(19)
(11) EP 1 038 638 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.08.2002  Patentblatt  2002/35

(21) Anmeldenummer: 00105397.4

(22) Anmeldetag:  21.03.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B25B 23/142

(54)

Drehmomentschlüssel

TORQUE WRENCH

CLE DYNAMOMETRIQUE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 22.03.1999 DE 19912837

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.09.2000  Patentblatt  2000/39

(73) Patentinhaber: Wilhelm, Raimund
73457 Essingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Wilhelm, Raimund
    73457 Essingen (DE)

(74) Vertreter: Müller-Boré & Partner Patentanwälte 
Grafinger Strasse 2
81671 München
81671 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 119 928
DE-A- 3 318 910
DE-A- 4 316 331
EP-A- 0 266 478
DE-A- 3 327 964
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Drehmomentschlüssel zur Prüfung eines Drehmoments bei einem Schraubvorgang an einem Werkstück sowie ein Verfahren zur Prüfung eines Drehmoments, wie sie in den jeweiligen Ansprüchen 1 und 8 beschrieben sind.

    [0002] Um ein Anziehdrehmoment einer Schraubverbindung zu prüfen, werden herkömmlicherweise Drehmomentschlüssel eingesetzt. Solche Drehmomentschlüssel gestatten einerseits eine Prüfung, ob das Anziehdrehmoment gleich oder größer als ein vorbestimmtes Referenzdrehmoment ist und andererseits, sollte dies nicht der Fall sein, die Verschraubung bis zum Erreichen des Referenzdrehmoments weiter anzuziehen. Hierbei finden insbesondere sogenannte Knickschlüssel Verwendung, bei denen das eingeleitete Drehmoment durch eine Mechanik begrenzt wird und dem Benutzer gleichzeitig hör- und spürbar das Erreichen des Referenzdrehmoments angezeigt wird. Hierbei wird das Referenzdrehmoment, bei dem der Knickschlüssel auslöst, werkseitig fest eingestellt.

    [0003] Werden solche herkömmlichen Drehmomentschlüssel in der Montage- oder Fertigungstechnik eingesetzt, ergeben sich jedoch gravierende Probleme, die in einer mangelnden Sicherheit gegenüber Fehlbedienungen sowie in einem eigeschränkten Einsatzbereich liegen. So unterstützen diese Drehmomentschlüssel den Benutzer im Vorfeld eines Drehmomentprüfvorgangs nicht, ob der Schlüssel hierfür überhaupt geeignet ist, womit der Benutzer zu einer manuellen und fehleranfälligen Kontrolle mittels einer Prüfliste gezwungen wird. Wenn eine Vielzahl von Verschraubungen zu prüfen ist, so muß der Benutzer die Prüfungsergebnisse ferner manuell protokollieren und sicherstellen, daß kein Prüfvorgang übergangen wurde. Besonders problematisch ist dies, wenn Verschraubungen mit unterschiedlichen Referenzdrehmomenten geprüft werden sollen, da hierbei zusätzlich der verwendete Drehmomentschlüssel mitprotokolliert werden muß.

    [0004] DE - A - 3 327 964 offenbart ein Verfahren zum Identifizieren von Verbindungsschrauben nach Typ und/oder Anziehvorschrift. Hierzu werden die Schraubenköpfe der verwendeten Verbindungsschrauben mit kennzeichnenden Merkmalen versehen, welche beispielsweise die Kategorie der Schraube und/oder deren Grenzanziehmoment mit zugehörigem Drehwinkel charakterisieren. Diese kennzeichnenden Merkmale können durch eine Leseeinrichtung abgetastet werden, welche beispielsweise auf einem Drehmomentschlüssel angebracht ist. Somit erfolgt eine Identifikation der verwendeten Verbindungsschrauben, nicht jedoch eines zu bearbeitenden Werkstücks, in welches derartige Verbindungsschrauben einzuschrauben sind.

    [0005] EP - A - 0 266 578 offenbart eine Steuerungs- und Überwachungsanordnung für Werkzeuge. Es wird ein intelligentes Werkzeug, beispielsweise ein Drehmomentschlüssel, beschrieben, welcher eine daran angebrachte Erkennungseinrichtung aufweist. Wird ein solcher intelligenter Drehmomentschlüssel in einen vordefinierten Raumbereich einer Montagestelle des Werkstücks gebracht, so erzeugt die Erkennungseinrichtung ein entsprechendes Signal, welches der Drehmomentschlüssel an eine mit ihm durch ein Kabel verbundene Kontrolleinheit weiterleitet. In der Kontrolleinheit sind eine Vielzahl von Sollwerten und/oder Toleranzgrenzen für verschiedene Montageaufgaben gespeichert. Das beim Eintritt in den Raumbereich der Montagestelle erzeugte Erkennungssignal, welches zur Kontrolleinheit übertragen wird, führt dort zur Auswahl wenigstens eines für die betreffende Montageaufgabe gewünschten Sollwertes und/oder der zugehörigen Toleranzgrenze.

    [0006] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Drehmomentschlüssel zur Prüfung eines Drehmoments an einem Werkstück bereitzustellen, der eine verbesserte Fehlersicherheit und einfache Bedienungseigenschaften aufweist und vorzugsweise in einfacher Weise für Drehmomentprüfungen mit unterschiedlichen Referenzdrehmomenten eingesetzt werden kann. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, ein entsprechendes Verfahren zur Drehmomentprüfung anzugeben.

    [0007] Diese Aufgabe wird durch einen Drehmomentschlüssel sowie ein Verfahren mit den in Anspruch 1 bzw. Anspruch 8 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

    [0008] Erfindungsgemäß umfaßt ein Drehmomentschlüssel zur Prüfung eines Drehmoments bei einem Schraubvorgang an einem Werkstück
    • einen Drehmomentsensor zur Ausgabe eines Drehmomentsignals,
    • eine Werkstückidentifizierungseinrichtung zur Erzeugung eines Identifizierungssignals, das dem jeweiligen Werkstücken zugeordnet ist, und
    • eine Steuereinrichtung, die mit dem Drehmomentsensor und der Werkstückidentifizierungseinrichtung in Signalverbindung steht,
    wobei die Steuereinrichtung zu einem Vergleich des Drehmomentsignals mit zumindest einem vorbestimmten oder vorbestimmbaren Referenzdrehmomentsignal und zu einer Erzeugung eines Verschraubungskontrollsignals auf Grundlage des Identifizierungssignal und dem Drehmomentsignalvergleich ausgelegt ist.

    [0009] Der Drehmomentsensor ist ein Dehnungsmeßstreifensensor, bevorzugt in Form einer Dehnungsmeßstreifenbrücke, welcher auf einer auf ein eingeleitetes Drehmoment durch Biegung reagierenden Drehmomentstange des Drehmomentschlüssel angeordnet ist. Die Drehmomentstange ist somit als eine Biegestange ausgelegt. Durch die Verbiegung der Drehmomentstange erfolgt eine Geometrieänderung der Dehnungsmeßstreifen, welche eine Widerstandsänderung zur Folge hat. Vorteilhafterweise kann jeder solchen Widerstandsänderung mittels der Steuereinrichtung in eindeutiger Weise die Größe des entsprechenden eingeleiteten Drehmoments zugeordnet werden.

    [0010] An einem einer Werkzeugaufnahme des Drehmomentschlüssels gegenüberliegenden Ende der Drehmomentstange ist eine Verriegelungseinrichtung angeordnet, welche die Drehmomentstange entriegelt, wenn sie ein Entriegelungssignal von der Steuereinrichtung empfängt. Dies gestattet es, mit einem einzigen Drehmomentschlüssel in einfacher Weise Schraubverbindungen mit unterschiedlichen zugeordneten Referenzdrehmomenten zu prüfen, ohne eine aufwendige mechanische Neueinstellung einer Auslösemomenteinstellung vornehmen zu müssen.

    [0011] Hierdurch wird vorteilhafterweise eine hohe Fehler- und Betriebssicherheit bei der Prüfung von Anziehdrehmomenten von Schraubverbindungen erreicht und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine einfache, automatisierte Protokollierung der Prüfergebnisse geschaffen. So beinhaltet das Verschraubungskontrollsignal vorteilhafterweise das Ergebnis des Drehmomentprüfvorgangs, d.h. das Ergebnis, ob das Referenzdrehmoment erreicht wurde, wobei gleichzeitig das geprüfte Werkstück, z.B. dessen Serien- oder Teilenummer, identifizierbar ist.

    [0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Drehmomentschlüssel eine Signalausgabeeinrichtung zur Ausgabe des Verschraubungskontrollsignals und des Identifizierungssignals an eine von dem Drehmomentschlüssel räumlich getrennt bereitgestellte Signalempfangseinrichtung, die mit der Steuereinrichtung in Signalverbindung steht und ist vorzugsweise zu einer berührungsfreien elektromagnetischen Signalübertragung ausgelegt. Dies ermöglicht es, vorteilhafterweise das Ergebnis jedes einzelnen Drehmomentprüfvorgangs des Werkstücks an die externe Signalempfangseinrichtung per Funk zu übertragen und erlaubt so eine besonders einfache und fehlersichere Überwachung und Protokollierung der Prüfvorgänge mit dem Drehmomentschlüssel.

    [0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind das Drehmomentsignal, das Referenzdrehmomentsignal und das Verschraubungskontrollsignal elektrische, magnetische oder elektromagnetische Signale und die Steuereinrichtung ist ein Mikroprozessorrechner. Zwar ist auch eine ausschließlich mechanische Verarbeitung und Vergleich der Drehmomente sowie Ausgabe der Signale möglich, jedoch werden vorteilhafterweise aus Kosten- und Funktionalitätsgründen elektrische bzw. elektronische Bauteile eingesetzt.

    [0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Signalausgabeeinrichtung eine elektromagnetische Sendeeinrichtung. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Funksender handeln, der in einem allgemein freigegebenen Frequenzband (z.B. bei 27MHz, 433MHz) die Signale an eine externe Empfangseinrichtung sendet. Dies hat den Vorteil, daß keine störenden elektrischen Leitungen zur externen Signalübertragung notwendig sind.

    [0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Werkstückidentifizierungseinrichtung ein Codeleser, insbesondere ein Strich- bzw. Barcodeleser. Insbesondere kann die Werkstückidentifizierungseinrichtung eine Mustererkennungseinrichtung sein, die vorbestimmte graphische Muster in eineindeutiger Weise einem Werkstück zuordnen kann. Es ist jedoch auch möglich, elektronische Transpondersysteme einzusetzen, bevorzugt solche, die berührungsfrei elektromagnetisch ausgelesen werden können. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Verriegelungseinrichtung einen von einer Magnetspule umschlossenen ferromagnetischen Verriegelungsbolzen, welcher in eine Verriegelungsausnehmung in der Drehmomentstange zu deren Verriegelung einführbar ist, und mittels einer Strombeaufschlagung der Magnetspule aus dieser herausführbar ist. Dies ermöglicht es vorteilhafterweise, eine Knickschlüsselfunktion des Drehmomentschlüssels in einfacher Weise mit unterschiedlichen Referenzdrehmomenten zu kombinieren.

    [0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Drehmomentschlüssel eine Steuersignalempfangseinrichtung, die mit der Steuereinrichtung in Signalverbindung steht und zu einem Empfang von Steuersignalen einer externen Steuervorrichtung ausgelegt ist, vorzugsweise durch berührungsfreie elektromagnetische Übertragung. Dies ermöglicht vorteilhafterweise eine bidirektionale Signalübertragung zwischen dem Drehmomentschlüssel und der externen Steuervorrichtung, wodurch der Drehmomentschlüssel effizienter und flexibler einsetzbar ist. Insbesondere können die Steuersignale der externen Steuervorrichtung abhängig von dem Identifizierungssignal sein und beispielsweise ein für das Werkstück individuell angepaßtes Referenzdrehmomentsignal enthalten.

    [0017] Gemäß der Erfindung umfaßt ein Verfahren zur Prüfung eines Drehmoments bei einem Schraubvorgang an einem Werkstück unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Drehmomentschlüssels, die folgenden Schritten in dieser Reihenfolge:

    (a) Detektieren eines Werkstücks bzw. einer Werkstückkennzeichnung, insbesondere eines entsprechenden Codes, vorzugsweise eines Barcodes;

    (b) Erzeugen eines dem Werkstück entsprechenden Identifizierungssignals;

    (c) Prüfen des Drehmoments der Verschraubung des Werkstücks und Erzeugen eines entsprechenden Drehmomentsignals;

    (d) Vergleichen des Drehmomentsignals mit einem vorbestimmten oder vorbestimmbaren Referenzdrehmomentsignal;

    (e) Erzeugen eines Verschraubungskontrollsignals auf Grundlage des Identifizierungssignals und des Drehmomentsignalvergleichs.



    [0018] Das Verschraubungskontrollsignal beinhaltet alle notwendigen wesentlichen Daten einer Drehmomentprüfung einer Verschraubung und ermöglicht somit vorteilhafterweise eine fehler- und betriebssichere Prüfung von Anziehdrehmomenten komplexer Werkstücke. Insbesondere beinhaltet das Verschraubungskontrollsignal das Drehmomentprüfungsergebnis, d.h. das Ergebnis, ob das Referenzdrehmoment erreicht wurde.

    [0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens umfaßt das erfindungsgemäße Verfahren den nachfolgenden Schritt der Ausgabe des Verschraubungskontrollsignals an eine Empfangseinrichtung, vorzugsweise durch eine berührungsfreie elektromagnetische Übertragung. Hierdurch ist eine einfache Überwachung und Protokollierung der Drehmomentprüfungsvorgänge durch eine externe Überwachungs- und Steuervorrichtung möglich, was zu einer weiteren Erhöhung der Fehler- und Betriebssicherheit führt.

    [0020] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird unmittelbar nach dem Schritt (b) das Identifizierungssignal an eine Emfangseinrichtung ausgegeben, vorzugsweise durch eine berührungsfreie elektromagnetische Übertragung. Hierdurch kann, bevor der eigentliche Drehmomentprüfschritt gestartet wird, vorteilhafterweise eine Vorabprüfung durchgeführt werden, ob dieses Werkstück überhaupt geprüft werden soll und welche Prüfparameter zu beachten sind.

    [0021] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird das Referenzdrehmomentsignal abhängig von dem erzeugten Identifizierungssignal, gegebenenfalls nach einer Rückbestätigung durch die Empfangseinrichtung, festgelegt. Dies ermöglicht es vorteilhafterweise dem identifizierten Werkstück in automatischer Weise das entsprechende Referenzdrehmoment zuzuordnen, bevorzugt ohne daß der Benutzer hierzu auf Prüf- und Parameterlisten zurückgreifen muß.

    [0022] Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft anhand bevorzugter Ausführungsformen mit begleitenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
    Figur 1
    eine schematische Schnittansicht eines Drehmomentschlüssels, welcher nicht von den beigerfügten Ansprüchen erfaßt wird; und
    Figur 2
    eine schematische Schnittansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Drehmomentschlüssels.


    [0023] In einer vereinfachten, schematischen seitlichen Schnittansicht ist in Figur 1 ein Drehmomentschlüsse dargestellt, welcher nicht von den beigerfügten Ansprüchen erfaßt wird. Der Drehmomentschlüssel 10 umfaßt einen Gehäusekörper 12, der an seinem hinteren Ende einen integral gebildeten Handgriff 14 aufweist. Im Bereich des Handgriffs 14 ist in dem Gehäusekörper 12 eine Batterieausnehmung zur Aufnahme einer Batterie 16 vorgesehen, die in longitudinaler Richtung von dem hinteren Ende in den Gehäusekörper 12 eingeführt werden kann. Die Batterieausnehmung ist durch einen Batteriedeckel 18 verschlossen, der an einer hinteren Stirnfläche 17 des Gehäusekörpers 12 befestigt ist.

    [0024] An einem der hinteren Stirnfläche 17 in longitudinaler Richtung des Gehäusekörpers 12 gegenüberliegenden Ende ist eine Drehmomentstangendurchführung 20 in dem Gehäusekörper 12 vorgesehen, durch die eine Drehmomentstange 22 teilweise in eine Drehmomentstangenausnehmung 24 eingeführt ist. An einem sich in longitudinaler Richtung von dem Gehäusekörper 12 wegerstreckenden Ende der Drehmomentstange 22 ist ein Werkzeugaufnahmekopf 25 zum Anordnen einer Schraubnuß bereitgestellt, der als 90°-Ratschenkopf ausgeführt ist. Die Drehmomentstange 22 weist im Bereich der Drehmomentstangendurchführung 20 eine Schwenkstiftbohrung auf, die sich senkrecht zu der longitudinalen Achse der Drehmomentstange 22 parallel zur Zeichenebene erstreckt. Durch die Schwenkstiftbohrung ist ein Schwenkstift 26 eingeführt, dessen Enden in dem Gehäusekörper 12 festgelegt sind und welcher die Drehmomentstange 22 schwenkbar lagert.

    [0025] Zwischen einer hinteren Stirnfläche 28 der Drehmomentstange 22 und einer Auslösemomenteinstellung 30 ist eine Feder 32 angeordnet, welche die Drehmomentstange 22 mit einer longitudinal gerichteten Federkraft beaufschlagt. Die Größe der Federvorspannung kann durch die Auslösemomenteinstellung 30 eingestellt werden, indem eine Federanlagefläche 34 der Auslösemomenteinstellung 30 in longitudinaler Richtung verschoben wird, um die Kompression der Feder 32 zu steuern, was durch den Pfeil x angedeutet ist. Hierzu müssen der Batteriedeckel 18 und die Batterie 17 entfernt werden, um so Zugang zu der hinteren Seite der Auslösemomenteinstellung zu erhalten. Der Betrag der Federvorspannung bestimmt das Referenzdrehmoment des Drehmomentschlüssels 10, d.h. das Drehmoment, bei dem der Schlüssel durch ein "Knicken" auslöst. Das Auslösen bzw. Knicken erfolgt genau dann, wenn eine durch das Referenzdrehmoment vorbestimmte Knickkraft im Schlüssel 10 durch ein in eine zu prüfende Schraubverbindung eingeleitetes Drehmoment erreicht wird. Die zur Längsachse der Drehmomentstange 22 und zur Zeichenebene normal gerichtet Knickkraft greift an der hinteren Stirnfläche 28 der Drehmomentstange 22 an. Kräfte, die kleiner als diese vorbestimmte Knickkraft sind, kann die Feder 32 kompensieren. Wird jedoch der Betrag der Knickkraft erreicht, so erfolgt ein ruckartiges Verschwenken der Drehmomentstange 22 in der Drehmomentstangenausnehmung 24, bis eine Kante der hinteren Stirnfläche 28 die Innenfläche der Drehmomentstangenausnehmung 24 berührt. Typischerweise beträgt der Versatz der hinteren Stirnfläche 28 etwa 3-4mm. Dieses Auslösen des Drehmomentschlüssels 10 wird von einem hör- und spürbaren Knickgeräusch begleitet.

    [0026] An einer Außenfläche des Gehäusekörpers 12 auf der dem Handgriff 14 in longitudinaler Richtung gegenüberliegenden Seite sind ein als Werkstückidentifizierungseinrichtung dienender Barcodeleser 36, eine als Signalausgabeeinrichtung dienender Funksender 38 und ein als Steuereinrichtung dienender Mikroprozessorrechner 40 nebeneinander angeordnet, die untereinander und mit der Batterie 16 elektrisch verbunden sind. Der Barcodeleser 36 ist derart ausgerichtet, daß seine bevorzugte Ausleserichtung parallel zu der Längsachse der Drehmomentstange 22 und des Gehäusekörpers 12 verläuft und nach vorne in Richtung des Werkzeugaufnahmekopfes 25 gerichtet ist. Der erfaßte Raumwinkel des Barcodelesers 36 ist schematisch durch das Strahlenbündel dargestellt.

    [0027] Ferner ist auf der Außenseite des Gehäusekörpers 12 ein als Magnetschalter dienender Reed-Schalter 42 angeordnet. Auf der Drehmomentstange 22 ist ein Hartmagnet 44 derart befestigt, daß er dem Reed-Schalter gegenüberliegend zugewandt ist, d.h. auf einer Linie liegt, die von der Drehmomentstangenlängsachse zu dem Reed-Schalter 42 verläuft. Der Reed-Schalter 42 ist mit dem Mikroprozessorrechner elektrisch verbunden.

    [0028] Nachfolgend wird die Funktions- und Betriebsweise dieses Drehmomentschlüssels beschrieben:

    [0029] Zunächst liest der Werker bzw. Benutzer mittels des Barcodelesers 36 einen Barcode eines (nicht dargestellten) Werkstücks ein. Der Barcode kann beispielsweise die Serien- oder Teilenummer des Werkstücks beinhalten. Das so gewonnene Identifizierungssignal des zu prüfenden Werkstücks wird nachfolgend als elektronisches Signal zu dem Mikroprozessorrechner 40 weitergeleitet, um dort eventuell aufbereitet zu werden.

    [0030] Anschließend wird das eventuell weiterverarbeitete Identifizierungssignal zu dem Funksender 38 elektrisch übertragen, der dieses dann an eine nicht dargestellte räumlich von dem Drehmomentschlüssel getrennt bereitgestellte Signalempfangseinrichtung als elektromagnetisches Signal berührungsfrei sendet. Als Sendefrequenzen kommen insbesondere die frei zugänglichen Frequenzbereiche bei 27MHz und 433MHz in Betracht. Die Signalempfangseinrichtung steht in Signalverbindung mit einer (nicht dargestellten) externen Steuervorrichtung, die das Identifizierungssignal auswertet und speichert. Stimmt das gesendete Identifizierungssignal mit einem vorbestimmten in der externen Steuervorrichtung gespeicherten Signal überein, so ist der vom Benutzer verwendete Drehmomentschlüssel 10 geeignet, um vorbestimmte Schraubverbindungen des identifizierten Werkstücks zu prüfen. In diesem Fall erfolgt die Freigabe der Drehmomentprüfung, die dem Benutzer durch ein akustisches und/oder optisches Signal angezeigt wird. Die Anzeige kann hierbei durch eine (nicht dargestellte) Anzeigevorrichtung erfolgen, die mit der externen Steuervorrichtung verbunden ist.

    [0031] Alternativ kann das akustische und/oder optische Freigabesignal auch durch eine dafür vorgesehene (nicht dargestellte) Einrichtung (beispielsweise eine LED und ein akustischer Summer) in dem Drehmomentschlüssel erfolgen. In diesem Fall muß der Funksender 38 zusätzlich einen Funkempfänger (Steuersignalempfangseinrichtung, nicht dargestellt) beinhalten, um so eine bidirektionale berührungsfreie Datenübertragung zwischen dem Drehmomentschlüssel 10 und der externen Signalempfangseinrichtung zu gestatten. Die externe Steuervorrichtung sendet zur Auslösung der Freigabe ein entsprechendes Freigabesignal an den Funkempfänger des Drehmomentschlüssels. Dieses Signal wird an den Mikroprozessorrechner 40 weitergeleitet, welcher dann die (nicht dargestellte) Freigabeanzeigeeinrichtung des Drehmomentschlüssels auslöst.

    [0032] Nach erfolgter Freigabe beginnt der Benutzer mit der Prüfung des Anziehdrehmoments der ersten vorbestimmten Schraubverbindung des Werkstücks unter üblicher Verwendung des Drehmomentschlüssels 10. Wenn das vorbestimmte Referenzdrehmoment erreicht wird, "knickt" der Drehmomentschlüssel, d.h. die Drehmomentstange bzw. Knickstange erfährt eine ruckartige Verschwenkung wie oben beschrieben. Diese Verschwenkung hat zur Folge, daß der Hartmagnet 44 gegenüber dem Reed-Schalter 42 versetzt wird, womit dieser betätigt wird. Der Reed-Schalter 42 fungiert gemeinsam mit dem Hartmagneten 44 somit als Drehmomentsensor und liefert ein Drehmomentsignal, das an den Mikroprozessorrechner 40 elektrisch übertragen wird.

    [0033] Wird von dem Mikroprozessorrechner 40 ein Drehmomentsignal des Reed-Schalters 42 empfangen, so wurde das vorbestimmte Referenzdrehmoment erreicht und die Schraubverbindung erfolgreich geprüft. Der Mikroprozessorrechner 40 veranlaßt daraufhin, daß der Funksender 38 ein Verschraubungskontrollsignal an die Signalempfangseinrichtung sendet. Dieses Signal wird von der externen Steuereinrichtung ausgewertet und gespeichert.

    [0034] Werden bei dem zu prüfenden Werkstück nicht alle vorbestimmten Schraubverbindungen geprüft, so kann die externe Steuervorrichtung ein entsprechendes Warn- bzw. Fehlersignal ausgeben und eventuell zusätzlich zu einer Nacharbeit auffordern. Da das Ergebnis jedes Schraubvorgangs auf diese Weise automatisch für jedes zu prüfende Werkstück protokolliert und überprüft wird, wird eine hohe Fehlersicherheit erreicht. Werden nicht alle vorbestimmten Prüfvorgänge erfolgreich abgeschlossen, so erfolgt keine Freigabe des Werkstücks.

    [0035] Figur 2 ist eine schematische seitliche Schnittansicht einer besonders bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform des Drehmomentschlüssels. Gegenüber dem in Figur 1 dargestellten Drehmomentschlüssel tragen gleiche oder ähnliche Merkmale gleiche Bezugszeichen und werden im folgenden nicht nochmals beschrieben.

    [0036] An der hinteren Stirnfläche 28 der Drehmomentstange 22 ist ein Verriegelungskörper 52 mit einer Verriegelungsausnehmung 54 derart befestigt, daß die Längsachse der Drehmomentstange 28 mit der Mittelachse der kreisförmig zylindrischen Verriegelungsausnehmung 54 zusammenfällt. In die Verriegelungsausnehmung 54 ist ein kreisförmig zylindrischer Verriegelungsbolzen 56, dessen Außendurchmesser etwa dem Innendurchmesser der Verriegelungsausnehmung 54 entspricht, einführbar. Die Mittelachse des Verriegelungsbolzens 56 fällt mit der Längsachse der Drehmomentstange 22 zusammen, wenn kein Drehmoment eingeleitet wird. Der Verriegelungsbolzen 56 ist vorzugsweise ferromagnetisch.

    [0037] Ein dem Verriegelungskörper 52 abgewandter Abschnitt des Verriegelungsbolzens 56 ist von einer Magnetspule 58 umgeben, die einen Innendurchmesser aufweist, der dem Außendurchmesser des Verriegelungsbolzens 56 etwa entspricht. Die Magnetspule 58 ist derart in dem Gehäusekörper 12 angeordnet, daß seine Längsachse mit den Längsachsen des Verriegelungsbolzens 56 und der Drehmomentstange 22 zusammenfällt, falls kein Drehmoment eingeleitet wird. Eine Rückstellfeder 60 ist zwischen der hinteren Stirnfläche des Verriegelungsbolzens 56 und einer Federanlagewand 62 der Magnetspule 58 derart angeordnet, daß sie eine longitudinale Rückstellkraft auf den Verriegelungsbolzen 56 in Richtung der Verriegelungsausnehmung 54 ausübt. Der Verriegelungskörper 52, Verriegelungsbolzen 56, Magnetspule 58, Rückstellfeder 60 und Federanlagewand 62 bilden gemeinsam eine Verriegelungseinrichtung 64, deren Funktionsweise später beschrieben wird.

    [0038] Auf der Drehmomentstange 22, die als Biegestange ausgeführt ist, sind Dehnungsmeßstreifen 66 derart befestigt, daß eine betriebsmäßige Biegung der Drehmomentstange 22 durch ein in den Drehmomentschlüssel 50 eingeleitetes Drehmoment zu einer Änderung des elektrischen Widerstands der Dehnungsmeßstreifen 66 führt. Um sekundäre Einflüsse, insbesondere Temperatureinflüsse, auf den Widerstand der Dehnungsmeßstreifen 66 ausschließen zu können, sind diese in einer Brückenschaltung elektrisch verbunden. Der Ausgang der Dehnungsmeßstreifenbrücke 66 ist über Verbindungsleitungen elektrisch mit dem Mikropozessorrechner 40 verbunden. In dem Mikropozessorrechner 40 ist eine Kalibrierungsfunktion gespeichert, mittels derer gemessene Dehnungsmeßstreifenwiderstände in eindeutiger Weise den Größen von in den Drehmomentschlüssel 50 eingeleiteten Drehmomenten zugeordnet werden können.

    [0039] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Ausführungsform der Erfindung beschrieben, wobei nur auf die Unterschiede zu der Funktionsweise des in Figur 1 dargestellten Drehmomentschlüssels 10 eingegangen wird. Nach dem Senden des Identifizierungssignals durch den als Signalausgabeeinrichtung fungierenden Funksender 38 an die externe Signalempfangseinrichtung und der Weiterverarbeitung in der externen Steuervorrichtung sendet die externe Steuervorrichtung Steuersignale an den Drehmomentschlüssel 50, wenn die Prüfung freigegeben wird. Diese Steuersignale werden von dem als Steuersignalsempfangseinrichtung dienenden Funkempfänger 68 empfangen und beinhalten ein Auslösemomenteinstellsignal, das zur Einstellung des Referenzdrehmoments dient. Vorzugsweise wird auch das Freigabesignal an den Drehmomentschlüssel übertragen.

    [0040] Die empfangenen Steuersignale werden an den Mikroprozessorrechner 40 als elektrische Signale weitergeleitet. Nachdem der Benutzer das Freigabesignal wahrgenommen hat, beispielsweise durch das Aufleuchten einer nicht dargestellten LED an der Außenseite des Gehäusekörpers 12, setzt er den Drehmomentschlüssel 50 an die zu prüfende Schraubverbindung des Werkstücks an und beginnt mit der Prüfung des Anziehdrehmoments. Das hierdurch in den Schlüssel eingeleitete Drehmoment führt zu einer Verbiegung der Drehmomentstange 22, die von der Dehnungsmeßstreifenbrücke 66 detektiert wird. Wie oben beschrieben, kann der Mikroprozessor einer solchen Verbiegung in eindeutiger Weise ein Drehmoment zuordnen.

    [0041] Das so gewonnene Drehmomentsignal wird mit dem Referenzdrehmomentsignal verglichen, das aus dem zuvor empfangenen Auslösemomenteinstellsignal erhalten wurde. Ist das Drehmomentsignal gleich oder größer als dieses Referenzdrehmomentsignal, erfolgt eine Auslösung der Drehmomentstange 22 durch die Verriegelungseinrichtung 64 durch Ausgabe eines Entriegelungssignals, worauf hin der Drehmomentschlüssel 50 "knickt". Hierzu wird von dem Mikroprozessorrechner 40 die Bestromung der Magnetspule 58 derart gesteuert, daß der Verriegelungsbolzen 56 in Richtung der Feder 60 longitudinal zurückgezogen wird, um sich aus der Verriegelungsausnehmung 54 zu lösen. Damit kann sich die Drehmomentstange 22 um den Schwenkstift 26 schwenken, bis der Verriegelungskörper 52 an die Innenwand des Gehäusekörpers 12 anschlägt. Der Benutzer nimmt dieses "Knicken" des Drehmomentschlüssels 50 hör- und spürbar wahr.

    [0042] Wird der Drehmomentschlüssel 50 nach dem Auslösen der Verriegelungseinrichtung 64 weiter gedreht, um das Anziehdrehmoment weiter zu erhöhen, so kann diese unerwünschte Erhöhung durch die Dehnungsmeßstreifenbrücke 66 in Verbindung mit dem Mikroprozessorrechner 40 festgestellt werden. Erreicht das gemessene Drehmoment den Betrag eines zweiten Referenzdrehmoments, welches größer als das erste Referenzdrehmoment ist, so erzeugt der Mikroprozessorrechner ein Fehlersignal.

    [0043] Nach Abschluß des Drehmomentprüfvorgangs jeder einzelnen vorbestimmten Schraubverbindung sendet der Funksender 38 ein von dem Mikroprozessorrechner 40 erzeugtes Verschraubungskontrollsignal an die externe Signalempfangseinrichtung. Das Verschraubungskontrollsignal beinhaltet den gemessenen Wert des erreichten Anziehdrehmoments und eventuell das Fehlersignal, falls die Drehmomentprüfung nicht erfolgreich abgeschlossen wurde. Die externe Steuervorrichtung speichert das Verschraubungskontrollsignal und wertet dieses aus und leitet entsprechend eine Nacharbeit ein oder gibt ein Freigabesignal des Verschraubungsvorgangs aus.

    Bezugszeichenliste



    [0044] 
    10
    Drehmomentschlüssel
    12
    Gehäusekörper
    14
    Handgriff
    16
    Batterie
    17
    hintere Stirnfläche des Gehäusekörpers
    18
    Batteriedeckel
    20
    Drehmomentstangendurchführung
    22
    Drehmomentstange
    24
    Drehmomentstangenausnehmung
    25
    Werkzeugaufnahmekopf
    26
    Schwenkstift
    28
    hintere Stirnfläche der Drehmomentstange
    30
    Auslösemomenteinstellung
    32
    Feder
    34
    Federanlagefläche der Auslösemomenteinstellung
    36
    Barcodeleser
    38
    Funksender
    40
    Mikroprozessorrechner
    42
    Reed-Schalter (Drehmomentsensor)
    44
    Hartmagnet
    50
    Drehmomentschlüssel gemäß bevorzugtes Ausführungsform der Erfindung
    52
    Verriegelungskörper
    54
    Verriegelungsausnehmung
    56
    Verriegelungsbolzen
    58
    Magnetspule
    60
    Rückstellfeder
    62
    Federanlagewand
    64
    Verriegelungseinrichtung
    66
    Dehnungsmeßstreifenbrücke (Drehmomentsensor)



    Ansprüche

    1. Drehmomentschlüssel (50) zur Prüfung eines Drehmoments bei einem Schraubvorgang an einem Werkstück mit

    - einem Drehmomentsensor (66) zur Ausgabe eines Drehmomentsignals,

    - einer Werkstückidentifizierungseinrichtung (36) zur Erzeugung eines Identifizierungssignals, das dem jeweiligen Werkstück zugeordnet ist, und

    - einer Steuereinrichtung (40), die mit dem Drehmomentsensor (42;66) und der Werkstückidentifizierungseinrichtung (36) in Signalverbindung steht,

    wobei die Steuereinrichtung (40) zu einem Vergleich des Drehmomentsignals mit zumindest einem vorbestimmten oder vorbestimmbaren Referenzdrehmomentsignal und zu einer Erzeugung eines Verschraubungskontrollsignals auf Grundlage des Identifizierungssignal und dem Drehmomentsignalvergleich ausgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehmomentsensor (66) ein Dehnungsmeßstreifensensor, bevorzugt in Form einer Dehnungsmeßstreifenbrücke, ist, welcher auf einer auf ein eingeleitetes Drehmoment durch Biegung reagierenden Drehmomentstange (22) des Drehmomentschlüssel (50) angeordnet ist, wobei an einem einer Werkzeugaufnahme (25) des Drehmomentschlüssels (50) gegenüberliegenden Ende der Drehmomentstange (22), eine Verriegelungseinrichtung (64) angeordnet ist, welche die Drehmomentstange (22) entriegelt, wenn sie ein Entriegelungssignal von der Steuereinrichtung (40) empfängt.
     
    2. Drehmomentschlüssel (50) nach Anspruch 1 mit einer Signalausgabeeinrichtung (38) zur Ausgabe des Verschraubungskontrollsignals und des Identifizierungssignals an eine von dem Drehmomentschlüssel (50) räumlich getrennt bereitgestellte Signalempfangseinrichtung, die mit der Steuereinrichtung (40) in Signalverbindung steht und vorzugsweise zu einer berührungsfreien elektromagnetischen Signalübertragung ausgelegt ist.
     
    3. Drehmomentschlüssel (50) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Drehmomentsignal, das Referenzdrehmomentsignal und das Verschraubungskontrollsignal elektrische, magnetische oder elektromagnetische Signale sind und die Steuereinrichtung (40) ein Mikroprozessorrechner (40) ist.
     
    4. Drehmomentschlüssel (50) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Signalausgabeeinrichtung (38) eine elektromagnetische Sendeeinrichtung (38) ist.
     
    5. Drehmomentschlüssel (50) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Werkstückidentifizierungseinrichtung (36) ein Codeleser, insbesondere ein Barcodeleser (36), ist.
     
    6. Drehmomentschlüssel (50) nach Anspruch 1, wobei die Verriegelungseinrichtung (64) einen von einer Magnetspule (58) umschlossenen ferromagnetischen Verriegelungsbolzen (56) umfaßt, welcher in eine Verriegelungsausnehmung (54) in der Drehmomentstange (22) zu deren Verriegelung einführbar ist, und mittels einer Strombeaufschlagung der Magnetspule (58) aus dieser herausführbar ist.
     
    7. Drehmomentschlüssel (50) nach einem der vorangegangen Ansprüche, wobei der Drehmomentschlüssel (10;50) eine Steuersignalempfangseinrichtung (68) umfaßt, die mit der Steuereinrichtung (40) in Signalverbindung steht und zu einem Empfang von Steuersignalen einer externen Steuervorrichtung ausgelegt ist, vorzugsweise durch berührungsfreie elektromagnetische Übertragung.
     
    8. Verfahren zur Prüfung eines Drehmoments bei einem Schraubvorgang an einem Werkstück unter Verwendung eines drehmomentschüssels (50) nach Anspruch 1-7, mit folgenden Schritten in dieser Reihenfolge:

    (a) Identifizterm eines Werkstücks bzw. einer Werkstückkennzeichnung, insbesondere eines entsprechenden Codes, vorzugsweise eines Barcodes;

    (b) Erzeugen eines dem Werkstück entsprechenden Identifizierungssignals;

    (c) Prüfen des Drehmoments der Verschraubung des Werkstücks und Erzeugen eines entsprechenden Drehmomentsignals;

    (d) Vergleichen des Drehmomentsignals mit einem vorbestimmten oder vorbestimmbaren Referenzdrehmomentsignal;

    (e) Erzeugen eines Verschraubungskontrollsignals auf Grundlage des Identifizierungssignals und des Drehmomentsignalvergleichs.


     
    9. Verfahren nach Anspruch 8 mit dem nachfolgenden Schritt der Ausgabe des Verschraubungskontrollsignals an eine Empfangseinrichtung, vorzugsweise durch eine berührungsfreie elektromagnetische Übertragung.
     
    10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei unmittelbar nach dem Schritt (b) das Identifizierungssignal an eine Emfangseinrichtung ausgegeben wird, vorzugsweise durch eine berührungsfreie elektromagnetische Übertragung.
     
    11. Verfahren nach Anspruch 8-10, wobei das Referenzdrehmomentsignal abhängig von dem erzeugten Identifizierungssignal, gegebenenfalls nach einer Rückbestätigung durch die Empfangseinrichtung, festgelegt wird.
     


    Claims

    1. Torque wrench (50) for checking a torque during a screwdriving operation on a workpiece, having

    - a torque sensor (66) for delivering a torque signal,

    - a workpiece-identifying device (36) for producing an identifying signal which is assigned to the respective workpiece, and

    - a control device (40) which has a communication link with the torque sensor (42; 66) and the workpiece-identifying device (36),

    the control device (40) being designed for comparing the torque signal with at least one predetermined or predeterminable reference-torque signal and for producing a screwed-connection control signal on the basis of the identifying signal and the torque-signal comparison, characterized in that the torque sensor (66) is a strain-gauge sensor, preferably in the form of a strain-gauge bridge, which is arranged on a torque bar (22), reacting to an initiated torque by bending, of the torque wrench (50), a locking device (64) being arranged on an end of the torque rod (22) opposite a tool mounting (25) of the torque wrench (50), this locking device (64) unlocking the torque bar (22) if it receives an unlocking signal from the control device (40).
     
    2. Torque wrench (50) according to Claim 1, having a signal-output device (38) for delivering the screwed-connection control signal and the identifying signal to a signal-receiving device which is provided in a spatially separate manner from the torque wrench (50), has a communication link with the control device (40) and is preferably designed for a non-contact electromagnetic signal transmission.
     
    3. Torque wrench (50) according to Claim 1 or 2, the torque signal, the reference-torque signal and the screwed-connection control signal being electrical, magnetic or electromagnetic signals and the control device (40) being a microprocessor (40).
     
    4. Torque wrench (50) according to one of the preceding claims, the signal-output device (38) being an electromagnetic transmitting device (38).
     
    5. Torque wrench (50) according to one of the preceding claims, the workpiece-identifying device (36) being a code reader, in particular a bar-code reader (36).
     
    6. Torque wrench (50) according to Claim 1, the locking device (64) comprising a ferromagnetic locking pin (56) which is enclosed by a magnet coil (58), can be inserted into a locking recess (54) in the torque bar (22) for locking the latter and can be taken out of this locking recess (54) by energizing the magnet coil (58).
     
    7. Torque wrench (50) according to one of the preceding claims, the torque wrench (50) comprising a control-signal-receiving device (68) which has a communication link with the control device (40) and is designed for receiving control signals from an external controller, preferably by non-contact electromagnetic transmission.
     
    8. Method of checking a torque during a screwdriving operation on a workpiece using a torque wrench (50) according to Claims 1 to 7, comprising the following steps in this sequence:

    (a) identifying a workpiece or a workpiece marking, in particular a corresponding code, preferably a bar code;

    (b) producing an identifying signal corresponding to the workpiece;

    (c) checking the torque of the screwed connection of the workpiece and producing a corresponding torque signal;

    (d) comparing the torque signal with a predetermined or predeterminable reference-torque signal;

    (e) producing a screwed-connection control signal on the basis of the identifying signal and the torque-signal comparison.


     
    9. Method according to Claim 8, comprising the subsequent step of delivering the screwed-connection control signal to a receiving device, preferably by a non-contact electromagnetic transmission.
     
    10. Method according to Claim 8 or 9, in which, directly after the step (b), the identifying signal is delivered to a receiving device, preferably by a non-contact electromagnetic transmission.
     
    11. Method according to Claims 8 to 10, the reference-torque signal being established as a function of the identifying signal produced, if need be after reconfirmation by the receiving device.
     


    Revendications

    1. Clé dynamométrique (50) servant à contrôler un couple lors d'un vissage sur une pièce d'oeuvre, laquelle comprend :

    - un capteur de couple (66) servant à délivrer un signal de couple ;

    - un dispositif d'identification de pièce d'oeuvre (35) servant à produire un signal d'identification qui est associé à la pièce d'oeuvre concernée ; et

    - un dispositif de commande (40) qui est en liaison d'acheminement de signaux avec le capteur de couple (42 ; 66) et le dispositif d'identification de pièce d'oeuvre (36) ;

    le dispositif de commande (40) étant conçu pour comparer le signal de couple avec au moins un signal de couple de référence prédéfini ou pouvant être prédéfini et pour produire un signal de contrôle de vissage sur la base du signal d'identification et de la comparaison des signaux de couple, caractérisée en ce que le capteur de couple (66) est un capteur de jauge de contrainte, de préférence sous forme de pont de jauge de contrainte, lequel est disposé sur une barre de couple (22) de la clé dynamométrique (50) qui réagit par flexion à un couple appliqué, un dispositif de verrouillage (64) qui déverrouille la barre de couple (22) lorsqu'elle reçoit un signal de déverrouillage en provenance du dispositif de commande (40) étant disposé à une extrémité de la barre de couple (22) située à l'opposé d'un moyen de réception d'outil (25) de la clé dynamométrique (50).
     
    2. Clé dynamométrique (50) selon la revendication 1, comportant un appareil de délivrance de signal (38) servant à délivrer le signal de contrôle de vissage et le signal d'identification à une installation de réception de signal spatialement séparée de la clé dynamométrique (50), laquelle installation de réception est en liaison d'acheminement de signaux avec le dispositif de commande (40) et est de préférence conçue pour une transmission de signal électromagnétique sans contact.
     
    3. Clé dynamométrique (50) selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle le signal de couple, le signal de couple de référence et le signal de contrôle de vissage sont des signaux électriques, magnétiques ou électromagnétiques et le dispositif de commande (40) est un calculateur à microprocesseur (40).
     
    4. Clé dynamométrique (50) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle l'appareil de délivrance de signal (38) est un appareil d'émission électromagnétique (38).
     
    5. Clé dynamométrique (50) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le dispositif d'identification de pièce d'oeuvre (36) est un lecteur de code, notamment un lecteur de code à barres (36).
     
    6. Clé dynamométrique (50) selon la revendication 1, dans laquelle le mécanisme de verrouillage (64) comprend un axe de verrouillage ferromagnétique (56) qui est entouré d'une bobine d'induction (58), lequel peut être introduit dans un évidement de verrouillage (54) ménagé dans la barre de couple (22) pour verrouiller cette dernière et peut être ressorti de cette dernière en alimentant la bobine d'induction (58) en courant.
     
    7. Clé dynamométrique (50) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la clé dynamométrique (10 ; 50) comprend un appareil de réception de signal de commande (68) qui est en liaison d'acheminement de signaux avec le dispositif de commande (40) et qui est conçu pour recevoir les signaux de commande d'un dispositif de commande extérieur, de préférence par transmission électromagnétique sans contact.
     
    8. Procédé de contrôle d'un couple, lors d'un vissage sur une pièce d'oeuvre, en utilisant une clé dynamométrique (50) selon l'une des revendications 1 à 7, lequel comprend les étapes suivantes dans cet ordre :

    (a) identification d'une pièce d'oeuvre ou d'un marquage sur une pièce d'oeuvre, notamment un code correspondant et de préférence un code à barres ;

    (b) production d'un signal d'identification correspondant à la pièce d'oeuvre ;

    (c) contrôle du couple de vissage de la pièce d'oeuvre et production d'un signal de couple correspondant ;

    (d) comparaison du signal de couple avec un signal de couple de référence prédéfini ou pouvant être prédéfini ;

    (e) production d'un signal de contrôle de vissage sur la base du signal d'identification et de la comparaison de signaux de couple.


     
    9. Procédé selon la revendication 8 comprenant l'étape subséquente consistant à délivrer le signal de contrôle de vissage à une installation de réception, de préférence par transmission électromagnétique sans contact.
     
    10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, dans lequel le signal d'identification est délivré à une installation de réception immédiatement après l'étape (b), de préférence par transmission électromagnétique sans contact.
     
    11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10, dans lequel le signal de couple de référence est fixé en fonction du signal d'identification produit, le cas échéant après confirmation en retour par l'installation de réception.
     




    Zeichnung