelwellenwinkel das Vorzeichen wechselt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erkennung "Einlaß schließt" das Volumen bzw. der Kurbelwellenwinkel detektiert
wird, bei dem der Kompressionsdruck gleich dem Druck ist, der während des Ausschiebens
bei gleichem Abstand vom oberen Totpunkt vorlag.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermittlung der Ventilsteuerzeit "Einlaß schließt" das Volumen bzw. der Kurbelwellenwinkel
detektiert wird, bei dem Kompressionsdruck gleich dem Umgebungsdruck ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erkennung der Ventilsteuerzeit "Einlaß schließt" das Volumen bzw. der Kurbelwellenwinkel
detektiert wird, bei dem der Kompressionsdruck gleich einem vorgebbaren festgelegten
Druck ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung der Ventilsteuerzeiten "Auslaß schließt" , "Einlaß schließt" oder
"Einlaß öffnet" das Absolutdruckniveau während der Verdichtung vor Einsetzen der Verbrennung
ausgewertet wird und entweder aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem über
mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf durch Vergleich mit motorspezifisch ermittelten,
als Kennfeld oder Kennlinie abgelegten Daten oder motorspezifisch ermittelten mathematischen
Zusammenhängen oder adaptierten Umrechnungsbeiwerten auf die Ventilsteuerzeiten geschlossen
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erkennung wenigstens einer Ventilsteuerzeit der Verbrennungsdruckgradient während
der Verdichtung vor Einsetzen der Verbrennung oder einem daraus berechneten polytropen
Exponenten ausgewertet wird, wobei aus dem einzelnen Druckverlauf oder aus einem über
mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf über motorspezifisch ermittelte, als Kennfeld
oder Kennlinie abgelegte Umrechnungen oder motorspezifisch ermittelte mathematische
Zusammenhänge oder adaptierte Umrechnungsbeiwerte auf die Ventilsteuerzeit geschlossen
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Absolutdruckniveau oder aus dem Druckgradienten während der Expansion vor
Öffnen des Auslaßventils oder aus einem aus den Druckgradienten berechneten Polytropenexponenten,
entweder aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem über mehrere Zyklen gemittelten
Druckverlauf, über motorspezifisch ermittelte, als Kennfeld oder Kennlinie abgelegte
Umrechnungen, motorspezifisch ermittelte mathematischen Zusammenhänge oder adaptierte
Umrechnungsbeiwerte, auf die Ventilsteuerzeiten "Auslaß schließt", "Einlaß öffnet"
oder "Einlaß schließt" geschlossen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Lage des maximalen Druckanstiegs, entweder aus einem einzelnen Druckverlauf
oder aus einem über mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf über motorspezifisch ermittelte,
als Kennfeld oder als Kennlinie abgelegte Umrechnungen, motorspezifisch ermittelte
mathematische Zusammenhänge oder adaptierte Umrechnungsbeiwerte auf die Ventilsteuerzeiten
"Auslaß schließt" , "Einlaß öffnet" oder "Einlaß schließt" geschlossen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Detektierung der Ventilsteuerzeiten wenigstens eine der folgenden Größen verwendet
wird:
Streuung der Lage des maximalen Druckanstiegs über mehrere Zyklen,
maximal auftretender Druckgradient aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem
über mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf,
Streuung des maximal auftretenden Druckgradienten über mehrere Zyklen,
Lage des Maximaldrucks aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem über mehrere
Zyklen gemittelten Druckverlauf, Streuung der Lage des Maximaldrucks über mehrere
Zyklen, Höhe des Maximaldrucks aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem über
mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf, Streuung der Lage des Maximaldrucks über
mehrere Zyklen, verwendet wird, wobei zusätzlich motorspezifisch ermittelte, als Kennfeld
oder Kennlinie abgelegte Umrechnungen, motorspezifisch ermittelte mathematische Zusammenhänge
oder adaptierte Umrechnungsbeiwerte zur Bestimmung der Ventilsteuerzeiten mitberücksichtigt
werden.
11. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß aus einer der Größen:
Streuung der Lage bestimmter Abschnitte der Energieumsetzung über mehrere Zyklen,
Lage des Maximums der Energieumsetzung aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem
über mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf,
Streuung der Lage des Maximums der Energieumsetzung über mehrere Zyklen,
maximaler Gradient der Energieumsetzung aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus
einem über mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf,
sowie unter Berücksichtigung motorspezifisch ermittelter,
als Kennfeld oder Kennlinie abgelegter Umrechnungen,
motorspezifisch ermittelter mathematischer Zusammenhänge oder adaptierter Umrechnungsbeiwerte
auf die Ventilsteuerzeiten geschlossen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß eine der folgenden Größen ausgewertet wird:
Indizierte Arbeit aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem über mehrere Zyklen
gemittelten Druckverlauf,
Streuung der indizierten Arbeit über mehrere Zyklen, indizierte Hochdruckarbeit aus
einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem über mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf,
Streuung der indizierten Hochdruckarbeit über mehrere Zyklen,
indizierte Niederdruckarbeit aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem über
mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf,
Streuung der indizierten Niederdruckarbeit über mehrere Zyklen und über motorspezifisch
ermittelte, als Kennfeld oder Kennlinie abgelegte Umrechnungen, motorspezifisch ermittelte
mathematische Zusammenhänge oder adaptierte Umrechnungsbeiwerte auf die Ventilsteuerzeiten
geschlossen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennraumdruck über einen vorgebbaren Bereich integriert wird oder daß der Brennraumdifferenzdruck
über einen vorgebbaren Bereich integriert wird, und entweder die Integrale aus einem
einzelnen Druckverlauf oder aus einem über mehrere Zyklen gemittelten Druckverlauf
gebildet werden und über motorspezifisch ermittelte, als Kennfeld oder Kennlinie abgelegte
Umrechnungen, motorspezifisch ermittelte mathematische Zusammenhänge oder adaptierte
Umrechnungsbeiwerte auf die Ventilsteuerzeiten geschlossen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Streuung des oder der Integrale über mehrere Zyklen auf die Ventilsteuerzeiten
geschlossen wird.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Auftreten von Schwingungen im Brennraumdruckverlauf infolge klopfender Verbrennung
oder aus der Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen zur Vermeidung klopfender Verbrennung,
die wiederum aufgrund von Druckschwingungen im Brennraumdruckverlauf ergriffen werden,
entweder aus einem einzelnen Druckverlauf oder aus einem über mehrere Zyklen gemittelten
Druckverlauf, über motorspezifisch ermittelte, als Kennfeld oder Kennlinie abgelegte
Umrechnungen, motorspezifisch ermittelte mathematische Zusammenhänge oder adaptierte
Umrechnungsbeiwerte auf die Ventilsteuerzeiten geschlossen wird.
1. Method of evaluating the combustion-chamber pressure in an internal combustion engine,
having at least one cylinder pressure sensor which measures the cylinder pressure,
and a crankshaft angle sensor which delivers a signal representative of the crankshaft
position, and an evaluating arrangement which comprises at least one microprocessor
and to which the signals of the sensors are fed, the microprocessor, from the combustion-chamber
pressure profile as a function of the crankshaft angular position, inferring the occurrence
of at least one of the valve control times "exhaust opening", "exhaust closing", "inlet
opening", "inlet closing" with regard to the crankshaft angular position, characterized in that the measurements are taken during the normal operation of the internal combustion
engine and combustion-chamber pressure profiles occurring in the process or events
which depend on the combustion-chamber pressure profile and characterize the valve
control times are evaluated.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the valve control time "exhaust opening" is inferred if the expansion line of the
combustion-chamber pressure profile changes in such a way that the change in the pressure
gradient with increasing volume or with increasing crankshaft angle changes the mathematical
sign.
3. Method according to Claim 1, characterized in that, to identify "inlet closing", the volume or the crankshaft angle at which the compression
pressure is equal to the pressure which was present during the exhaust at the same
distance from the top dead centre is detected.
4. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that, to determine the valve control time "inlet closing", the volume or the crankshaft
angle at which the compression pressure is equal to the ambient pressure is detected.
5. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that, to identify the valve control time "inlet closing", the volume or the crankshaft
angle at which the compression pressure is equal to a predeterminable fixed pressure
is detected.
6. Method according to Claim 1, characterized in that, to determine the valve control times "exhaust closing", "inlet closing" or "inlet
opening", the absolute pressure level during the compression before the start of the
combustion is evaluated, and the valve control times are inferred either from an individual
pressure profile or from a pressure profile averaged over a plurality of cycles, by
comparison with data determined in an engine-specific manner and filed as a characteristic
map or as a characteristic curve, or with mathematical relationships determined in
an engine-specific manner, or with adapted conversion factors.
7. Method according to Claim 1, characterized in that, to identify at least one valve control time, the combustion pressure gradient during
the compression before the start of the combustion or a polytropic exponent calculated
therefrom is evaluated, the valve control time being inferred from the individual
pressure profile or from a pressure profile averaged over a plurality of cycles, via
conversions determined in an engine-specific manner and filed as a characteristic
map or as a characteristic curve, or via mathematical relationships determined in
an engine-specific manner, or via adapted conversion factors.
8. Method according to Claim 1, characterized in that the valve control times "exhaust closing", "inlet opening" or "inlet closing" are
inferred from the absolute pressure level or from the pressure gradient during the
expansion before the opening of the exhaust valve, or from a polytropic exponent calculated
from the pressure gradient, either from an individual pressure profile or from a pressure
profile averaged over a plurality of cycles, via conversions determined in an engine-specific
manner and filed as a characteristic map or as a characteristic curve, via mathematical
relationships determined in an engine-specific manner, or via adapted conversion factors.
9. Method according to Claim 1, characterized in that the valve control times "exhaust closing", "inlet opening" or "inlet closing" are
inferred from the position of the maximum pressure increase, either from an individual
pressure profile or from a pressure profile averaged over a plurality of cycles, via
conversions determined in an engine-specific manner and filed as a characteristic
map or as a characteristic curve, via mathematical relationships determined in an
engine-specific manner, or via adapted conversion factors.
10. Method according to Claim 1,
characterized in that, to detect the valve control times, at least one of the following variables is used:
spread of the position of the maximum pressure increase over a plurality of cycles,
maximum pressure gradient which occurs from an individual pressure profile or from
a pressure profile averaged over a plurality of cycles,
spread of the maximum pressure gradient which occurs over a plurality of cycles,
position of the maximum pressure from an individual pressure profile or from a pressure
profile averaged over a plurality of cycles,
spread of the position of the maximum pressure over a plurality of cycles,
level of the maximum pressure from an individual pressure profile or from a pressure
profile averaged over a plurality of cycles,
in which case conversions determined in an engine-specific manner and filed as a characteristic
map or as a characteristic curve, mathematical relationships determined in an engine-specific
manner, or adapted conversion factors are also taken into account for determining
the valve control times.
11. Method according to Claim 1,
characterized in that the valve control times are inferred from one of the variables:
spread of the position of certain sections of the energy transformation over a plurality
of cycles,
position of the maximum of the energy transformation from an individual pressure profile
or from a pressure profile averaged over a plurality of cycles,
spread of the position of the maximum of the energy transformation over a plurality
of cycles,
maximum gradient of the energy transformation from an individual pressure profile
or from a pressure profile averaged over a plurality of cycles,
and while taking into account conversions determined in an engine-specific manner
and filed as a characteristic map or as a characteristic curve, mathematical relationships
determined in an engine-specific manner, or adapted conversion factors.
12. Method according to Claim 1,
characterized in that one of the following variables is evaluated:
indicated work from an individual pressure profile or from a pressure profile averaged
over a plurality of cycles,
spread of the indicated work over a plurality of cycles,
indicated high-pressure work from an individual pressure profile or from a pressure
profile averaged over a plurality of cycles,
spread of the indicated high-pressure work over a plurality of cycles,
indicated low-pressure work from an individual pressure profile or from a pressure
profile averaged over a plurality of cycles,
spread of the indicated low-pressure work over a plurality of cycles and via conversions
determined in an engine-specific manner and filed as a characteristic map or as a
characteristic curve, via mathematical relationships determined in an engine-specific
manner, or via adapted conversion factors.
13. Method according to Claim 1, characterized in that the combustion-chamber pressure is integrated over a predeterminable range or in that the combustion-chamber pressure difference is integrated over a predeterminable range,
and either the integrals are formed from an individual pressure profile or from a
pressure profile averaged over a plurality of cycles, and the valve control times
are inferred via conversions determined in an engine-specific manner and filed as
a characteristic map or as a characteristic curve, via mathematical relationships
determined in an engine-specific manner, or via adapted conversion factors.
14. Method according to Claim 13, characterized in that the valve control times are inferred from the spread of the integral or integrals
over a plurality of cycles.
15. Method according to Claim 1, characterized in that the valve control times are inferred from the occurrence of oscillations in the combustion-chamber
pressure profile as a result of knocking combustion or from the need for countermeasures
for avoiding knocking combustion, these countermeasures in turn being taken on account
of pressure oscillations in the combustion-chamber profile, either from an individual
pressure profile or from a pressure profile averaged over a plurality of cycles, via
conversions determined in an engine-specific manner and filed as a characteristic
map or as a characteristic curve, via mathematical relationships determined in an
engine-specific manner, or via adapted conversion factors.
1. Procédé d'évaluation de la pression de la chambre de combustion d'un moteur à combustion
interne comprenant ;
au moins un capteur de la pression de cylindre qui mesure la pression dans le cylindre
et un capteur d'angle de vilebrequin qui donne un signal représentant la position
du vilebrequin et une installation d'exploitation comprenant au moins un microprocesseur
recevant les signaux des capteurs,
le microprocesseur permettant de conclure, à partir de la courbe de la pression dans
la chambre de combustion et en fonction de la position angulaire du vilebrequin, à
l'arrivée d'au moins l'un des instants de commande de soupape « ouverture échappement
» « fermeture de l'échappement » « ouverture de l'admission » « fermeture de l'admission
» par rapport à la position angulaire du vilebrequin,
caractérisé en ce qu'
on effectue les mesures pendant le fonctionnement normal du moteur à combustion interne
et on exploite les courbes de pression de chambre de combustion ou les événements
produits, dépendant de la courbe de pression de la chambre de combustion et caractérisant
les instants de commande des soupapes.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on conclut à la situation « ouverture de l'échappement » pour l'instant de commande
des soupapes si la ligne d'expansion de la courbe de pression dans la chambre de combustion
varie de façon que la variation du gradient de pression change de signe avec l'augmentation
du volume ou l'augmentation de l'angle du vilebrequin.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pour reconnaître l'état a fermeture de l'admission » on détecte le volume ou l'angle
du vilebrequin pour lequel la pression de compression est égale à la pression existant
pendant l'échappement à la même distance du point mort haut.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
pour déterminer l'instant de commande de soupape « fermeture de l'admission » on détecte
le volume ou l'angle du vilebrequin pour lequel la pression de compression est égale
à la pression ambiante.
5. Procédé selon lune quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
pour détecter l'instant de commande de soupape « fermeture de l'admission », on détecte
le volume ou l'angle du vilebrequin pour lequel la pression de compression est égale
à une pression fixe prédéterminée.
6. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pour déterminer les instants de commande de soupape « fermeture de l'échappement »
« fermeture de l'admission » ou « ouverture de l'admission » on évalue le niveau de
pression absolue pendant la compression avant que ne se produise la combustion et
on conclut aux instants de commande de soupape à partir d'une courbe de pression simple
ou d'une courbe de pression moyenne correspondant à plusieurs cycles, avec comparaison
de données spécifiques au moteur, enregistrées sous la forme de champs de caractéristiques
ou de courbes caractéristiques ou de relations mathématiques spécifiques au moteur
ou de coefficients de conversion adaptés.
7. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pour détecter au moins un instant de commande de soupape on exploite le gradient de
la pression de combustion pendant la compression avant que ne se produise la combustion
ou un exposant polytropique calculé à partir de là et on conclut à l'instant de commande
de soupape à partir de la courbe de pression simple ou d'une courbe de pression moyenne
sur plusieurs cycles obtenue à l'aide de relations ou de coefficients de conversion
adaptés, spécifiques au moteur, et enregistrés comme caractéristiques ou comme courbes
caractéristiques ou correspondant à des relations mathématiques spécifiques au moteur.
8. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
à partir du niveau de pression absolue ou du gradient de pression, pendant l'expansion,
avant l'ouverture de la soupape d'échappement ou à partir d'un exposant polytropique
calculé à partir des gradients de pression, soit à partir d'une seule courbe de pression
ou d'une courbe de pression moyenne sur plusieurs cycles, on conclut aux instants
de commande de soupape « fermer l'échappement » « ouvrir l'admission » ou « fermer
l'admission », à l'aide de calculs de conversion obtenus, spécifiques au moteur et
enregistrés sous la forme d'une courbe caractéristique ou d'un champ de caractéristiques,
ou de relations mathématiques déterminées, spécifiques au moteur ou de coefficients
de conversion adaptés.
9. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
à partir de la position de la montée maximale en pression à partir d'une seule courbe
de pression ou d'une courbe de pression moyenne sur plusieurs cycles, on conclut aux
instants de commande de soupape « fermeture de l'échappement » « ouverture de l'admission
» ou « fermeture de l'admission » pour des conversions spécifiques au moteur, obtenues
comme courbes caractéristiques ou comme champs de caractéristiques, enregistrés, comme
relations mathématiques obtenues, spécifiques au moteur ou encore comme coefficients
de conversion adaptés.
10. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pour détecter les instants de commande des soupapes on utilise au moins l'une des
grandeurs suivantes :
dispersion de la position de la montée en pression maximale sur plusieurs cycles,
gradient de pression maximum produit à partir d'une seule courbe de pression ou une
courbe de pression moyenne sur plusieurs cycles,
dispersion du gradient de pression maximum produit sur plusieurs cycles,
position de la pression maximale à partir d'une seule courbe de pression ou d'une
courbe de pression moyenne sur plusieurs cycles,
dispersion de la position de la pression maximale sur plusieurs cycles,
amplitude de la pression maximale résultant d'une seule courbe de pression ou d'une
courbe de pression moyenne sur plusieurs cycles,
dispersion de la position de la pression maximale sur plusieurs cycles, et on tient
également compte pour déterminer les instants de commande des soupapes de conversions
enregistrées sous forme de champs de caractéristiques ou de courbes caractéristiques,
de relations mathématiques déterminées, spécifiques au moteur, ou de coefficients
de conversion adaptés.
11. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
à partir de l'une des grandeurs suivantes on conclut aux instants de commande de soupape
:
dispersion de la position de certains segments de conversion d'énergie sur plusieurs
cycles,
position du maximum de la conversion d'énergie à partir d'une seule courbe de pression
ou d'une courbe de pression moyenne sur plusieurs cycles,
dispersion de la position du maximum de la conversion d'énergie sur plusieurs cycles,
gradient maximum de la conversion d'énergie à partir d'une seule courbe de pression
ou d'une courbe de pression moyenne sur plusieurs cycles,
et en tenant compte de conversions obtenues, spécifiques au moteur, enregistrées sous
la forme de champs de caractéristiques ou de courbes caractéristiques, de relations
mathématiques obtenues, spécifiques au moteur ou de coefficients de conversion adaptés.
12. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on exploite l'une des grandeurs suivantes :
travail indexé à partir d'une seule courbe de pression ou d'une courbe de pression
moyenne sur plusieurs cycles,
dispersion du travail indexé sur plusieurs cycles,
travail de haute pression indexé à partir d'une seule courbe de pression ou dune courbe
de pression moyenne sur plusieurs cycles,
dispersion du travail de haute pression indexé sur plusieurs cycles,
travail basse pression indexé à partir d'une seule courbe de pression ou d'une courbe
de pression moyenne sur plusieurs cycles,
dispersion du travail basse pression indexé sur plusieurs cycles ou de conversions,
déterminées, spécifiques au moteur, enregistrées sous la forme d'un champ de caractéristiques
ou de courbes caractéristiques, de relations mathématiques déterminées, spécifiques
au moteur ou de coefficients de conversion adaptés, pour conclure aux instants de
commande de soupape.
13. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on intègre la pression de la chambre de combustion dans une plage prédéterminée ou
on intègre la différence de pression de la chambre de combustion dans une plage prédéterminée
et on forme l'intégrale à partir d'une seule courbe de pression ou d'une courbe de
pression moyenne sur plusieurs cycles et
on conclut aux instants de commande des soupapes par des conversions déterminées,
spécifiques au moteur, enregistrées comme champs de caractéristiques ou courbes caractéristiques,
des relations mathématiques déterminées, spécifiques au moteur ou des coefficients
de conversion adaptés.
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé en ce qu'
à partir de la dispersion de la ou des intégrales sur plusieurs cycles on conclut
aux instants de commande de soupape.
15. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
à partir de la production d'oscillations dans la courbe de pression de la chambre
de combustion, du fait d'une combustion avec cliquetis ou de la nécessité de contre-mesures,
pour éviter une combustion avec cliquetis, mesure prise à partir des oscillations
de pression dans la courbe de pression de la chambre de combustion, soit à partir
d'une seule courbe de pression ou d'une courbe de pression moyenne s'étendant sur
plusieurs cycles, on conclut aux instants de commande de soupape par des conversions
déterminées, spécifiques au moteur, enregistrées comme champs de caractéristiques
ou des courbes caractéristiques, des relations mathématiques déterminées, spécifiques
au moteur ou des coefficients de conversion adaptés.