(19)
(11) EP 1 035 458 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.09.2000  Patentblatt  2000/37

(21) Anmeldenummer: 99810205.7

(22) Anmeldetag:  08.03.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7G05D 16/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(71) Anmelder: Asea Brown Boveri AG
5401 Baden (CH)

(72) Erfinder:
  • Frey, Heinz
    5737 Menziken (CH)
  • Ryser, Markus
    4573 Lohn-Ammannsegg (CH)

(74) Vertreter: Pöpper, Evamaria, Dr. et al
ABB Business Services Ltd Intellectual Property (SLE-I), Haselstrasse 16 Bldg. 699
5401 Baden
5401 Baden (CH)

   


(54) Hydraulisches Regelgerät mit Ablaufsteuerung


(57) Die Erfindung betrifft ein Regelgerät (1) mit einer Ablaufsteuerung, wobei der Steuerkolben (2) des Regelgeräts (1), welcher in einer Steuerbüchse (3) geführt ist, mit einer Steuerkante (4) ausgestattet ist, welche durch eine Abschrägung über den Umfang zur Steuerbüchse (3) hin ausgebildet ist. Durch diese Anordnung der Steuerkante (4) wird eine reibungsfreie Führung des Steuerkolbens (2) in der Steuerbüchse (3) erreicht. Vorteilhaft wird die Regelgüte erhöht, da die Steuerbüchse (3) nicht mehr mitgezogen werden bzw. nicht mehr gestossen werden kann.




Beschreibung

TECHNISCHES GEBIET



[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein hydraulisches Regelgerät mit Ablaufsteuerung.

STAND DER TECHNIK



[0002] In hydraulischen Regel- und Steuergeräten mit Ablaufsteuerung wird der Steuerkolben in einer Steuerbüchse geführt. Der Steuerkolben wird dabei an dem Ende, welches in der Steuerbüchse geführt ist, mit Steuerkanten versehen, welche aus einer oder mehreren Einfräsungen bestehen und in der Mitte des Kolbens angeordnet sind. Der Steuerkolben steht somit über den Umfang in direktem Kontakt mit der Steuerbüchse. Diese Form der Steuerkanten des Steuerkolbens hat sich in der Hydraulik bewährt und wird praktisch überall standardmässig angewandt. Der Nachteil dieses Standes der Technik besteht darin, dass die Steuerbüchse durch die Reibung zwischen dem Steuerkolben und der Steuerbüchse mitgezogen oder gestossen werden kann. Dies hat dann negative Auswirkungen auf die Regelgüte zur Folge.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG



[0003] Ziel der Erfindung ist es, die oben genannten Nachteile zu überwinden. Aufgabe der Erfindung ist es, einen Steuerkolben eines Regelgeräts mit Ablaufsteuerung zu schaffen, welcher sich reibungsfrei in der Steuerbüchse bewegt.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Steuerkante des Steuerkolbens an dem Ende, welches in der Steuerbüchse geführt ist, über den Umfang zur Steuerbüchse hin durch eine Abschrägung gebildet ist.
Vorteilhaft bewegt sich der Steuerkolben in der Steuerbüchse reibungsfrei, da bei einer Abflusssteuerung immer eine Steuerkantenöffnung zur Steuerbüchse vorhanden sein muss.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG



[0004] Die einzige Figur zeigt eine Ausführungsform eines Regelgerätes mit Ablaufsteuerung mit einem erfindungsgemässen Steuerkolben.

[0005] Es werden nur die für die Erfindung wesentlichen Elemente dargestellt.

WEG ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG



[0006] Die einzige Figur zeigt ein Regelgerät 1 mit Ablaufsteuerung, wie es in seinem prinzipiellen Aufbau bekannt ist und welches zur Regelung eines Systemdrucks psys in einer Leitung 11 dient. Die Leitung 11 kann beispielsweise mit einem Ventil in einem Kraftwerk verbunden sein. Das Regelgerät 1 besteht aus einem Gehäuse 8, in welchem sich ein Steuerkolben 2 mit einer Feder 7, eine Steuerbüchse 3 und ein Kolben 5 mit einer Steuerfeder 6 befinden. Auf bekannte und hier nicht näher dargestellte Weise wird der Systemdruck psys in der Leitung 11 über den Steuerkolben 2, welcher von zwei Seiten über die Leitung 10 mit dem Pumpendruck pp versorgt wird, und ein Proportionalventil 9 geregelt. Durch einen entsprechenden Druck psys in der Leitung 11 wird die Steuerbüchse 3 und damit der Kolben 5 in Abhängigkeit von der Vorspannung der Steuerfeder 6 bewegt.

[0007] In der dargestellten Ausführungsform des Regelgeräts 1 mit Ablaufsteuerung ist der Steuerkolben 2 erfindungsgemäss mit einer Steuerkante 4 ausgeführt, welche an dem Steuerkolben 2 über den Umfang zur Steuerbüchse 3 hin durch eine Abschrägung gebildet ist. Im Vergleich mit den bisher im Stand der Technik bekannten Steuerkolben, welche eine oder mehrere Einfräsungen in der Mitte des Kolbens aufweisen, ist der Steuerkolben 2 so ausgeführt, dass er die gleiche Verdrängung hat. Vorteilhaft reibt der Steuerkolben 2 durch diese Anordnung der Steuerkanten nicht an der Steuerbüchse 3, da immer eine Steuerkantenöffnung zwischen Steuerkolben 2 und Steuerbüchse 3 vorhanden sein muss. Somit kann die Steuerbüchse 3 nicht mitgerissen werden und eine verbesserte Regelgüte ist die Folge.

BEZUGSZEICHEN



[0008] 
1
Regelgerät mit Ablaufsteuerung
2
Steuerkolben
3
Steuerbüchse des Kolbens 5
4
Steuerkante
5
Kolben
6
Steuerfeder des Kolbens 5
7
Feder des Steuerkolbens 8
8
Gehäuse
9
Proportionalventil
10
Leitung zur Pumpe
11
Leitung zum System
12
Ablaufleitung
13
Blende zwischen Leitung 10 und 11
pP
Druck der Pumpe
pSYS
Systemdruck
T
Tank



Ansprüche

1. Hydraulisches Regelgerät (1) mit Ablaufsteuerung, bestehend aus einem Steuerkolben (2), welche eine Steuerkante (4) aufweist, und einer Steuerbüchse (3),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerkante (4) des Steuerkolbens (2) an dem Ende, welches in der Steuerbüchse (3) geführt ist, über den Umfang zur Steuerbüchse (3) hin durch eine Abschrägung gebildet ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht