[0001] Die Erfindung betrifft eine Sprühdosenanordnung mit einem Sprühkopf in einem Dosendeckel
und mit einer Schutzkappe.
[0002] Sprühdosen sind zur feinverteilten Abgabe flüssiger Substanzen vielfältiger Art bekannt.
Typischerweise weisen die Sprühdosen einen im wesentlichen zylindrischen Dosenmantel
auf, der in Längsrichtung des Dosenkörpers durch einen Dosenboden und einen Dosendeckel
abgeschlossen ist. Der Dosendeckel enthält einen Ventilträger, auf welchem ein Sprühkopf
mit einer quer zur Längsachse des Dosenkörpers ausgerichteten Sprühdüse angeordnet
ist. Durch Fingerdruck auf den Sprühkopf wird über die Sprühdüse Fluid aus dem unter
Druck stehenden Innenraum der Sprühdüse quer zur Längsachse des Sprühdosenkörpers
abgegeben. Die Fluidabgabe erfolgt gewöhnlich in Form eines Sprühkegels, es sind aber
auch Ausführungen bekannt, bei welchen auf den Sprühkopf quer zur Längsachse des Dosenkörpers
ein Sprührohr aufsteckbar ist, wodurch eine gezielte Abgabe von Fluid auch an nicht
in kurzem Abstand unmittelbar zugängliche Orte möglich ist.
[0003] Die Sprühdosen sind typischerweise bei Lagerung und Verkauf mit einer den Dosendeckel
und Sprühkopf überdeckenden und gegen Verschmutzung und Beschädigung schützenden abnehmbaren
Schutzkappe versehen. Besonders in Anwendungsfällen, wo derartige Sprühdosen in schwieriger
Arbeitsumgebung und auch unter Arbeitszeitdruck eingesetzt werden, werden die Sprühdosen
nach einem ersten Gebrauch aus arbeitstechnischen und praktischen Gründen im Regelfall
nicht wieder mit der Schutzkappe versehen. Hieraus resultieren Gefahren der Verschmutzung,
Beschädigung oder des Verlusts des Sprühkopfes sowie der ungewollten Betätigung des
Sprühkopfes mit unkontrolliertem Entweichen des Fluids, was insbesondere zu unnötig
erhöhtem Fluidverbrauch und zu Verschmutzungen führen kann.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Sprühdosenanordnung anzugeben,
welche auch unter erschwerten Einsatzbedingungen einfach handhabbar und gebrauchssicher
ist.
[0005] Die Erfindung ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Die abhängigen Ansprüche enthalten
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Sprühdosenanordnung kann die Schutzkappe sowohl für Lagerung,
Arbeitspausen als auch Sprühtätigkeit dauerhaft mit dem Dosenkörper verbunden bleiben,
wodurch ein Verlust der Schutzkappe weitgehend ausgeschlossen werden kann. Der Wechsel
zwischen einer Ruheposition, in welcher die Schutzkappe in herkömmlicher Weise als
mechanischer Schutz des Sprühkopfes und/oder als Betätigungssperre für den Sprühkopf
wirken kann, und einer Arbeitsposition, in welcher der Sprühkopf zur Betätigung leicht
zugänglich ist, erfolgt durch Verschiebung der Schutzkappe, ohne daß diese vom Dosenkörper
entfernt werden muß.
[0007] Neben Ruheposition und Arbeitsposition, welche sich durch grundlegend verschiedene
Funktionseigenschaften unterscheiden, sind weitere Positionen, insbesondere Zwischenpositionen,
welche für die Erfindung nicht weiter relevant sind, sowie Sonderpositionen, insbesondere
eine Initialposition als Unversehrtheitsnachweis des Originalzustands einer neuen
Dose möglich.
[0008] Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform befindet sich der Sprühkopf in der
Ruheposition der Schutzkappe innerhalb der Einhüllenden der Außenfläche der Schutzkappe
und ist damit gegen versehentliche Betätigung weitgehend geschützt, beispielsweise
indem sich der Sprühkopf in einer Vertiefung oder Öffnung der Schutzkappe befindet
und diese nicht oder nicht nennenswert überragt. Als Einhüllende sei dabei eine Fläche
verstanden, welche Auswölbungen der Außenfläche folgt und Einbuchtungen oder Öffnungen
überspannt. Ein Auftreffen der Dose mit der Schutzkappe auf eine ebene Fläche beim
Umfallen oder Herunterfallen führt dadurch weder zu einer versehentlichen Betätigung
noch zu einer Beschädigung des Sprühkopfes. In der Arbeitsposition ragt der Sprühkopf
vorteilhafterweise über die Einhüllendenfläche hinaus, so daß eine einfache Betätigung
in üblicher Weise möglich ist.
[0009] Eine alternative Ausführungsform sieht vor, daß die Schutzkappe in der Ruheposition
eine Zugriffsöffnung zum Sprühkopf und/oder eine Sprühöffnung verschließt und diese
in der Arbeitsposition freigibt. Die Schutzkappe besteht hierfür vorteilhafterweise
aus zwei relativ zueinander verschiebbaren Teilen.
[0010] Als alternative oder zusätzliche Maßnahme kann vorgesehen sein, daß die Schutzkappe
mechanische Mittel und/oder Formgebungen aufweist, welche in der Ruheposition der
Schutzkappe eine Betätigung des Sprühkopfes versperren. Dies kann insbesondere in
der Form gegeben sein, daß einer in Betätigungsrichtung des Sprühkopfes, typischerweise
in Richtung der Dosenlängsachse auf den Dosenkörper zu gerichteten Anschlagsfläche
des Sprühkopfes eine Gegenfläche der Schutzkappe in der Ruheposition in geringem Abstand
gegenübersteht oder an dieser anliegt und damit eine Betätigung des Sprühkopfes verhindert
und in der Arbeitsposition die Gegenfläche in Betätigungsrichtung von der Anschlagsfläche
so weit beabstandet ist, daß eine Sprühbetätigung des Sprühkopfes möglich ist.
[0011] Die Schutzkappe kann in der Ruheposition und/oder der Arbeitsposition vorteilhafterweise
rastend gehalten sein, so daß eine Verschiebung aus einer solchen Position die Überwindung
einer die Haftreibung gegeneinander verschiebbarer Teile übersteigenden Haltekraft
erfordert. Die Rastung kann insbesondere durch federnde Elemente an einem Teil, beispielsweise
der Schutzkappe, und Absätze eines anderen Teils, beispielsweise des Dosenkörpers
oder eines damit verbundenen Vermittlungselements gegeben sein.
[0012] Die Verschiebung der Schutzkappe kann in Richtung der Arbeitsposition und/oder der
Ruheposition zusätzlich oder alternativ zu der Einrastung gegen einen Anschlag erfolgen.
[0013] Die Verschiebung der Schutzkappe zwischen der Ruheposition und der Arbeitsposition
kann vorteilhafterweise parallel zur Längsachse des Dosenkörpers und/oder drehend
um diese Längsachse erfolgen. Eine Kombination dieser Verschiebungsbewegungen kann
insbesondere durch eine Schraubbewegung der Schutzkappe um die Längsachse des Dosenkörpers
gegeben sein.
[0014] Die Schutzkappe kann eine nach oben abnehmende kegelstumpfähnliche Form aufweisen,
durch deren obere Fläche in der Arbeitsposition der Sprühkopf ragt. Die Schutzkappenform
kann dabei insbesondere im Abschnitt zwischen Ventilteller und Dosenwand dem Verlauf
des Dosendeckels nachgebildet sein. Dies ermöglicht in beliebiger Drehstellung des
Sprühkopfes ein sich radial auch nach unten aufweitendes Sprühbild.
[0015] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf
die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform in Seitenansicht
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform mit Betätigungssperre
- Fig. 3
- eine Schutzkappe mit Anschlag
- Fig. 4
- eine Schutzkappe mit Einbuchtung für einen Sprühkegel
- Fig. 5
- eine Ausführung mit kegelstumpfförmiger Schutzkappe
- Fig. 6
- eine Ausführungsform mit verdeckbarer Zugangsöffnung
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsform mit verdeckbarer Zugangsöffnung
[0016] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Sprühdosenanordnung mit einer Schutzkappe in
Seitenansicht skizziert, wobei die linke Hälfte der Figur die Schutzkappe in Ruheposition
und die rechte Seite der Figur die Schutzkappe in Arbeitsposition zeigt.
[0017] Der Dosenkörper besteht in an sich bekannter und gebräuchlicher Weise aus einem annähernd
zylindrischen Dosenmantel, welcher an seinem unteren, nicht skizzierten Rand durch
einen typischerweise nach innen gewölbten Dosenboden abgeschlossen ist und der an
seinem oberen Rand einen Dosendeckel DD trägt, welcher wiederum in einer zentralen
Aussparung einen Ventilteller VT mit dem eigentlichen druckbetätigbaren Sprühventil
enthält. Dosenmantel, Dosenboden, Dosendeckel und Ventilteller sind druckdicht fest
mechanisch miteinander verbunden. Auf ein Ventilrohr VR ist ein Sprühkopf SK aufgesetzt,
welcher durch Fingerdruck in Richtung der Dosenlängsachse zur Dose hin gedrückt wird
und dabei das Ventil öffnet und über eine Sprühdüse das unter Druck in der Dose befindliche
Fluid in Form eines mehr oder weniger stark divergierenden Sprühstrahls SS abgibt.
Die skizzierte Anordnung entspricht insoweit dem gebräuchlichen Stand der Technik.
[0018] Bekannte Schutzkappenanordnungen sehen Schutzkappen vor, welche mit Ihrem unteren
Rand über den Ringfalz RF geschnappt sind und diesen mit einer Rastnase RS hintergreifen.
Die gebräuchlichen Schutzkappen stützen sich mit einem radialen Einzug als Anschlag
gegen eine weitere Verschiebung in Richtung des Dosenkörpers an der Oberkante des
Ringfalzes RF ab. Die bekannten Dosenanordnungen weisen eine dem Dosenkörper abgewandte
geschlossene obere Fläche und eine zumindest annähernd zylindrische Seitenfläche auf.
[0019] Abweichend von dieser bekannten Form zeigt die erfindungsgemäße Anordnung nach Fig.
1 für die Schutzkappe eine Form, bei welcher die obere Fläche einen zentralen offenen
Einschnitt aufweist. Die Schutzkappe stützt sich an dem Ringfalz RF nicht mit einer
Anschlagkante, sondern lediglich mit einer zweiten Rastnase RZ ab und ist unter radialer
Aufweitung bei Druck in Richtung der Längsachse LA des Dosenkörpers weiter in Richtung
des Dosenkörpers verschiebbar. Während in der in der linken Hälfte der Fig. 1 skizzierten
Ruheposition der Schutzkappe SCH der Sprühkopf SK unterhalb der Öffnung des zentralen
Einschnitts liegt, taucht der Sprühkopf durch Verschieben der Schutzkappen in Richtung
des Dosenkörpers durch den zentralen Einschnitt in der Schutzkappe auf und überragt
diese. In dieser Position, als Arbeitsposition bezeichnet, ist der Sprühkopf SK leicht
zuganglich und kann in üblicher Weise durch Fingerdruck betätigt werden.
[0020] Die Schutzkappe kann reversibel zwischen der in der linken Hälfte skizzierten Ruheposition
und in der rechten Hälfte skizzierten Arbeitsposition hin und her verschoben werden.
Dabei kann vorgesehen sein, daß im unteren Rand der Schutzkappe Schlitze OS vorgesehen
sind, welche anfänglich durch schmale Stege ST als Sollbruchstellen überbrückt sind
und unter Aufreißen der Stege ST eine Aufweitung des unteren Kappenrands und damit
eine Verschiebung über den größeren Manteldurchmesser des Dosenmantels DM ermöglichen.
Dies kann als Originalitätsnachweis dienen, bei welcher an den noch unversehrten Stegen
ST der Originalverpackungszustand der Dose erkennbar ist, wogegen nach erstmaligem
Gebrauch die durchtrennten Stege dieses anzeigen.
[0021] Der zentrale Einschnitt ES in der oberen Fläche der Schutzkappe SCH kann einfach
als ein Durchbruch in der oberen Fläche ausgeführt sein. Eine andere Ausführung kann
vorsehen, daß sich von dem Rand des Einschnitts eine Wandung oder zumindest mehrere
Stege als Führung für den Sprühkopf nach innen im wesentlichen parallel zur Längsachse
LA der Dose erstrecken. In besonderer Ausführung können solche Stege HS auch noch
als Betätigungssperre für den Sprühkopf SK in der Ruheposition ausgeformt sein, beispielsweise
indem ein nach innen gerichteter Absatz SP am Ende einer solchen Wandung oder solcher
Stege sich an den unteren Rand des Sprühkopfes anlegt und die Verschiebung des Sprühkopfes
bei in Ruheposition befindlicher Schutzkappe verhindert. Bei Ausführung der Haltestege
HS als leicht radial nach außen federnd nachgebende Federzungen und Anschrägung der
unteren Kante dieser Federzungen kann die Schutzkappe auch bei auf das Ventilrohr
VR aufgestecktem Sprühkopf SK mit sich auseinanderspreizenden Haltestegen HS aufgesteckt
werden. Die Haltestege HS schnappen nach Erreichen der ordnungsgemäßen Ruheposition
hinter die Unterkante des Sprühkopfes. Bei Verschiebung der Schutzkappe aus der Ruheposition
in die Arbeitsposition verschieben sich auch die Anlageabsätze der Haltestege nach
unten und der aus dem Einschnitt auftauchende Sprühkopf kann wieder durch Fingerdruck
nach unten betätigt werden.
[0022] Die Kraft zur Verschiebung der Schutzkappe SCH zwischen Ruheposition und Arbeitsposition
ist vorzugsweise so gering gehalten, daß diese von einer Person auch mit einer Hand
aufgebracht werden kann.
[0023] Die Fig. 2 zeigt eine Abwandlung der Anordnung nach Fig. 1 in der Weise, daß in Fig.
2 der Einschnitt in der oberen Kappenfläche sich in Form einer nach unten konisch
verengenden Wandung ausgebildet ist, an welcher die Form des Sprühkopfes mit gleichfalls
konisch nach unten zulaufender Form angepaßt ist. In der Ruheposition ist der Sprühkopf
durch die aneinander anliegenden oder einander eng gegenüberstehenden konischen Flächen
am Niederdrücken gehindert, in der Arbeitsposition hingegen wieder in der Betätigungsbewegung
frei.
[0024] Die Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher der Ringfalz zwischen
Dosenmantel und Dosendeckel zugleich den größten Radius der Dosenanordnung bildet
und daher keine weitere Aufweitung des unteren Kappenrandes beim Verschieben zwischen
der in Fig. 3A skizzierten Ruheposition und der in Fig. 3B skizzierten Arbeitsposition
über die geringe Dehnung zur Überwindung des Ringfalzes RF durch die zweite Rastnase
RZ hinaus auftritt. Eine Segmentschlitzung ist hierzu in der Regel nicht erforderlich.
Bei dem Beispiel in Fig. 3 ergibt sich aus der Arbeitsposition nach Fig. 3B, daß die
Schutzkappe über Anschlagnasen AN an einer weiteren Verschiebung nach unten gehindert
ist. Auf den Sprühkopf SK kann, wie in Fig. 3B angedeutet, ein Sprührohr zum punktgenauen
Aufbringen von Fluid auf eine Stelle eines Objekts aufgesteckt sein.
[0025] Fig. 4 zeigt in perspektivischer Ansicht (Fig. 4A) und in Seitenansicht (Fig. 4B)
eine Ausformung einer Schutzkappe, welche für einen kegelförmigen Sprühstrahl SS mit
auch zur Kappenoberfläche hin weisender Strahlberandung eine Einbuchtung EB in der
Kappe vorsieht, welche beispielsweise nach Art eines Mantelabschnitts eines radial
zur Längsachse gerichteten Kegels oder Kegelstumpfes geformt sein kann. Die hierzu
erforderliche winkelgleiche Ausrichtung von Sprühdüse im Sprühkopf und Einbuchtung
in der Kappe kann beispielsweise durch eine nicht drehsymmetrische Formgebung von
Sprühkopf und Einschnitt in der Kappe gewährleistet werden.
[0026] Während in Fig. 4 noch eine winkelgleiche Ausrichtung von Sprühdüse und Einbuchtung
in der Kappe erforderlich ist, sieht eine in Fig. 5 skizzierte Ausführung die Ausbildung
der Kappe nach Art eines Kegelstumpfes mit bereits bei geringen Radien von der Längsachse
abfallender oberer Fläche der Schutzkappe vor. Die Schutzkappe kann dabei beispielsweise
kegelstumpfähnlich geformt sein. Die nach oben weisende Fläche KS der Schutzkappe
kann auch gewölbt oder zur Erzielung eines bestimmten ästhetischen Eindrucks strukturiert
sein. Die nach oben weisende Fläche der Schutzkappe kann günstigerweise eng an den
Verlauf der Einhüllenden des Dosenkörpers angenähert sein. Wesentlich ist, daß die
nach außen abfallende obere Fläche der Schutzkappe in allen relativen Winkelstellungen
von Schutzkappe und Sprühkopf unterhalb der unteren Grenze des Sprühkegels liegt und
damit das Sprühbild nicht beeinträchtigt und beim Sprühen nicht direkt angesprüht
wird. Das Mindestgefälle der oberen Fläche der Schutzkappe hängt im Einzelfall von
der Aufweitung des Sprühstrahls und dessen Ausrichtung ab. Das mittlere Gefälle der
nach oben weisenden Fläche von dem zentralen Einschnitt bis zu der annähernd zylindrischen
Seitenwand beträgt vorzugsweise wenigstens 10°.
[0027] In Fig. 5 ist eine Variante der Verschiebung der Schutzkappe angedeutet, bei welcher
in einem annähernd zylindrischem Mantelabschnitt KM der Schutzkappe Schrägführungen
SF vorgesehen sind, welche mit bezüglich des Dosenkörpers feststehenden Führungselementen
FE in Eingriff stehen, so daß eine Drehung der Schutzkappe um die Längsachse LA des
Dosenkörpers je nach Drehsinn gleichzeitig eine achsiale Verschiebung der Schutzkappe
nach Art einer Schraubbewegung bewirkt. Die Drehbewegung ist besonders einfach mit
einer Hand zu bewerkstelligen und vermeidet bei der achsialen Verschiebung eine Verkantung
der Schutzkappe. Die Ausbildung der Schrägführungen und der Führungselemente im einzelnen
läßt eine Vielzahl von Ausgestaltungsvarianten zu. Anordnung von Führungselementen
FE und Schrägführungen SF können auch zwischen Schutzkappe und feststehendem Teil
anders verteilt sein. Die Führungselemente FE können beispielsweise an der Dose selbst
oder, um deren Produktion nicht verändern zu müssen, in einem auf den Dosenkörper
aufgeklemmten oder aufgeklebten Ring RI ausgebildet sein.
[0028] In Fig. 6 ist eine Anordnung skizziert bei welcher eine Schutzkappe zweiteilig ausgebildet
ist und ein Schutzkappengrundkörper SG nicht verschiebbar auf der Dose befestigt ist
und ein über die Schutzkappe gestülpter Kappenring KR achsial verschiebbar ist. In
dem Grundkörper SG sind Öffnungen KO ausgebildet, durch welche der Zugriff eines Fingers
eines Benutzers auf den Sprühkopf und der Austritt eines Sprühstrahls möglich sind.
In der Ruheposition nach Fig. 6A sind diese Öffnungen durch den verschiebbaren Ring
abgedeckt und in der Arbeitsposition nach Fig. 6B freigegeben. Während in der skizzierten
Ausführungsform der Grundkörper SG nach oben geschlossen ist und das verschiebbare
Teil als Ring ausgebildet ist, kann mit gleicher Wirkung auch der Grundkörper nach
oben offen und das verschiebbare Teil als nach oben geschlossene Kappe ausgebildet
sein.
[0029] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 ist wiederum eine zweiteilige Kappe mit einem
innenliegenden Grundkörper SG2 vorhanden, welcher entsprechend der Ausführung nach
Fig. 6 Öffnungen für den Fingerdurchgriff und den Strahlaustritt aufweist. Ein auf
den Grundkörper aufgesetztes bewegliches Teil, welches wieder als Ring oder als Überkappe
KP ausgebildet sein kann, wird in der Ausführung nach Fig. 7 um die Längsachse des
Dosenkörpers gedreht und weist gleichfalls Öffnungen auf, welche in der Ruheposition
von den Öffnungen des Grundkörpers weggedreht sind und in der Arbeitsposition mit
diesen überdeckend liegen. Ein Wechsel zwischen Arbeitsposition und Ruheposition erfolgt
durch Drehen des äußeren beweglichen Teils der zweiteiligen Schutzkappe.
[0030] Die vorstehend und in den Ansprüche angegebenen Merkmale sind sowohl einzeln als
auch in verschiedenen Kombinationen vorteilhaft realisierbar. Die Erfindung ist nicht
auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmännischen
Könnens in mancherlei Weise abwandelbar.
1. Sprühdosenanordnung mit einem Sprühkopf in einem Dosendeckel und mit einer Schutzkappe,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe zwischen wenigstens zwei verschiedenen
mit der Dose verbundenen Positionen reversibel verschiebbar ist, wobei in einer Ruheposition
durch die Schutzkappe die Betätigung des Sprühkopfs behindert und in einer Arbeitsposition
freigegeben ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprühkopf in der Ruheposition
innerhalb der Einhüllenden der Außenfläche der Schutzkappe liegt und in der Arbeitsposition
über diese hinausragt.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe in der
Ruheposition eine Zugriffsöffnung zum Sprühkopf verschließt und diese in der Arbeitsposition
freigibt.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe
in der Ruheposition wirksame Mittel zur Sperre gegen eine Verschiebung des Sprühkopfes
enthält.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung
der Schutzkappe zwischen Ruheposition und Arbeitsposition parallel zur Längsachse
des Dosenkörpers und/oder drehend um diese Längsachse erfolgt.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung in Form einer
Schraubbewegung um die Längsachse erfolgt.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe
in der Ruheposition und/oder der Arbeitsposition rastend gehalten ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung
der Schutzkappe in Ruheposition und/oder Arbeitsposition gegen einen Anschlag erfolgt.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe
von der Dose abnehmbar ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe
in nicht drehsymmetrischer Form eine dem Dosenkörper zugewandte Einbuchtung (EB) ihrer
Oberseite aufweist, welche außerhalb des Sprühkegels (SS) des Sprühkopfes (SK) in
der Arbeitsstellung verläuft (Fig. 4).
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe
kegelstumpfähnlich geformt ist.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe
einen dem Dosendeckel annähernd nachgebildeten Abschnitt aufweist und mit diesem dem
Dosendeckel in der Arbeitsposition in geringem Abstand gegenübersteht.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe
eine Originalitätseinrichtung aufweist.
14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe spreizbare
Laschen aufweist, welche im Ursprungszustand durch schmale Stege verbunden sind, welche
bei erstmaliger Veränderung der Position der Schutzkappe aufreißen.