[0001] Die Erfindung betrifft kosmetische Mittel enthaltend eine Wirkstoffkombination sowie
die Verwendung der Wirkstoffkombination in Haut- und insbesondere Haarbehandlungsmitteln,
vorzugsweise in Färbe- und/ oder Tönungsmitteln.
[0002] Die kosmetische Behandlung von Haut und Haaren ist ein wichtiger Bestandteil der
menschlichen Körperpflege. Nicht zuletzt durch die starke Beanspruchung der Haut und
Haare durch Umweltbelastungen nimmt die Bedeutung von Pflegeprodukten mit möglichst
langanhaltender Wirkung zu.
[0003] Sowohl die Reinigung der Haare mit Shampoos als auch die dekorative Gestaltung der
Frisur beispielsweise durch Färben oder Dauerwellen sind Eingriffe, die die natürliche
Struktur und die Eigenschaften der Haare beeinflussen. So können anschließend an eine
solche Behandlung beispielsweise die Naß- und Trockenkämmbarkeit des Haares, der Halt
und die Fülle des Haares unbefriedigend sein oder die Haare einen erhöhten Spliß aufweisen.
[0004] Es ist daher seit langem üblich, die Haare einer speziellen Nachbehandlung zu unterziehen.
Dabei werden, üblicherweise in Form einer Spülung, die Haare mit speziellen Wirkstoffen,
beispielsweise quaternären Ammoniumsalzen oder speziellen Polymeren, behandelt. Durch
diese Behandlung werden je nach Formulierung Kämmbarkeit, Halt und Fülle der Haare
verbessert und die Splißrate verringert.
[0005] Weiterhin wurden in jüngster Zeit sogenannte Kombinationspräparate entwickelt, um
den Aufwand der üblichen mehrstufigen Verfahren, insbesondere bei der direkten Anwendung
durch Verbraucher, zu verringern.
[0006] Diese Präparate enthalten neben den üblichen Komponenten, beispielsweise zur Reinigung
der Haare, zusätzlich Wirkstoffe, die früher den Haarnachbehandlungsmitteln vorbehalten
waren. Der Konsument spart somit einen Anwendungsschritt; gleichzeitig wird der Verpackungsaufwand
verringert, da ein Produkt weniger gebraucht wird.
[0007] Die zur Verfügung stehenden Wirkstoffe sowohl für separate Nachbehandlungsmittel
als auch für Kombinationspräparate können noch nicht alle Wünsche der Verbraucher
erfüllen.
[0008] So ist beispielsweise die biologische Abbaubarkeit der quaternären Ammoniumverbindungen
unbefriedigend und ihre mangelnde Kompatibilität mit Aniontensiden schränkt die Formulierungsmöglichkeiten
stark ein. Die gleichen Nachteile gelten auch für die kationischen Polymeren. Weiterhin
können bei Polymeren unerwünschte Kumulationen auf dem Haar auftreten.
[0009] Alkylphosphonate und Alkylphosphate sind zwar mit anionischen Tensiden kompatibel,
verfügen aber nur über begrenzte pflegende Eigenschaften.
[0010] Auch die kosmetische Pflege der empfindlichen Haut hat in jüngster Zeit an Bedeutung
gewonnen, da viele Menschen ihre Haut als empfindlich einstufen, andere durch häufige
Einwirkung von Sonnenstrahlung oder von hautreizenden Agenzien ihre Haut belasten,
oder an allergischen und entzündlichen Zuständen der Haut erkrankt sind.
[0011] Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, durch kosmetische und dermatologische Hautbehandlungsmittel
solchen Hautzuständen vorzubeugen oder diese zu heilen. Panthenol sowie Nerzöl sind
beispielsweise bekannte Zusätze, die entzündlichen Hautzuständen entgegenwirken.
[0012] Es besteht daher weiterhin ein Bedarf nach Wirkstoffen bzw. Wirkstoffkombinationen
für kosmetische Mittel mit guten pflegenden Eigenschaften und guter biologischer Abbaubarkeit.
Insbesondere in farbstoff- und oder elektrolythaltigen Formulierungen besteht Bedarf
an zusätzlichen pflegenden Wirkstoffen, die sich problemlos in bekannte Formulierungen
einarbeiten lassen.
[0013] DE 4 403 570 offenbart Wirkstoffkombinationen, die Dicarbonsäuren zusammen mit wasser
unlöslichen Ölen und Wachsen enthalten.
[0014] US 5 585 094 offenbart polysiloxane zur Behandlung der Haare nach der Haarwäsche.
[0015] Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß eine Kombination aus bestimmten Dicarbonsäuren,
wasserunlöslichen Ölen oder Wachsen und aminosubstituierten Polysiloxanen diese Anforderungen
in hervorragender Weise erfüllt.
[0016] Gegenstand der Erfindung sind daher kosmetische Mittel enthaltend
(A) eine Dicarbonsäure ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird durch Verbindungen
der allgemeinen Formel (I),

in der R' steht für eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 4
bis 12 Kohlenstoffatomen, n für eine Zahl von 4 bis 12 sowie eine der beiden Gruppen
X und Y für eine COOH-Gruppe und die andere für Wasserstoff oder einen Methyl- oder
Ethylrest, Dicarbonsäuren der allgemeinen Formel (I), die zusätzlich noch 1 bis 3
Methyl- oder Ethylsubstituenten am Cyclohexenring tragen, Dicarbonsäuren, die aus
den Dicarbonsäuren gemäß Formel (I) formal durch Anlagerung eines Moleküls Wasser
an die Doppelbindung im Cyclohexenring entstehen, oder einem physiologisch verträglichen
Salz einer dieser Säuren,
(B) ein wasserunlösliches Öl oder Wachs,
und
(C) ein aminosubstituiertes Polysiloxan.
Dicarbonsäuren der Formel (I) sind in der Literatur bekannt.
[0017] Ein Herstellungsverfahren ist beispielsweise der US-Patentschrift 3,753,968 zu entnehmen.
Die deutsche Patentschrift 22 50 055 offenbart die Verwendung dieser Dicarbonsäuren
in flüssigen Seifenmassen. Aus der deutschen Offenlegungsschrift 28 33 291 sind deodorierende
Mittel bekannt, die Zink- oder Magnesiumsalze dieser Dicarbonsäuren enthalten. Schließlich
sind aus der deutschen Offenlegungsschrift 35 03 618 Mittel zum Waschen und Spülen
der Haare bekannt, bei denen durch Zusatz dieser Dicarbonsäuren eine merklich verbesserte
haarkosmetische Wirkung der im Mittel enthaltenen wasserlöslichen ionischen Polymeren
enthalten wird. Die dort offenbarten Haarspülmittel können auch wasserunlösliche,
kosmetische Öl- und Fettkomponenten enthalten, deren Solubilisierung durch die Dicarbonsäuren
erheblich verbessert wird.
Keiner dieser Druckschriften ist aber der geringste Hinweis auf die überraschenden
pflegenden Effekte der erfindungsgemäßen Wirkstoffkombination zu entnehmen.
[0018] Die Dicarbonsäuren der Formel (I) können beispielsweise durch Umsetzung von mehrfach
ungesättigten Dicarbonsäuren mit ungesättigten Monocarbonsäuren in Form einer Diels-Alder-Cyclisierung
hergestellt werden. Üblicherweise wird man von einer mehrfach ungesättigten Fettsäure
als Dicarbonsäurekomponente ausgehen. Bevorzugt ist die aus natürlichen Fetten und
Ölen zugängliche Linolsäure. Als Monocarbonsäurekomponente sind insbesondere Acrylsäure,
aber auch z.B. Methacrylsäure und Crotonsäure bevorzugt. Üblicherweise entstehen bei
Reaktionen nach Diels-Alder Isomerengemische, bei denen eine Komponente im Überschuß
vorliegt. Diese Isomerengemische können erfindungsgemäß ebenso wie die reinen Verbindungen
eingesetzt werden.
[0019] Es sind solche Dicarbonsäuren der Formel (I) bevorzugt, bei denen R
1 steht für eine lineare oder methylverzweigte, gesättigte Alkylgruppe mit 4 bis 8
Kohlenstoffatomen und n für eine Zahl von 6 bis 10.
[0020] Erfindungsgemäß einsetzbar neben den bevorzugten Dicarbonsäuren gemäß Formel (I)
sind auch solche Dicarbonsäuren, die sich von den Verbindungen gemäß Formel (I) durch
1 bis 3 Methyl- oder Ethyl-Substituenten am Cyclohexylring unterscheiden oder aus
diesen Verbindungen formal durch Anlagerung von einem Molekül Wasser an die Doppelbildung
des Cyclohexenrings gebildet werden.
[0021] Als erfindungsgemäß besonders wirksam hat sich die Dicarbonsäure(-mischung) erwiesen,
die durch Umsetzung von Linolsäure mit Acrylsäure entsteht. Es handelt sich dabei
um eine Mischung aus 5- und 6-Carboxy-4-hexyl-2-cyclohexen-1-octansäure. Solche Verbindungen
sind kommerziell unter den Bezeichnungen Westvaco Diacid® 1550 und Westvaco Diacid®
1595 (Hersteller: Westvaco) erhältlich.
[0022] Neben den Dicarbonsäuren selbst können auch deren physiologisch verträgliche Salze
erfindungsgemäß eingesetzt werden. Beispiele für solche Salze sind die Alkali-, Erdalkali,
Zinksalze sowie Ammoniumsalze worunter im Rahmen der vorliegenden Anmeldung auch die
Mono-, Di- und Trimethyl-, -ethyl- und -hydroxyethyl-Ammoniumsalze zu verstehen sind.
Daneben können jedoch auch mit alkalisch reagierenden Aminosäuren, wie beispielsweise
Arginin, Lysin, Ornithin und Histidin, neutralisierte Säuren eingesetzt werden. Die
Natrium-, Kalium-, Ammonium- sowie Argininsalze sind bevorzugte Salze. Weiterhin kann
es aus Formulierungsgründen bevorzugt sein, die Dicarbonsäurekomponente (A) aus den
wasserlöslichen Vertretern, insbesondere den wasserlöslichen Salzen auszuwählen. Das
Kaliumsalz der 5- und 6-Carboxy-4-hexyl-2-cyclohexen-1-octansäure, das als wäßrige
Lösung unter der Bezeichnung Westvaco Diacid® H-240 kommerziell erhältlich ist, hat
sich als besonders geeignet erwiesen.
[0023] Die zweite Komponente der erfindungsgemäßen Wirkstoffkombination ist ein
wasserunlösliches Fett oder Öl. Als wasserunlöslich im Sinne der Anmeldung sind solche Stoffe zu verstehen, deren
Löslichkeit in Wasser bei 20 °C 1 g/l oder weniger beträgt. Stoffe mit einer Löslichkeit
von 0,1 g/l und weniger sind bevorzugt.
[0024] Als wasserunlösliche Fette und Öle kommen beispielsweise natürliche Fette und Öle,
Mono-, Di- und Triglyceride von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, Ethylenglykolester
von Fettsäuren, Fettsäuren, niedrig ethoxylierte Fettsäuren, Fettalkohole, niedrig
ethoxylierte Fettalkohole, Cholesterin und niedrig ethoxylierte Cholesterine, aber
auch synthetische Produkte wie beispielsweise Silikonöle in Betracht. Als besonders
wirksam haben sich Fettsäuren, niedrig ethoxylierte Fettsäuren, Fettalkohole und niedrig
ethoxylierte Fettalkohole erwiesen. Als Komponente (B) können auch entsprechende Mischungen
verwendet werden.
[0025] Beispiele für Komponenten (B) sind Laurylalkohol, Myristylalkohol, Cetylalkohol,
Stearylalkohol, Mischungen von Cetyl/Stearylalkohol, Talgfettalkohol, Kokosfettalkohol,
Palmitinsäure, Stearinsäure, Jojobaöl, Paraffinöl und Polydimethylsiloxane.
[0026] Langkettige Fettalkohole wie Cetylalkohol und Stearylalkohol, deren Mischungen sowie
natürliche Fettalkoholmischungen mit einem hohen Gehalt an diesen Komponenten sind
bevorzugte Komponenten (B).
[0027] Erfindungsgemäß besonders geeignet sind kationische Silikonöle wie beispielsweise
die im Handel erhältlichen Produkte Q2-7224 (Hersteller: Dow Corning; ein stabilisiertes
Trimethylsilylamodimethicon), Dow Corning 929 Emulsion (enthaltend ein hydroxylamino-modifiziertes
Silicon, das auch als Amodimethicone bezeichnet wird), SM-2059 (Hersteller: General
Electric), SLM-55067 (Hersteller: Wacker) sowie Abil® -Quat 3270 und 3272 (Hersteller:
Th. Goldschmidt; diquaternäre Polydimethylsiloxane, Quaternium-80). Mittel, die diese
aminosubstituierten Polysiloxane enthalten, weisen sich besonders durch die langanhaltende
Wirkung des Pflegeeffektes aus, insbesondere auch in Formulierungen die einen hohen
Elektrolytgehalt aufweisen und/ oder Farbstoffe enthalten.
[0028] Die Dicarbonsäuren (A) sind in den erfindungsgemäßen Mitteln üblicherweise in Mengen
von 0,1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Mittel, enthalten. In vielen Fällen haben sich
Mengen von 1 bis 10 Gew.-% als besonders vorteilhaft erwiesen.
[0029] Die wasserunlöslichen Fette und Öle (B) sind in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt
in Mengen von 0,1 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Mittel, enthalten. Mengen von 1 bis
20, insbesondere jedoch von 3 bis 10 Gew.-% sind besonders bevorzugt.
[0030] Die aminosubstituierten Polysiloxane (C) sind in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise
in Mengen von 0,1 bis 10, insbesondere 0,5 bis 5 Gew.-% enthalten.
[0031] Die erfindungsgemäße Wirkstoffkombination läßt sich problemlos in bekannte Formulierungen
einarbeiten und bewirkt eine langanhaltenden Pflegeeffekt.
[0032] Neben den obligatorischen Komponenten (A), (B) und (C) können die erfindungsgemäßen
kosmetischen Mittel alle für solche Mittel üblichen Komponenten enthalten. Die Auswahl
dieser weiteren Komponenten wird im wesentlichen durch die Art des kosmetischen Mittels
bestimmt.
[0033] Besonders bevorzugt werden zusätzlich wasserlösliche Polymere eingesetzt. Dabei kann
es sich im Sinne der vorliegenden Erfindung sowohl um nichtionische, kationische,
anionische und/oder amphotere Polymere handeln. Bevorzugte Polymere sind die nichtionogenen
Polymere wie beispielsweise Polyvinylpyrrolidon, Vinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymere
und Celluloseether, Stärke und/oder Cyclodextrine. Ebenfalls bevorzugt werden kationische
Polymere wie quaternisierte Celluloseether, Polysiloxane mit quaternären Gruppen,
Dimethyldiallylammoniumchlorid-Polymere, Acrylamid-Dimethyldiallylammoniumchlorid-Copolymere,
mit Diethylsulfat quaternierte Dimethylaminoethylmethacrylat-Vinylpyrrolidon-Copolymere,
Vinylpyrrolidon-Imidazoliniummethochlorid-Copolymere und quaternierter Polyvinylalkohol
und/oder zwitterionische und amphotere Polymere wie beispielsweise Acrylamidopropyl-trimethylammoniumchlorid/Acrylat-Copolymere
und Octylacrylamid/Methyl-methacrylat/tert.Butylaminoethylmethacrylat/2-Hydroxypropylmethacrylat-Copolymere,
eingesetzt.
Eine weitere Klasse von solchen fakultativen Komponenten stellen die nichtionogenen Tenside dar.
Solche Verbindungen sind beispielsweise
[0034]
- Anlagerungsprodukte von 2 bis 30 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propylenoxid
an lineare Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen, an Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen
und an Alkylphenole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe,
- C12-C22-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von 1 bis 30 Mol Ethylenoxid
an Glycerin,
- C8-C22-Alkylmono- und oligoglycoside und deren ethoxylierte Analoga sowie
- Anlagerungsprodukte von 5 bis 60 Mol Ethylenoxid an Rizinusöl und gehärtetes Rizinusöl.
[0035] Bei diesen Verbindungen mit Alkylgruppen kann es sich jeweils um einheitliche Substanzen
handeln. Es ist jedoch in der Regel bevorzugt, bei der Herstellung dieser Stoffe von
nativen pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen auszugehen, so daß man Substanzgemische
mit unterschiedlichen, vom jeweiligen Rohstoff abhängigen Alkylkettenlängen erhält.
[0036] Bei den nichtionogenen Tensiden, die Anlagerungsprodukte von Ethylen- und/oder Propylenoxid
an Fettalkohole oder Derivate dieser Anlagerungsprodukte darstellen, können sowohl
Produkte mit einer "normalen" Homologenverteilung als auch solche mit einer eingeengten
Homologenverteilung verwendet werden. Unter "normaler" Homologenverteilung werden
dabei Mischungen von Homologen verstanden, die man bei der Umsetzung von Fettalkohol
und Alkylenoxid unter Verwendung von Alkalimetallen, Alkalimetallhydroxiden oder Alkalimetallalkoholaten
als Katalysatoren erhält. Eingeengte Homologenverteilungen werden dagegen erhalten,
wenn beispielsweise Hydrotalcite, Erdalkalimetallsalze von Ethercarbonsäuren, Erdalkalimetalloxide,
-hydroxide oder -alkoholate als Katalysatoren verwendet werden. Die Verwendung von
Produkten mit eingeengter Homologenverteilung kann bevorzugt sein.
[0037] Alkylpolyglykoside gemäß der Formel RO-(Z)
x, in der R steht für einen Alkylrest mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, Z für einen Mono-
oder Oligosaccharid und x für eine Zahl von 1,1 bis 5, sind besonders bevorzugte nichtionogene
Tenside. Diese Verbindungen sind durch die folgenden Parameter gekennzeichnet.
[0038] Der Alkylrest R enthält 8 bis 22 Kohlenstoffatome und kann sowohl linear als auch
verzweigt sein. Bevorzugt sind primäre lineare und in 2-Stellung methylverzweigte
aliphatische Reste. Solche Alkylreste sind beispielsweise 1-Octyl, 1-Decyl, 1-Lauryl,
1-Myristyl, 1-Cetyl und 1-Stearyl. Besonders bevorzugt sind 1-Octyl, 1-Decyl, 1-Lauryl,
1-Myristyl. Bei Verwendung sogenannter "Oxo-Alkohole" als Ausgangsstoffe überwiegen
Verbindungen mit einer ungeraden Anzahl von Kohlenstoffatomen in der Alkylkette.
[0039] Die erfindungsgemäß verwendbaren Alkylglykoside können lediglich einen bestimmten
Alkylrest R enthalten. Üblicherweise werden diese Verbindungen aber ausgehend von
natürlichen Fetten und Ölen oder Mineralölen hergestellt. In diesem Fall liegen als
Alkylreste R Mischungen entsprechend den Ausgangsverbindungen bzw. entsprechend der
jeweiligen Aufarbeitung dieser Verbindungen vor.
[0040] Besonders bevorzugt sind solche Alkylpolyglykoside, bei denen R
- im wesentlichen aus C8- und C10-Alkylgruppen,
- im wesentlichen aus C12- und C14-Alkylgruppen,
- im wesentlichen aus C8- bis C16-Alkylgruppen oder
- im wesentlichen aus C12- bis C16-Alkylgruppen besteht.
[0041] Als Zuckerbaustein Z können beliebige Mono- oder Oligosaccharide eingesetzt werden.
Üblicherweise werden Zucker mit 5 bzw. 6 Kohlenstoffatomen sowie die entsprechenden
Oligosaccharide eingesetzt. Solche Zucker sind beispielsweise Glucose, Fructose, Galactose,
Arabinose, Ribose, Xylose, Lyxose, Allose, Altrose, Mannose, Gulose, Idose, Talose
und Sucrose. Bevorzugte Zuckerbausteine sind Glucose, Fructose, Galactose, Arabinose
und Sucrose; Glucose ist besonders bevorzugt.
[0042] Die erfindungsgemäß verwendbaren Alkylpolyglykoside enthalten im Schnitt 1,1 bis
5 Zuckereinheiten. Alkylglykoside mit x-Werten von 1,3 bis 2 sind bevorzugt. Ganz
besonders bevorzugt sind Alkylglykoside, bei denen x 1,4 bis 1,6 beträgt.
[0043] Die Art der erfindungsgemäßen kosmetischen Mittel unterliegt keinen Beschränkungen.
Die erfindungsgemäßen Mittel können sowohl auf Haut und/ oder Haar verbleiben (leaveon),
als auch nach einer Einwirkzeit von wenigen Sekunden bis Minuten wieder ausgespült
werden (rinse-off). Bevorzugt ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Wirkstoffkombination
in den sogenannten
rinse-off Produkten. Beispiele für erfindungsgemäß verwendete Mittel sind Duschlotionen, Duschbäder,
Bodylotion, Handcreme, Shampoos, Spülungen, Kuren, Konditioniermittel, Tönungsmittel,
Färbemittel, Dauerwellmittel, Fixiermittel, Haarsprays und Fönwellen.
[0044] Weitere Komponenten dieser Mittel können dann beispielsweise sein:
- anionische Tenside, wie beispielsweise Fettalkylsulfate und -ethersulfate sowie Alkylethercarbonsäuren,
- kationische Tenside, wie beispielsweise quartäre Ammoniumverbindungen, Amidoamine
und quaternisierte Ester und Proteinhydrolysate,
- zwitterionische Tenside, wie beispielsweise Betaine,
- ampholytische Tenside,
- Strukturanten wie Glucose und Maleinsäure,
- Proteinhydrolysate, insbesondere Elastin-, Kollagen-, Keratin-, Milcheiweiß-, Sojaprotein-
und Weizenproteinhydrolysate, deren Kondensationsprodukte mit Fettsäuren sowie quaternisierte
Proteinhydrolysate,
- Parfümöle und Dimethylisosorbid,
- Lösungsvermittler, wie Ethanol, Isopropanol, Ethylenglykol, Propylenglykol, Glycerin
und Diethylenglykol,
- Farbstoffe,
- weitere Substanzen zur Einstellung des pH-Wertes,
- Wirkstoffe wie Panthenol, Allantoin, Pyrrolidoncarbonsäuren und deren Salze, Pflanzenextrakte
und Vitamine,
- Lichtschutzmittel,
- Konsistenzgeber wie Zuckerester, Polyolester oder Polyolalkylether,
- Wachse, wie Bienenwachs und Montanwachs,
- Fettsäurealkanolamide,
- Komplexbildner wie EDTA, NTA und Phosphonsäuren,
- Quell- und Penetrationsstoffe wie Glycerin, Propylenglykolmonoethylether, Carbonate,
Hydrogencarbonate, Guanidine, Harnstoffe sowie primäre, sekundäre und tertiäre Phosphate,
- Trübungsmittel wie Latex,
- Perlglanzmittel wie Ethylenglykolmono- und -distearat,
- Treibmittel wie Propan-Butan-Gemische, N2O, Dimethylether, CO2 und Luft sowie
- Antioxidantien,
- Reduktionsmittel wie z.B. Thioglykolsäure und deren Derivate, Thiomilchsäure, Cysteamin,
Thioäpfelsäure und α-Mercaptoethansulfonsäure,
[0045] Die erfindungsgemäßen Mittel können beispielsweise als wäßrige, alkoholische oder
wäßrig-alkoholische Lösungen, Cremes, Gele oder Emulsionen formuliert sein.
[0046] Weiterhin betrifft die vorliegende Anmeldung die Verwendung der erfindungsgemäßen
Wirkstoffkombination in Hautbehandlungsmitteln. Unabhängig von der Art des Hautbehandlungsmittels
haben sich dabei folgende zusätzliche Inhaltsstoffe als besonders vorteilhaft erwiesen:
- Jojobaöl,
- Squalen, Squalan,
- Pflegende Öle, wie beispielsweise Nerzöl,
- Synthetische Ölkomponenten wie beispielsweise Ester langkettiger Carbonsäuren, insbesondere
Fettsäuren wie Isopropylmyristat
- Paraffine wie beispielsweise Cetiol® S (Hersteller: Henkel) und
- Ether, insbesondere Dialkylether wie beispielsweise der unter dem Handelsnamen Cetiol®
OE erhältliche Dioctylether.
[0047] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung betrifft die Verwendung der erfindungsgemäßen
Wirkstoffkombination in Haarbehandlungsmitteln
[0048] Es hat sich gezeigt, daß praktisch unabhängig von der Art des Haarbehandlungsmittels
bestimmte weitere Komponenten die erfindungsgemäße Wirkstoffkombination in ihrer Wirkung
besonders vorteilhaft ergänzen.
Als besonders vorteilhaft haben sich Haarbehandlungsmittel erwiesen, die neben der
erfindungsgemäßen Wirkstoffkombination
Acyllactylate der allgemeinen Formel (II)

in der R' für eine lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkyl- oder
Alkenylgruppe mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen steht und y für eine Zahl vonb 1 bis
5, enthalten.
[0049] Acyllactylate, bei denen R für eine, insbesondere gesättigte, lineare oder methylverzweigte
Alkylgruppe mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen steht und y für eine Zahl von 1 bis 3,
sind besonders bevorzugt.
Solche Acyllactylate sind im Handel unter dem Warenzeichen Pationic® erhältlich.
[0050] Ein Natrium-isostearoyllactyllactylat, das unter der Bezeichnung Pationic® ISL vertrieben
wird, ist ein besonders bevorzugtes Acyllactylat.
[0051] Weiterhin bevorzugt in erfindungsgemäß verwendeten haarkosmetischen Mitteln einzusetzende
Substanzen sind beispielsweise:
- Antischuppenwirkstoffe wie Piroctone Olamine und Zink Omadine,
- haarkonditionierende Verbindungen wie Phospholipide, beispielsweise Sojalecithin,
Ei-Lecitin und Kephaline, sowie Silikonöle,
- Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid, Kaliumbromat und Natriumbromat.
[0052] Als besonders vorteilhaft hat sich die erfindungsgemäße Wirkstoffkombination in Mitteln
zum Färben und Tönen von Haaren erwiesen. Daher betrifft ein weiterer Gegenstand der
vorliegenden Anmeldung die Verwendung der erfindungsgemäßen Wirkstoffkombination in
Mitteln zum Färben und Tönen der Haare. Hierbei konnte durch die erfindungsgemäße
Wirkstoffkombination trotz des relativ hohen Elektrolyt- und/ oder Farbstoffgehaltes
ein langanhaltender Pflegeeffekt erzielt werden.
[0053] Solche Mittel enthalten entweder sogenannte "direktziehende" Farbstoffe und/oder
Vorprodukte für Oxidationsfarbstoffe.
[0054] Übliche
direktziehende Farbstoffe sind z. B. Nitrobenzolderivate, Andrachinon-Farbstoffe, Triphenylmethanfarbstoffe
und Azofarbstoffe. In Haarfärbe- und Tönungsmitteln eingesetzte Vertreter dieser Farbstoffklasse
sind beispielsweise die unter den internationalen Bezeichnungen bzw. Handelsnamen
HC Yellow 2, HC Yellow 4, Methylgelb, Fluorgelb, Basic Yellow 57, Disperse Orange
3, HC Red 3, HC Red BN, Kardinalrot, Rot Y, Rot X, Basic Red 76, HC Blue 2, Nitroblau,
Disperse Blue 3, Basis Blue 99, HC Violet 1, Disperse Violet 1, Disperse Violet 4,
Disperse Black 9, Basis Brown 16, Pikraminsäure und Rodol 9 R bekannten Verbindungen.
Weitere geeignete direktziehende Farbstoffe sind beispielsweise die Verbindungen 3-Nitro-4-ethylaminobenzoesäure,
1,2,3,4-Tetrahydro-6-nitro-chinoxalin, 2-Nitro-4-amino-4'dimethylaminodiphenylamin-2'-carbonsäure
und 2-Nitro-4-aminodiphenylamin-2'carbonsäure.
[0055] Als Vorprodukte für Oxidationsfarbstoffe enthalten Haarfärbemittel sogenannte Entwickler-
und Kupplerkomponenten. Die Entwicklerkomponenten bilden unter dem Einfluß von Oxidationsmitteln
oder Luftsauerstoff untereinander oder unter Kupplung mit einer oder mehreren Kupplerkomponenten
die eigentlichen Farbstoffe aus.
[0056] Als
Entwicklerkomponenten werden üblicherweise primäre aromatische Amine mit einer weiteren, in para- oder
ortho-Position befindlichen freien oder substituierten Hydroxy- oder Aminogruppe,
Diaminopyridinderivate, heterocyclische Hydrazone, 4-Aminopyrazolonderivate sowie
2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin und dessen Derivate eingesetzt. Spezielle Vertreter sind
beispielsweise p-Toluylendiamin, 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin, p-Aminophenol, 2-Aminomethyl-4-aminophenol,
3-Methyl-4-aminophenol, N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-(2,5-Diaminophenyl)-ethanol,
2-(2,5-Diaminophenoxy)-ethanol, 1-Phenyl-3-carboxyamido-4-amino-pyrazolon-5 und 4-Amino-3-methylphenol.
[0057] Als
Kupplerkomponenten werden in der Regel m-Phenylendiaminderivate, Naphthole, Resorcin und Resorcinderivate,
Pyrazolone und m-Aminophenole verwendet. Als Kupplersubstanzen eignen sich insbesondere
α-Naphthol, 1,5-, 2,7- und 1,7-Dihydroxynaphthalin, 5-Amino-2-methylphenol, m-Aminophenol,
Resorcin, Resorcinmonomethylether, m-Phenylendiamin, 1-Phenyl-methyl-pyrazolon-5,
2,4-Dichlor-3-aminophenol, 1,3-Bis-(2,4-diaminophenoxy)-propan, 2-Chlor-resorcin,
2-Chlor-6-methyl-3-aminophenol und 2-Methylresorcin.
[0058] Die folgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung näher erläutern.
Beispiele
1. Untersuchungsverfahren
1.1 Gezielte Schädigung von Haarsträhnen
[0059] Trockene Haarsträhnen von ca. 2 g Gewicht (Fischbach und Miller Typ 6923) wurden
einmal mit 8 g Blondiermischung (Marktprodukt Poly Blond Medium Aufheller) je Strähne
eine halbe Stunde lang blondiert. Nach dem Auswaschen der Blondiermischung wurden
die Haarsträhnen unmittelbar ohne Zwischentrocknung einer Dauerwellbehandlung mit
dem Marktprodukt Poly Lock Normal, je 7g Wellgel bzw. Fixiermittel pro Strähne, unterzogen.
Die Einwirkdauern von Wellkomponente und Fixierkomponente betrugen dabei 30 bzw. 15
Minuten. Nach dem Ausspülen der Fixierkomponente wurden die Strähnen getrocknet und
mindestens zwei Tage bei Umgebungsbedingungen konditioniert.
1.2 Prüfung der Naßkämmbarkeit
[0060] Die gespülte Haarsträhne wurde vor der Prüfung mit je 0,2 ml einer 50%igen Lösung
von Texapon® N25 (28%ige Lösung von Natriumlaurylethersulfat in Wasser)-Lösung intensiv
shampooniert und anschließend ausgespült. Danach wurden 0,5 ml der zu prüfenden Formulierung
gleichmäßig in das Haar massiert, eine Minute im Haar belassen und dann sorgfältig
ausgespült. Danach wurde mit einem feinzinkigen Kamm gekämmt und der Kämmwiderstand
subjektiv beurteilt. Anschließend wurde an derselben Strähne in gleicher Weise eine
Standardformulierung als Vergleich geprüft Die Beurteilung wurde entsprechend einem
Beurteilungssystem von 1 (= sehr gut) bis 5 (= ungenügend) abgegeben.
2. Formulierungen und Ergebnisse
[0061] Die Mengenangaben in den folgenden Formulierungen sind jeweils Gew.-%.
2.1 Haarspülung
2.1.1 gemäß Erfindung
[0062]
| Westvaco Diacid® H-2401 |
10,0 |
| Stenol® 16182 |
5,0 |
| Stärke, löslich |
3,0 |
| Emulsion DC 9293 |
5,0 |
| Parfümöl |
0,15 |
| Euxyl® K4004 |
0,1 |
| Wasser ad 100 |
|
| 1 Kaliumsalz der 4-Hexyl-5(6)-carboxy-2-cyclohexen-1-octansäure (ca. 41 % Aktivsubstanz
in Wasser) (WESTVACO) |
| 2 C16/C18-Fettalkohol im Verhältnis 1:1 (HENKEL) |
| 3 Amodimethicon, Tallowtrimonium Chloride und Nonoxynol-10 35 gew.-%ig in Wasser (DOW
CORNING) |
| 4 1,2-Dibrom-2,4-dicyanobutan und Phenoxyethanol 20:80 (SCHÜLKE & MAYR) |
2.1.2 Vergleich
[0063]
| Westvaco Diacid® H-240 |
10,0 |
| Stenol® 1618 |
5,0 |
| Stärke, löslich |
3,0 |
| Parfümöl |
0,15 |
| Euxyl® K400 |
0,1 |
| Wasser ad 100 |
|
[0064] Die Naßkämmbarkeit der Vergleichsspülung (2.1.2) wurde mit gut, die der erfindungsgemäßen
Rezeptur (2.1.1) mit sehr gut (+) bewertet.
[0065] Nach mehrmaligem Shampoonieren ergaben sich folgende Bewertungen:
Tabelle 1
| Rezeptur |
Bewertung der Naßkämmbarkeit nach n Shampoonierungen |
| |
n =1 |
n =2 |
n =3 |
n =4 |
| 2.1.1 |
3 |
4 |
4 bis 5 |
5 |
| 2.1.2 |
4 bis 5 |
5 |
5 |
5 |
[0066] Es zeigt sich ein besserer Langzeitpflegeeffekt der erfindungsgemäßen Formulierung
gegenüber dem Vergleichsbeispiel.
2.2 Haartönungsmittel
2.2.1 gemäß Erfindung
[0067]
| Diacid® H-240 |
10,0 |
| Stenol® 1618 |
5,0 |
| Stärke, löslich |
3,0 |
| 4-Amino-2-nitrodiphenylamin-2'-carbonsäure |
0,1 |
| 6-Nitro-1,2,3,4-tetrahydrochinoxalinhydrochlorid |
0,1 |
| Emulsion DC 929 |
5,0 |
| Wasser |
ad 100 |
| mit Ammoniak auf |
pH 7,51 |
2.2.2 Vergleich
[0068]
| Diacid® H-240 |
10,0 |
| Stenol® 1618 |
5,0 |
| Stärke, löslich |
3,0 |
| 4-Amino-2-nitrodiphenyl-amin-2'-carbonsäure |
0,1 |
| 6-Nitro-1,2,3,4-tetrahydro-chinoxalinhydrochlorid |
0,1 |
| Wasser ad 100 |
|
| mit Ammoniak auf pH 7,48 |
|
[0069] Die Bewertung der Naßkämmbarkeit nach unterschiedlicher Anzahl von Shampoonierungen
ist in Tabelle 2 dargestellt:
Tabelle 2
| Rezeptur |
Bewertung der Naßkämmbarkeit nach n Shampoonierungen |
| |
n=0 |
n=1 |
n=2 |
n=3 |
| 2.2.1 |
1 |
3 |
4 bis 5 |
5 |
| 2.2.2 |
2 bis 3 |
5 |
5 |
5 |
2.3 Haarfärbemittel
2.3.1 Erfindungsgemäß
[0070]
| Westvaco Diacid® H-240 |
10,0 |
| Plantaren® 6005 |
2,0 |
| Hydrenol® D6 |
5,0 |
| p-Toluylendiaminsulfat |
0,1 |
| p-Aminophenolhydrochlorid |
0,03 |
| Resorcin |
0,04 |
| m-Aminophenol |
0,004 |
| Emulsion DC 929 |
5,0 |
| Stabilisierungsmittel, Parfümöl, |
|
| Puffersalz q.s. |
|
| Wasser ad 100 |
|
Mit Ammoniak wurde ein pH-Wert von 9,5 eingestellt.
5 C12-16-Fettalkahol-1,4-glucosid (CTFA-Bezeichnung: Lauryl Polyglycose; ca. 52 % Aktivsubstanz
in Wasser) (HENKEL) |
| 6 C16/C18-Fettalkohol im Verhältnis 1:2 (HENKEL) |
2.3.2 Vergleichsversuch
[0071]
| Westvaco Diacid® H-240 |
10,0 |
| Plantaren® 600 |
2,0 |
| Hydrenol® D |
5,0 |
| p-Toluylendiaminsulfat |
0,1 |
| p-Aminophenolhydrochlorid |
0,03 |
| Resorcin |
0,04 |
| m-Aminophenol |
0,004 |
| Stabilisierungsmittel, Parfümöl, |
|
| Puffersalz q.s. |
|
| Wasser ad 100 |
|
[0072] Mit Ammoniak wurde ein pH-Wert von 9,5 eingestellt.
[0073] Das Haarfärbemittel wurde mit einer kommerziellen 6%igen Wasserstoffperoxiddispersion
(Poly Color Brillance Color-Creme, Mischungsverhältnis 1:1) ausgefärbt. Es resulierte
eine hellblonde Nuance.
[0074] Die Naßkämmbarkeit des mit diesem Färbemittel behandelten Haares wurde nach verschiedener
Anzahl von Shampoonierungen wie folgt bewertet:
Tabelle 3
| Rezeptur |
Bewertung der Naßkämmbarkeit nach n Shampoonierungen |
| |
n =0 |
n=1 |
n =2 |
n =3 |
| 2.3.1 |
1 |
3 |
4 bis 5 |
5 |
| 2.3.2 |
2 bis 3 |
5 |
5 |
5 |
2.4 Haarshampoo
2.3.1 Erfindungsgemäß
[0075]
| Westvaco Diacid® H-240 |
5,0 |
| Texapon® N 257 |
5,0 |
| Plantaren® 1200 UP8 |
5,0 |
| Akypo® Soft 45 NV9 |
10,0 |
| Stenol® 1618 |
3,0 |
| Polymer P1, |
|
| gemäß DE 39 29 97310 |
4,0 |
| Emulsion DC 929 |
5,0 |
| Natrosol® 250 HR11 |
5,0 |
| Parfümöl q.s. |
|
| Konservierungsmittel q.s. |
|
| Wasser ad 100 |
|
| 7 Natriumlaurylethersulfat (ca. 28 % Aktivsubstanz; CTFA-Bezeichnung: Sodium Laureth
Sulfate) (HENKEL) |
| 8 C12-C16-Fettalkohol-1,4-glucosid (HENKEL) |
| 9 C12-14-Fettalkohol-4,5-Ethylenoxid-essigsäure-Natriumsalz (CTFA-Bezeichnung: Sodium Laureth-6
Carboxylate; 21 % Aktivsubstanz in Wasser) (CHEM-Y) |
| 10 Polymerisat aus Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid und Acrylsäure im Molverhältnis
3 : 1 |
| 11 Hydroxyethylcellulose (HENKEL) |
[0076] Alle Bestandteile wurden bei 60 °C miteinander vermischt. Nach dem Abkühlen erhielt
man ein Shampoo von cremiger Konsistenz.
[0077] Die Naßkämmbarkeit bei Verwendung des erfindungsgemäßen Shampoos wurde deutlich verbessert
und der Pflegeeffekt war auch nach weiterer Shampoonierung mit einem Shampoo aus dem
St. d. Technik noch deutlich spürbar.
1. Kosmetische Mittel enthaltend
(A) eine Dicarbonsäure ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird durch Verbindungen
der allgemeinen Formel (I),

in der R' steht für eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 4
bis 12 Kohlenstoffatomen, n für eine Zahl von 4 bis 12 sowie eine der beiden Gruppen
X und Y für eine COOH-Gruppe und die andere für Wasserstoff oder einen Methyloder
Ethylrest, einer Dicarbonsäure der allgemeinen Formel (I), die zusätzlich noch 1 bis
3 Methyl- oder Ethylsubstituenten am Cyclohexenring tragen, Dicarbonsäuren, die aus
den Dicarbonsäuren gemäß Formel (I) formal durch Anlagerung eines Moleküls Wasser
an die Doppelbindung im Cyclohexenring entstehen, oder einem physiologisch verträglichen
Salz einer dieser Säuren
(B) ein wasserunlösliches Öl oder Wachs,
und
(C) ein aminosubstituiertes Polysiloxan.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R1 steht für eine lineare oder methylverzweigte, gesättigte Alkylgruppen mit 4 bis 8
Kohlenstoffatomen und n für eine Zahl von 6 bis 10.
3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicarbonsäure gemäß Formel (I) ein Reaktionsprodukt ist, daß durch Diels-Alder-Reaktion
aus Linolsäure und Acrylsäure erhältlich ist.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das physiologisch verträgliche Salz der Dicarbonsäure gemäß Formel (I) ein Alkali-
oder Ammoniumsalz ist.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (B) ausgewählt ist aus der Gruppe, die von Fettalkoholen, Fettsäuren,
ethoxylierten Fettalkoholen und ethoxylierten Fettsäuren gebildet wird.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei Komponente C um ein Amodimethicon handelt.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (A) in Mengen von 0,1 bis 20 Gew.-%, insbesondere von 1 bis 10 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten ist.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (B) in Mengen von 0,1 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 3 bis 10 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten ist.
9. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (C) in Mengen von 0,1 bis 10, insbesondere 0,5 bis 5 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten ist.
10. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel ein wasserlösliches Polymer, insbesondere Stärke und/oder Cyclodextrine,
enthält.
11. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel ein Acyllactylat enthält.
12. Verwendung eines Mittels nach einem der Ansprüche 1 bis 11 als Haarbehandlungsmittel.
13. Verwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß es sich um ein Färbeund/ oder Tönungsmittel handelt.
14. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Verwendung als Hautbehandlungsmittel.
1. A cosmetic preparation containing
(A) a dicarboxylic acid selected from the group consisting of compounds corresponding
to general formula (I):

in which R1 represents a linear or branched alkyl or alkenyl group containing 4 to 12 carbon
atoms, n is a number of 4 to 12 and one of the two groups X and Y represents a COOH
group and the other represents hydrogen or a methyl or ethyl group,
a dicarboxylic acid corresponding to general formula (I) which additionally contains
1 to 3 methyl or ethyl substituents on the cyclohexene ring, dicarboxylic acids which
formally are formed from the dicarboxylic acids (I) by addition of one molecule of
water onto the double bond in the cyclohexene ring or a physiologically compatible
salt of one of these acids,
(B) a water-insoluble oil or wax and
(C) an aminosubstituted polysiloxane.
2. A preparation as claimed in claim 1, characterized in that R1 is a linear or methyl-branched, saturated alkyl group containing 4 to 8 carbon atoms
and n is a number of 6 to 10.
3. A preparation as claimed in claim 1, characterized in that the dicarboxylic acid of formula (I) is a reaction product obtainable by DielsAlder
reaction from linoleic acid and acrylic acid.
4. A preparation as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that the physiologically compatible salt of the dicarboxylic acid of formula (I) is an
alkali metal or ammonium salt.
5. A preparation as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that component (B) is selected from the group consisting of fatty alcohols, fatty acids,
ethoxylated fatty alcohols and ethoxylated fatty acids.
6. A preparation as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that component (C) is an amodimethicone.
7. A preparation as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that component (A) is present in quantities of 0.1 to 20% by weight and more particularly
in quantities of 1 to 10% by weight, based on the preparation as a whole.
8. A preparation as claimed in any of claims 1 to 7, characterized in that component (B) is present in quantities of 0.1 to 15% by weight and more particularly
in quantities of 3 to 10% by weight, based on the preparation as a whole.
9. A preparation as claimed in any of claims 1 to 8, characterized in that component (C) is present in quantities of 0.1 to 10% by weight and more particularly
in quantities of 0.5 to 5% by weight, based on the preparation as a whole.
10. A preparation as claimed in any of claims 1 to 9, characterized in that it contains a water-soluble polymer, more particularly starch and/or cyclodextrins.
11. A preparation as claimed in any of claims 1 to 10, characterized in that it contains an acyl lactylate.
12. The use of the preparation claimed in any of claims 1 to 11 as a hair treatment preparation.
13. The use claimed in claim 12, characterized in that the hair treatment preparation is a colouring and/or tinting preparation.
14. The preparation claimed in any of claims 1 to 11 for use as a skin treatment preparation.
1. Produits cosmétiques contenant
(A) un acide dicarboxylique choisi dans le groupe formé par les composés de formule
générale (I),

dans laquelle R1 représente un groupe alkyle ou alcényle linéaire ou ramifié comprenant 4 à 12 atomes
de carbone, n représente un nombre de 4 à 12 et un des deux groupes X et Y représente
un groupe COOH et l'autre représente un atome d'hydrogène ou un radical méthyle ou
éthyle, un acide dicarboxylique de formule générale (I) qui présente en outre encore
1 à 3 substituants méthyle ou éthyle sur le cycle cyclohexène, les acides carboxyliques
qui sont formellement formés à partir des acides dicarboxyliques selon la formule
(I) par addition d'une molécule d'eau sur la double liaison dans le cycle cyclohexène
ou un sel physiologiquement compatible d'un de ces acides
(B) une huile ou une cire insoluble dans l'eau
et
(C) un polysiloxane substitué par amino.
2. Produits selon la revendication 1, caractérisé en ce que R1 représente un groupe alkyle linéaire ou ramifié par un groupe méthyle, saturé, comprenant
4 à 8 atomes de carbone et n représente un nombre de 6 à 10.
3. Produits selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'acide dicarboxylique selon la revendication (1) est un produit de réaction pouvant
être obtenu par une réaction de Diels-Alder à partir d'acide linoléique et d'acide
acrylique.
4. Produits selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le sel physiologiquement compatible de l'acide dicarboxylique selon la formule (1)
est un sel alcalin ou d'ammonium.
5. Produits selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le composant (B) est choisi dans le groupe formé par les alcools gras, les acides
gras, les alcools gras éthoxylés et les acides gras éthoxylés.
6. Produits selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il s'agit d'un amodiméthicone pour le composé (C).
7. Produits selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le composant (A) est contenu en des quantités de 0,1 à 20% en poids, en particulier
de 1 à 10% en poids, à chaque fois par rapport à la totalité du produit.
8. Produits selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le composant (B) est contenu en des quantités de 0,1 à 15% en poids, en particulier
de 3 à 10% en poids, à chaque fois par rapport à la totalité du produit.
9. Produits selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le composant (C) est contenu en des quantités de 0,1 à 10, en particulier de 0,5
à 5% en poids, à chaque fois par rapport à la totalité du produit.
10. Produits selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le produit contient un polymère soluble dans l'eau, en particulier des amidons et/ou
des cyclodextrines.
11. Produits selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le produit contient un lactylate d'acyle.
12. Utilisation d'un produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 11 comme produit
de traitement pour cheveux.
13. Utilisation selon la revendication 12, caractérisée en ce qu'il s'agit d'un produit de teinture et/ou de coloration.
14. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 11 destiné à une utilisation
comme produit de traitement pour la peau.