[0001] Die Erfindung betrifft ein Schrankschliesssystem, das zumindest einen Schrank und
Zugangsberechtigungsmittel aufweist, mit dem bestimmte Abteile des Schranks zur Öffnung
freigegeben werden können. Die Erfindung betrifft ausserdem für ein solches System
geeignete Schränke.
[0002] Schränke und Schranksysteme werden in vielen Bereichen des Handels und der Industrie
eingesetzt, so zum Beispiel als stationäre oder mobile Werkzeugschränke im Bereich
der industriellen Fertigung oder im Werkstattbereich. Da in solchen Schränken oftmals
schwere Werkzeuge oder Werkstücke aufbewahrt werden, muss ein Verkippen der Schränke
beim Öffnen von Schubladen vermieden werden. Es ist deshalb bereits seit langem bekannt,
derartige Schränke mit einer Einzelauszugssicherung zu versehen. Diese soll sicherstellen,
dass nicht mehrere Schubladen gleichzeitig, sondern lediglich eine Schublade, geöffnet
werden kann, um so das aus den herausgezogenen Schubladen resultierende Kippmoment
zu reduzieren.
[0003] Es hat sich gezeigt, dass in einigen Anwendungsbereichen Sicherheitsanforderungen
zu erfüllen sind, die bestehende Schränke nicht erfüllen. So soll zum Beispiel verhindert
werden, dass beliebige Personen Zugriff auf sicherheitssensitive Teile oder Werkzeuge
haben, die in Schränken gelagert sind. Dies wäre an sich einfach dadurch zu lösen,
dass diese Elemente in Abteile der Schränke verschlossen werden. Um hierauf zuzugreifen,
müssten die entsprechenden Abteile jedoch ständig auf- und zugeschlossen werden, was
den Arbeitsablauf erheblich stören würde. Zudem müsste jedes Abteil mit einem eigenen
Schloss und Schlüssel versehen werden, was den konstruktiven Aufwand erhöht. Ausserdem
wäre mit einer solchen Lösung auch ein relativ grosser organisatorischer Aufwand verbunden,
da kontrolliert werden müsste, welche Personen für welche Schubladen Schlüssel erhalten.
Bei Änderung der Zugriffsberechtigungen müsste der Rücklauf von einer Vielzahl von
Schlüsseln überwacht und deren Neuausgabe organisiert werden.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, insbesondere für den Fertigungs-
und Werkstattbereich ein Schranksystem zur Verfügung zu stellen, bei dem sichergestellt
werden kann, dass nur berechtigte Personen auf Schubladen oder sonstige Schrankabteile
Zugriff haben und trotz dieser Sicherheitsmassnahmen die Arbeitsabläufe im wesentlichen
nicht beeinträchtigt werden.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch ein Schrankschliesssystem gemäss Anspruch
1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemässe Systeme sollten somit zumindest einen Schrank aufweisen, bei dem,
vorzugsweise als Schubladen ausgebildete, Fächer/Anteile eindeutig einem Benutzer
oder einer Benutzergruppe zugewiesen sind. Die Zuweisung geschieht über eine elektronische
Verarbeitungseinheit, mit der jede Sperre der Anteile einem bestimmten Code und damit
einer bestimmten Benutzergruppe zugeordnet wird. Damit die Zuordnung frei wählbar
und veränderbar ist, geschieht dies vorzugsweise mit einer in der elektronischen Verarbeitungseinheit
implementierten Software.
[0007] Die elektronische Verarbeitungseinheit sollte mit den einzelnen Sperren der Verschlusseinrichtung
und der Zugangsberechtigungseinrichtung so verbunden und geschaltet sein, dass eine
Freigabe von Sperren erfolgt, sobald von der Zugangsberechtigungseinrichtung ein dieser
Gruppe zugeordneter Code eingegeben bzw. als zutreffend erkannt wird. Damit die gewünschten
Schubladen frei gegeben werden, sind an die jeweiligen Sperren entsprechende Schaltsigale
zu senden.
[0008] Ein erfindungsgemässes Schranksystem kann eine nahezu beliebige Anzahl an Schränken,
Schubladen, Gruppen und Benutzern einschliessen. Es kann deshalb zur Regelung der
Zugangsberechtigung von sämtlichen, insbesondere sämtlichen sicherheits-sensitiven,
Schränken - oder anderen verschliessbaren Aufbewahrungsmitteln - einer Produktionsstätte,
Werkstatt oder dergleichen dienen. Mit ihm kann aber ebenso die Zugangsberechtigung
von lediglich einem Schrank, beispielsweise einem verfahrbaren und mit Schubladen
versehenen Werkzeugschrank, verwaltet und geregelt werden.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform basiert das Schranksystem auf einem in der US-PS
5,605,388 beschriebenen Schubladenschrank. Dieser weist eine zentrale Verschlusseinrichtung
auf, die mit einem Verschlussprofil versehen ist, in das jede Schublade mit einer
Zunge eingreift. Die Zunge dient einerseits zur Sperrung der Schublade gegen einen
unzulässigen Auszug der Schublade, wenn der Schrank über ein zentrales Schloss verschlossen
ist. Zum anderen ist die Zunge auch Bestandteil einer Einzelauszugssicherung. Mit
dieser wird sichergestellt, dass keine weitere Schublade ausgezogen werden kann, sobald
mit dem Auszug einer ersten Schublade begonnen wurde. In Kombination mit dem erfindungsgemässen
Schranksystem kann somit zu bestimmten Zeitpunkten stets nur eine Schublade eines
Schrankes ausgezogen werden. Die Erfindung ergänzt den Schrank dahingehend, dass prinzipiell
stets nur solche Schubladen ausziehbar sind, die zu einer oder mehreren Gruppen von
Schubladen gehören, zu denen von der Zugangsberechtigungseinrichtung ein Berechtigungsmittel
bzw. Code erkannt und damit zum Auszug freigegeben worden ist. Um den konstruktiven
Aufwand möglichst gering zu halten, können die zur Verteilung der Zugangsberechtigung
für jede Schublade vorgesehenen separaten Sperren gleichzeitig auch Bestandteile der
Einzelauszugssicherung sein.
[0010] Eine vorteilhafte und konstruktiv unaufwendige Sperre kann dadurch realisiert werden,
dass die Sperrung einer Schublade über einen federbelasteten Schieber erfolgt, der
zur Freigabe von einem Hubmagneten aus seiner Sperrposition geschoben wird. Diese
Freigabe erfolgt stets bei sämtlichen Schubladen, die zu einer bestimmten Gruppe im
Sinne der vorliegenden Erfindung gehören. Somit sind diese Schubladen grundsätzlich
dann zum Auszug bereit, sobald die elektronische Verarbeitungseinheit den in die Zugangsberechtigungseinrichtung
eingegebenen Code als zutreffend erkannt und ein entsprechendes Freigabesignal ausgesandt
hat. Lediglich die Einzelauszugssicherung verhindert, dass mehrere dieser Schubladen
gleichzeitig ausgezogen werden.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann sichergestellt werden, dass bei
einem Stromausfall sämtliche Schubladen gegen jeglichen Zugriff gesichert werden.
Aufgrund des Stromausfalles verlieren zunächst die Hubmagnete der Sperren ihre Wirkung,
wodurch sämtliche Schieber eines Schrankes durch die jeweils auf ihn einwirkenden
Federn in eine Freigabeposition überführt werden. Die Schliessung der Schubladen erfolgt
nun aber zentral durch das Verschlussprofil, das mit einer Stromausfallsicherung wirkverbunden
ist. In einer Ausführungsform kann hierzu vorgesehen sein, dass auf das zentrale Verschlussprofil
ein Hebel einwirkt, der durch eine Feder von einer Freigabeposition in eine Sperrposition
verschwenkt wird. Die Feder wirkt nur bei Stromausfall, da ihrer Federkraft sonst
ein Hubmagnet der Stromausfallsicherung entgegenwirkt. Aufgrund der Feder der Stromausfallsicherung
wird das Verschlussprofil in seine Sperrposition überführt und in dieser arretiert.
Damit sind sämtliche Schubladen gesperrt, unabhängig davon, ob sie sich aufgrund den
über die Zugangsberechtigungseinrichtung schaltbaren Sperren zuvor in einer

offenen" oder

geschlossenen" Position befanden. Um trotz eines weiter bestehenden Stromausfalls
wieder Zugriff auf die Schubladen zu haben, kann vorgesehen sein, dass mit einem mechanischen
Schlosssystem, das vorzugsweise ebenfalls auf das Verschlussprofil wirkt, die Schubladen
wieder geöffnet werden können.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Stromausfallsicherung eine
netzunabhängige Notstromversorgung aufweisen. Mit einem Sensor der Stromausfallsicherung
kann festgestellt werden, ob sich das Verschlussprofil - oder eine sonstige Verschlusseinrichtung
der Schubladen - in der Sperr- oder Freigabestellung befindet. Mit Hilfe eines geeigneten
Betätigungsmittels, beispielsweise zwei in gegensätzlichen Richtungen wirkende Hubmagneten,
kann das Verschlussprofil auch bei Stromausfall betätigt werden. In Verbindung mit
dem Sensor kann insbesondere vorgesehen sein, dass das Verschlussprofil während eines
Stromausfalles stets in seine Sperrstellung überführt wird, falls es sich aus irgend
einem Umstand in der Freigabestellung befinden sollte.
[0013] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0014] Die Erfindung wird anhand eines in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemässer Schubladenschrank in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die in Fig. 1 gezeigte Verschlusseinrichtung gemäss der Linie
II-II;
- Fig. 3
- eine Darstellung gemäss Fig. 2, in der sich Teile der Verschlusseinrichtung in einer
anderen Position befinden;
- Fig. 4
- eine Vorderansicht auf einen Teil der Rückwand des erfindungsgemässen Schrankes;
- Fig. 5A, 5B, 5C
- eine Sicht von unten auf einen Teil der Verschlusseinrichtung beim Einschub einer
Schublade in drei verschiedenen Positionen;
- Fig. 5A, 5B, 5C
- eine Sicht von unten auf einen Teil der Verschlusseinrichtung beim Auszug einer Schublade
in drei verschiedenen Positionen.
- Fig. 6
- eine geschnittene perspektivische Darstellung eines Teils eines weiteren erfindungsgemässen
Schubladenschrankes;
- Fig. 7
- einen Aufriss auf einen Teil einer Innenseite der Rückwand des in Fig. 6 gezeigten
Schubladenschrankes.
[0015] In Fig. 1 ist ein Schubladenschrank 1 eines erfindungsgemässen Schrankschliesssystems
gezeigt. Der Schubladenschrank weist ein Gehäuse 2 auf, in dem mehrere Schubladen
3 über (nicht dargestellte) Rollen an Teleskopauszügen 4 zum Ein- und Auszug gelagert
sind. Wie aufgrund einer teilweise gebrochenen Darstellung einer Deckenplatte 5 des
Gehäuses 2 zu erkennen ist, ist an einer hinteren Wandfläche 6 des Schubladenschranks
1 ein Verschlussprofil 7 befestigt, das zu einer Verschlusseinrichtung des Schrankschliesssystems
gehört. Die Verschlusseinrichtung ist als Zentral-Verschluss ausgebildet.
[0016] In der Darstellung von Fig. 1 ist eine der auch in den Figuren 2, 3, 4 dargestellten
Sperren 8 des Schubladenschrankes 1 gezeigt. Jede dieser Sperren ist jeweils nur einer
Schublade 3 zugeordnet. Die Sperren 8 wirken in einer nachfolgend noch näher erläuterten
Weise mit dem Verschlussprofil 7 zusammen. Auf einer anderen Seite des Verschlussprofils
7 ist stark schematisiert eine Stromausfallsicherung 9 gezeigt, die einen mit einer
Feder belasteten Hubmagneten 10 sowie einen daran angelenkten Winkelhebel 11 umfasst.
Die Stromausfallsicherung wirkt in einer nachfolgend noch näher erläuterten Weise
mit dem Verschlussprofil zusammen.
[0017] Jede Schublade 3 weist an einer zur hinteren Wandfläche 6 des Gehäuses 2 ausgerichteten
Kante einer Bodenfläche 15 jeder Schublade einen Beschlag 16 auf. Wie u.a. aus Fig.
1 hervorgeht, ist an dem Beschlag 16 eine Zunge 17 ausgebildet, die zum Eingriff in
das Verschlussprofil 7 vorgesehen ist. Die Zungen 17 und das Verschlussprofil 7 sind
Bestandteile einer Einzelauszugssicherung, wie sie in der US-PS 5,605,388 und der
EP 0 755 478 A1 näher beschrieben sind. Der dort jeweils beschriebene konstruktive
Aufbau und Funktionsumfang dieser Einzelauszugssicherungen wird hiermit durch Bezugnahme
vollständig aufgenommen und zum Inhalt auch dieser Patentanmeldung erklärt. Die Zunge
17 ist jeweils von einer Gabel des Beschlages umgeben. Zwischen der Zunge und den
beiden Schenkeln 18, 19 der Gabel ist jeweils ein Spalt ausgebildet. Eine der beiden
Gabeln 18, 19 ist mit einem Schlitz 22 versehen.
[0018] In Fig. 2 ist nun gezeigt, dass das Verschlussprofil 7 drei zu einer Schiene gehörende
Schenkel 23, 24, 25 aufweist. An jeder Seite eines Grundschenkels 23 schliesst sich
ein Seitenschenkel 24, 25 an, der mit dem Grundschenkel 23 jeweils einen stumpfen
Winkel einschliesst. Ein freies Ende jedes Seitenschenkels 24, 25 ist abgewinkelt.
In den abgewinkelten Enden ist jeweils mit einer Seitenkante 26a, 27a eine Schaltleiste
26, 27 gelagert, die im wesentlichen parallel zur Schiene ausgerichtet sind und um
ihre Seitenkanten 26a, 27a Schwenkbewegungen ausführen können. Die beiden Schaltleisten
26, 27 sind über zwei jeweils im Bereich eines der Enden der Schiene angeordneten
Mitnehmer 28 miteinander gekoppelt, in dem jeweils die Seitenkanten 26b, 27b der Schaltleisten
26, 27 angeordnet sind. Die Mitnehmer 28 werden in den Seitenschenkeln 24, 25 in Ebenen
geführt, die im wesentlichen orthogonal zur Längserstreckung des Verschlussprofils
ausgerichtet sind.
[0019] An einer Seite des Verschlussprofils 7 befinden sich in einer in etwa vertikalen
Reihe angeordnete Sperren 8 (Fig. 4). Jede dieser Sperren 8 ist jeweils einer Schublade
3 zugeordnet und weist einen elektrisch betätigbaren Hubmagneten 30 auf (Fig. 2),
an dem ein Schieber 31 angeordnet ist. Der Schieber 31 ist durch den Hubmagneten 30
in einer im wesentlichen horizontalen Bewegung in Richtung auf das Verschlussprofil
7 verschiebbar. Jeder Schieber 31 ist zudem mit einer nicht dargestellten Feder in
Richtung vom Beschlag 16 weg kraftbeaufschlagt. Da die Federkraft geringer ist als
die vom jeweiligen Hubmagneten 30 ausgehende Kraft kann der Schieber 31 entgegen der
Federkraft in Richtung auf den Beschlag 16 geschoben werden. Hierdurch gelangt der
Schieber 31 in den Schlitz des Beschlages 16 und sperrt die jeweilige Schublade 3
gegen einen Auszug. Zur Freigabe der Schublade 3 muss der jeweilige Hubmagnet 30 elektrisch
betätigt werden, wodurch die (nicht dargestellte) Feder den Schieber 31 aus dem Schlitz
22 herausschiebt.
[0020] Die unter anderem in den Fig. 2 und 5A dargestellte Zunge 17 weist zwei Abschnitte
34, 35 von Seitenkanten auf, die im wesentlichen parallel verlaufen. Diese beiden
Abschnitte 34, 35 sind in bezug auf eine gegenüber der Längserstreckung des Verschlussprofils
7 im wesentlichen orthogonal verlaufenden Ein- und Ausschubrichtung (Pfeil 36) abgewinkelt.
Die auf der Seite der ersten Schaltleiste 26 befindliche Seitenkante 34 weist eine
Hinterschneidung 37 auf, die in einen im wesentlichen parallel zur Ein- und Ausschubrichtung
36 verlaufenden Abschnitt 38 dieser Seitenkante der Zunge 17 übergeht. Die der zweiten
Schaltleiste 27 gegenüberliegende Seitenkante 35 der Zunge ist hingegen über ihre
gesamte Länge abgewinkelt und läuft vom freien Ende der Zunge ausgehend auf eine Mittellinie
39 der Zunge und des Verschlussprofils 7 zu.
[0021] Der Schubladenschrank 1 ist mit einer nicht dargestellten elektronischen Verarbeitungseinheit
versehen. Diese elektronische Verarbeitungseinheit kann wiederum über eine Schnittstelle
und eine elektrische Leitung 40 mit einem PC 41 verbunden werden (Fig. 1), um die
Einheit zu programmieren. An den PC 41 ist wiederum ein Magnetkartenlesegerät 42 als
Bestandteil einer Zugangsberechtigungseinrichtung angeschlossen. Mit dem Lesegerät
42 können auf Magnetkarten 43 enthaltene magnetische Codes gelesen werden. Selbstverständlich
wäre es auch möglich, nahezu jeden beliebigen anderen Codeträger und jedes beliebige
Codelesegerät einzusetzen, wie beispielsweise induktive Geräte, Chipkartenlesegeräte
oder auch Schlösser mit dazugehörenden Schlüsseln.
[0022] In der Verarbeitungseinheit ist ein Programm geladen, mit dem Schubladen 3 des dargestellten
Schrankes 1 - und Schubladne beliebiger weiterer zu dem System gehörender Schränke
- zu verschiedenen Gruppen zusammengefasst werden können. Diese Gruppen können somit
eine beliebige Anzahl an Schubladen 3 umfassen. Das Programm bietet ausserdem die
Möglichkeit, jederzeit die Zusammenstellung der Gruppen, d.h. welche Schubladen 3
welcher Gruppe zugeordnet sind, zu ändern. Der Funktionsumfang des Programms schliesst
schliesslich auch ein, dass jeder Gruppe ein bestimmtes Berechtigungsmittel, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel einen bestimmten Magnetcode, zugeordnet werden kann.
[0023] Um auf eine bestimmte Gruppe von Schubladen 3 zugreifen zu können, muss nach dieser
Zusammenstellung der Gruppen in das Kartenlesegerät 42 eine Magnetkarte 43 eingeführt
werden, die den dieser Gruppe zugeordneten entsprechenden Code enthält. Nachdem dieser
Lesevorgang abgeschlossen und der Code an die elektronische Verarbeitungseinheit übermittelt
ist, gibt dieser ein Schaltsignal an den Schrank 1 aus, wodurch sämtliche Hubmagneten
30 der Schubladen 3 dieser Gruppe aktiviert werden. Die jeweilige Feder der Hubmagneten
30 fährt somit den entsprechenden Schieber 31 jeder Schublade 3 dieser Gruppe aus
dem Schlitz 22 des Beschlages heraus. Die Schubladen 3 sind damit zum Auszug an sich
bereit. Sämtliche anderen Schubladen sind hingegen durch den Schieber ihrer Sperre
weiterhin gegen einen Auszug gesperrt, da sie nicht zu der freigegebenen Gruppe gehören.
[0024] Damit sich Schubladen tatsächlich ausziehen lassen, muss auch der Zentral-Verschluss
von der Stromausfallsicherung freigegeben sein. Letztgenannte weist auf der Seite
des Seitenschenkels 25 den zum Zentral-Verschluss gehörenden weiteren Hubmagneten
10 auf (Fig. 1 und 4). Dieser wirkt über einen Winkelhebel 11 auf den oberen Mitnehmer
28. Durch Strombeaufschlagung führt der Magnet 10 einen Hub aus und wird in eine Endlage
gebracht, in welcher er den Winkelhebel parallel zum Verschlussprofil vertikal nach
unten verschiebt. Hierdurch geben in den Figuren nicht dargestellte Nocken den oberen
Mitnehmer 28 frei. Der Mitnehmer 28 kann sich nun in einer Ebene bewegen, die im wesentlichen
orthogonal zur Längserstreckung des Verschlussprofils 7 verläuft (Freigabestellung
der Stromausfallsicherung). Wird der Hubmagnet 10 stromlos geschaltet, so schiebt
die Feder den Magneten und den daran angelenkten Winkelhebel 11 wieder vertikal nach
oben, wodurch einer der Nocken in eine Ausnehmung des Mitnehmers eingreift und diesen
gegen Bewegungen sperrt (Sperrstellung der Stromausfallsicherung).
[0025] Durch Freigabe des Zentral-Verschlusses werden auch die Schaltleisten 26, 27 in die
in Fig. 2 gezeigte Endlage überführt, die ihrer Freigabestellung entspricht. In dieser
Endlage der Schaltleisten 26, 27 ist der Zentral-Verschluss geöffnet, d.h. er gibt
sämtliche Schubladen 3 des Schrankes 1 zum Auszug frei, soweit deren Sperren 8 dies
erlauben. In der Freigabestellung liegt die erste Schaltleiste an dem den Sperren
benachbarten Seitenschenkel 24 an, während die Schaltleiste 27 mit ihrer freien Kante
27a vom Seitenschenkel 25 weg- zur Zunge 17 hingeschwenkt ist und an deren Seitenkante
35 anliegt.
[0026] Aus Fig. 3 geht hervor, dass die zweite Schaltleiste 27 in ihrer Sperrstellung an
dem Seitenschenkel 25 anliegt. Die erste Schaltleiste ist in ihrer Sperrstellung hinter
die Hinterschneidung 37 der Zunge geschwenkt und liegt am Abschnitt 38 der Seitenkante
der Zunge 17 an. In der Sperrstellung kann somit die Schublade höchstens einige wenige
Millimeter bewegt werden, bis die erste Schaltleiste zur Anlage gegen eine Hinterschneidungskante
der Zunge kommt und der weitere Auszug der jeweiligen Schublade gestoppt wird.
[0027] Aufgrund der Freigabe- und Sperrstellung der zur Einzelauszugssicherung gehörenden
Schaltleisten 26, 27 kann jeweils nur eine Schublade ausgeschoben werden. Die Schaltleisten
26, 27 wirken dazu wie folgt mit den Zungen der Schubladen zusammen: Ist eine Schublade
ausgezogen, so befinden sich die Schaltleisten in der in Fig. 5A gezeigten Sperrstellung.
Da die erste Schaltleiste 26 mit ihrer freien Seitenkante zur Mittellinie des Verschlussprofils
hin hinter die Hinterschneidungen der Zungen 17 geschwenkt ist, sperrt sie die eingeschobenen
Schubladen gegen einen Auszug.
[0028] Beim Einschub der ausgezogenen Schublade 3 wird die Zunge 17 zwischen den beiden
abgekanteten Enden der beiden Seitenschenkel 24, 25 in Richtung auf den Grundschenkel
23 des Verschlussprofils 7 eingeschoben. Die Zunge 17 trifft dann auf die beiden Schaltleisten
26, 27, deren Abstand zueinander in etwa einer Breite (bezüglich einer Richtung quer
zur Ein- und Ausschubrichtung) der Zunge 17 entspricht. Die beiden Abschnitte 34,
35 der Seitenkanten kommen somit zur Anlage gegen die beiden Schaltleisten 26, 27.
Da die Abschnitte 34, 35 gegenüber der Einschubrichtung schräg verlaufen, werden die
beiden Schaltleisten 26, 27 zum Seitenschenkel 24 hin verschwenkt. Insbesondere der
schräge Verlauf des Abschnittes 34 bewirkt, dass die Schaltleisten zunächst entgegen
einer Kraft einer nicht dargestellten Biegefeder verschwenkt werden (Fig. 5B). Im
Laufe dieser Schwenkbewegung wird ein Totpunkt der Biegefeder überwunden, wodurch
die Federkraft nun in Schwenkrichtung wirkt und die Schaltleisten in ihre Freigabestellung
überführt werden (Fig. 5C). In dieser Position ist die Schublade nun vollständig eingeschoben.
Da die beiden Schaltleisten sich nun in ihrer Freigabestellung befinden, kann jede
beliebige Schublade der freigegebenen Gruppe ausgezogen werden.
[0029] Durch ein Herausziehen einer Schublade 3 gemäss den Fig. 5D, 5E, 5F werden die beiden
Schaltleisten 26, 27 von ihrer Freigabeposition wieder in ihre Sperrposition verschwenkt.
Hierzu liegt zunächst die Schaltleiste 27 an der Seitenkante 35 der Zunge 17 an (Fig.
5D) und gleitet nachfolgend auf dieser entlang (Fig. 5E). Hierdurch wird die zweite
Schaltleiste 27 in Richtung auf den Schenkel 25 geschwenkt. Aufgrund der Kopplung
nimmt hierbei die zweite die erste Schaltleiste 26 mit, wodurch die erste Schaltleiste
26 in Richtung auf die Mittellinie 39 hin geschwenkt wird, bis sie ihre Sperrposition
gemäss Fig. 5F einnimmt. Auch hierbei wirkt die Biegefeder zunächst dieser Schwenkbewegung
entgegen. In etwa ab der in Fig. 5E dargestellten Position ist ein Totpunkt der Feder
überwunden und ihre Federkraft wirkt nun in Richtung der Schwenkbewegung zum Seitenschenkel
25 hin.
[0030] Beim Versuch, eine weitere Schublade herauszuziehen, würde die Hinterschneidung 37
der Zunge 17 dieser Schublade an die erste Schaltleiste 26 anschlagen. Jede weitere
Schublade ist deshalb solange nicht ausziehbar, bis die bereits ausgezogene Schublade
wieder eingeschoben und damit die Einzelauszugssicherung wieder gelöst ist. Um die
Einzelauszugssicherung von ihrer Sperrstellung in Freigabeposition und wieder zurück
zu überführen, ist es somit erforderlich, mit einer Zunge 17 einer Schublade 3 die
Schaltleisten 25, 27 in zwei entgegengesetzte Richtungen zu verschwenken.
[0031] Bei einem Stromausfall werden auch die Hubmagnete 30 der Sperren 8 der einzelnen
Schubladen 3 stromlos. Die Federn der Sperren 8 drücken deshalb sämtliche Schieber
31, d.h. auch jene Schieber 31, die zu anderen Gruppen als den bereits freigegebenen
Schubladen gehören, in ihre Freigabeposition (Fig. 1 und 4). Da auch der Hubmagnet
10 der Stromausfallsicherung stromlos gesetzt wird, drückt dessen Feder gegen den
Winkelhebel 11, wodurch dieser vertikal nach oben geschoben wird. Aufgrund dieser
Bewegung des Winkelhebels 11 werden die Schaltleisten 26, 27 in ihrer Sperrposition
gemäss Fig. 3 überführt, falls sie sich nicht bereits ohnehin in dieser Position befinden.
Ausserdem wird nachfolgend einer der Nocken in eine der beiden Ausnehmungen des oberen
Mitnehmers 28 geschoben, wodurch dieser gegen Bewegungen und die Verschlusseinrichtung
in ihrer Sperrposition fixiert wird. Falls während des Stromausfalls eine Schublade
ausgezogen ist, so lässt sich diese gegen einen federelastischen Widerstand der beiden
metallischen Schaltleisten dennoch wieder einschieben. Hierzu sind die Schaltleisten
mit der Zunge 17 dieser Schublade in Richtung auf ihre Freigabeposition zu drücken
und die Schublade vollständig einzuschieben. Sobald sich die Hinterschneidung hinter
der ersten Schaltleiste 26 befindet, federn beide Schaltleisten 26, 27 in ihre Sperrposition
zurück, wodurch nun sämtliche Schubladen gegen einen unberechtigten Auszug gesichert
sind.
[0032] Die Stromausfallsicherung lässt sich über ein zentrales Schloss 50 wieder lösen (Fig.
1 und 4). Hierzu kann mit einem Schlüssel eine Schaltstange 51 betätigt werden, die
über einen Exzender 52 den Winkelhebel 11 entgegen der Hubrichtung der Feder wieder
nach unten drückt. Dies bewirkt, dass der Nocken den Mitnehmer 28 wieder freigibt
und die Schubladen 3 zum Auszug wieder bereitstehen. Da nun jedoch sämtliche Schubladen
ausgezogen werden können, sollte sichergestellt sein, dass diese Freigabe der Stromausfallsicherung
nur durch Vertrauenspersonen durchgeführt werden kann.
[0033] In den Fig. 6 und 7 ist ein weiterer erfindungsgemässer Schubladenschrank 101 eines
Schrankschliesssystems gezeigt, der mit dem prinzipiellen Aufbau des in den Fig. 1
bis 5F gezeigten Schubladenschrankes 1 im wesentlichen übereinstimmt. Nachfolgend
wird deshalb nur auf die Unterschiede gegenüber dem zuvor gezeigten Schubladenschrank
1 eingegangen.
[0034] Anders als der Schubladenschrank 1 weist der Schubladenschrank 101 im Bereich des
oberen Endes des Verschlussprofils 107 seines Zentralverschlusses auf der den Hubmagneten
110 gegenüberliegenden Seite einen Induktionssensor 112 auf. Unterhalb des Induktionssensors
112 befindet sich eine schwenkbare Fahne 113, die mit dem Mitnehmer 128 gelenkig verbunden
ist. Je nach Stellung der beiden Schaltleisten 126, 127 (vgl. auch Fig. 7) des Zentralverschlusses
befindet sich die Fahne 113 direkt unter dem Induktionssensor 112 - und damit im Detektionsbereich
des Sensors - oder daneben, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass sich die Fahne 113 in der Freigabestellung des Zentralverschlusses
unter der Fahne und in der Sperrstellung daneben befindet.
[0035] Zwischen den beiden Schaltleisten 126, 127 ist auf dem Mitnehmer 128 ein Schaltstift
132 angeordnet, der mit einem Exzender 152 der geschnitten dargestellten Schaltstange
151 zusammenwirkt. Die Schaltstange 151 kann über ein an einer nicht gezeigten Frontseite
des Schubladenschrankes angeordnetes Zylinderschloss betätigt werden.
[0036] Auf der gleichen Seite wie der Induktionssensor 112 befinden sich im Bereich des
unteren Endes des Verschlussprofils 107 zwei Hubmagnete 10' und 10'', die jeweils
mit einem Schieber 114', 114'' verbunden sind. Jeder der Schieber 114', 114'' weist
einen Mitnehmer auf, der zwischen die beiden Schaltleisten eingreift. Bei einer Betätigung
von einem der beiden einfach wirkenden Hubmagneten 110', 110'' können mittels einem
der Mitnehmer die Schaltleisten 126, 127 von einer Endlage in eine zweite Endlage
bewegt werden. Mit dem oberen Hubmagneten 110' können somit die Schaltleisten 126,
127 in ihre Sperrstellung und mit dem unteren Magneten 110'' in ihre Freigabestellung
überführt werden. Der jeweils andere Hubmagnet ist dann stromlos und wird über seinen
Mitnehmer bei der jeweiligen Bewegung mitgenommen.
[0037] Der Induktionssensor 112 und die beiden Hubmagnete gehören zu einer Stromausfallsicherung
109, welche mit einer eigenen, netzunabhängigen, nicht dargestellten Stromversorgung
- nämlich einem Pufferakkumulator - versehen ist. Durch die Stromausfallsicherung
kann erreicht werden, dass auch bei Stromausfall ein unberechtigter Zugriff auf Schubladen
103 nicht möglich ist.
[0038] Aufgrund der Stellung der Fahne 113, kann mit Hilfe des Induktionssensors 112 festgestellt
werden, ob sich die Schaltleisten 126, 127 in der Sperr- oder in der Freigabestellung
befinden. Der Induktionssensor 112 sendet ein entsprechendes Signal an eine nicht
dargestellte, im Schubladenschrank eingebaute, Steuerung. Bei Stromausfall werden
die Komponenten der Ausfallsicherung - und damit auch die Steuerung - von dem Pufferakkumulator
mit Strom versorgt.
[0039] Aufgrund unterschiedlicher Umstände können sich die Schaltleisten 126, 127 bei Stromausfall
in ihrer Freigabeposition befinden, beispielsweise weil sie bereits vor Stromausfall
in dieser Position angeordnet wurden. Sie können aber auch nachdem der Stromausfall
aufgetreten ist, durch eine oder mehrere erst nach Stromausfall eingeschobenen Schubladen
103 in diese Position überführt werden. Stellt nun während eines Stromausfalles der
Induktionssensor 112 aufgrund der Stellung der Fahne 113 fest, dass sich die Schaltleisten
126, 127 in der Freigabestellung befinden, wird der obere Hubmagnet 110' (vom Pufferakkumulator)
strombeaufschlagt. Dieser führt somit einen Hub aus, wodurch sein Mitnehmer die Schaltleisten
126, 127 in ihre Sperrstellung überführt. Sämtliche Schubladen 103 des Schubladenschrankes
sind somit gegen einen unberechtigten Zugriff gesichert, obwohl die Hubmagnete der
den einzelnen Schubladen 103 zugeordneten Sperren 108 nun stromlos sind.
[0040] Um während eines Stromausfalles dennoch den Schubladenschrank 101 benutzen zu können,
kann vorgesehen sein, dass die Schaltleisten 126, 127 über das zentrale mechanische
Schloss betätigt werden können. Diese sind mit Hilfe des Schlosses insbesondere von
ihrer Sperrstellung in ihre Freigabestellung überführbar. Durch das Schloss können
aufgrund einer Drehung des Exzenters 152 über den Schaltstift 132 und den Mitnehmer
128 die Schaltleisten von ihrer Sperrstellung in die Freigabestellung geschoben werden.
In diesem Zustand sind sämtliche Schubladen des Schubladenschrankes - ohne Beschränkung
auf bestimmte Benutzergruppen - zugänglich. Schlüssel für das zentrale Schloss sollten
deshalb nur an ausgewählte Personen vergeben werden.
[0041] Um nach einer Wiederherstellung der Stromversorgung durch das Netz die Schaltleisten
126, 127 in ihre Freigabestellung zu überführen, wird der zweite Hubmagnet 110'' von
der Steuerung strombeaufschlagt, wodurch dieser einen entsprechenden Hub ausführt.
Über die Schaltleiste 114' und ihren Mitnehmer wird bei dieser Bewegung der nun stromlose
erste Hubmagnet mitgenommen. Ausserdem schaltet nun die Steuerung sämtliche Sperren
108 derjenigen Schubladen 103 auf

Sperrung", die vor Stromausfall diese Position eingenommen hatten. Selbstverständlich
geben die anderen Sperren ihre jeweils zugeordnete Schublade frei.
[0042] In einer weiteren - nicht dargestellten Ausführungsform - können Mittel vorgesehen
sein, durch die ein Stromausfall erst gar nicht stattfinden kann. So kann das erfindungsgemässe
Schrankschliesssystem beispielsweise ein Notstromaggregat aufweisen, das bei Ausfall
des Netzstromes eine unterbrechungsfreie Stromversorgung des gesamten Schliesssystems
gewährleistet.
1. Schrankschliesssystem, das zumindest einen Schrank (1, 101) umfasst, wobei der zumindest
eine Schrank mehrere, voneinander abgetrennte Abteile, vorzugsweise ausziehbare Schubladen
(3), aufweist, die an einem Gehäuse (2) des Schrankes angeordnet sind, Abteile des
Schranks durch eine Verschlusseinrichtung ver- und entriegelbar sind, wozu jedes dieser
Abteile mit einer ihm zugeordneten schaltbaren Sperre (8, 108) versehen ist, bei dem
Schrankschliesssystem ferner eine Zugangsberechtigungseinrichtung vorgesehen ist,
in die Identifikations-Codes eingebbar sind, zudem eine elektronische Verarbeitungseinheit
vorhanden ist, die mit der Zugangsberechtigungseinrichtung und der Verschlusseinrichtung
verbunden ist, wodurch die Sperre (8, 108) des dem eingegebenen Identifikations-Code
in der elektronischen Verarbeitungseinheit zugewiesenen zumindest einen Abteil schaltbar
ist, und hierbei jedes Abteil mit seiner Sperre (8, 108) separat ver- und entriegelbar
ist.
2. Schrankschliesssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Abteile
von einem oder mehreren Schränken (1, 101) zu zumindest einer Gruppe zusammenfassbar
sind, dieser zumindest einer Gruppe ein bestimmter Identifikations-Code zuordenbar
ist, und dass bei Eingabe dieses bestimmten Identifikations-Codes die Sperren (8,
108) der zu der jeweiligen Gruppe gehörenden Abteile entriegelbar sind.
3. Schrankschliesssystem nach einem oder der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Zuordnung der Abteile zu den Gruppen veränderbar ist.
4. Schrankschliesssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuordnung
der Abteile zu bestimmten Gruppen frei wählbar und veränderbar ist.
5. Schrankschliesssystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuordnung von einer oder mehreren Gruppen zu einem oder mehreren Identifikations-Codes
frei wählbar und veränderbar ist.
6. Schrankschliesssystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass zumindest einige der Abteile als ausziehbare Schubladen (3, 103)
ausgebildet sind.
7. Schrankschliesssystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch eine Einzelauszugs- oder Einzelöffnungssicherung der Abteile eines Schrankes
(1, 101)
8. Schrankschliesssystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Verschlusseinrichtung ein zentrales Verschlussprofil (7,
107) aufweist, das zum Ver- und Entriegeln sämtlicher Abteile vorgesehen ist und hierbei
mit an den Abteilen angeordneten Beschlägen (16) zusammenwirkt, welches Zungen (17,
117) aufweist.
9. Schrankschliesssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ver- und Entriegeln
einzelner Abteile die Sperren (8, 108) mit den Beschlägen (16, 116) zusammenwirken.
10. Schrankschliesssystem nach einem oder beiden der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlussprofil (7, 107) an einer Rückseite des Gehäuses angeordnet ist
und mit zwei schwenkbaren Schaltleisten (26, 27; 126, 127)versehen ist.
11. Schrankschliesssystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch eine Stromausfallsicherung (9), die bei Stromausfall sämtliche Abteile eines
Schrankes (1, 101) verschliesst.
12. Schrankschliesssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromausfallsicherung
(9, 109) einen Sensor (112) aufweist, mit dem eine bestimmte Stellung der Verschlusseinrichtung
feststellbar ist, dass ferner ein mit der Verschlusseinrichtung wirkverbundes Betätigungsmittel
vorhanden ist, mit dem sämtliche bereits verschlossenen Anteile gegen ein Öffnen sicherbar
sind, und dass das Betätigungsmittel aufgrund eines bestimmten Signals des Sensor
zur Sicherung der Anteile gegen ein Öffnen schaltbar ist.
13. Schubladenschrank für ein Schrankschliesssystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, der mehrere, voneinander abgetrennte Anteile, vorzugsweise ausziehbare
Schubladen (3, 103) aufweist, die an einem Gehäuse (2) des Schrankes angeordnet sind,
jedes dieser Anteile durch eine Verschlusseinrichtung ver- und entriegelbar ist, wobei
zumindest einige der Anteile von der Verschlusseinrichtung separat ver- und entriegelbar
und gleichzeitig mehrere der Anteile entriegelbar sind, zur separaten Ver- und Entriegelung
für jedes dieser Abteile jeweils eine auf das jeweilige Anteil wirkende Sperre (8,
108) vorgesehen ist, und die Verschlusseinrichtung ein zentrales Verschlussprofil
(7, 107) aufweist, das eine Einzelauszugssicherung umfasst, durch die gleichzeitig
stets nur ein Anteil (3, 103) geöffnet werden kann.
14. Schrank nach Anspruch 13 , dadurch gekennzeichnet, dass Sperren (8, 108) separat voneinander
betätigbar sind, wodurch Schubladen unabhängig voneinander zum Auszug freigebbar sind.
15. Schrank nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperren (8, 108)
elektrisch betätigbar sind, und eine Stromausfallsicherung vorhanden ist, die bei
Stromausfall zumindest einige der Schubladen gegen einen Auszug sperrt.
16. Schrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einzelauszugssicherung zwei auf sämtliche Schubladen des Schrankes wirkende
Schaltleisten (26, 27; 126, 127) umfasst, die durch jeweils eine Schublade aus einer
Sperrposition, in welcher sie Schubladen gegen einen Auszug sperrt, in eine Freigabeposition,
in welcher eine Schublade ausziehbar ist, überführbar sind.
17. Schrank nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stromausfallsicherung auf die Verschlusseinrichtung wirkt.