[0001] Die Erfindung betrifft ein Entwässerungsband, insbesondere als Trockensieb für Papiermaschinen,
welche aus einer Vielzahl von plättchenförmigen Flachkörpern zusammengesetzt ist,
die zur Einstellung der Durchlässigkeit Durchgangsöffnungen aufweisen und/oder zwischen
sich Lücken freilassen, wobei die Flachkörper über biegsame Verbindungsstränge, die
die Flachkörper durchdringen, untereinander derart gekuppelt sind, daß die im Betrieb
auf das Entwässerungsband wirkenden Längskräfte auf sie einwirken.
[0002] Ein solches Entwässerungsband ist der DE 37 35 709 A1 zu entnehmen. Bei diesem Entwässerungsband
sind eine Vielzahl von Flachkörpern vorgesehen, welche als längliche, sich in Querrichtung
erstreckende Flachleisten ausgebildet sind, die in Längsrichtung des Entwässerungsbands
hintereinander angeordnet und durch quer verlaufende Steckdrähte miteinander gekuppelt
sind. Hierzu greifen die Flachkörper wechselweise ineinander, so daß fluchtende Durchgangskanäle
entstehen, in die die Steckdrähte eingeschoben werden können.
[0003] Ein solches Entwässerungsband hat erhebliche Vorteile. Die plättchenförmigen Flachkörper
können auf einfache und schnelle Weise im Spritzguß oder mittels Extrudierverfahren
hergestellt werden. Durch ihre Kombination lassen sich Entwässerungsbänder in nahezu
beliebiger Länge und Breite anfertigen. Die Durchlässigkeit in Dickenrichtung kann
mit Hilfe definierter Durchgangsöffnungen in den Flachkörpern selbst und/oder durch
Vorsehen von Lücken zwischen den Flachkörpern präzise und reproduzierbar an die jeweiligen
Anforderungen angepaßt werden. Trotz dieser Durchgangsöffnungen und/oder Lücken findet
die Papierbahn eine großflächige Abstützung, so daß praktisch keine Markierungen der
Papierbahn entstehen. Auch bezüglich der Dicke der Flachkörper besteht große Freiheit,
d. h. sie kann den jeweiligen maschinellen Anforderungen angepaßt werden. Entsprechende
Freiheit besteht bei der Wahl des Materials für die Flachkörper. Hierfür kommen Kunststoffe,
wie Thermoplaste, Duroplaste und Gießharze, in Frage. Die Flachkörper können jedoch
auch aus Elastomeren oder sogar Metallen hergestellt werden. Dabei ist auch denkbar,
daß nicht alle Flachkörper eines Entwässerungsbands aus demselben Material hergestellt
werden, so daß verschiedene Materialien im Wechsel vorgesehen werden können.
[0004] Bei der Entwicklung dieser Art von Entwässerungsbändern hat sich herausgestellt,
daß eine für alle Einsatzzwecke ausreichende Zugfestigkeit nicht erreicht werden konnte,
insbesondere wenn die Flachkörper aus Kunststoff hergestellt werden. Selbst Verstärkungen
der spritzgegossenen Flachkörper durch Glasfasern o. dgl. halfen wenig.
[0005] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Entwässerungsband der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß es für die Aufnahme hoher Zugkräfte in Längsrichtung
des Entwässerungsbands geeignet ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verbindungsstränge sich
in Längsrichtung der Papiermaschinenbespannung erstrecken und mit ihren Enden in Endstücken
verankert sind, welche miteinander kuppelbar sind. Grundgedanke der Erfindung ist
es folglich, die auf das Entwässerungsband im Betrieb einsetzenden Längskräfte durch
sich in Längsrichtung erstreckende Verbindungsstränge aufzunehmen. Es hat sich gezeigt,
daß hierdurch wesentlich höhere Längskräfte als bei dem Entwässerungsband nach dem
Stand der Technik aufgenommen werden können, wobei durch entsprechende Wahl der Art,
des Querschnitts und des Materials der Verbindungsstränge eine Anpassung an die jeweiligen
Erfordernisse möglich ist.
[0007] Die Verbindungsstränge können beispielsweise als Monofilamente, monofile Zwirne,
ungedrehte Bündel von Monofilen, flachen oder ovalen Bändchen o. dgl. ausgebildet
sein, wobei diese Art Verbindungsstränge auch geflochten, gewebt oder gewirkt sein
können. Sie können auch beschichtet sein. Als Materialien kommen insbesondere PET,
PPS, PEK, PEEK, Polysulfon, PEN, thermoplastisches aromatisches PA und auch Stahl
in Frage. Grundsätzlich sollten die Verbindungsstränge thermisch und chemisch mindestens
so belastbar sein wie die Flachkörper selbst.
[0008] Die Verankerung der Verbindungsstränge in den Endstücken kann auf verschiedene Weise
geschehen, beispielsweise durch Verschweißen, Verkleben, Verpressen oder auch durch
Umschlingung. Die Endstücke können als Einzelstücke ausgebildet sein, in die nur ein
Verbindungsstrang oder wenige davon verankert sind. Sie können aber auch als Endleisten
ausgebildet sein, in die eine Vielzahl von Verbindungssträngen verankert sind, wobei
die Endleisten sich auch über die gesamte Breite des Entwässerungsbands erstrecken
können. Über die Endstücke kann das Entwässerungsband auf einfache Weise geschlossen
werden. In diesem Zustand bilden jeweils zwei Endstücke eine Naht.
[0009] Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, ein Entwässerungsband aus einer Mehrzahl von
Teilstücken zusammenzusetzen, wobei jedes Teilstück stirnseitig Endstücke aufweist,
die mit Endstücken des nachfolgenden Teilstücks gekuppelt werden. Im allgemeinen wird
man jedoch die Verbindungsstränge sich über die gesamte Länge des Entwässerungsbands
erstrecken lassen, so daß nur eine Naht entsteht.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Flachkörper von zumindest
zwei Verbindungssträngen durchsetzt sind, damit sie einwandfrei in der Bandebene geführt
sind und nicht kippen können. Vorzugsweise sollten die Flachkörper zueinander versetzte
Querreihen bilden, wobei Verbindungsstränge derart verlaufen, daß sie zueinander versetzte
Flachkörper benachbarter Querreihen durchsetzen. Diese Art Vernetzung gibt dem Entwässerungsband
insbesondere in Querrichtung Stabilität.
[0011] Die Flachkörper können in ihrer geometrischen Umrißgestaltung weitgehend frei ausgebildet
sein. Grundsätzlich sollten sie geometrische Formen haben, die sich puzzleartig ergänzen,
wobei die Flachkörper untereinander identisch sein können, aber nicht müssen. Hierfür
kommen insbesondere Rechtecke, aber auch Vielecke, z. B. regelmäßige Sechsecke oder
kreuzförmige Flachkörper in Frage, die gerundete Ecken haben können.
[0012] Abweichend von den vorbeschriebenen Geometrien können die Flachkörper auch als Flachstäbe
ausgebildet sein, von denen jeweils mehrere in Querrichtung des Entwässerungsbands
nebeneinander unter Bildung einer Querreihe angeordnet sind, wobei die Flachstäbe
zweier benachbarter Querreihen so angeordnet sind, daß die Lücken der einen Querreihe
von Flachstäben der anderen Querreihe überbrückt werden.
[0013] Das Material für die Flachkörper sollte wie das der Verbindungsstränge den jeweiligen
Anforderungen angepaßt sein. Bei einer Anwendung als Trockensieb kommen insbesondere
warmefeste Materialien wie PET, PPS, PEK, PEEK, Polysulfon, PEN, thermoplastisches
aromatisches PA sowie Metalle wie Stahl oder Leichtmetall in Frage. Soweit Kunststoffe
eingesetzt werden, können die Flachkörper im Spritzgußverfahren hergestellt werden.
[0014] Im übrigen können die Flachkörper auch Gestaltungen aufweisen, wie sie schon in der
DE-37 35 709 A1 beschrieben sind, d. h. sie können sich auch über die gesamte Breite
des Entwässerungsbands erstrecken und/oder als Hohlkörper ausgebildet sein, um Material
und damit Gewicht einzusparen. Dabei muß die Hohlkörperausbildung nicht geschlossen
sein und kann beispielsweise so gestaltet sein, daß die Hohlräume untereinander in
Bandquer- und/oder in Bandlängsrichtung in Verbindung zueinander stehen. In diese
Hohlräume können gewünschte Materialien eingelagert werden. Auch können die Flachkörper
aus einem steifen Innenträgerteil und einem dieses umgebenden Kunststoffaußenmantel
bestehen, also schichtenförmig ausgebildet sein. Dabei können auch für die Außen-
und Innenseite des Entwässerungsbands unterschiedliche Materialien vorgesehen sein.
Daneben können auch aufkaschierte oder aufgedampfte Folien vorgesehen sein, um beispielsweise
Wärmestrahlung zu reflektieren. Desweiteren können Beflockungen oder eine Beschichtung
mit Schaumstoff oder Faservlies vorgenommen werden.
[0015] Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Flachkörper lose auf die Verbindungsstränge
aufzureihen, wobei die Verbindungsstränge entsprechende Durchgangslöcher in den Flachkörpern
durchsetzen. Sie können aber auch mit den Verbindungssträngen verbunden sein, beispielsweise
verklebt oder heiß oder kalt verpreßt sein.
[0016] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Flachkörper in
Querrichtung des Entwässerungsbands Biegescharniere aufweisen, damit sie sich besser
an Umlenkwalzen anpassen können, insbesondere wenn sie relativ großflächig ausgebildet
sind. Ein Flachkörper kann auch mehrere solcher Biegescharniere aufweisen. Die Biegescharniere
können durch entsprechende Schwächung des Materialquerschnitts gebildet werden.
[0017] Ferner ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Endstücke ösenartige Durchgangskanäle
aufweisen, durch die in fluchtender Stellung ein Kupplungsdraht einsteckbar ist.
[0018] Nach der Erfindung ist desweiteren vorgeschlagen, daß die Endstücke durchströmbare
Durchgangsöffnungen aufweisen, um die Durchlässigkeit des Entwässerungsbands insbesondere
für Dampf im Bereich der Endstücke an die in den übrigen Bereichen anzupassen, wo
die Durchlässigkeit aufgrund von Durchgangsöffnungen in den Flachkörpern und/oder
mittels Lücken zwischen diesen gesteuert wird.
[0019] Die Erfindung sieht schließlich vor, daß Endstücke und/oder Flachkörper aus zwei
komplementären Hälften zusammengesetzt sind, die die Verbindungsstränge zwischen sich
einschließen. Hierzu sollten die Hälften an den einander zugewandten Seiten Halbkanäle
für die Aufnahme der Verbindungsstränge aufweisen. Die Hälften werden auf beiden Seiten
der Verbindungsstränge angesetzt und dann miteinander verbunden. Die Verbindung kann
mittels Klebstoff oder Heißversiegelung geschehen. Es können jedoch auch Kupplungselemente
vorgesehen sein, die ineinandergreifen und dabei verrasten.
[0020] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher veranschaulicht.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf den Nahtbereich eines Trockensiebs gemäß der Erfindung;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf einen Ausschnitt eines weiteren Trockensiebs mit Flachkörpern,
die Biegescharniere aufweisen;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf einen Endbereich eines dritten Trockensiebs gemäß der Erfindung;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf den Endbereich eines vierten Trockensiebs;
- Figur 5
- eine Draufsicht auf den Endbereich eines fünften Trockensiebs;
- Figuren 6 bis 13
- verschiedene Beispiele von kreuzförmigen Flachkörpern mit Durchgangsöffnungen und
- Figur 14
- einen zweiteiligen Flachkörper.
[0021] Das in Figur 1 dargestellte Trockensieb 1 ist aus einer Vielzahl von kreuzförmigen
Flachkörpern - beispielhaft mit 2 bezeichnet - zusammengesetzt. Die im Ausschnitt
zu sehenden Flachkörper 2 bilden jeweils Querreihen 3, 4 von in Querrichtung nebeneinander
angeordneten Flachkörpern 2, wobei die jeweils in Längsrichtung (Pfeil A) nachfolgenden
Reihen weggelassen sind. Die nachfolgenden Querreihen sind gegenüber den gezeigten
Querreihen 3, 4 um die halbe Breite der Flachkörper 2 versetzt, so daß diese Reihen
in die gezeigten Querreihen 3, 4 puzzleartig in der Weise einfassen, wie dies in dem
Beispiel gemäß Figur 2 zu sehen ist.
[0022] Zwischen den Querreihen 3, 4 sind zwei Endleisten 5, 6 vorgesehen, die sich über
die gesamte Breite des Trockensiebs 1 erstrecken. Die den Querreihen 3, 4 benachbarten
Kanten der Endleisten 5, 6 sind so gezahnt, daß sie an die Formgebung der Flachkörper
2 angepaßt sind, und zwar in der Weise, daß die in Längsrichtung vorspringenden Stege
- beispielhaft mit 7 bezeichnet - in Ausnehmungen-beispielhaft mit 8 bezeichnet -
in den Endleisten 5, 6 einfassen.
[0023] In den Endleisten 5, 6 sind die Enden von 32 Verbindungssträngen - beispielhaft mit
9 bezeichnet - fest verankert, indem sie in entsprechende Löcher eingesetzt und dann
verpreßt oder verklebt worden sind. Die Verbindungsstränge 9 bilden jeweils Paare
und verlaufen parallel in Längsrichtung (Pfeil A). Die Verbindungsstränge 9 erstrecken
sich von Endleiste 5 zu Endleiste 6 über die gesamte Länge des Trockensiebs 1 und
durchsetzen dabei in der Bandebene sich erstreckende Durchgangslöcher in den Flachkörpern
2, und zwar pro Flachkörper 2 jeweils 8 Verbindungsstränge 9. Aufgrund der Versetzung
der Flachkörper 2 verläuft der Teil der Verbindungsstränge 9, der in den dargestellten
Reihen 3, 4 den Mittenbereich der Flachkörper 2 durchsetzt, in den hier nicht sichtbaren
Flachkörpern der jeweils darauffolgenden Reihen durch deren Randstege, während umgekehrt
die in den dargestellten Reihen 3, 4 durch die Randstege der Flachkörper 2 gehenden
Verbindungsstränge 9 die Mittenbereich der Flachkörper 2 der hier nicht sichtbaren,
folgenden Flachkörper durchsetzen.
[0024] Die Endleisten 5, 6 weisen jeweils Ösenstege - beispielhaft mit 10, 11 bezeichnet
- auf, welche in Querrichtung so gegeneinander versetzt sind, daß sie sich in dem
gezeigten gekuppelten Zustand zahnartig überlappen. Die Ösenstege 10, 11 weisen in
Querrichtung verlaufende Durchgangslöcher auf, die in gekuppeltem Zustand fluchten
und von einem Kupplungssteckdraht 12 durchsetzt sind. Über diesen Kupplungssteckdraht
12 sind die Enden des Trockensiebs 1 gekuppelt. Dabei ist die Dicke der Endleisten
5, 6 in allen Bereichen gleich, d. h. auch die Ösenstege 10, 11 haben die gleiche
Dicke wie die übrigen Bereiche der Endleisten 5, 6.
[0025] Figur 2 zeigt einen Ausschnitt eines anderen Trockensiebs 13. Es unterscheidet sich
von dem Trockensieb 1 gemäß Figur 1 lediglich dadurch, daß die hier ebenfalls kreuzförmig
ausgebildeten Flachkörper - beispielhaft mit 14 bezeichnet - mittig ein sich in Querrichtung
des Trockensiebs 13 erstreckendes Biegegelenk - beispielhaft mit 15 bezeichnet - aufweisen.
Dies macht das Trockensieb 13 beim Umschlingen von Walzen anschmiegsamer. Die Biegsamkeit
im Bereich des Biegegelenks 15 kann durch entsprechende Verringerung der Dicke des
Flachkörpers 14 in diesem Bereich bewirkt werden. Da keine Zugkräfte auf die Flachkörper
14 wirken, vielmehr diese von den Verbindungssträngen - beispielhaft mit 16 bezeichnet
- aufgenommen werden, hat diese Schwächung der Flachkörper 14 auf die Zugfestigkeit
des Trockensiebs 13 keinen Einfluß.
[0026] Das in Figur 3 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Trockensiebs 17 hat nicht -
wie bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1 und 2 - kreuzförmige, sondern
sechseckige Flachkörper - beispielhaft mit 18 bezeichnet - , wobei diese Flachkörper
18 so angeordnet sind, daß sich jeweils zwei ihrer Kanten quer zur Längsrichtung (Pfeil
A) erstrecken. Auch hier sind die Flachkörper 18 puzzleartig angeordnet, so daß sich
zwischen ihnen Lücken - beispielhaft mit 19 bezeichnet - ergeben, die überall die
gleiche Breite haben. Entsprechend angepaßt ist auch eine Endleiste 20, die mit Ösenstegen
- beispielhaft mit 21 bezeichnet - versehen ist. Sie kann deshalb in gleicher Weise
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 mit einer komplementär ausgebildeten
Endleiste am anderen Ende des Trockensiebs 17 gekuppelt werden.
[0027] In der Endleiste 20 verankert sind die Enden von Verbindungssträngen - beispielhaft
mit 22 bezeichnet -, die sich von der hier gezeigten Endleiste 20 bis zu der anderen,
nicht dargestellten Endleiste erstrecken. Jeder Flachkörper 18 ist auf 5 dieser Verbindungsstränge
20 aufgepreßt, also fest mit diesen verbunden. Jeweils einer der Verbindungsstränge
- beispielhaft mit 23 bezeichnet-durchsetzt den Randbereich auf einer Seite eines
Flachkörpers 18 und anschließend den Randbereich auf der anderen Seite eines nachfolgenden,
quer versetzt zu dem einen angeordneten Flachkörper 18. Auf diese Weise ist die Zuordnung
der Flachkörper 18 in Querrichtung stabilisiert.
[0028] An den beiden Rändern des Trockensiebs 17 sind zu deren Begradigung passende, dreiecksförmige
Flachkörper - beispielhaft mit 24 bezeichnet - vorgesehen. Auch sie werden durch Verbindungsstränge
23 durchsetzt. Es versteht sich, daß solche randseitigen, Lücken ausfüllenden Flachkörper
24 auch bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1 und 2 vorgesehen sein können.
[0029] Das in Figur 4 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Trockensiebs 25 ist ebenfalls
aus regelmäßig sechseckigen Flachkörpern - beispielhaft mit 26 bezeichnet - aufgebaut.
Die Flachkörper 26 sind allerdings hier gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur
3 um 30° verdreht angeordnet, so daß jeweils zwei gegenüberliegende Kanten in Längsrichtung
(Pfeil A) des Trockensiebs 25 verlaufen. Auch hier sind randseitige Flachkörper -
beispielhaft mit 27 bezeichnet - vorgesehen, die für einen geraden Randabschluß sorgen
und die dort vorhandenen Lücken passend ausfüllen. Jeweils zu den beiden Rändern des
Trockensiebs 25 ist die Dichte der Verbindungsstränge - beispielhaft mit 28 bezeichnet
- erhöht, um in diesem Bereich für besonders gute Querstabilität zu sorgen. Dies hat
auch zur Folge, daß die trapezförmigen randseitigen Flachkörper 27 jeweils von zwei
Verbindungssträngen 28 durchsetzt werden, was sie gegen Kippen um ihre Längsachse
sichert. Die Verbindungsstränge 28 sind hier ebenfalls in einer Endleiste 29 verankert,
welche an ihrem freien Ende einen geraden Abschluß hat, jedoch in gleicher Weise mit
Ösenstegen versehen sein kann wie bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen.
[0030] In Figur 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Trockensiebs 30 dargestellt,
und zwar dessen einer Endbereich. Das Trockensieb 30 ist aus rechteckigen, stabartigen
Flachkörpern - beispielhaft mit 31 bzw. 32 bezeichnet - zusammengesetzt, wobei die
Flachkörper 31, 32 Querreihen 33, 34, 35 bilden. Jede Querreihe 33, 34, 35 ist aus
langen Flachkörpern - beispielhaft mit 31 bezeichnet - und kurzen Flachkörpern - beispielhaft
mit 32 bezeichnet - so zusammengesetzt, daß sich Querreihen 33, 34, 35 gleicher Länge
und gerade Seitenkanten des Trockensiebs 30 ergeben. In jeder Querreihe 33, 34, 35
sind die Flachkörper 31, 32 unterschiedlich angeordnet, wobei sich zwischen den Flachkörpern
31, 32 in jeweils einer Querreihe 33, 34, 35 Lücken - beispielhaft mit 36 bezeichnet
- ergeben. Die Flachkörper 31, 32 sind dabei so verteilt, daß die Lücken 36 in einer
Querreihe 33, 34, 35 zumindest in einer benachbarten Querreihe 33, 34, 35 von einem
Flachkörper 31, 32 überbrückt wird. Da die kurzen Flachkörper 32 von vier Verbindungssträngen
- beispielhaft mit 37 bezeichnet - und die langen Flachkörper 31 von acht Verbindungssträngen
37 durchsetzt werden, ergibt sich hierdurch eine Art Vernetzung der Flachkörper 31,
32 untereinander und damit eine Querstabilisierung zueinander.
[0031] Die Verbindungsstränge 37 sind auch hier wieder in einer Endleiste 38 mit Ösenstegen
- beispielhaft mit 39 bezeichnet - verankert. Die Endleiste 38 kann in gleicher Weise
wie bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1 bis 3 mit einer komplementären
Endleiste am anderen Ende des Trockensiebs 30 gekuppelt werden.
[0032] Die Figuren 6 bis 13 zeigen kreuzförmige Flachkörper gleicher Größe, die sämtlich
mit 40 bezeichnet sind. Sie unterscheiden sich dadurch, daß sie unterschiedliche geometrische
Formen von Durchgangslöchern - beispielhaft mit 41 bezeichnet - aufweisen.
[0033] In Figur 6 weist der Flachkörper 40 kreisförmige Durchgangslöcher 41 gleichen Durchmessers
auf. Der Flachkörper 40 gemäß Figur 7 hat runde, dreieckige, trapezförmige, quadratische,
parallelogrammartige und achteckige Durchgangslöcher 41. Beim Flachkörper 40 gemäß
Figur 8 sind rechteckige Durchgangslöcher 41 in paralleler Anordnung vorgesehen. Bei
dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 9 hat der Flachkörper 40 wieder kreisförmige Durchgangslöcher
41, jedoch mit unterschiedlichen Durchmessern. Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur
10 weist rechteckige Durchgangslöcher 41 in paralleler Anordnung auf, wobei mittig
ein quer dazu verlaufendes rechteckiges Durchgangsloch 41 vorgesehen ist. In Figur
11 hat der Flachkörper 40 fünfeckige Durchgangslöcher 41 und in Figur 12 quadratische
Durchgangslöcher 41 in regelmäßiger Verteilung. Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur
13 enthält sternförmige Durchgangslöcher 41.
[0034] Es versteht sich, daß zur Einstellung der Durchlässigkeit eines Trockensiebs auch
jede beliebigen anderen Ausführungsformen und Anordnungen von Durchgangslöchern 41
in Frage kommen, wobei die Flachkörper 40, aus denen ein Trockensieb zusammengesetzt
ist, nicht identisch ausgebildet sein müssen, sondern unterschiedliche Arten von Durchgangslöchern
41 aufweisen können, um die Durchlässigkeit des Trockensiebs auch bereichsweise abweichend
zu gestalten.
[0035] In Figur 14 ist weiterer, kreuzförmiger Flachkörper 42 perspektivisch dargestellt.
Er besteht aus zwei komplementären Flachkörperhälften 43, 44, die im Abstand zueinander
dargestellt sind und auf den einander zugewandten Seiten Halbkanäle - beispielhaft
mit 45 bzw. 46 bezeichnet - aufweisen.
[0036] Die untere Flachkörperhälfte 44 weist vier Kupplungsstifte 47, 48, 49, 50 auf, die
von der der oberen Flachkörperhälfte 43 zugewandten Seite senkrecht hochstehen. Die
obere Flachkörperhälfte 43 weist - was hier nicht zu sehen ist - passende Aufnahmebohrungen
auf, wobei die Kupplungsstifte 47, 48, 49, 50 und die Aufnahmebohrungen so gestaltet
sind, daß beide miteinander verrasten, wenn die Flachkörperhälften 43, 44 aufeinandergelegt
werden.
[0037] Zur Montage des Flachkörpers 42 werden die Flachkörperhälften 43, 44 von beiden Seiten
an die hier nicht dargestellten Längsdrähte so angelegt, daß sie Aufnahme in die Halbkanäle
45, 46 finden können. Beim Aneinanderdrücken der Flachkörperhälften 43, 44 ergänzen
sich die Halbkanäle 45, 46 zu die Längsdrähte aufnehmenden Vollkanälen, wobei die
Kupplungsstifte 47, 48, 49, 50 und die Aufnahmebohrungen für einen festen Halt des
Flachkörpers 42 an den Längsdrähten aufgrund von Reibschluß sorgen.
1. Entwässerungsband (1, 13, 17, 25, 30), insbesondere als Trockensieb für Papiermaschinen,
welche aus einer Vielzahl von plättchenförmigen Flachkörpern (2, 14, 18, 24, 26, 27,
31, 32, 40) zusammengesetzt ist, die zur Einstellung der Durchlässigkeit Durchgangsöffnungen
(41) aufweisen und/oder zwischen sich Lücken (19, 36) freilassen, wobei die Flachkörper
(2, 14, 18, 24, 26, 27, 31, 32, 40) über biegsame Verbindungsstränge (9, 16, 22, 23,
28, 37), die die Flachkörper (2, 14, 18, 24, 26, 27, 31, 32, 40) durchdringen, untereinander
derart gekuppelt sind, daß die im Betrieb auf das Entwässerungsband (1, 13, 17, 25,
30) wirkenden Längskräfte auf sie einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstränge (9, 16, 22, 23, 28, 37) sich in Längsrichtung des Entwässerungsbands
(1, 13, 17, 25, 30) erstrecken und mit ihren Enden in Endstücken (5, 6, 20, 29, 38)
verankert sind, welche miteinander kuppelbar sind.
2. Entwässerungsband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endstücke als Endleisten (5, 6, 20, 29, 38) ausgebildet sind.
3. Entwässerungsband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Endleisten (5, 6, 20, 29, 38) über die gesamte Breite des Entwässerungsbands
(1, 13, 17, 25, 30) erstrecken.
4. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Verbindungsstränge über die gesamte Länge des Entwässerungsbands (1,
13, 17, 25, 30) erstrecken.
5. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachkörper (2, 14, 18, 26, 27, 31, 32, 40) von zumindest zwei Verbindungssträngen
(9, 16, 22, 23, 28, 37) durchsetzt sind.
6. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Flachkörper (2, 14, 18, 26, 27, 40) zueinander versetzte Querreihen (3, 4) bilden,
wobei Verbindungsstränge (9, 16, 22, 23, 28) derart verlaufen, daß sie zueinander
versetzte Flachkörper (2, 14, 18, 26) benachbarter Querreihen durchsetzen.
7. Entwässerungsband nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachkörper (2, 14, 18, 26, 27, 31, 32, 40) geometrische Formen haben, die
sich puzzleartig ergänzen.
8. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachkörper (2, 14, 18, 26, 27, 31, 32, 40) als Vielecke, insbesondere als
regelmäßige Sechsecke ausgebildet sind.
9. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachkörper (2, 14, 40) kreuzförmig ausgebildet sind.
10. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Flachkörper als Flachstäbe (31, 32) ausgebildet sind, von denen jeweils mehrere
in Querrichtung des Entwässerungsbands (30) nebeneinander unter Bildung einer Querreihe
(33, 34, 35) angeordnet sind, wobei die Flachstäbe (31, 32) zweier benachbarter Querreihen
(33, 34, 35) so angeordnet sind, daß die Lücken (36) der einen Querreihe (33, 34,
35) von Flachstäben (31, 32) der anderen Querreihe (33, 34, 35) überbrückt werden.
11. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachkörper lose auf die Verbindungsstränge aufgereiht sind.
12. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachkörper (2, 14, 18, 24, 26, 27, 31, 32, 40) mit den Verbindungssträngen
(9, 16, 22, 23, 28, 37) verbunden, insbesondere verklebt oder verpreßt sind.
13. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß Flachkörper (14) sich in Querrichtung des Entwässerungsbands (13) erstreckende
Biegescharniere (15) aufweisen.
14. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Endstücke (5, 6, 20, 38) ösenartige Durchgangskanäle aufweisen, durch die
in fluchtender Stellung ein Kupplungsdraht (12) einsteckbar ist.
15. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Endstücke durchströmbare Durchgangsöffnungen aufweisen.
16. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß Endstücke und/oder Flachkörper (42) aus zwei komplementären Hälften (43, 44)
zusammengesetzt sind, die die Verbindungsstränge zwischen sich einschließen.
17. Entwässerungsband nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Hälften (43, 44) an den einander zugewandten Seiten Halbkanäle (45, 46)
für die Aufnahme der Verbindungsstränge aufweisen.
18. Entwässerungsband nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Hälften (43, 44) Kupplungselemente (47, 48, 49, 50) aufweisen, die ineinandergreifen
und so die Hälften (43, 44) verbinden.
19. Entwässerungsband nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Hälften (43, 44) durch Heißversiegelung oder Verklebung miteinander verbunden
sind.