(19)
(11) EP 1 035 246 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.09.2000  Patentblatt  2000/37

(21) Anmeldenummer: 00104924.6

(22) Anmeldetag:  08.03.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7D06F 35/00, D06F 39/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 08.03.1999 DE 19910066

(71) Anmelder: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
81669 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Steffens, Günter
    14476 Seeburg (DE)

   


(54) Programmgesteuertes Wäschepflegegerät


(57) In einem programmgesteuerten Wäschepflegegerät, insbesondere einer Waschmaschine, wird die Wäsche mechanisch entfeuchtet wird, d.h. insbesondere geschleudert. Während des Schleudervorgangs wird der Restfeuchtegrad der Wäsche durch eine Signalisiervorrichtung, beispielsweise mittels eines Displays (10), signalisiert. Die signalisierten Werte für die Restfeuchte werden entweder während des Schleudervorgangs gemessen, oder sie beruhen auf in einem Speicher einer Speichervorrichtung in dem Haushaltsgerät gespeicherten Datenwerten, die ab Beginn des Schleuderprogramms oder während des Schleuderprogramms aus dem Speicher abgerufen werden. Der Speicher ist nicht notwendigerweise in das Wäschepflegegerät integriert, er kann auch über eine Datenleitung oder eine andere Verbindung mit dem Wäschepflegegerät verbunden sein. Anstelle eines einzigen Speichers kann eine Mehrzahl von Speichern vorgesehen sein. Die Speicherwerte für die Restfeuchte entsprechend bestimmten Schleuderprogrammen oder Drehzahlen lassen sich mit anderen Speicherwerten über andere Parameter der Wäsche oder der Waschmaschine korrelieren.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein programmgesteuertes Wäschepflegegerät, in dem die Wäsche mechanisch entfeuchtbar ist und dem eine Speichervorrichtung und eine Anzeigeeinrichtung zugeordnet sind.

[0002] Aus der DE 39 32 170 A1 ist bereits eine Anzeigevorrichtung für elektrische Haushaltsgeräte bekannt, die als in das Haushaltsgerät integriertes Anzeigefeld ausgebildet ist, auf dem sich vor, während des Programmablaufs in bestimmten Zeitabständen, nach dem Programmablauf oder nach Abruf durch den Bediener in dem Speicher gespeicherte Werte über den Energieverbrauch, den Wasserverbrauch oder den Waschmittelverbrauch optisch anzeigen lassen.

[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung, dem Bediener auf einfache Weise Informationen über die Restfeuchte der Wäsche zu liefern.

[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Restfeuchte der Wäsche entsprechende Werte gemessen und/oder in der Speichervorrichtung abgelegt sind und vor, bei oder nach Ablauf eines Programms zur Entfeuchtung der Wäsche durch die Anzeigeeinrichtung anzeigbar sind.

[0005] Soweit erfindungsgemäß die Restfeuchte der Wäsche gemessen werden soll, wird hierfür beispielsweise auf das aus der DE 43 36 349 A1 bekannte Verfahren zurückgegriffen, bei dem vor und/oder während der Durchführung eines Schleuderprogramms die Masse der Wäsche ein erstes Mal bestimmt wird. Aus weiteren Messungen der Masse der Wäsche wird dann auf den Fortschritt des Schleuderprogramms geschlossen , d. h. auf die Abnahme der Restfeuchte der Wäsche. Die Wäsche-Trockenmasse läßt sich gemäß der DE 41 41 213 A1 bestimmen; dazu wird die Höhenlage des Wasserstands in bezug auf beispielsweise den Gehäuseboden des Laugenbehälters gemessen, nach jeder Änderung des Wasserstands werden die Höhenlage-Meßwerte ermittelt.

[0006] Gemäß der DE 43 36 350 A1 wird während der Trommel-Anlaufphase die mittlere Leistung des Antriebsmotors der Wäschetrommel bestimmt. Über die Massenträgheit und das Lastmoment des Wäschepostens wird seine Masse errechnet.

[0007] Die Masse der Wäsche kann auch, wie in der DE 198 32 292 A1 vorgeschlagen wird, dadurch bestimmt werden, daß der dem Drehmoment der in der Wäschetrommel aus der Gleichgewichtslage gebrachten Wäsche entsprechende Motorstrom des Antriebsmotors gemessen wird. Voraussetzung für dieses Verfahren ist ein die Wäschetrommel direkt antreibender Motor.

[0008] Aus der EP 0 526 860 B1 ist eine Waschmaschine mit einer senkrecht angeordneten Wäschetrommel bekannt, bei der über das durch einen Agitator auf den Antriebsmotor einwirkende Trägheitsmoment der Wäsche bestimmt und daraus die Masse der Wäsche ermittelt wird.

[0009] Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung erübrigen sich aufwendige Meßvorgänge während der Entfeuchtung der Wäsche, beispielsweise durch das Schleudern. Anstelle von während der Entfeuchtung gemessener Restfeuchtewerte werden einmal bei der Herstellung oder durch einen Kundendienst gespeicherte Restfeuchtedaten verwendet, die auf Erfahrungswerten beruhen. Wenn beispielsweise die durchschnittliche Schleuderdrehzahl oder die Schleuderenddrehzahl und die Schleuderdauer bekannt sind, läßt sich die zeitliche Veränderung der Restfeuchte ermitteln. Solche Restfeuchtedaten werden erfindungsgemäß einmal in der Speichervorrichtung des Wäschepflegegeräts gespeichert und werden dann bei Wahl eines bestimmten Schleuderprogramms mit vorgegebener Schleuderdrehzahl und/oder vorgegebener Schleuderdauer vor dem Schleudern, während des Schleuderns oder nach dem Schleudern durch die Anzeigeeinrichtung dem Bediener mitgeteilt werden. Die Mitteilung erfolgt entweder automatisch durch das Gerät oder nach Abruf durch den Bediener.

[0010] Besonders vorteilhaft ist, daß neben den abgespeicherten Werten über die Restfeuchte der Wäsche weitere Parameter abgespeichert sein können. Diese Parameter sind beispielsweise Werte für die Wäschemenge, die Saugfähigkeit der Wäsche oder die Temperatur oder Werte über das Wäschepflegegerät. Diese Parameter lassen sich mit der Restfeuchte der Wäsche korrelieren, so daß Werte über die Restfeuchte der Wäsche nicht nur in Abhängigkeit von der Zeit oder der Schleuderdrehzahl, sondern auch in Abhängigkeit von diesen weiteren Parametern anzeigbar sind.

[0011] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung ist es ebenso möglich, daß die gespeicherten Werte über die Restfeuchte der Wäsche in Beziehung gesetzt werden zu gemessenen Werten der Wäsche oder des Wäschepflegegeräts. Beispielsweise lassen sich bestimmte Wäschemengen zu bestimmten Zeitpunkten Restfeuchtewerte zuordnen. In diesem Fall sind beispielsweise für jeden Zeitpunkt verschiedene Restfeuchtewerte entsprechend verschiedenen Gewichten der Wäsche in der Speichervorrichtung abgespeichert, die entsprechend einem gemessenen Gewicht oder einem per Knopfdruck von dem Bediener eingegebenen Gewicht der Wäsche mit der Restfeuchte korrelierbar sind, so daß bei Ablauf der mechanischen Einwirkung auf die Wäsche entsprechende Restfeuchtewerte anzeigbar sind.

[0012] Die Anzeige erfolgt entweder durch eine an dem Wäschepflegegerät angeordnete Anzeigevorrichtung, beispielsweise mittels eines Displays, das vorzugsweise einen Zeiger, einen Leuchtbalken, Leuchtpunkte oder eine Zahlenangabe, beispielsweise in Prozent, aufweist, oder durch eine akustische Anzeigeeinrichtung, die beispielsweise einen Dauerton oder einzelne Töne abgibt, aus denen der Bediener das Fortschreiten der Trocknung der Wäsche entnehmen kann. Ebenso ist es möglich, eine Anzeigevorrichtung an einem von dem Wäschepflegegerät entfernten Ort vorzusehen.

[0013] Als mechanische Einwirkung ist insbesondere das Schleudern der Wäsche anzusehen, es ist jedoch auch möglich, in anderer Weise durch rotatorische, translatorische oder vibrierende Bewegungen innerhalb des Wäschepflegegeräts eine mechanische Entfeuchtung der Wäsche herbeizuführen. Auch bei diesen Entfeuchtungsmaßnahmen läßt sich der erfindungsgemäße Speicher in Verbindung mit der Anzeigeeinrichtung einsetzen.

[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es nicht erforderlich, während des Ablaufs des Entfeuchtungsvorgangs selbst Messungen des Feuchtegrades der Wäsche vorzunehmen. Vielmehr wird auf einmal gemessene Werte zurückgegriffen. Trotzdem besteht die Möglichkeit, die gespeicherten Werte mit gemessenen Werten zu korrelieren.

[0015] Erfindungsgemäß lassen sich die Schleuderprogramme in Verbindung mit bestimmten zu entfeuchtenden Wäschemengen, beispielsweise in Schritten von 0,5 kg, in Verbindung mit den Restfeuchtewerten abspeichern, so daß die Restfeuchtewerte nicht nur in Abhängigkeit von dem gewählten Schleuderprogramm, sondern ebenfalls auch in Abhängigkeit von der ausgewählten Wäschemenge oder einer in dem Gerät selbst oder mit anderen Mitteln an anderer Stelle gemessenen Wäschemenge korrelieren lassen.

[0016] Die vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

[0017] Nachstehend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine perspektivische Ansicht eines Wäschepflegegeräts,
Fig. 2
eine Vorderansicht eines Bedienfeldes für das Wäschepflegegerät gemäß Fig. 1 und
Fig. 3a, 3b
die Restfeuchte der Wäsche als Funktion der Zeit bei zwei verschiedenen Schleuderprogrammen.


[0018] Ein Wäschepflegegerät ist eine Waschmaschine 1 (Fig. 1) oder beispielsweise eine Wäscheschleuder. Die Waschmaschine 1 ist mit einer Speichervorrichtung ausgestattet, die mindestens einen einzigen Speicher, vorzugsweise aber eine Mehrzahl von Speichern umfaßt. Die Waschmaschine 1 weist ein Bedienfeld 2 auf. Das Bedienfeld 2 umfaßt Bedienelemente 4 bis 9 zur Steuerung der Waschmaschine 1 durch eine Bedienperson. Ein Druckschalter 4 dient zum Einschalten der Waschmaschine 1. Über einen Druckschalter 5 wird ein eingestelltes Betriebsprogramm gestartet. Die Fülltür 3 wird über einen Druckschalter 5a geöffnet. Zum Einstellen von Zusatzfunktionen, wie das Vorschalten einer Vorwäsche, das Waschen mit erhöhter Wassermenge oder eine zeitliche Verkürzung des Waschvorgangs sind Druckschalter 6 vorgesehen.

[0019] Zusätzlich sind in dem Bedienfeld 2 ein Drehschalter 7 zum Einstellen der Schleuderdrehzahl oder eines besonderen Schleudermodus wie

Intervalischleudern" oder

ohne Endschleudern", ein Drehschalter 8 zum Einstellen des Betriebsprogramms und ein Drehschalter 9 zum Einstellen der Waschtemperatur angeordnet. Darüber hinaus ist auf dem Bedienfeld 2 ein Display 10 vorhanden, auf dem während des Ablaufs eines Schleuderprogramms die Restfeuchte der Wäsche angezeigt wird. Wenn ein Bediener eine bestimmte Schleuderdrehzahl, beispielsweise 1550 U/min, ausgewählt hat, werden in dem Speicher der Waschmaschine 1 zugeordnete Restfeuchtewerte der Wäsche zu bestimmten Zeitpunkten oder kontinuierlich ab Beginn des Schleuderprogramms entnommen und auf dem Display 10 angezeigt.

[0020] Wenn also der Bediener beispielsweise das Schleuderprogramm für 1550 U/min gewählt hat, werden, wie aus Fig. 3a zu ersehen ist, zu einem Zeitpunkt t1 eine Restfeuchte R1, zu einem Zeitpunkt t2 eine Restfeuchte R2, ... usw. angezeigt. Dabei erlaubt das Display 10 entweder eine Anzeige in Form einer Zahl, beispielsweise eines Prozentwertes, oder das Display 10 weist einen Leuchtbalken 11 auf, dessen Länge ein Maß für den Trocknungsgrad der Wäsche ist. Alternativ läßt sich auch eine Anzeige mit einem Zeiger oder mit Leuchtpunkten vorsehen. Anstelle des Displays 10 ist auch eine akustische Anzeige denkbar, wobei dem Benutzer die Trocknung der Wäsche entweder durch einen sich in der Lautstärke oder der Tonhöhe ändernden Dauerton oder eine solche Tonfolge oder durch einzelne Töne anzeigbar ist, deren zeitlicher Abstand sich beispielsweise verlängert Weder das Display 10 noch die akustische Anzeigeeinrichtung sind notwendigerweise in dem Bedienfeld 2 integriert, sie können auch an anderer Stelle fern von der Waschmaschine 1, vorzugsweise in Nähe des Bedieners, angeordnet sein.

[0021] In der Speichervorrichtung sind für die anderen Schleuderprogramme, die sich mit dem Drehschalter 7 einstellen lassen, weitere Restfeuchtewerte R6 bis R10 für das

Intervallschleudern" vorgesehen, sowie entsprechende Restfeuchtewerte für die anderen Schleuderprogramme. Wenn das Programm

Intervallschleudern" abläuft, werden, wie in Fig. 3b dargestellt, nacheinander zu den Zeitpunkten t6 bis t10 oder ab diesen Zeitpunkten die entsprechenden Restfeuchtewerte R6 bis R10 mittels der Anzeigeeinrichtung dargestellt oder akustisch vernehmbar gemacht.

[0022] Zusätzlich zu der Abhängigkeit der Restfeuchtewerte von der Zeit lassen sich auch weitere funktionelle Zusammenhänge der Restfeuchtewerte von anderen Parametern berücksichtigen, wie z.B. von dem Gewicht der eingefüllten Wäsche oder auch von den Materialeigenschaften der Wäsche, die zu einer bestimmten Saugfähigkeit führen. Diese Parameter sind vorzugsweise ebenso fest in der Waschmaschine 1 eingespeichert. Beispielsweise ist es möglich, für verschiedene Gewichtsmengen, beispielsweise in Abständen von 0,5 kg, also beispielsweise beginnend bei 2 kg Wäsche, jeweils für alle verschiedenen Schleuderprogramme Restfeuchtewerte in den Speicher oder in den Speichern abzuspeichern, so daß diese bei Befüllung der Waschmaschine mit Wäsche entsprechend dem Gewicht der eingefüllten Wäsche abgerufen werden kann, wenn eines der Schleuderprogramme ausgewählt wird. Natürlich läßt sich das Gewicht auch mittels eines in der Waschmaschine 1 integrierten Gewichtssensors messen. Die Saugfähigkeit der Wäsche läßt sich ebenfalls als Parameter mit den Restfeuchtewerten korrelieren. Die Saugfähigkeit der Wäsche wird dabei vorzugsweise während des Ablaufs des Waschprogramms in der Waschmaschine dadurch bestimmt, daß die Öffnungsdauer des Magnetventils gemessen wird, das das Wasser in den Wäschebehälter einläßt, so daß es, da die Durchflußmenge je Zeiteinheit bekannt ist, möglich ist, die eingelassene Wassermenge zu ermitteln, die ihrerseits ein Maß für die Saugfähigkeit der eingefüllten Wäsche ist. Dieser ermittelte Zahlenwert läßt sich in einem Speicher der Speichervorrichtung abspeichern, und bei Ablauf eines Schleuderprogramms lassen sich zu verschiedenen Saugfähigkeiten korrelierte Restfeuchtewerte zu bestimmten Zeitpunkten aus dem Speicher abrufen.

[0023] Es versteht sich, daß die Anzeigeeinrichtung, insbesondere das Display 10, so ausgelegt sein kann, daß der Bediener nur bei Abruf eine optische Anzeige oder einen Anzeigeton erhält. Die Anzeige erfolgt entweder kontinuierlich, beispielsweise durch sich ändernde Zahlenwerte, die vorzugsweise Prozentwerte sind, die an dem Display angezeigt werden, oder diskontinuierlich, indem zu bestimmten Zeitpunkten, vorzugsweise in gleichen Zeitabständen, neue Restfeuchtewerte angezeigt oder akustisch gemeldet werden.

[0024] Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht auch darin, daß der Bediener die Möglichkeit hat, unabhängig vom gewählten Schleuderprogramm dieses bei Anzeige einer gewissen Restfeuchte an dem Display oder bei akustischer Anzeige abzubrechen oder automatisch abbrechen zu lassen, wenn ihm eine einmal erreichte Restfeuchte als ausreichend erscheint.

[0025] Durch die akustische Anzeige oder die Anzeige an dem Display 10 kann der Bediener feststellen, wie das Trockenergebnis der Wäsche kontinuierlich besser wird.

[0026] Durch die Erfindung wird ein programmgesteuertes Wäschepflegegerät, insbesondere eine Waschmaschine 1, geschaffen, in dem die Wäsche mechanisch entfeuchtet wird, d.h. insbesondere geschleudert wird. Während des Schleudervorgangs wird der Restfeuchtegrad der Wäsche durch eine Signalisiervorrichtung, beispielsweise mittels eines Displays 10, signalisiert. Die signalisierten Werte für die Restfeuchte werden entweder während des Schleudervorgangs gemessen, oder sie beruhen vielmehr auf in einem Speicher einer Speichervorrichtung in dem Haushaltgerät gespeicherten Datenwerten, die ab Beginn des Schleuderprogramms oder während des Schleuderprogramms aus dem Speicher abgerufen werden.

[0027] Der Speicher ist nicht notwendigerweise in das Wäschepflegegerät integriert, er kann auch über eine Datenleitung oder eine andere Verbindung mit dem Wäschepflegegerät verbunden sein. Anstelle eines einzigen Speichers kann eine Mehrzahl von Speichern vorgesehen sein. Die Speicherwerte für die Restfeuchte entsprechend bestimmten Schleuderprogrammen oder Drehzahlen lassen sich mit anderen Speicherwerten über andere Parameter der Wäsche oder der Waschmaschine korrelieren. Diese Parameter sind entweder ebenfalls abgespeichert, beispielsweise in demselben Speicher oder in einem anderen Speicher, oder sie werden während der Behandlung der Wäsche in der Waschmaschine, insbesondere während des Ablaufs des Schleuderprogramms, gemessen. Auch der Bediener kann derartige Werte für die Wäsche vorgeben, so daß entsprechende Werte aus der Speichervorrichtung abgerufen werden.

[0028] Alternativ zu dem Verfahren, bei dem der Restfeuchte der Wäsche entsprechende Werte der Wäsche in einer Speichervorrichtung abgelegt sind und für die Anzeige durch die Anzeigevorrichtung zur Verfügung stehen, ist eine Meßvorrichtung zur Messung einer Meßgröße wie z. B. des Trägheitsmoments in der Wäsche vorhanden, aus der sich die aktuelle Restfeuchte gewinnen läßt. Diese wird dann durch die Anzeigevorrichtung 10 angezeigt. Die Anzeige erfolgt entweder kontinuierlich oder zu bestimmten Zeitpunkten. Entsprechendes gilt für die Messung der Meßgröße und für die Errechnung der Restfeuchte der Wäsche.

[0029] Gemäß der Erfindung kann vorgesehen werden, daß das Schleuderprogramm bei Erreichen eines voreingestellten Restfeuchtewerts der Wäsche automatisch beendet wird. Alternativ oder zusätzlich zu dem Drehschalter 7 kann erfindungsgemäß eine Schalthandhabe, insbesondere ein Drehschalter, vorgesehen werden, mit dem der Bediener einen gewünschten Restfeuchtewert einstellt. Das Schleuderprogramm wird dann beendet, wenn dieser erreicht ist. Zusätzlich wird die Restfeuchte, wie oben beschrieben, durch die Anzeigevorrichtung 10 angezeigt.


Ansprüche

1. Programmgesteuertes Wäschepflegegerät (1), in dem Wäsche mechanisch entfeuchtbar ist und dem eine Speichervorrichtung und eine Anzeigeeinrichtung (10) zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Restfeuchte der Wäsche entsprechende Werte in dem Wäschepflegegerät (1) meßbar sind und/oder in der Speichervorrichtung abgelegt sind und vor, bei oder nach Ablauf eines Programms zur Entfeuchtung der Wäsche durch die Anzeigeeinrichtung (10) anzeigbar sind.
 
2. Wäschepflegegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Speichervorrichtung Daten über Parameter der Wäsche und/oder des Wäschepflegegeräts (1), insbesondere der Waschprogramme, abgelegt sind, die mit der Funktion der mechanischen Einwirkung in der Weise korrelierbar sind, daß eine den jeweiligen Parametern der Wäsche und/oder des Wäschepflegegeräts (1) zugeordnete Datei mit Restfeuchtewerten bei Ablauf der mechanischen Entfeuchtung auswählbar ist und daß anhand der in der Datei abgespeicherten Werte Anzeigen erzeugbar sind.
 
3. Wäschepflegegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor und/oder während des Ablaufs eines Programms zur Behandlung der Wäsche in dem Wäschepflegegerät (1), insbesondere vor oder während des Ablaufs der mechanischen Entfeuchtung der Wäsche, Daten über den Zustand des Wäschepflegegeräts (1) oder über den Zustand der Wäsche messbar oder durch den Bediener eingebbar sind und mit den in der Speichervorrichtung abgelegten Daten über den Zustand der Wäsche und/oder des Wäschepflegegeräts (1) korrelierbar sind und daß entsprechend den gemessenen Werten oder den eingegebenen Werten angepaßte Werte der Restfeuchte der Wäsche mittels der Anzeigeeinrichtung (10) anzeigbar sind.
 
4. Wäschepflegegerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Speichervorrichtung gespeicherten oder während des Programmablaufs in dem Wäschepflegegerät (1) gemessenen Daten die Temperatur der Wäsche, die Menge des eingelaufenen Wassers, die Saugfähigkeit der Wäsche, das Gewicht der Wäsche oder deren Feuchtegrad sind.
 
5. Wäschepflegegerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Bediener eingegebenen Daten das Wäschebehandlungsprogramm, die Wäscheart oder das Gewicht der Wäsche sind.
 
6. Wäschepflegegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (10) eine optische oder akustische Einrichtung ist.
 
7. Wäschepflegegerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einrichtung ein innerhalb des Bedienfeldes (2) angebrachtes Display (10) ist.
 
8. Wäschepflegegerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Restfeuchtewert der Wäsche durch einen Leuchtbalken (11), durch Lichtpunkte oder durch eine Zahlenangabe darstellbar ist.
 
9. Wäschepflegegerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Restfeuchte der Wäsche in Abhängigkeit von dem ausgewählten Schleuderprogramm, der Schleuderdrehzahl und der Schleuderzeit anzeigbar ist.
 
10. Wäschepflegegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Wäschepflegeprogramm, insbesondere das Schleuderprogramm, bei Erreichen eines voreingestellten Restfeuchtewerts beendbar ist.
 
11. Wäschepflegegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter zur Einstellung der am Ende des Wäschepflegeprogramms zu erreichenden Restfeuchte vorhanden ist.
 




Zeichnung