[0001] Die Erfindung betrifft ein Rostsystem für einen Brennstoffkessel bestehend aus in
Längsrichtung des Rostsystems stufenförmig angeordneten Platten.
[0002] In Verbrennungsöfen, denen der Brennstoff kontinuierlich oder intermittierend zugeführt
wird, wird eine möglichst vollständige Verbrennung des Brennstoffs angestrebt, um
den Ascheanfall möglichst klein zu halten. Hierfür ist es erforderlich, den Brennstoff
relativ lange auf dem Rost verweilen zu lassen, um die für die vollständige Verbrennung
benötigte Brenndauer zur Verfügung zu stellen. Um dabei gleichmäßige Verbrennungsbedingungen
zu erzeugen ist es erforderlich, den Brennstoff auf dem Rost von einem Ende zum anderen
zu transportieren, damit frischer Brennstoff nachgefördert werden kann, so daß sich
ein einigermaßen gleichförmiger Zustand einstellt. Bei dem Transport des Brennstoffs
von einem Ende des Rostes zum anderen ist anzustreben, daß kein Brennstoffanteil vor
Erreichen des ascheseitigen Endes des Rostes durch den Rost hindurchfallen kann, da
der hindurchfallende Brennstoff möglicherweise noch nicht vollständig verbrannt ist.
[0003] In der DE-PS 40 00 973 ist ein Rost und ein damit aufgebauter Brennstoffkessel beschrieben,
bei dem in Längsrichtung des Rostsystems eine Anzahl Platten stufenförmig aufeinanderfolgend
angeordnet sind. Ein Teil der Platten sind feststehend an eine erste Halterung befestigt
und die anderen Platten sind bewegbar an einer zweiten Halterung montiert. Die Befestigung
jeder Platte an seiner Halterung ist höhenverstellbar. Hierdurch können unterschiedliche
Zwischenräume für den Durchtritt von Verbrennungsluft eingestellt werden. Die beweglichen
Platten sind in Längsrichtung des Rostsystems hin- und herbewegbar. Hierdurch kann
das Brenngut kontinuierlich von dem Eintrittsende bis zum Austrittsende des Brennstoffkessels
transportiert werden.
[0004] Zur Verbrennung hochkoleriger Brennstoffe treten höhere Verbrennungstemperaturen
auf, die zu einer thermischen Überlastung des Rostplattenmaterials des beschriebenen
Rostsystemes führen. Zur Erhaltung der optimalen Verbrennung kann die Luftzufuhr nur
begrenzt erhöht werden. Dies bedingt andererseits eine unzureichende Kühlung der Rostplatten.
[0005] In der EP 811 803 A2 ist ein Rostelement mit flüssigkeitsgekühlten Rosten beschrieben.
Es wird vorgeschlagen, daß das Kühlmittel durch geradlinige Kanäle in den Rosten quer
zur Längsrichtung der Rostelemente geführt wird. An den Seitenkanten der Roste ist
ein Zulauf und ein Ablauf sowie Umlenkungen zwischen den Kanälen vorgesehen. Der Kühlmittelfluß
ist so gewählt, daß die Kanäle entweder in Reihen oder in Parallelschaltung betrieben
werden können. Hierdurch kann die Kühlleistung den Anforderungen entsprechend festgelegt
werden.
[0006] In der EP 621 449 ist ein flüssigkeitsgekühltes Rostelement beschrieben, bei dem
das Kühlwasser mäanderförmig durch einen Hohlraum in dem Rost geführt wird.
[0007] In dem europäischen Patent 277 053 B1 ist ein Feuerungsrost mit Querroststäben beschrieben,
bei dem Rostplatten abwechselnd fest und in Längsrichtung hin und her bewegbar sind,
wobei die Rostplatten stufenförmig angeordnet sind. In den Rostplatten sind Kanäle
zum Ausblasen von Verbrennungsluft in den Verbrennungsraum angeordnet. Zwei nebeneinander
liegende Rostplatten stoßen mit ihren Seitenflächen aneinander, wobei die Stirnflächen
zwei Schrägen aufweisen. Hierdurch erfolgt eine Durchmischung der festen Verbrennstoffe.
[0008] In der EP 0 246 981 A1 ist ein Rostsystem mit nebeneinander liegenden Rostelementen
beschrieben. Zwischen den Rostelementen sind Wangenelemente angeordnet, die ineinandergreifen.
Zwischen den Wangen ist eine Feder angeordnet, durch die eine seitliche Bewegung der
Rostplatten ausgeglichen werden kann. Die Wangenelemente greifen so ineinander, dass
Teile des Verbrennungsgutes nicht in den Zwischenraum der Rostplatten bzw. zwischen
die Wangenteile fallen können.
[0009] In der EP 0 004 072 A2 ist ein Rostsystem offenbart, bei dem die Rostplatten ebenfalls
stufenförmig übereinanderliegend angeordnet sind. Zwischen in Querrichtung nebeneinanderliegenden
Rostplatten sind ineinandergreifende Seitenwangen vorgesehen, die eine Bewegung zueinander
erlauben, ohne zu verklemmen. Die Seitenwangen haben jeweils ein gekrümmtes Dach,
wobei sich die Dächer der nebeneinanderliegenden Seitenwangen überlappen. Durch diese
Überlappung entsteht ein kleiner Spalt in Richtung einer Seite des Verbrennungsraumes.
[0010] Diese gekühlten Rostelemente können zwar mit hohen Temperaturen betrieben werden.
Die Belüftung des Brennraums kann aber nicht so gesteuert werden, daß eine optimale
vollständige Verbrennung gewährleistet ist.
[0011] Ausgehend von diesen bekannten Rostelementen war es die Aufgabe der Erfindung, ein
Rostsystem für einen Brennstoffkessel zu schaffen, der aus in Längsrichtung des Rostsystems
stufenförmig angeordneten Platten besteht, wobei das Rostsystem eine kontrollierte
und vollständige Verbrennung von hochkalorigen Brennstoffen mit hohen Temperaturen
ermöglichen sollte.
[0012] Ausgehend von dieser Aufgabe ist ein Rostsystem der eingangs erwähnten Art dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens zwei Platten in Querrichtung nebeneinander angeordnet
sind und daß Firstwangen zwischen den nebeneinanderliegenden Platten vorgesehen sind,
wobei die Firstwangen Austrittsöffnungen für Gase und Gasgemische haben.
[0013] Durch die Firstwangen wird es erstmals möglich, Roste quer zum Brennraum nebeneinander
anzuordnen, wobei jedes der Roste eigenständig beheizt werden kann. Die Roste können
damit kleiner gehalten und ideal an die erforderliche Verbrennungsleistung angepaßt
werden. Durch die Luftaustrittsöffnungen in den Firstwangen kann eine Luftzufuhr auch
innerhalb des Brennraumes erfolgen, so daß optimale Verbrennungsleistungen erzielt
werden können.
[0014] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform hat die Firstwange eine im Querschnitt
kuppelförmige Deckplatte, so daß eine räumliche Trennung des Brennraums in dem Brennstoffkessel
erfolgt. Die Deckplatte sollte zudem in Längsrichtung des Brennraums geneigt und damit
an die stufenförmig aufeinanderfolgenden Platten, die an die Firstwangen angrenzen,
angepasst sein.
[0015] Es ist vorteilhaft, wenn die Firstwangen jeweils eine Nase an der vorderen und hinteren
Frontfläche haben, wobei die Nasen so angeordnet sind, daß die Nasen von in Längsrichtung
des Brennraums aneinander angrenzenden Wangen übereinanderliegen und die Firstwangen
damit ineinandergreifen. Durch die Nasen ist ein ausreichendes Spiel der Firstwangen
ermöglicht, so daß sich die Wärmeausdehnung der Firstwangen nicht nachteilig auswirkt.
[0016] Die Austrittsöffnungen sind vorteilhafterweise an der hinteren Frontfläche unterhalb
der Deckplatte sowie an den Seitenflächen oberhalb von den angrenzenden Platten angeordnet.
Damit werden die Hauptbrennzonen der Roste in Abhängigkeit von dem Brennstoff durch
zusätzliche Verbrennungsluft ausreichend belüftet. Um die Bildung von thermischen
NOx zu verringern, die vor allem bei mittel- und hochkalorischen Brennstoffen und
den dabei auftretenden höheren Verbrennungstemperaturen anfallen, ist es vorteilhaft,
wenn Rauchgase durch die Austrittsöffnungen in den Brennraum zurückgeführt werden.
[0017] Die Belüftung des Brennraumes kann weiterhin verbessert werden, indem Seitenwangen
angrenzend an die freien Seitenwände der Platten angeordnet sind. Die Seitenwangen
sollten Austrittsöffnungen oberhalb von den angrenzenden Platten haben. Damit können
Rauchgase oder Zusatzluft sowohl über den Feuerraumquerschnitt als auch von der Seitenwand
zugesetzt werden.
[0018] Die Seitenwangen sollten vertikale Stege aufweisen, die als Träger für die Seitenwangen
und als Zuführungskanäle dienen.
[0019] Die Seitenwangen bzw. die Firstwangen werden vorteilhafterweise von Kanälen getragen,
die in Längsrichtung entlang des Rohrsystems angeordnet sind. Die Kanäle sind vorzugsweise
als tragendes Element ausgebildet, so daß Rauchgas oder Zusatzluft zu den Austrittsöffnungen
in den Seitenwangen und/oder Firstwangen geleitet werden kann.
[0020] Es hat sich herausgestellt, daß die Roste zur Verbrennung von hochkalorischen Brennstoffen
mit einem separaten sekundären Kühlmittel gekühlt werden sollten. Die Platten sind
hierzu vorteilhafterweise als Hohlkörper ausgebildet und in den Platten sind wendelförmige
Leit- und Stabilisierungsrippen vorgesehen. Jede Platte hat einen an den Hohlkörper
angeschlossenen Einlaß und einen Auslaß für das Kühlmittel. Durch das separate Kühlmittel
ist die Steuerung der Temperatur des Rostes unabhängig von der zugeführten Verbrennungsluft,
so daß die Verbrennungsluft derart gestuft zuführbar ist, daß die Verbrennung aussetzt
bzw. unterstöchometrisch als Pyrolyse mit Nachverbrennung bzw. überstöchometrisch
in der Brennkammer erfolgen kann.
[0021] Als sekundäres Kühlmedium können Gase, Gasgemische und alle hydraulischen Medien
eingesetzt werden, sofern deren Viskosität dies zuläßt und der Zweck der Kühlung erfüllt
wird. Der Einlaß bzw. der Auslaß zum Anschluß des Kühlmediums befindet sich vorteilhafterweise
unterhalb der Rostplatte, wobei die Durchströmungsrichtung frei wählbar ist. Durch
den gewendelten Kanal wird das Kühlmedium vorteilhafterweise gleichmäßig in der Platte
verteilt und der Kühlfluß wird stabilisiert.
[0022] Es ist besonders vorteilhaft, wenn ein Wärmetauscher für das Kühlmittel vorgesehen
ist, wobei die von dem Kühlmittel abgeführte Energie einem Einsatzstoff zur Rostverbrennung
zugeführt wird. Hierdurch kann die Energie z.B. verbrennungsfördernd weiter genutzt
werden, indem diese der Verbrennungsluft zugeführt wird. Die Energie kann auch dem
Brennstoff zur Trocknung zugeführt werden, oder zur Kondensataufwärmung eingesetzt
werden.
[0023] Eine besonders vollständige und kontrollierte Verbrennung des Brennstoffes wird dadurch
ermöglicht, daß jede zweite Platte in Längsrichtung hin- und herbewegbar und mit einem
entsprechenden Antrieb versehen ist, wobei die festen Platten an einer gemeinsamen
ersten Halterung und die bewegbaren Platten an einer gemeinsamen zweiten Halterung
befestigt sind und die Befestigung jeder Platte an seiner Halterung höhenverstellbar
ist. Dadurch kann der Zwischenraum zwischen den stufenförmig angeordneten Platten
frei wählbar und die Luftzufuhrmenge entsprechend der Anforderung in dem Brennraum
eingestellt werden. Durch die Bewegung jeder zweiten Platte wird verhindert, daß Brenngut
durch den Rost durchfällt.
[0024] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Firstwangen und die Seitenwangen starr sind.
[0025] Die Erfindung soll im folgenden anhand von dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1 -
- eine Seitenansicht einer Firstwange im Querschnitt;
- Figur 2 -
- eine Frontansicht der Firstwange mit seitlichen Austrittsöffnungen im Querschnitt;
- Figur 3 -
- eine Frontansicht der Firstwange mit einer Austrittsöffnung an der hinteren Frontfläche;
- Figur 4 -
- eine Frontansicht einer Seitenwange mit Austrittsöffnungen und Stegen;
- Figur 5 -
- eine Schnittansicht der Seitenwange mit Austrittsöffnung und Steg;
- Figur 6 -
- eine Draufsicht auf eine Platte mit wendelförmigen Leit- und Stabilisierungsrippen
im Querschnitt;
- Figur 7 -
- einen Längsschnitt durch die Platte mit Kanälen für ein Kühlmittel;
- Figur 8 -
- einen Querschnitt durch die Platte.
[0026] In der Figur 1 ist ein Querschnitt einer Firstwange 1 gezeigt, die eine in Längsrichtung
des Brennraums geneigte Deckplatte 2 erkennen läßt. An der vorderen Frontfläche 3
und der hinteren Frontfläche 4 sind jeweils Nasen 5 und 6 vorgesehen. Es ist erkennbar,
daß das Niveau der Nasen 5 und 6 unterschiedlich ist, so daß die Nasen aneinander
angrenzender Firstwangen übereinander liegen. Die Firstwange 1 hat Stege 7, durch
die die Firstwangen getragen werden können und die Kanäle für Gase und Gasgemische
bilden.
[0027] Aus der Figur 1 ist weiterhin erkennbar, daß, eine Austrittsöffnung 8 für Gase und
Gasgemische an der hinteren Frontfläche 4 der Firstwange 1 und seitliche Luftaustrittsöffnungen
9 an der Seitenfläche der Firstwange 1 vorgesehen sind.
[0028] Die Figur 2 läßt die seitlichen Austrittsöffnungen 9 an den Seitenflächen der Firstwange
1 erkennen, die mit einem Zufuhrkanal 10 für Gase und Gasgemische im Innenraum der
Firstwange 1 in Verbindung stehen. Die seitlichen Austrittsöffnungen 9 sollten oberhalb
der an die Firstwange 1 angrenzenden Platten liegen, die nicht dargestellt sind.
[0029] Die Figur 3 läßt eine Frontansicht auf die hintere Frontfläche 4 der Firstwange 1
erkennen. Es ist ersichtlich, daß die Deckplatte 2 im Querschnitt der Firstwange kuppelförmig
ist. Weiterhin ist die radial entsprechend der Kuppelform gebogene Luftaustrittsöffnung
8 erkennbar.
[0030] Die Firstwangen 1 sind vorzugsweise aus Gußstahl. Die Zuführung der Rauchgase bzw.
Zufuhrluft zu den Firstwangen 1 erfolgt mit nicht dargestellten Kanälen, die in Längsrichtung
des Brennraumes angeordnet sind. Diese Kanäle sind vorzugsweise so geformt, daß sie
an die Stege 7 der Firstwangen 1 angepaßt sind und diese tragen.
[0031] Die Figur 4 läßt eine Seitenwange 11 erkennen, die an die freien Seitenwände der
Platten angrenzen. Die Seitenwange 11 hat Austrittsöffnungen 12, die vorzugsweise
oberhalb von den an die Seitenwange 11 angrenzenden Platten liegen. Die Seitenwangen
11 werden durch Stege 13 getragen, die gleichzeitig als Zuführungskanäle ausgebildet
sind. An der oberen Seitenkante der Seitenwangen 11 ist vorzugsweise eine Nut 14 auf
der einen und eine entsprechende Feder 15 auf der anderen Seite vorgesehen, damit
die Seitenwangen 11 ineinandergreifend nebeneinander angeordnet werden können.
[0032] In der Figur 5 ist die Seitenwange 11 im Querschnitt dargestellt. Es sind die konische
Austrittsöffnung 12 sowie die geneigten Stege 13 zu erkennen. An der hinteren Seite
der Seitenwange 11 ist eine Lasche 16 vorgesehen, um die Seitenwange 11 auf einen
nicht dargestellten Träger einzuhängen.
[0033] Zwischen die Seitenwange 11 und die Firstwange 1 werden Platten 17 angeordnet, die
in der Draufsicht als Querschnitt in der Figur 6 dargestellt sind. Eine Platte 17
besteht aus einem ersten Gußteil 18 mit quer zur Platte 17 verlaufenden Leit- und
Stabilisierungsrippen 19. In dem ersten Gußteil 18 sind Bohrungen für einen Einlaß
20 und einen Auslaß 21 zum Einleiten und Ausleiten von Kühlmittel in bzw. aus dem
Hohlraum der Platte 17 vorgesehen. Die Figur 6 läßt weiterhin erkennen, daß ein zweites
Teil 22 in das erste Gußteil 18 eingeschoben und mit diesem verschweißt ist. Das zweite
Teil 22 hat entsprechene Leit- und Stabilisierungsrippen 23, die zusammen mit den
Leit- und Stabilisierungsrippen 19 des ersten Gußteils 18 einen mäanderförmigen Kanal
in der Platte 17 bilden.
[0034] Die Platte 17 ist in der Figur 7 im Längsschnitt dargestellt. Es ist erkennbar, daß
durch die Leit- und Stabilisierungsrippen 19, 23 Kanäle 24 für Kühlmittel geschaffen
werden. Ferner ist zu erkennen, daß ein Befestigungsbock 25 unterhalb der Platte 17
vorgesehen ist, um die Platte 17 an eine nicht dargestellte Halterung zu montieren.
Die Halterung kann entweder feststehend sein oder mit einem Antrieb in Längsrichtung
des Brennraums hin- und herbewegt werden. Durch die Bewegung der Platte ist vorteilhafterweise
ein Transport des Brenngutes durch den Brennraum möglich.
[0035] Der Aufbau der Platte 17 wird durch den in der Figur 8 dargestellten Querschnitt
durch die Platte 17 im weiteren Detail erkennbar. Es ist zu sehen, daß die Stoßkante
26 des ersten Gußteils 18 um einen Winkel α geneigt ist.
[0036] Die Platten 17 werden in nicht dargestellter Weise stufenförmig in Längsrichtung
des Brennraumes aufeinandergelegt, wie es prinzipiell bereits in der DE-PS 40 00 973
gezeigt und ausführlich beschrieben ist. Mindestens zwei dieser stufenförmig aufeinanderfolgenden
Plattenbahnen werden nebeneinander in dem Brennraum angeordnet, wobei zwischen den
Platten 17 eine in Längsrichtung stufenförmig aufeinanderfolgende Anreihung von Firstwangen
1 vorgesehen ist. Seitlich an die freien Seitenenden der Platten 17 grenzt jeweils
eine Reihe von Seitenwangen 11 an.
1. Rostsystem für einen Brennstoffkessel, bestehend aus in Längsrichtung des Rostsystems
stufenförmig angeordneten Platten (17), wobei mindestens zwei Platten (17) in Querrichtung
nebeneinander angeordnet und Firstwangen (1) zwischen den nebeneinanderliegenden Platten
(17) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Firstwangen (1) Austrittsöffnungen für Gase und Gasgemische (8, 9) haben.
2. Rostsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Firstwangen (1) eine im Querschnitt kuppelförmige Deckplatte (2) haben.
3. Rostsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Firstwangen (1) eine in Längsrichtung geneigte Deckplatte (2) haben.
4. Rostsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Nase (5, 6) an der vorderen und hinteren Frontfläche (3, 4) der Firstwangen
(1) vorgesehen ist, wobei die Nasen (5, 6) so angeordnet sind, daß die Nasen (5, 6)
angrenzender Firstwangen (1) übereinander liegen.
5. Rostsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der hinteren Frontfläche (4) der Firstwangen (1) unterhalb der Deckplatte (2)
eine Austrittsöffnung für Gase und Gasgemische (8) vorgesehen ist.
6. Rostsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenflächen der Firstwange (1) jeweils Austrittsöffnungen für Gase und Gasgemische
(9) oberhalb von den angrenzenden Platten (17) vorgesehen sind.
7. Rostsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Seitenwangen (11) angrenzend an die freien Seitenwände der Platten (17) vorgesehen
sind, wobei die Seitenwangen (11) Austrittsöffnungen für Gase und Gasgemische (12)
oberhalb von den angrenzenden Platten (17) haben.
8. Rostsystem nach Anspruch 7, daduch gekennzeichnet, daß die Seitenwangen (11) vertikale Stege (13) aufweisen und die Stege (13) als Träger
für die Seitenwangen (11) und als Zuführungskanäle für Gase und Gasgemische ausgebildet
sind.
9. Rostsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Längsrichtung entlang des Rostsystems Kanäle vorgesehen sind und die Kanäle als
Träger für die Seitenwangen (11) und/oder Firstwangen (1) und als Zuführungskanäle
für Gase und Gasgemische ausgebildet sind.
10. Rostsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Rauchgase durch die Zuführungskanäle und Austrittsöffnungen (8, 9) in den Brennraum
des Brennstoffkessels geleitet wird.
11. Rostsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß Zusatzluft durch die Zuführungskanäle und Austrittsöffnungen (8, 9) in den Brennraum
des Brennstoffkessels geleitet wird.
12. Rostsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (17) als Hohlkörper ausgebildet sind, die Platten (17) wendelförmige
Leit- und Stabilisierungsrippen (19, 23) haben und einen an den Hohlkörper angeschlossenen
Einlaß (20) und einen Auslaß (21) für ein Kühlmittel aufweisen.
13. Rostsystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß (20) und der Auslaß (21) an der Unterseite jeweils einer Platte (17) angeordnet
ist.
14. Rostsystem nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlmittel ein Gas, Gasgemisch oder ein Fluid ist.
15. Rostsystem nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wärmetauscher für das Kühlmittel vorgesehen ist, wobei die von dem Kühlmittel
abgeführte Energie einem Einsatzstoff zur Rostverbrennung zugeführt wird.
16. Rostsystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzstoff Verbrennungsluft ist.
17. Rostsystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die abgeführte Energie dem Brennstoff zur Trocknung zugeführt wird.
18. Rostsystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die abgeführte Energie zur Kondensataufwärmung verwendet wird.
19. Rostsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede zweite Platte (17) hin- und herbewegbar und mit einem entsprechenden Antrieb
versehen ist, wobei die festen Platten an einer gemeinsamen ersten Halterung und die
bewegbaren Platten an einer gemeinsamen zweiten Halterung befestigt sind, und daß
die Befestigung jeder Platte (17) an seiner Halterung höhenverstellbar ist.
20. Rostsystem nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Platten im Bereich der Seiten- und Firstwangen (11, 1) und die bewegbaren
Platten (17) mit der zweiten Halterung einzeln lösbar befestigt sind.
21. Rostsystem nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Platten und die beweglichen Platten im wesentlichen identisch sind.
22. Rostsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Firstwangen (1) und die Seitenwangen (11) starr sind.