[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit wenigstens einem seitlich eines Schwellers
angeordneten Fahrgastsitz nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten
Art.
[0002] Fahrzeugsitze in Kraftfahrzeugen sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt,
wobei sie meistens auf Längsschienen, welche auf einem Sitzuntergestell montiert sind,
verschiebbar angeordnet sind. Zur Verstellung und Arretierung der Sitzposition sind
in der Regel diverse Verbindungs- und Verriegelungseinrichtungen vorgesehen.
[0003] In der DE-GM 79 32 187 ist z.B. ein mit einer Sitzschiene verbundener Querträger
für einen Fahrgastsitz in einem Fahrzeug beschrieben, an welchem das Gestell eines
klappbaren Sitzes angelenkt ist, das in seiner normalen Stellung mit Hilfe einer Verriegelungsvorrichtung
arretiert werden kann. Diese Verriegelungsvorrichtung weist ein hakenförmig ausgebildetes
Element zum Feststellen des Fahrgastsitzes in seiner normalen Position auf, welches
an dem kippbaren Gestell des Fahrgastsitzes befestigt ist. Um den Fahrgastsitz kippen
zu können, ist eine Einrichtung zum Betätigen des hakenförmigen Elements vorgesehen,
um die Verriegelung zu öffnen.
[0004] Nachteilig ist dabei jedoch, daß bei einem Front- und/oder Heckaufprall (Crash-Fall)
die Sitzschiene sich aus ihrer Halterung lösen kann oder ein seitlicher Schweller
des Kraftfahrzeuges einknicken kann und ein Fahrgast durch die daraus resultierende
Bewegung des Fahrgastsitzes oder die Verkleinerung des Fahrgastinnenraumes verletzt
werden kann.
[0005] In der EP 0 046 227 ist eine Vorrichtung in einem Kraftfahrzeug beschrieben, bei
welcher kurze mit der Fahrzeugtür verbundene Bolzen in eine fest mit einer Sitzschiene
verbundene Einrichtung bei geschlossener Fahrzeugtür eingreifen. Damit soll eine Verbindung
zwischen der Fahrzeugtür und der Sitzschiene hergestellt werden, um eine relative
Schiebebewegung zwischen diesen zu vermeiden und im Crash-Fall einen sicheren Abstand
zwischen der Fahrzeugtür und dem Fahrgastsitz zu gewährleisten.
[0006] Dabei ist jedoch von Nachteil, daß sich die Sitzschiene bei hoher dynamischer Belastung
des Fahrgastsitzes aus ihrer Befestigung mit dem Fahrzeug lösen kann und ein darauf
sitzender Fahrgast verletzt werden kann. Weiter ist von Nachteil, daß ein seitlicher
Schweller nur ungenügend gegen eine Verformung durch Einknicken bei einem Front- oder
Heckaufprall gesichert ist.
[0007] Aus der DE 41 02 353 A1 ist ein Personenkraftwagen bekannt, bei dem die Vordersitze
jeweils auf inneren und äußeren zueinander beabstandet angeordneten Sitzschienen verschiebbar
sind. Der Personenkraftwagen weist seitliche Türschweller aus einem Leichtmetall-Strangpreßprofil
auf, an das ein vorderes und ein hinteres Abstützlager für die äußere Sitzschiene
angeschweißt ist Um eine zusätzliche dauerhafte formschlüssige Verbindung zu erhalten,
weisen die Abstützlager einen nach oben vorstehenden Rand auf, der in eine nach unten
zu offene Längsnut des Strangpreßprofils des Türschwellers eingreift. Diese Verbindung
soll sicherstellen, daß sich die Sitzschiene bei einem Front- oder einem Heckaufprall
nicht von dem Türschweller lösen kann, selbst wenn die Verschweißung des Abstützlagers
mit der Innenwand des Türschwellers brechen würde.
[0008] Nachteilig ist jedoch dabei, daß diese zusätzliche formschlüssige Verbindung einen
hohen Fertigungsaufwand erfordert und hohe Produktionskosten verursacht.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kraftfahrzeug, insbesondere
ein Personenkraftfahrzeug mit wenigstens einem Fahrgastsitz zu schaffen, mit welcher
bei einer Verunfallung des Kraftfahrzeugs eine möglichst große Sicherheit bietet,
wobei insbesondere eine Verformung durch Längsdeformation eines seitlichen Schwellers
bei einem Front- und/oder Heckaufprall vermieden werden kann.
[0010] Indem die erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtungen in Längsrichtung auf Abstand
zueinander angeordnet sind, bilden diese erst bei Auftreten einer Relativbewegung
zwischen Sitzschiene und Schweller eine wenigstens annähernd formschlüssige Verbindung
miteinander aus.
[0011] Dabei ist von Vorteil, daß bei der Fertigung keine Sondertoleranzen beachtet werden
müssen, und im normalen Betrieb des Kraftfahrzeugs Geräusche durch Aneinanderschlagen
oder -reiben der beiden Sicherheitseinrichtungen unterbleiben.
[0012] Die beiden erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtungen sind vorteilhafterweise derart
miteinander in Wirkverbindung bringbar, daß durch die bei einem Front- und/oder Heckaufprall
entstehende Verbindung zwischen den Sicherheitseinrichtungen eine äußerst starke Koppelung
der Sitzschiene und dem seitlichen Schweller gebildet wird. Damit wird eine zusätzliche
Verbindung zwischen der Sitzschiene, dem Schweller und dem Fahrzeugboden verwirklicht,
wodurch eine effektive Versteifung der Karosserie des Kraftfahrzeugs erreicht wird
und eine Verformung des Schwellers durch Einknicken vermieden wird. Dies ist besonders
bei einem Coupé von Vorteil, bei dem die Steifigkeit der Karosserie im wesentlichen
durch die Bodengruppe bestimmt ist.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen und aus den nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschriebenen
Ausführungsbeispielen.
[0014] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine stark schematisierte dreidimensionale Darstellung eines Schwellers und einer
Sitzschiene eines Kraftfahrzeugs, welche jeweils eine Sicherheitseinrichtung aufweisen;
- Fig. 2
- eine Ansicht des Schwellers und der Sitzschiene im Schnitt gemäß der Linie II-II aus
Fig. 1;
- Fig. 3
- ein hakenförmig ausgebildetes Fangblech mit einer Aussparung, in welche ein Bolzen
eingreift;
- Fig. 4
- ein Fangblech mit einer Öffnung, in der ein Bolzen angeordnet ist;
- Fig. 5
- ein doppelhakenförmig ausgebildetes Fangblech, welches an seinen Stirnseiten Aussparungen
aufweist, in die jeweils ein Bolzen eingreift;
- Fig. 6
- einen Schweller mit einer daran angeordneten Crash-Konsole, die mit einem Bolzen verbunden
ist, der in ein hakenförmiges Fangblech einer Sitzschiene eingreift; und
- Fig. 7
- einen Schweller mit einem daran angeordneten Stahlblechteil mit einem u-förmigen Abschnitt.
[0015] Fig. 1 zeigt eine stark schematisierte dreidimensionale Darstellung eines Schwellers
1 eines Kraftfahrzeugs und eine daran angrenzende Sitzschiene 2. Die Sitzschiene 2
ist auf einem Sitzuntergestell 3 fest mit einem nicht dargestellten Fahrzeugboden
des Kraftfahrzeugs verbunden und verläuft in Fahrzeuglängsrichtung des Kraftfahrzeugs.
Die Sitzschiene 2 ist mit einer weiteren parallelen Sitzschiene zur Aufnahme eines
Fahrgastsitzes (nicht dargestellt) vorgesehen, welcher in Einbaulage auf den beiden
Sitzschienen 2 verschieblich gelagert ist.
[0016] An dem Schweller 1 und an der Sitzschiene 2 ist jeweils eine Sicherheitseinrichtung
4, 5 vorgesehen, die in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs auf Abstand zueinander angeordnet
sind und derart miteinander in Wirkverbindung bringbar sind, daß über die Sicherheitseinrichtungen
4, 5 bei einer hohen dynamischen Belastung des Fahrgastsitzes und/oder des Schwellers
1 eine Verbindung zwischen dem Schweller 1 und der Sitzschiene 2 hergestellt wird.
[0017] Eine hohe dynamische Belastung kann beispielsweise durch einen Heck- und/oder Frontaufprall
(Crash) des Kraftfahrzeugs verursacht werden und eine Relativbewegung zwischen der
Sitzschiene 2 und dem Schweller 1 bewirken, durch die die Sicherheitseinrichtung 4
der Sitzschiene 2 und die Sicherheitseinrichtung 5 des Schwellers 2 in Anlage miteinander
gebracht werden.
[0018] In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Sicherheitseinrichtung 4 der Sitzschiene
2 ein hakenförmiges Fangblech 6 auf, welches mit einer Aussparung versehen ist und
mit der Sitzschiene 2 verschweißt ist. Die Sicherheitseinrichtung 5 des Schwellers
1 weist einen Bolzen oder Stift 7 auf, der mit dem Schweller 1 verschweißt ist und
in Einbaulage im Bereich der Aussparung des hakenförmigen Fangbleches 6 angeordnet
ist, ohne es zu berühren.
[0019] Ein Crash-Fall kann zu einer Verformung der Karosserie des Kraftfahrzeuges sowie
zu einer Verschiebung der Sitzschiene 2 im wesentlichen in Längsrichtung des Kraftfahrzeuges
führen, wobei der Bolzen 7 an dem hakenförmigen Fangblech 6 im Bereich der Aussparung
annähernd formschlüssig zum Anliegen kommt.
[0020] In Fig. 2 ist eine Ansicht des Schwellers 1 und der Sitzschiene 2 im Schnitt gemäß
der Linie II-II in Fig. 1 dargestellt. Die Länge des Bolzens 7 ist derart vorgesehen,
das er sich von dem Schweller 1 ausgehend durch die Aussparung des hakenförmigen Fangbleches
6 und über dieses hinaus erstreckt. Damit ist gewährleistet, daß die Verbindung zwischen
der Sitzschiene 2 und dem Schweller 1 selbst bei stärkeren Verformungen der Karosserie
des Kraftfahrzeugs, also auch insbesondere des Fahrzeugbodens des Kraftfahrzeugs sowie
des Schwellers 1, aufgrund eines Herausgleitens des Bolzens 7 aus dem Eingriff des
hakenförmigen Fangbleches 6 nicht gelöst wird.
[0021] Der Bolzen 7 ist in Vorwärtsfahrtrichtung des Kraftfahrzeugs, welche in Fig. 1 durch
einen Pfeil angegeben ist, vor dem hakenförmigen Fangblech 6 angeordnet, so daß eine
Bewegung der Sitzschiene 2 in Vorwärtsfahrtrichtung blockiert ist. Dadurch wird bei
einem Crash-Fall eine Verschiebung des Fahrgastsitzes und eine daraus resultierende
mögliche Verletzung von Fahrgästen vermieden.
[0022] Darüber hinaus ist der Schweller 1 in vertikaler Richtung über den Bolzen 7 und das
hakenförmige Fangblech 6 an der Sitzschiene 2, welche eine hohe Biegesteifigkeit aufweist,
abgestützt. Damit wird einer Verformung des Schwellers 1, wie zum Beispiel Einknicken
bei einem Crash-Fall, durch die zusätzliche Abstützung und Versteifung der Karosserie
entgegengewirkt.
[0023] Fig. 3 zeigt das hakenförmige Fangblech 6 in einer Seitenansicht, wobei der Bolzen
7 in der Aussparung angeordnet ist ohne das hakenförmige Fangblech 6 zu berühren.
Die Ausgestaltung der Sicherheitseinrichtung 4 der Sitzschiene 2 mit dem hakenförmigen
Fangblech 6 und der Sicherheitseinrichtung 5 des Schwellers 1 mit dem Bolzen 7 erlaubt
bei der Herstellung und bei der Montage große Fertigungstoleranzen, wodurch sich die
Fertigungs- und Montagekosten verringern. Darüber hinaus können auch Gebrauchtwagen
mit diesem Sicherheitskonzept nachgerüstet werden.
[0024] In Fig. 4 ist ein Fangblech 8 mit einer Öffnung 9 dargestellt, in welche der Bolzen
7 eingreift. Das Fangblech 8 kann anstatt dem hakenförmigen Fangblech 7 an der Sitzschiene
2 befestigt werden, wobei eine Bewegung der Sitzschiene 2 nicht nur in Vorwärtsfahrtrichtung
des Kraftfahrzeugs sondern auch in entgegengesetzter Richtung gegenüber dem Schweller
2 begrenzt ist. Auch in diesem Fall sind der Bolzen 7 und das Fangblech 8 in normaler
Einbaulage, also vor einem Crash-Fall, zueinander beabstandet angeordnet.
[0025] Fig. 5 zeigt ein weiteres doppelhakenförmig ausgebildetes Fangblech 10 der Sicherheitseinrichtung
4 der Sitzschiene 2, welches an jeder seiner Stirnseiten eine Aussparung aufweist,
in die ein erster, in Längsrichtung des Kraftfahrzeuges vor dem doppelhakenförmigen
Fangblech 10 angeordneter Bolzen 11 beziehungsweise ein in Längsrichtung hinter dem
Fangblech 10 angeordneter zweiter Bolzen 12 der Sicherheitseinrichtung 5 des Schwellers
1 eingreift. Mit dieser Anordnung wird ebenfalls eine Bewegung der Sitzschiene 2 gegenüber
dem Schweller 1 in Vorwärtsfahrtrichtung sowie Rückwärtsfahrtrichtung des Kraftfahrzeugs
begrenzt.
[0026] Darüber hinaus ist den Ausführungsformen gemäß Fig. 4 und Fig. 5 gemeinsam, daß der
Schweller 1 bei einem Crash-Fall in vertikaler Richtung von der Sitzschiene 2 gestützt
wird und eine Versteifung der Karosserie des Kraftfahrzeugs die passive Sicherheit
erhöht.
[0027] Es liegt selbstverständlich im Ermessen des Fachmannes, die vorbeschriebenen Ausgestaltungen
der Sicherheitseinrichtung 4 der Sitzschiene 2 an dem Schweller 1 zu befestigen und
die Ausgestaltungen der Sicherheitseinrichtung 5 des Schwellers 1 an der Sitzschiene
2 vorzusehen.
[0028] Wie in Fig. 6 dargestellt, kann die Sicherheitseinrichtung 5 des Schwellers 1 eine
Crash-Konsole 13 aufweisen, welche mit dem Schweller 1 und dem Bolzen 7 verbunden
ist, wobei sich der Bolzen 7 in seiner Länge derart über die Crash-Konsole 13 hinaus
erstreckt, daß er in die Aussparung des hakenförmigen Fangbleches 6 eingreift.
[0029] Der Bolzen 7 ist mit dem Schweller 1 und im Bereich vor dem Eingriff in das hakenförmige
Fangblech 6 mit der Crash-Konsole 13 verbunden. Damit ist eine feste Aufnahme des
Bolzens 7 in der Crash-Konsole 13 gewährleistet.
[0030] Die Crash-Konsole 13 ist als ein taschenartiges Stanzbiegeteil bzw. Hohlteil ausgebildet
und mit dem Schweller 1 wenigstens abschnittsweise verschweißt.
[0031] Durch die besondere Ausgestaltung der Crash-Konsole 13 als Hohlteil weist sie eine
hohe Stabilität zur Übertragung von Kräften zwischen der Sitzschiene 2 und dem Schweller
1 quer zur Längsachse des Kraftfahrzeugs auf und stellt somit einen Seitenaufprallschutz
dar.
[0032] Gemäß Fig. 7 ist die Sicherheitseinrichtung 5 des Schwellers 1 mit einem Stahlblechteil
14 versehen, welches das hakenförmige Fangblech 6 mit einem wenigstens annähernd u-förmig
ausgebildeten Abschnitt 15 untergreift. Im Bereich der Aussparung des hakenförmigen
Fangbleches 6 ist eine Hülse 16 angeordnet, welche sich von einem Schenkel 17 des
u-förmigen Abschnittes 15 durch die Aussparung des hakenförmigen Fangbleches 6 hindurch
bis zu einem zweiten Schenkel 18 des Abschnittes 15 erstreckt.
[0033] Die Hülse 16 ist mit den beiden Schenkeln 17, 18 verschweißt und greift bei einer
Verschiebung der Sitzschiene 2 gegenüber dem Schweller 1 in Vorwärtsfahrtrichtung
in das hakenförmige Fangblech 6 ein, wodurch eine Verbindung zwischen dem Schweller
1 und der Sitzschiene 2 über das Stahlblechteil 14 hergestellt ist. Damit wird die
Versteifung der Karosserie des Kraftfahrzeugs erhöht und eine Deformation des Schwellers
1 bei einem Crash-Fall durch vertikale Abstützung an der Sitzschiene 2 vermieden.
Zusätzlich werden über das Stahlblechteil 14 bei einem Unfall Kräfte quer zur Längsachse
des Kraftfahrzeugs von dem Schweller 1 auf die Sitzschiene 2 übertragen, womit es
sich ebenfalls als Seitenaufprallschutz eignet.
[0034] Darüber hinaus können die Bolzen 7, 11, 12, die Fangbleche 6, 8, 10, die Crash-Konsole
13 und das Stahlblechteil 14 anstatt über eine Verschweißung auch über eine andere
für den Anwendungsfall geeignete Verbindung, wie beispielsweise Verschraubung, mit
dem Schweller 1 oder der Sitzschiene 2 verbunden sein.
[0035] In einer weiteren von den vorliegenden Ausführungsbeispielen abweichenden, nicht
dargestellten Ausführungsform kann es vorgesehen sein, die Fangbleche 6, 8, 10 auch
einstückig mit der Sitzschiene 2 oder dem Schweller 1 auszubilden.
1. Kraftfahrzeug mit wenigstens einem seitlich eines Schwellers angeordneten Fahrgastsitz,
welcher auf in Längsrichtung des Kraftfahrzeuges verlaufenden und über ein Sitzuntergestell
mit einem Fahrzeugboden fest verbundenen Sitzschienen angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schweller (1) und die an den Schweller (1) angrenzende Sitzschiene (2) jeweils
einander zugeordnete Sicherheitseinrichtungen (4, 5) aufweisen, die in Längsrichtung
des Kraftfahrzeugs auf Abstand zueinander angeordnet sind und derart miteinander in
Wirkverbindung bringbar sind, daß die Sitzschiene (2) und der Schweller (1) über die
Sicherheitseinrichtungen (4, 5) bei einer hohen dynamischen Belastung des Fahrgastsitzes
und/oder des Schwellers (1) verbunden sind.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung zwischen den Sicherheitseinrichtungen (4, 5) eine Bewegung der
Sitzschiene (2) in Fahrzeuglängsrichtung blockiert.
3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung zwischen den Sicherheitseinrichtungen (4, 5) derart ausgebildet
ist, daß der Schweller (1) in vertikaler Richtung von der Sitzschiene (2) abgestützt
ist.
4. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitseinrichtung (4) der Sitzschiene (2) ein hakenförmiges Fangblech
(6) aufweist.
5. Kraftfahrzeug nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitseinrichtung (5) des Schwellers (1) wenigstens einen Bolzen (7)
oder einen Stift aufweist.
6. Kraftfahrzeug nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bolzen (7) oder Stift bei einer Relativbewegung zwischen der Sitzschiene (2)
und dem Schweller (1) in eine ihm zugewandte Aussparung des Fangbleches (6) wenigstens
annähernd formschlüssig eingreift.
7. Kraftfahrzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bolzen (7) oder Stift in Vorwärtsfahrtrichtung des Kraftfahrzeugs vor dem
Fangblech (6) angeordnet ist und bei einer Verschiebung der Sitzschiene (2) gegenüber
dem Schweller (1) in Vorwärtsfahrtrichtung oder einer Verschiebung des Schwellers
(1) gegenüber der Sitzschiene (2) in Rückwärtsfahrtrichtung in die Aussparung des
Fangbleches (6) eingreift.
8. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitseinrichtung (5) des Schwellers (1) zu der Sicherheitseinrichtung
(4) der Sitzschiene (2) in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs auf Abstand angeordnet
ist und diese wenigstens teilweise umgreift.
9. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitseinrichtung (4) der Sitzschiene (2) ein doppelhakenförmig ausgebildetes
Fangblech (10) mit zwei Aussparungen aufweist und die Sicherheitseinrichtung (5) des
Schwellers (1) mit zwei Bolzen (11, 12) versehen ist, wobei das doppelhakenförmige
Fangblech (10) in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs zwischen den Bolzen (11, 12) angeordnet
ist.
10. Kraftfahrzeug nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils eine Aussparung zu dem vorderen Bolzen (11) und die andere Aussparung
zu dem hinteren Bolzen (12) hin gerichtet ist, so daß jeweils einer der Bolzen (11,
12) bei einer Relativbewegung in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs zwischen dem Schweller
(1) und der Sitzschiene (2) in die ihm zugewandte Aussparung eingreift.
11. Kraftfahrzeug nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitseinrichtung (5) des Schwellers (1) eine Crash-Konsole (13) aufweist,
welche mit dem Schweller (1) und dem Bolzen (7) verbunden ist.
12. Kraftfahrzeug nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitseinrichtung (5) des Schwellers (1) ein Stahlblechteil (14) aufweist,
welches das hakenförmige Fangblech (6) mit einem wenigstens annähernd u-förmig ausgebildeten
Abschnitt (15) untergreift und im Bereich der Aussparung des hakenförmigen Fangbleches
(6) mit einer Hülse (16) versehen ist, welche sich von einem Schenkel (17) des u-förmigen
Abschnittes (15) durch die Aussparung hindurch bis zu einem zweiten Schenkel (18)
des Abschnittes (15) erstreckt.