[0001] Die Erfindung betrifft einen Drehmomentschlüssel zur Prüfung eines Drehmoments bei
einem Schraubvorgang an einem Werkstück sowie ein Verfahren zur Prüfung eines Drehmoments,
wie sie in den jeweiligen Ansprüchen 1 und 8 beschrieben sind.
[0002] Um ein Anziehdrehmoment einer Schraubverbindung zu prüfen, werden herkömmlicherweise
Drehmomentschlüssel eingesetzt. Solche Drehmomentschlüssel gestatten einerseits eine
Prüfung, ob das Anziehdrehmoment gleich oder größer als ein vorbestimmtes Referenzdrehmoment
ist und andererseits, sollte dies nicht der Fall sein, die Verschraubung bis zum Erreichen
des Referenzdrehmoments weiter anzuziehen. Hierbei finden insbesondere sogenannte
Knickschlüssel Verwendung, bei denen das eingeleitete Drehmoment durch eine Mechanik
begrenzt wird und dem Benutzer gleichzeitig hör- und spürbar das Erreichen des Referenzdrehmoments
angezeigt wird. Hierbei wird das Referenzdrehmoment, bei dem der Knickschlüssel auslöst,
werkseitig fest eingestellt.
[0003] Werden solche herkömmlichen Drehmomentschlüssel in der Montage- oder Fertigungstechnik
eingesetzt, ergeben sich jedoch gravierende Probleme, die in einer mangelnden Sicherheit
gegenüber Fehlbedienungen sowie in einem eigeschränkten Einsatzbereich liegen. So
unterstützen diese Drehmomentschlüssel den Benutzer im Vorfeld eines Drehmomentprüfvorgangs
nicht, ob der Schlüssel hierfür überhaupt geeignet ist, womit der Benutzer zu einer
manuellen und fehleranfälligen Kontrolle mittels einer Prüfliste gezwungen wird. Wenn
eine Vielzahl von Verschraubungen zu prüfen ist, so muß der Benutzer die Prüfungsergebnisse
ferner manuell protokollieren und sicherstellen, daß kein Prüfvorgang übergangen wurde.
Besonders problematisch ist dies, wenn Verschraubungen mit unterschiedlichen Referenzdrehmomenten
geprüft werden sollen, da hierbei zusätzlich der verwendete Drehmomentschlüssel mitprotokolliert
werden muß.
[0004] DE - A - 3 327 964 offenbart ein Verfahren zum Identifizieren von Verbindungsschrauben
nach Typ und/oder Anziehvorschrift. Hierzu werden die Schraubenköpfe der verwendeten
Verbindungsschrauben mit kennzeichnenden Merkmalen versehen, welche beispielsweise
die Kategorie der Schraube und/oder deren Grenzanziehmoment mit zugehörigem Drehwinkel
charakterisieren. Diese kennzeichnenden Merkmale können durch eine Leseeinrichtung
abgetastet werden, welche beispielsweise auf einem Drehmomentschlüssel angebracht
ist. Somit erfolgt eine Identifikation der verwendeten Verbindungsschrauben, nicht
jedoch eines zu bearbeitenden Werkstücks, in welches derartige Verbindungsschrauben
einzuschrauben sind.
[0005] EP - A - 0 266 578 offenbart eine Steuerungs- und Überwachungsanordnung für Werkzeuge.
Es wird ein intelligentes Werkzeug, beispielsweise ein Drehmomentschlüssel, beschrieben,
welcher eine daran angebrachte Erkennungseinrichtung aufweist. Wird ein solcher intelligenter
Drehmomentschlüssel in einen vordefinierten Raumbereich einer Montagestelle des Werkstücks
gebracht, so erzeugt die Erkennungseinrichtung ein entsprechendes Signal, welches
der Drehmomentschlüssel an eine mit ihm durch ein Kabel verbundene Kontrolleinheit
weiterleitet. In der Kontrolleinheit sind eine Vielzahl von Sollwerten und/oder Toleranzgrenzen
für verschiedene Montageaufgaben gespeichert. Das beim Eintritt in den Raumbereich
der Montagestelle erzeugte Erkennungssignal, welches zur Kontrolleinheit übertragen
wird, führt dort zur Auswahl wenigstens eines für die betreffende Montageaufgabe gewünschten
Sollwertes und/oder der zugehörigen Toleranzgrenze.
[0006] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Drehmomentschlüssel zur Prüfung eines Drehmoments
an einem Werkstück bereitzustellen, der eine verbesserte Fehlersicherheit und einfache
Bedienungseigenschaften aufweist und vorzugsweise in einfacher Weise für Drehmomentprüfungen
mit unterschiedlichen Referenzdrehmomenten eingesetzt werden kann. Es ist ferner Aufgabe
der Erfindung, ein entsprechendes Verfahren zur Drehmomentprüfung anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Drehmomentschlüssel sowie ein Verfahren mit den in
Anspruch 1 bzw. Anspruch 8 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Erfindungsgemäß umfaßt ein Drehmomentschlüssel zur Prüfung eines Drehmoments bei
einem Schraubvorgang an einem Werkstück
- einen Drehmomentsensor zur Ausgabe eines Drehmomentsignals,
- eine Werkstückidentifizierungseinrichtung zur Erzeugung eines Identifizierungssignals,
das dem jeweiligen Werkstücken zugeordnet ist, und
- eine Steuereinrichtung, die mit dem Drehmomentsensor und der Werkstückidentifizierungseinrichtung
in Signalverbindung steht,
wobei die Steuereinrichtung zu einem Vergleich des Drehmomentsignals mit zumindest
einem vorbestimmten oder vorbestimmbaren Referenzdrehmomentsignal und zu einer Erzeugung
eines Verschraubungskontrollsignals auf Grundlage des Identifizierungssignal und dem
Drehmomentsignalvergleich ausgelegt ist.
[0009] Der Drehmomentsensor ist ein Dehnungsmeßstreifensensor, bevorzugt in Form einer Dehnungsmeßstreifenbrücke,
welcher auf einer auf ein eingeleitetes Drehmoment durch Biegung reagierenden Drehmomentstange
des Drehmomentschlüssel angeordnet ist. Die Drehmomentstange ist somit als eine Biegestange
ausgelegt. Durch die Verbiegung der Drehmomentstange erfolgt eine Geometrieänderung
der Dehnungsmeßstreifen, welche eine Widerstandsänderung zur Folge hat. Vorteilhafterweise
kann jeder solchen Widerstandsänderung mittels der Steuereinrichtung in eindeutiger
Weise die Größe des entsprechenden eingeleiteten Drehmoments zugeordnet werden.
[0010] An einem einer Werkzeugaufnahme des Drehmomentschlüssels gegenüberliegenden Ende
der Drehmomentstange ist eine Verriegelungseinrichtung angeordnet, welche die Drehmomentstange
entriegelt, wenn sie ein Entriegelungssignal von der Steuereinrichtung empfängt. Dies
gestattet es, mit einem einzigen Drehmomentschlüssel in einfacher Weise Schraubverbindungen
mit unterschiedlichen zugeordneten Referenzdrehmomenten zu prüfen, ohne eine aufwendige
mechanische Neueinstellung einer Auslösemomenteinstellung vornehmen zu müssen.
[0011] Hierdurch wird vorteilhafterweise eine hohe Fehler- und Betriebssicherheit bei der
Prüfung von Anziehdrehmomenten von Schraubverbindungen erreicht und gleichzeitig die
Voraussetzungen für eine einfache, automatisierte Protokollierung der Prüfergebnisse
geschaffen. So beinhaltet das Verschraubungskontrollsignal vorteilhafterweise das
Ergebnis des Drehmomentprüfvorgangs, d.h. das Ergebnis, ob das Referenzdrehmoment
erreicht wurde, wobei gleichzeitig das geprüfte Werkstück, z.B. dessen Serien- oder
Teilenummer, identifizierbar ist.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Drehmomentschlüssel eine Signalausgabeeinrichtung
zur Ausgabe des Verschraubungskontrollsignals und des Identifizierungssignals an eine
von dem Drehmomentschlüssel räumlich getrennt bereitgestellte Signalempfangseinrichtung,
die mit der Steuereinrichtung in Signalverbindung steht und ist vorzugsweise zu einer
berührungsfreien elektromagnetischen Signalübertragung ausgelegt. Dies ermöglicht
es, vorteilhafterweise das Ergebnis jedes einzelnen Drehmomentprüfvorgangs des Werkstücks
an die externe Signalempfangseinrichtung per Funk zu übertragen und erlaubt so eine
besonders einfache und fehlersichere Überwachung und Protokollierung der Prüfvorgänge
mit dem Drehmomentschlüssel.
[0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind das Drehmomentsignal, das Referenzdrehmomentsignal
und das Verschraubungskontrollsignal elektrische, magnetische oder elektromagnetische
Signale und die Steuereinrichtung ist ein Mikroprozessorrechner. Zwar ist auch eine
ausschließlich mechanische Verarbeitung und Vergleich der Drehmomente sowie Ausgabe
der Signale möglich, jedoch werden vorteilhafterweise aus Kosten- und Funktionalitätsgründen
elektrische bzw. elektronische Bauteile eingesetzt.
[0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Signalausgabeeinrichtung
eine elektromagnetische Sendeeinrichtung. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen
Funksender handeln, der in einem allgemein freigegebenen Frequenzband (z.B. bei 27MHz,
433MHz) die Signale an eine externe Empfangseinrichtung sendet. Dies hat den Vorteil,
daß keine störenden elektrischen Leitungen zur externen Signalübertragung notwendig
sind.
[0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Werkstückidentifizierungseinrichtung
ein Codeleser, insbesondere ein Strich- bzw. Barcodeleser. Insbesondere kann die Werkstückidentifizierungseinrichtung
eine Mustererkennungseinrichtung sein, die vorbestimmte graphische Muster in eineindeutiger
Weise einem Werkstück zuordnen kann. Es ist jedoch auch möglich, elektronische Transpondersysteme
einzusetzen, bevorzugt solche, die berührungsfrei elektromagnetisch ausgelesen werden
können. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Verriegelungseinrichtung
einen von einer Magnetspule umschlossenen ferromagnetischen Verriegelungsbolzen, welcher
in eine Verriegelungsausnehmung in der Drehmomentstange zu deren Verriegelung einführbar
ist, und mittels einer Strombeaufschlagung der Magnetspule aus dieser herausführbar
ist. Dies ermöglicht es vorteilhafterweise, eine Knickschlüsselfunktion des Drehmomentschlüssels
in einfacher Weise mit unterschiedlichen Referenzdrehmomenten zu kombinieren.
[0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Drehmomentschlüssel eine
Steuersignalempfangseinrichtung, die mit der Steuereinrichtung in Signalverbindung
steht und zu einem Empfang von Steuersignalen einer externen Steuervorrichtung ausgelegt
ist, vorzugsweise durch berührungsfreie elektromagnetische Übertragung. Dies ermöglicht
vorteilhafterweise eine bidirektionale Signalübertragung zwischen dem Drehmomentschlüssel
und der externen Steuervorrichtung, wodurch der Drehmomentschlüssel effizienter und
flexibler einsetzbar ist. Insbesondere können die Steuersignale der externen Steuervorrichtung
abhängig von dem Identifizierungssignal sein und beispielsweise ein für das Werkstück
individuell angepaßtes Referenzdrehmomentsignal enthalten.
[0017] Gemäß der Erfindung umfaßt ein Verfahren zur Prüfung eines Drehmoments bei einem
Schraubvorgang an einem Werkstück unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Drehmomentschlüssels,
die folgenden Schritten in dieser Reihenfolge:
(a) Detektieren eines Werkstücks bzw. einer Werkstückkennzeichnung, insbesondere eines
entsprechenden Codes, vorzugsweise eines Barcodes;
(b) Erzeugen eines dem Werkstück entsprechenden Identifizierungssignals;
(c) Prüfen des Drehmoments der Verschraubung des Werkstücks und Erzeugen eines entsprechenden
Drehmomentsignals;
(d) Vergleichen des Drehmomentsignals mit einem vorbestimmten oder vorbestimmbaren
Referenzdrehmomentsignal;
(e) Erzeugen eines Verschraubungskontrollsignals auf Grundlage des Identifizierungssignals
und des Drehmomentsignalvergleichs.
[0018] Das Verschraubungskontrollsignal beinhaltet alle notwendigen wesentlichen Daten einer
Drehmomentprüfung einer Verschraubung und ermöglicht somit vorteilhafterweise eine
fehler- und betriebssichere Prüfung von Anziehdrehmomenten komplexer Werkstücke. Insbesondere
beinhaltet das Verschraubungskontrollsignal das Drehmomentprüfungsergebnis, d.h. das
Ergebnis, ob das Referenzdrehmoment erreicht wurde.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens umfaßt das erfindungsgemäße
Verfahren den nachfolgenden Schritt der Ausgabe des Verschraubungskontrollsignals
an eine Empfangseinrichtung, vorzugsweise durch eine berührungsfreie elektromagnetische
Übertragung. Hierdurch ist eine einfache Überwachung und Protokollierung der Drehmomentprüfungsvorgänge
durch eine externe Überwachungs- und Steuervorrichtung möglich, was zu einer weiteren
Erhöhung der Fehler- und Betriebssicherheit führt.
[0020] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird unmittelbar
nach dem Schritt (b) das Identifizierungssignal an eine Emfangseinrichtung ausgegeben,
vorzugsweise durch eine berührungsfreie elektromagnetische Übertragung. Hierdurch
kann, bevor der eigentliche Drehmomentprüfschritt gestartet wird, vorteilhafterweise
eine Vorabprüfung durchgeführt werden, ob dieses Werkstück überhaupt geprüft werden
soll und welche Prüfparameter zu beachten sind.
[0021] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird das Referenzdrehmomentsignal
abhängig von dem erzeugten Identifizierungssignal, gegebenenfalls nach einer Rückbestätigung
durch die Empfangseinrichtung, festgelegt. Dies ermöglicht es vorteilhafterweise dem
identifizierten Werkstück in automatischer Weise das entsprechende Referenzdrehmoment
zuzuordnen, bevorzugt ohne daß der Benutzer hierzu auf Prüf- und Parameterlisten zurückgreifen
muß.
[0022] Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft anhand bevorzugter Ausführungsformen
mit begleitenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Schnittansicht eines Drehmomentschlüssels, welcher nicht von den
beigerfügten Ansprüchen erfaßt wird; und
- Figur 2
- eine schematische Schnittansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Drehmomentschlüssels.
[0023] In einer vereinfachten, schematischen seitlichen Schnittansicht ist in Figur 1 ein
Drehmomentschlüsse dargestellt, welcher nicht von den beigerfügten Ansprüchen erfaßt
wird. Der Drehmomentschlüssel 10 umfaßt einen Gehäusekörper 12, der an seinem hinteren
Ende einen integral gebildeten Handgriff 14 aufweist. Im Bereich des Handgriffs 14
ist in dem Gehäusekörper 12 eine Batterieausnehmung zur Aufnahme einer Batterie 16
vorgesehen, die in longitudinaler Richtung von dem hinteren Ende in den Gehäusekörper
12 eingeführt werden kann. Die Batterieausnehmung ist durch einen Batteriedeckel 18
verschlossen, der an einer hinteren Stirnfläche 17 des Gehäusekörpers 12 befestigt
ist.
[0024] An einem der hinteren Stirnfläche 17 in longitudinaler Richtung des Gehäusekörpers
12 gegenüberliegenden Ende ist eine Drehmomentstangendurchführung 20 in dem Gehäusekörper
12 vorgesehen, durch die eine Drehmomentstange 22 teilweise in eine Drehmomentstangenausnehmung
24 eingeführt ist. An einem sich in longitudinaler Richtung von dem Gehäusekörper
12 wegerstreckenden Ende der Drehmomentstange 22 ist ein Werkzeugaufnahmekopf 25 zum
Anordnen einer Schraubnuß bereitgestellt, der als 90°-Ratschenkopf ausgeführt ist.
Die Drehmomentstange 22 weist im Bereich der Drehmomentstangendurchführung 20 eine
Schwenkstiftbohrung auf, die sich senkrecht zu der longitudinalen Achse der Drehmomentstange
22 parallel zur Zeichenebene erstreckt. Durch die Schwenkstiftbohrung ist ein Schwenkstift
26 eingeführt, dessen Enden in dem Gehäusekörper 12 festgelegt sind und welcher die
Drehmomentstange 22 schwenkbar lagert.
[0025] Zwischen einer hinteren Stirnfläche 28 der Drehmomentstange 22 und einer Auslösemomenteinstellung
30 ist eine Feder 32 angeordnet, welche die Drehmomentstange 22 mit einer longitudinal
gerichteten Federkraft beaufschlagt. Die Größe der Federvorspannung kann durch die
Auslösemomenteinstellung 30 eingestellt werden, indem eine Federanlagefläche 34 der
Auslösemomenteinstellung 30 in longitudinaler Richtung verschoben wird, um die Kompression
der Feder 32 zu steuern, was durch den Pfeil x angedeutet ist. Hierzu müssen der Batteriedeckel
18 und die Batterie 17 entfernt werden, um so Zugang zu der hinteren Seite der Auslösemomenteinstellung
zu erhalten. Der Betrag der Federvorspannung bestimmt das Referenzdrehmoment des Drehmomentschlüssels
10, d.h. das Drehmoment, bei dem der Schlüssel durch ein "Knicken" auslöst. Das Auslösen
bzw. Knicken erfolgt genau dann, wenn eine durch das Referenzdrehmoment vorbestimmte
Knickkraft im Schlüssel 10 durch ein in eine zu prüfende Schraubverbindung eingeleitetes
Drehmoment erreicht wird. Die zur Längsachse der Drehmomentstange 22 und zur Zeichenebene
normal gerichtet Knickkraft greift an der hinteren Stirnfläche 28 der Drehmomentstange
22 an. Kräfte, die kleiner als diese vorbestimmte Knickkraft sind, kann die Feder
32 kompensieren. Wird jedoch der Betrag der Knickkraft erreicht, so erfolgt ein ruckartiges
Verschwenken der Drehmomentstange 22 in der Drehmomentstangenausnehmung 24, bis eine
Kante der hinteren Stirnfläche 28 die Innenfläche der Drehmomentstangenausnehmung
24 berührt. Typischerweise beträgt der Versatz der hinteren Stirnfläche 28 etwa 3-4mm.
Dieses Auslösen des Drehmomentschlüssels 10 wird von einem hör- und spürbaren Knickgeräusch
begleitet.
[0026] An einer Außenfläche des Gehäusekörpers 12 auf der dem Handgriff 14 in longitudinaler
Richtung gegenüberliegenden Seite sind ein als Werkstückidentifizierungseinrichtung
dienender Barcodeleser 36, eine als Signalausgabeeinrichtung dienender Funksender
38 und ein als Steuereinrichtung dienender Mikroprozessorrechner 40 nebeneinander
angeordnet, die untereinander und mit der Batterie 16 elektrisch verbunden sind. Der
Barcodeleser 36 ist derart ausgerichtet, daß seine bevorzugte Ausleserichtung parallel
zu der Längsachse der Drehmomentstange 22 und des Gehäusekörpers 12 verläuft und nach
vorne in Richtung des Werkzeugaufnahmekopfes 25 gerichtet ist. Der erfaßte Raumwinkel
des Barcodelesers 36 ist schematisch durch das Strahlenbündel dargestellt.
[0027] Ferner ist auf der Außenseite des Gehäusekörpers 12 ein als Magnetschalter dienender
Reed-Schalter 42 angeordnet. Auf der Drehmomentstange 22 ist ein Hartmagnet 44 derart
befestigt, daß er dem Reed-Schalter gegenüberliegend zugewandt ist, d.h. auf einer
Linie liegt, die von der Drehmomentstangenlängsachse zu dem Reed-Schalter 42 verläuft.
Der Reed-Schalter 42 ist mit dem Mikroprozessorrechner elektrisch verbunden.
[0028] Nachfolgend wird die Funktions- und Betriebsweise dieses Drehmomentschlüssels beschrieben:
[0029] Zunächst liest der Werker bzw. Benutzer mittels des Barcodelesers 36 einen Barcode
eines (nicht dargestellten) Werkstücks ein. Der Barcode kann beispielsweise die Serien-
oder Teilenummer des Werkstücks beinhalten. Das so gewonnene Identifizierungssignal
des zu prüfenden Werkstücks wird nachfolgend als elektronisches Signal zu dem Mikroprozessorrechner
40 weitergeleitet, um dort eventuell aufbereitet zu werden.
[0030] Anschließend wird das eventuell weiterverarbeitete Identifizierungssignal zu dem
Funksender 38 elektrisch übertragen, der dieses dann an eine nicht dargestellte räumlich
von dem Drehmomentschlüssel getrennt bereitgestellte Signalempfangseinrichtung als
elektromagnetisches Signal berührungsfrei sendet. Als Sendefrequenzen kommen insbesondere
die frei zugänglichen Frequenzbereiche bei 27MHz und 433MHz in Betracht. Die Signalempfangseinrichtung
steht in Signalverbindung mit einer (nicht dargestellten) externen Steuervorrichtung,
die das Identifizierungssignal auswertet und speichert. Stimmt das gesendete Identifizierungssignal
mit einem vorbestimmten in der externen Steuervorrichtung gespeicherten Signal überein,
so ist der vom Benutzer verwendete Drehmomentschlüssel 10 geeignet, um vorbestimmte
Schraubverbindungen des identifizierten Werkstücks zu prüfen. In diesem Fall erfolgt
die Freigabe der Drehmomentprüfung, die dem Benutzer durch ein akustisches und/oder
optisches Signal angezeigt wird. Die Anzeige kann hierbei durch eine (nicht dargestellte)
Anzeigevorrichtung erfolgen, die mit der externen Steuervorrichtung verbunden ist.
[0031] Alternativ kann das akustische und/oder optische Freigabesignal auch durch eine dafür
vorgesehene (nicht dargestellte) Einrichtung (beispielsweise eine LED und ein akustischer
Summer) in dem Drehmomentschlüssel erfolgen. In diesem Fall muß der Funksender 38
zusätzlich einen Funkempfänger (Steuersignalempfangseinrichtung, nicht dargestellt)
beinhalten, um so eine bidirektionale berührungsfreie Datenübertragung zwischen dem
Drehmomentschlüssel 10 und der externen Signalempfangseinrichtung zu gestatten. Die
externe Steuervorrichtung sendet zur Auslösung der Freigabe ein entsprechendes Freigabesignal
an den Funkempfänger des Drehmomentschlüssels. Dieses Signal wird an den Mikroprozessorrechner
40 weitergeleitet, welcher dann die (nicht dargestellte) Freigabeanzeigeeinrichtung
des Drehmomentschlüssels auslöst.
[0032] Nach erfolgter Freigabe beginnt der Benutzer mit der Prüfung des Anziehdrehmoments
der ersten vorbestimmten Schraubverbindung des Werkstücks unter üblicher Verwendung
des Drehmomentschlüssels 10. Wenn das vorbestimmte Referenzdrehmoment erreicht wird,
"knickt" der Drehmomentschlüssel, d.h. die Drehmomentstange bzw. Knickstange erfährt
eine ruckartige Verschwenkung wie oben beschrieben. Diese Verschwenkung hat zur Folge,
daß der Hartmagnet 44 gegenüber dem Reed-Schalter 42 versetzt wird, womit dieser betätigt
wird. Der Reed-Schalter 42 fungiert gemeinsam mit dem Hartmagneten 44 somit als Drehmomentsensor
und liefert ein Drehmomentsignal, das an den Mikroprozessorrechner 40 elektrisch übertragen
wird.
[0033] Wird von dem Mikroprozessorrechner 40 ein Drehmomentsignal des Reed-Schalters 42
empfangen, so wurde das vorbestimmte Referenzdrehmoment erreicht und die Schraubverbindung
erfolgreich geprüft. Der Mikroprozessorrechner 40 veranlaßt daraufhin, daß der Funksender
38 ein Verschraubungskontrollsignal an die Signalempfangseinrichtung sendet. Dieses
Signal wird von der externen Steuereinrichtung ausgewertet und gespeichert.
[0034] Werden bei dem zu prüfenden Werkstück nicht alle vorbestimmten Schraubverbindungen
geprüft, so kann die externe Steuervorrichtung ein entsprechendes Warn- bzw. Fehlersignal
ausgeben und eventuell zusätzlich zu einer Nacharbeit auffordern. Da das Ergebnis
jedes Schraubvorgangs auf diese Weise automatisch für jedes zu prüfende Werkstück
protokolliert und überprüft wird, wird eine hohe Fehlersicherheit erreicht. Werden
nicht alle vorbestimmten Prüfvorgänge erfolgreich abgeschlossen, so erfolgt keine
Freigabe des Werkstücks.
[0035] Figur 2 ist eine schematische seitliche Schnittansicht einer besonders bevorzugten
erfindungsgemäßen Ausführungsform des Drehmomentschlüssels. Gegenüber dem in Figur
1 dargestellten Drehmomentschlüssel tragen gleiche oder ähnliche Merkmale gleiche
Bezugszeichen und werden im folgenden nicht nochmals beschrieben.
[0036] An der hinteren Stirnfläche 28 der Drehmomentstange 22 ist ein Verriegelungskörper
52 mit einer Verriegelungsausnehmung 54 derart befestigt, daß die Längsachse der Drehmomentstange
28 mit der Mittelachse der kreisförmig zylindrischen Verriegelungsausnehmung 54 zusammenfällt.
In die Verriegelungsausnehmung 54 ist ein kreisförmig zylindrischer Verriegelungsbolzen
56, dessen Außendurchmesser etwa dem Innendurchmesser der Verriegelungsausnehmung
54 entspricht, einführbar. Die Mittelachse des Verriegelungsbolzens 56 fällt mit der
Längsachse der Drehmomentstange 22 zusammen, wenn kein Drehmoment eingeleitet wird.
Der Verriegelungsbolzen 56 ist vorzugsweise ferromagnetisch.
[0037] Ein dem Verriegelungskörper 52 abgewandter Abschnitt des Verriegelungsbolzens 56
ist von einer Magnetspule 58 umgeben, die einen Innendurchmesser aufweist, der dem
Außendurchmesser des Verriegelungsbolzens 56 etwa entspricht. Die Magnetspule 58 ist
derart in dem Gehäusekörper 12 angeordnet, daß seine Längsachse mit den Längsachsen
des Verriegelungsbolzens 56 und der Drehmomentstange 22 zusammenfällt, falls kein
Drehmoment eingeleitet wird. Eine Rückstellfeder 60 ist zwischen der hinteren Stirnfläche
des Verriegelungsbolzens 56 und einer Federanlagewand 62 der Magnetspule 58 derart
angeordnet, daß sie eine longitudinale Rückstellkraft auf den Verriegelungsbolzen
56 in Richtung der Verriegelungsausnehmung 54 ausübt. Der Verriegelungskörper 52,
Verriegelungsbolzen 56, Magnetspule 58, Rückstellfeder 60 und Federanlagewand 62 bilden
gemeinsam eine Verriegelungseinrichtung 64, deren Funktionsweise später beschrieben
wird.
[0038] Auf der Drehmomentstange 22, die als Biegestange ausgeführt ist, sind Dehnungsmeßstreifen
66 derart befestigt, daß eine betriebsmäßige Biegung der Drehmomentstange 22 durch
ein in den Drehmomentschlüssel 50 eingeleitetes Drehmoment zu einer Änderung des elektrischen
Widerstands der Dehnungsmeßstreifen 66 führt. Um sekundäre Einflüsse, insbesondere
Temperatureinflüsse, auf den Widerstand der Dehnungsmeßstreifen 66 ausschließen zu
können, sind diese in einer Brückenschaltung elektrisch verbunden. Der Ausgang der
Dehnungsmeßstreifenbrücke 66 ist über Verbindungsleitungen elektrisch mit dem Mikropozessorrechner
40 verbunden. In dem Mikropozessorrechner 40 ist eine Kalibrierungsfunktion gespeichert,
mittels derer gemessene Dehnungsmeßstreifenwiderstände in eindeutiger Weise den Größen
von in den Drehmomentschlüssel 50 eingeleiteten Drehmomenten zugeordnet werden können.
[0039] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Ausführungsform der Erfindung beschrieben,
wobei nur auf die Unterschiede zu der Funktionsweise des in Figur 1 dargestellten
Drehmomentschlüssels 10 eingegangen wird. Nach dem Senden des Identifizierungssignals
durch den als Signalausgabeeinrichtung fungierenden Funksender 38 an die externe Signalempfangseinrichtung
und der Weiterverarbeitung in der externen Steuervorrichtung sendet die externe Steuervorrichtung
Steuersignale an den Drehmomentschlüssel 50, wenn die Prüfung freigegeben wird. Diese
Steuersignale werden von dem als Steuersignalsempfangseinrichtung dienenden Funkempfänger
68 empfangen und beinhalten ein Auslösemomenteinstellsignal, das zur Einstellung des
Referenzdrehmoments dient. Vorzugsweise wird auch das Freigabesignal an den Drehmomentschlüssel
übertragen.
[0040] Die empfangenen Steuersignale werden an den Mikroprozessorrechner 40 als elektrische
Signale weitergeleitet. Nachdem der Benutzer das Freigabesignal wahrgenommen hat,
beispielsweise durch das Aufleuchten einer nicht dargestellten LED an der Außenseite
des Gehäusekörpers 12, setzt er den Drehmomentschlüssel 50 an die zu prüfende Schraubverbindung
des Werkstücks an und beginnt mit der Prüfung des Anziehdrehmoments. Das hierdurch
in den Schlüssel eingeleitete Drehmoment führt zu einer Verbiegung der Drehmomentstange
22, die von der Dehnungsmeßstreifenbrücke 66 detektiert wird. Wie oben beschrieben,
kann der Mikroprozessor einer solchen Verbiegung in eindeutiger Weise ein Drehmoment
zuordnen.
[0041] Das so gewonnene Drehmomentsignal wird mit dem Referenzdrehmomentsignal verglichen,
das aus dem zuvor empfangenen Auslösemomenteinstellsignal erhalten wurde. Ist das
Drehmomentsignal gleich oder größer als dieses Referenzdrehmomentsignal, erfolgt eine
Auslösung der Drehmomentstange 22 durch die Verriegelungseinrichtung 64 durch Ausgabe
eines Entriegelungssignals, worauf hin der Drehmomentschlüssel 50 "knickt". Hierzu
wird von dem Mikroprozessorrechner 40 die Bestromung der Magnetspule 58 derart gesteuert,
daß der Verriegelungsbolzen 56 in Richtung der Feder 60 longitudinal zurückgezogen
wird, um sich aus der Verriegelungsausnehmung 54 zu lösen. Damit kann sich die Drehmomentstange
22 um den Schwenkstift 26 schwenken, bis der Verriegelungskörper 52 an die Innenwand
des Gehäusekörpers 12 anschlägt. Der Benutzer nimmt dieses "Knicken" des Drehmomentschlüssels
50 hör- und spürbar wahr.
[0042] Wird der Drehmomentschlüssel 50 nach dem Auslösen der Verriegelungseinrichtung 64
weiter gedreht, um das Anziehdrehmoment weiter zu erhöhen, so kann diese unerwünschte
Erhöhung durch die Dehnungsmeßstreifenbrücke 66 in Verbindung mit dem Mikroprozessorrechner
40 festgestellt werden. Erreicht das gemessene Drehmoment den Betrag eines zweiten
Referenzdrehmoments, welches größer als das erste Referenzdrehmoment ist, so erzeugt
der Mikroprozessorrechner ein Fehlersignal.
[0043] Nach Abschluß des Drehmomentprüfvorgangs jeder einzelnen vorbestimmten Schraubverbindung
sendet der Funksender 38 ein von dem Mikroprozessorrechner 40 erzeugtes Verschraubungskontrollsignal
an die externe Signalempfangseinrichtung. Das Verschraubungskontrollsignal beinhaltet
den gemessenen Wert des erreichten Anziehdrehmoments und eventuell das Fehlersignal,
falls die Drehmomentprüfung nicht erfolgreich abgeschlossen wurde. Die externe Steuervorrichtung
speichert das Verschraubungskontrollsignal und wertet dieses aus und leitet entsprechend
eine Nacharbeit ein oder gibt ein Freigabesignal des Verschraubungsvorgangs aus.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 10
- Drehmomentschlüssel
- 12
- Gehäusekörper
- 14
- Handgriff
- 16
- Batterie
- 17
- hintere Stirnfläche des Gehäusekörpers
- 18
- Batteriedeckel
- 20
- Drehmomentstangendurchführung
- 22
- Drehmomentstange
- 24
- Drehmomentstangenausnehmung
- 25
- Werkzeugaufnahmekopf
- 26
- Schwenkstift
- 28
- hintere Stirnfläche der Drehmomentstange
- 30
- Auslösemomenteinstellung
- 32
- Feder
- 34
- Federanlagefläche der Auslösemomenteinstellung
- 36
- Barcodeleser
- 38
- Funksender
- 40
- Mikroprozessorrechner
- 42
- Reed-Schalter (Drehmomentsensor)
- 44
- Hartmagnet
- 50
- Drehmomentschlüssel gemäß bevorzugtes Ausführungsform der Erfindung
- 52
- Verriegelungskörper
- 54
- Verriegelungsausnehmung
- 56
- Verriegelungsbolzen
- 58
- Magnetspule
- 60
- Rückstellfeder
- 62
- Federanlagewand
- 64
- Verriegelungseinrichtung
- 66
- Dehnungsmeßstreifenbrücke (Drehmomentsensor)
1. Drehmomentschlüssel (50) zur Prüfung eines Drehmoments bei einem Schraubvorgang an
einem Werkstück mit
- einem Drehmomentsensor (66) zur Ausgabe eines Drehmomentsignals,
- einer Werkstückidentifizierungseinrichtung (36) zur Erzeugung eines Identifizierungssignals,
das dem jeweiligen Werkstück zugeordnet ist, und
- einer Steuereinrichtung (40), die mit dem Drehmomentsensor (42;66) und der Werkstückidentifizierungseinrichtung
(36) in Signalverbindung steht,
wobei die Steuereinrichtung (40) zu einem Vergleich des Drehmomentsignals mit zumindest
einem vorbestimmten oder vorbestimmbaren Referenzdrehmomentsignal und zu einer Erzeugung
eines Verschraubungskontrollsignals auf Grundlage des Identifizierungssignal und dem
Drehmomentsignalvergleich ausgelegt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Drehmomentsensor (66) ein Dehnungsmeßstreifensensor, bevorzugt in Form einer
Dehnungsmeßstreifenbrücke, ist, welcher auf einer auf ein eingeleitetes Drehmoment
durch Biegung reagierenden Drehmomentstange (22) des Drehmomentschlüssel (50) angeordnet
ist, wobei an einem einer Werkzeugaufnahme (25) des Drehmomentschlüssels (50) gegenüberliegenden
Ende der Drehmomentstange (22), eine Verriegelungseinrichtung (64) angeordnet ist,
welche die Drehmomentstange (22) entriegelt, wenn sie ein Entriegelungssignal von
der Steuereinrichtung (40) empfängt.
2. Drehmomentschlüssel (50) nach Anspruch 1 mit einer Signalausgabeeinrichtung (38) zur
Ausgabe des Verschraubungskontrollsignals und des Identifizierungssignals an eine
von dem Drehmomentschlüssel (50) räumlich getrennt bereitgestellte Signalempfangseinrichtung,
die mit der Steuereinrichtung (40) in Signalverbindung steht und vorzugsweise zu einer
berührungsfreien elektromagnetischen Signalübertragung ausgelegt ist.
3. Drehmomentschlüssel (50) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Drehmomentsignal, das Referenzdrehmomentsignal
und das Verschraubungskontrollsignal elektrische, magnetische oder elektromagnetische
Signale sind und die Steuereinrichtung (40) ein Mikroprozessorrechner (40) ist.
4. Drehmomentschlüssel (50) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Signalausgabeeinrichtung
(38) eine elektromagnetische Sendeeinrichtung (38) ist.
5. Drehmomentschlüssel (50) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Werkstückidentifizierungseinrichtung
(36) ein Codeleser, insbesondere ein Barcodeleser (36), ist.
6. Drehmomentschlüssel (50) nach Anspruch 1, wobei die Verriegelungseinrichtung (64)
einen von einer Magnetspule (58) umschlossenen ferromagnetischen Verriegelungsbolzen
(56) umfaßt, welcher in eine Verriegelungsausnehmung (54) in der Drehmomentstange
(22) zu deren Verriegelung einführbar ist, und mittels einer Strombeaufschlagung der
Magnetspule (58) aus dieser herausführbar ist.
7. Drehmomentschlüssel (50) nach einem der vorangegangen Ansprüche, wobei der Drehmomentschlüssel
(10;50) eine Steuersignalempfangseinrichtung (68) umfaßt, die mit der Steuereinrichtung
(40) in Signalverbindung steht und zu einem Empfang von Steuersignalen einer externen
Steuervorrichtung ausgelegt ist, vorzugsweise durch berührungsfreie elektromagnetische
Übertragung.
8. Verfahren zur Prüfung eines Drehmoments bei einem Schraubvorgang an einem Werkstück
unter Verwendung eines drehmomentschüssels (50) nach Anspruch 1-7, mit folgenden Schritten
in dieser Reihenfolge:
(a) Identifizterm eines Werkstücks bzw. einer Werkstückkennzeichnung, insbesondere
eines entsprechenden Codes, vorzugsweise eines Barcodes;
(b) Erzeugen eines dem Werkstück entsprechenden Identifizierungssignals;
(c) Prüfen des Drehmoments der Verschraubung des Werkstücks und Erzeugen eines entsprechenden
Drehmomentsignals;
(d) Vergleichen des Drehmomentsignals mit einem vorbestimmten oder vorbestimmbaren
Referenzdrehmomentsignal;
(e) Erzeugen eines Verschraubungskontrollsignals auf Grundlage des Identifizierungssignals
und des Drehmomentsignalvergleichs.
9. Verfahren nach Anspruch 8 mit dem nachfolgenden Schritt der Ausgabe des Verschraubungskontrollsignals
an eine Empfangseinrichtung, vorzugsweise durch eine berührungsfreie elektromagnetische
Übertragung.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei unmittelbar nach dem Schritt (b) das Identifizierungssignal
an eine Emfangseinrichtung ausgegeben wird, vorzugsweise durch eine berührungsfreie
elektromagnetische Übertragung.
11. Verfahren nach Anspruch 8-10, wobei das Referenzdrehmomentsignal abhängig von dem
erzeugten Identifizierungssignal, gegebenenfalls nach einer Rückbestätigung durch
die Empfangseinrichtung, festgelegt wird.
1. Torque wrench (50) for checking a torque during a screwdriving operation on a workpiece,
having
- a torque sensor (66) for delivering a torque signal,
- a workpiece-identifying device (36) for producing an identifying signal which is
assigned to the respective workpiece, and
- a control device (40) which has a communication link with the torque sensor (42;
66) and the workpiece-identifying device (36),
the control device (40) being designed for comparing the torque signal with at least
one predetermined or predeterminable reference-torque signal and for producing a screwed-connection
control signal on the basis of the identifying signal and the torque-signal comparison,
characterized in that the torque sensor (66) is a strain-gauge sensor, preferably in the form of a strain-gauge
bridge, which is arranged on a torque bar (22), reacting to an initiated torque by
bending, of the torque wrench (50), a locking device (64) being arranged on an end
of the torque rod (22) opposite a tool mounting (25) of the torque wrench (50), this
locking device (64) unlocking the torque bar (22) if it receives an unlocking signal
from the control device (40).
2. Torque wrench (50) according to Claim 1, having a signal-output device (38) for delivering
the screwed-connection control signal and the identifying signal to a signal-receiving
device which is provided in a spatially separate manner from the torque wrench (50),
has a communication link with the control device (40) and is preferably designed for
a non-contact electromagnetic signal transmission.
3. Torque wrench (50) according to Claim 1 or 2, the torque signal, the reference-torque
signal and the screwed-connection control signal being electrical, magnetic or electromagnetic
signals and the control device (40) being a microprocessor (40).
4. Torque wrench (50) according to one of the preceding claims, the signal-output device
(38) being an electromagnetic transmitting device (38).
5. Torque wrench (50) according to one of the preceding claims, the workpiece-identifying
device (36) being a code reader, in particular a bar-code reader (36).
6. Torque wrench (50) according to Claim 1, the locking device (64) comprising a ferromagnetic
locking pin (56) which is enclosed by a magnet coil (58), can be inserted into a locking
recess (54) in the torque bar (22) for locking the latter and can be taken out of
this locking recess (54) by energizing the magnet coil (58).
7. Torque wrench (50) according to one of the preceding claims, the torque wrench (50)
comprising a control-signal-receiving device (68) which has a communication link with
the control device (40) and is designed for receiving control signals from an external
controller, preferably by non-contact electromagnetic transmission.
8. Method of checking a torque during a screwdriving operation on a workpiece using a
torque wrench (50) according to Claims 1 to 7, comprising the following steps in this
sequence:
(a) identifying a workpiece or a workpiece marking, in particular a corresponding
code, preferably a bar code;
(b) producing an identifying signal corresponding to the workpiece;
(c) checking the torque of the screwed connection of the workpiece and producing a
corresponding torque signal;
(d) comparing the torque signal with a predetermined or predeterminable reference-torque
signal;
(e) producing a screwed-connection control signal on the basis of the identifying
signal and the torque-signal comparison.
9. Method according to Claim 8, comprising the subsequent step of delivering the screwed-connection
control signal to a receiving device, preferably by a non-contact electromagnetic
transmission.
10. Method according to Claim 8 or 9, in which, directly after the step (b), the identifying
signal is delivered to a receiving device, preferably by a non-contact electromagnetic
transmission.
11. Method according to Claims 8 to 10, the reference-torque signal being established
as a function of the identifying signal produced, if need be after reconfirmation
by the receiving device.
1. Clé dynamométrique (50) servant à contrôler un couple lors d'un vissage sur une pièce
d'oeuvre, laquelle comprend :
- un capteur de couple (66) servant à délivrer un signal de couple ;
- un dispositif d'identification de pièce d'oeuvre (35) servant à produire un signal
d'identification qui est associé à la pièce d'oeuvre concernée ; et
- un dispositif de commande (40) qui est en liaison d'acheminement de signaux avec
le capteur de couple (42 ; 66) et le dispositif d'identification de pièce d'oeuvre
(36) ;
le dispositif de commande (40) étant conçu pour comparer le signal de couple avec
au moins un signal de couple de référence prédéfini ou pouvant être prédéfini et pour
produire un signal de contrôle de vissage sur la base du signal d'identification et
de la comparaison des signaux de couple,
caractérisée en ce que le capteur de couple (66) est un capteur de jauge de contrainte, de préférence sous
forme de pont de jauge de contrainte, lequel est disposé sur une barre de couple (22)
de la clé dynamométrique (50) qui réagit par flexion à un couple appliqué, un dispositif
de verrouillage (64) qui déverrouille la barre de couple (22) lorsqu'elle reçoit un
signal de déverrouillage en provenance du dispositif de commande (40) étant disposé
à une extrémité de la barre de couple (22) située à l'opposé d'un moyen de réception
d'outil (25) de la clé dynamométrique (50).
2. Clé dynamométrique (50) selon la revendication 1, comportant un appareil de délivrance
de signal (38) servant à délivrer le signal de contrôle de vissage et le signal d'identification
à une installation de réception de signal spatialement séparée de la clé dynamométrique
(50), laquelle installation de réception est en liaison d'acheminement de signaux
avec le dispositif de commande (40) et est de préférence conçue pour une transmission
de signal électromagnétique sans contact.
3. Clé dynamométrique (50) selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle le signal de
couple, le signal de couple de référence et le signal de contrôle de vissage sont
des signaux électriques, magnétiques ou électromagnétiques et le dispositif de commande
(40) est un calculateur à microprocesseur (40).
4. Clé dynamométrique (50) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
l'appareil de délivrance de signal (38) est un appareil d'émission électromagnétique
(38).
5. Clé dynamométrique (50) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
le dispositif d'identification de pièce d'oeuvre (36) est un lecteur de code, notamment
un lecteur de code à barres (36).
6. Clé dynamométrique (50) selon la revendication 1, dans laquelle le mécanisme de verrouillage
(64) comprend un axe de verrouillage ferromagnétique (56) qui est entouré d'une bobine
d'induction (58), lequel peut être introduit dans un évidement de verrouillage (54)
ménagé dans la barre de couple (22) pour verrouiller cette dernière et peut être ressorti
de cette dernière en alimentant la bobine d'induction (58) en courant.
7. Clé dynamométrique (50) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la clé dynamométrique (10 ; 50) comprend un appareil de réception de signal de commande
(68) qui est en liaison d'acheminement de signaux avec le dispositif de commande (40)
et qui est conçu pour recevoir les signaux de commande d'un dispositif de commande
extérieur, de préférence par transmission électromagnétique sans contact.
8. Procédé de contrôle d'un couple, lors d'un vissage sur une pièce d'oeuvre, en utilisant
une clé dynamométrique (50) selon l'une des revendications 1 à 7, lequel comprend
les étapes suivantes dans cet ordre :
(a) identification d'une pièce d'oeuvre ou d'un marquage sur une pièce d'oeuvre, notamment
un code correspondant et de préférence un code à barres ;
(b) production d'un signal d'identification correspondant à la pièce d'oeuvre ;
(c) contrôle du couple de vissage de la pièce d'oeuvre et production d'un signal de
couple correspondant ;
(d) comparaison du signal de couple avec un signal de couple de référence prédéfini
ou pouvant être prédéfini ;
(e) production d'un signal de contrôle de vissage sur la base du signal d'identification
et de la comparaison de signaux de couple.
9. Procédé selon la revendication 8 comprenant l'étape subséquente consistant à délivrer
le signal de contrôle de vissage à une installation de réception, de préférence par
transmission électromagnétique sans contact.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, dans lequel le signal d'identification est
délivré à une installation de réception immédiatement après l'étape (b), de préférence
par transmission électromagnétique sans contact.
11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10, dans lequel le signal de couple de
référence est fixé en fonction du signal d'identification produit, le cas échéant
après confirmation en retour par l'installation de réception.