[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Hand-Schreibgerät mit einem länglichen, eine abdeckbare
Aufnahmefläche aufweisenden Gehäuse und einer Schreibspitze.
[0002] Bei einem bekannten Hand-Schreibgerät dieser Art (DE 296 03 835) wird die Aufnahmefläche
durch einen Umfangsbereich eines Ringelementes gebildet und dient zur Aufnahme einer
Gravur u.ä.. Die Abdeckung der Aufnahmefläche erfolgt durch Aufschrauben eines Ringes,
vorzugsweise eines Metallringes, der im aufgeschraubten zustand den Eindruck eines
bei Hand-Schreibgeräten üblichen Zierringes erweckt, so daß nicht ohne weiteres zu
erkennen ist, daß der Ring abnehmbar ist und sich unter ihm eine beschriftete bzw.
beschriftbare Aufnahmefläche befindet.
[0003] Bei diesem bekannten Hand-Schreibgerät ist die Aufnahmefläche verhältnismäßig klein
ausgebildet und erstreckt sich im wesentlichen in Umfangsrichtung. Ihre Funktion beschränkt
sich auf die Aufnahme eines sehr kurzen und üblicherweise durch Gravieren erzeugten
Textes bzw. entsprechender kleiner Darstellungen.
[0004] Es ist auch bereits bekannt (US 2 156 775), auf der Außenfäche der Abdeckkappe eines
Schreibgerätes eine Aufnahmevertiefung für die Aufnahme von plattenförmigen Elementen,
die einzelne Buchstaben oder andere Zeichendarstellungen aufweisen, vorzusehen, in
die die plattenförmigen Elemente unter elastischer Verformung eingeschnappt werden.
Hierbei ist die Verwendung von speziell ausgebildeten plattenförmigen Elementen erforderlich,
und es sind nur wenige Elemente und damit Buchstaben o.ä. einsetzbar. Im übrigen sind
die eingesetzten Zeichen immer sichtbar, während beim Fehlen von eingesetzten plattenförmigen
Elementen die für diese vorgesehene Aufnahmevertiefung erkennbar ist.
[0005] Ferner ist es bekannt, auf dem Schaft eines Schreibgerätes (DE 810 251) oder auf
seiner Abdeckkappe (DE 1 006 755) einen zylindrisch geformten Darstellungsträger anzubringen,
der ggf. von einem durchsichtigen Zylinderkörper umschlossen sein kann. Hierbei steht
zwar eine große Darstellungsfläche zur Verfügung, jedoch ist diese immer sichtbar.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Hand-Schreibgerät zu schaffen, das eine Aufnahmefläche
größerer Abmessung aufweist, die im normalen Gebrauch von außen nicht erkennbar ist.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Hand-Schreibgerät der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß
derart ausgestaltet, daß die Aufnahmefläche durch eine Einsatzplatte gebildet wird,
die in eine Aussparung im Gehäuse eingesetzt ist und die über ein sich mit seiner
Schwenkachse in Richtung der Längserstreckung des Gehäuses erstreckendes Scharnier
mit einer Abdeckplatte verbunden ist, daß die Abdeckplatte in ihrer geschlossenen
Stellung die Einsatzplatte abdeckt und mit ihrer Außenfläche fluchtend zum benachbarten
Gehäusebereich angeordnet ist und daß die Aufnahmefläche bei geöffneter Abdeckplatte
zugänglich ist.
[0008] Bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Hand-Schreibgerät wird somit im Gehäuse eine
Aussparung vorgesehen, die eine Baueinheit aus Einsatzplatte und über ein Scharnier
schwenkbar mit dieser verbundener Abdeckplatte aufnimmt, wobei sich die Schwenkachse
des Scharniers in Richtung der Längserstreckung des Gehäuses erstreckt. Dadurch kann
die Einsatzplatte und damit die von ihr gebildete Aufnahmefläche eine verhältnismäßig
große Erstreckung in Richtung parallel zur Schwenkachse des Scharniers aufweisen,
so daß sich mit einer gewissen Erstreckung in Umfangsrichtung eine große Aufnahmefläche
ergibt. Die Montage erfolgt auf einfache Weise, indem die Baueinheit in die vorgefertigte
Aussparung eingesetzt und die Abdeckplatte, etwa durch Klebung, mit dem Boden der
Aussparung fest verbunden wird. Zumindest im geschlossenen Zustand verdeckt die Abdeckplatte
das Scharnier, so daß dies von außen nicht zu erkennen ist.
[0009] Einsatzplatte und Abdeckplatte können beispielsweise aus Messingblech bestehen, jedoch
ist es zweckmäßig, wenn zumindest die Außenfläche der Abdeckplatte aus Material gleicher
Farbe, vorzugseise dem gleichen Material wie der benachbarte Gehäusebereich besteht,
damit das Vorhandensein der Abdeckplatte kaschiert ist, wenn diese sich im geschlossenen
Zustand befindet.
[0010] Vorzugsweise haben Einsatzplatte und Abdeckplatte im wesentlichen gleiche Größe.
[0011] Einsatzplatte und Abdeckplatte können bezogen auf die Gehäuselängsachse gleichsinnig
und zumindest im Bereich ihrer einander benachbarten Flächen mit im wesentlichen dem
gleichen Krümmungsradius gekrümmt sein, so daß sie im geschlossenen Zustand der Abdeckplatte
eng aneinanderliegen.
[0012] Wenn das Hand-Schreibgerät ein Gehäuse aufweist, das durch einen länglichen, die
Schreibspitze aufnehmenden Halterschaft und eine auf diesem lösbar zu befestigenden
Abdeckkappe gebildet wird, ist die Aufnahmefläche vorzugsweise in der Wandung der
Abdeckkappe vorgesehen.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren
näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt in einer Ansicht ein Schreibgerät mit auf das hintere Ende seines Halterschaftes
aufgesetzter Abdeckkappe.
- Figur 2
- zeigt die Abdeckkappe aus Figur 1 mit geöffneter Abdeckplatte.
- Figur 3
- zeigt in einer Darstellung entsprechend Figur 2 die Abdeckkappe mit der Baueinheit
aus Einsatzplatte und Abdeckplatte in einer Explosionsdarstellung.
[0014] Das dargestellte Schreibgerät hat einen Halterschaft 1, aus dessem vorderen Ende
eine Schreibspitze 3 in Form einer Schreibfeder vorsteht, d.h. das dargestellte Schreibgerät
ist ein üblicher Füllfederhalter, dessen Innenaufbau nicht erläutert wird. Auf das
hintere Ende des Halterschaftes 1 ist eine Abdeckkappe 2 aufgesteckt, die wahlweise
auch auf das vordere Ende des Halterschaftes 1 aufgesetzt werden kann, uni die Schreibspitze
1 abzudecken. Die Abdeckkappe 2 trägt in üblicher Weise einen Clip 4.
[0015] In der Wandung der Abdeckkappe 2 ist eine im wesentlichen rechteckförmige Aussparung
5 ausgebildet, deren längere Seitenkanten in Richtung der Längserstreckung der Abdeckkappe
verlaufen. Die Bodenwand der Aussparung 5 ist entsprechend dem äußeren Umfang des
benachbarten Bereichs der Abdeckkappe 2 gekrümmt. Auf der Bodenwand ist durch Klebung
eine entsprechend gekrümmte, vorzugsweise aus Metall, etwa Messing bestehende Einsatzplatte
11 befestigt, deren obere Fläche 10 eine Aufnahmefläche bildet.
[0016] An einer Längskante der Einsatzplatte 11 ist, etwa durch Laser-Punktschweißung ein
rohrförmiges Scharniermittelstück befestigt, während an einer entsprechend der Einsatzplatte
11 gekrümmten und im wesentlichen gleiche Abmessungen wie diese aufweisenden Abdeckplatte
12 zwei rohrförmige Scharnierendstücke 14, wiederum beispielsweise durch Punktschweißung,
etwa Laser-Punktschweißung, befestigt sind. Durch die Scharnierstücke 13, 14 erstreckt
sich eine Scharnierachse 15, so daß Einsatzplatte 11 und Abdeckplatte 12 über das
so gebildete Scharnier schwenkbar miteinander verbunden sind.
[0017] Die Abdeckplatte 12, die aus Messing o.ä. bestehen kann, ist üblicherweise mit dem
Material beschichtet, das auch zur Herstellung der Wandung der Abdeckkappe 2 verwendet
wurde. Wenn daher die Abdeckplatte 12 aus der geöffneten Stellung gemäß Figur 2 in
die geschlossene Stellung geklappt wird, so daß ihre gekrümmte innere Fläche im wesentlichen
flächig auf der Aufnahmefläche 10 der Abdeckplatte 11 aufliegt, ergänzt die Außenfläche
der Abdeckplatte 12 nicht nur fluchtend die äußere Umfangsfläche der Abdeckkappe 2
im Bereich der Aussparung 5, sondern durch die Beschichtung mit dem Material der benachbarten
Wandung der Abdeckkappe 2 ist das Vorhandensein der Abdeckplatte 12 und damit der
in Figur 2 gezeigten Anordnung praktisch nicht mehr zu erkennen.
[0018] Um das Öffnen der Abdeckplatte 12, also dessen Bewegung in die geöffnete Stellung
gemäß Figur 2 zu vereinfachen, kann an der der Scharnieranordnung gegenüberliegenden
Seite im Rand der Aussparung 5 ein Griffausschnitt 6 ausgebildet werden, in dessen
Bereich sich der Rand der Abdeckplatte 12 ergreifen läßt, um das Öffnen der Abdeckplatte
12 zu vereinfachen.
[0019] Wie ohne weiteres in Figur 2 zu erkennen ist, kann die Aufnahmefläche 10 der Einsatzplatte
11 beschriftet und/oder graviert werden. Es ist auch möglich, die Aufnahmefläche 10
als Auflagefläche für einen dünnwandigen Abbildungs- oder Datenträger zu verwenden.
1. Hand-Schreibgerät mit einem länglichen, eine abdeckbare Autnahmefläche (10) aufweisenden
Gehäuse (1, 2), dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmefläche (10) durch eine Einsatzplatte
(11) gebildet wird die in eine Aussparung (5) im Gehäuse (2) eingesetzt ist, und die
über ein sich mit seiner Schwenkachse (15) in Richtung der Längserstreckung des Gehäuses
(1, 2) erstreckendes Scharnier mit einer Abdeckplatte (12) verbunden ist, daß die
Abdeckplatte (12) in ihrer geschlossenen Stellung die Einsatzplatte (11) abdeckt und
mit ihrer Außenfläche fluchtend zum benachbarten Gehäusebereich angeordnet ist und
daß die Aufnahmefläche (10) bei geöffneter Abdeckplatte (12) zugänglich ist.
2. Hand-Schreibgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Außenfläche
der Abdeckplatte (12) aus einem Material mit gleicher Farbe wie das Material des benachbarte
Gehäusebereichs besteht.
3. Hand-Schreibgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Außenfläche
der Abdeckplatte (12) aus dem gleichen Material wie der benachbarte Gehäusebereich
besteht.
4. Hand-Schreibgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Einsatzplatte
(11) und Abdeckplatte (12) im wesentlichen gleiche Größe haben.
5. Hand-Schreibgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Einsatzplatte
(11) und Abdeckplatte (12) im wesentlichen rechteckförmig sind und daß die größere
Erstreckung des Rechtecks in Richtung der Scharnierachse (15) verläuft.
6. Hand-Schreibgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Einsatzplatte
(11) und Abdeckplatte (12) bezogen auf die Gehäuselängsachse gleichsinnig und zumindest
im Bereich ihrer einander benachbarten Flächen mit im wesentlichen dem gleichen Krümmungsradius
gekrümmt sind.
7. Hand-Schreibgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einsatzplatte (11) in der Aussparung (5) durch Klebung befestigt ist.
8. Hand-Schreibgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im
der Scharnierachse (15) gegenüberliegenden Randbereich der Aussparung (5) eine Griffaussparung
(6) ausgebildet ist.
9. Hand-Schreibgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gehäuse einen länglichen Halterschaft (1) und eine auf diesem lösbar zu befestigende
Abdeckkappe (2) aufweist und daß die Aufnahmefläche (10) in der Wandung der Abdeckkappe
(2) vorgesehen ist.