[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn wie insbesondere
einer Papier- oder Kartonbahn auf einen Tambour, bei dem die Materialbahn über eine
Tragtrommel geführt und zwischen der Tragtrommel und dem Tambour ein Wickelspalt gebildet
wird und die Materialbahn für einen jeweiligen Tambourwechsel zumindest teilweise
durchtrennt wird, indem mittels wenigstens einer berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung
ein insbesondere spitzer neuer Bahnanfang geschnitten wird. Sie betrifft ferner eine
Wickelmaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 14 angegebenen Art.
[0002] Eine entsprechende Wickelmaschine wird beispielsweise am Ende einer der Herstellung
oder Veredelung einer Materialbahn dienenden Maschine eingesetzt. Sie kann beispielsweise
aber auch dazu dienen, eine bereits fertig gewickelte Wickelrolle umzuwickeln. Bei
der betreffenden Maschine kann es sich beispielsweise um eine Papier-, Karton- oder
Tissuemaschine handeln.
[0003] Eine Wickelmaschine der eingangs genannten Art ist aus der EP 0 543 788 A1 bekannt.
Bei dieser bekannten Wickelmaschine ist als berührungslos arbeitende Schneideinrichtung
beispielsweise eine Wasserstrahlschneideinrichtung vorgesehen.
[0004] Mit einer berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung kann die Materialbahn geschnitten
werden, ohne daß dabei der Bahnlauf gestört wird. Es ist beispielsweise auch möglich,
die Materialbahn direkt auf der Tragtrommel zu schneiden, wodurch eine stabilere Bahnführung
erreicht wird. Mit einer solchen berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung können
jedoch Probleme hinsichtlich der Betriebssicherheit und der Zuverlässigkeit des Trennvorgangs
beim Tambourwechsel während des Aufwickelns der Bahn auftreten. Die Zuverlässigkeit
der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtungen ist in vielen Fällen unzureichend.
So können beispielsweise bei einer Wasserstrahlschneideinrichtung die Wasserstrahldüsen
verstopfen oder sich belegen. Dies führt zu einer Reduzierung des Strahlimpulses und
damit zu einer Verminderung der Schnittleistung. Die Folge ist ein fehlerhafter Trennvorgang,
der einen entsprechend höheren Papierausschuß mit sich bringt und die Produktivität
der gesamten Papiermaschine und/oder Streichmaschine verringert.
[0005] Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren sowie eine Wickelmaschine der eingangs genannten
Art zu schaffen, die einen verbesserten Wirkungsgrad des Trennvorgangs und damit eine
insgesamt höhere Produktivität der betreffenden Maschine gewährleisten.
[0006] Hinsichtlich des Verfahrens wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
zum Durchtrennen der Materialbahn zusätzlich wenigstens ein Trennelement verwendet
wird.
[0007] Aufgrund dieser Ausbildung wird ein wesentlich höherer Wirkungsgrad des Trennvorgangs
erreicht, was eine entsprechend höhere Produktivität der betreffenden Papier- bzw.
Streichmaschine mit sich bringt. Die erzielten Vorteile kommen insbesondere bei höheren
Geschwindigkeiten zum Tragen. Als Trennelement kann beispielsweise ein Abschlagmesser
oder dergleichen verwendet werden.
[0008] Dabei kann durch die berührungslos arbeitende Schneideinrichtung beispielsweise auch
nur eine Teiltrennung erfolgen. So ist es beispielsweise möglich, daß das erste Trennelement,
d.h. die berührungslos arbeitende Schneideinrichtung noch aktiv ist, während das zweite
Trennelement bereits in Betrieb genommen wird. In diesem Fall hat das erste Trennelement
noch keine Volltrennung der Materialbahn vollzogen.
[0009] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform wird wenigstens ein bahnbreit wirkendes
Trennelement verwendet.
[0010] Als berührungslos arbeitende Schneideinrichtung kann beispielsweise eine Wasserstrahlschneideinrichtung,
eine Luftstrahlschneideinrichtung, eine Laserschneideinrichtung und/oder dergleichen
verwendet werden.
[0011] In bestimmten Fällen ist es zweckmäßig, wenn die Materialbahn mittels der berührungslos
arbeitenden Schneideinrichtung in Bahnlaufrichtung vor der Tragtrommel geschnitten
wird.
[0012] Die Materialbahn kann jedoch mittels der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung
auch auf der Tragtrommel geschnitten werden.
[0013] In bestimmten Fällen kann es auch von Vorteil sein, wenn die Materialbahn mittels
der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung an dem neuen, noch leeren Tambour
geschnitten wird.
[0014] Das Trennelement kann beispielsweise in Bahnlaufrichtung unmittelbar nach dem Wickelspalt
eingesetzt werden.
[0015] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform wird das Trennelement in Bahnlaufrichtung
nach der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung eingesetzt. In diesem Fall kann
das Trennelement stets nach Ablauf einer bestimmten Zeitdauer, spätestens nach 0 bis
5 s, vorzugsweise nach 1 bis 3 s nach einer Aktivierung der berührungslos arbeitenden
Schneideinrichtung (24) aktiviert werden. In bestimmten Fällen kann es jedoch auch
zweckmäßig sein, wenn mittels wenigstens eines Sensors der durch die berührungslos
arbeitende Schneideinrichtung bewirkte Schneidvorgang überwacht und das Trennelement
insbesondere über eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung jeweils nur dann aktiviert
wird, wenn zuvor ein fehlerhafter Schneidvorgang erfaßt wurde.
[0016] Von Vorteil ist auch, wenn mittels wenigstens eines Sensors zumindest ein Betriebsparameter
der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung überwacht wird. So kann beispielsweise
im Fall einer Wasserstrahldüse zum Beispiel der Druck überwacht werden.
[0017] Alternativ oder zusätzlich kann auch mittels wenigstens eines Sensors die Aufwicklung
auf den neuen Tambour überwacht werden. Dabei kann beispielsweise ein optischer Sensor
vorgesehen sein und beispielsweise eine Grauwertmessung durchgeführt werden.
[0018] Zweckmäßigerweise wird das Trennelement in Bahnlaufrichtung vor der berührungslos
arbeitenden Schneideinrichtung und vorzugsweise über einem Ausschußauflöser eingesetzt.
Dies hat zur Folge, daß die Materialbahn neu überführt und auf den Tambour aufgeführt
werden muß.
[0019] Die erfindungsgemäße Wickelmaschine ist entsprechend dadurch gekennzeichnet, daß
zum Durchtrennen der Materialbahn zusätzlich wenigstens ein Trennelement vorgesehen
ist.
[0020] Das Trennelement kann zwischen einer dem Durchtrennen der Materialbahn dienenden
Betriebsstellung und einer Ruhestellung verschwenkbar sein.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Wickelmaschine sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Wickelmaschine und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der Wickelmaschine gemäß Fig. 1 mit zugeordneter Steuer-
und/oder Regeleinrichtung.
[0022] Fig. 1 zeigt in rein schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Wickelmaschine 10 zum Aufwickeln einer Materialbahn 12 auf
einen Tambour 14, 14'. Bei der Materialbahn 12 kann es sich insbesondere um eine Papier-
oder Kartonbahn handeln. Die Wickelmaschine 10 kann somit insbesondere am Ende einer
Papier-, Karton- oder Tissuemaschine vorgesehen sein.
[0023] Zur Herstellung einer Wickelrolle 16 wird die Materialbahn 12 im Anschluß an eine
Breitstreckwalze 18 über eine Tragtrommel 20 geführt, die mit einem leeren Tambour
14' bzw. der entstehenden Wickelrolle 16 eines bereits eingewickelten Tambours 14
einen Wickelspalt 22 bildet. Die Tragtrommel 20 und die entstehende Wickelrolle 16
werden während des Wickelvorgangs miteinander in Kontakt gehalten, um diesen Wickelspalt
16 aufrechtzuerhalten.
[0024] Fig. 1 zeigt die Wickelmaschine 10 in einer Betriebsphase unmittelbar vor einem Tambourwechsel,
für den die Materialbahn 12 durchtrennt werden muß. Die fertige Wickelrolle 16 wurde
bereits von der Tragtrommel 20 entfernt. Sie nimmt ihre Wechselposition ein. In dem
Bereich zwischen der Tragtrommel 20 und der fertigen Wickelrolle 16 wird bereits der
neue, noch leere Tambour 14' bereitgehalten. Es ist auch bereits ein Wickelspalt 22
zwischen der Tragtrommel 20 und dem neuen Tambour 14' gebildet.
[0025] Beim Durchtrennen der Materialbahn 12 wird mittels einer berührungslos arbeitenden
Schneideinrichtung 24 ein beispielsweise spitzer neuer Bahnanfang geschnitten, der
dann auf den neuen, noch leeren Tambour 14' aufgewickelt wird.
[0026] Als berührungslos arbeitende Schneideinrichtung 24 kann beispielsweise eine Wasserstrahlschneideinrichtung,
eine Luftstrahlschneideinrichtung, eine Laserschneideinrichtung und/oder dergleichen
vorgesehen sein. Im vorliegenden Fall ist eine mit Hochdruck betriebene Wasserstrahlschneideinrichtung
vorgesehen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese berührungslos arbeitende
Schneideinrichtung 24 in Bahnlaufrichtung L vor der Tragtrommel 20 und im Abstand
von dieser angeordnet.
[0027] Zum Durchtrennen der Materialbahn 12 ist zusätzlich wenigstens ein Trennelement 26
vorgesehen. Dabei kann beispielsweise wenigstens ein bahnbreit wirkendes Trennelement
26 eingesetzt werden. Im vorliegenden Fall ist das Trennelement 26 in Bahnlaufrichtung
L hinter dem Wickelspalt 22 sowie im Abstand von der Tragtrommel 20 und dem neuen
Tambour 14' angeordnet. Das Trennelement 26 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
somit in Bahnlaufrichtung L nach der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung
24 vorgesehen. Als Trennelement kann beispielsweise ein Abschlagmesser oder dergleichen
verwendet werden.
[0028] Wie anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, ist das Trennelement 26 um eine Achse 28 zwischen
einer in der Fig. 1 dargestellten, dem Durchtrennen der Materialbahn 12 dienenden
Betriebsstellung und einer darunterliegenden Ruhestellung verschwenkbar. Das Trennelement
26 ist somit ausgehend von der in Fig. 1 dargestellten Betriebsstellung nach unten
abschwenkbar. Ein jeweiliges Verschwenken erfolgt über wenigstens eine Zylinder/Kolben-Einheit
30. Das Trennelement 26 kann beispielsweise wenigstens ein Schlagmesser oder dergleichen
umfassen, das zum Durchtrennen der Materialbahn 12 im vorliegenden Fall von unten
in diese her eingeschlagen wird.
[0029] Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung die Wickelmaschine 10 gemäß Fig. 1 mit
zugeordneter Steuer- und/oder Regeleinrichtung 32. Wie anhand der Fig. 2 zu erkennen
ist, ist wenigstens ein Sensor 34 vorgesehen, um den durch die berührungslos arbeitende
Schneideinrichtung 24 bewirkten Schneidvorgang zu überwachen. Dieser Sensor 34 ist
mit einem Regler 36 der Steuer- bzw. Regeleinrichtung 32 verbunden. Im vorliegenden
Fall liefert der Sensor 34 dem Regler 36 den Ist-Wert für den Druck der hier durch
eine Wasserstrahlschneideinrichtung bzw. Wasserstrahldüse gebildeten berührungslosen
Schneideinrichtung 24. Zudem ist ein Sensor 38 vorgesehen, um die Aufwicklung auf
den neuen Tambour 14' zu überwachen. Auch dieser Sensor 38 ist wieder mit dem Regler
36 verbunden, um diesem einen entsprechenden Ist-Wert für die betreffende Aufwicklung
zu liefern. Der Regler 36 erhält überdies wenigstens einen Sollwert 40, mit dem die
jeweiligen Ist-Werte verglichen werden. Über die von dem Regler 40 gelieferte Regelgröße
wird dann der Arbeitsdruck 42 für die dem Trennelement 26 zugeordnete Zylinder/Kolben-Einheit
30 entsprechend eingestellt.
[0030] Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 32 kann so ausgelegt sein, daß das Trennelement
26 jeweils nur dann aktiviert wird, wenn zuvor beispielsweise ein fehlerhafter Schneidvorgang
erfaßt wurde. Alternativ oder zusätzlich kann die Aktivierung des Trennelements 26
in Abhängigkeit von der mittels des Sensors 38 überwachten Aufwicklung auf den neuen
Tambour 14' erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 10
- Wickelmaschine
- 12
- Materialbahn
- 14
- Tambour
- 14'
- neuer Tambour
- 16
- Wickelrolle
- 18
- Breitstreckwalze
- 20
- Tragtrommel
- 22
- Wickelspalt
- 24
- berührungslose Schneideinrichtung
- 26
- Trennelement
- 28
- Schwenkachse
- 30
- Zylinder/Kolben-Einheit
- 32
- Steuer- und/oder Regeleinrichtung
- 34
- Sensor
- 36
- Regler
- 38
- Sensor
- 40
- Sollwert
- 42
- Arbeitsdruck
- L
- Bahnlaufrichtung
1. Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn (12) wie insbesondere einer Papier- oder
Kartonbahn auf einen Tambour (14, 14'), bei dem die Materialbahn (12) über eine Tragtrommel
(20) geführt und zwischen der Tragtrommel (20) und dem Tambour (14, 14') ein Wikkelspalt
(22) gebildet wird und die Materialbahn (12) für einen jeweiligen Tambourwechsel zumindest
teilweise durchtrennt wird, indem mittels wenigstens einer berührungslos arbeitenden
Schneideinrichtung (24) ein insbesondere spitzer neuer Bahnanfang geschnitten wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Durchtrennen der Materialbahn (12) zusätzlich wenigstens ein Trennelement
(26) verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein bahnbreit wirkendes Trennelement (26) verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß als berührungslos arbeitende Schneideinrichtung (24) eine Wasserstrahlschneideinrichtung,
eine Luftstrahlschneideinrichtung, eine Laserschneideinrichtung und/oder dergleichen
verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn mittels der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung (24)
in Bahnlaufrichtung (L) vor der Tragtrommel (20) geschnitten wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn (12) mittels der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung
(24) auf der Tragtrommel (20) geschnitten wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn (12) mittels der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung
(24) an dem neuen, noch leeren Tambour (14') geschnitten wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (26) in Bahnlaufrichtung (L) unmittelbar nach dem Wickelspalt
(22) eingesetzt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (26) in Bahnlaufrichtung (L) nach der berührungslos arbeitenden
Schneideinrichtung (24) eingesetzt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (26) stets nach Ablauf einer bestimmten Zeitdauer, spätestens
nach 0 bis 5 s, vorzugsweise nach 1 bis 3 s nach einer Aktivierung der berührungslos
arbeitenden Schneideinrichtung (24) aktiviert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels wenigstens eines Sensors (34) der durch die berührungslos arbeitende Schneideinrichtung
(24) bewirkte Schneidvorgang überwacht und das Trennelement (26) insbesondere über
eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung (32) jeweils nur dann aktiviert wird, wenn
zuvor ein fehlerhafter Schneidvorgang erfaßt wurde.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels wenigstens eines Sensors (34) zumindest ein Betriebsparameter der berührungslos
arbeitenden Schneideinrichtung (24) überwacht wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels wenigstens eines Sensors (38) die Aufwicklung auf den neuen Tambour (14')
überwacht wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (26) in Bahnlaufrichtung (L) vor der berührungslos arbeitenden
Schneideinrichtung (24) und vorzugsweise über einem Ausschußauflöser eingesetzt wird.
14. Wickelmaschine (10) zum Aufwickeln einer Materialbahn (12) wie insbesondere einer
Papier- oder Kartonbahn auf einen Tambour (14, 14'), bei der die Materialbahn (12)
über eine Tragtrommel (20) geführt und zwischen der Tragtrommel (20) und dem Tambour
(14, 14') ein Wickelspalt (22) gebildet wird und die Materialbahn (12) für einen jeweiligen
Tambourwechsel zumindest teilweise durchtrennt wird, indem mittels wenigstens einer
berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung (24) ein insbesondere spitzer neuer Bahnanfang
geschnitten wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Durchtrennen der Materialbahn (12) zusätzlich wenigstens ein Trennelement
(26) vorgesehen ist.
15. Wickelmaschine nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein bahnbreit wirkendes Trennelement (26) vorgesehen ist.
16. Wickelmaschine nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß als berührungslos arbeitende Schneideinrichtung (24) eine Wasserstrahlschneideinrichtung,
eine Luftstrahlschneideinrichtung, eine Laserschneideinrichtung und/oder dergleichen
vorgesehen ist.
17. Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die berührungslos arbeitende Schneideinrichtung (24) in Bahnlaufrichtung (L) vor
der Tragtrommel (20) angeordnet ist.
18. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die berührungslos arbeitende Schneideinrichtung (24) für ein Schneiden der Materialbahn
(12) auf der Tragtrommel (20) im Bereich der Tragtrommel (20) angeordnet ist.
19. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die berührungslos arbeitende Schneideinrichtung (24) für ein Schneiden der Materialbahn
(12) an dem neuen, noch leeren Tambour (14') im Bereich des neuen Tambours (14') angeordnet
ist.
20. Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (26) in Bahnlaufrichtung (L) nach der Tragtrommel (20) angeordnet
ist.
21. Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (26) in Bahnlaufrichtung (L) nach der berührungslos arbeitenden
Schneideinrichtung (24) angeordnet ist.
22. Wickelmaschine nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (26) mittels einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung (32) stets
unmittelbar nach einer Aktivierung der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung
(24) aktivierbar ist.
23. Wickelmaschine nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Sensor (34) vorgesehen ist, um den durch die berührungslos arbeitende
Schneideinrichtung (24) bewirkten Schneidvorgang zu überwachen, und daß das Trennelement
(26) mittels einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung jeweils nur dann aktivierbar
ist, wenn zuvor ein fehlerhafter Schneidvorgang erfaßt wurde.
24. Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Sensor (34) vorgesehen ist, um zumindest einen Betriebsparameter
der berührungslos arbeitenden Schneideinrichtung (24) zu überwachen.
25. Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Sensor (38) vorgesehen ist, um die Aufwicklung auf den neuen Tambour
(14') zu überwachen.
26. Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (26) in Bahnlaufrichtung (L) vor der berührungslos arbeitenden
Schneideinrichtung (24) und vorzugsweise über einem Ausschußauflöser angeordnet ist.
27. Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennelement (26) zwischen einer dem Durchtrennen der Materialbahn (12) dienenden
Betriebsstellung und einer Ruhestellung verschwenkbar ist.