[0001] Die Erfindung betrifft einen Isolierbehälter, insbesondere aus biologisch abbaubaren
Materialien, mit einem Innenbecher aus einem entlang, insbesondere parallel zu einer
Schnittkante verklebten Zuschnitt gebildeten Innenmantel und aus einem mit diesem
verbundenen Bodenteil sowie mit einem mit zumindest eine Außenseite des Innenbechers
stellenweise verbundenen Isoliermantel, dessen Oberkante zumindest stellenweise mit
einer eine obere Becheröffnung des Innenbechers umrandenden Mundrolle von unten in
Anlage ist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
Isolierbechers, wobei ein im wesentlichen kegelstumpfförmiger Hohlkörper aus einem
sektorförmigen Zuschnitt gebildet wird; ein Bodenteil in den Hohlkörper eingesetzt
und beide unter Bildung eines Innenbechers verbunden werden, ein oberer, eine Becheröffnung
umgebender Rand des Innenbechers unter Bildung einer im wesentlichen runden Mundrolle
eingerollt und der Isoliermantel auf einer Außenseite des Innenbechers aufgebracht
wird.
[0002] Ein solcher Isolierbecher, beziehungsweise ein solches Verfahren zur Herstellung
eines Isolierbechers ist aus der US-A-5226585 bekannt. Dieser Isolierbecher dient
insbesondere zur Aufbewahrung und zum Verzehr von temperierbaren Nahrungsmitteln,
wie Getränken, Suppen oder dergleichen. Durch den Isoliermantel soll dabei eine Wärmedämmung
bereitgestellt werden, die einerseits die Temperatur des im Becher eingefüllten Nahrungsmittels
länger aufrecht erhält und andererseits insbesondere bei erhitzten Nahrungsmitteln
einen ungedämmten Kontakt zu diesen vermeiden soll.
[0003] Nachteilig bei einem solchen vorbekannten Becher beziehungsweise bei dem vorbekannten
Herstellungsverfahren ist, daß insgesamt die Dichtheit des Bechers gegenüber in das
Bechermaterial eindringender Flüssigkeit unzureichend ist. Ein solcher Becher weist
mehrere Schnittkanten entlang der entsprechenden Zuschnitte auf, aus denen der Becher
hergestellt wird. Diese Schnittkanten sind in der Regel nicht versiegelt oder abgedichtet.
Eine solche Schnittkante ist beispielsweise auf einer Innenseite des Bechers und eine
weitere Schnittkante des gleichen Zuschnitts ist innerhalb der Mundrolle angeordnet.
Schließlich ist zumindest noch eine Schnittkante des Isoliermantels benachbart zur
Mundrolle oder in stellenweiser Anlage mit dieser angeordnet.
[0004] Ist in dem Isolierbecher eine Flüssigkeit oder ein zumindest Flüssigkeit enthaltenes
Nahrungsmittel eingefüllt, kann diese Flüssigkeit beispielsweise über die Schnittkante
auf der Innenseite des Bechers in das Bechermaterial eindringen und möglicherweise
das Material und/oder Klebestellen des Materials zur Bildung des Bechers aufweichen.
Dadurch wird die Dichtheit des Bechers negativ beeinflußt.
[0005] Bei Verwendung des Bechers als Trinkgefäß kann außerdem Flüssigkeit entlang der Mundrolle
zu den oben beschriebenen weiteren Schnittkanten gelangen und über diese in das Bechermaterial
eindringen. Dies führt ebenfalls zu einem Aufweichen der entsprechenden Materialien
und gegebenenfalls zu einer negativen Beeinflussung der Wärmedämmung durch den Isoliermantel.
[0006] Als weiterer Nachteil ist zu betrachten, daß durch in das Bechermaterial eingedrungene
Flüssigkeit das Erscheinungsbild des Bechers negativ beeinflußt werden kann, und,
falls der Becher gar durch die in das Material eingedrungene Flüssigkeit undicht wird,
ein Benutzer gegebenenfalls durch den Becherinhalt beschmutzt wird.
[0007] Schließlich ist noch zu beachten, daß der Inhalt eines solchen Bechers auch in einer
Mikrowelle erhitzt werden kann. Dadurch wird im Becher enthaltene Flüssigkeit zum
Sieden gebracht und gegebenenfalls im Bechermaterial eingedrungene Flüssigkeit verdampft
und expandiert, so daß eine Beschädigung des Bechers durch Ablösen entsprechender
Teile des Bechers auftreten könnte.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Becher, beziehungsweise das Verfahren
zu dessen Herstellung der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß ein
gut abgedichteter und versiegelter Becher erhalten wird, der einfach und kostengünstig
herstellbar ist.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 beziehungsweise
13 gelöst.
[0010] Gemäß der Erfindung werden alle mit dem Inhalt des Bechers gegebenenfalls in Berührung
kommende Schnittkanten weitestgehend abgedichtet und versiegelt, so daß ein Eindringen
von Flüssigkeit in das Bechermaterial über die Schnittkanten so gut wie ausgeschlossen
ist. Die innenliegende Schnittkante auf der Innenseite des Behälters wird direkt abgedichtet
und die in der Mundrolle angeordnete Schnittkante wird durch Flachpressen der Mundrolle
ebenfalls weitestgehend durch das sie umgebende Material der Mundrolle abgedichtet.
Um weiterhin eine obere Schnittkante entlang der Oberkante des Isoliermantels ebenfalls
abzudichten, kann diese in Anlage mit einer aufgrund des Flachpressens der Mundrolle
im wesentlichen ebenen Unterseite der Mundrolle gebracht werden. Dadurch liegt die
Schnittkante unten an der Unterseite der Mundrolle an, so daß ein Eindringen von gegebenenfalls
entlang der Mundrolle fließender Flüssigkeit in diese Schnittkante deutlich erschwert
ist.
[0011] Dadurch, daß Flüssigkeit über die Schnittkanten in das Bechermaterial nicht mehr
eindringen kann, entfällt ein Aufweichen des Materials durch die eingedrungene Flüssigkeit,
wie oben beschrieben. Das heißt, das Erscheinungsbild des Bechers verändert sich nicht
und auch bei einem Erhitzen des Becherinhalts in einer Mikrowelle ergibt sich keine
Beschädigung des Bechers durch ins Bechermaterial eingedrungene, verdampfende Flüssigkeit.
[0012] Weiterhin ist im Zusammenhang mit der flachgepreßten Mundrolle zu beachten, daß diese
im Vergleich zur runden Mundrolle radial weiter nach außen vom Becher absteht und
daher beispielsweise Lippen eines Benutzers des Bechers weniger in Kontakt mit der
Außenseite des Bechers geraten. Dadurch wird weniger Flüssigkeit entlang der Mundrolle
in Richtung Isoliermantel gelangen. Außerdem bildet die flachgepreßte Mundrolle an
ihrem äußeren Ende eine Art Abtropfkante, um die Flüssigkeit weit schwieriger in Richtung
Isoliermantel fließen kann, als um die bekannte runde Mundrolle.
[0013] Die flachgepreßte Mundrolle ermöglicht weiterhin durch ihre im Vergleich zur runden
Mundrolle größerflächige Oberseite ein einfacheres Anbringen und Abdichten eines Deckels.
Schließlich ist noch zu beachten, daß bei einer runden Mundrolle auf deren Unterseite
ein relativ großer Spalt zwischen Mundrolle und Isoliermantel beziehungsweise Innenbecher
gebildet ist, über den Flüssigkeit in die Mundrolle und auch in die Schnittkante des
Isoliermantels beziehungsweise zwischen diesem und dem Innenbecher eindringen kann.
Ein erheblich schmalerer Spalt ist zwischen der erfindungsgemäß flachgepreßten Mundrolle
und Innenbehälter beziehungsweise Isoliermantel gebildet.
[0014] Bei einem einfachen Ausführungsbeispiel wird ein entsprechendes Dichtmaterial zumindest
entlang der auf der Innenseite des Innenbechers angeordneten Schnittkante aufgetragen
und versiegelt diese. Da die übrigen, oben angesprochenen Schnittkanten in der Regel
nur eine viel kürzere Zeit in Kontakt mit einer Flüssigkeit sind, kann auf das Auftragen
eines solchen Dichtmaterials auf diese Schnittkanten verzichtet werden.
[0015] Eine einfache Herstellung der Abdichtung der Schnittkante beziehungsweise ein einfaches
Auftragen des Dichtmaterials ergibt sich, wenn das Dichtmaterial ein um die Schnittkante
herumgefalteter Dichtstreifen ist. Ein solcher Dichtstreifen wird auf einer Seite
des Zuschnitts entlang der Schnittkante aufgebracht und steht über die Schnittkante
über. Dann wird der überstehende Teil des Dichtstreifens um die Schnittkante herumgefaltet
und auf der Rückseite des Zuschnitts festgelegt. In diesem Zusammenhang sei angemerkt,
daß beispielsweise auch eine auf dem Zuschnitt aufkaschierte Dichtfolie den Dichtstreifen
mit Überstand über die Schnittkante bilden kann. Solche Dichtfolien werden auf Zuschnitte
aus Papier oder Karton aufkaschiert, um diese wasser- und ölbeständig zu machen.
[0016] In diesem Zusammenhang ist es weiterhin als vorteilhaft zu betrachten, wenn das Dichtmaterial
auf einem Polymermaterial und insbesondere aus einem eine auf der Innenseite und/oder
Außenseite des Innenbechers aufkaschierte Dichtfolie bildenden Polymermaterial ist.
Das heißt, Dichtmaterial und Dichtfolie können aus dem gleichen Material sein. Ein
gut verwendbares und einfach einsetzbares Material ist beispielsweise in diesem Zusammenhang
Polyethylen.
[0017] Um Dichtstreifen und Dichtfolie beim Zusammensetzen des Innenmantels beziehungsweise
des Innenbechers gut miteinander zu verbinden, können die mit einander in Kontakt
kommenden Bereiche von Dichtfolie und Dichtstreifen so weit erwärmt und aufeinander
gepreßt werden, daß im wesentlichen ein Verschweißen von Dichtstreifen und Dichtfolie
stattfindet.
[0018] Um die Schnittkante im Bereich der Mundrolle ebenfalls gut abdichten zu können, kann
die flachgepreßte Mundrolle als ein zumindest zweilagiger, im wesentlichen radial
nach außen vom Isolierbecher abstehender, vom oberen Ende des Innenbechers gebildeter,
Randflansch der Becheröffnung ausgebildet sein. Eine Versiegelung des Randflansches
kann dabei durch ein Flachpressen der Mundrolle in erwärmtem Zustand erfolgen, so
daß die aufkaschierte Dichtfolie teilweise aufgeschmolzen wird und bei ihrem wieder
Abkühlen und Aushärten die Versiegelung bildet. Dabei können die verschiedenen Lagen
der flachgepreßten Mundrolle, wie bereits vorangehend ausgeführt, miteinander über
die Dichtfolie verschweißt sein.
[0019] Um einen einfach herstellbaren Randflansch zu erhalten, kann eine obere Lage der
Mundrolle relativ zum Innenbecher radial nach außen verlaufen und mit dieser eine
radial nach innen verlaufende, untere Lage verbunden sein, welche die im wesentlichen
ebene Unterseite aufweist, mit der die Oberkante des Isoliermantels von unten in Anlage
ist.
[0020] Die Abdichtung der Schnittkante im Bereich der Mundrolle läßt sich verbessern, wenn
die untere Lage unter Bildung einer Zwischenlage an ihrem dem Innenbecher zugeordneten
Ende nach oben und radial nach außen umgefaltet ist. Dadurch ist am freien Ende der
Zwischenlage die entsprechende Schnittkante angeordnet, die bei diesem Ausführungsbeispiel
sicher zwischen oberer und unterer Lage abgedichtet ist.
[0021] Durch die Anlage der Oberkante des Isoliermantels an der Unterseite der Mundrolle
wird nicht nur sicher ein Eindringen von Flüssigkeit über die Schnittkante in das
entsprechende Material verhindert. Gleichzeitig wird ebenfalls ein Eindringen von
Flüssigkeit zwischen Isoliermantel und Innenbecher verhindert. Dadurch werden gegebenenfalls
durch die eingedrungene Flüssigkeit gebildete Wärmebrücken in zwischen Isoliermantel
und Innenbecher gebildeten Luftkammern verhindert. Vorzugsweise sind eine Mehrzahl
solcher Luftkammern ausgebildet.
[0022] Zur einfachen Herstellung solcher Luftkammern und gleichzeitig zur einfachen Befestigung
des Isoliermantels am Innenbecher, können die Luftkammern von gegebenenfalls in Mustern
angeordneten Einprägungen im Isoliermantel zumindest teilweise umrandet sein und die
Verbindung von Isoliermantel und Innenbecher erfolgt wenigstens entlang dieser Einprägungen.
Die Einprägungen können vor, gleichzeitig mit oder nach einem Bedrucken des Isoliermantels
ausgebildet werden. Die Prägungen können in einer Vielzahl von Mustern angeordnet
werden, wie beispielsweise Rillen längs und/oder quer im Isoliermantel, wobei die
Rillen sich über die gesamte Höhe oder entlang des gesamten Umfangs des Innnenbechers
erstrecken können. Weitere Muster für solche Einprägungen sind offensichtlich und
können gleichzeitig das ästhetische Erscheinungsbild des Isolierbechers positiv beeinflussen
und/oder im Zusammenhang mit einer Bedruckung des Isoliermantels stehen.
[0023] Der Isoliermantel kann sich bei einem einfachen Ausführungsbeispiel der Erfindung
von der Mundrolle nur über eine gewisse Höhe des Isolierbechers erstrecken. Um eine
Wärmedämmung über die gesamte Außenseite des Innenbechers zur Verfügung zu stellen,
kann der Isoliermantel sich allerdings nach unten bis zum Bodenteil des Innenbechers
erstrecken und beispielsweise formbündig zur Unterkante des Bechers enden.
[0024] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung kann die auf der Außenseite
des Innenbechers angeordnete Schnittkante des entsprechenden Zuschnitts entsprechend
zur auf der Innenseite angeordneten Schnittkante abgedichtet beziehungsweise versiegelt
werden. Dies kann durch einen separaten Dichtstreifen oder auch durch den bereits
oben beschriebenen Dichtstreifen erfolgen, der zusätzlich um diese außenliegende Schnittkante
herumgelegt und verschweißt wird.
[0025] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Isolierbecher anhand
der in der Zeichnung dargestellten Figuren näher erläutert.
[0026] Es zeigen:
- Figur 1
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Isolierbechers;
- Figur 2
- eine vergrößerte Ansicht eines Details "X" aus Figur 1;
- Figur 3
- eine vergrößerte Ansicht eines Details "Y" aus Figur 1;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf einen Zuschnitt für einen Innenbecher des Isolierbechers nach
Figur 1, und
- Figur 5
- eine Draufsicht auf einen Zuschnitt für einen Isoliermantel des Isolierbechers nach
Figur 1.
[0027] In Figur 1 ist ein teilweise geschnittener Isolierbecher 1 in einer Seitenansicht
dargestellt.
[0028] Der Isolierbehälter 1 ist aus einem Innenbecher 2 und einem auf dessen Außenseite
7 aufgebrachten Isoliermantel 8 gebildet. Der Innenbecher 2 setzt sich zusammen aus
einem zu einem Hohlkörper 24 geformten Innenmantel 5 und einem Bodenteil 6. Der Hohlkörper
24 ist in etwa kegelstumpfförmig und weist eine Mundrolle 11 am oberen Ende 28 auf,
welche eine Becheröffnung 10 umrandet. Am unteren Ende des Hohlkörpers 24 weist dieser
einen U-förmig gefalteten unteren Bereich des Innenmantels 5 auf, in den, siehe auch
Figur 3, ein nach unten vorstehender, umlaufender Rand 33 des Bodenteils 6 eingesetzt
ist.
[0029] Auf einer Innenseite 27 und gegebenenfalls auch auf einer Außenseite des Hohlkörpers
24 beziehungsweise des Innenmantels 5 ist zu dessen Flüssigkeitsabdichtung eine in
der Regel transparente Dichtfolie 16, siehe auch Figur 4, aufkaschiert.
[0030] Eine entsprechende Dichtfolie ist auch auf dem Bodenteil 6 aufkaschiert.
[0031] Der Isoliermantel 8 kann aus dem gleichen Material wie der Innenmantel 5 aufgebaut
sein. Er erstreckt sich von unterhalb der Mundrolle 11, mit der er mittels einer Oberkante
9 in Anlage ist, bis zu seiner Unterkante 31, die formschlüssig mit einer Unterkante
30, siehe Figur 3, des Innenbechers 2 abschließt. Der Isoliermantel liegt relativ
dicht auf der Außenseite 7 des Innenbechers 2 an und ist dort zumindest stellenweise
mit diesem verbunden.
[0032] Auf einer Außenseite des Isoliermantels 8 sind eine Vielzahl von Einprägungen ausgebildet.
Diese können in unterschiedlichen Mustern angeordnet sein. Im Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 erstreckt sich eine Gruppe von Einprägungen im wesentlichen parallel
zur Mittelachse 32 des Isolierbechers 1 über jeweils eine gewisse Länge und eine zweite
Gruppe von Einprägungen 23 erstreckt sich senkrecht zur ersten Gruppe. Die verschiedenen
Gruppen der Einprägungen umranden Luftkammern 22, die zwischen Isoliermantel 8 und
Innenmantel 5 ausgebildet sind. Andere Muster und Ausbildungen der Einprägungen 23
sowie der Form und Größe der Luftkammem sind offensichtlich.
[0033] In Figur 2 ist das Detail "X" aus Figur 1 vergrößert dargestellt.
[0034] Die Mundrolle 11 ist dreilagig aus einer ersten oberen Lage 17, einer zweiten unteren
Lage 18 und einer zwischen diesen angeordneten Zwischenlage 20 gebildet. Die verschiedenen
Lagen sind durch Einrollen eines Randes 25, siehe Figur 4, des Zuschnitts 4 gebildet,
wobei die Mundrolle nach dem Einrollen flachgedrückt und die Lagen miteinander verschweißt
sind.
[0035] Die verschiedenen Lagen erstrecken sich jeweils radial nach außen vom Isolierbecher
1 und umranden die Becheröffnung 10, siehe Figur 1.
[0036] Die obere Lage 17 verläuft radial nach außen und weist eine im wesentlichen ebene
Oberseite 12 auf. An die obere Lage 17 schließt sich die nach innen in Richtung Innenmantel
5 umgefaltete untere Lage 18 an. Diese weist gegenüberliegend zur Oberseite 12 eine
ebenfalls im wesentlichen ebene Unterseite 13 auf. Am Ende 21 der unteren Lage 18
schließt sich die wiederum radial nach außen geführte Zwischenlage 20 an, die mit
einer Schnittkante 29, siehe auch Figur 4, endet.
[0037] Insgesamt bildet die flachgepreßte Mundrolle 11 einen Randflansch 19, mit dessen
Unterseite 13 die ebenfalls durch eine Schnittkante gebildete Oberkante 9, siehe auch
Figur 5, des Isoliermantels 8 in Anlage ist.
[0038] Im Bereich des Endes 21 der unteren Lage 18 ist ein Spalt zwischen Mundrolle 11 und
Außenseite 7 des Innenmantels 5 gebildet. Dieser ist aufgrund der Flachpressung der
Mundrolle 11 relativ schmal und im wesentlichen durch Anlage von Oberkante 9 des Isoliermantels
8 und Unterseite 13 der Mundrolle 11 verschlossen.
[0039] In Figur 3 ist das Detail "Y" nach Figur 1 vergrößert dargestellt.
[0040] Wie bereits ausgeführt, endet der Isoliermantel 8 mit seiner ebenfalls durch eine
Schnittkante gebildeten Unterkante 31 formbündig mit einer Unterkante 30 des Innenbechers
2, siehe auch Figur 1. Die Unterkante 30 des Innenbechers 2 ist durch den U-förmigen
unteren Bereich des Innenbechers 2 gebildet, in den der Rand, beziehungsweise Randschenkel
33 des Bodenteils 6 eingesetzt ist. U-förmiger Bereich des Innenbechers 2 und Randschenkel
33 des Bodenteils 6 sind miteinander verpreßt und gegebenenfalls verschweißt. Dadurch
ist eine Schnittkante 35 am unteren Ende des Randschenkels 33 abgedichtet im U-förmigen
Bereich angeordnet. Eine weitere Schnittkante 34, siehe auch Figur 4, des Innenbechers
2 weist zu einem flachen Bereich des Bodenteils 6.
[0041] In Figur 4 ist eine Draufsicht auf den Zuschnitt 4 zur Bildung des Innenbechers 2
dargestellt. Der Zuschnitt ist kreissektorförmig, wobei die Schnittkanten 29 und 34
bezüglich eines gleichen Kreismittelpunktes unterschiedliche Radien aufweisen. Die
Schnittkante 29 bildet einen Abschluß eines Randes 25 des Zuschnitts 4, der zur Bildung
der Mundrolle 11, siehe Figuren 1 und 2, umgerollt und flach gepreßt wird, wodurch
die Schnittkante 29 als Ende der Zwischenlage 20, siehe Figur 2, abgedichtet in der
Mundrolle 11 aufgenommen ist.
[0042] Die Schnittkante 34, siehe auch Figur 3, ist unterhalb des flachen Bereichs des Bodenteils
6 bei fertiggestelltem Innenbecher 2 angeordnet.
[0043] Die seitlichen Schnittkanten 3 und 26 sind bei fertiggestelltem Innenbecher 2 so
angeordnet, daß die Schnittkante 3 auf der Innenseite 27 des Innenbechers 2 und die
Schnittkante 26 auf dessen Außenseite angeordnet ist. Entlang der Schnittkante 3 ist
ein Dichtstreifen 15 als Dichtmaterial 14 aufgebracht. Der Dichtstreifen ist nach
Figur 4 auf einer Seite des Zuschnitts 4 als schraffierter Bereich aufgebracht und
ist als Dichtstreifens 15 um die Schnittkante 3 herum auf die andere Seite festgelegt.
Durch das Umfalten des Dichtstreifens 15 und das anschließende Verschweißen von Dichtstreifen
und Dichtfolie 16 ist die Schnittkante 3 flüssigkeitsdicht versiegelt.
[0044] In Figur 5 ist eine Draufsicht auf einen Zuschnitt 36 zur Bildung des Isoliermantels
8 dargestellt. Dieser Zuschnitt ist ebenfalls kreissektorförmig mit gekrümmten Schnittkanten
9 und 31, die bei auf dem Innenbecher 2 aufgebrachtem Innenmantel 8, siehe Figur 1,
Ober- und Unterkante des Isoliermantels bilden.
[0045] Exemplarisch ist auf dem Zuschnitt 36 ein Muster von Einprägungen 23 dargestellt.
[0046] Innenbecher 2 und Isoliermantel 8 sind aus geeigneten Materialien hergestellt, wie
zum Beispiel wasser- und ölbeständiges Papier oder Karton, Kunststoff, Metallfolie
oder Kombinationen dieser Materialien. Die Wasser- und Ölbeständigkeit von Papier
oder Karton wird beispielsweise durch Aufkaschieren der Dichtfolie 16 aus einem Kunststoffmaterial
erreicht. Ein solches Kunststoffmaterial ist beispielsweise Polyethylen. Ein entsprechendes
Kunststoffmaterial, wie beispielsweise Polyethylen, ist auch für den Dichtstreifen
15 verwendbar.
[0047] Erfindungsgemäß ist die Oberkante des Isoliermantels 8 mit der Unterseite 13 der
Mundrolle 11 in Anlage. Dadurch kann die die Oberkante bildende Schnittkante des Isoliermantels
ebenfalls vor einem Eindringen von entlang der Mundrolle fließender oder aufgrund
von Kondensation in diesem Bereich auftretender Flüssigkeit geschützt werden. Es ist
auch möglich, daß ein gewisser Abstand zwischen Oberkante des Isoliermantels und Unterseite
der Mundrolle vorhanden ist, falls auf einen weitergehenden Schutz vor in den Isoliermantel
möglicherweise eindringender Feuchtigkeit verzichtet wird. Weiterhin besteht die Möglichkeit,
daß der Isoliermantel sich nur über einen Teil der Höhe des Innenbechers erstreckt
und beispielsweise beabstandet zur Mundrolle und/oder zur Unterkante des Innenbechers
endet.
[0048] Aufgrund des schmalen zwischen Mundrolle 11 und Außenseite 7 des Innenbechers 2 gebildeten
Spaltes besteht weiterhin die Möglichkeit, daß der Isoliermantel 8 mit seiner Oberkante
zumindest teilweise in diesen Spalt zu seiner Abdichtung eingedrückt ist.
[0049] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung kann der Dichtstreifen 15, siehe
insbesondere Figur 4, nicht nur um die Schnittkante 3, sondern auch bei Fertigstellen
des Innenbechers 2 um die Schnittkante 26 herumgelegt werden und diese ebenfalls abdichten.
In diesem Fall würde der bereits auf der Außenseite des Zuschnitts 4 angeordnete Bereich
des Dichtstreifens um die bei Fertigstellung des Innenbechers 2 auf der gleichen Seite
angeordnete Schnittkante 26 herumgelegt.
[0050] Im folgenden wird kurz ein Verfahren zur Herstellung des Isolierbechers anhand der
Figuren beschrieben.
[0051] In einem ersten Arbeitsschritt wird auf den sektorförmigen Zuschnitt 4 der Dichtstreifen
15 angeordnet. Anschließend wird in an sich bekannter Weise der Zuschnitt zu einem
Hohlkörper 24, siehe Figur 1, geformt, der Dichtstreifen dabei mit der Dichtfolie
verschweißt, der Hohlkörper mit einem Bodenteil 6 verbunden und durch Verformung des
Randes 25 des Zuschnitts 4 die Mundrolle 11 gebildet.
[0052] Danach wird die runde Mundrolle mit geeigneten Werkzeugen flachgedrückt und verschweißt.
[0053] Der sektorförmige Zuschnitt 36 des Isoliermantels 8 wird in ebenfalls in an sich
bekannter Weise geschnitten, bedruckt und mit gewünschten Erhebungen Vertiefungen
als Prägungen versehen. Anschließend wird auf den Innenbecher 2 mit Innenmantel 5
und Bodenteil 6 der Isoliermantel 8 aufgebracht und dort befestigt. Es sei nochmals
darauf hingewiesen, daß die Vertiefungen und/oder Erhebungen des Isoliermantels durch
eine Vielzahl von konkav-konvexen Riefen oder andere Prägungen in nahezu beliebigem
Muster gebildet sein können.
1. Isolierbecher (1), insbesondere aus biologisch abbaubaren Materialien, mit einem Innenbecher
(2) aus einem entlang, insbesondere parallel zu einer Schnittkante (3) verklebten
Zuschnitt (4) gebildeten Innenmantel (5) und einen mit diesem verbundenen Bodenteil
(6) sowie mit einem mit zumindest einer Außenseite (7) des Innenbechers (2) stellenweise
verbundenen Isoliermantel (8), dessen Oberkante (9) zumindest stellenweise mit einer
eine obere Becheröffnung (10) des Innenbechers (2) umrandenden Mundrolle (11) von
unten in Anlage ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnittkante (3) abgedichtet und die Mundrolle (11) unter Bildung im wesentlichen
ebener Ober- und Unterseiten (12, 13) flachgepreßt ist, wobei die Oberkante (9) des
Isoliermantels (8) mit der Unterseite (13) in Anlage ist.
2. Isolierbecher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Dichtmaterial (14) entlang der Schnittkante (3) über dieser angeordnet ist.
3. Isolierbecher nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtmaterial (14) ein um die Schnittkante (3) herumgefalteter Dichtstreifen
(15) ist.
4. Isolierbecher nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtmaterial (14) ein Polymermaterial und insbesondere ein eine auf einer
Innenseite (27) des Innenmantels (5) aufkaschierte Dichtfolie (16) bildendes Polymermaterial
ist.
5. Isolierbecher nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Polymermaterial Polyethylen ist.
6. Isolierbecher nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtstreifen (15) mit der Dichtfolie (16) verschweißt ist.
7. Isolierbecher nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die flachgepreßte Mundrolle (11) als zumindest zweilagiger, im wesentlichen radial
nach außen vom Isolierbecher (2) abstehender, am oberen Ende (28) des Innenbechers
(2) gebildeter Randflansch der Becheröffnung (10) ausgebildet ist.
8. Isolierbecher nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine obere Lage (17) der Mundrolle (11) relativ zum Innenbecher radial nach außen
verläuft und mit dieser eine radial nach innen verlaufende untere Lage (18) verbunden
ist, welche die im wesentlichen ebene Unterseite (13) aufweist, mit der die Oberkante
(9) des Isoliermantels (8) in Anlage ist.
9. Isolierbecher nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die untere Lage (18) unter Bildung einer Zwischenlage (20) an ihrem dem Innenbecher
(2) zugeordneten Ende (21) nach oben und radial nach außen umgefaltet ist.
10. Isolierbecher nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Isoliermantel (8) und Innenbecher (2) eine Mehrzahl von Luftkammern (22)
gebildet ist.
11. Isolierbecher nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Luftkammern (22) von gegebenenfalls in Mustern angeordneten Einprägungen (23)
im Isoliermantel (8) zumindest teilweise umrandet sind und die Verbindung von Isoliermantel
(8) und Innenbecher (2) wenigstens entlang der Einprägungen (23) gebildet ist.
12. Isolierbecher nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Isoliermantel (8) sich bis zum Bodenteil (6) des Innenbechers (2) nach unten
erstreckt.
13. Verfahren zur Herstellung eines Isolierbechers (1) aus einem Innenbecher (2) und einem
auf diesen außen aufgebrachten Isoliermantel (8) mit den folgenden Schritten:
i) Bilden eines im wesentlichen kegelstumpfförmigen Hohlkörpers (24) aus einem sektorförmigen
Zuschnitt (4);
ii) Einsetzen eines Bodenteils (6) in den Hohlkörper (24) und Verbinden von Bodenteil
und Hohlkörper unter Bildung eines Innenbechers (2);
iii) Einrollen eines oberen, eine Becheröffnung (10) umgebenden Randes des Innenbechers
(2) unter Bildung einer im wesentlichen runden Mundrolle (11), und
iv) Aufbringen und Befestigen des Isoliermantels (8) auf einer Außenseite (7) des
Innenbechers (2),
gekennzeichnet durch die zusätzlichen Schritte:
a) Abdichten zumindest einer im herzustellenden Hohlkörper (24) innenliegenden Schnittkante
(3) des Zuschnitts (4) vor Schritt i);
b) Flachpressen der Mundrolle (11) im Anschluß an Schritt iii), und
c) Aufbringen des Isoliermantels (8) im Schritt iv) mit dessen Oberkante (9) in Anlage
mit einer im wesentlichen ebenen Unterseite (13) der Mundrolle (11).
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Dichtstreifen (15) zum Abdichten der Schnittkante (3) auf einer Seite des
Zuschnitts (4) entlang der Schnittkante im Schritt a) aufgebracht und insbessondere
verschweißt wird, welcher Dichtstreifen über die Schnittkante nach außen vorsteht
und um die Schnittkante herum auf zumindest die andere Seite (7) des Zuschnitts (4)
umgefaltet und insbesondere verschweißt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtstreifen (15) mit einer auf dem Zuschnitt (4) aufkaschierten Dichtfolie
(16) im Schritt i) verschweißt wird.
16. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß Lagen (17, 18) der Mundrolle (11) im oder anschließend an Schritt b) miteinander
verschweißt werden.
17. Verfahren nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Isoliermantel (8) vor Schritt c) bedruckt und/oder geprägt wird.
18. Verfahren nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche 13 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtstreifen (15) um eine im herzustellenden Hohlkörper (24) außenliegende
Schnittkante (26) zusätzlich herumgelegt wird.