[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Beutel mit einer Beutelöffnung und mit mindestens
einem zum Wiederverschließen der Beutelöffnung nach Öffnen des Beutels dienenden streifenförmigen
Klettverschluß, der einen ersten Streifen und einen zweiten Streifen aufweist, die
beide in etwa parallel zur oberen Endkante des Beutels im Bereich der Beutelöffnung
angeordnet sind, wobei der erste Streifen mit seiner Rückseite in etwa parallel zur
oberen Endkante des Beutels im Bereich der Beutelöffnung festgelegt ist.
[0002] Derartige Beutel (vgl. US-A-3 446 420) weisen jedoch eine Reihe von Unzulänglichkeiten
auf, beispielsweise dergestalt, daß sowohl beim ersten Streifen als auch beim zweiten
Streifen jeweils die als Klettverschluß wirkende Wirkseite frei- und offenliegt, so
daß insbesondere beim Befüllen und Abpacken des Beutels eine unerwünschte Verunreinigung
der Wirkseite des ersten Streifens und/oder der Wirkseite des zweiten Streifens eintreten
kann, etwa wenn der Beutel mit pulverförmigem Material befüllt wird und sich während
des Befüll- und Abpackprozesses Materialpartikel in der Umgebungsluft befinden. Derartige
Verunreinigungen ziehen nicht nur eine starke optische Beeinträchtigung nach sich,
sondern schränken auch die technische Funktion und Wirkung des Klettverschlusses massiv
ein.
[0003] Des weiteren besteht die Gefahr, daß sich durch das Frei- und Offenliegen der Wirkseite
des ersten Streifens und der Wirkseite des zweiten Streifens beispielsweise Kleidungsstücke
oder dergleichen in der feinen häkchenförmigen Struktur der jeweiligen Wirkseite verhaken,
was zu Komplikationen führt.
[0004] Auch hat sich bei den gattungsgemäßen Beuteln als nachteilig erwiesen, daß - trotz
des Beigebens ausführlicher Gebrauchsanweisungen - die Handhabung beim Wiederverschließen
des Beutels insbesondere von Endverbrauchern und Laien nicht selten als kompliziert
und umständlich empfunden wird, zumal stets gewährleistet sein muß, daß die Wirkseite
des ersten Streifens und die Wirkseite des zweiten Streifens (nahezu) deckungsgleich
aufeinander zu liegen kommen.
[0005] Dieses Erfordernis macht die bekannten Beutel bei ihrer praktischen Anwendung, insbesondere
beim erstmaligen Wiederverschließen des Beutels, ausgesprochen unflexibel, setzt die
vorgegebene Anordnung der beiden Streifen des Klettverschlusses doch voraus, daß dem
Beutel vor dem erstmaligen Wiederverschliessen stets in etwa gerade die Menge an Füllmaterial
entnommen wird, die ein Wiederverschließen bei der vorgegebenen Anordnung der beiden
Streifen des Klettverschlusses erlaubt. Daß dies eher praxisfremd ist, mag man sich
exemplarisch daran veranschaulichen, daß sich die bei einem mit Kaffeepulver befüllten
Beutel erstmalig entnommene Menge an Kaffeepulver weniger nach der Anordnung der beiden
Streifen des Klettverschlusses als vielmehr nach der Anzahl der zuzubereitenden Tassen
Kaffee richten sollte.
[0006] Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß es zu nach Öffnen wiederverschließbaren
Beuteln im Stand der Technik eine Reihe von Vorschlägen gibt (zum Beispiel DE-U-295
18 495); allen bekannten Beuteln mit Wiederverschlußsystem haftet jedoch der Nachteil
an, daß es kein funktionierendes, universell anwendbares wirtschaftliches Wiederverschlußsystem
für Beutelverpackungen gibt.
[0007] Ausgehend von den vorstehend dargelegten Nachteilen und Unzulänglichkeiten konventioneller
Beutel liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen
Beutel so weiterzubilden, daß den Erfordernissen der Praxis genügt ist und daß der
Beutel wirtschaftlich interessant ist; des weiteren sollen Sauberkeit, ansprechende
Optik, einfache Handhabbarkeit und flexible, an die erstmalig dem Beutel entnommene
Menge anpaßbare Anwendbarkeit des Wiederverschlusses gewährleistet sein.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Beutel dadurch gelöst, daß gemäß der
Lehre der vorliegenden Erfindung vor dem erstmaligen Öffnen im ungeöffneten Zustand
des Beutels der zweite Streifen mit seiner als Klettverschluß wirkenden Wirkseite
auf der entgegengesetzt zur Rückseite liegenden Wirkseite des ersten Streifens lösbar
haftend aufliegt und daß die mit einer Klebeschicht versehene Rückseite des zweiten
Streifens mit einem Abziehstreifen abgedeckt ist.
[0009] Dies bedeutet mit anderen Worten, daß die Wirkseite des ersten Streifens und die
Wirkseite des zweiten Streifens vor dem Öffnen des Beutels einander zugewandt liegen
und sich mithin gewissermaßen gegenseitig abdecken, so daß auf überraschende Weise
insbesondere beim Befüllen und Abpacken des Beutels eine unerwünschte Verunreinigung
der Wirkseite des ersten Streifens und/oder der Wirkseite des zweiten Streifens in
absolut zuverlässiger Weise verhindert ist, und zwar selbst dann, wenn der Beutel
mit pulverförmigem Material befüllt wird und sich während des Befüll- und Abpackprozesses
Materialpartikel in der Umgebungsluft befinden. Mithin kann naturgemäß weder eine
optische Beeinträchtigung des Klettverschlusses noch eine Einschränkung der technischen
Funktion und Wirkung des Klettverschlusses eintreten.
[0010] Indem die mit einer Klebeschicht versehene Rückseite des zweiten Streifens mit einem
Abziehstreifen abgedeckt ist, ist diese Klebeschicht vor Verunreinigungen jeglicher
Art geschützt; auch war für den Fachmann in diesem Zusammenhang nicht vorhersehbar,
daß durch die einander zugewandte Anordnung der Wirkseiten des Klettverschlusses sowie
durch das Abdecken der mit einer Klebeschicht versehenen Rückseite des zweiten Streifens
mit einem Abziehstreifen eine geschichtete oder gestapelte Aufbewahrung und Lagerung
der Beutel gemäß der vorliegenden Erfindung problemlos möglich ist, da weder durch
die Wirkseiten des Klettverschlusses noch durch die mit einer Klebeschicht versehene
Rückseite des zweiten Streifens ein Zusammenhängen und/oder Aneinanderkleben der geschichteten
oder gestapelten Beutel erfolgen kann (in gleicher Weise kann sich auch kein Kleidungsstück
oder dergleichen in der feinen häkchenförmigen Struktur der jeweiligen Wirkseite verhaken).
[0011] Im Hinblick auf die Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung ist des weiteren zu bemerken,
daß - auch ohne das Beigeben ausführlicher Gebrauchsanweisungen - die Handhabung beim
Wiederverschließen des Beutels auch von Endverbrauchern und Laien als einfach und
praktisch empfunden wird, was auf die nachfolgend dargestellte Weise gewissermaßen
"automatisch" gewährleistet ist:
[0012] Beim erstmaligen Wiederverschließen des Beutels wird die Beutelöffnung in Abhängigkeit
von der dem Beutel entnommenen Menge um eine, zwei oder mehr Falzlinien des Beutels
bis auf dessen Außenseite unter Bildung mindestens einer Kante geklappt. Zuvor, währenddessen
oder danach wird der die mit einer Klebeschicht versehene Rückseite des zweiten Streifens
abdeckende Abziehstreifen abgezogen, so daß die Klebeschicht auf der Rückseite des
zweiten Streifens freigelegt ist und die freigelegte Rückseite des zweiten Streifens
auf der Außenseite des Beutels festlegbar ist.
[0013] Dies macht den Beutel gemäß der vorliegenden Erfindung bei seiner praktischen Anwendung,
insbesondere beim erstmaligen Wiederverschließen des Beutels, insofern ausgesprochen
flexibel, als die Anordnung der beiden Streifen des Klettverschlusses zueinander nicht
starr vorgegeben ist, sondern vielmehr vom Benutzer selbst in Abhängigkeit von der
dem Beutel entnommenen Menge individuell bestimmt werden kann. In diesem Zusammenhang
richtet sich die Art und Weise des Wiederverschließens, das heißt die Anordnung des
zweiten Streifens des Klettverschlusses auf der Außenseite des Beutels sowie die Anzahl
der Falzlinien im wesentlichen nach der dem Beutel entnommenen Menge:
[0014] Gemäß einer besonders erfindungswesentlichen Weiterbildung des vorliegenden Beutels
ist die Beutelöffnung zum Wiederverschließen derselben nach Öffnen des Beutels um
zwei Falzlinien des Beutels bis auf dessen Außenseite unter Bildung einer Kante klappbar,
so daß die Rückseite des zweiten Streifens nach Abziehen des Abziehstreifen auf der
anderen Außenseite des Beutels als die ebenfalls vorzugsweise durch eine Klebeschicht
festgelegte Rückseite des ersten Streifens festlegbar ist. Hierbei sind die beiden
vorteilhafterweise in etwa parallel zueinander angeordneten Falzlinien im wiederverschlossenen
Zustand des Beutels in zweckmäßiger Weise zwischen dem ersten Streifen und dem zweiten
Streifen angeordnet, vorzugsweise mit unterschiedlichem Abstand zur oberen Endkante
des Beutels und in etwa parallel zur oberen Endkante des Beutels.
[0015] Gemäß einer hierzu alternativen Weiterbildung des vorliegenden Beutels ist die Beutelöffnung
zum Wiederverschließen derselben nach Öffnen des Beutels um eine Falzlinie des Beutels
bis auf dessen Außenseite klappbar ist, so daß die Rückseite des zweiten Streifens
nach Abziehen des Abziehstreifens auf der gleichen Außenseite des Beutels wie die
ebenfalls vorzugsweise durch eine Klebeschicht festgelegte Rückseite des ersten Streifens
festlegbar ist. Hierbei ist die Falzlinie im wiederverschlossenen Zustand des Beutels
in zweckmäßiger Weise zwischen dem ersten Streifen und dem zweiten Streifen angeordnet,
vorzugsweise in etwa parallel zur oberen Endkante des Beutels.
[0016] Mit den vorgenannten Ausbildungsformen wird der Vorteil erreicht, daß handelsüblich
verfügbare streifenförmige Klettverschlüsse in einfacher Weise Anwendung finden können,
um einen einerseits wirtschaftlich interessanten und andererseits mehrmals funktionierenden
Wiederverschluß bereitzustellen.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung bedeckt der
Abziehstreifen die mit einer Klebeschicht versehene Rückseite des zweiten Streifens
zumindest vollständig. Hierdurch ist zum einen gewährleistet, daß vor dem erstmaligen
Wiederverschließen des Beutels die Wirkung der Klebeschicht vollständig aufgehoben
ist, so daß ein unbeabsichtigtes Anhaften oder Zusammenhaften sowie unschöne Verunreinigungen
de facto ausgeschlossen sind; zum anderen wird das Ergreifen und Abziehen des Abziehstreifens
unmittelbar vor dem erstmaligen Wiederverschließen der Beutelöffnung erleichtert,
wenn die flächenmäßige Dimensionierung des Abziehstreifens vorteilhafterweise etwas
größer als die flächenmäßige Dimensionierung der mit einer Klebeschicht versehenen
Rückseite des zweiten Streifens gewählt ist, denn durch den (geringen) Überstand des
Abziehstreifens kann dieser leicht und ohne weiteres mit den Fingern erfaßt und abgezogen
werden.
[0018] Eine Erleichterung des Abziehvorgangs kann alternativ oder ergänzend hierzu auch
dadurch bewerkstelligt werden, daß der Abziehstreifen zumindest auf seiner der Klebeschicht
zugewandten Seite mit einer klebstoffabweisenden Glattschicht versehen und hierbei
vorzugsweise silikonisiert oder aus Silikon ist.
[0019] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der vorliegenden Erfindung können anstelle
eines Klettverschlusses auch zwei Klettverschlüsse vorgesehen sein. Diese beiden Klettverschlüsse,
die vorzugsweise auf unterschiedlichen Außenseiten des Beutels angeordnet sind, dienen
insofern der Erweiterung der Möglichkeiten beim Wiederverschließen der Beutelöffnung,
als das Wiederverschließen in nahezu exakter Anpassung an die im Laufe der Zeit infolge
Entnahme von Material aus dem Beutel abnehmende Füllhöhe im Beutel realisierbar ist.
[0020] Auch können die beiden Klettverschlüsse, die vorteilhafterweise jeweils in etwa parallel
zur oberen Endkante des Beutels angeordnet sind und/oder die vorteilhafterweise mit
unterschiedlichem Abstand zur oberen Endkante des Beutels angeordnet sind, für den
Fall vorgesehen sein, daß - wider Erwarten - eine Fehlhandhabung oder eine Fehlfunktion
beim "ersten" Klettverschluß vorliegt; für diesen Fall steht dann - gewissermaßen
als Ersatz - der zweite Klettverschluß zur Verfügung.
[0021] In einer bevorzugten Ausbildung der vorliegenden Erfindung ist der erste Streifen
aus Velour und der zweite Streifen aus zweckmäßigerweise häkchenförmig ausgebildetem
Mikroplastmaterial; auch der umgekehrte Fall, das heißt der erste Streifen ist aus
zweckmäßigerweise häkchenförmig ausgebildetem Mikroplastmaterial und der zweite Streiten
ist aus Velour, ist möglich.
[0022] Gemäß einer praktischen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist im Innern
des Beutels mindestens eine Siegelzone vorgesehen, die eine einstellbar niedrige Festigkeit
der Siegelnaht (sogenannter Peeleffekt) aufweisen kann.
[0023] Weitere Ausgestaltungen, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
nachstehend anhand der Figuren 1 bis 10 beschrieben, durch die in exemplarischer Form
drei Ausführungsbeispiele des Beutels veranschaulicht sind.
[0024] Es zeigt:
- Figur 1
- den oberen Bereich eines ersten Ausführungsbeispiels eines Beutels gemäß der vorliegenden
Erfindung, in seitlicher Ansicht;
- Figur 2
- den Beutel aus Figur 1, in perspektivischer Darstellung;
- Figur 3
- den oberen Bereich des Beutels aus den Figuren 1 und 2 mit der Beutelöffnung vor erstmaligem
Wiederverschließen, in seitlicher Ansicht;
- Figur 4
- den oberen Bereich des Beutels aus Figur 3 vor erstmaligem Wiederverschließen in Zwischenstellung,
in seitlicher Ansicht;
- Figur 5
- den oberen Bereich des Beutels aus Figur 4 im erstmalig wiederverschlossenen Zustand,
in seitlicher Ansicht;
- Figur 6
- den oberen Bereich des Beutels aus Figur 5 beim Wiederöffnen, in seitlicher Ansicht;
- Figur 7
- den oberen Bereich des Beutels aus Figur 6 beim Wiederöffnen in Zwischenstellung,
in seitlicher Ansicht;
- Figur 8
- den Beutel aus den Figuren 1 bis 7 beim Wiederöffnen, in perspektivischer Darstellung;
- Figur 9
- den oberen Bereich eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Beutels gemäß der vorliegenden
Erfindung, in seitlicher Ansicht; und
- Figur 10
- den oberen Bereich eines dritten Ausführungsbeispiels eines Beutels gemäß der vorliegenden
Erfindung, in seitlicher Ansicht.
[0025] Identische Bezugszeichen beziehen sich auf gleich oder ähnlich ausgebildete Elemente
oder Merkmale in den Figuren 1 bis 10.
[0026] In Figur 1 ist der obere Bereich (in seitlicher Ansicht), in Figur 2 die Gesamtheit
(in perspektivischer Darstellung) eines ersten Ausführungsbeispiels eines Beutels
5 gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt.
[0027] Der Beutel 5 weist eine Beutelöffnung 6 (vgl. Figur 2) und einen zum Wiederverschließen
der Beutelöffnung 6 nach Öffnen des Beutels 5 dienenden streifenförmigen Klettverschluß
7, 8 auf, wobei der Klettverschluß 7, 8 einen ersten Streifen 7 aus Velourmaterial
und einen zweiten Streifen 8 aus häkchenförmig ausgebildetem Mikroplastmaterial umfaßt,
die beide im wesentlichen parallel zur oberen Endkante 9 des Beutels 5 im Bereich
der Beutelöffnung 6 angeordnet sind; insbesondere ist der erste Streifen 7 mit seiner
Rückseite im wesentlichen parallel zur oberen Endkante 9 des Beutels 5 im Bereich
der Beutelöffnung 6 durch eine Klebeschicht festgelegt.
[0028] Vor dem erstmaligen Öffnen des Beutels 5 liegt der zweite Streifen 8 mit seiner als
Klettverschluß wirkenden Wirkseite auf der entgegengesetzt zur Rückseite liegenden
Wirkseite des ersten Streifens 7 lösbar haftend auf (vgl. Figuren 1 bis 4), wobei
die mit einer Klebeschicht versehene Rückseite des zweiten Streifens 8 mit einem Abziehstreifen
4 abgedeckt ist (vgl. Figuren 1 bis 3, das heißt in Figur 4 ist der Abziehstreifen
4 kurz vor dem erstmaligen Wiederverschließen der Beutelöffnung 6 abgezogen).
[0029] Dies bedeutet, daß die Wirkseite des ersten Streifens 7 und die Wirkseite des zweiten
Streifens 8 einander zugewandt liegen und sich mithin gewissermaßen gegenseitig abdecken
(vgl. Figuren 1 bis 4), so daß insbesondere beim Befüllen und Abpacken des Beutels
5 eine unerwünschte Verunreinigung der Wirkseite des ersten Streifens 7 und der Wirkseite
des zweiten Streifens 8 in absolut zuverlässiger Weise verhindert ist, und zwar selbst
dann, wenn der Beutel 5 mit pulverförmigem Material befüllt wird und sich während
des Befüll- und Abpackprozesses Materialpartikel in der Umgebungsluft befinden. Mithin
kann weder eine optische Beeinträchtigung des Klettverschlusses 7, 8 noch eine Einschränkung
der technischen Funktion und Wirkung des Klettverschlusses 7, 8 eintreten.
[0030] Indem die mit einer Klebeschicht versehene Rückseite des zweiten Streifens 8 mit
einem Abziehstreifen 4 abgedeckt ist, ist diese Klebeschicht vor Verunreinigungen
jeglicher Art geschützt; auch ist durch die einander zugewandte Anordnung der Wirkseiten
des Klettverschlusses 7, 8 sowie durch das Abdecken der mit einer Klebeschicht versehenen
Rückseite des zweiten Streifens 8 mit einem Abziehstreifen 4 eine geschichtete oder
gestapelte Aufbewahrung und Lagerung der Beutel 5 problemlos möglich, da weder durch
die Wirkseiten des Klettverschlusses 7, 8 noch durch die mit einer Klebeschicht versehene
Rückseite des zweiten Streifens 8 ein Zusammenhängen oder Aneinanderkleben der geschichteten
oder gestapelten Beutel 5 erfolgen kann (in gleicher Weise kann sich auch ein Kleidungsstück
oder dergleichen nicht in der feinen häkchenförmigen Struktur der jeweiligen Wirkseite
verhaken).
[0031] Des weiteren wird auch ohne das Beigeben ausführlicher Gebrauchsanweisungen die Handhabung
beim Wiederverschließen des Beutels 5 auch von Endverbrauchern und Laien als einfach
und praktisch empfunden, was auf die nachfolgend dargestellte Weise gewissermaßen
"automatisch" gewährleistet ist:
[0032] Beim erstmaligen Wiederverschließen des Beutels 5 wird die Beutelöffnung 6 um zwei
Falzlinien 10, 16 (vgl. Figuren 2 bis 4) des Beutels 5 bis auf dessen Außenseite unter
Bildung einer Kante 13 geklappt.
[0033] Im Detail ist eine Falzlinie 10 am Beutel 5 vorgesehen, um die der Beutel 5 im Bereich
seiner Beutelöffnung 6 in einem ersten Schritt (vgl. Figur 2) bis zur Auflage auf
der Außenseite des Beutels 5 in Richtung des Pfeils 11 geklappt wird, wie dies in
Figur 3 dargestellt ist. Es ergibt sich dann in etwa die Lage gemäß Figur 4, wobei
sich in diesem Zustand eine Kante 13 bildet.
[0034] Währenddessen (vgl. Übergang von Figur 3 auf Figur 4) wird der die mit einer Klebeschicht
versehene Rückseite des zweiten Streifens 8 abdeckende Abziehstreifen 4 abgezogen,
so daß die Klebeschicht auf der Rückseite des zweiten Streifens 8 freigelegt ist (vgl.
Figur 4). Wie aus den Figuren 1, 2 und 3 ersichtlich ist, bedeckt hierbei der Abziehstreifen
4 die mit einer Klebeschicht versehene Rückseite des zweiten Streifens 8 vollständig
und steht an den Rändern der Rückseite des zweiten Streifens 8 sogar leicht über.
[0035] Hierdurch ist zum einen gewährleistet, daß vor dem erstmaligen Wiederverschließen
des Beutels 5 die Wirkung der Klebeschicht vollständig aufgehoben ist, so daß ein
unbeabsichtigtes Anhaften oder Zusammenhaften sowie unschöne Verunreinigungen de facto
ausgeschlossen sind; zum anderen wird das Ergreifen und Abziehen des Abziehstreifens
4 (vgl. Übergang von Figur 3 auf Figur 4) unmittelbar vor dem erstmaligen Wiederverschließen
der Beutelöffnung 6 erleichtert, weil die flächenmäßige Dimensionierung des Abziehstreifens
4 etwas größer als die flächenmäßige Dimensionierung der mit einer Klebeschicht versehenen
Rückseite des zweiten Streifens 8 gewählt ist; durch den geringen Überstand des Abziehstreifens
4 kann dieser leicht und ohne weiteres mit den Fingern erfaßt und abgezogen werden.
Eine Erleichterung des Abziehvorgangs wird ergänzend hierzu auch dadurch bewerkstelligt,
daß der Abziehstreifen 4 silikonisiert ist.
[0036] Um die Kante 13 herum wird nunmehr gemäß der Richtung des Pfeils 12 (vgl. Figur 4)
der Wiederverschluß gebildet, indem nochmals in gleicher Richtung eine Falzung um
die Falzlinie 16 - entsprechend der Kante 13 - herum durchgeführt wird, bis die in
Figur 5 gezeigte Lage erhalten ist, wobei die freigelegte Rückseite des zweiten Streifens
8 so auf der Außenseite des Beutels 5 festgelegt wird (vgl. Figur 5), daß der zweite
Streifen 8 im Vergleich zum ersten Streifen 7 in Richtung zum Boden des Beutels 5
hin versetzt ist (vgl. Figuren 5 bis 8).
[0037] Dies macht den Beutel 5 bei seiner praktischen Anwendung, insbesondere beim erstmaligen
Wiederverschließen des Beutels 5, insofern ausgesprochen flexibel, als die Anordnung
der beiden Streifen 7, 8 des Klettverschlusses zueinander nicht starr vorgegeben ist,
sondern vielmehr vom Benutzer selbst in Abhängigkeit von der dem Beutel 5 entnommenen
Menge individuell bestimmt werden kann. In diesem Zusammenhang richtet sich die Art
und Weise des Wiederverschließens, das heißt die Anordnung des zweiten Streifens 8
des Klettverschlusses 7, 8 auf der Außenseite des Beutels 5 sowie die Anzahl der Falzlinien
10, 16 im wesentlichen nach der dem Beutel 5 entnommenen Menge.
[0038] Mit anderen Worten ist gemäß dem in den Figuren 1 bis 8 veranschaulichten ersten
Ausführungsbeispiel die Beutelöffnung 6 zum Wiederverschließen derselben nach Öffnen
des Beutels 5 um zwei Falzlinien 10, 16 (vgl. Figuren 2 bis 4) des Beutels 5 bis auf
dessen Außenseite unter Bildung der Kante 13 klappbar, so daß die Rückseite des zweiten
Streifens 8 nach Abziehen des Abziehstreifen 4 (vgl. Übergang von Figur 3 auf Figur
4) auf der anderen Außenseite des Beutels 5 als die ebenfalls durch eine Klebeschicht
festgelegte Rückseite des ersten Streifens 7 festlegbar ist (vgl. Figur 5).
[0039] Hierbei sind die beiden im wesentlichen parallel zueinander angeordneten Falzlinien
10, 16 im wiederverschlossenen Zustand des Beutels 5 (vgl. Figur 5) zwischen dem ersten
Streifen 7 und dem zweiten Streifen 8 im wesentlichen parallel zur oberen Endkante
9 des Beutels 5 und mit unterschiedlichem Abstand zur oberen Endkante 9 des Beutels
5 angeordnet, wobei die zweite Falzlinie 16 im Vergleich zur ersten Falzlinie 10 in
Richtung zum Boden des Beutels 5 hin versetzt ist.
[0040] Aus den Figuren 6 bis 8 geht hervor, wie die Beutelöffnung 6 nach erstmaligem Wiederverschließen
des Beutels 5 wieder geöffnet wird. Da gemäß eines erfindungswesentlichen Merkmals
die Haftkraft der Klebeschicht auf der Rückseite des zweiten Streifens 8 größer als
die Haftkraft zwischen der Wirkseite des ersten Streifens 7 und der Wirkseite des
zweiten Streifens 8 ist, verbleibt der zweite Streifen 8 beim Wiederöffnen des Beutels
5 gemäß der Richtung des Pfeils 14 auf der Außenseite des Beutels 5 (vgl. Figur 6),
so daß der streifenförmige Klettverschluß 7, 8 getrennt wird.
[0041] Hierbei wird der Beutel 5 durch "Zurückfalzen" um die Falzlinie 16 - entsprechend
der Kante 13 - (vgl. Figur 6) und durch weiteres "Zurückfalzen" gemäß der Richtung
des Pfeils 15 um die Falzlinie 10 (vgl. Figur 7) wieder in den offenen Zustand versetzt
(vgl. Figur 8).
[0042] Wie aus Figur 9 (= oberer Bereich eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Beutels
5 gemäß der vorliegenden Erfindung, in seitlicher Ansicht) und aus Figur 10 (= oberer
Bereich eines dritten Ausführungsbeispiels eines Beutels 5 gemäß der vorliegenden
Erfindung, in seitlicher Ansicht) hervorgeht, können anstelle eines Klettverschlusses
7, 8 auch zwei Klettverschlüsse 7, 8 und 7', 8' vorgesehen sein. Diese beiden Klettverschlüsse
7, 8 und 7', 8' sind auf unterschiedlichen Außenseiten des Beutels 5 angeordnet (vgl.
Figuren 9 und 10), wobei die jeweils mit einer Klebeschicht versehene Rückseite der
zweiten Streifen 8, 8' jeweils mit einem Abziehstreiten 4, 4' abgedeckt ist (vgl.
Figuren 9 und 10).
[0043] Die beiden Klettverschlüsse 7, 8 und 7', 8' dienen insofern der Erweiterung der Möglichkeiten
beim Wiederverschließen der Beutelöffnung 6, als das Wiederverschließen in nahezu
exakter Anpassung an die im Laufe der Zeit infolge Entnahme von Material aus dem Beutel
5 abnehmende Füllhöhe im Beutel 5 realisierbar ist.
[0044] Auch können die beiden Klettverschlüsse 7, 8 und 7', 8', die jeweils im wesentlichen
parallel zur oberen Endkante 9 des Beutels 5 angeordnet sind (vgl. Figuren 9 und 10)
bzw. die mit unterschiedlichem Abstand zur oberen Endkante 9 des Beutels 5 angeordnet
sind (vgl. das dritte Ausführungsbeispiel in Figur 10), für den Fall vorgesehen sein,
daß - wider Erwarten - eine Fehlhandhabung oder eine Fehltunktion beim "ersten" Klettverschluß
7, 8 vorliegt; für diesen Fall steht dann - gewissermaßen als Ersatz - der zweite
Klettverschluß 7', 8' zur Verfügung.
[0045] Mit den vorstehend erläuterten drei Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 10 wird
erreicht, daß handelsüblich verfügbare streifenförmige Klettverschlüsse 7, 8 (bzw.
7', 8') in einfacher Weise Anwendung finden können, um einen einerseits wirtschaftlich
interessanten und andererseits mehrmals funktionierenden Wiederverschluß bereitzustellen.
1. Beutel (5) mit einer Beutelöffnung (6) und mit mindestens einem zum Wiederverschließen
der Beutelöffnung (6) nach Öffnen des Beutels (5) dienenden streifenförmigen Klettverschluß
(7, 8), der einen ersten Streifen (7) und einen zweiten Streifen (8) aufweist, die
beide in etwa parallel zur oberen Endkante (9) des Beutels (5) im Bereich der Beutelöffnung
(6) angeordnet sind, wobei der erste Streifen (7) mit seiner Rückseite in etwa parallel
zur oberen Endkante (9) des Beutels (5) im Bereich der Beutelöffnung (6) festgelegt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem erstmaligen Öffnen im ungeöffneten Zustand des Beutels (5) der zweite
Streifen (8) mit seiner als Klettverschluß wirkenden Wirkseite auf der entgegengesetzt
zur Rückseite liegenden Wirkseite des ersten Streifens (7) lösbar haftend aufliegt
und daß die mit einer Klebeschicht versehene Rückseite des zweiten Streifens (8) mit
einem Abziehstreifen (4) abgedeckt ist.
2. Beutel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Wiederverschließen der Beutelöffnung
(6) nach Öffnen des Beutels (5) die Beutelöffnung (6) um zwei Falzlinien (10, 16)
des Beutels (5) bis auf dessen Außenseite unter Bildung einer Kante (13) klappbar
ist und daß die Rückseite des zweiten Streifens (8) nach Abziehen des Abziehstreifen
(4) auf der anderen Außenseite des Beutels (5) als die Rückseite des ersten Streifens
(7) festlegbar ist.
3. Beutel gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Falzlinien (10, 16)
im wiederverschlossenen Zustand des Beutels (5) zwischen dem ersten Streifen (7) und
dem zweiten Streifen (8) angeordnet sind.
4. Beutel gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Falzlinien
(10, 16) mit unterschiedlichem Abstand zur oberen Endkante (9) des Beutels (5) und
in etwa parallel zur oberen Endkante (9) des Beutels (5) angeordnet sind.
5. Beutel gemäß mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Falzlinien (10, 16) in etwa parallel zueinander angeordnet sind.
6. Beutel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Wiederverschließen der Beutelöffnung
(6) nach Öffnen des Beutels (5) die Beutelöffnung (6) um eine Falzlinie (10) des Beutels
(5) bis auf dessen Außenseite klappbar ist und daß die Rückseite des zweiten Streifens
(8) nach Abziehen des Abziehstreifen (4) auf der gleichen Außenseite des Beutels (5)
wie die Rückseite des ersten Streifens (7) festlegbar ist.
7. Beutel gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzlinie (10) im wiederverschlossenen
Zustand des Beutels (5) zwischen dem ersten Streifen (7) und dem zweiten Streifen
(8) angeordnet ist.
8. Beutel gemäß Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzlinie (10) in
etwa parallel zur oberen Endkante (9) des Beutels (5) angeordnet ist.
9. Beutel gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abziehstreifen (4) die mit einer Klebeschicht versehene Rückseite des zweiten Streifens
(8) zumindest vollständig bedeckt.
10. Beutel gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abziehstreifen (4) zumindest auf seiner der Klebeschicht zugewandten Seite mit einer
klebstoffabweisenden Glattschicht versehen ist.
11. Beutel gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abziehstreifen (4) silikonisiert oder aus Silikon ist.
12. Beutel gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei Klettverschlüsse (7, 8; 7', 8') vorgesehen sind.
13. Beutel gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klettverschlüsse
(7, 8; 7',8') auf unterschiedlichen Außenseiten des Beutels (5) angeordnet sind.
14. Beutel gemäß Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klettverschlüsse
(7, 8; 7', 8') jeweils in etwa parallel zur oberen Endkante (9) des Beutels (5) angeordnet
sind.
15. Beutel gemäß mindestens einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Klettverschlüsse (7, 8; 7', 8') mit unterschiedlichem Abstand zur oberen
Endkante (9) des Beutels (5) angeordnet sind.
16. Beutel gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
- der erste Streifen (7) aus Velour und der zweite Streifen (8) aus Mikroplastmaterial
ist;
oder
- der erste Streifen (7) aus Mikroplastmaterial und der zweite Streifen (8) aus Velour
ist.
17. Beutel gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikroplastmaterial häkchenförmig
ausgebildet ist.
18. Beutel gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rückseite des ersten Streifens (7) zum Festlegen desselben eine Klebeschicht aufweist.
19. Beutel gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
im Innern des Beutels (5) mindestens eine Siegelzone vorgesehen ist.
20. Beutel gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Siegelzone eine einstellbar
niedrige Festigkeit der Siegelnaht (sogenannter Peeleffekt) aufweist.